Cross Canadian Ragweed – Live and Loud at Boone Pickens Stadium – LP-Preview

Cross Canadian Ragweed zählten viele Jahre zu einer der führenden Acts der Red Dirt-Szene, besonders zu deren absoluten Hochzeiten Anfang der 2000er Jahre. Und es sind tatsächlich schon wieder 15 Jahre her, seit man sich trennte und Leader Cody Canada mit seinen The Departed-Musikern (u. a. mit Seth James ein neues Projekt in Angriff nahm. Diese Band durfte ich mal vor ganz vielen Jahren im kleinen Kölner Blue Shell Club mit vielleicht gerade mal 100 Gleichgesinnten sehen.

Bei der Reunion-Show von Cross Canadian Ragweed sprechen wir jetzt allerdings von ganz anderen Dimensionen. Die fand letztes Jahr im altwürdigen Boone Pickens Stadium in Stillwater, Oklahoma, mit vielen illustren Gästen statt. Und da fanden  gleich vier hintereinander ausverkaufte Gigs mit insgesamt ca. 180.000 Zuschauern statt.

Dazu gibt es jetzt den entsprechende Live-Mitschnitt, der nur auf Vinyl veröffentlicht wird. Brandy Reed von der betreuenden RPR Media-Agentur, zu der ich schon seit vielen Jahren Kontakt habe, war so nett und hat mit vier Songs vorab in digitaler Form als Preview zukommen lassen. Sobald das physische Teil bei uns eingetroffen sein sollte, wird es dann ein komplettes Review geben.

Die vier ausgewählten Stücke machen auf jeden Fall schon richtig Spaß und lassen besonders auch live erahnen, warum sich die 1994 gegründete Band so großer Beliebtheit erfreute. Zum aktuellen Line-up zählen Cody Canada (lead and occasional backing vocals, lead guitar, harmonica), Randy Ragsdale (drums, percussion), Grady Cross (rhythm guitar, backing vocals), Jeremy Plato (bass, backing and occasional lead vocals) sowie Graycie York, als Tour-Backgound-Sängerin.

Das rockige „Anywhere But Here“ und der Ohrwurm „17“ (unter gesanglicher Mitwirkung von Jason Boland und dem Publikum) stammen beide vom dritten, nach sich selbst-benanntem Album aus dem Jahre 2002. Besonders bei „17“ weiß man am Ende, wie ein ausverkauftes Stadion zum Brodeln gebracht wird.

„42 Miles“ ist von „377 Highway“ aus dem Jahr 2001, hier singt New Country-Star Dierks Bently mit Cody Canada im Duett. Last but not least  lässt man es mit dem Stampfer „The Deal“ vom vierten Studioalbum „Mission California aus dem Jahr 2007 (mit schöner Wah-Wah-E-Gitarre und dem typisch energiegeladenen, pumpenden Bass von Plato) ordentlich krachen.

Selten habe ich mich als großer Fan der Red Dirt-Musik so gefreut wie über das Comeback von Cross Canadian Ragweed. In wenigen Wochen wird es auch noch das neue Studiowerk von Wade Bowen, einem weiteren Star der Szene, geben, Vielleicht gibt es ja wieder so etwas, wie eine kleine Renaissance. Obwohl ich eher ein Verfechter von Musik auf CD bin, kann ich es kaum abwarten, die LP in den Händen zu halten. Wie oben erwähnt, folgen dann noch die restlichen Eindrücke.

Eigenproduktion (2026)
Stil: Red Dirt Rock

01. Anywhere But Here
02. 42 Miles
03. The Deal
04. 17

Cross Canadian Ragweed
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RPR Media

Sean Webster Band – 20.08.2026, Backyard Club, Recklinghausen – Konzertbericht

Premiere für das SoS, beziehungsweise auch mich, im Backyard Club in Recklinghausen. Klemens Kübber, in Blues-/Blues Rock-Kreisen eine jahrzehntelange geschätzte Koryphäe in Sachen, Wissen, als auch Organisator und Vermittler zwischen Künstlern, Locations und auch Medienleuten, hatte mich überzeugt, noch den Weg, von der Arbeit in Essen aus, in die westfälische Metropole anzutreten.

Nach vielen vielen Jahren Engagement im urigen topos in Leverkusen und dem damit verbundenen Jazz Lev. e.V., ist er nach 46 Jahren im Rheinland zurück in seine Heimatstadt Recklinghausen gekehrt und hat mit dem Backyard Club (sehr gut an die Autobahn A2 angebunden, leicht zu finden, reichhaltiges Parkplatzangebot in der direkten Umgebung), ausgelegt auf circa 80 Besucher,  ein weiteres kleines Schmuckstück in sein ‚Portfolio‘ dazu geholt.

Der Club passt ideal für Acts, die sich vielleicht vor einer längeren Tour nochmal unter Echtbedingungen einspielen möchten, mal zwischendurch Termine im Kalender in der Woche frei haben, sich noch im Geheimtippmodus befinden, oder auch, oft zu Unrecht, noch nicht der ganz große Zuschauermagnet in hiesigen Gefilden sind. In dieser Hinsicht hat Klemens schon unzählige Male sein feines ‚Näschen‘ bewiesen und Klasse-Acts an Land gezogen.

Die Sean Webster Band, eine der für mich besten zeitgenössischen europäischen Blues Rock Bands, die ich zuvor bis dato schon zweimal live erlebt hatte (u. a. mal auf einem Rheindampfer) bot sich an diesem lauen Abend für eine Stippvisite förmlich an, Sie ist momentan im Begriff, ihr aktuelles starkes Album „Light A Day“ ans Publikum heranzuführen.

Demnach stieg das Quartett, bestehend aus Leader Sean Webster  und seinem niederländischen Begleittrio Floris Poesse, Axel Zwinselman und dem jungen Rob van de Linde (Webster lebt ja auch in Holland) mit dem Opener vom aktuellen Werk „Since I Met You“ folgerichtig in den Gig ein. Der Song beinhaltete eigentlich schon alles, was Sean und seine Gefolgschaft ausmacht; Klasse Melodie, eine energiegeladene Rhythmussektion, Zwinselmans gefühlvolle Keys als Unterfütterung und Websters ‚Mörder‘-Gesangsorgan (Joe Cocker lässt grüßen) in Kombination mit seinem filigranen Les Paul-E-Gitarrenspiel, seine charismatische als auch sympathische Präsenz inbegriffen.

Es wurde letztendlich knapp zwei Stunden in zwei Sets gespielt. Während im ersten Set mehr der Fokus auf  dem neuen Album lag (u. a. mit weiteren Tracks wie „Forever Young“, „Carried Away“ oder „Always Gone“) stand Set 2 mehr im Zeichen die Stimmung  peu à peu zu maximieren, was auch unter anderem mit dem ‚Klassiker „Here Me Now“ (mit Leisespielphase im E-Gitarren-Bridge) und dem überragenden Abschluss „Light A Day“, dem Titelstück vom aktuellen Longplayer, mit einer tollen lautstarken Gesangsinteraktion zwischen Webster und Audienz, bestens gelang.

Die fälligen Zugaben konnten nach dieser stimmungsvollen Publikumsgesangsleistung nicht abgeschlagen werden und so gab es zunächst das melancholische „Your Eyes On Me“ (Webster und Zwinselman allein ohne die Rhythmusleute) und am Ende das feurige „The Heart That Never Waits“, inklusive eines launigen ‚Frage-Antwort‘-Duell zwischen Websters E-Gitarre und Zwinselmans Keys. Kurz nach 22 Uhr verabschiede die begeisterten Anwesenden die Protagonisten des Abends.

Und selbst der ebenfalls schier begeisterte Hausarzt von Klemens, der auch zufällig das erste Mal den Club besuchte, musste eigestehen, dass kaltes Bier trinken, in Kombi mit guter Live-Rockmusik in schöner Umgebung und netten Leuten, vermutlich mehr hilft, als so manche Dauermedikationen als vermeintliche Hoffnungsträger fürs Körper- und Seelenheil…

Line-up
Sean Webster – Lead vocals, electric guitar
Rob van de Linde – Drums, vocals
Axel Zwinselman – Keys
Floris Poesse – Bass

Text und Bilder: Daniel Daus

Sean Webster Band
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m2-music
Backyard Club Recklinghausen

Grace Potter – Trespasser – CD-Review

Review: Michael Segets

Grace Potter ist durch ihre Single-Erfolge „You And Tequila“ sowie „Wild Child“, die sie zusammen mit Kenny Chesney feierte, in Country-Kreisen bekannt. Darüber hinaus erregte sie als Grace Potter And The Nocturnals Aufmerksamkeit. „Trespasser“ ist ein Rockalbum, auf dem nur bei einzelnen Titel wie „War On The Mountain“ Country-Einflüsse durchscheinen. Das episch angelegte Stück gehört allerdings ebenso wie das kräftig losrockende „Ride Or Die“ zu den Highlights des Albums.

Aber auch sonst hat Potter auf dem neuen Longplayer einiges zu bieten. So ist der Opener „Main Street U.S.A.“ in seiner Gradlinigkeit ein guter Roots Rocker im mittleren Tempobereich. Die beiden bereits im Vorfeld veröffentlichten Singles „Love Me Not“ und „Run Baby Run“ verbindet ein leicht poppiger Einschlag. „Run Baby Run“ punktet dabei mit einem eingängigen Refrain. Bei „Love Me Not“ legt Potter etwas Soul in ihre Stimme. Potter ist stimmlich sowieso stark. Auf „The Voice“ spielt sie diese aus und wird hier zusätzlich durch einen Background unterfüttert.

Bei einigen Titeln ist die Rhythmusarbeit besonders auffällig, wie etwa beim schon erwähnten „Love Me Not“ oder bei „Lost Café“. In das letztgenannte Stück baut Potter einen seltsamen Part ein, der andere Kritiker möglicherweise begeistern wird, bei mir aber dazu führt, dass ich mich mit ihm nicht anfreunden kann. Ähnlich ergeht es mir mit dem Titeltrack, der sich als eine Art dystopischer Blues charakterisieren lässt. Durch mehrmaliges Hören gewinnt hingegen „Gasoline“ mit seiner Retro-Atmosphäre. Auf dem Song beweist Potter nochmal ihr Format als Sängerin, die sowohl die vorwärtsgehenden als auch die sanften Töne beherrscht. Ruhiger, aber intensiver Gesang prägt schließlich die Ballade „Belong“, die durch Orgel und Chor gospelige Züge trägt.

Der Longplayer wurde mit verschiedenen Bandbesetzungen aufgenommen. Benmont Tench (Tom Petty And The Hearbreakes) oder Tim Deaux (Kings Of Leon) stehen auf der Liste der Mitwirkenden. Potters Lebensgefährte Eric Valentine (Queens Of The Stone Age, Weezer, Slash) produzierte das Album.

Zwischen dem rasanten Einstieg und dem gemessenen Abschluss des Werks nimmt Grace Potter die Zuhörenden auf eine Art Roadtrip mit, bei dem im Mittelteil nicht jede Zwischenstation überzeugt. Dennoch lohnt es sich, bei „Trespasser“ einzusteigen, da durchaus Attraktionen am Wegesrand der Reise liegen, die man mitnehmen sollte. Selbst ist Potter in diesem Jahr noch mit Chris Stapleton und der Zac Brown Band unterwegs.

Mother Road Records – Thirty Tigers/Open(2026)
Stil: Rock

Tracks:
01. Main Street U.S.A.
02. Ride Or Die
03. Love Me Not
04. Gasoline
05. Run Baby Run
06. Lost Café
07. Trespasser
08. The Voice
09. War On The Mountain
10. Belong

Grace Potter
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Wayward Saints – Survivor – EP-Review

Southern-rockige Klänge aus Kanada sind bis dato im SoS eher rar gesät. Das Aushängeschild mit nennenswertem Bekanntheitsgrad sind bisher eindeutig The Sheepdogs, dann kommen vielleicht noch The Commonors, aber dann fängt schon das große Überlegen an.

Jetzt gesellt sich mit den Wayward-Saints, bestehend aus Lindsay Coleman (Lead vocals), Darren Flower and Justin Bennett (beide Electric guitar), Bil Bertram (bass) und Dylan Beneteau (drums) ein vielversprechendes Quintett dazu.

Das hat 2025 mit der EP „Survivor“ eine erste starke Duftmarke gesetzt. Die Band benennt ihre Einflüsse mit Acts wie Humble Pie, The Allman Brothers, Faces, and The Rolling Stones, gemixt mit einer Dosis des guten alten Stadion Rocks.

„Mit „In The Wild“ geht es nach atmosphärischem Intro auch gleich wild los, ein zünftiger Hard Rock-Song mit southern-trächtigem E-Gitarren-Solo. In eine ähnliche Richtung geht es bei „Got To Give In“ weiter. Center-Track und demnach auch genau richtig in der Mitte platziert ist das packende „Flags Of Red„, wo Lead-Sängerin Lindsay Coleman erstmals ihre variable, charismatische Stimme so richtig in die Waagschale werfen kann.

„Pay No Mind“ ist wieder von der zünftigeren Southern Hard Rock-Sorte (klasse hier der freche Wechselgesang von Coleman mit dem Harmoniegesang der Kollegen im Refrain), den tollen Abschluss bildet das Titelstück „Survivor“, das durch die Einbindung von Violinen- und Piano-klängen (gespielt durch die Gastmusiker Katie Kaufman und Greg Brisco) eine countryeske Note a là Marshall Tucker Band erhält.

Die Saints arbeiten zur Zeit an ihrem Debüt-Longplayer bei dem der JUNO Award-nominierte Produzent Ross Hayes Citrullo und der Grammy-nominierte Mastering Engineer Joao Carvalho, die auch auf dieser EP schon eifrig mitmischten, wieder mit von der Partie sein werden.

„Survivor“ von den Wayward Saints ist tatsächlich Stoff für Liebhaber der o. a. Interpreten, wobei mir weitere Bezugsgrößen wie Lynyrd, Skynyrd, Molly Hatchet, AC/DC, Led Zeppelin, The Quireboys, The Georgia Thunderbolts oder Dirty Honey ebenfalls noch in den Sinn kommen. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Eigenproduktion (2025)
Stil: Southern Rock / Hard Rock / Classic Rock

Tracklist:
01. In The Wild
02. Got To Give In
03. Flags Of Red
04. Pay No Mind
05. Survivor

Wayward Saints
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Elizabeth Cook – Great Television – CD-Review

Review: Michael Segets

Elizabeth Cook flog bislang unter meinem Radar. Die aus Florida stammende und in Nashville heimische Sängerin veröffentlichte bereits 2000 ihr erstes Album. Mehreren Folgealben gelang der Sprung in die US-Country-Charts, allerdings ohne dabei absolute Spitzenpositionen zu erreichen. Einige Nominierungen bei den American Music Awards und ein Preis als Outlaw-Sängerin bei den Ameripolitan Music Awards zählen zu ihren Erfolgen. In Musikerkreisen ist Cook etabliert, was ihre vielen Kollaborationen mit namhaften Kolleginnen und Kollegen zeigen. Sie arbeitete mit Rodney Crowell, Don Was, Carlene Carter, Buddy Miller oder Dwight Yoakam zusammen und stand mit Jason Isbell auf der Bühne. Shooter Jennings produzierte „Great Television“.

Einen Karrieresprung bescherten ihr Auftritte in der „Late Show“ von David Letterman. Diese reflektiert Cook heute kritisch im Hinblick auf die Bedeutung, die den Medien in der gegenwärtigen Welt zukommt. Sie schöpft die Inspiration zu ihren Texten aus Geschichten, die kaum mediale Präsenz erzeugen und daher nicht oder nicht mehr erzählt werden. Cook erinnert beispielsweise an ein Unglück, bei dem 1971 in einer Waffenfabrik zahlreiche farbige Frauen ums Leben kamen („Thiokol Tripwire“). Dabei betrachtet sie den sozialen Kontext des Unglücks differenziert und stellt die Bedeutung der Arbeit für die Unabhängigkeit und das Selbstwertgefühl der Frauen heraus.

Cooks Texte erzählen aber auch Geschichten, die einen Bezug zu persönlichen Erlebnissen oder Erfahrungen aufweisen. „The Easy Kind“ zählt dazu. Unter dem gleichen Titel ist kürzlich ein Spielfilm erschienen, der auf ihrer Biographie beruht. Die Lyrics des Longplayers überzeugen und der Aufbau der Songs mit ihrem konsequenten Wechsel zwischen Strophe und Refrain kommt mir ebenfalls sehr entgegen. Als Songwriterin mag Cook in eine Linie mit Mary Chapin Carpenter oder Patty Griffin gestellt werden. Sie hat aber eine größere Affinität zum Rock. Ihr neues Album bewegt sich daher zwischen Americana, modernem Country und Rock.

Unter den ruhigen Beiträgen („In Your Vains“, „Lightly“) sticht „Okeechobee Mud“ heraus. Mit der Single „Sunset Promenade“ gelingt ihr zudem ein wunderbar runder Song, der ins Ohr geht. Country-Fans kommen mit der Ballade „The Easy Kind“ oder dem flotteren „Girls Of Atomic City“ auf ihre Kosten. Die Stimme von Cook ist für dieses Genre wie gemacht. Bei „Razorwire Wall“ wird sie von Evan Felker am Mikro begleitet. Der als zweite Single ausgekoppelte Song bringt etwas Honky Tonk ins Spiel.

Ihre rockige Seite lebt Cook mit „Caldonia And The Love Convoy“ und „19th Nervous Breakdown” aus. Sie bietet hier Rock’n Roll vom Feinsten. Mein Favorit des Albums ist jedoch „Feverfew“. Der Song baut mit den melodiösen Strophen und dem vorwärtsgehenden Refrain einen Spannungsbogen auf, der mich begeistert. Bemerkenswert ist, dass statt dem quasi obligatorischen Gitarrensolo dort eine Orgel zum Zug kommt.

Das aktuelle Jahr hat bereits einige sehr gute Alben hervorgebracht. „Great Television“ gesellt sich zu diesen hinzu. Es hält einige hochkarätige Stücke bereit. Unter den Fittichen von Shooter Jennings legt Elizabeth Cook einen Longplayer vor, der Americana mit rockigem Einschlag und eine gelegentliche Prise Country verbindet.

Agent Love Records – Thirty Tigers/Open(2026)
Stil: Americana, Rock

Tracks:
01. Sunset Promenade
02. Girls Of Atomic City
03. Thiokol Tripwire
04. Okeechobee Mud
05. Razorwire Wall
06. The Easy Kind
07. Caldonia And The Lov Convoy
08. In Your Veins
09. 19th Nervous Breakdown
10. Feverfew
11. Lightly

Elizabeth Cook
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Brigitte Purdy – Mother Of The Crossroads – CD-Review

Es gibt manche weibliche Interpretinnen, denen sieht man schon rein äußerlich an, dass sie Feuer und Temperament im Körper haben. Spontan fallen mir da Damen wie u. a. Crystal Shawanda oder Elles Bailey als Paradebeispiele ein. So auch vermutet, beim Blick auf die mir bis dato völlig unbekannte Brigitte Purdy auf ihrem neuen Album “ Mother Of The Crossroads „.

Purdy teilte die Bühne in der Vergangenheit schon mit vielen prominenten Bluesgrößen wie Walter Trout, Sugaray Rayford, Tim Bogar, Dionne Warwick oder auch Countryikone  Dolly Parton und, man höre und staune, sang Background vocals für The Who und Paul Rodgers

Die Zusammenarbeit auf diesem Werk steht im Licht der Protagonistin mit dem Multinstrumentalisten Dave Osti, der hier in allen Belangen (diverse Instrumente, Songwriting und Produktion) seine Stempel aufsetzt.

Klasse finde ich, dass hier der Blues in vielen Facetten sehr modern interpretiert wird, mit dezent proggigen Noten wie beim überragenden Opener „Sugar Fried Candy“ (mit ZZ Top-„Eliminator“-mäßigem E-Gitarrensolo), dem sexy gesungenen „Blues Collar Woman“ (fast wie Donna Summer goes Blues Rock), balladesken Momenten („Mother Of The Crossroads“, „Make Love Higher“), aber auch rockigen („Come To Mama“ – mit Harp) bis southern-rockigen Stücken („Losin Time For Love“, „Too Full Of You“ – mit swampigen Slide-Einlagen). Lediglich die „Memphis Hotlline“ huldigt mehr den traditionell gefärbten Blues.

Bein starken Abschlussstück „Rise Like The Water“ glaube ich sogar etwas die verbliebenen Spuren der Rodgers- und Who-Kooperationen (u.a. das integrierte klirrende Orgelspiel – insgesamt auch starke Keys von Drake Shining) ‚herauszulesen‘. Herausragend, wie schon anfangs vermutet, ist auch  Purdys kräftige und temperamentvolle Stimme, die sich zu jeder Zeit auf Augenhöhe mit den glasklar abgemischten Instrumenten befindet (eine herrlich transparente Produktion von Osti – so sollte man es machen).

Brigitte Purdy wirft mit „Mother Of The Crossroads“ ein starkes modernes Blues Rock-Album ins Rennen, dem man unbedingt Gehör schenken sollte. Absolute Empfehlung! Brigitte – eine tolle Künstlerin – nicht nur für Frauen!

Dirtshack Records (2026)
Stil: Blues & More

Tracklist:
01. Sugar Fried Candy
02. Blues Collar Woman
03. Memphis Hotline
04. Mother Of The Crossroads
05. Losin Time For Love
06. Make Love Higher
07. Too Full Of You
08. Come To Mama
09. Rise Like The Water

Brigitte Purdy
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Ingvay – Still Moving – CD-Review

Review: Michael Segets

Während die Fußballwelt nach Amerika schaut, lohnt es sich zurzeit in Sachen handgemachter Musik durchaus, den Blick auf deutsche Künstler zu richten. Vor Kurzem trat J Schlueter mit seinem Solo-Debüt als Songwriter in Erscheinung, nun bringt Ingvay sein fünftes Album „Still Moving“ heraus. Der Hannoveraner begann seine Karriere als Toningenieur u. a. für Johnny Logan und deutsche Musiker wie Heinz Rudolf Kunze, Thomas D oder Max Mutzke. Für „Still Moving“ holte er sich Matthias Meusel (Schlagzeug), Uwe Seemann (Bass), Ulrich Rode (Gitarre) und Maik Schott (Keys) ins Studio.

Die neue CD hat ihre Wurzeln im Rock ’n Roll und wird gelegentlich mit einer Prise Blues und Americana versehen. Wie der Titel des Longplayers bereits andeutet, versteht Ingvay Leben als Bewegung. Aufbruch, Weg und Ankommen sind dabei Themen, denen sich die Songs widmen.

Mit „The Old Way“ startet das Album schwungvoll. Dem klassisch gemachten Rocksong, der sich besonders durch seinen eingängigen Refrain auszeichnet, folgt „Get Up“, der ebenfalls straigt forward geht. Beide Songs wurden berechtigterweise bereits ausgekoppelt. Gradlinigen Rock ’n Roll bietet später auch „Back To The Sun“. Beim „Some Kind Of Rock ’n Roll“ mischt Ingvay etwas Bluesrock hinein. Auch die Gitarren am Anfang von „Give Me A Shot” sind vom Blues inspiriert. Der Song erhält mit dem mehrstimmigen Gesang im Chorus einen nahezu hymnischen Charakter und wird zudem durch ein kurzes Gitarrensolo gewürzt.

„On Monday“ startet zurückhaltend, entwickelt sich dann aber zu einem harmonischen Roots Rock. Ein ebenso starkes Stück ist „New Reflection“. Hier beweist Ingvay erneut, dass er ein Händchen für einprägsame Refrains hat. „Wake Up This Time“ zeichnet sich gleichfalls durch seinen Chorus – nochmals mehrstimmig vorgetragen – aus, durch den der Titel eine beeindruckende Kraft entfaltet. Auch die ruhigeren Tracks – das melodiöse „Home By The River“ und das reduziert instrumentalisierte „Almost There“ – überzeugen.

Ingvays „Still Moving“ ist ein empfehlenswertes Album, das Freunde des ehrlichen, handgemachten Rock sicher anspricht. Vor allem beherrscht Ingvay die Kunst, eingängige Refrains zu schreiben ohne dabei trivial zu sein. Das Songwriting orientiert sich am Old Way, wirkt dabei aber frisch und alles andere als angestaubt.

Magic Mile Music (2026)
Stil: Rock, Americana

Tracks:
01. The Old Way
02. Get Up
03. Home By The River
04. Some Kind Of Rock ’n Roll
05. Now I Can See
06. Give Me A Shot
07. Wake Up This Time
08. New Reflection
09. Back To The Sun
10. On Monday
11. Almost Here

Ingvay
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Superlife Promo

American Aquarium – New Ways To Lose – CD-Review

Review: Michael Segets

Vor zwei Monaten war ich voll des Lobes für „They Call Us The Lucky Ones“ von Ryan Bingham And The Country Gentlemen und habe das Album zu einem Favoriten des Jahres erklärt. Nun kommt American Aquarium mit „New Ways To Lose“ um die Ecke, das in meinem persönlichen Ranking dem Werk von Bingham mindestens ebenbürtig ist oder sogar noch ein Quäntchen vorne liegt.

Während auf „Chicamacomico“ (2022) und „The Fear Of Standing Still“ (2024) flottere Stücke die Ausnahme bildeten, sind auf dem aktuellen Longplayer nur zwei ruhige Titel vertreten. Das vom Frontmann BJ Barham zusammen mit Lori McKenna geschriebene „Out There In The Dark“ hebt sich auch durch sein Klavierintro von den anderen Titeln ab. „Bad Habits“, bei dem der bandtypische Slide der Steel Pedal ebenso wie eine seltener eingesetzte Horn-Section zu hören ist, beschließt das Album.

„New Ways To Lose“ nimmt schon mit den ersten beiden sehr starken Titeln („Dollar Genreral“, „Can’t Into Could“) Fahrt in Richtung Heartland auf. Bläser und eine Hammond B3 begleiten „Twin Flames“, meist prägen aber der satte Klang des Schlagzeugs sowie die E-Gitarren den Sound. Die erste Single „History Repeats Itself“ ist dafür ein Beispiel. Bruce Springsteen, der mit seinen Werken der siebziger und achtziger Jahre hier Pate gestanden hat, winkt am Wegesrand. Barham und seine Mitstreiter schauen weiterhin bei Neil Young vorbei, wenn sie den schrillen elektrischen Gitarrentönen auf „Whatever Helps You Sleep At Night“ mehr Raum geben.

Von der Route zweigt American Aquarium bei „4×60“, das als Country-Rock durchgeht, minimal ab. Die rockigen Songs drücken dem Longplayer ihren Stempel auf. Daneben finden sich auch mit dem countryfizierten „Just Like You“ und dem melodiösen „Favorite Hello“ zwei Tracks im mittleren Tempobereich, sodass die Reise durch das Album abwechslungsreich bleibt. Barham biegt nirgendwo falsch ab. Alle Tracks sind hörenswert, sodass kein Grund besteht einen Punkt oder Stern von der Höchstwertung abzuziehen.

Die Band spielte die Stücke innerhalb von zehn Tagen überwiegend live ein, wobei die Bläser später hinzu gemischt wurden. Ein Garant für einen erdigen und authentischen Sound ist Shooter Jennings, der nach „Lamentations“ (2020) und dem bereits erwähnen Vorgängeralbum aus dem Jahr 2024 zum dritten Mal als Produzent für American Aquarium fungiert. Der Titel des Longplayers ist in Amerika übrigens ein geflügeltes Wort, das auf den Sportkommentator Gary Hahn zurückgeht.

In den Texten verarbeitet Barham einerseits persönliche Themen wie den Tod seines Hundes („Favorite Hello“), andererseits gibt er auch sozialkritischen Töne ihren Raum. Bei „Dollar General“ geht es beispielsweise um das Aussterben der Einzelhandelsgeschäfte und den Niedergang einer Stadt. So oder so: In den Lyrics schwingt stets etwas Allgemeines mit, das in der ein oder anderen Weise den Hörer berührt.

Was sich mit „Life At Red Rocks“ (2025) bereits ankündigte, setzt sich auf „New Ways To Lose“ fort. BJ Barham und American Aquarium präsentieren sich von ihrer rockigen Seite. Das machen sie so gut, dass einem unweigerlich große Namen als Referenzpunkte einfallen. Zu diesen müssten sie auch gehören, wenn es im Musikgeschäft Gerechtigkeit geben würde.

Losing Side Records/Thirty Tigers – Open (2026)
Stil: Rock

Tracks:
01. Dollar General
02. Can’t Into Could
03. 4×60
04. Twin Flames
05. Out There In The Dark
06. History Repeats Itself
07. Favorite Hello
08. Whatever Helps You Sleep At Night
09. Just Like You
10. Bad Habits

American Aquarium
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Noah Derksen – Mercy On The Skyline – CD-Review

Mit dem neuen Album „Mercy On The Skyline“ von Noah Derksen lag mal wieder, wie so oft, für mich persönlich, nicht angefordertes neues ‚Musikland‘ in meinem Briefkasten. Da ich mit kanadischen Künstler eigentlich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht habe und in der Trackliste auf der Rückseite beim Titelstück der Name Lori McKenna auftaucht, konnte da eigentlich auch diesmal kaum etwas schief gehen.

Und so ist es dann auch letztendlich eine sehr angenehme, gut austarierte Mischung aus vielen Genres wie Indie, Country, Folk, Rock und Pop. Aber wer ist dieser Noah Derksen überhaupt? Der aus Winnipeg stammende Singer/Songwriter hat seit 2015 schon eine ganze Reihe an Alben veröffentlicht. Finalist beim SiriusXM-Wettbewerb „Top of the Country“ und der Titel als „Canadian Folk Music’s Emerging Artist of the Year“ stehen bis dato als Karriere-Highlights in seiner Vita.

Aufgenommen wurde das neue Album live in einem Raum mit einigen der besten Musiker Winnipegs und unterstützt von vielen seiner langjährigen musikalischen Vorbilder wie Lori McKenna, May Erlewine und FONTINE.

Schon beim Opener „Are You Living Your Life“ fallen mir aber spontan die Landsleute The Bros. Landreth als sehr ähnliche Bezugsgröße ein. Die einfließende raue Slide-Gitarre gibt dem Song sogar eine dezente Southern-Note.

Im weiteren Verlauf geht es  dann bei den Sachen wie Gemeinschaft und alltägliche Lebenssituationen thematisierenden Tracks, bis auf die etwas peppiger gestalteten „Chuck Palahniuk“ und „Still Haven’t Figured It Out“ (mit ein bisschen U2-Flair) eher introvertiert und melancholisch zu, ohne aber dass Langweile einzukehren droht.

Als meine Lieblingstücke in einem durchgängig hörenswerten Silberling entpuppen sich das mit einer simplen, aber sehr effektiven E-Gitarren-Hook und einem gluckernden E-Piano umgarnte „Walking Home„, bei dem die Künstler-Kollegin FONTINE auch schöne Harmoniegesänge einfließen lässt. Ein echter Ohrwurm.  Das absolute Highlight beginnt allerdings, wenn beim Titelsong „Mercy On The Skyline“ Lori McKenna mit ihrem betörenden Gesang im Duett mit Noah zu einer grandiosen Einheit verschmilzt. Gänsehautmomente inbegriffen!

Herrlich auch die mit exzellenten weiblichen Backgroundgesängen und entspannter E-Gitarre  verzierte Country Rock-Ballade „What Lights Up Your Dark“ (wieder Richtung Bros. Landreth).

Noah Derkson gelingt aus meiner Sicht mit „Mercy On The Skyline“ eine der voraussichtlich großen Überraschungen dieses Jahres. Sollte er, wie geplant, im November hier in Bochum mit diesem Werk vorstellig werden, wäre ein Besuch samt Bericht sicher mehr als überlegenswert.

Eigenproduktion (2026 )
Stil: Indie / Rock / Pop /Folk / Country

Tracks:
01. Are You Living Your Life
02. Chuck Palahniuk
03. Walking Home
04. Who Do You Wanna Be
05. Nothing Goes Your Way
06. Mercy On The Skyline
07. Lover I’m Gonna Miss You
08. What Lights Up Your Dark
09. Still Haven’t Figured It Out
10. My Mother’s Voice

Noah Derksen
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Rola Music

Todd Thibaud – Alchemy – CD-Review

Review: Michael Segets

Auf seiner jüngst beendeten Tour durch Deutschland stellte Todd Thibaud sein aktuelles Album „Alchemy” vor, das nun offiziell erscheint. Mit der Band, die ihn auf der Reise begleitete, spielte Thibaud auch seine zehn frischen Eigenkompositionen ein: Thomas Juliano, Sean Staples, Ed Valauskas und Chris Anzalone. Im Studio unterstützten beim Backgroundgesang Bill Guerra, Janice Tsai und August Valauskas. Daniel berichtete begeistert von dem Konzert im Essener JuBB und dem dortigen Vorgeschmack auf den neuen Longplayer. Um es kurz zu sagen: Auf Thibaud ist Verlass – sowohl bei der Qualität der Konzerte als auch bei der seiner Studiowerke.

Vor allem präsentiert sich Thibaud auf „Alchemy“ so rockig wie lange nicht mehr. Seine vorangegangene CD „Hill West“ (2019) verlief in eher ruhigen Bahnen, ebenso wie seine Projekte mit Kim Taylor (Water And Sand) oder Hardpan. Unbestritten ist Thibauds Qualität als Songwriter, die beispielsweise auch die akustischen Versionen seiner Stücke verdeutlichen, die er während der Pandemie aufnahm. (Tipp: Vierzig „Songs From The Couch“ sind zurzeit auf seiner Website als Free Download erhältlich.) Auf dem neuen Longplayer findet sich mit „Wait For Me“ lediglich ein langsameres Stück, das dramaturgisch richtig, in der Mitte platziert ist.

Thibaud bringt mit „Alchemy“ also sein Rockerherz wieder zum Vorschein, das seit „Waterfall“ (2013) in den Hintergrund trat. Auf „Fight Or Flight“ und „Savior“ schallen kräftige Gitarrenriffs aus den Lautsprechern. Die Rhythmussektion treibt „Follow“ und „Alchemists“ ordentlich voran. Piano und Wurlitzer verstärken gelegentlich den Sound. Auf „Farewell, So Long“ kommen darüber hinaus Pump Organ und Chamberlin zum Einsatz. Die Zutaten des Genres beherrscht der in Boston lebende Musiker immer noch aus dem Effeff.

Neben gradlinigen Uptempo-Titeln („Heaven’s On The Move“) finden sich auch Tracks, die gekonnt mit Spannungskurven arbeiten („Burn“). Alle Stücke bleiben melodiös und sind auf den Punkt gespielt. Thibauds angenehme, beinah schon samtige Stimme wird an den richtigen Stellen durch Harmoniegesang – meist bei den ins Ohr gehenden Refrains – ergänzt. Dieser kommt auf dem rhythmisch auffälligen „Good Things Now“ besonders zur Geltung. Der mit dezentem Banjo-Spiel verzierte Song versprüht nahezu karibisches Flair und sticht damit unter den anderen Titeln hervor.

Ein Highlight stellt sicherlich „Mother Comfort“ dar, das schon Daniel bei seinem Konzertbesuch begeisterte. Das Andenken an seine Mutter verpackt Thibaud in einen wunderbar runden, guitardriven Power-Pop-Rock-Song. Bei den Lyrics anderer Stücke schlägt er manchmal politische und sozialkritische Töne an, die ich bei seinen früheren Veröffentlichungen nicht in dem Maße erinnere. Für das Mitlesen der Texte liegt dem klappbaren Digipack ein Booklet bei, was ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Nachdem Todd Thibaud auf seinen Veröffentlichungen und kollaborativen Projekten der letzten Dekade seiner Affinität zum Rock wenig Raum gegeben hat, ändert er dies nun mit „Alchemy“ auf beeindruckende Weise. Thibaud erweist sich nach der Pause im Bereich der straight vorwärtsgehenden Töne erneut als Meister seines Fachs, das sich eben nicht auf sanfte Balladen beschränkt.

Noch ein Tipp: Wer bereut, dass er Thibaud auf seiner „Farewell“-Tour nicht erlebt hat, kann sich zumindest mit den Live-Alben trösten. Auf der Website seines langjährigen Labels sind noch Mitschnitte im Rahmen der Official Blue Rose Bootleg Series als CD oder als CD/DVD erhältlich.

Hill West Music/Blue Rose Records (2026)
Stil: Rock

Tracks:
01. Follow
02. Fight Or Flight
03. Burn
04. Farewell, So Long
05. Wait For Me
06. Alchemists
07. Savior
08. Good Things Now
09. Mother Comfort
10. Heaven’s On The Move

Todd Thibaud
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Bluerose Records