Hogjaw, 13.10.2017, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

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Nach dem, so ein wenig noch im Fahrwasser der guten alten klassischen Southern Rock-Zeiten schwimmenden Gig von Skinny Molly am letzten Wochenende, gab es gestern mit Hogjaw einen Abend aus der Abteilung ‚bedingungslose Attacke‘.

Die Band aus Arizona mit ihrem wuchtigen rauschebärtigen Frontmann Jonboat Jones (so in etwa stellt man sich einen typischen Holzfäller vor), Zweitgitarrist Jimmy Rose, dem agilen Derwisch am Bass, Evis DD, und Powertrommler J. ‚Kwall‘ Kowalski, hat sich im Laufe der letzten Jahre hier bei uns eine stetig wachsende Fangemeinde erarbeitet und so durfte sich Kulturrampenchef Pille Peerlings nach einer kleinen Durststrecke in den letzten Wochen, was die Besucherzahlen anging, endlich wieder über ein ausverkauftes Haus freuen.

Im Fokus stand an diesem Abend Hogjaws neues Album „Way Down Yonder“, das vom sehr selbstbewusst auftretenden Quartett natürlich auch ordentlich abgegrast wurde.

Zum Auftakt gab es direkt ein heftiges ‚Brett‘ mit ihrem dafür prädestinierten Opener „Rollin‘ Thunder“,  gefolgt von „Beast Of Burdon (Roll On)“, „Brown Water“ und „Where Have You Gone“.

Für mich ein Highlight des ersten Sets war „North County Way“. Zu meiner großen Überraschung erwies sich hier Jimmy Rose mit einer starken Lead vocals-Performance als ernst zu nehmende Ergänzung/Alternative zu Jonboats insgesamt doch immer sehr hölzern und monoton rüberkommenden, allerdings zum Sound der Band ganz gut passenden, Gesang.

Über „Am I Wrong“, „Build My Pride“,“Back Home Today“ wurde die Pause mit dem grandios gespielten „County Line“ (hier war wirklich alles drin, von Soli, über Twins bis zum obligatorischen langen Finish, was das Southern Rock-Gitarrenherz begehrt) anvisiert. Danach brauchte man dann auch ein kühles Bier!

Die zweite Phase wurde dann mit dem für Hogjaw-Verhältnisse recht ruhigen „The Fog“ begonnen. Aber Tracks wie „Never Surrender“ und „Hells Half“ bliesen dann sofort wieder zum Angriff. Das swampig stampfende Titelstück ihres neuen Werkes „Way Down Yonder“ (toller Song) war beste Absatz-Werbung zum Verkauf des Silberlings.

„Road Of Fools“ (gesungen von Drummer ‚Kwall‘, der insgesamt, vom seinem stetig krachenden Spiel her, fast besser in eine Heavy Metal-Truppe passen würde; etwas mehr Sensibilität würde zum Teil hier dem Sound der Band ganz gut tun), das bärenstarke, episch umwehte „I Will Remain“ und das zu dritt gesungene, überlaut ausgesteuerte, „Redemption“ (war schon grenzwertig, mein linkes Ohr dröhnt jetzt noch) läuteten die ganz heiße Endphase des Gigs ein.

Ihr berühmt berüchtigtes „Gitsum“ (das Video zu kennen, ist vermutlich bei jedem Einstellungsgespräch bei Heckler & Koch oder SIG Sauer ein existenzielles Muss – da verballern die schießwütigen Bandmitglieder in knapp 5 Minuten mit sämtlich erdenklichem Waffen-Arsenal mehr Munition, als ich, während meiner elf Monate in der Sportkompanie). Glück für Pille, dass während der obligatorischen Harmonieparts, nicht noch in die Decke der Rampe geschossen wurde…

Mit „This Whiskey“ von ihrem Debütwerk „Devil In The Details“ gab es dann zum Abschluss des Hauptteils noch mal fulminanten Southern Rock in bester Skynyrd-Tradition. Die frenetisch geforderten Zugaben wurden mit dem rhythmisch rockenden „Fire, Fuel & Air“ sowie dem atmosphärisch servierten „Blacktop“ bestens gekontert.

Fazit: Hogjaw erobern mit authentisch und dynamisch performten Southern Rock die Herzen der Anhänger und und untermauern ihren Status als einer der ‚Rising Acts‘ im Genre.

Line-up:
Jonboat Jones (lead vocals, electric guitar)
Jimmy Rose (electric guitar, vocals)
Elvis DD (bass)
J. ‚Kwall‘ Kowalski (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Kulturrampe Krefeld

Supersonic Blues Machine – Californisoul – CD-Review

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Review: Michael Segets

Hinter Supersonic Blues Machine verbergen sich keine Geringeren als Sänger und Gitarrist Lance Lopez, Bassist Fabrizio Grossi und Schlagzeuger Kenny Aronoff. Für ihr zweites Album „Californisoul“ holten sie sich namhafte Unterstützung u. a. von Billy F. Gibbons, Steve Lukather und Walter Trout.

So viel Prominenz schraubt die Erwartungen natürlich nach oben. Diese werden aber locker erfüllt und die Scheibe kann als ein Referenzpunkt der diesjährigen Veröffentlichungen im Bereich Texas Rock gelten. Von den 13 Tracks mit über 63 Minuten Spielzeit stellt zwar nicht jeder einen Volltreffer dar, aber es findet sich auch kein Totalausfall unter ihnen.

„Californisoul“ ist ein homogenes Werk geworden, das sich überwiegend im Midtempo-Bereich bewegt. Alle Songs sind von den drei Bandmitgliedern komponiert. An den beiden sehr starken „L.O.V.E.“ und „Hard Times“ beteiligte sich Serge Simic am Songwriting. Beim letztgenannten Stück steuert Steve Lukather einige Gitarren-Licks bei. „Broken Heart“ klingt streckenweise nach ZZ Top. Das verwundert nicht, da Billy F. Gibbons an dem Song mitwirkt. „Somebody’s Fool“ mit Robben Ford und „Elevate“ mit Eric Gales überzeugen ebenfalls, wobei die Künste der Gastgitarristen ihren Anteil daran haben.

Steht bei diesen Nummern die rockige Seite des Blues Rock im Vordergrund, schlägt bei „What’s Wrong“ unter der Beteiligung von Walter Trout die Nadel in Richtung Blues aus. Mit „Cry“ findet sich ein weiterer Blues auf der Scheibe, der den vorher genannten an Intensität noch übertrifft, was nicht zuletzt an dem nachdenklichen Text und dem gefühlvollen Gesang von Lopez liegt.

Die weiteren Tracks, ohne die Beteiligung von Gastmusikern, „Bad Boys“, mit kraftvollem Schlagzeug und mehrstimmigen Backgroundgesang, sowie die beiden eher straight gespielten „The Stranger“ und „Thank You“ können sich ebenso hören lassen. Das schwächste Stück auf der CD ist „The One“, das zu glatt und gleichförmig arrangiert erscheint und dessen Chorus deplatziert wirkt.

Das Album wird durch „I Am Done Missing You“ und „This Is Love“ gerahmt, die das gleiche Intro aufweisen. Während sich in das Eröffnungsstück nur zeitweilig ein Reggae-Rhythmus mischt, es aber insgesamt dem Blues Rock verhaftet bleibt, behält der Abschluss das Reggae-Feeling durchgängig bei.

Supersonic Blues Machine legt die Messlatte in Sachen Blues Rock hoch. Diese bleibt aber dadurch zu überbieten, dass einzelne Songs in manchen Momenten zu glatt arrangiert anmuten. Pluspunkte gewinnt „Californisoul“ allerdings durch die abwechslungsreichen Kompositionen, die zudem durch die Handschrift der angeworbenen Größen des Blues Rock aufgewertet werden.

Fabrizio Grossi hatte bei der Produktion eine lange Autofahrt vor dem inneren Auge, wofür der Longplayer bestens geeignet ist: Er verleitet nicht zum Rasen, sondern verführt zum Genießen.

Provogue/Mascot Label Group/Rough Trade (2017)
Stil: Texas Rock/Blues Rock

01. I Am Done Missing You
02. Somebody’s Fool
03. Love
04. Broken Heart
05. Bad Boys
06. Elevate
07. The One
08. Hard Times
09. Cry
10. The Stranger
11. What’s Wrong
12. Thank You
13. This Is Love

Supersonic Blues Machine
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Skinny Molly – 07.10.2017, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Dritter Abend unserer Konzerttriologie an diesem Wochende mit Skinny Molly, einer Band, die natürlich, als lupenreiner Southern Rock-Act, am perfektesten in unser eigentliches Anforderungsprofil passt.

Gegründet einst von Mike Estes (Drivin‘ Sideways, zeitweise Lynyrd Skynyrd/Blackfoot) und dem vor kurzem leider verstorbenen Molly Hatchet-Gitarristen Dave Hlubek, sind sie heute im Quartett, bestehend aus Estes, einer weiteren Southern Rock-Legende, dem Kraftpaket Jay Johnson (Blackfoot, Rossington Band), Luke Bradshaw und dem aus Wien stammenden Christoph Ullmann, der auch schon früher für Blackfoot getrommelt hat, unterwegs.

Das anwesende Publikum an diesem Abend im schönen Musiktheater Piano in Dortmund war mit zwischen 70-80 Zuschauern doch recht überschaubar, die Leute hatten sich aber im Raum recht gut verteilt, sodass es überhaupt nicht trist wirkte.

Kleine Randnotiz: Zur Auflockerung der Stimmung trug vor dem Konzert dann noch ein kauziger Besucher bei, der im Vorfeld des Gigs augenscheinlich erheblich zu tief ins Glas geschaut hatte. Der wankte schon leicht angeschlagen, als die Musiker gerade zur Bühne schritten, vor diese, stellte sich dann quasi vors anwesende Plenum und brüllte mit erhobener Flasche, wie auch später immer mal zwischendurch, erstmal ein lautes ‚Yeah‘, heraus. Das kam aber wohl eher aus erheblich ‚beschwingter‘ Freude heraus, nicht aus irgendeinem Geltungsdrang.

Ich hatte Skinny Molly bisher nur ein einziges Mal zuvor live gesehen und das war vor einigen Jahren in Holland, im Rahmen eines Festivals (was ich aber gar nicht so zur Kenntnis genommen hatte, da ich mich ganz spontan, auf die ‚letzte Minute‘ aufgemacht hatte). Da spielte die Band am Ende als Headliner nach zwei langatmigen, mir nicht zusagenden Voracts, erst gegen 1 Uhr nachts und wurde von mir somit nur sehr ermüdet und angenervt aufgenommen, was demnach also nicht ihrer ordentlichen Leistung geschuldet war.

Umso schöner, dass sich jetzt im geliebten Piano bei ‚voller Konzentration‘ im Rahmen ihrer jetzt stattfindenden ‚Southern Fried World Tour 2017‘, nochmals die Gelegenheit ergab, den Vierer zu begutachten. Estes, Johnson und Co. starteten zum Auftakt mit „Here For A Good Time“, von ihrem, immer noch aktuellen, gleichnamigen Album von 2014. Mike riss am Ende des Liedes eine Saite und schwenkte dann im weiteren Verlauf des ersten Sets (die Pause nutzte er dann zur Reparatur), etwas unplanmäßig, zu einer anderen Gibson Les Paul-E-Gitarre.

Über „Too Much“ von ihrem Debüt „No Good Deed“ und dem Stampfer „After You“ sowie dem Skynyrd-trächtigen „I Don’t Care“ vom Nachfolger „Haywire Riot“ wurde der Cover-Reigen mit Steve Earles „Copperhead Road“ in Gang gesetzt, dem im weiteren Verlauf des Abend noch altbekannte Stücke wie „Wishing Well“ (mit integrierter Vorstellung der Band) , „Train, Train“ (Jay bei beiden mit Lead Gesang, Mitsing-Interaktion), „Dead Flowers“ und meine geliebten „Call Me The Breeze“ und „SHA“ (beide jetzt in der gefühlt 1.000sten Variante gehört…, aber natürlich gut gespielt!) folgen sollten.

Das ebenfalls bekannte „Devil In The Bottle“ (hier aber legitim, da von Estes mitgeschrieben),  „When The Goin‘ Gets Tough The Tough Go Fishin'“, „Me And The Devil Himself“ (atmosphärischer Opener des 2. Sets, Erzählgsang), „Snakebit“ (Mike mit Slide und Anschluss von Jay im Solo-Part), „Two Good Wheels“ und das starke „Better Than I Should“ sowie das von Estes mit einer kleinen Träne der Dankbarkeit im Auge (bezüglich der Treue), der Southern Rock-Fan-Gemeinde gewidmete „For Y’all“ (1. Zugabe), waren die selbst-kreierten Stücke, die mir persönlich im Verlauf des Konzerts am meisten Spaß bereiteten.

Am Ende durfte natürlich „Free Bird“ nicht fehlen, das auch in einer starken Version performt wurde. Jay übernahm die berühmten Rossington-Slide-Parts, und lieferte sich mit Mike (Gesang) im berühmten Finish wüste Duelle, um sich auch kurz in Twins zu ‚vereinigen‘. Hier hatte dann auch die insgesamt stark agierende  Rhythmusfraktion ihren Glanzpunkt, die sich mit kräftigen Mitteln, zur Gitarrenpower von Estes und Johnson gesellte (Bradshaw ließ den Bass ganz hart pumpen und stampfte heftig mit den Füßen, dass man fast Angst bekam, dass er den unter Teppichen verborgenen Bühnenholzboden durchtreten könnte; Ullmann mit deftig polterndem Drumming). Gernot wurde sogar gestattet, aus der Bandperspektive vom hinteren Bühnenteil, zu fotografieren.

Am Ende nach dem Gig gab sich das äußerst sympathische und kooperative Quartett sehr publikumsnah, erfüllte jeden Autogrammwunsch und ließ sich ganz locker für die SoS-VIP-Galerie mit unserer Logotafel ablichten. Mit gutem Gelingen in Richtung der vier Musiker für ihre restlichen Auftritte in Spanien, Frankreich und England und herzlichen ‚Handshakes‘ verabschiedeten wir uns dann zur Rückfahrt in die regnerische Nacht. Auch der dritte Konzert-Abend hintereinander mit gut aufgelegten Skinny Molly hatte sich für uns absolut gelohnt! Tolle Musiker!

Line-up:
Mike Estes (lead vocals, lead guitar)
Jay Johnson (lead guitar, lead vocals)
Luke Bradshaw (bass, vocals)
Christoph Ullmann (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Skinny Molly
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Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

SweetKiss Momma – Get Ready For The Getdown – EP-Review

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Review: Michael Segets

Im Gegensatz zum Vorgänger „What You’ve Got“ finden sich auf der aktuellen EP von SweetKiss Momma „Get Ready For The Getdown“ wieder mehr Southern-Einflüsse. Die neue Scheibe ist zudem deutlich abwechslungsreicher als die vorher veröffentlichte EP aus dem Jahr 2015. Besonders auffällig ist der ausgiebige Einsatz der Keyboards, der sich auf den früheren Scheiben von SweetKiss Momma so nicht findet. Musikalisch erweitert die Band um Kopf und Sänger Jeff Hamel damit ihren Sound, ohne dass ihr Wiedererkennungswert verloren geht.

Temporeich wird die EP von den beiden Rock ’n Roll-Stücken „Old Dry Bones“ und „Go On, Get Off“ eröffnet. Der erste Song kommt schön erdig daher. Jeff Hamel bläst in die Mundharmonika, Aaron Arnold steuert ein Gitarrensolo bei und Tyson Lickert traktiert das Schlagzeug vor allem gegen Ende so energisch, dass alle Rocker ihre Freude haben. Beim zweiten Titel kommt Dan Walker an den Tasten das erste Mal zum Einsatz, wobei die Keyboards dem Song einen vollen Klang geben.

Nach dem bereits sehr gelungen Einstieg folgt mit „Just Have You“ der Höhepunkt des Albums. Hier ist das typische Songwriting von Jeff Hamel durch den Wechsel von Gesang, akzentuierten Gitarrenriffs und kurzen Breaks deutlich erkennbar. Die Instrumentalpassage, unterlegt von einem treibenden Schlagzeug, versprüht ordentlich Southern Rock-Flair.

Eine dunkle Atmosphäre entwickelt „Woman Of Wickedness“ vor allem durch härtere Gitarrenriffs und den durch die Keyboards erzeugten Klangteppich. Spannung wird zudem durch Varianz im Rhythmus aufgebaut. Jake Melius überzeugt dabei am Bass.

„Between The Flood And The Fire“ fängt als Gospel an, bei dem Jeff von seinen Familienmitglieder Kim und JT Hamel unterstützt wird. Danach verliert sich das Stück über vier Minuten in einem unspektakulären Instrumentalgeplänkel.

Mit Ausnahme dieses Tracks sind die einzelnen Songs tolle Nummern, auch wenn sie vielleicht nicht ganz an die Highlights der ersten beiden Longplayer heranreichen. In der Gesamtschau bietet „Get Ready For The Getdown“ – zieht man die fünf Minuten des Abschlussstücks ab – eine gute Viertelstunde Rockmusik, wie man sie von SweetKiss Momma hören möchte.

Die Band aus Seattle nutzt die neue Veröffentlichung, um zum dritten Mal Europa zu besuchen. Die Tour im November und Dezember führt SweetKiss Momma diesmal leider nicht in die Krefelder Kulturrampe, wo sie mich letztes Jahr noch mehr als Daniel begeisterte. Diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, sich an einem vorweihnachtlichen Konzertbesuch zu erfreuen, können sich mit „Santa’s Got Bad Intentions“, einem Track von SweetKiss Momma auf dem Sampler „A Band In Seattle“, trösten.

Eigenproduktion (2017)
Stil: Rock/Southern Rock

01. Old Dry Bones
02. Go On Get Off
03. Just Have You
04. Woman Of Wickednesss
05. Between The Flood And The Fire

SweetKiss Momma
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Black Pike Favorites

Hogjaw, 29.09.2017, Blue Notez, Dortmund – Konzertbilder

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2. Tourtag der Hogjaw-„Way Down Yonder“-Tour im Dortmunder blue notez club. Vor gut gefülltem Haus spielte die sympathische Südstaatengruppe aus Arizona ein tolles Konzert. Bereits nach den ersten Songs war klar, dass es hier heute Abend nur straighten Southern Rock gibt. Es kommt schon sehr homogen daher, was Sänger und Gitarrist Jonboat Jones, Jimmy Rose an der Leadgitarre, Elvis DD am Bass und Kwal, der Drummer an Sound abliefern. Das erste Set endet nach sieben Titeln mit dem Hammersong „County Line“ (inklusiv einem nicht enden zu scheinenden E-Gitarrensolo).

Nach kurzer Pause ging es durch das zweite Set. Ein Kracher folgt dem nächsten. Nach über zwei Stunden plus zweier Zugaben ist Schluss. Ein rundherum zufriedenstellender Gig. Diese Truppe sollte man gesehen haben. Gelegenheit gibt es auf der Tour noch genug. Unter anderem auch in Krefeld!

Line-up:
Jonboat Jones (lead vocals, electric guitar)
Jimmy Rose (electric guitar, vocals)
Elvis DD (bass)
J. ‚Kwall‘ Kowalski (drums)

Text und Bilder: Peter Schepers

Hogjaw
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Teenage Head Music
Blue Notez Dortmund

Robert Jon & The Wreck – Wreckage Vol. 1 – CD-Review

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Die Süd-Kalifornier Robert Jon & The Wreck stehen  in unseren Augen für eine neue junge Generation an Südstaaten-Rockern. Nicht, dass sie dabei das Rad neu erfinden – auch sie bedienen sich natürlich der altbewährten Zutaten – wirken aber viel frischer, kreativer und hungriger als der mittlerweile schwer in die Jahre gekommene Rest der arrivierten Vertreter dieser Zunft.

Mit „Wreckage Vol. 1“, einer Ansammlung von B-Seiten und Outtakes, leisten sie sich jetzt den Luxus, direkt parallel zu ihrem gerade auf den Markt gekommenen neuen Album zur aktuellen Tour (wir haben ja wieder ihr Konzert in der Krefeder Kulturrampe beleuchtet), ihre stetig anwachsende Fanbasis, noch mit weiterem Stoff zu verwöhnen.

Im Gegensatz zu ihren letzten beiden Werken, wo ihre kompositorische und technische Weiterentwicklung deutlich spürbar in den Vordergrund gerückt wurde, erhält man hier, die quasi unbändige Variante der Band, so wie man sie bei ihren mitreißenden Live-Auftritten erlebt.

Die Songs kommen mit ihrem ungeschliffenen Charakter rau und kompromisslos rockend rüber, ja man fühlt sich zum Teil in die frühere analoge Anfangszeit des Southern Rocks zurückversetzt.

Fronter Robert Jon Burrison singt hier regelrecht gegen ein instrumentelles Bollwerk seiner Kollegen an, wobei Kristopher Butcher mit seinen furiosen E-Gitarren- und Slideeinlagen, Steve Maggiora mit variablen Keys (HT-Piano, Orgel, E-Piano) und Andrew Espantman mit seinem wüst polterndem Drumming immer wieder auffällig in Erscheinung treten.

Sämtliche Tracks spielen sich im gehoben Midtempo bis Uptempo ab und haben zum Teil einen dezenten psychedelischen 70er-Touch (u. a. „Water“, „Cry Of Love“). Zeit zum Durchatmen ist so gut wie Fehlanzeige.

Robert Jon & The Wrecks „Wreckage Vol. 1“ ist somit quasi ein schöner Nachspann als auch Goodie  zu ihren starken Konzerten der vergangenen Wochen, sowie dem grandiosen aktuellen Album. Nicht nur aus Vollständigkeitsgründen kann man auch hier bedenkenlos zugreifen, die Jungs bereiten einfach in jeder Hinsicht Spaß und sind immer ihr Geld wert!

Eigenproduktion (2017)
Stil: Southern Rock

01. Rhythm Of The Road
02. Georgia Mud
03. Don’t Let The Fire Burn Out
04. Breaker
05. Back Around
06. Water
07. On The Run
08. Raised By Wolve
09. Breaking Down The Road
10. Let Her Go
11. Cry Of Love
12. Gypsy Of Love

Robert Jon & The Wreck
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Teenage Head Music

Sass Jordan – Support: Chris Caddell And The Wreckage – 15.09.2017, Arnheim, Luxor Live – Konzertbericht

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Ein Gig, auf den ich mich dieses Jahr schon seit längerem gefreut habe, war der von Sass Jordan, die anlässlich des 25-jährigen Jubileums ihres Paradealbums „Racine“  (jetzt zeitgleich neu eingespielt, wieder aufgelegt als „Revisted“-Ausgabe, siehe unsere Besprechung), in Europa tourt.

Die Kinnlade ging natürlich immens runter, als das geplante Konzert im Kölner Jungle Club wegen zu geringem Kartenabsatzes kurzfristig abgesagt wurde. Der deutsche Michel besucht in der Domsadt scheinbar lieber anonyme Kommerz-orientierte Massenveranstaltungen zu horrenden Preisen – Metallica lassen grüßen.

Sounds Of South, das Magazin, das immer auf Zack und flexibel ist, reagierte sofort, und organisierte  in Verbindung mit Brooke-Lynn Promotion noch spontan eine Akkreditierung für den Gig im niederländischen Arnheim, übrigens Gernots und mein erster Auslandseinsatz in Sachen Live-Berichterstattung seit Bestehen dieses Magazins.

An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze für unser Nachbarland brechen. Als Hundebesitzer und demnach passionierter langjähriger Zeeland-Urlauber bewundere ich immer wieder den Sinn für deren Gemeinschaftsleben, die recht entspannt und gebildet wirkenden Menschen, u. a. auch besonders die Pflege der dortigen Infrastruktur.

Das Land scheint nicht von einer, durch eine kleine elitäre geldgeile Klicke, infiltrierten selbstsüchtigen und entrückten Politikerschaft sowie einer weitestgehend unfähigen und nicht belastbaren Beamtenschaft delegiert zu werden. Und so auch in Arnheim: Eine einladende Stadtstruktur, perfekte Straßen, gepflegte Sauberkeit, wohin das Auge blickte, ein durch Elektrobusse befahrener Stadtkern, bezahlbare Parkhäuser (2 Euro für den Abend), dazu eine wunderbar hergerichtete Konzert-Location, eine straffe, freundliche Top-Organisation des Events eingeschlossen.  Der gerechte Lohn: Ein volles Haus (geschätzt etwas mehr als 500 Leute)!

Beim Jordan-Abend wurden direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Kanadierin wurde von Chris Caddell begleitet, der als Vorband mit den beiden anderen involvierten Musikern Cassius Pereira und Derrick Brady, die Gelegenheit erhielt, für sein Solo-Projekt Werbung zu machen.

Das Trio (blues-) und (southern-) rockte mit einer wuchtigen Intensität, wobei sich Caddell  als angenehmer Sänger und starker E-Gitarrist (auch als Slide-Spieler) profilieren konnte. Stücke wie „From The Wreckage“, „Workin'“, „The Rescue“, „Through My Hands“ und die abschließenden „Ohio“ (fette rockige Version zur Freude des Neil Young-Liebhabers Gernot) und „Killing Me“ füllten eine toll performte erste halbe Stunde. Ich habe selten eine so gute Vorgruppe erlebt.

Nach einer halben Stunde Pause in dem eindrucksvoll gestalteten Konzertsaal, den die drei Burschen auch zum Kleidungswechsel nutzten, ging es mit der Protagonistin der Veranstaltung im Quartett weiter.

Schon der Auftakt mit den vier „Racine“-Stücken „If You Gonna Love Me“, „Who Do You Think You Are“, „Where There’s A Will“ und der herrlichen Ballade „Remind Me“ ließ einem wohlige Schauer, den Rücken runter laufen. Das Publikum, wie auch wir beiden, waren absolut begeistert und sofort auf Betriebstemperatur!

Sass Jordan ist einfach eine einnehmende Frontfrau. Für Ihr Alter immer noch toll aussehend, körperlich absolut erstklassig in Form, sympathisch, kommunikativ, dazu diese extravagante Stimme, sowohl zahm wie ein Lamm, aber auch überwiegend kräftig und aggressiv wie ein beute-hungriges Raubtier.

Sass, wie sich ihren Ansagen entnehmen ließ, wohl nicht zum ersten Mal an dieser Stelle auftretend, zeigte sich gut gelaunt, redefreudig, tanzte, gestikulierte, schlängelte mit den Armen, ließ die blonde Mähne wehen und zog mit einem gut ausgewähltem Programm ihres Schaffensspektrums, die Leute über die gesamte Dauer in ihren Bann. Auch hier bewiesen die drei Mitstreiter wieder ihre instrumentelle Klasse (Caddell mit toller Rhythmus-, Fill- und auf den Punkt gebrachter Solo-Arbeit an der E-Gitarre, der ungemein agile Brady mit seinem pumpenden Bass – beide auch mit guten Harmoniegesängen – sowie der heftig polternde Pereira).

Und so schloss sich in einem erstklassigen Wechselbad der musikalischen Gefühle, mit Songs wie „Mobile Again“, „Shuffle“ (herrliches Slide-Solo von Caddell, Schatten-Box-Einlage von Sass am Ende), dem fulminanten „Pissin‘ Down“ (Jordan knurrt regelrecht zum Abschluss des Liedes), dem grandiosen „The Feeling’s Gone“ (Sass mit schrillem Cockerschem Urschrei), dem stampfenden „Ugly“, „Damaged“ und „High Road Easy“, der „Racine“-Kreis des Hauptteils mit dem allseits beliebten „Make You A Believer“, das den Saal in euphorische Sphären bewegte.

Die nicht lange auf sich warten lassenden Zugaben wurden mit einer unter die Haut gehenden Cover-Version vom einstigen Stevie Nicks-Debütwerk „Bella Donna“, „Stop Dragging My Heart Around“ (damals im Duett mit Tom Petty), bei dem Sass und Chris diesmal duettierten, und dem knackigen „So Hard“ zelebriert.

Ein Wahnsinns-Abend, der in allen Belangen überzeugte. Selbst Kollege Gernot, bei dem meine anfängliche Überzeugungsarbeit gefruchtet hatte, war richtig ‚von den Socken‘. Ich bin mir relativ sicher, gestern mit Sass Jordan & Band, das vermutliche Konzert-Highlight des Jahres 2017 erlebt zu haben. Einfach wunderbar!

Danke an Birgit Bräckle von Brooke-Lynn Promotion und SJ-Tour-Manager Wouter Bakker für die verlässliche und spontane Unterstützung.

Line-up Chris Caddell And The Wreckage:
Chris Caddell (lead vocals, electric guitar)
Derrick Brady (bass, vocals)
Cassius Pereira (drums)

Line-up Sass Jordan:
Sass Jordan (lead vocals)
Chris Caddell (electric guitar, vocals)
Derrick Brady (bass, vocals)
Cassius Pereira (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Sass Jordan
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Brooke Lynn Promotion
Luxor Live, Arnheim

Robert Jon & The Wreck – Same – CD-Review

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Robert Jon & The Wreck sind mittlerweile sowas  wie Lieblinge unseres Magazins. Dies beruht allerdings nicht (nur) auf persönlichen Sympathien, diesen Status hat sich die Band in jeder Hinsicht auf ehrliche Weise und kontinuierlich erarbeitet.

Die fünf Burschen aus Orange County, Süd-Kalifornien, schauen unter der Fahne von Teenage Head Musich seit Jahren regelmäßig in Deutschland vorbei und haben sich auf der Bühne zu einer Parade-Southern Rock Band gesteigert, die heute mit keinem noch so berühmten Vertreter des Genres, einen Vergleich zu scheuen braucht. Bestes Beispiel war wieder einmal ihr grandioses Konzert in der Krefelder Kulturrampe vor einigen Tagen.

Aber auch auf kreativer Ebene lassen die Jungs um ihren Fronter Robert Jon Burrison nicht locker. Ihr neues, nach sich selbst benanntes, acht Stücke umfassendes  Werk, begeistert von vorne bis hinten.

Dabei zeigen sie, wie auch schon live in Krefeld, wo sie bereits einen Großteil der Tracks vorgestellt hatten, ein dezent neues Gesicht. Es geht nämlich sehr soulig und funkig zu, auch an weibliche Backgroundgesänge, kann ich mich jetzt zu früheren Zeiten, spontan nicht erinnern. Das an die Allman Brothers angelehnte Grundambiente, bleibt aber natürlich, nicht nur aufgrund Kristopher Butchers Slide-Spiel, omnipräsent.

Launige Stücke wie „Old Friend“, „Let It Go“, „I Know It’s Wrong“ und die fantastisch groovenden „High Time“ (klasse Backgroundvocals von Anesha Rose, plustriges Saxofon von Adrian Olmos) sowie „I Got My Eyes On You“ animieren in den Refrains zum Mitsingen und gehen auch größtenteils direkt ins Tanzbein. Da ging selbst der sonst auf der Bühne etwas introvertiert wirkende Robert Jon Burrison bei der Performance in Krefeld richtig aus sich heraus.

Das achteinhalb Minuten währende, jammige  Instrumental „Witchcraft“ ist zwar letztendlich kein Hexenwerk, allerdings eine würdevolle und stark gespielte Verneigung vor ABB-Stücken wie „High Falls“, „Jessica“, „Pegasus“ & Co., wobei Burrison, Butcher, Magiorra, Pelusi und Espantman ihr filigranes Können ausgiebig darlegen.

Den ruhigen Part auf dieser CD haben die Southern Soul Ballade „Shine On“ und das Veranda-mäßige „Forever Isn’t Long Enough“ inne. Bei letztgenanntem, recht melancholischem Lied (mit schöner Akustikgitarre und entspanntem Slide untermalt) sieht man die Burschen vorm geistigen Auge irgendwo vor einer Südstaaten-Villa relaxt musizieren, wobei Jon zwischenzeitlich genüsslich an seinen obligatorischen Whiskeyglas nippt.

Fazit: Eine erneute, durchgehend gelungene Scheibe von Robert Jon & The Wreck, die zumindest Hoffnung macht, dass die Lücke,  die in Sachen Allman Brothers durch den Tod von Gregg Allman wohl für immer entstanden ist, auch in Zukunft sehr stilvoll mit musikalischem Leben gefüllt wird.

Wer sich von dem famosen Live-Können des Quintetts überzeugen möchte, sollte z. B. die Gelegenheit am 09.09. im Dortmunder Blue Notez unbedingt nutzen!

Eigenproduktion (2017)
Stil: Southern Rock

01. Old Friend
02. Let It Go
03. I Know It’s Wrong
04. Shine On
05. High Time
06. I Got My Eyes On You
07. Witchcraft
08. Forever Isn’t Long Enough

Robert Jon & The Wreck
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Teenage Head Music

Her – Gold – CD-Review

Her

Einen Tag vor Beginn meiner Abreise in den verdienten Urlaub kam noch die neue Scheibe von der mir liebgewonnen Monique Staffile und ihren Kumpanen ins heimatliche Haus getrudelt. „Gold“ heißt das neue Werk und es hat sich ein bisschen was geändert. Aus dem Kollektivnamen HER & Kings County ist nur noch HER übrig, was eine noch stärkere Fokussierung auf die attraktive Frontfrau impliziert. Auch der Musikstil wurde zugunsten einer etwas jüngeren Zielgruppe deutlich mehr in die Breite modifiziert.  Her – Gold – CD-Review weiterlesen

HER – Chain Reaction – CD-Review

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HER, alias Monique Staffile hatte mit ihrer forsch-fröhlich einnehmenden Art, vor allem was ihr Debütalbum „Raise A Little Hell“ und die von uns erlebten Konzerte betrifft (nach dem letzten stand sie uns ja auch noch ganz unkompliziert für ein Interview zur Verfügung), meine Sympathien erobert.

Das sie dabei auch noch klasse aussieht und sich sehr sexy zu präsentieren weiß, hatte da natürlich, bei mir als überaus gefestigtem Mann, gar keine Rolle gespielt. Die Gesamtkonstellation trug aber ohne Zweifel dazu bei, dass ein gewisser imaginärer Kredit aufgebaut wurde.

Nach den beiden letzten Werken „Gold“ und „Revolution„, die eher zum schrillen, provozierenden Pop-Rock tendierten, hatte ich die leise Hoffnung, dass der Nachfolger vielleicht wieder mit mehr Country- und Southern Rock-Komponenten wie beim o. a. Debüt aufwarten würde. Schließlich wohnt die Dame ja in Nashville und wird sich dort wohl kaum ganz dem Spirit der Stadt ganz entziehen können.

Mein stilles Ansinnen wird mit „Chain Reaction“ leider nicht erfüllt. Monique setzt beim neuen, mit elf Songs bestückten Silberling, weiterhin auf, mit kreischender Stimme vorgetragenen, manchmal schon dezent punkig und thrashig verpackten Pop-Rock, der mich ein wenig an unsere gute Nina Hagen, zu Anfangszeiten, nur mit englisch-sprachigen Texten, erinnert.

Mit viel Wohlwollen kann ich noch Tracks wie „Unbreakable (Made Of Stone)“, das mit ein wenig Heart-Flair daherkommt, sowie die beiden Schlussnummern „Sun Goes Black“ (Richtung Robin Beck) und das mit einer Akustikgitarre verzierte „I Swear“, noch als halbwegs passabel bezeichnen. Der Rest der Stücke zerrt auf Dauer doch schon ziemlich an den Nerven.

Produziert hat wieder Caleb Sherman, der natürlich instrumentell und kompositorisch mitgewirkt hat, wie auch die gewohnten Bandmitglieder Brandon Roberts und Brandon Barnes.

Überzeugend lediglich das Coverartwork. Zum Piepen das Bild von der im geblümten Hosenanzug auf einem Rokoko-Sessel sitzenden, zickig dreinblickenden Monique, mit der, mit aufgerichteten gespitzten Lauschern, brav daneben sitzenden Dogge an einer Metallkette.

Somit ist „Chain Reaction“, aus meiner Sicht, nach jetzt drei Alben hintereinander, die mich allesamt nicht vom Hocker gerissen haben, weiterhin eine Kettenreaktion in die falsche Richtung. Zumindest musikalisch gesehen. Aber letztendlich wird Monique selbst am besten einzuschätzen wissen, was sie weiterbringt.

Ich persönlich bleibe dabei, ein Schwenk zurück in Richtung „Raise A Little Hell“ würde der Band sicherlich gut tun. HER und ihre Begleiter werden übrigens Mitte September auch live zu ein paar Konzerten wieder in Deutschland präsent sein.

India Records (2017)
Stil: Rock / Pop

01. Rock With Me
02. Chain Reaction
03. Taking Up Space
04. Say What Ya Man
05. Futuristic Frequency
06. What Do You Want
07. Unbreakable (Made Of Stone)
08. Seriously
09. Three Things For The Highway
10. Sun Goes Black
11. I Swear

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