The Steel Woods- Old News – CD-Review

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Ich hatte The Steel Woods ja schon bereits 2017 bei ihrem Debüt „Straw In The Wind“ über den grünen Klee hinaus gelobt. Jetzt lag die Messlatte in Sachen Nachfolger dem nach extrem hoch. Um es vorwegzunehmen: Das Nashville-Quartett um ihre beiden Kreativköpfe Wes Bayliss und Jason Cope samt der Rhythmusfraktion Johnny Stanton und Jay Tooke, gehen auch auf „Old News“ unbeirrt ihren eingeschlagenen Weg weiter und liefern das nächste tolle Werk ab.

15 Tracks mit fast 70 Minuten Spielzeit bieten dabei ein ausgedehntes Musikvergnügen. Man darf sich über neun starke Neukreationen und sechs wirklich klasse, als auch spannend umgesetzte Covernummern freuen, die sich schwerpunktmäßig im hinteren Bereich auf Songs verstorbener Größen wie Townes Van Zandt, Merle Haggard, Gregg Allman, Tom Petty sowie Wayne Mills konzentrieren.

Nicht zu vergessen ihr scheinbarer Faible für Black Sabbath, denen sie, wie schon auf dem Erstling, wieder die Ehre erweisen. Hier mit der Umwandlung von dem damaligen, fast schon kammermusikartigen „Changes“ in eine lässig groovende Southern Soul-Version. Genial gemacht!

Die CD beginnt aber direkt mit einem Paukenschlag. Das furios rockende und stampfende „All Of These Years“ hätte wunderbar auf Skynyrds damalige „Gimme Back My Bullets“-Platte zwischen Tracks wie „Double Trouble“, „Trust“ und „Searching“ gepasst. Ein fulminanter Auftakt.

Mit „Without You“, dem bereits erwähnten „Changes“ und „Wherever You Are“ geht es dann zunächst in ruhigere Gefilde, wobei immer ein gewisses Grummeln in der Magengrube erzeugt wird, besonders zum Beispiel durch den Streichereinsatz bei letztgenanntem Lied.

Womit wir bei den dezent, aber sehr effektiv eingesetzten Gastmusikern wären. Die wieder herrlich episches Flair verursachenden Strings wurden von Jake Clayton bedient, die starke Backgroundsängerin Joanne Cotton ist am besten beim shuffligen Rocker „Blind Lover“ rauszuhören. Für leiernde, weinende und wimmernde Steeleinlagen zeichnet sich Eddie Long bei den countryeskeren Liedern wie „Anna Lee“, One Of These Days“ und „Are The Good Times Really Over (I Wish A Buck Was Still Silver)“ verantwortlich.

Ganz großes Southern-Kino bieten das politisch nachdenkliche Titelstück „Old News“, das episch anmutende, aber auch voller Pathos und Inbrunst von Bayliss gesungene „The Rock That Says My Name“ (Rambler-Flair) und die drei grandios gecoverten „The Catfish Song“ (Townes Van Zandt – mit fulminanter Harp- und E-Gitarrenpassage), „Whipping Post“ (Gregg Allman – wahnsinnige Drum- und E-Gitarren-Dynamik, unterschwengliche Doors-Note) und die wunderbare Tom Petty-Huldigung mit „Southern Accents“ als krönendem Abschluss.

Das Southern Rock-Jahr hat noch keine 20 Tage absolviert und schon haben The Vegabonds mit ihrem knackigen „V“-Werk und The Steel Woods mit „Old News“ für die ersten fetten positiven Schlagzeilen gesorgt. Weiter so, Jungs!

Woods Music/Thirty Tigers (2019)
Stil: Southern Rock

01 All Of These Years
02 Without You
03 Changes
04 Wherever You Are
05 Blind Lover
06 Compared To A Soul
07 Old News
08 Anna Lee
09 Red River (The Fall Of Jimmy Sutherland)
10 The Catfish Song
11 Rock That Says My Name
12 One Of These Days
13 Are The Good Times Really Over (I Wish a Buck Was Still Silver)
14 Whipping Post
15 Southern Accents

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The Cadillac Three – Interview

Gut zwei Jahre nachdem wir mit den Jungs von The Cadillac Three schon einmal gesprochen hatten, sind wir von Oktober Promotion um ein weiteres Interview gebeten worden, dem wir natürlich gerne nachgekommen sind. Das hatten Jaren Johnston, Kelby Ray und Neil Mason vor ihrem Konzert in einem Büroraum oberhalb des Luxors diesmal preiszugeben:

Sounds Of South: Schön euch wieder zusehen. Ihr seid jetzt schon mehrfach im Luxor in Köln aufgetreten. Was zieht euch immer wieder hierhin, was gefällt euch an diesem Club?
The Cadillac Three: (Jaren) Wir lieben den ‚Duftstoff‘ dieser schwitzigen Rock Clubs. Wir kommen aus den Staaten hierher und spielen vor diesen wirklich Southern Rock-verrückten Deutschen. Das gibt uns ein heimisches Gefühl. So macht es hier dann einfach eben großen Spaß!

Sounds Of South: Im Sommer habt ihr auf einigen Festivals gespielt. Wo ist für euch der Unterschied zu Konzerten in Clubs wie dem Luxor?
The Cadillac Three: (Kelby) Es ist eigentlich nur die Größe, nehmen wir mal als Vergleich das Ramblin‘ Man-Festival. (Jaren) Die Energie bei beiden ist aber meist dieselbe. Es war dort wohl mit die größte Zuschauermenge, vor der wir mit einigen anderen Bands gespielt haben, aber ich persönlich mag  diese Gigs hier mehr, weil sie in einer viel intimeren Atmosphäre stattfinden. Du schwitzt hier gemeinsam mit der Menge. Insgesamt sind  beide Sachen sehr schön, haben aber natürlich auch ihre kleinen Unterschiede.

Sounds Of South: Bei den Konzerten, die wir von euch bisher gesehen haben, habt ihr eure Songs eher hart gespielt. Gibt es einen Unterschied zu euren Performances in Amerika und Europa, speziell in Deutschland?
The Cadillac Three: (Kelby) Nicht wirklich, wir spielen eigentlich immer auf gleiche Art, egal, wo wir gerade sind. Die Musik überträgt sich einfach von alleine auf die verschiedenen Menschen auf diesem Erdball. (Jaren) Es ist schon eine wilde Sache. In den Staaten spielen wir zum Beispiel mit großen Countrystars, auch da machen wir einfach unser Ding.  Eigentlich ist es immer der gleiche verrückte Kram, aber es gefällt überall und das ist das Gute daran. Es hilft uns in unserer Entwicklung und auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Auch wenn wir fast immer die gleiche Setliste spielen, es überträgt sich auf sehr viele Audienzen. Die Country-Kundschaft liebt die harte Seite unserer Musik, die Rock-Gemeinde mag, dass wir hart sind, aber auch einiges bieten, was ihre Bands nicht liefern.

Sounds Of South: Ich gehe davon aus, dass die kreativen Synapsen bei euch nicht still stehen. Wie steht es bei euch mit neuem Songmaterial?
The Cadillac Three: (Kelby) Wir haben neue Lieder! (Jaren) Wir arbeiten  an einer neuen Scheibe. (Neil) Wir spielen zur Zeit schon welche im Set. Wir sind dabei die Sache abzuschließen, sie wird irgendwann nächstes Jahr herauskommen. Wir arbeiten eigentlich immer an neuer Musik, auch wenn wir ein Album gerade abgeschlossen haben. Wir schreiben die ganze Zeit neue Songs, so sind sie dann halt wieder auf dem darauf folgenden Album.

Sounds Of South: Eure Besetzung ist in dieser Form etwas Besonderes. Gab es irgendwann einmal das Bestreben einen Bassspieler einzusetzen?
The Cadillac Three: (Kelby) Nein! Auf gar keinen Fall! (Jaren) Ein Typ in Berlin fragte mich letzte Nacht nach dem Gig das gleiche. (Kelby) Er war wahrscheinlich Bass-Spieler… (Jaren) Wir haben mit Kelby ja quasi einen Bass-Spieler. Er bedient auf seiner Pedal Steel beide Felder, wir sind da untereinander genügsam. Wir hatten zu Beginn mal an einem Punkt darüber nachgedacht, einen anderen Rahmen zu setzen, sind dann aber zum Entschluss gekommen, dass es einfach nicht mehr dasselbe wäre. Du kannst niemand anderen in diesen speziellen Mix hineinbringen. Wir sind schon so lange miteinander verbunden. Kelby macht solch einen fast schon wissenschaftlich coolen und so differenzierten Job, den andere Leute einfach nicht bieten. Es ist ein außerordentliches Element sowohl für die Band als auch für die Besucher. (Kelby) Es ist schon einzigartig.

Sounds Of South: Du hattest ja mit der Produktion von Steven Tylers Album einen echten Clou gelandet. Mit welchen prominenten oder auch nicht bekannten Musikern würdest du nochmal gerne kooperieren?
The Cadillac Three: (Jaren)  Die Steven Tyler-Geschichte war eine spaßige Sache aber auch absolutes Neuland für mich. Für uns alle wäre es toll, mal mit Dave Grohl (Scream, Nirvana, Queens Of The Stone Age, Them Crooked Vultures, Foo Fighters) zu arbeiten. Ich war schon immer ein absoluter Fan von ihm. (Kelby) Wir würden natürlich auch gerne Tom Petty sagen, aber der ist ja leider nicht mehr unter uns, somit ist es wohl am Ende Dave Grohl.

Sounds Of South: Was waren für euch die herausragenden Alben/Bands 2019?
The Cadillac Three: (Jaren) Wir alle lieben die Brent Cobb-Scheibe, er hat einen Super-Job gemacht. Wir finden eine Menge Bands gut, jetzt gerade auch welche aus Großbritannien, mit denen wir Freundschaft geschlossen haben. Da wären zum Beispiel die Rival Sons. Die Jungs sind klasse. Puh, irgendwie fragt mich das jeder… Bevor wir nach Europa gekommen sind, haben wir eigentlich durchgängig ZZ Top gehört und über ihre Musik diskutiert. Wir mögen auch vieles von Kurt Vile, der hat einige großartige Platten gemacht.

Sounds Of South: Wer hat (außer euch) am ehesten das Potential, den Southern Rock populär zu halten, die ehemaligen ‚Alphatiere‘ (Skynyrd, Molly Hatchet) sind ja mittlerweile doch beträchtlich in die Jahre gekommen.
The Cadillac Three: (Kelby) Niemand außer uns! (Jaren) Wir müssen da vorsichtig mit der Antwort sein, das hat uns schon mal Ärger eingebracht. Blackberry Smoke machen einen hervorragenden Job, ich liebe die Jungs. Black Stone Cherry natürlich, die auch  hier waren. Es passieren gerade viel Dinge, ihr habt diese Band aus Kalifornien (Robert Jon & The Wreck) eingangs vor dem Interview erwähnt. Wir haben einige Southern Rock Bands in Großbritannien erlebt. Ich glaube wir sind mit die besten Botschafter der Dinge, die diese Bands einst begonnen haben. Wir machen eine recht spezielle Sache, ähnlich wie ZZ Top, aber natürlich stilistisch ganz anders. So mitten drin in der direkten Nähe zu den Allman Brothers sehe ich Blackberry Smoke. Aber es gibt auch einige coole Bands aus Nashville, wie The Steel Woods zum Beispiel, die auch ihr ganz eigenes Ding durchziehen. Lukas Nelson (Sohn von Willie Nelson) hat auch eine tolle Scheibe herausgebracht.

Sounds Of South: Welchen Stellenwert haben Online-Magazine wie unser Sounds Of South für euch?
The Cadillac Three: (Jaren) Ich bekomme jeden Morgen Google-Updates, was online bezüglich meines Namens oder des von The Cadillac Three passiert. (Neil) Wir kennen eigentlich recht viele. (Jaren) Sie sind für unsere Weiterentwicklung sehr hilfreich.

Sounds Of South: Wie sehen eure Planungen für das Jahr 2019 im Groben und Ganzen aus? Werdet ihr wieder in Deutschland präsent sein?
The Cadillac Three: (Kelby) Wir werden wieder ziemlich viel touren, da ja das neue Album ansteht. (Jaren) Wir werden eine große Tour zusammen mit der Charlie Daniels Band und Travis Tritt spielen. (Kelby) Auch einige Gigs zusammen mit Marshall Tucker. (Neil) Wir werden die Country Fuzz Tour als Headliner anführen, im Sommer und Herbst auch wieder hierhin zurückkehren.

Sounds Of South: Wie hat sich dein Leben durch Sohnemann Jude verändert? Habt ihr schon den ersten Song zusammen geschrieben…?:-)
The Cadillac Three: (Jaren lachend) Wir jammen schon ein wenig, er spielt schon ganz gut Drums. Dabei ist er gerade mal zwanzig Monate alt. Wir nehmen ihn in den Staaten schon des öfteren mit zu den Konzerten, wann immer es geht. Hierhin ist es aber noch zu weit. Er ist schon richtig besessen, er erfährt alles ziemlich authentisch. Mein Vater, der Vater meiner Frau als auch meine Frau sind alle Drummer, so hat er es wohl schon im Blut. Klar, dass er auch uns alle ein wenig verändert hat, wir fühlen uns älter und reifer. Für mich persönlich hat der Tag, wo es früher acht Stunden Beschäftigung waren, jetzt 16 Stunden, dieser übliche Schlafloskram, du weißt schon. Aber es ist schon unterhaltsam, ihn von der Bühne mit seinen Kopfhörern beobachten, wie er unsere Shows verfolgt.

Danke für das Interview, wir wünschen euch eine gute Heimreise, frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

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Das Interview in Englisch:

Sounds Of South: It’s great to see you again. As far as I know you guys have performed a couple of times in the Luxor Cologne. What do you like most about it?
The Cadillac Three: (Jaren) We love the gamone of these sweaty Rock clubs. We came up playin‘ the States and it’s a feeling at home but you’re playing for these crazy Germans that are really in the Southern Rock.  It’s a sweaty Rock’n’roll club, so it’s a lot of fun.

Sounds Of South: In summer you played a few festivals. What is the difference for you to gigs like these in the Luxor?
The Cadillac Three: (Kelby) It’s just the seize, really, for example when we played Ramblin‘ Man. (Jaren) The energy of both is mostly the same, it was probalby the biggest crowd we’d ever played for with a couple of bands, but I like these things more, it’s so intimate, you are sweating on each other with the crowd,  they are both amazing, but they have their kinda differences both.

Sounds Of South: The Cadillac Three concert songs we have seen so far here were really hard played. Are there any differences about your performances between America, Europe and especially in terms of Germany?
The Cadillac Three: (Kelby) Not really, we play the same no matter where we are, the music translates to all the different types of people all over the world. (Jaren) It’s pretty wild, cause we are playing in the States with big country artists and we came out playing the same thing tonight. It’s sweaty, drunken and buffoon, the same stupid shit every night, it works everywhere, but that’s what’s been so good. It helps our band grow every night and cross through the different situations. We do play the same set every night, but it’s catering to a lot of audiences. The Country genre loves our heavier side of that, the rock genre loves us, because we are heavy, but having a lot of different things other bands don’t have in genre.

Sounds Of South: I presume that your creative synapsis do not stand still. What about any new song materials?
The Cadillac Three: (Kelby) We have new songs! (Jaren) We are working on a new record. (Neil) We are playing a few in the live sets. It is done, we are finishing it now, so it will be out some time next year. We are always working on new music, even when we are finishing an album like we did right now, we writing new stuff all the time, so it could be easily to be on the next album.

Sounds Of South: Your line-up is something special. Have you ever thought to involve a bass player?
The Cadillac Three: (Kelby) No! (Jaren) A guy in Berlin asked me that question last night, too.  (Kelby) He probably was a bass player… (Jaren) We do have a bass player! Kelby is covering both grounds, we are frugal with each other. We thought about it some point when we were starting, bringing another frame, but it just wouldn’t be the same. You can’t through someone else in this mix, cause we are so close, the fact that Kelby is doing such a scientific cool different thing that other people aren’t doing. It is a really exciting element for our band and the spectators, too. (Kelby) It’s a unique thing.

Sounds Of South: You used to be indeed very successful with the production of Steven Tyler’s album. With which prominent or less prominent musicians would you love to work with in future?
The Cadillac Three: (Jaren) The Steven thing was a lof fun, but it was a bucket list moment. For all of us it would be a great fun to work with Dave Grohl (Scream, Nirvana, Queens Of The Stone Age, Them Crooked Vultures, Foo Fighters).  I’ve always been a huge Dave Grohl fan. (Kelby) We use to say Tom Petty but he passed away,  so it’s tough – so it would be probably Dave Grohl.

Sounds Of South:What albums /bands were the most outstanding ones in 2018.
The Cadillac Three: (Jaren) We all loved the Brent Cobb record, he did a great job on that.  We like a bunch of bands, especially from the UK we became friends with, for example the Rival Sons. We love those guys. Ooh everyone asks me that shit… We constantly heard ZZ Top before we went to Europe and talked about their music. We love a lot of Kurt Vile. I think he is making some great records.

Sounds Of South: Who (except you guys) will rather have the biggest potential to keep Southern Rock alive/popular? The former alpha animals like Skynyrd or Molly Hatchet e. g. became meanwhile pretty old…
The Cadillac Three: (Kelby) Just us, nobody else! (Jaren) We must be careful probably to answer this, because we got some trouble one time. Blackberry Smoke is doing a great job, I love those guys. Black Stone Cherry obviously, they are still doin‘ really great over here. There’s a lot of cool things happening, you mentioned a band from California earlier (before the interview), we saw some Southern Rock bands over here in the UK. I think we are the best torch carriers. We are doing something very unique, it’s our aproach to what those guys did, it’s close to ZZ Top, but something different. Right on the middle the next the Allman Brothers is Blackberry Smoke, no question, you know. But there are lot of cool bands from Nashville like The Steel Woods, they are doing their own take on what these guys pay. Lukas Nelson made a killer record, too.

Sounds Of South: Which rank has an online magazine like ours in your mind?
The Cadillac Three: (Jaren) I get google updates on my phone concerning my name or The Cadillac Three every morning. (Neil) We know a lot of them. (Jaren) They are very helpful for us kinda building what we are doing.

Sounds Of South:What are the plans in 2019 so far? Are you guys going to take on tour next year again?
The Cadillac Three: (Kelby) A lot of touring you know, like we have new songs recorded and the new album’s coming out at some point. (Jaren) We do a tour with The Charlie Daniels Band and Travis Tritt. (Kelby) Some shows with Marshall Tucker. (Neil) we headline Country Fuzz Tour, we’ll be back here summer and fall.

Sounds Of South: How has changed your life since the birth of your son Jude? Have you already written a song together…?:-)
The Cadillac Three: (Jaren laughs) We jammed quite a bit, he’s playin‘ drums pretty well. He’s 20 month old, we got to bring him on the road pretty lot in The United States whenever we can, but we haven’t done the journey over here with him yet. He’s obsessed in music, he gets it very honestly, you know. My dad, my wife’s dad and my wife are drummers, he’s easy up with it. It changed all of us a little bit, it make us all feel older and more mature. But the main thing that has changed in me is he gets up early and your day  – where it used to be 8 hours before – is now 16 hours long – the doing without sleeping shit…, you know. But it is very amazing being on stage and seeing him with the head phones on watching our shows.

Sounds Of South: Thanks for the interview, good luck for your trip home, merry Christmas, keep healthy and a successful 2019!

Bilder: Gernot Mangold
Interview/Text: Daniel Daus

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Oktober Promotion

Red Beard, 20.12.2018, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

RB-haupt

Das Musikjahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen und was kann es Schöneres geben, als die Konzertsaison nochmals mit einem verheißungsvollen Teenage Head Music-Southern Rock-‚Jung-Act‘ in unserer geliebten Kulturrampe abzuschließen.

Zunächst möchte ich kurz ein paar salbende Worte über diese beiden langjährigen Kooperationspartner verlieren. Das Label Teenage Head Music um ihren Mastermind Manny Montana hat auch 2018 wieder einen unermesslichen Beitrag geleistet, den Southern Rock in Europa präsent zu halten. Besonders lobenswert aus meiner Sicht, dass man sich nicht auf den Lorbeeren funktionierender arrivierter Bands ausruht, sondern immer bestrebt ist, neuen jungen, nicht minder talentierten Combos, eine Plattform zu bieten.

Gar nicht oft genug kann man den Einsatz von Markus ‚Pille‘ Peerlings hervorheben, dem es auch dieses Jahr wieder mit unermesslichem Einsatz, trotz der begrenzten Möglichkeiten seiner Krefelder Kult-Location, gelungen ist, ein Wahnsinnsprogramm auf die Beine zu stellen, und der auch für 2019 schon wieder die Weichen für tolle Musik gestellt hat. Danke lieber Pille, wo wäre bodenständige Rockmusik heute ohne Typen wie dich und solche Clubs?

Kommen wir aber nun zu Red Beard, eine mir bis dato nur namentlich bekannte Band von den Kanaren (mit denen ich in meinem bisherigen Leben nur urlaubstechnisch in Berührung gekommen bin). Die hatten mit ihrem, vom geschätzten Kollegen Michael Segets reviewten Album „Dakota„, einen aktuellen Longplayer am Start.

Nachdem Bandchef Jaime Jiménez Fleitas und der quirlige Lead-Gitarrist Fabio La Perna ihre Arbeitsgeräte bei einem kurzen Intro im Twin-Modus ‚vorgeglüht‘ hatten, wurde mit „Something Real“ durch ein ein kurzweiliges Gemisch aus Southern- und Country Rock-Ingredienzien losgestampft.

Soweit ich meine handschriftlichen Notizen überschauen kann, wurde in dem gut 20 Stücke umfassenden Programm (inklusiv der beiden launigen Zugaben „I’m Trying To Do My Best“ und „Hold On“) bis auf zwei Cover-Nummern („Can’t You See“ und „Midnight Rider“), auf den Fundus ihrer bestens anhörbaren Eigenkreationen gesetzt.

Auffälig war, das bei vielen Stücken eingestreute Stones-Gitarrenriff-Fundament als Rhythmus-Untermalung, das dann mit den typischen Zutaten à la Skynyrd, Marshall Tucker, Georgia Satellites oder auch Blackberry Smoke (bei Country-lastigeren Sachen wie zum Beispiel „I Can’t Slow Down“) kombiniert wurde.

Das neue Album „Dakota“ wurde dabei lobenswerter Weise komplett vorgestellt. Klasse hier u. a. der Opener des Werkes „A Place To Settle Down“ mit seinen „Sweet Home Alabama“-Reminiszenzen oder der schunklige Footstomper „Begging For More“. Wenn es dem regelrecht bescheiden wirkenden Fronter Jaime Jiménez Fleitas vielleicht gelingt, noch etwas kommunikativer (vielleicht mal mit ein paar Ansagen oder Anekdoten vor den Songs) und mitreißender auf das Publikum zuzugehen, kann hier in Zukunft ein äußerst verheißungsvoller Southern Rock-Live-Act gedeihen.

Insgesamt aber ein musikalisch überzeugendes Debüt von Red Beard in der Krefelder Kulturrampe, das von etwa 50 Zuschauern zurecht mit viel Applaus und teilweise fast ekstatischem ‚Updancen‘ anerkannt wurde. Die Spanier reihen sich damit würdig in Liste von Bands der jungen New Southern Rock-Generation wie Robert Jon & The Wreck, Voltage, The Trongone Band, Them Dirty Roses, The Vegabonds & Co. ein, deren Entwicklung mit Spannung weiterverfolgt werden darf. Ein sehr gelungenes Jahresfinale in der Rampe!

Line-up:
Jaime Jiménez Fleitas (lead vocals, electric guitar)
Fabio La Perna (electric guitar, vocals)
Francisco Marrero Fajardo (bass)
Josiño Perez (drums)

Bilder: Jörg Schneider
Text: Daniel Daus

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Molly Hatchet – 12.12.2018, Turock, Essen – Konzertbericht

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Ich habe lange überlegt, ob ich noch mal ein Molly Hatchet-Konzert aufsuchen soll, der desaströse Auftritt im Sieburger Kubana vor zwei Jahren steckte mir immer noch irgendwie in den Knochen. Da ja mittlerweile aber doch einiges an Wasser den Rhein herunter gelaufen ist und sich jetzt die Gelegenheit, knapp fünf Minuten von meinem Arbeitsplatz entfernt, im Essener Turock wieder ergab, einem Club, mit dem ich bisher immer gute Erinnerungen verbunden habe (zum Beispiel Quireboys, John Waite), habe ich mich dann doch von Gernot ‚weichkochen‘ lassen.

Als Vorgruppe gab sich King Savage redlich Mühe, die doch ziemlich zahlreich erschienenen Hatchet-Fans mit ihrem Hard-/Heavy Rock auf Betriebstemperatur zu bringen. Ihr Sänger hatte nicht umsonst ein Motörhead-T-Shirt an. Der Stil des Fünfers ging in eine ähnliche Richtung, nur doch eben einige Nummern kleiner. Der Unterschied war hier dann aus meiner Sicht einfach der nicht allzu große Wiedererkennungswert ihrer Stücke wie u. a. „Full Speed Ahead“, „Lonesome Road“, „Wild Life“ oder „Down The Drain“. An ihrem Engagement war allerdings nichts auszusetzen.

21:15 Uhr betraten dann mit Bobby Ingram, Phil McCormack, John Galvin, Shawn Beamer und Tim Lindsay die gewohnten MH-Protagonisten die Bühne des Turocks und wurden von einer von Anfang an begeistert mitgehenden Audienz empfangen. Nachdem der Sound vorne direkt an der Bühne bei den Openern „Whiskey Man“, „Bounty Hunter“ und „Gator Country“ wieder völlig Bass- und Schlagzeuglastig rüberkam, Phils Stimme schwer dagegen anzukämpfen hatte und Bobbys E-Gitarre nur fisselig zu hören war (insgesamt maximal Bootleg-Niveau), habe ich mich dann recht schnell, weit nach hinten begeben.

Dort war es dann wesentlich besser (siehe da, selbst Galvins Piano war plötzlich zu hören) und vor allem die großartige Stimmung unter den Leuten trug erheblich dazu bei, dass Ingram & Co. sich schwer ins Zeug legten. Auch Fronter Phil McCormack zeigte sich an diesem Abend wieder etwas besser in der Spur. Bobby Ingram wechselte unter drei verschiedenen Gitarrenmodellen und bewies, dass er nach wie vor ein toller Gitarrist ist, auch wenn es allein, trotz aller Mühe, natürlich nie richtig gelingt (wie auch?), den Spirit und die Power des einstigen 3er Line-ups einzufangen.

„It’s All Over Now“, „Devil’s Canyon“, „Beatin The Odds“ (mit vorgelagertem Drum-Solo des wieder mit wehenden Haaren trommelnden Shawn Beamer), “One Man’s Pleasure” hießen die üblichen Standardtracks bis zum ersten großen Highlight “Fall Of The Peacemakers”. “Jukin’ City” mit “Layla”-Instrumental-Intermezzo (mit schöner Galvin-Piano-Präsenz) als Übergang zu „Dreams“ (inklusive Vorstelllung der Band) waren dann die Vorboten zu einem furiosen Finish, das mit dem lang hier nicht mehr gespielten „The Journey“, das Bobby dem kürzlich verstorbenen Labelbesitzer, Produzent und Konzertveranstalter Rainer Hänsel widmete, eine echte Überraschung bot.

Skynyrds „Free Bird“ mit starker Ingram-Slide- und Solo-Performance, sowie „Flirtin‘ With Disaster“ als Rausschmeißer ließen das Turock mit den jubelnden und mitsingenden Fans ordentlich beben. Die Musiker schienen von der guten Stimmung regelrecht geflasht zu sein.

Auch wenn der große Glanz der ganz frühen Hatchet-Tage und auch die unter der Ingram-Führung in der Anfangsphase (wir erinnern uns an ihren absolut grandiosen Auftritt auf der Lorelei) aus meiner Sicht sicherlich längst verflogen ist, war dieser Abend im Turock zumindest wieder ein kleiner Schwenk in eine bessere Richtung. Dem überwiegenden Teil der Zuschauer hat es jedenfalls offenkundig gefallen und darauf kommt es letztendlich an.

Danke an Peter Siewert vom Turock für die Akkreditierung.

Line-up:
Bobby Ingram (electric guitar, vocals)
Phil McCormack (lead vocals, harp)
John Galvin (keys, vocals)
Shawn Beamer (drums)
Tim Lindsey (bass, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Molly Hatchet
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Turock, Essen

The Trongone Band, 08.12.2018, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

TR_haupt

Eigentlich war es ja erneut ein Wetter, um auf der Couch liegen zu bleiben. Da mit den Jungs von The Trongone Band aber ein äußerst verheißungsvoller New Southern Rock-Act erstmalig in unserer geliebten Kulturrampe in Krefeld vorstellig wurde, schwangen Gernot und ich natürlich unseren Hintern hoch. Da zählt das Engagement von Leuten wie KR-Chef Pille Peerlings und der Support von solch tollen Clubs einfach deutlich mehr, als manchmal die eigenen Befindlichkeiten.

Der durfte sich dann auch bei einem Erstauftritt von einer hier recht unbekannten Band über eine ziemlich gut gefüllte Location freuen (wenn ich mich recht erinnere, haben heutige Rampenfeger wie Hogjaw oder Robert Jon & The Wreck damals bei ihren Debüts vor deutlich weniger Zuschauern begonnen).

Ja, The Trongone Band. Ich glaube, dass es auch ein wenig mit mein Verdienst ist, dass diese Burschen in Europa zu sehen sind. Nach einem Geheim-Tipp meines Bekannten Harald Birkner hatte ich ihr Management um die Überlieferung ihres Erstlings „Keys To The House“ gebeten. Ich sehe mich heute noch bei der Verfassung meines überschwänglichen Reviews in unserem holländischen Urlaubsort Kamperland auf der Terrasse sitzen. Somit war ich vermutlich der erste, der etwas über das Virginia-Quartett in Deutschland publiziert hatte.

Nach der Fertigstellung folgte auf dem Fuße die Anfrage, ob ich Kontakte für Auftritte in Europa wüsste oder herstellen könnte. Da war es natürlich keine Sache, unsere Freunde und Experten auf diesem Gebiet, Teenage Head Music, ins Spiel zu bringen. Und siehe da, heute stehen sie unter der THM-Fahne auf den einschlägigen, dieser Musik gegenüber offenen Bühnen unseres Kontinents.

Da der Vierer um die beiden Trongone-Brüder Andrew und Johnny, sowie ihre Mitstreiter Ben ‚Wolfe‘ White und Chip Hale bis jetzt nur besagten Silberling und eine mit recht identischen Liedern bestückte Live-Scheibe im Portfolio zu bieten haben, war bereits mit dem Opener „Nothing To Lose“ klar, dass hier auch der Fokus liegen würde.

Gitarrist und Fronter Andrew Trongone und Keyboarder Ben ‚Wolfe‘ White hatten die Lead Vocals inne, die im ersten Abschnitt bei mir direkt vor der Bühne, wie auch der Gesamt-Sound (ziemlich Schlagzeug-lastig), teilweise etwas dumpf rüber kamen. Das besserte sich dann im  weiteren Verlauf aber zusehends.  Beide überzeugten vor allem bei ihren vielen Solo-Einlagen an ihren Instrumenten Telecaster, beziehungsweise Hammond-Orgel und E-Piano.

Chip Hale ließ seinen Tieftöner sehr filigran pumpen und hatte einen tollen einfühlsamen Groove, während sein Rhythmus-Partner Johnny Trongone viel Power erzeugte.

Als sich bei Andrew Trongone eine Gitarren-Saite in der Endphase bei „Straight To Hell“ in die Hölle verabschiedet hatte, trotzte dieser relativ beherrscht und abgeklärt der für ihn unangenehmen Situation und drehte dann mit Fünfen erst so richtig auf. Respekt dafür.

Erwähnenswert sind sicherlich auch die toll gespielten Cover-Versionen, wovon das grandios performte Dire Straits-Stück „Money For Nothing“ herausragte, aber auch der Little Feat-/Lowell George-Schwofer „Willin'“ und der fulminant gejammte „New Speedway Boogie“ (Grateful Dead) im Zugabenteil begeisterten.

Gefreut habe ich mich übrigens über die Anwesenheit meiner zur Zeit arg gebeutelten und wie so oft trinkfreudigen Rot-Weiß Essen-Freunde Happo & Co., die mit sachkundigen Kommentaren wie „Zugabe“ (schon nach dem vierten Lied „Anne Marie“), „ach, das spielen die auch?“ (nach undefinierbaren Anfangs-Akkorden eines Stückes) oder „ich muss Montag arbeiten“ (angesichts des sich immer weiter verlängernden Endabschnittes des Gigs),  ihrer ungezügelten Ruhrpottschnauze mal wieder freien Lauf ließen.

Im Anschluss an den Gig entpuppten sich die Trongone Band-Burschen vorne im Bluebird-Cafe als sehr nette, aufgeschlossene als auch sympathische Typen und kehrten für unser VIP-Logo-Bild nochmals auf die Bühne der Rampe zurück. Nach ihren nächsten Auftritten in den Niederlanden, Frankreich und Spanien können sie Weihnachten mit stolzer Brust von ihrer ersten Europa-Tournee in die Staaten zurückkehren. Wiedersehen ganz  klar erwünscht!

Line-up:
Andrew Trongone (lead vocals, electric guitar)
Ben White (keys, lead vocals)
Chip Hale (bass, vocals)
Johnny Trongone (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Modern Earl – 07.12.2018, The Ranch House, Kerken – Konzertbericht

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Wenn es einen Preis für die stärkste Southern Rock-Live-Präsenz in Deutschland geben würde, nicht nur, was die Quantität betrifft, sondern auch die Qualität und Spielfreude angeht, wäre Modern Earl sicherlich der unangefochtene Anwärter auf Platz 1. Das amerikanische Quartett um ihren charismatischen Leader Christopher ‚Earl‘ Hudson reist seit einigen Jahren unsere Republik rauf und runter und lässt sich auch durch unkonventionelle Locations nicht von ihrem munteren Treiben abhalten.

Bedingt durch die geografische Nähe zu unserem Wohnsitz in Rheinberg hatten wir uns dieses Jahr für ihren Gig im Ranch House am idyllischen Eyller See, irgendwo zwischen Kerken, Wachtendonk und Kempen im niederrheinischen Niemandsland gelegen, entschieden.

Bei so richtigem Regensauwetter kamen wir dann pünktlich zum Einlass an. Der recht gut gefüllte Parkplatz, ließ schon auf einen annehmlichen Besuch schließen, wie auch das ordentlich ausgelastete Restaurant dann eindrucksvoll offerierte.

Das Konzert fand allerdings in einem angeschlossenen beheizten Partyzelt statt, das nochmals um die 100 Leute fasste und am Ende mit ca. 80 Besuchern auch sehr gut und angenehm frequentiert war, sodass auch Klaustrophobiker nicht in Nöte gekommen wären.

Unser letzter Besuch von Modern Earl an der Freilichtbühne in Mülheim an der Ruhr lag jetzt schon knappe 1 1/2 Jahre zurück und wir waren nicht nur auf die Fortentwicklung der Band gespannt, sondern auch wie die Songs ihrer zwischenzeitlich neu erschienen CD „Ameriphonica“ im Live-Gewand rüberkommen würden.

Und so brachten Fronter Christopher ‚Earl‘ Hudson,  der variable und quirlige Gitarrist Ethan Schaffner sowie ihre Rhythmusfraktion, bestehend aus Bassist Ben Hunt und ihrem Drummer Daniel Telander (jede Musiker hatte eine kleine Parzelle auf der improvisierten Bühne für sich), mit dem launigen Rausschmeißer dieses Werkes „Hoorey For The Honkytonks“, von Anfang an, mächtig Stimmung in die Bude, ähm, das Freiluftzelt.

Der Stampfer „Whiskey On The Table“, „Catfish And Titties“, das Banjo-lastige Osborne Brothers-Cover „Rocky Top“, der schunklige Country-Ohrwurm „Blame The Bottle“ (wieder mal mein Favorit), „Angel From Montgomery“, „I Know You Rider“, das einigen trink- und tanzfreudigen Mädels gewidmete „Young Blood“ (mit schöner Twin-Passage), „Backwoods Betty“ (mit Publikums-Mitsing-Interaktion) sowie das psychedelische „Devil’s Playhouse“ als Warnung, sich nicht mit den falschen Menschen zu umgeben, ließen in Set 1 keine Wünsche offen.

Nach ca. 30 Minuten Pause, stand dann im zweiten, mit „Hot Damn“ eröffnetem Abschnitt, der neue Silberling etwas mehr im Fokus. Das swampige „The State Of Me“, der Southern Rock-Kracher „Gone To The Country“ als auch das laut Hudson am Frühstücksstisch kreierte „Red White And Blues“ standen als Blaupause für die Live-Kompatibilität ihrer neuen Stücke. Explizit zu erwähnen waren auch die tollen sitzenden Harmoniegesänge aller im Bandgefüge beteiligter Mitglieder, die mit ein Trademark des Vierers abgeben.

Die stark und eigenwillig interpretierten Fassungen von Southern-Klassikern wie „Long-Haired Country Boy“ und „T For Texas“ in der Schlussphase, ließen lautstarke Zugabeforderungen der begeisterten Anwesenden (übrigens viele mit Cowboyhüten und Western-typischem Outfit zugegen) auf dem Fuße folgen. Hudson & Co. legten danach mit „That Girl Can Drink“ und dem furios gespielten Medley aus „Sweet Home Alabama“ (sollten Skynyrd sich mal anhören…) und Lou Reeds „Take A Walk On The Wild Side“ ein wildes Finish hin, das noch mal alle Kräfte der Anwesenden mobilisierte.

Am Ende gab es nach dem Gig ein kurzes Handshaking mit den Jungs (Christopher bedankte sich für die vielen Reviews von uns) und das obligatorische Bild mit dem Logo (siehe unsere VIP-Galerie). Ein toller Southern Country Rock-Abend mit engagiert auftretenden Modern Earl an einem ungewöhlichen Ort, der seinerseits durch seine Gastfreundlichkeit überzeugen konnte.

Line-up:
Christopher ‚Earl‘ Hudson (lead vocals, electric guitar, acoustic guitar)
Ethan Schaffner (electric guitar, banjo, lap steel, vocals)
Ben Hunt (bass, vocals)
Dan Telander (drums, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Bericht: Daniel Daus

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The Ranch House, Kerken

The Cadillac Three – 02.12.2018, Luxor, Köln – Konzertbericht

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Nachdem ich bei meinem obligatorischen sonntäglichen Nachmittagslauf mit den diversesten niederrheinischen Regenarten durchnässt worden war, ging es nach der heißen Dusche schon kurze Zeit später mit Kollege Gernot in musikalischer Mission wieder in Richtung Köln.

Die Jungs von The Cadillac Three hatten sich zum dritten Mal hintereinander im Luxor angesagt. Einem Interviewwunsch seitens unseres Kooperationspartners Oktober Promotion in Verbindung mit dem gewohnten Konzertbericht, sind wir natürlich gerne nachgekommen. Das Gespräch mit den drei Musikern wird zu einem etwas späteren Zeitpunkt dann zu lesen sein.

Bedingt durch das Interview mit Johnston & Co. hatten wir nur noch eineinhalb Stücke der Kölner Support-Combo Giirl mitbekommen. Mit dem Kommentar „White Stripes on Acid“ eines in der ersten Reihe stehenden Pärchens, dass wir schon mal bei Country-/Southern Rock-Gigs in der Domstadt sporadisch antreffen, als Kategorisierung des Gehörten, lasse ich unsere Leserschaft dann mal sich ihren Teil dazu denken.

Um 21:00 Uhr legten dann Neil Mason, Kelby Ray und Fronter Jaren Johnston (wieder mit vielen Gitarrenwechseln) mit ihrem obligatorischen Programm und den allseits bekannten, dezent patriotisch untermalten Tracks wie u. a. „Peace Love & Dixie“, „Bury Me In My Boots“, Tennessee Mojo“, „Back It Up“, „American Slang“ oder „I’m Southern“ ihrer drei bisher erschienenen CDs los.

Überwiegend knallhart stampfender Riff-Southern Rock, gepaart mit diesen eingängigen Refrains und durchzogen mit einigen wenigen, etwas ruhiger anmutenderen Songs wie “Drunk Like You“, „Hank & Jesus“ oder „Take Me To The Bottom“, ließ ihre, mit vielen jüngeren Leuten durchwachsene, klatsch- und mitsingfreudige Klientel im satt gefüllten Luxor gewohnt frohlocken.

Mit dem brandneuen Lied „Whiskey & Smoke“ in typischer TCT-Manier, gab es einen ersten Ausblick auf das für 2019 geplante neue Album. Das den Kollegen von Blackberry Smoke, Whiskey Myers und Black Stone Cherry gewidmete und furios gespielte „Whiskey Soaked Redemption“ (inklusiv einer Solopassage von Kelby Ray an seinem Pedal Steel-Gerät), der Ohrwurm „White Lightning“ und das nochmals ihre Herkunft huldigende Abschlussstück als Rausschmeißer „The South“, ließen im Prinzip erneut keine Wünsche offen.

Das Nashville/Tennessee-Trio bewies an diesem Abend wieder, dass Southern Rock nicht nur was für alte Säcke ist, sondern gepaart mit junger und draufgängerischer Art, durchaus auch heute mit Erfolg in nachfolgende Generationen transportiert  werden kann. Somit darf man sich schon jetzt auf eine Rückkehr von The Cadillac Three in 2019 mit neuem Werk im Gepäck freuen. New Southern Rock is alive! Und die drei Burschen haben ohne Zweifel ihren hohen Anteil daran.

Line-up:
Jaren Johnston (lead vocals, guitars)
Neil Mason (drums, vocals)
Kelby Ray (lap steel, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

The Cadillac Three
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Oktober Promotion
Luxor Köln

Red Beard – Dakota – CD-Review

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Review: Michael Segets

Jaime Jiménez Fleitas, alias Red Beard, überrascht auf „Dakota” mit satten Southern Rock-Klängen. Waren die Vorgänger „Nobody’s Gonna Bring Me Down Vol. 1 & 2“ und „All Or‘ Nothing“ vom Country geprägt, schlägt Red Beard nun deutlich rockigere Töne an.

Der Auftakt „A Place to Settle Down“ erinnert stark an Lynyrd Skynrd und gibt die musikalische Marschroute der CD vor. Bei „Hit ‚Em Low, Hit ‚Em Harder“ legt Red Beard tempomäßig eine Schippe drauf. Keys sorgen für einen vollen Sound und unterlegen die hohen Gitarrenläufe. Mit „Don’t Need to Knock on Wood“ und dem druckvollen „Hold On“ folgen weitere zwei erdige Rocksongs, wobei vor allem der letztgenannte Assoziationen zu Sweetkiss Momma hervorruft.

In alle Stücken streut Red Beard kurze Gitarrensoli ein, die unterschiedlich gestaltet sind und sich hervorragend in die jeweiligen Titel einfügen. Er trifft mit den straight gespielten Soli für meinen Geschmack genau das richtige Maß, zumal ich kein Freund von ausufernden Instrumentalpassagen bin.

In der Mitte des Albums schaltet Red Beard einen Gang runter. Die balladesken, mit kräftigem Rhythmus versehenen „Crank It Up“ und „I’m Your Man“ umweht ein angenehmer Southern-Wind.

Trotz der rockigeren Ausrichtung von „Dakota“ stellt das neue Werk keinen Bruch zu den bisherigen Veröffentlichungen von Red Beard dar. Die Orientierung am Country scheint bei „Begging for More“ und noch stärker bei „Nowhere Road“ durch.

Eine etwas dunklere Atmosphäre erzeugt das trotzige „Nobody’s Gonna Bring Me Down“. Zu ihr trägt auch die streckenweise technisch verzerrte Stimme von Jaime Jiménez Fleitas bei. Mit dem starken Titel, ebenso wie mit dem locker rockenden, durch weiblichen Backgroundgesang und Bar-Piano unterstützen „The Devil Showed Up With A Better Deal“, setzt Red Beard am Ende des kurzweiligen Tonträgers nochmal ein Ausrufezeichen.

Die kanarischen Inseln, von denen Jaime Jiménez stammt, fehlten bislang auf meiner Southern Rock-Landkarte. Mit „Dakota“ hat sich das geändert. Red Beard erfindet den Southern Rock vielleicht nicht neu, aber er bereichert ihn durch sein ausgewogenes und durchweg gelungenes Album. Gerade der unverkrampfte Blick auf das Genre und die Tendenz, einen Schwerpunkt auf Rockelemente zu legen, machen die CD besonders hörenswert.

Red Beard startete seine Europatour in Spanien und kommt über Frankreich nach Deutschland. Dort sind im Dezember elf Konzerte geplant. Teenage Head Music promotet die Tour (An dieser Stelle sei Manny gedankt, der die Besprechung ermöglichte.) und daher kommt er auch an einen unserer beliebtesten Veranstaltungsorte. Am 20.12. steht Red Beard in der Krefelder Kulturrampe auf der Bühne.

THW Records/Peermusic (2018)
Stil: Southern Rock

Tracks:
01. A Place to Settle Down
02. Hit ‚Em Low, Hit ‚Em Harder
03. Don’t Need to Knock on Wood
04. Hold On
05. Crank It Up
06. I’m Your Man
07. Begging for More
08. Nowhere Road
09. Nobody’s Gonna Bring Me Down
10. The Devil Showed Up With A Better Deal

Red Beard
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Teenage Head Music
Kulturrampe

Skinny Molly – 18.11.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Wenn eine Band wie Skinny Molly in unseren Regionen auftaucht, ist das für uns natürlich ein Pflichttermin. Vor gut einem Jahr an gleicher Stelle im Musiktheater Piano in Dortmund hatten Estes, Johnson & Co. ja ein starkes und zugleich launiges Konzert gegeben, auch wenn der Besucherzuspruch nicht der tollste war.

Der überaus konzertintensive November aller Ortens hier in unserer Gegend und der nicht einfache Sonntag-Abend-Termin zum endgültigen Wochenausklang, ließen da kein Besserung vermuten, zumal das Quartett keinen neuen Tonträger zu bieten hatte.

Ganz in Skynyrdscher Tradition, nach dem Motto ‚bloß keine Experimente‘ (vermutlich damals ganz tief von Gary Rossington bei Mike Estes eingeimpft…), wurde auf den bewährten Stoff ihrer bisherigen drei CDs gesetzt und das ganze mit den üblichen Klassikern der Branche wie „Sweet Home Alabama“, „Call Me The Breeze“, „Free Bird“ und auch häufig benutzten Tracks wie „Wishing Well“, „Copperhead Road“ sowie „Dead Flowers“ garniert.

Wow, fast hätte ich vergessen, dass auch noch „Workin‘ For MCA“ (als Opener, zugegebener Maßen saustark gebracht) und „Whiskey-Rock-A-Roller“, im Gegensatz zum letzten Mal, dazu genommen wurden.

Kann man Skinny Molly aber deswegen böse sein? Nein, natürlich nicht, denn das Quartett bietet seine Show mit soviel herrlicher Spielfreude sowie markanter Präsenz und sympathischen Auftreten, dass man das Thema ‚Innovation‘ hier einfach mal für zwei Stunden geistig beiseite schieben muss.

Mike Estes mit seinem herrlichen Gibson-E-Gitarren-Dauer-Geknarze, Jay Johnsons flinke Finger, die immer wieder eingestreuten Twin-Attacken, als auch das surrende Slide-Geschwurbel, rauben einem Southern Rock-Fan natürlich in diesem Moment den Verstand, selbst wenn er zum tausendsten Mal „Sweet Home Alabama“ & Co. serviert bekommt.

Und die Version von „Free Bird“ mit dem Hammer-Instrumental-Finish und den ganzen, immer wieder den Song verlängernden Tushs am Ende, war an einfach ’ne Mords-Gaudi und natürlich brillant performt. Der neue Drummer und Benjamin im Team, Kyle Law, machte neben seinem bewährtem Rhythmus-Kollegen, dem einstigen Grand Ole Opry-Musiker Luke Bradshaw, einen mehr als ordentlichen Job.

Fazit: Viel Skinny (Songauswahl, Estes‘ Gitarrenpiel), seit Dave Hlubeks Ausscheiden so gut wie kein Molly (Hatchet) mehr, dafür durch Jay Johnsons Gesangsparts (bei „Wishing Well“ und „On The Run“) an dieser Stelle etwas mehr Blacky (Blackfoot).

Man kann nur hoffen, dass die etwas bequemlich erscheinenden Herren demnächst zu ihrer kreativen Ader zurückfinden und bei einer weiteren Rückkehr eine neue CD mit dabei haben. Mehr auf den Überraschungsmoment zu setzen (vielleicht auch mal was aus Estes‘ Drivin‘ Sideways Zeit oder andere, weniger gecoverte LS-Stücke wie zum Beispiel „Am I Losin'“, „I Never Dreamed“ , „Trust“ oder „Searching“ spielen), könnte auch nicht schaden.

Noch weniger Zuschauer als zuletzt, sollten an diesem Abend Warnschuss genug gewesen sein, auch wenn der Gig, rein für sich betrachtet, insgesamt wirklich wieder sehr schön war.

Line-up:
Mike Estes (lead vocals, lead guitar)
Jay Johnson (lead guitar, lead vocals)
Luke Bradshaw (bass, vocals)
Kyle Law (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

Drift Mouth – Little Patch Of Sky – CD-Review

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Beeindruckend starkes Debüt der recht neuen und selbst bei Kennern noch wenig bekannten (was sich mit diesem Werk schnell ändern sollte) Southern Rock-Band Drift Mouth, deren kraftvolles, sattes, im vollmundigen, saftigen Mehr-Gitarren-Sound präsentiertes Gemisch aus Roots- und Southern Rock, mit einem Hauch von Red-Dirt-, Countryrock- und auch Classic Rock-Anlagen, gleich voll einschlägt. Southern Rock ist einfach nicht klein zu bekommen – und das gut so!

Das Gerüst der Band bilden die beiden befreundeten Musiker Lou Poster (lead vocals, guitar) und Brad Swiniarski (drums, vocals), die zunächst für Posters Vater, ein Minenarbeiter in West Virginia, ein paar Stücke für dessen Abschiedsfeier aufnahmen, als dieser nach 37 Jahren in den Ruhestand versetzt wurde.

Beide trafen sich danach zwar immer mal wieder bei verschiedenen, waren aber immer in diverse andere Projekte (Poster bei der Cowpunk Band Grafton und The Ferals, Swiniarski bei Acts wie Bob City, The Means und Bigfoot) eingebunden.

Als es mit den Ferals nicht mehr so richtig funktionierte, entsann man sich der Kooperation und gründete im Rahmen eines fruchtenden Songwriting-Prozesses Drift Mouth. Mit dem Dazustoßen des starken Lead-Gitarristen Mark Spurgcon, dem Bassisten Josh „Roscoe“ Draher, den weiteren Gitarristen Brett Burleson und Craig Davidson sowie der Backgroundsängerin Regan Tonti (dazu auch Percussion) wurde dann im Kollektiv der Southern Rock als größter gemeinsamer musikalischer Nenner ausgelotet.

Der schon erwähnte, überwiegend warmherzige, riffig, im postitivsten Sinne ’schrammelige‘ und balladeske E-Gitarrensound (manchmal dezent an Crazy Horse erinnernd) und die angenehme, oft mit dezenter Melancholie unterlegte, angeraute Stimme Posters (Richtung Eddie Montgomery oder Pat Terranova) lassen unweigerlich Reminiszenzen zu Acts wie, den allerdings auch nur Insidern bekannten, Rambler und Montgomery Gentry (nur längst nicht so Country-orientiert) aufkommen, wobei die starke Fokussierung auf Harmoniegesänge mit der hervorragend agierenden Regan Tonti hier den Unterschied ausmacht. Auch Parallelen, bzw. Anlehnungen an Bands wie Lynyrd Skynyrd, Hogjaw (nur nicht so hart und ruppig, viel melodischer, harmonischer und gesanglich stärker) sind zu erahnen.

Vom direkt aufrüttelnden, satten Rocker „Wake You Up„, bis zum finalen, mit klirrender Akustikgitarre und E-Gitarrenfills bestückten, atmosphärischen „This Part Of Town“, wissen alle Tracks durch die wunderbaren Melodien, die ineinander greifenden E-Gitarrenparts (viel surrendes Slide), samt der klasse Soli, und die vokalen Harmonien der beiden Protagonisten am Mikro, ausnahmslos zu gefallen, ja zu begeistern.

Eine Scheibe die, obwohl schön kraftvoll, vornehmlich zum Genießen und Relaxen einlädt. Dass die Jungs, wen wundert es bei Posters Vergangenheit, auch ordentlich Dampf ablassen können, beweisen, neben dem Opener, weitere Songs wie die kernige Hard Southern Rock-Ballade „The Straw Thief’s Way“ (mit ein wenig „Cortez The Killer“-Flair), „Porch Cat“, die fluffige Single „Franklin County Nights“, oder das fast wie ein live performtes Stück rüberkommende „West Virginia Hitchhiker“.

Die mit einer von Poster untermalten Akustikgitarre und im Storytelling-Gewand gebrachten „The Ballad Of Frank Hayes“, „The Prettiest Girl Of All Time“ und „This Part Of Town“ stehen für die nicht minder bestens gelungene countryeske Seite des Sextetts.

Drift Mouth haben mit „Little Patch Of Sky“ ein Klasse-Debüt hingelegt. Die starken gesanglichen Leistungen und der unpolierte, fast wie live im Studio eingespielt klingende, raue und zugleich warme Sound, lassen auf weitere Großtaten der West Virginia-/Ohio-basierten Band hoffen. Dieses Werk ist jedenfalls jetzt schon deutlich mehr als nur ein kleiner Lichtblick am Southern Rock-Firmament. Tolle Scheibe, die man bei Bärchen Records ganz unkompliziert erwerben kann!

Wild Frontier (2018)
Stil: Country Rock

01. Wake You Up
02. Starling
03. The Straw Thief’s Way
04. Angeline
05. The Ballad Of Frank Hayes
06. Porch Cat
07. Franklin County Nights
08. The Prettiest Girl Of All Time
09. West Virginia Hitchhiker
10. This Part Of Town

Drift Mouth
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