Jack McBannon – Tennessee – CD-Review

Review: Michael Segets

Der Wuppertaler Thomas Willer veröffentlichte 2021 unter seinem neuen Künstlernamen Jack McBannon das Album „True Stories“. SoS-Kollege Stephan Skolarski hatte seinerzeit das Werk, mit dem sich McBannon aufmachte, seine Country-Wurzeln zu erkunden, als zukunftsweisend eingeschätzt. Recht hat er behalten. Für den nun vorliegende Nachfolger „Tennessee“ nutzte McBannon die Chance, an geschichtsträchtigem Ort den eingeschlagen Pfad weiter zu verfolgen. „True Stories“ überzeugte nämlich nicht nur den SoS-Redakteur, sondern auch John Carter Cash. Nachdem McBannon dem Sohn von Johnny Cash auf gut Glück eine Aufnahme von „True Stories“ geschickt hatte, erhielt er die Einladung, das Cash Cabin Studio in Hendersonville zu nutzen. Mit elf neuen Songs im Gepäck machte sich McBannon dann auf den Weg nach Tennessee und John Carter Cash übernahm die Produktion des Longplayers.

Zwischen Americana und Country angesiedelt gelingt McBannon mit „Tennessee“ ein Album, das sich nicht hinter denen amerikanischer Songwriter verstecken muss. Mit seiner angerauten Stimme bringt er Atmosphäre in die Stücke, egal ob sie getragen oder rockig ausfallen. Das Duett mit John Carter Cash „The Only Rule“ ist sehr reduziert in der instrumentalen Begleitung, ansonsten hat McBannon eine souverän aufspielende Band im Rücken, die mal mehr und mal weniger dominant auftritt. Vor allem bei „A Sinner’s Sin“ lässt sie es ordentlich krachen. Der Song mit einem Grunge-Einschlag gehört neben „Can You Hear Me“ – einem Roots Rocker vom Feinsten – zu den beiden schnelleren Tracks auf der Scheibe. Sie setzen Akzente zwischen den überwiegend balladesk gehaltenen Beiträgen.

Aber auch bei den langsamen Titeln baut McBannon Variationen ein. Manche Songs sind von Country-typischem Slide untermalt („Tennessee“, „Home“), der bei „Not Alone“ stimmungsvoll mit einem Klavier kombiniert wird. Atmosphärisch dicht – mit einem Hauch von Pathos – fällt der Opener „Back Then“ aus. Leidenschaft legt McBannon bei „Turn Around“ in seine Stimme, das in der zweiten Hälfte des Longplayers das Tempo nochmal etwas anzieht. Darauf folgt die runde Americana-Ballade „In Us I Believe“. „As Simple As That“ fällt in die gleiche Kategorie. Für den Abschluss wurden Streicher eingeflogen. Die Tracks wurden allesamt live im Cash Cabin Studio eingespielt, was sicherlich dazu beiträgt, das deren Sound direkt und erdig klingt.

Wenn man denkt, zwischen dem Bergischen Land und Amerika liegen Welten, dann irrt man sich in musikalischer Hinsicht. Jack McBannon überbrückt die kulturellen Diskrepanzen anscheinend mühelos. „Tennessee“ dient als Beweis, dass auch Musiker aus deutschen Landen in der Lage sind, ernsthafte Genrebeiträge zum Americana und Country zu liefern. McBannon hat den Sprung über den Atlantik gewagt und unter den Fittichen von John Carter Cash ein durchgehend überzeugendes Album geschaffen. Dabei offenbart er ebenso Qualitäten in Sachen Roots Rock, von denen in den nächsten Projekten gerne mehr gezeigt werden können.

My Redemption Records – Cargo (2024)
Stil: Country / Americana

Tracks:
01. Back Then
02. Can You Hear Me
03. Tennessee
04. The Only Rule (feat John Carter Cash)
05. A Sinner’s Sin
06. Home
07. Not Alone
08. Turn Around
09. In Us I Believe
10. Dry County
11. As Simple As That

Jack McBannon
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Cargo
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The Red Clay Strays – Moment Of Truth – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Als Newcomer eine Empfehlung von Billboard zu erhalten, stellt für neue Bands nach wie vor ein ausgezeichnetes Sprungbrett dar. Der Billboard-Trailer über die The Red Clay Strays wurde passend zum Release von “Moment Of Truth”, dem Debutalbum der Band veröffentlicht.

Seit 2016 sind die “Strays” aus Mobile, Alabama, schon aktiv unterwegs und spielen in einem Genre, das sie selbst als “non-denominational rock ’n’ roll“ bezeichnen, eine Mischung aus Southern, Country, Rock, Blues und Soul in sprichwörtlich diversen Varianten. Hemdsärmelige Soundschöpfungen mit klaren Huldigungen an Elvis oder Johnny Cash mit Einflüssen von Ray Charles bis Jerry Lee Lewis, werden mit Gospel und Rockabilly vermengt. Vibes von Van Morrison und Stevie Ray Vaughan sind ebenso beinahe magisch wie emotional verbunden und bilden das multi-talentierte Soundgefüge der Band.

Das Album beginnt mit dem erfrischend geradlinigen Blues Rocker “Stones Throw” und rauen E-Gitarren, die auch im folgenden Titeltrack immer wieder einfühlsam die musikalischen Akzente setzen. Zurückhaltend und slow interpretiert kommt mit “Do Me Wrong” ein Soul-Blues in Form des klassischen “Stand By Me” und steigert den Hörgenuss der brillanten Stimmgewalt von Sänger Brandon Coleman erneut in eine soulige Richtung. Neben dem hochtalentierten Frontmann, der einen Elvis-Style sowie eine leidenschaftliche Bühnenpräsenz verbreitet, besteht die Gruppe aus Drew Nix (electric guitar, harmonica, vocals), Zach Rishel (electric guitar), Andrew Bishop (bass), John Hall (drums). Hinzu kommt Matthew Coleman, der nicht mit auf den “Brettern” steht, aber zusammen mit Drew Nix die 12 Songs des Longplayers geschrieben hat.

Die insgesamt reduzierte, entspannte Spielweise lässt beim nachfolgenden Charttitel “Wondering Why” im Vordergrund der außergewöhnlichen, gesanglichen Souveränität eine Art Gothic-Country Melodram entstehen – auch bei minimaler Lautstärke ein intensiver Track. Die gleiche Intensität verbreiten die Balladen “Heavy Heart” oder “Ghosts”, deren unbeschwerte Storytelling-Qualitäten noch von “Killers” übertroffen werden.

Einzig der fast schon sehr schnell im CCR-Sound dahin fließende Country Rock “She’s No Good” fällt fast aus dem Rahmen der musikalisch lässig entspannten Aufnahmen. Diese normale, tiefgreifende Eleganz von “Moment Of Truth” wird bei der komplexen Klavierballade “Sunshine” wieder in den Kontext einer zeitlosen Produktion gebracht und unterstreicht die ausbalancierte Energie der Songliste. Die abschließende, herzlich-schöne Mid-Tempo-Nr. “Doin’ Time” würde unverkennbar dem hochgeschätzten John Fogerty jedenfalls ebenso alle Ehre machen – ein starkes Finale!

Als Vorband von u. a. Brothers Osborne, Old Crow Medicine Show oder Eric Church haben die “Red Clay Strays” diese Tour-Years of Experience genutzt, um mit Hilfe eines Fundraising-Projektes “Moment Of Truth” in 8 Tagen zu realisieren. Ein absolutes Erfolgsalbum mit elektrisierenden Songs ist dabei entstanden, oder wie Sänger Brandon Coleman resümiert: “We’re just looking for paying attention”. Sogar die Rolling Stones sind auf die Newcomer aufmerksam geworden: Am 30. Mai 2024 spielen die Red Clay Strays als Support der Stones in Foxborough, Massachusetts.

Thirty Tigers (2024)
Stil: Blues Rock, Southern Rock, Roots Rock, Americana, Country

Tracks:
01. Stones Throw
02. Moment Of Truth
03. Do Me Wrong
04. Wondering Why
05. Forgive
06. Heavy Heart
07. Ghosts
08. She’s No Good
09. Don’t Care
10. Killers
11. Sunshine
12. Doin’ Time

The Red Clay Strays
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Charley Crockett – $10 Cowboy – CD-Review

Review: Michael Segets

„Those folks who talk about me have never lived no life like mine.“ So lautet ein Vers aus „Good At Losing“, der Kritikern nochmal in Erinnerung ruft, dass sie nur begrenzte Kompetenzen haben, über das Werk von anderen zu urteilen. Ebenso ist es schwierig, die Authentizität der erzählten Geschichten festzustellen. Charley Crocketts neues Werk wirkt jedenfalls ehrlich, wenn es darum geht, einen Einblick in sein Leben zu geben. Er gehört zu der Spezies, die unermüdlich unterwegs ist und am laufenden Band Longplayer herausbringt. Dieses Leben on the road thematisiert Crockett auf „$10 Cowboy“ und verbindet seine Reflexionen gelegentlich mit einem Blick auf die Atmosphäre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Songs entstanden innerhalb von zwei Monaten, die er im Bus während seiner Tour quer durch die USA verbrachte.

Mit dem neuen Album macht Crockett als Songwriter einen gewaltigen Sprung nach vorn. Sein prägnanter Gesang gibt seinen diversen Cover-Projekten einen eigenen Reiz und auch unter seinen selbstverfassten Kompositionen finden sich beachtliche Stücke, die lange Zeit nachwirken. Mit „$10 Cowboy“ gelingt ihm allerdings sein bislang bestes Album, das keinen einzigen Durchhänger aufweist. Dies liegt zum einen an den authentisch wirkenden Texten, aber zum anderen auch an den ausgearbeiteten Songstrukturen, die sowohl eingängig als auch variationsreich sind. Crockett löst sich dabei etwas stärker von den traditionellen Mustern, auf die er früher deutlicher rekurriert.

Man kann Crockett sicherlich als derzeit führenden Vertreter des New Traditional Country bezeichnen. Die klassischen Elemente des Genres greift er auf („Diamond In The Rough“, „Midnite Cowboy“), sie wirken aber nie althergebracht oder langweilig. Besonders das lockere „Ain’t Done Losing“ geht mit seinem runden Refrain ins Ohr. Die Stücke sind abwechslungsreich arrangiert. Streicher untermalen „Good At Losing“; Bläser geben „America“ Soul mit. Einen souligen Einschlag haben auch „Gettin‘ Tired Again“ sowie „Lead My Way“.

Das dylaneske „Solitary Road“, auf dem Crockett der elektrischen Gitarre Raum gibt, sticht auf dem Album hervor. Es unterstreicht die These, dass sein Songwriting eine neue Qualitätsstufe erreicht hat. Die Namen der einzelnen Tracks, wie beispielsweise der Titel der ersten Single „Hard Luck & Circumstances“, deuten bereits an, dass Crockett Rückschläge und Niederlagen verarbeitet, dabei verliert er aber den Blick für das Schöne am Wegesrand („City Of Roses“) nicht. Crockett zeigt sich als Mann, der zu seinen Entscheidungen und seine Wahl ein Leben als durchziehender Vagabund zu führen, steht.

Mit „$10 Cowboy“ legt Charley Crockett ein Meisterwerk vor, das seine bisherigen Alben übertrifft. Dabei sind weniger die einzelnen Titel, von den er bereits zuvor einige hervorragende aufzuweisen hat, sondern die Geschlossenheit des Konzepts hervorzuheben. In den Texten zieht er Bilanz über sein Leben als ständig tourender Musiker. Das ist thematisch nicht neu, aber die Tiefe der Selbstreflexion ist beachtlich. Musikalisch bleibt er zwar seiner Richtung treu, aber auch hier ist ein freier und kreativer Umgang mit den Traditionen auszumachen.

Son Of Davy – Thirty Tigers/Membran (2024)
Stil: Country

Tracks:
01. $10 Cowboy
02. America
03. Hard Luck & Circumstances
04. Good At Losing
05. Gettin’ Tired Again
06. Spade
07. Diamond In The Rough
08. Ain’t Done Losing
09. Solitary Road
10. City Of Roses
11. Lead The Way
12. Midnite Cowboy

Charley Crockett
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Sarah Shook & The Disarmers – Revelations – CD-Review

Review: Michael Segets

Sarah Shook & The Disarmers bleiben auf „Revelations“ ihrer Richtung treu, die sie mit „Years“ (2018) eingeschlagen und mit „Nightroamer“ fortgeführt haben. Das aktuelle Album vereint erneut Indie-Rock und Alternative Country zu etwa gleichen Teilen. Meine damalige Vermutung, dass sich Sarah Shook & The Disarmers weiter in Richtung Rock bewegen, bestätigt sich also nicht. Diese Pfade verfolgt Frontfrau River Shook auf „Cruel Liars“ mit ihrem Projekt Mightmare, bei dem sie sich mit poppigen Arrangements deutlich experimentierfreudig zeigt.

Dass sie mit den Disarmers ihre Linie nicht ändert, ist erfreulich. In Sachen Rock liefert die Band mit „You Don’t Get To Tell Me“, das genau die richtige Mischung zwischen Eingängigkeit und Kratzigkeit trifft, sowie dem kraftvollen „Criminal“ zwei starke Songs ab. „Dogbane“ und „Give You All My Love“ können sich ebenfalls hören lassen, sind aber etwas schwächer als die beiden erstgenannten Tracks. Äußerst gelungen ist wiederum das Titelstück „Revelations“, das durch die atmosphärische Gitarrenarbeit besticht und mit jedem Durchlauf an Tiefe gewinnt. Ebenso hat die zunächst unterkühlt wirkende Ballade „Nightingale“ einen eigenwilligen Grip, bei der ein wuchtiger Gitarrensound den Song dominiert. Insgesamt zeigen sich Sarah Shook & The Disarmers bei den rockorientierten Beiträgen innovativer als bei denen aus der Country Ecke.

Dennoch nehmen mich die Country-Nummern mehr mit als die auf dem vorangegangenen Longplayer. Allen voran sticht das bittere „Motherfucker“ heraus. Die Band variiert das Tempo vom schnellen „Backsliders“, das als erste Single ausgewählt wurde, über „Jane Doe“ bis zum gemäßigten „Stone Door“. Die Stücke sind mit auffälliger Steel Pedal und genügend Twang versehen – also in ähnlicher Weise performt wie man es von den vorherigen Werken kennt. Allerdings strebte Shook mit der neuen CD einen direkteren Sound an, der sich an dem ihrer Live-Auftritte orientiert. Sie übernahm selbst die Produktion und spielte das Album in zwei Tagen mit ihrer Band ohne großangelegte Nachbearbeitung ein.

Die Songs basieren auf autobiographischen Erlebnissen der Bandleaderin. Da fehlen dann natürlich nicht die Liebes- und Beziehungsgeschichten. Aber auch Anfeindungen, Diskriminierungen bis hin zu Gewalterfahrungen verarbeitet Shook in ihren Texten. Die Anstrengung sich selbst zu behaupten, ist ein durchgängiges Thema, das auch bei ihren früheren Werken durchscheint. Vor allem die Überdrüssigkeit, sich für Aspekte ihrer Person rechtfertigen zu müssen, die selbstverständlich akzeptiert sein sollten und keiner Rechtfertigung bedürfen, bringt sie eindrucksvoll bei „You Don’t Get To Tell Me“ zum Ausdruck.

Ursprünglich durchgängig am Alternative Country orientiert, geben Sarah Shook & The Disarmers inzwischen dem Indie-Rock mehr Raum. Die Stücke pendeln auf „Revelations“ relativ unverbunden zwischen den beiden Musikrichtungen. Textlich oftmals provokant bleiben die Country-Songs in ihrer Machart eher konventionell. Interessante Impulse setzt die Band vor allem mit ihren Rocknummern. Gleichwohl weiß die Band in beiden Stilen zu überzeugen und liefert einige bemerkenswerte Tracks ab.

Abeyance Records – Thirty Tigers/Membran (2024)
Stil: Rock/Country

Tracks:
01. Revelations
02. You Don’t Get To Tell Me”
03. Motherfucker
04. Dogbane
05. Nightingale
06. Backsliders
07. Stone Door
08. Jane Doe
09. Give You All My Love
10. Criminal

Sarah Shook & The Disarmers
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The Cumberland River Project – Vain Regrets – EP-Review

Die Verbindung von mir zu Frank Renfordt, dem Mastermind des Cumberland River Projekts, resultiert, wie im vorhergehenden Review beschrieben, aus einer Zufallsbekanntschaft bei einem Blackberry Smoke-Konzert.

Er entpuppte sich als klasse Songwriter, Musiker und Produzent mit breitem Netzwerk in Sachen (New) Country, Folk und Americana. Vor allem die Einbindung vieler verschiedener Sängerinnen und Sänger belebten sein Projekt und sorgten für enorme Kurzweilligkeit

Für seine neue EP „Vain Regrets“, die am 22. März erscheinen wird, setzt er die Strategie fort, allerdings mit einer entscheidenden Ausnahme, er hat den kompletten Leadgesang übernommen. Leider, aus meiner Sicht, eine zu ambitionierte Entscheidung!

Was die Musik und Produktion betrifft, gibt es wieder mal absolut nichts auszusetzen, alles sehr melodisch, glasklar produziert und mit vielen instrumentellen Feinheiten (Steel, Bariton-E-Gitarren, Dobro, Fiddle) bespickt. Der Gesang, und ich habe mich da schon so oft wiederholt, sollte meiner Ansicht nach bei südstaatlich geprägtem Liedgut wie der Countrymusik, normalerweise von Amerikanern vollzogen werden.

Wie bei vielen anderen Sängern aus unseren Sphären, die ich bereits reviewt habe, weht auch hier der deutsche Stallgeruch omnipräsent an allen Ecken und Enden durch die amerikanisch-countryeske Musiklandschaft und die diesmal zum Teil holprige Textgebung bei einigen Tracks tut dann noch verstärkt ihr Übriges.  Auch die eingebundenen Backgroundsängerinnen mit ihren hellen piepsigen Stimmen verfehlen diesmal das Ziel.

Was noch in den Strophen beim Opener und besten Song des Werkes „In Line“ (klasse E-Guitar-Picking von Chris Kaufmann, dem ehemaligen Truck Stop-Gitarristen) mit Mark Knopfler-ähnlichen Vocals (der Line Dance-taugliche Schunkler hat auch insgesamt weitläufig was von dessen „Walk Of Life“) beginnt, offenbart dann spätestens Renfordts gesangliche Schwächen in den Refrains. Dies zieht sich dann ab da wie ein roter Faden durch das gesamte Songkonvolut.

Das von der Intention her schöne „Mr. Spaceman“ sticht als zweiter Track unter den insgesamt sechs Liedern noch etwas heraus. Insgesamt wäre mein gut gemeinter Rat an Frank Renfordt, sich bei weiteren Scheiben wieder auf seine unbestrittenen Kernkompetenzen im Hintergrund zu konzentrieren. Diesmal hat er sich bei „Vain Regrets“ jedenfalls etwas verhoben.

Eigenproduktion (2024)
Stil: Country & More

01. In Line
02. Old Friend
03. Wish I Could Have Told You
04. Mr. Spaceman
05. House On The Cliffs
06. Sweet Freedom

The Cumberland River Project
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Charles Esten – Love Ain’t Pretty – CD-Review

Ich bin zwar eigentlich nicht abergläubisch, aber das erste CD-Review des Jahres hat für mich immer so einen wegweisenden Charakter, was vielleicht in den nächsten 12 Monaten so alles kommen mag. Diesmal hat der amerikanische Schauspieler und Musiker Charles Esten (bekannt für seine Hauptrolle in der Fernsehserie „Nashville“, aber auch für viele Beteiligungen in Spielfilmen mit u. a. Kevin Costner und Hilary Swank) mit seinem Debütalbum „Love Ain’t Pretty“ das ‚Recht der ersten Besprechung‘ in 2024 erwirkt.

Wir hatten bereits vor vier Jahren mal die Gelegenheit, das in Pittsburgh geborene Multitalent live auf der Bühne zu erleben, allerdings nur solo, ohne Bandbegleitung. Auf seinem mit 14 Tracks gefüllten Erstling, produziert von Marshall Altman (Marc Broussard, Frankie Ballard, Eric Paslay), gibt es aber natürlich die Nashville-übliche, hochwertige instrumentelle Begleitung.

Der fleißige Songschreiber hat hier mit vielen bekannten Co-Writern der Szene wie u. a. Brian Maher, Brad Crisler, James LeBlanc, Eric Paslay, Gary Burr, Leslie Satcher oder John Nite zusammengearbeitet und es ist ein herrlich abwechslungsreiches New Country-Album samt hohem Wiedererkennungswert entstanden, das demnach nachhaltige Wirkung hinterlässt. Nicht zuletzt auch wegen Estens beeindruckendem Gesang, der in seiner Variabilität und Emotionalität, seinem talentierten Schauspieltalent mehr als gerecht wird.

Melancholie, Fröhlichkeit und Power spiegeln sich in einem gesunden Verhältnis in den Songs wider, sodass der Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Minute des Werkes erhalten bleibt. Nach ruhigem, aber nie langweiligen Beginn (man höre sich allein die beiden herrlichen E-Slide-Soli beim starken Titelstück “Love Ain’t Pretty” und bei “A Little Right Now” an), kommt mit dem Billy Joel-Piano-mäßigen “One Good Move” und dem Southern Rock-Dampfer „I Ain’t“ sowie dem beschwingten “Another Song About You” erstmals Schwung in die Scheibe.

Wunderbar das mit typischen 90er Synthie- und E-Gitarrenflair bedachte “When Love Ain’t Love”, das auch aus der damaligen Fleetwood Mac-Phase stammen könnte. Heartland-Noten haben das folkige “Back In My Life Again” oder auch das ‚Simple Minds-/U2- goes Country‘ umwehte „“Down The Road“, das nicht nur von Eric Paslay mitgeschrieben, sondern auch am Mikro begleitet wird. Der unbeschwerte Schunkler „Make You Happy“ lässt momentan unweigerlich den Wunsch nach wärmeren Temperaturen aufkommen.

Mit den wieder ruhigeren “Willing To Try” (wunderbare Country-Storytelling-Ballade), „Maybe I’m Alright” (grandios bluesige Killer-Ballade. gesanglich  im Stile von Marc Broussard oder Michael Mc Donald und mein Lieblingstrack der CD) sowie dem erneut sehr melancholischen “Somewhere In The Sunshine” als Schlusspunkt, der nochmals seine gesamte vokale Bandbreite beinhaltet, entlässt uns Charles Esten und verbreitet viel Vorfreude auf seinen, demnächst im Mai wieder anstehenden Auftritt in Köln, sofern er dann eine richtige Band im Rücken haben sollte.

Charles Estens neues Werk „Love Ain’t Pretty“ somit in wenigen Schlagworten zusammengefasst: Pretty Damn Music!

Eigenproduktion (2024)
Stil: New Country

Tracklist:
01. Love Ain’t Pretty
02. A Little Right Now
03. One Good Move
04. In A Bar Somewhere
05. I Ain’t
06. Another Song About You
07. When Love Ain’t Love
08. Candlelight
09. Back In My Life Again
10. Make You Happy
11. Willing To Try
12. Maybe I’m Alright
13. Down The Road (feat. Eric Paslay)
14. Somewhere in the Sunshine

Charles Esten
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Lime Tree Music

Uncle Lucius – Like It’s The Last One Left – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Eine kreative Auszeit von fast 5 Jahren hat sich die Band Uncle Lucius aus Austin, Tx., genommen, um ihr aktuelles Album “Like It’s The Last One Left” auf den Weg zu bringen. Das vorläufige Abschlusskonzert fand 2018 vor ausverkauftem Haus in der berühmten, fast 150 Jahre alten, Gruene Hall in New Braunfels, Tx. statt. Hier haben bereits u. a. Willie Nelson, Gregg Allman und ZZ Top gespielt.

Mit den Longplayern “Something They Ain’t” (2006), “Pick Your Head” (2009) und “Live At The Saxon Pub” (2010) konnte die Gruppe durch ihren Alt-Country und rough Roots-Blues-Stil und Ansätzen von The Black Crowes oder den Black Keys, eine breite Fangemeinde erobern. Der Bekanntheitsgrad wuchs mit dem Album “And You Are Me” (2012) und dem Signature-Song “Keep The Wolves Away” weiter kontinuierlich, sodass die Recording Industry Association of America den Titel 2021 mit Platin auszeichnete.

Das Musikvideo wurde in 10 Jahren über 140 Mio. mal aufgerufen. Der Song thematisiert die schwierige Lebenssituation von Bandleader und Sänger Kevin Galloway nach einem tragischen Arbeitsunfall seines Vaters und traf damit den Nerv US-gesellschaftlicher Realität – eine Hymne über soziale Verantwortung, Ungleichheit und Durchhaltevermögen.

8 Jahre nach dem Studiowerk “The Light” (2015) feiern Uncle Lucius ihr Comeback. Die erste Single “Keep Singing Along” ist mit dem funky Refrain “just keep singing”, der Einstieg in die bewährte Vielseitigkeit ihres handcrafted Sounds – 10 Songs, geschrieben vom Ex-Bassisten und jetzigen Produzenten Hal Jon Vorpahl. In “All The Angelenos” schießen Uncle Lucius sarkastisch gegen sogenannte “Carpetbagger”, abwertend für Parteikandidaten, die in einem anderen Bundesstaat gewählt werden möchten. Der stampfende, alternative Rock “Civilized Anxiety” berichtet von einer Besorgnis und düsteren Lebensstimmung in der Heimatstadt der Band.

Das experimenteller Road-House-Blues auch Gospelklänge verträgt, zeigt die Geschichte vom “Holy Roller”, während sich “I’m Happy” als etwas ungewöhnliche Tex-Mex-Melodie präsentiert. Die eigentlichen Southern Ursprünge der Band werden hingegen bei “Trace My Soul” wiederbelebt. Dabei passen auch klassische Sound-Elemente in die musikalische Landschaft der Texaner: ein mit Streichern unterlegter “Tuscaloosa Rain” entwickelt Burt Bacharach Orchester-Erinnerungen, die in aller Breite nochmal bei der Americana-Hymne und letzten Nummer der Scheibe “Heart Over Mind” in besonderer Schönheit auffallen.

Die Austin-Band Uncle Lucius hat nach längerer Pause mit “Like It’s The Last One Left” zu ihrem Roots-Country-Americana zurückgefunden und innovative musikalische Pfade eingeschlagen. Insgesamt ist dabei eine Produktion herausgekommen, die verschiedene Stilrichtungen abwechslungsreich miteinander kombiniert. Uncle Lucius befinden sich derzeit auf US-Tournee und liefern bereits einen vielversprechenden Vorgeschmack auf Live Performances in Europa.

Boo Clap Records/Thirty Tigers (2023)
Stil: Americana, Country

Tracks:
01. Keep Singing Along
02. Civilized Anxiety
03. All The Angelenos
04. I’m Happy
05. Tuscaloosa Rain
06. Love In Kind
07. Holy Roller
08. Draw The Line
09. Trace My Soul
10. Heart Over Mind

Uncle Lucius
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Chris Stapleton – Higher – CD-Review

Seit seinem Schwenk vom erfolgreichen Songlieferant für das ‚Who Is Who‘ der Neshville-New Countrymusiker-Elite (u. a. George Strait, Kenny Chesney, Tim McGraw, Luke Bryan), über zwei eher bedeutungslose Bandbeteiligungen (The SteelDrivers und die Southern Rock-Combo The Jompson Brothers) zum eigenständigen Solo-Interpreten, ging es für den aus Lexington, Kentucky, stammenden Chris Stapleton nur noch hoch hinaus.

Ab seinem Debütalbum „Traveller“ im Jahr 2015, das sofort bei den ACM-Awards abräumte, hat Stapleton quasi mit jedem neu erscheinenden Werk quasi den Platz an der Pole-Position der Billboard Country-Charts abonniert. Auch „Higher“, soviel kann vorweg genommen werden, dürfte in dieser Hinsicht keine Ausnahme bilden.

Wieder mal liefert der Protagonist mit 14 Tracks einen üppigen und hochklassigen Longplayer, der von Dave Cobb, Morgane Stapleton und ihm selbst produziert und im RCA Studio A in Nashville aufgenommen wurde. Neben ihm (Gesang, Akustikgitarre, E-Gitarre, Slide-E-Gitarre) sind auf dem Album auch Cobb (Akustikgitarre, E-Gitarre), J.T. Cure (Bass), Paul Franklin (Pedal Steel), Derek Mixon (Schlagzeug), Morgane (Hintergrundgesang, Synthesizer, Tamburin) und Lee Pardini (Orgel, Klavier) instrumentell involviert.

Allein schon die beiden southern-umwehten E-Gitarren-Soli (zunächst Slide im Mittelteil und konventionell im Ausklang) beim melancholischen Country-Opener „What Am I Gonna Do“ lassen den Rezensenten ins Schwärmen geraten. Auch das im Anschluss folgende „South Dakota“ ist eindeutig Stoff für Southern Rock-Liebhaber.

Der Star des Albums ist die außergewöhnliche Stimme Stapletons, die man wirklich unter Millionen sofort heraushört. Dieses Pfund weiß der für seine Effizienz bekannte Star Producer Dave Cobb natürlich zu nutzen und hat das musikalische Drumherum, das man hier auch durchaus als vielschichtig bezeichnen kann,  dementsprechend einfühlsam angepasst.

So gibt es auf dem Country-Fundament neben Southern Rock-Ingredienzien auch blues-soulige- („Think I’m In Love With You“, „Loving You On My Mind“) und folkige Elemente („The Bottom“, „Mountains Of My Mind“) zu bestaunen. Herrlich, wenn Chris bei manch tollen Songs wie z. B. „Loving You On My Mind“ oder dem grandiosen Titelstück „Higher“ von seiner rotzig frechen Stimme teilweise spielend leicht in kreischende Falsetto-Sphären umschwenkt.

Was mir auf diesem Werk besonders gut gefällt ist, dass durch viele Tracks ein Hauch von bekannten Stücken weht, die aber tatsächlich nur in der Assoziation hervorgerufen werden. Das atmosphärische „The Fire“, das von Fleetwood Mac-Flair durchzogen ist oder das fulminante „White Horse“, das an große Clapton-/Winwood-Zeiten erinnert, dienen als Paradebeispiele.

Daneben gibt es viele kleine Country-Ohrwürmer mit weinender Steel und schönen Harmoniegesängen von Ehefrau Morgane wie „Trust“ (mit wunderschönem Text), „It Takes A Woman“, „The Day I Day“ oder „Weight Of Your World“. Etwas aus dem Rahmen fällt eigentlich nur der finale Track „Mountains Of My Mind“, wo Stapleton lediglich zur Akustikgitarrenbegleitung singt. Hört sich wie eine Art Demosong an, der noch auf weitere instrumentelle Ausfeilung wartet, aber natürlich zum Schluss nochmals Chris‘ exquisite Stimmkunst besonders unterstreicht.

Am Ende stellt sich mir nach dieser beeindruckenden CD eigentlich nur die Frage, ob der mehrfach Grammy- und Award-gekrönte Chris Stapleton, der eh schon ganz oben im New Country-Olymp steht, mit „Higher“ noch höher hinaus kann. Sein Anspruch in dieser Hinsicht ist hier jedenfalls omnipräsent. Ein ganz heißer Kandidat bei mir für das Album des Jahres.

Mercury Records Nashville (2023)
Stil: New Country

Tracks:
01. What Am I Gonna Do
02. South Dakota
03. Trust
04. It Takes A Woman
05. The Fire
06. Think I’m In Love With You
07. Loving You On My Mind
08. White Horse
09. Higher
10. The Bottom
11. The Day I Die
12. Crosswind
13. Weight Of Your World
14. Mountains Of My Mind

Chris Stapleton
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Universal Music Group

Exile – A Million Miles Later – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Mit dem neuen Studiowerk “A Million Miles Later” feiert die US-Country Rock-Band Exile ihr 60-jähriges Bestehen. Exile? Ja, es ist wirklich die Band, die 1977 mit dem Titel “Kiss You All Over” einen Billboard Platz 1 belegte und die ebenfalls in Europa und insbesondere in Deutschland (u. a. 1978 mit “You Thrill Me”) erfolgreich war. Bei uns weniger bekannt sind allerdings die 10 Number-One-Hits von Exile in den US-Country-Charts, z. B. “Woke Up In Love” (1983), “Crazy For Your Love” (1984), “Hang On To Your Heart” (1985), “It’ll Be Me” (1986) – um nur einige zu nennen – sowie viele weitere, höhere Platzierungen in den Folgejahren bis 1991.

Die Single “Rough Around The Edges”, ein schneller Gitarren- und Piano- lastiger Country Rock spricht für die unveränderte Leidenschaft der Band, das “Geburtstagsalbum” mit 15 Eigenkompositionen und einer Cover-Version zu performen. Mit dem eigentlichen Opener “A Million Miles Later” beginnt der Mid-Tempo Country-Sound der Scheibe und variiert in schöner Abwechslung southern-gefärbte Klänge (“Too Far Gone”), lockere Refrain-Melodien (“Daydreamin’”) oder auch einfühlsame slow-acoustic Nummern (z. B. “Valentine Sky”).

Ganz wie in den besonders erfolgreichen Country-Charts-Zeiten prägen die lässig-entspannten Stücke (“Nothin’ But A Thang”), die unterschiedlichen Gute-Laune-Songs – vom Americana Country “Paint The Town” bis zum Sonnenschein-Reggae “This Ain’t Nothin’“ – die bleibenden Eindrücke der Produktion. Über den akustischen Gospel-Country-Track “Down In Cool Water” – in Begleitung der in Tennessee sehr bekannten Musikgruppe The Isaacs – findet der Longplayer abschließend relaxt den Weg zur Cover-Version von “Sixteen Tons”, dem legendären Tennessee Ernie Ford-Klassiker aus dem Jahre 1955.

Das Anniversary-Album “A Million Miles Later” der tatsächlich bereits 1963 in Richmond, Kentucky, formierten Band Exile verbindet ihren über lange Zeit beliebten Country-Rock-Sound mit neuen Einflüssen. Und so feiert Exile ein rundes Jubiläum mit einer äußerst erfreulichen Bilanz, die mit einem zwinkernden Blick vor allem auf die erfolgsverwöhnte Bandhistorie in den 80ern nostalgische Züge nicht verbergen kann.

Clearwater Records (2023)
Stil: Country Rock / New Country

Tracks:
01. A Million Miles Later
02. Too Far Gone
03. After You
04. Daydreamin‘
05. Keep On Pushin‘
06. Valentine Sky
07. Nothin‘ But a Thang
08. Paint The Town
09. This Ain’t Nothin‘
10. Rough Around The Edges
11. Nothing But Sunshine Now
12. Never Lets Go
13. Down In Cold Water
14. Just To Get Home
15. Sugar Free
16. Sixteen Tons

Exile
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Pam Jackson – Dream A Little Bigger – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Die “grüne Insel” ist weltweit bekannt für ihre musikalische Tradition. Die Wurzeln der ursprünglichen, irischen und hierzulande häufig nur als Folklore bekannten Musikszene reichen dabei weit darüber hinaus und begründen eine Reihe eigener Genres. Zu dieser typischen, irischen “Roots-Music” gehört ganz natürlich der Bereich der Country Music, der dort eine Award-gekrönte Liga bespielt.

Seit über einem Jahrzehnt zählt die Sängerin Pam Jackson zu den beliebtesten Country-Künstlerinnen Erins, wie die Insel im Gälischen heißt. Die 1977 geborene Dublinerin wurde bereits im Jahr 2010 als “Best New Female Country Artist” ausgezeichnet und hat nun ihr neues Album “Dream A Little Bigger” vorgestellt. Die Scheibe verdient es von Anfang an, an diesen etwas größeren Traum des Album-Titels gemessen zu werden und dieser hält, was er verspricht.

Die Track-Liste startet mit der Klavier-Ballade “A Line In A Song”, einer herrlichen akustischen Harmonie aus zarten Lyrics und Pam Jacksons überragendem Stimmvolumen, das gleich danach beim folgenden Titel-Song unmittelbar erkennen lässt, was mitreißender Country Rock in Erinnerung an vergangene, rockige Country-Jahre bedeutet. Die weiterhin beachtliche Abfolge ausdrucksstarker Balladen-Titel (wie “Last Love Standing”, der Country-Hymne “Stay”, oder der Abschieds-Story “A Plane To Miss”) wechselt mit hervorragend dargebotenen, schnellen Rock-Songs (so z. B. “Every Other Woman”, dem Rock’n’Roll-Track “Fly On The Wall” oder dem Ohrwurm-Highlight “Web Of Lies”).

“Dream A Little Bigger” ist ein “traumhaftes” Gesamtwerk, das verschiedene Stilrichtungen kunstvoll zusammenfügt und traditionelle Sounds neben Modern Rock und Old-School-Kompositionen wirken lässt. Auch wimmernde Steel- und Fiddle-Sounds, wie bei “Bad Taste” und “Unlove Me” wurden nicht vergessen. Zwei Cover-Versionen, zum einen der Eddy RavenKlassiker “I Got Mexico” und zum Abschluss der Reba McEntireHit “Angel On My Shoulder”, runden die empfehlenswerte Scheibe stilsicher ab.

Pam Jackson, die mehrmals die “Hot Country Music Award Show” im irischen TV moderierte und ihre eigene Radiosendung (“Jackson’s Jamboree”) präsentierte, hat zusammen mit Produzent David Arkins ein Award-verdächtiges 13-Track-Album aufgenommen. Nach ihrer umjubelten EP “Let The Healing Start” (2019) bewegt sich Pam Jacksons irische Country-Music mit „Dream A Little Bigger” auf dem hohen Niveau der US-amerikanischen Konkurrenz.

AGR Television Records (2023)
Stil: Country

Tracks:
01. A Line In A Song
02. Dream A Little Bigger
03. Last Love Standing
04. Stay
05. A Plane To Miss
06. Every Other Woman (Every Other Man)
07. Fly On The Wall
08. Web Of Lies
09. The Most
10. I Got Mexico
11. Bad Taste
12. Unlove Me
13. Angel On My Shoulder

Pam Jackson
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