Cross Canadian Ragweed – Live and Loud at Boone Pickens Stadium – LP-Preview

Cross Canadian Ragweed zählten viele Jahre zu einer der führenden Acts der Red Dirt-Szene, besonders zu deren absoluten Hochzeiten Anfang der 2000er Jahre. Und es sind tatsächlich schon wieder 15 Jahre her, seit man sich trennte und Leader Cody Canada mit seinen The Departed-Musikern (u. a. mit Seth James ein neues Projekt in Angriff nahm. Diese Band durfte ich mal vor ganz vielen Jahren im kleinen Kölner Blue Shell Club mit vielleicht gerade mal 100 Gleichgesinnten sehen.

Bei der Reunion-Show von Cross Canadian Ragweed sprechen wir jetzt allerdings von ganz anderen Dimensionen. Die fand letztes Jahr im altwürdigen Boone Pickens Stadium in Stillwater, Oklahoma, mit vielen illustren Gästen statt. Und da fanden  gleich vier hintereinander ausverkaufte Gigs mit insgesamt ca. 180.000 Zuschauern statt.

Dazu gibt es jetzt den entsprechende Live-Mitschnitt, der nur auf Vinyl veröffentlicht wird. Brandy Reed von der betreuenden RPR Media-Agentur, zu der ich schon seit vielen Jahren Kontakt habe, war so nett und hat mit vier Songs vorab in digitaler Form als Preview zukommen lassen. Sobald das physische Teil bei uns eingetroffen sein sollte, wird es dann ein komplettes Review geben.

Die vier ausgewählten Stücke machen auf jeden Fall schon richtig Spaß und lassen besonders auch live erahnen, warum sich die 1994 gegründete Band so großer Beliebtheit erfreute. Zum aktuellen Line-up zählen Cody Canada (lead and occasional backing vocals, lead guitar, harmonica), Randy Ragsdale (drums, percussion), Grady Cross (rhythm guitar, backing vocals), Jeremy Plato (bass, backing and occasional lead vocals) sowie Graycie York, als Tour-Backgound-Sängerin.

Das rockige „Anywhere But Here“ und der Ohrwurm „17“ (unter gesanglicher Mitwirkung von Jason Boland und dem Publikum) stammen beide vom dritten, nach sich selbst-benanntem Album aus dem Jahre 2002. Besonders bei „17“ weiß man am Ende, wie ein ausverkauftes Stadion zum Brodeln gebracht wird.

„42 Miles“ ist von „377 Highway“ aus dem Jahr 2001, hier singt New Country-Star Dierks Bently mit Cody Canada im Duett. Last but not least  lässt man es mit dem Stampfer „The Deal“ vom vierten Studioalbum „Mission California aus dem Jahr 2007 (mit schöner Wah-Wah-E-Gitarre und dem typisch energiegeladenen, pumpenden Bass von Plato) ordentlich krachen.

Selten habe ich mich als großer Fan der Red Dirt-Musik so gefreut wie über das Comeback von Cross Canadian Ragweed. In wenigen Wochen wird es auch noch das neue Studiowerk von Wade Bowen, einem weiteren Star der Szene, geben, Vielleicht gibt es ja wieder so etwas, wie eine kleine Renaissance. Obwohl ich eher ein Verfechter von Musik auf CD bin, kann ich es kaum abwarten, die LP in den Händen zu halten. Wie oben erwähnt, folgen dann noch die restlichen Eindrücke.

Eigenproduktion (2026)
Stil: Red Dirt Rock

01. Anywhere But Here
02. 42 Miles
03. The Deal
04. 17

Cross Canadian Ragweed
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RPR Media

Sean Webster Band – 20.08.2026, Backyard Club, Recklinghausen – Konzertbericht

Premiere für das SoS, beziehungsweise auch mich, im Backyard Club in Recklinghausen. Klemens Kübber, in Blues-/Blues Rock-Kreisen eine jahrzehntelange geschätzte Koryphäe in Sachen, Wissen, als auch Organisator und Vermittler zwischen Künstlern, Locations und auch Medienleuten, hatte mich überzeugt, noch den Weg, von der Arbeit in Essen aus, in die westfälische Metropole anzutreten.

Nach vielen vielen Jahren Engagement im urigen topos in Leverkusen und dem damit verbundenen Jazz Lev. e.V., ist er nach 46 Jahren im Rheinland zurück in seine Heimatstadt Recklinghausen gekehrt und hat mit dem Backyard Club (sehr gut an die Autobahn A2 angebunden, leicht zu finden, reichhaltiges Parkplatzangebot in der direkten Umgebung), ausgelegt auf circa 80 Besucher,  ein weiteres kleines Schmuckstück in sein ‚Portfolio‘ dazu geholt.

Der Club passt ideal für Acts, die sich vielleicht vor einer längeren Tour nochmal unter Echtbedingungen einspielen möchten, mal zwischendurch Termine im Kalender in der Woche frei haben, sich noch im Geheimtippmodus befinden, oder auch, oft zu Unrecht, noch nicht der ganz große Zuschauermagnet in hiesigen Gefilden sind. In dieser Hinsicht hat Klemens schon unzählige Male sein feines ‚Näschen‘ bewiesen und Klasse-Acts an Land gezogen.

Die Sean Webster Band, eine der für mich besten zeitgenössischen europäischen Blues Rock Bands, die ich zuvor bis dato schon zweimal live erlebt hatte (u. a. mal auf einem Rheindampfer) bot sich an diesem lauen Abend für eine Stippvisite förmlich an, Sie ist momentan im Begriff, ihr aktuelles starkes Album „Light A Day“ ans Publikum heranzuführen.

Demnach stieg das Quartett, bestehend aus Leader Sean Webster  und seinem niederländischen Begleittrio Floris Poesse, Axel Zwinselman und dem jungen Rob van de Linde (Webster lebt ja auch in Holland) mit dem Opener vom aktuellen Werk „Since I Met You“ folgerichtig in den Gig ein. Der Song beinhaltete eigentlich schon alles, was Sean und seine Gefolgschaft ausmacht; Klasse Melodie, eine energiegeladene Rhythmussektion, Zwinselmans gefühlvolle Keys als Unterfütterung und Websters ‚Mörder‘-Gesangsorgan (Joe Cocker lässt grüßen) in Kombination mit seinem filigranen Les Paul-E-Gitarrenspiel, seine charismatische als auch sympathische Präsenz inbegriffen.

Es wurde letztendlich knapp zwei Stunden in zwei Sets gespielt. Während im ersten Set mehr der Fokus auf  dem neuen Album lag (u. a. mit weiteren Tracks wie „Forever Young“, „Carried Away“ oder „Always Gone“) stand Set 2 mehr im Zeichen die Stimmung  peu à peu zu maximieren, was auch unter anderem mit dem ‚Klassiker „Here Me Now“ (mit Leisespielphase im E-Gitarren-Bridge) und dem überragenden Abschluss „Light A Day“, dem Titelstück vom aktuellen Longplayer, mit einer tollen lautstarken Gesangsinteraktion zwischen Webster und Audienz, bestens gelang.

Die fälligen Zugaben konnten nach dieser stimmungsvollen Publikumsgesangsleistung nicht abgeschlagen werden und so gab es zunächst das melancholische „Your Eyes On Me“ (Webster und Zwinselman allein ohne die Rhythmusleute) und am Ende das feurige „The Heart That Never Waits“, inklusive eines launigen ‚Frage-Antwort‘-Duell zwischen Websters E-Gitarre und Zwinselmans Keys. Kurz nach 22 Uhr verabschiede die begeisterten Anwesenden die Protagonisten des Abends.

Und selbst der ebenfalls schier begeisterte Hausarzt von Klemens, der auch zufällig das erste Mal den Club besuchte, musste eigestehen, dass kaltes Bier trinken, in Kombi mit guter Live-Rockmusik in schöner Umgebung und netten Leuten, vermutlich mehr hilft, als so manche Dauermedikationen als vermeintliche Hoffnungsträger fürs Körper- und Seelenheil…

Line-up
Sean Webster – Lead vocals, electric guitar
Rob van de Linde – Drums, vocals
Axel Zwinselman – Keys
Floris Poesse – Bass

Text und Bilder: Daniel Daus

Sean Webster Band
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m2-music
Backyard Club Recklinghausen

Grace Potter – Trespasser – CD-Review

Review: Michael Segets

Grace Potter ist durch ihre Single-Erfolge „You And Tequila“ sowie „Wild Child“, die sie zusammen mit Kenny Chesney feierte, in Country-Kreisen bekannt. Darüber hinaus erregte sie als Grace Potter And The Nocturnals Aufmerksamkeit. „Trespasser“ ist ein Rockalbum, auf dem nur bei einzelnen Titel wie „War On The Mountain“ Country-Einflüsse durchscheinen. Das episch angelegte Stück gehört allerdings ebenso wie das kräftig losrockende „Ride Or Die“ zu den Highlights des Albums.

Aber auch sonst hat Potter auf dem neuen Longplayer einiges zu bieten. So ist der Opener „Main Street U.S.A.“ in seiner Gradlinigkeit ein guter Roots Rocker im mittleren Tempobereich. Die beiden bereits im Vorfeld veröffentlichten Singles „Love Me Not“ und „Run Baby Run“ verbindet ein leicht poppiger Einschlag. „Run Baby Run“ punktet dabei mit einem eingängigen Refrain. Bei „Love Me Not“ legt Potter etwas Soul in ihre Stimme. Potter ist stimmlich sowieso stark. Auf „The Voice“ spielt sie diese aus und wird hier zusätzlich durch einen Background unterfüttert.

Bei einigen Titeln ist die Rhythmusarbeit besonders auffällig, wie etwa beim schon erwähnten „Love Me Not“ oder bei „Lost Café“. In das letztgenannte Stück baut Potter einen seltsamen Part ein, der andere Kritiker möglicherweise begeistern wird, bei mir aber dazu führt, dass ich mich mit ihm nicht anfreunden kann. Ähnlich ergeht es mir mit dem Titeltrack, der sich als eine Art dystopischer Blues charakterisieren lässt. Durch mehrmaliges Hören gewinnt hingegen „Gasoline“ mit seiner Retro-Atmosphäre. Auf dem Song beweist Potter nochmal ihr Format als Sängerin, die sowohl die vorwärtsgehenden als auch die sanften Töne beherrscht. Ruhiger, aber intensiver Gesang prägt schließlich die Ballade „Belong“, die durch Orgel und Chor gospelige Züge trägt.

Der Longplayer wurde mit verschiedenen Bandbesetzungen aufgenommen. Benmont Tench (Tom Petty And The Hearbreakes) oder Tim Deaux (Kings Of Leon) stehen auf der Liste der Mitwirkenden. Potters Lebensgefährte Eric Valentine (Queens Of The Stone Age, Weezer, Slash) produzierte das Album.

Zwischen dem rasanten Einstieg und dem gemessenen Abschluss des Werks nimmt Grace Potter die Zuhörenden auf eine Art Roadtrip mit, bei dem im Mittelteil nicht jede Zwischenstation überzeugt. Dennoch lohnt es sich, bei „Trespasser“ einzusteigen, da durchaus Attraktionen am Wegesrand der Reise liegen, die man mitnehmen sollte. Selbst ist Potter in diesem Jahr noch mit Chris Stapleton und der Zac Brown Band unterwegs.

Mother Road Records – Thirty Tigers/Open(2026)
Stil: Rock

Tracks:
01. Main Street U.S.A.
02. Ride Or Die
03. Love Me Not
04. Gasoline
05. Run Baby Run
06. Lost Café
07. Trespasser
08. The Voice
09. War On The Mountain
10. Belong

Grace Potter
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Wayward Saints – Survivor – EP-Review

Southern-rockige Klänge aus Kanada sind bis dato im SoS eher rar gesät. Das Aushängeschild mit nennenswertem Bekanntheitsgrad sind bisher eindeutig The Sheepdogs, dann kommen vielleicht noch The Commonors, aber dann fängt schon das große Überlegen an.

Jetzt gesellt sich mit den Wayward-Saints, bestehend aus Lindsay Coleman (Lead vocals), Darren Flower and Justin Bennett (beide Electric guitar), Bil Bertram (bass) und Dylan Beneteau (drums) ein vielversprechendes Quintett dazu.

Das hat 2025 mit der EP „Survivor“ eine erste starke Duftmarke gesetzt. Die Band benennt ihre Einflüsse mit Acts wie Humble Pie, The Allman Brothers, Faces, and The Rolling Stones, gemixt mit einer Dosis des guten alten Stadion Rocks.

„Mit „In The Wild“ geht es nach atmosphärischem Intro auch gleich wild los, ein zünftiger Hard Rock-Song mit southern-trächtigem E-Gitarren-Solo. In eine ähnliche Richtung geht es bei „Got To Give In“ weiter. Center-Track und demnach auch genau richtig in der Mitte platziert ist das packende „Flags Of Red„, wo Lead-Sängerin Lindsay Coleman erstmals ihre variable, charismatische Stimme so richtig in die Waagschale werfen kann.

„Pay No Mind“ ist wieder von der zünftigeren Southern Hard Rock-Sorte (klasse hier der freche Wechselgesang von Coleman mit dem Harmoniegesang der Kollegen im Refrain), den tollen Abschluss bildet das Titelstück „Survivor“, das durch die Einbindung von Violinen- und Piano-klängen (gespielt durch die Gastmusiker Katie Kaufman und Greg Brisco) eine countryeske Note a là Marshall Tucker Band erhält.

Die Saints arbeiten zur Zeit an ihrem Debüt-Longplayer bei dem der JUNO Award-nominierte Produzent Ross Hayes Citrullo und der Grammy-nominierte Mastering Engineer Joao Carvalho, die auch auf dieser EP schon eifrig mitmischten, wieder mit von der Partie sein werden.

„Survivor“ von den Wayward Saints ist tatsächlich Stoff für Liebhaber der o. a. Interpreten, wobei mir weitere Bezugsgrößen wie Lynyrd, Skynyrd, Molly Hatchet, AC/DC, Led Zeppelin, The Quireboys, The Georgia Thunderbolts oder Dirty Honey ebenfalls noch in den Sinn kommen. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Eigenproduktion (2025)
Stil: Southern Rock / Hard Rock / Classic Rock

Tracklist:
01. In The Wild
02. Got To Give In
03. Flags Of Red
04. Pay No Mind
05. Survivor

Wayward Saints
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The Lucky Ones – Prodigals And Vagabonds – EP-Review

Review: Michael Segets

Anfang dieses Jahres hatte Paradiddle Records ein beachtenswertes Großprojekt auf die Beine gestellt. Auf der Doppel-CD fand sich eine große Riege im Raum New York ansässiger Musikerinnen und Musikern zusammen, um die Musik von Warren Zevon zu würdigen – unter ihnen Willie Nile, Pete Mancini und Kerry Kearney. The Lucky Ones steuerten eine erdige Version von „Johnny Strikes Up The Band“ zu dem Tribute bei. Nach diesem ersten positiven Eindruck von der Band gab es kein Zögern, als Mike Meehan, der Kopf der Lucky Ones, eine Review-Anfrage zu der aktuellen EP „Prodigals And Vagabonds“ stellte.

Auf der EP finden sich fünf live erprobte Eigenkompositionen. Das erste Stück handelt dann auch von dem Leben auf Tour. „Roadshow“ ist ein runder, unaufgeregter Americana-Song, der von Meehans angenehmer, angerauter Stimme getragen wird. Nach dem erfreulichen Auftakt folgt das Highlight: „Absalom“. Es beginnt mit akustischer Gitarre, eine elektrische Gitarre und Akkorden treten sukzessive hinzu, bevor das Schlagzeug einsetzt. Die ersten Töne von Meehans Gesang erzeugen beim ersten Hören schließlich einen dieser Gänsehautmomente, die sich nicht so oft einstellen.

Das Akkordeon untermalt das anschließende „All Things Great And Small“ stimmungsvoll. Der Song bietet ein schönes instrumentelles Intermezzo, bei dem Gitarrenklänge die Führung übernehmen. Mit der akzentuierten Rhythmusarbeit hebt sich der Titel von den anderen ab. Auch „Mercy Of The Storm“ hat seine eigene Atmosphäre. Der Song ist vom Aufbau sowie Instrumentalisierung makellos und punktet erneut mit dem Intro. Der getragene Gesang, dem der Background noch einen melodramatischen Touch mitgibt, nimmt mich allerdings nicht so mit. Der Gesamteindruck wird durch dieses Detail jedoch kaum geschmälert.

Meehan selbst ist zu Recht besonders stolz auf den poetischen Text des Abschlusstracks „Counting Every Mile“. Als Songwriter hat er nach eigener Aussage von Levon Helm profitiert, mit dem er 2003 auf Tour war. Seit der Bandgründung 2015 schauen The Lucky Ones auf einige EPs und Beiträge auf Compilations zurück. „Prodigals And Vagabonds” macht auf alle Fälle Lust, den Backkatalog zu sichten und mehr von ihnen zu hören.

Vor allem die ersten drei Tracks berühren das für Americana schlagende Herz. Die aktuelle EP von Mike Meehan und The Lucky Ones ist aber durchweg lohnenswert. Melodiöses und dynamisches Songwriting mit poetischen Lyrics, markante Lead Vocals sowie handgemachte Performance fließen zu einem stimmungsvollen Sound zusammen, den man hierzulande weiter westlich als New York verorten würde.

Paradiddle Records (2026)
Stil: Americana

Tracks:
01. Roadshow
02. Absalom
03- All Things Great And Small
04. Mercy Of The Storm
05. Counting Every Mile

The Lucky Ones
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Paradiddle Records

Ferris & Sylvester – It’s A Joy To Be Alive – CD-Review

Als ich 2022 meinen bis dato einzigen Berührungspunkt mit Issy Ferris und Archie Sylvester (alias Ferris & Sylvester) in der Live Music Hall zu Köln hatte, wo die beiden als Support von Larkin Poe fungierten, merkte man schon, dass das Duo nach Mehr als nur zu britischer regionaler Präsenz strebte.

Die beiden sind mittlerweile ein Ehepaar und 2022 während dieser Tour wurde auch ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Und so kam es dann auch. Ihre beiden Alben „„Superhuman* und „Otherness“ erhielten Auszeichnungen und Medien-Lobeshymnen bis über den ‚weiten Teich‘ hinaus.

Nun steht mit „It‘ A Joy To Be Alive“ das dritte Werk am Start, diesmal mit Fokus auf Pop der Sechziger/Siebziger, etwas Soul und Rock. Deutlich erkennbar an den aufwendigen Streicher-Arrangements, die sich durch gleich sechs der insgesamt elf Tracks ziehen („A Joy To Be Alive“,  „The Game „, Tiny Little Love“, „Strange Things“, „Stupid And Young“ und „The Sun Will Shine Again“.  Die meisten enthalten allerdings auch ein schönes E-Gitarren-Solo (klasse vor allem das claptoneske Intermezzo beim abschließenden „The Sun Will Shine Again“).  Hier herauszuheben ist das fast hypnotisch psychedelisch konstruierte „Strange Things“.

Mir persönlich gefallen allerdings die Sachen am besten, die ohne das orchestral anmutende Wirken im Hintergrund auskommen: Das poppige radiotaugliche „Jealous„, das frech, im Stile der Bangles rockende „5.4.3.2.1“,  das soulige Stück mit dem zungenbrecherischen Titel (a là „Fischers Fritze…“) „Peach Tree Street“ (hier ist der singende Archie Sylvester bei Live-Auftritten sicher nicht zu beneiden…), der relaxte „Fishing Song“, als auch das groovig, rockig shuffelnde „Lucky Night“ (mit dezentem Led Zep-Flair).

Ferris & Sylvester vermeiden es auch mit ihrem dritten Longplayer „“It‘ A Joy To Be Alive“, sich in irgendeine Schublade verorten zu lassen. Ausgefeilte Arrangements, eingängige Refrains, schöne Melodien, klasse Gesang (überwiegende Präsenz von Issy Ferris), wie auch perfekt sitzende Harmoniegesänge, einige gelungene E-Gitarren-Soli und viel Abwechslungsreichtum, lassen die o. a. ‚Streicher-Arien‘, auf die ich persönlich verzichtet hätte, insgesamt dann doch verschmerzen.

Archtop Records (2026)
Stil: Pop & More

01. A Joy To Be Alive
02. Jealous
03. The Game
04. Tiny Little Love
05. Strange Things
06. 5.4.3.2.1
07. Peach Tree Street
08. Stupid And Young
09. Fishing Song
10. Lucky Night
11. The Sun Will Shine Again

Ferris & Sylvester
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networking Media

Elizabeth Cook – Great Television – CD-Review

Review: Michael Segets

Elizabeth Cook flog bislang unter meinem Radar. Die aus Florida stammende und in Nashville heimische Sängerin veröffentlichte bereits 2000 ihr erstes Album. Mehreren Folgealben gelang der Sprung in die US-Country-Charts, allerdings ohne dabei absolute Spitzenpositionen zu erreichen. Einige Nominierungen bei den American Music Awards und ein Preis als Outlaw-Sängerin bei den Ameripolitan Music Awards zählen zu ihren Erfolgen. In Musikerkreisen ist Cook etabliert, was ihre vielen Kollaborationen mit namhaften Kolleginnen und Kollegen zeigen. Sie arbeitete mit Rodney Crowell, Don Was, Carlene Carter, Buddy Miller oder Dwight Yoakam zusammen und stand mit Jason Isbell auf der Bühne. Shooter Jennings produzierte „Great Television“.

Einen Karrieresprung bescherten ihr Auftritte in der „Late Show“ von David Letterman. Diese reflektiert Cook heute kritisch im Hinblick auf die Bedeutung, die den Medien in der gegenwärtigen Welt zukommt. Sie schöpft die Inspiration zu ihren Texten aus Geschichten, die kaum mediale Präsenz erzeugen und daher nicht oder nicht mehr erzählt werden. Cook erinnert beispielsweise an ein Unglück, bei dem 1971 in einer Waffenfabrik zahlreiche farbige Frauen ums Leben kamen („Thiokol Tripwire“). Dabei betrachtet sie den sozialen Kontext des Unglücks differenziert und stellt die Bedeutung der Arbeit für die Unabhängigkeit und das Selbstwertgefühl der Frauen heraus.

Cooks Texte erzählen aber auch Geschichten, die einen Bezug zu persönlichen Erlebnissen oder Erfahrungen aufweisen. „The Easy Kind“ zählt dazu. Unter dem gleichen Titel ist kürzlich ein Spielfilm erschienen, der auf ihrer Biographie beruht. Die Lyrics des Longplayers überzeugen und der Aufbau der Songs mit ihrem konsequenten Wechsel zwischen Strophe und Refrain kommt mir ebenfalls sehr entgegen. Als Songwriterin mag Cook in eine Linie mit Mary Chapin Carpenter oder Patty Griffin gestellt werden. Sie hat aber eine größere Affinität zum Rock. Ihr neues Album bewegt sich daher zwischen Americana, modernem Country und Rock.

Unter den ruhigen Beiträgen („In Your Vains“, „Lightly“) sticht „Okeechobee Mud“ heraus. Mit der Single „Sunset Promenade“ gelingt ihr zudem ein wunderbar runder Song, der ins Ohr geht. Country-Fans kommen mit der Ballade „The Easy Kind“ oder dem flotteren „Girls Of Atomic City“ auf ihre Kosten. Die Stimme von Cook ist für dieses Genre wie gemacht. Bei „Razorwire Wall“ wird sie von Evan Felker am Mikro begleitet. Der als zweite Single ausgekoppelte Song bringt etwas Honky Tonk ins Spiel.

Ihre rockige Seite lebt Cook mit „Caldonia And The Love Convoy“ und „19th Nervous Breakdown” aus. Sie bietet hier Rock’n Roll vom Feinsten. Mein Favorit des Albums ist jedoch „Feverfew“. Der Song baut mit den melodiösen Strophen und dem vorwärtsgehenden Refrain einen Spannungsbogen auf, der mich begeistert. Bemerkenswert ist, dass statt dem quasi obligatorischen Gitarrensolo dort eine Orgel zum Zug kommt.

Das aktuelle Jahr hat bereits einige sehr gute Alben hervorgebracht. „Great Television“ gesellt sich zu diesen hinzu. Es hält einige hochkarätige Stücke bereit. Unter den Fittichen von Shooter Jennings legt Elizabeth Cook einen Longplayer vor, der Americana mit rockigem Einschlag und eine gelegentliche Prise Country verbindet.

Agent Love Records – Thirty Tigers/Open(2026)
Stil: Americana, Rock

Tracks:
01. Sunset Promenade
02. Girls Of Atomic City
03. Thiokol Tripwire
04. Okeechobee Mud
05. Razorwire Wall
06. The Easy Kind
07. Caldonia And The Lov Convoy
08. In Your Veins
09. 19th Nervous Breakdown
10. Feverfew
11. Lightly

Elizabeth Cook
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Oktober Promotion

The Anthony Paule Soul Orchestra featuring Willy Jordan – What Can We Do? – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Zählen wir mal durch: Im Innencover sind tatsächlich zwölf Musiker abgebildet – das mit dem Orchester stimmt also schon mal. Der bekannteste davon dürfte auch hierzulande Willy Jordan sein, seit 2022 Sänger des APSO, das 2007 vom Gitarristen und Songschreiber Anthony Paule (69) gegründet worden ist. Jordan hat zuvor unter anderem mit John Lee Hooker und Elvin Bishops Big Fun Trio gearbeitet. Für die beiden Big-Fun-CDs gab’s jeweils eine Grammy- Nominierung.

Anthony Paule selbst hat auch schon mit Van Morrison, Boz Scaggs oder Charlie Musselwhite gearbeitet und ist gleich 20 Mal für einen Blues Music Award nominiert worden, ohne je einen zu gewinnen. So ein BMA ist ja eine Art Gütesiegel. Allerdings kann sich inzwischen ja fast jeder (Blues-)Musiker damit rühmen, so ein Ding gewonnen zu haben oder zumindest nominiert gewesen zu sein.

Dabei ist bei „What can we do?“, dem mittlerweile zehnten Album des Anthony Paule Soul Orchestra, von Blues wenig zu spüren. Der gute Anthony mag zwar neben dem Soul mit Blues aufgewachsen sein. Es dominiert aber, wie der Name schon sagt, Soul – und das auf kraftvolle, mitreißende Art. Das geht gleich los mit dem schwungvollen ersten Song „Still Smellin’ Smoke“.

Beim folgenden „Too Late“ werden Erinnerungen wach an Otis Reddings „I’ve Been Loving You Too Long“ aus dem Jahr 1965. Bei „You Lie Like A Rug“ trifft das zu, was für die Mehrzahl der Titel gilt: Es geht in die Beine. Dabei ist alles modern, schmissig und damit zeitgemäß umgesetzt. Retro-Soul heißt das Schlagwort, das einem neben Otis Redding auch Same Cooke oder Aretha Franklin und phasenweise Wilson Pickett ins Gedächtnis ruft. Selbst Graham Parker lugt das eine oder andere Mal ums Eck.

Und wenn wir gerade bei alten Zeiten sind: Das instrumentale „Bigger Guitar“ ist ein astreiner Boogie-Woogie, womit wir wieder beim Stichwort „tanzbar“ wären. Kraftpaket wird das Anthony Paule Soul Orchestra auch genannt. Es ist aber durchaus angenehm, dass die Instrumentierung mit Saxophon, Trompete oder Posaune zwar üppig ist, aber nicht auf vordergründige Solo-Effekte setzt, die einem das Ohr wegblasen.

Tja, es wird wohl BMA-Nominierung Nummer 21 geben. Auch wenn, noch einmal sei’s gesagt, das Ganze mit Blues (und Rock) wenig bis gar nichts zu tun hat. Aber wer gern auf eine Zeitreise in Sachen Soul mitgenommen wird und sich von treibenden, rhythmusbetonten und von Background-Sängerinnen unterlegten Klängen mitreißen lässt, die nicht jeden Tag irgendwo und irgendwie durch die Gegend dudeln, wird hier gut bedient. Sachen wie dieses merkwürdige „Dai Dai“ haben wir schließlich genug…

Nola Blue Records (2026)
Stil: Soul

Tracks:
01. Still Smellin‘ Smoke
02. Too Late
03. Stranger
04. You Lie Like a Rug
05. Bigger Guitar
06. What Can We Do?
07. Heart Never Says Goodbye
08. Secret
09. If It Ain’t One Thing It’s Two
10. Walkin‘
11. You’re Nobody Till Somebody Loves You
12. Blue Mood Indica

The Anthony Paule Soul Orchestra featuring Willy Jordan
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Shania Twain – Little Miss Twain – CD-Review

Shania Twain zählt zweifellos zum Who Is Who, wenn es um weibliche (New) Countrymusik geht. Ihr Album „Come On Over“  inklusive des Mega-Hits „That Don’t Impress Me Much“ gilt mit über 40 Millionen verkauften Einheiten immer noch als meistverkaufter Longplayer einer weiblichen Künstlerin aller Zeiten. Zu dieser Phase kam es zu einem regelrechten Hype um die Kanadierin.

Es gab aber auch bittere Momente in ihrem Leben wie u. a. der Missbrauch durch den Stiefvater in frühsten Kindestagen, das Ehedebakel mit Robert ‚Mutt‘ Lange oder der Verlust ihrer Stimme im Rahmen einer Borreliose-Erkrankung. Mit ihrem von der Mutter anerzogenen Kämpferherz hat sie all diese Tiefschläge überwunden. Nun lässt sie mit ihrem mittlerweile siebten Album „Little Miss Twain“ erneut aufhorchen und reflektiert hier größtenteils ihre Kindheit in Kanada.

Der Silberling beinhaltet 15 neue Stücke, von denen die Protagonistin 14 selbst- oder mitkreiert hat. Wie sich für eine Interpretin ihres Ranges gehört, wurde durch ihr Label an nichts gespart. Diverse Produzenten (Ammo, Eren Cannata, Justin Tranter, David Paich, Zach Daes, Jeff Gitelman), zig arrivierte Musiker (u. a. Jay Bellrose, Grgg Bissonette, Nathan East, Russ Pahl, T Bone Burnette, Greg Leisz), sowie prominente Gäste wie Tanya Tucker, Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und The War And Treaty  aus diversen Richtungen, machen ihre Scheibe zu dem, wofür sie seit Beginn ihrer Erfolgsgeschichte steht: New Countrymusik mit ergänztem Crossover-Appeal. Und selbst Sohnemann Eja Lange glänzt mit sporadischer Präsenz bei Tracks wie „Right Time“ und „Little Miss Twain“ (Produktion, BGVs).

Wie schon erwähnt, kokettiert Ms. Twain mit den diversesten Stilen, wie u. a. Country, Rock, Pop, Swing, R&B, Westcoast oder Tex-Mex und lässt alles geschickt zusammenfließen. wobei es ihr gelingt, erneut viele markante Refrains, die recht schnell ins Ohr gehen, in den Vordergrund zustellen.

„Right Time“ (mit markantem Banjo) bohrt sich schon direkt nach dem ersten Abspielen ins Langzeitgedächtnis. „Little Miss Twain“ bildet einen Höhepunkt in emotionaler Sicht (hier singt sie im Refrain; „According to my mother, I’m the next Tanya Tucker, I’m gonna be a star, Yeah, I’m gonna be a star“) mit dabei bei den Harmoniegesängen natürlich: Tanya Tucker!

Das dezent swampige „Dirty Rosie“ (mit unterschwelliger CCR-Note) und das atmosphärische „Faded Blue Jeans“ (mit Josh Homme im Background) entpuppen sich als meine persönlichen Favoriten, „Quit My Life“ mit ‚Abba goes Country‘-Charakter hat Hitpotential, die beschwingten  „Scary Little Thing“ und „New Love“ sind weitere ‚Gute Laune-Bringer‘, im Balladenbereich wissen „Problematic“ und „Take It To The River“, unter Mitwirkung des angesagten Erfolg-Duos The War & Treaty, zu gefallen.

Die fünffache Grammy-Gewinnerin Shania Twain bietet mit „Little Miss Twain“ einen bunten Strauß an Musikstilen mit autobiografischem Hintergrund, mit dem sie sicherlich zumindest kurzfristig mal die Dominanz von Ella Langley und Morgen Wallen stören könnte. Gut gemacht, Ms. Twain!

Republic Nashville (2026)
Stil: New Country / Crossover

01. Stranger Things
02. Right Time
03. Little Miss Twain
04. Dirty Rosie
05. Quit My Life
06. Problematic
07. Scary Little Thing
08. I’d Be Loving Me
09. Faded Blue Jeans
10. Northern Town
11. That’s The Money
12. Down The Middle
13. Take It To The River
14. New Love
15. Rock Stars

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Universal Music

Albert Castiglia – Grits & Glory – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Für Albert Castiglia, mehrfacher Blues-Music-Award-Gewinner sowie „Inhaber“ des Nummer-eins-Spots der Billboard Blues Charts und neben Mike Zito ein Teil der Blood Brothers, hat sich mit seiner neuen CD ein Kreis geschlossen.

„Meine Anfänge als Musiker in Chicago und an der Ostküste haben meinen Spielstil und meine Sicht auf den Blues geprägt. Aber gleichzeitig liebe ich das Hin und Her innerhalb des Blues von Amerika nach Großbritannien und wieder zurück – beides hat seinen Einfluss gehabt“, erzählt Castiglia, der Jeff Beck, John Mayall, Eric Clapton oder Jimmy Page zu den (britischen) Musikern zählt, die ihn geprägt haben.

Seinen Einstieg in die Karriere startete er als Mitglied der Tour-Band von Blueslegende Junior Wells. Später entdeckte der in New York als Sohn einer kubanischen Mutter und eines italienischen Vaters geborene Sänger, Gitarrist und Songwriter Blueskünstler wie B.B. King oder Muddy Waters. Während einer Europatournee 2023 entstand die Idee, den traditionellen Blues amerikanischer Prägung mit dem Flair der britischen „Nachkommen“ zu verbinden, um – siehe oben – den Kreis zu schließen. Die legendären Abbey Road Studios in London sollten es sein und wurden es schließlich auch.

„In Amerika herrscht gerade viel Trubel“, sagt der fast 57-Jährige, „ich wollte all dem entfliehen, mir Raum zum Nachdenken zu geben. Die Aufnahmen zu dieser Platte in England haben mir das ermöglicht.“ Der Trubel, die unruhigen Zeiten, das Chaos spiegeln sich auch in seinen Texten wider. Das hört man gleich im ersten Titel „In My America“, wenn Castiglia singt: „Riech den Rauch der brennenden Bücher – die Flammen sind heiß und schlagen höher. Kritisches Denken ist unerwünscht. So war es schon immer in Amerika.“ Aber er wäre natürlich kein „wahrer“ Amerikaner, wenn er nicht auch singen würde: „Alles, was ich kenne, ist Amerika. Ich werde mich für Amerika einsetzen. Das ist mein Recht in Amerika. Denn ich glaube an Amerika.“ Verpackt ist das Ganze in harte, wuchtige, treibende Blues-Rock-Rhythmen.

In diesem Stil geht es weiter, sowohl textlich als auch instrumental. Bei „I’m Afraid To Fall Asleep“ hört sich das zum Beispiel so an: „Letzte Nacht schloss ich meine geschwollenen Augen. Ich hörte das Wiegenlied meiner Mutter. Als ich aufwachte, hatte ich keine Seele. Mein Herz war still, mein Fleisch war kalt. Ich habe Angst, einzuschlafen.“ Sicherlich ein ungewöhnlicher Text, aber allemal besser als ein fortwährendes „Darling, ich liebe dich lalala…“

„Slumlord Billionaire“ ist ein „schleichender“ Blues, dem Albert Castiglias Gitarre den nötigen Drive gibt. Die direkte Referenz an die Abbey Road Studios und die Beatles, die sie bekannt gemacht haben, darf nicht fehlen: „Yer Blues“ passt perfekt ins Bild. Schließlich heißt es, im Original gesungen von John Lennon: „Ich bin einsam, will sterben …

Der Adler pickt mir das Auge aus. Der Wurm leckt meine Knochen“. Albert Castiglia verpackt das Ganze – um im Bild zu bleiben – in einen knochentrockenen Blues Rocker. „Grits & Glory“ ist kompromissloser, authentischer, emotionaler Gitarren-Blues-Rock.

Gulf Coast Records (2026)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. In My America
02. I’m Afraid To Fall Asleep
03. Uncertainty
04. Michigan Avenue
05. Sack The Juggler
06. Slumlord Billionaire
07. The Milk Is Still Good
08. Don’t Burn Down The Bridge
09. When The Coin Came Callin‘
10. Afro Blue
11. Yer Blues

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