Dana Fuchs – 10.06.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Mit einer guten Viertelstunde Verspätung betrat das Line-up der wild-gelockten Dana Fuchs  gestern Abend zum Wochenausklang die Bühne des Musiktheaters Piano, um schwerpunktmäßig in einem überzeugendem Konzert, ihr gerade erschienenes Album „Love Lives On“ der versammelten Blues Rock-Gemeinde zu präsentieren.

Nach Orgel-Intro von Nicola Venturine und einem ersten E-Gitarren-Solo ihres kauzigen Mitspielers Jon Diamond, kam dann auch die Protagonistin die Stufen heraufgeschwungen, um mit „Ready To Rise“ einen furios rockenden Opener abzuliefern. Zum folgenden, mit ein wenig Janis Joplin-Flair umwobenen „Callin‘ Angels“ stieg dann auch ihre klasse plusternde Bläserfraktion mit ein.

Mit „Nobodys Fault But Mine“, dem einzigen Coverstück des Gigs, inklusiv langem Saxofon-Solo, verbeugte sich der temperamtvolle weibliche Irrwisch ehrfurchtsvoll vor Otis Redding. Klasse auch der soulige Schunkler „Sittin‘ On“ mit starker Orgel-Passage von Venturine. Vor „Faithful Sinner“ berichtete die aus einer kinderreichen Familie stammende New Yorkerin von ihrem schwierigen Verhältnis zu ihrem Vater, der dann eine entsprechend emotionale Gesangsperformance mit ihrer rauen Röhre folgte.

Das Memphis-soulig rockende „Sad Solution“ stand danach im Zeichen des starken Gitarristen Jon Diamond, der zwei starke Soli auf seiner Telecaster abfeuerte. Ein Beweis für die vielseitige Show war dann auch „Sedative“ mit seinem Tex-Mex-Flair. Herrlich hier Diamonds Bariton-Spiel und Mariachi-artigen Bläser-Fils.

„My Way Back“ erledigten Jon (an der Akustikgitarre) und Dana im Duo, wobei auch ihr Engagement für eine Organisation namens The JED Foundation zur Sprache kam, die sich um selbstmordgefährdete Menschen kümmert. Nicht ohne Grund, sie selbst hatte zwei Fälle in ihrer Familie zu beklagen. Zum zunächst reduziert beginnenden „Battle Lines“ schnappte sich Dana dann die Akustikklampfe, eine schöne 70ies-Ballade im Joplin-/The Band-Stil, die im Verlauf vom gesamten Line-up zu Ende gespielt wurde.

Ganz stark danach kam „Nothin‘ On My Mind“, bei dem Nicola Venturine seine Honkytonk-Klimperqualitäten am Piano offerierte. Das southern rockige „Backstreet Baby“ mit wüst slidendem Diamond war natürlich besonders nach unserem Gusto. Hätten Skynyrd nicht besser bringen können.

Mit „Long Long Game“ setzte das Septett zum Ende des Hauptteils allerdings noch einen oben drauf. Hier konnte die Rhythmusfraktion glänzen. Walter Latupereissa spielte sein grandioses Bass-Solo, als wenn er eine E-Gitarre in der Hand hätte und auch Piero Perellis Drum-Künste waren nicht von schlechten Eltern. Das Stück endete dann schließlich mit einem furiosen Diamond-Solo, samt voluminöser Bandsoundunterlegung (Bläser), als die Fuchs schon die Bühne verlassen hatte.

Als erste Zugabe gab es das melodische Titelstück des neuen Werkes „Love Lives On“, um zum endgültigen Finale eines schweißtreibenden Sonntag-Abends mit „Same Sunlight“ nochmals, fast wie bei „Long Long Game“, bei ausgelassener Stimmung des Publikums, das ganz große Soul Blues Rock-Besteck rauszuholen. Insgesamt eine famose Vorstellung mit einer alles gebenden Fronterin Dana Fuchs und ihrem tollen Begleit-Ensemble im Musiktheater Piano!

Line-up u. a.:
Dana Fuchs (lead vocals, percussion, acoustic guitar)
Jon Diamond (electric guitar, acoustic guitar, vocals)
Nicola Venturine (keys)
Walter Latupereissa (bass, vocals)
Piero Perelli (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Dana Fuchs
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Musiktheater Piano
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Chris Thompson – 07.06.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Wann hat man mal die Chance, einem der besten britischen Rockmusiksänger, quasi ganz entspannt von Auge zu Auge bei einem Konzert, fast direkt gegenüber zu stehen? Es sind diese herrlichen, mit viel Liebe geführten Clubs, wie u. a. das von uns immer wieder gerne besuchte Musiktheater Piano, die solche Erlebnisse möglich machen.

Kein geringerer als Chris Thompson hatte mit seiner starken norwegischen All Star-Begleitcombo, bestehend aus Mads Eriksen, Frank Hovland (Programm 81/82), Gunnar Bjelland, und Zsolt Meszaros (On The Rise) in Dortmund bei schwül-warmen Temperaturen, Halt gemacht und für ein gut besuchtes Haus gesorgt.

Es gibt neben den für mich existenziellen Southern Rock-Alben natürlich auch einige britische LPs wie u. a. die Debüts von den Dire Straits und David Gilmour, Eric Claptons „Backless“, Peter Greens „In The Skies“ oder  Bad Companies „Desolation Angels“, die Ende der Siebziger Jahre meine, in jungen Jahren, gerade noch in den Kinderschuhen befindliche Plattensammlung, mit Leben zu füllen begannen.

Mit dabei ebenso das vermutlich kommerziell erfolgreichste Werk der Manfred Mann’s Earthband, „Watch“, mit den Hits „Martha’s Madman“, „Mighty Quinn“ und „Davy’s On The Road Again“, die nicht zuletzt wegen der markanten Stimme des Fronters Chris Thompson ihre unvergessliche Note erhielten.

Ab 1983 hatte dieser, parallel zu einigen Ausstiegen und Wiedereintritten in die beliebte Band des Südafrikaners, mit dem Aufbau seiner Solo-Karriere begonnen und seither auch regelmäßig Tonträger veröffentlicht.

An diesem Abend im Piano präsentierte er in einem zweieinviertel-stündlichen, begeisterndem Gig ein buntes Gemisch aus der MMEB-Phase, eigenen Kompositionen und einigen weiteren markanten Coverstücken bekannter Interpreten, die das sattelfeste Publikum in prächtige Stimmung versetzte.

Der Bandleader ist stimmlich immer noch in bester Verfassung und bot auch an der Gitarre dem, in bester quirliger Melodic Rock-Manier zaubernden Wizard Mads Eriksen Paroli (auch mit schönen Twin-Parts, Eriksen mit vielen starken, teils hymnischen Soli). Dazu brillierte er beim blues-rockigen „Whole Lot To Give“ an der Mundharmonika.

Keyboarder Gunnar Bjelland sorgte mit Piano-, Orgel- und Synthie-Klangteppichen für das progressive Moment in dem insgesamt gekonnten Potpourri aus AOR, Classic-, Melodic-, Mainstream-, Blues- und Country Rock-Ingredienzien (letzterer ganz dezent bei „Woe Is Me“). Meszaros und Hovland (auch mit ein paar Harmoniegesängen) sorgten für ein energiegeladenes und souveränes Rhythmussegment.

Die absoluten Stimmungshöhepunkte bildeten natürlich wie üblich die allseits bekannten Klassiker wie „Spirits In The Night“, „Don’t Kill It Carol“, „Blinded By The Light“, „For You“, sowie die bereits oben erwähnten „Martha’s Madman“ und „Mighty Quinn“ (furios performt), allerdings meist in sehr schön vom Original modifizierten und ausstaffierten Versionen. Mein persönliches Lieblingsstück des Abends war jedoch das E-Gitarrenlastige und sehr knarzig rockende „One Man Mission“.

Als Lohn für das euphorische Mitsingen der Audienz in den Interaktionsteilen (Thompson war sichtlich angetan und betonte, dass er unter solchen Umständen immer noch gern ein bisschen mehr arbeiten würde), gab das völlig durchgeschwitzte Quintett noch  The Voice“ (ja eher bekannt durch John Farnham, aber von Thompson mitgeschrieben, als erste Zugabe) und Davy’s On The Road Again“ (2. Zugabe) zum Besten.

Fazit: Mal wieder ein nostalgischer, als auch musikalisch hochwertiger Abend im Musiktheater Piano zu Lütgendortmund. Für Gernot und mich, die weder Chris Thompson noch die Manfred Mann’s Earthband bis dato live erlebt haben, erneut ein wichtiges Mosaiksteinchen mehr in unserer Konzertbesuchsvita. Danke an Jenny Dore und Thomas Falke für die gewohnt nette Aufnahme.

Line-up:
Chris Thompson (lead vocals, guitars, harp)
Mads Eriksen (electric guitar, vocals)
Frank Hovland (bass, vocals)
Gunnar Bjelland (keys)
Zsolt Meszaros (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Chris Thompson
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Gwyn Ashton & The Born-Again Sinners – 28.04.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Der im Ruhrgebiet scheinbar eher unbekannte Gwyn Ashton machte im leider wenig besuchten Musiktheater Piano Halt, um sein aktuelles Album „Solo Electric“ vorzustellen. Dabei ist der in Wales geborene, schon in der Kindheit nach Australien ausgewanderte Ashton, kein Newcomer im Musikgeschäft. In den 80er Jahren spielte er im Vorprogramm von Rory Gallagher, dessen Wege er später auch immer wieder kreuzte. So spielte er 2001 in der Band of Friends zum Gedenken an den leider zu früh verstorbenen Iren.

Daraus entstand auch eine Zusammenarbeit auf Ashtons Longplayer „Fang it“, wo ihn Gary McAvoy am Bass und Brendan O’Neill an den Drums begleiteten beide uns bestens bekannt durch ihren Auftritt im Schwarzen Adler vor geraumer Zeit. Auf weiteren Platten spielten Musikgrößen wie Ted McKenna oder auch Don Airey als Studiomusiker mit, was auf die Qualität Ashtons schließen lässt.

Pünktlich um 20:30 betrat Ashton alleine die Bühne, um nur mit einer Bassdrum und verschiedensten Gitarren, Nomen est Omen, die aktuelle Platte „Solo Electric“ in einem etwa 45-minütigen Set vorzustellen. Sehr schnell sprang der Funke des gut gelaunten Ashton, der sich nicht von der geringen Resonanz beirren ließ, auf die Besucher über. Er zeigte seine spielerische Bandbreite mal slidend, mal bluesig oder rockend.

Mit einem Augenzwinkern sagte er, dass er gezwungen wäre, jede Gitarre zu benutzen, da diese sonst beleidigt wären. Dies wurde dann auch in die Tat umgesetzt. Somit zeigte er nicht nur, welche Gitarren er besitzt, sondern bewies auch, dass er jede einzelne bespielen kann. Das Reißen einer Seite (verbunden mit dem Einspannen einer neuen), nutzte er um die Zuschauer kurzweilig zu unterhalten.

Nach einer etwa 15-minütigen Pause betrat Ashton dann, begleitet von seiner Band Chris Sharley an den Drums und Peter ‚Boom Boom‘ Beulke am Bass, die den ersten Set aus dem Publikum betrachtet hatten, die Bühne, um für noch einmal knapp 75 Minuten, seinen Powerblues hinzulegen. Dabei gab er seinen beiden Mitstreitern, wie es bei den guten alten Rockbands Gang und Gebe ist, die Möglichkeit, ihre spielerische Klasse in längeren Soli zu beweisen.

Neben Eigenkompositionen der letzten Jahre streute er auch einige Coverstücke ein. Wie schon im Vorfeld beschrieben, war fast durchgehend der Bluesstil der Generation Gallagher zu spüren und die Stimmung im Publikum war bestens, da sie große Gitarrenkunst geboten bekamen. Der auf einem großen Bild neben der Bühne hängende Jimi Hendrix, hätte mit Sicherheit auch seine Freude an dem Treiben auf der Bühne gehabt.

Wer Spaß an bluesrockender Gitarrenspielkunst hat, dem sei der Besuch bei einem der Konzerte von Gwyn Ashton angeraten. Es bleibt zu hoffen, dass Ashton, wenn er noch einmal im Musiktheater Piano auftritt, von mehr Livemusikliebhabern empfangen wird. Er aber auch das Piano, das als Veranstalter wie immer ein guter Gastgeber war, hätten es mit Sicherheit verdient. Noch einmal herzlichen Dank an Jenny Dore für die Akkreditierung und an alle wie immer freundlichen Mitarbeiter.

Line-up:
Gwyn Ashton (lead vocals, electric guitar)
Peter ‚Boom Boom‘ Beulke (bass, vocals)
Chris Sharley (drums, vocals)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Gwyn Ashton
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Musiktheater Piano
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Sari Schorr & The Engine Room, 22.04.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Schade, obwohl Sari Schorr und ihre Begleitband The Engine Room vor gut einem Jahr an gleicher Stelle hier im Musiktheater Piano zu Dortmund einen tollen Gig hingelegt hatten, war auch diesmal das Zuschauerinteresse deutlich steigerungsfähig. An der geänderten Besetzung ihrer Mitstreiter wird es wohl kaum gelegen haben.

Auch wenn Gitarrenhexer Ines Sibun samt der anderen Kollegen komplett nicht mehr vertreten war, hatte sich das New Yorker ‚Cowgirl‘, wie sie sich vor „Oklahoma“ selbst betitulierte, mit Bassist Mat Beable (Stevie Nimmo, Ben Poole), Drummer Roy Martin (Snowy White, Robert Palmer, Jimmy Barnes, Patricia Kaas), Singer/Songwriter/Gitarrist Ash Wilson und Ex-King King-Keyboarder Bob Fridzema, ebenbürtige Manpower als Ersatz in den ‚Maschinenraum‘ geholt.

Aber zunächst sah es so aus, als wenn Piano-Chefin Jenny Dore einen großen Coup gelandet hätte, als zwei Musiker schon um 19:15 Uhr, sich auf den beiden bereitgestellten Stühlen niedergelassen hatten. Waren Justin Timberlake (schien maskenbildnerisch, um vermutlich nicht gleich erkannt zu werden, alterstechnisch etwas modifiziert) und Chris Stapleton extra nach Dortmund gereist, um ihren aktuellen Megahit „Say Something“ im Piano zu performen?

Na ja, ganz so war es dann doch nicht, Spaß beiseite, es handelte sich um die beiden Bremer Blues-Musikanten Frank Rihm (Gesang und Harp) und den rauschebärtigen Michael Dühnfort (E-Gitarre), die in der Tradition des einstigen US-Harmonika-Spezialisten Little Walter, für knapp 20 Minuten, Stücke wie u. a. „Just Your Fool“ zum Besten gaben und somit die Wartedauer zwischen Einlasszeit und Beginn des Schorr-Gigs kurzweilig verminderten.

Pünktlich um 20:00 Uhr (vorbildlich, die Zuschauer brauchten erst garnicht, wie bei so manchen anderen Acts, mit den Hufen zu ’schorren’…) fand sich der Hauptact, zunächst ohne Sari, auf der Bühne ein, die dann aber schon kurz danach in schwarzer Rocker-Kluft (ihr darunter liegendes T-Shirt zierten die Worte ‚Lipstick & Diamonds & Champagne & Rock’n’Roll‘), beim starken Opener zur „Revolution“ bat. Ash Wilson führte sich direkt mit einem schönen Southern Rock-mäßigen Solo auf seiner schneeweißen Duesenberg-E-Gitarre ansprechend ein.

Mit dem atmosphärischen „Damn Your Reason“ und dem Blues-Stampfer „Demolition Man“ rückte neben Saris Röhre auch Fridzemas gurgelndes Orgelspiel mehr in den Fokus. Toll die Version des eher durch Bad Company bekannt gewordenen Klassikers „Ready For Love“, bei der die Schorr natürlich ihre vokale Stärke wie einst Paul Rodgers perfekt ausspielen konnte.

Nach bereits angeführtem, groovig-souligen „Oklahoma“ (mit toller Instrumentalpassage und Tanzeinlage von Sari) und dem rockigen Aufguss vom Willie Dixon-Blues-Schinken „I Just Wanna Make Love To You“, konnte Ash Wilson bei „Peace And Love“, neben seinen vielen quirligen und knarzigen Gitarrenkünsten, auch am Front-Mikro überzeugen.

Nicht fehlen im Programm darf natürlich die entschleunigte Version des Ram Jam-One Hit Wonder „Black Betty“. Das kräftige „Kiss Me“, die emotional besungene Barroom-Ballade „Ordinary Life“ und das oft gecoverte „Rock’n’Roll“ von Led Zeppelin (Fridzema mit HT-Piano) hielten den Unterhaltungswert weiter auf hohem Niveau.

Mit dem krawalligen „Maybe I’m Foolin‘“ gab es einen ersten Ausblick auf neues Schorr-Material, ebenso wie bei „I Thank You“ (erinnerte an Sachen von Robin Beck), das als erste Zugabe spontan eingestreut wurde. Zuvor hatte das famose „Ain’t Got No Money“ (samt Vorstellung der Band) den Hauptteil beendet. „Aunt Hazel“ eines der naturgewaltigen Highlights ihres momentan immer noch aktuellen Werkes „A Force Of Nature“ bildete dann das endgültige Finale.

Als sich das Piano zu lichten begann, hatten wir noch kurz die Gelegenheit, mit Bob Fridzema über die Beweggründe seines Ausstiegs bei King King zu sprechen (er möchte in Zukunft zeitlich und musikalisch flexibler agieren können), als auch ihn, Sari, das Bremer Duo und Jenny Dore mit unserem Logo abzulichten. Somit ein runder, musikalisch intensiver und überzeugender Abend mit Sari Schorr & The Engine Room, der wieder jede Menge Spaß gemacht hat. Also, liebe Leute, beim nächsten Mal gibt es absolut keine Ausreden mehr – Hingehen!!!

Line-up:
Sari Schorr (lead vocals)
Mat Beable (bass)
Roy Martin (drums)
Ash Wilson (electric guitar, vocals)
Bob Fridzema (keys)

Bilder: Gernot Mangold
Bericht: Daniel Daus

Sari Schorr
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Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

Jetbone – 20.04.2018, Blue Notez, Dortmund – Konzertbericht

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Als Jetbone um 20:30 Uhr die Bühne im Blue Notez betreten, fühlt man sich nicht nur modisch in die 1960/70er Jahre versetzt. Weite Schlaghosen, Hüte, lange Haare und aufgeknöpfte Hemden sind das Markenzeichen ihres originellen Hippie-Styles. Frontmann Gustav Sjödin begrüßt das Publikum in Dortmund mit einem fröhlichen „Welcome to this magical evening“ und mit dieser anspruchsvollen Ankündigung sollte er in den nächsten 80 Minuten voll und ganz Recht behalten. Das Konzert ist zugleich eine inoffizielle Release-Party zu ihrem dritten Studioalbum „Come Out And Play“ (VÖ. 20.04.). Dass sie jetzt beim skandinavischen Ableger des Major-Labels BMG unter Vertrag sind, sieht man schon am selbstgestalteten Tourbus, mit dem die jungen Schweden aus Sundsvall angereist sind und auf dem in großen Lettern der Bandname hervorsticht.

Das Stones-rockige ʹ60s Triple aus „Chickadee“, „Don’t Hold Me Back“ und „Are You Ready?“, alles Songs vom neuen Album, lässt die kühlen Temperaturen im Konzertkeller schnell ansteigen. Gitarrist Sebastian Engberg hat sogar schon ein paar lässige Keith Richards-Moves verinnerlicht. Der angekündigte Road-Song „It’s So Hard“ verbreitet sofort ein relaxtes Eagles-California Feeling, im leider etwas spärlich besuchten Blue Notez Club. Die Southern-Rock-Hymne „Woman“, vom Vorgängeralbum „Magical Ride“ (2015), ist deutlich an Lynyrd Skynyrd angelehnt und legt einen ähnlich explosiven und fulminanten Schlussspurt hin, wie „Free Bird“. Das folgende „Let’s Get It On“ erweitert Jetbones musikalische Bandbreite um einen Blues-Rock Song, der nicht nur textlich an T.Rexʹ „Get It On“ anknüpft.

Einen Genrewechsel vollziehen sie mit dem auf über zehn starken Minuten ausgedehnten Medley Lovelight/Mixed, der sich zuerst zu einem rockigen Jam-Track, mit Bass-, Gitarren- und Keyboard-Solo aufbaut und dann in eine wilde Soul-Nummer, mit Tanzeinlage des Bassisten und Leadsängers, im Stile der Blues Brothers, abdriftet. Hard-Rock, der selbst Robert Plant zu exzentrischen Jubelschreien bringen würde, wird auf „Lady“ („a song about an evil woman“) zelebriert.

Nach dieser wilden Konzertstunde gab es zunächst einmal entschleunigende, Klassik angehauchte, Keyboard Klänge, die alleine von Rasmus Fors vorgetragen wurden. Aber dieses Solo war nur das Intro zur großartigen Rock-Ballade „Road In The Sky“, zu der die Band dann wieder vollzählig auf der Bühne performte. „Fifth Time Loser“, ebenfalls von Magical Ride und der Titelsong vom neuen Album „Come Out And Play“ spiegeln erneut Stones Klassiker (u.a. „Rocks Off“) wieder und besonders COAT ist Stadion-Stones-Sound at its best!

Nach dieser hitzigen Show waren lautstarke Ovationen natürlich vorprogrammiert und ohne Zugaben wären die Jungs auch nicht mehr aus dem Club gelassen worden. Das nachfolgende, selbstgeschriebene Rhythm & Blues Stück „Everybody Needs Somebody To Love“, zeigte noch einmal das gesamte, künstlerisch-qualitative Repertoire der Band und mit „Shine On“ ging ein kurzer, aber dafür begeisternder Konzertabend zu Ende. Die Songs des neuen Albums verbreiten eine ansteckende Live-Atmosphäre und könnten ihre Wirkung auch in größeren Locations entfalten. Hier war jede Menge Spiellaune der Band mit dabei und eine grandiose Bühnenperformance.

Wer auf junge, zielstrebige, authentische und professionelle mit Leidenschaft verkörperte Rockmusik steht, sollte Jetbone auf keinen Fall verpassen. Noch hat man die Gelegenheit, sie auf den „kleinen“ Konzertbühnen zu erleben. Auf „Are You Ready?“ singen sie „Talkinʹ bout a revolution“. Reden sollte man ÜBER Jetbone!!! Als Rock-Revolution vielleicht noch nicht, aber mindestens als Live-Rock-Sensation des Konzertjahres 2018. Alter Schwede! Das war ein Konzert der Extraklasse.

Line-up:
Gustav “Gurten” Sjödin (lead vocals, bass)
Alin Riabouchkin (guitar, vocals)
Sebastian Engberg (guitar, vocals)
Rasmus Fors (keys)
Albin Linder (drums)

Bilder: Peter Schepers
Bericht: Stephan Skolarski

Jetbone
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Blue Notez Dortmund

Savoy Brown – 01.04.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Kein April-Scherz, Savoy Brown um ihren Mastermind und Blues Rock-Urgestein Kim Simmonds, traten gestern Abend am 01.04.2018 wahrhaftig im Dortmunder Musiktheater Piano auf. Dort sind sie schon diverse Male im Laufe der Zeit präsent gewesen, von daher durften sich die Geschäftsführer der Location, Jenny Dore und Thomas Falke, über einen sehr guten Besuch freuen.

Via Ruf Records war mir letztes Jahr ihr aktuelles Album „Witchy Feelin‘‚“ zugesandt worden. Es zählte für mich zu einer der großen positiven Überraschungen in 2017, da ich – Asche auf mein Haupt – die Band zwar kannte, aber nie mal intensive Berührungspunkte mit ihr hatte. Von daher war ich gespannt, wie die Studiosongs live auf der Bühne rüberkommen würden.

Der nach wie vor agile, mittlerweile 70-jährige Bandleader (manchmal ein bisschen sympathisch schusselig wirkend) spielte sich an der Seite seiner starken Mitwirker Pat DeSalvo am Bass und dem Kraftpaket Garnet Grimm am Schlagzeug, zum Einstieg erstmal mit dem Uralt-Instrumental „Getting To The Point“ seine, noch im weiteren Verlaufe, stark beanspruchten Finger ein wenig warm.

Kims Haupt-Arbeitsgerät bei diesem Gig war eine dunkelgrüne DBZ-Gitarre, die einen herrlichen schweren, knarzenden Sound bei seinen unzähligen, filigranen und quirligen Soli hervor brachte.

Mit „Why Did You Hoodoo Me“ und dem swampigen „Livin‘ On The Bayou“ gab es dann die ersten Tracks aus „Witchy Feelin‘, die live ebenfalls ein Genuss waren. Erinnerten mich in ihrer Art an den guten alten Tony Joe White. Mit dem grandiosen „Poor Girl“ (im Instrumentalteil dezent an „Jessica“ von den Allmans erinnernd) vom „Looking In“-Album (1970) ging es weit zurück in die Vergangenheit.

Das Instrumental „Cobra“ von der 2014er Ruf-Scheibe „Goin‘ Down To The Delta“ diente als Vorbote für „A Hard Way To Go“ und „Needle And Spoon“, zwei weitere Klassiker, die Simmonds dem damaligen Ursprungssänger der Stücke, Chris Youlden, widmete.

Leider war der anschließende „Memphis Blues“, bei dem der Protagonist, erstmals seine Slide-Künste offerierte, das einzige weitere neue Lied vom aktuellen Longpayer, der spielstarken Vorstellung des Trios tat es aber keinen Abbruch.

Der claptoneske wunderbare Slowblues „Where Has Your Heart Gone“ würdigte den ebenfalls anwesenden Thomas Ruf und seine  Verdienste um den zeitgenössischen Blues Rock,  bevor der atmosphärisch ratternde „Hellbound Train“ (Kim mit Harp-Einlage), „Wag Dang Doodle“ (launiger Boogie) und der herrliche Countryrock-Schunkler „Tell Mama“ (Simmonds zum einzigen Male eine Gibson Les Paul ‚beslidend‘) den wie im Fluge vergehenden Hauptteil ausklingen ließen.

Im Zugabenteil konnten zunächst vornehmlich DeSalvo und Grimm mit beeindruckenden Soli beim „Louisiana Blues“ (Simmonds guckte sich das Ganze genüsslich auf einem Hocker sitzend an) erneut ihr Können präsentieren, um beim finalen tempogeladenen „Boogie“ nochmals im Kollektiv zu glänzen.

Eine bärenstarke Vorstellung von Savoy Brown im Musiktheater Piano zu Dortmund. Ein krönender Abschluss einer intensiven und erlebnisreichen Woche für uns mit gleich vier Konzerten innerhalb von sechs Tagen!

Line-up:
Kim Simmonds (lead vocals, electric guitar, harp)
Pat DeSalvo (bass, vocals)
Garnet Grimm (drums, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Musiktheater Piano
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Ruf Records

John Illsley – 15.03.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Das war doch mal eine dicke Überraschung! Als Gernot und ich uns, aus rein nostalgischen Gründen, auf den Weg ins schmucke Musiktheater Piano in Dortmund gemacht hatten, war die Erwartungshaltung bezüglich des anstehenden John Illsley-Konzerts, relativ entspannt, was da wohl auf uns zukommen würde.

Dire Straits, bei denen John ja mit die treibende Kraft neben Mark Knopfler war, haben uns natürlich seit frühster Jugend auf unserem musikalischen Weg begleitet (ihr Debüt kam damals bei meinen LP-Käufen so ziemlich direkt nach der ‚Grundausstattung‘ mit Lynyrd Skynyrd– und Allman Brothers-Scheiben). Wir beide hatten die Briten allerdings nie live erlebt und freuten uns einfach mal, die Songs auf der Bühne leibhaftig präsentiert zu bekommen.

Da Illsley natürlich mit Leuten wie Robbie McIntosh (die McCartneys, Norah Jones, John Mayer), Paul Stacey (Oasis, The Black Crowes), Steve Smith (Robert Plant, Pete Townshend) und Stuart Ross (Mark Owen/Take That, Nik Kershaw), ein Line-up der Extraklasse um sich versammelt hat, war ein schöner Abend auf entsprechend hohem Niveau eigentlich vorprogrammiert.

Pünktlich um kurz nach 20:00 Uhr trat der Protagonist mit seiner charismatisch-sympathischen Erscheinung samt Begleitschaft vor ein dicht gefülltes Auditorium. Von Beginn an, als Steve Smith direkt die Kirmesorgel-Hook zum Opener „Walk Of Life“ ertönen ließ und die Band den Song in ein unterschwellig  countryesk rockendes Gewand geschmückt hatte, war eine angenehm  fröhliche und herzliche, ja, regelrecht begeisterte Stimmung im Saale präsent, die den, in zwei Sets gesplitteten Auftritt, bis zur letzten Zugabe umwehen sollte.

Illsley verstand es blendend, einen unterhaltsamen Mix aus Klassikern (u. a. „Private Investigations“, Romeo And Juliet“, „Sultans Of Swing“, „Calling Elvis“, „Tunnel Of Love“) und  ausnahmslos starken Kreationen aus dem eigenen Fundus (das slide-trächtige „Run For Cover“, „Testing The Water“ mit „Great Gig In The Sky-mäßiger Gesangseinlage von Hannah Robinson, das stoneske „Long Shadow“) in Szene zu setzen, was dem Gig, nicht nur der Unvorhersehbarkeit wegen, spürbar gut tat.

Der Hammer war natürlich besonders das Wirken der beiden Lead-Gitarristen McIntosh und Stacey, sei es individuell, als auch im Zusammenspiel. Ein Gedicht, wie sie die typischen Stratocaster-Klänge produzierten, aber auch immer wieder mit anderen Gitarren Akzente setzten (Robbie zum Beispiel mit Slide auf einer Resonator-Gitarre. Stacey ließ es vor allem in der ‚Gibson Les Paul-Phase‘ („Long Shadow“, „Money For Nothing“ mit den berühmten Kanon-Gesängen gegen Ende) in Set 2 mörderisch raunzen und knarzen.

Auch die vielseitige Gastsängerin Hannah Robinson war nicht nur ein optischer Blickfang, sondern brachte mit ihren weiblichen Harmoniegesängen eine differnzierte Note in die Stücke, besonders was die altbekannten Straits-Sachen anbelangte. Leader John Illsley führte ohne den auf sich selbst fokussierten Leader zu geben, sang vielleicht nicht ganz mit der Markanz in der Stimme eines Mark Knopflers, aber sehr solide, und beackerte seinen Bass noch nach guter alter Zupfart.

Im Zugabenteil gab es mit „Brothers In Arms“, „The Bug“ („Lay Down Sally-Flair“-Flair) und dem überragenden „Where Do You Think You’re Going“ (was für ein grandioses E-Gitarrenfinish von Mc Intosh und Stacey – ich musste mir fast Tränen der Begeisterung wegdrücken) nochmals das volle Dire Straits-Brett.

Nach der Show erfüllte John, in britischer Gentleman-Manier, stoisch sämtliche Autogrammwünsche, bis der letzte Besucher zufrieden gestellt war, durfte sich über viele Tonträger-Käufe freuen und nahm sich auch noch Zeit für ein Bild mit unserem Logo.

Fazit: Ein herrlicher Abend mit John Illsley und Band, der bereits jetzt auf meinem Notizzettel als großes Highlight des Jahres notiert ist. Wer  noch mit dem Gedanken spielt, eines der verbleibenden Konzerte bei uns zu besuchen, sollte nicht zögern, die Hufe zu schwingen. Famose musikalische Unterhaltung ist garantiert. Danke an Jenny Dore  für die, wie immer, freundliche Aufnahme im Piano.

Line-up:
John Illsley (lead vocals, bass)
Robbie McIntosh (electric guitars, vocals)
Paul Stacey (electric guitars)
Steve Smith (keys, vocals)
Stuart Ross (drums)
Hannah Robinson (vocals, acoustic guitar, percussion)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Michael Landau Liquid Quartet – 14.03.2018, Blue Notez, Dortmund – Konzertbilder

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Einer der größten Gitarristen gab sich am Donnerstag die Ehre – Michael Landau. Dem einen oder anderen wird der Name nicht so geläufig sein. Aber guckt mal in euren Plattenschrank. Als gefragter Sessionmusiker hat er schon bei fast allen Größen der Welt mitgespielt. Ich selbst bin fündig geworden bei Pink Floyd, Joe Cocker, Rod Stewart und einigen mehr.

Was macht so einen Gitarristen außergewöhnlich? Das erklärte er in einem Workshop, der völlig ausgebucht war! Er verriet Tricks und Kniffe, führte spezielle Akkorde und Scalen vor. Die anwesenden Gitarristen, zum Teil aus lokalen Bands, waren für alles sehr aufgeschlossen und dankbar.

Mit seiner Band Liquid Quartet spielte er dann ein aus zwei Sets bestehendes Konzert. War es am Nachmittag schon sehr voll, so wurde dies jetzt nochmal gewaltig übertroffen. Die Gelegenheit, solch einen Gitarristen mal aus der Nähe zu hören und zu sehen, wollten sich die anwesenden Besucher, die zum Teil eine weite Anreise hatten, nicht entgehen lassen.

Auf dem Parkplatz fanden sich sogar Autos aus den Niederlanden. Sie wurden auch nicht enttäuscht. Der sympathische Musiker und seine Band zeigten ein breites Spektrum seiner Musik. Zwischen Workshop und Konzert und anschließend nach dem Konzert, bot sich die Gelegenheit zum Plaudern, Fotos machen und Autogrammwünsche erfüllen zu lassen. So gingen die Zuschauer restlos begeistert und zufrieden nach Hause.

CD Tipp: Michael Landau – Rock Bottom

Line-up:
Michael Landau (lead vocals, guitars, vocals)
Ian Thomas (drums)
David Frazee (lead vocals, guitars)
Andy Hess (bass)

Text und Bilder: Peter Schepers

Michael Landau
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Blue Notez Dortmund

Erja Lyytinen – 01.03.2018, Blue Notez, Dortmund – Konzertbilder

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Erja Lyytinen, die Queen of Slide Guitar im blue notez club. Pünktlich um 20:15 Uhr betraten Erja und ihre Band die Bühne des, für einen Donnerstag Abend, sehr gut gefüllten Club. Mit dabei der Drummer Jaakko Pöyhönen, der mit vergangenen Jahr Ina Forsman begleitet hatte. Shuffle Blues, Elmore James-Songs, darauf war ich vorbereitet. Trotzdem konnte Erja noch überraschen.

Neben Tracks aus ihrem neuen Album „Stolen Hearts“, brachte sie eine gelungene Adaption von George Gershwins „Summertime“. Mein persönlicher Favorit war das Kinderlied „Old Mac Donald“, welches in eine feurige Version von Hendrix‘ „Crosstown Traffic“ mündete. Die Zwischenrufe: „Spiel mehr Hendrix“ zeugten davon, dass es dem Publikum gefallen hatte. Nach zwei Stunden ging das kurzweilige Konzert zu Ende. Klasse Vorstellung!

CD Tipps: „Stolen Hearts“ und „Live in London“

Line-up:
Erja Lyytinen (lead vocals, guitars)
Jaakko Pöyhönen (drums)
Kasperi Kallio (keys)
Tatu Back (bass)

Text und Bilder: Peter Schepers

Erja Lyytinen
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Blue Notez Dortmund

Aynsley Lister – 25.02.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Musiktheater Piano 2018

Aynsley Lister, der bereits im November letzten Jahres in Deutschland auf Tour war, findet offenbar großen Gefallen am prachtvollen Jugendstil des alten Musiktheaters und vergibt zur Begrüßung strahlend lächelnd das Kompliment: „Cool Venue“, als Ausdruck seiner Wertschätzung gegenüber dem kultigen Veranstaltungssaal. Vier Gitarren hat er mitgebracht und diese Auswahl unterstreicht auch seine künstlerische Vielseitigkeit, die er in den nächsten knapp zwei Stunden darbieten wird.

Das Konzert beginnt mit dem blues-rockigen „All Of Your Love“ vom letzten Studioalbum „Eyes Wide Open“ (2016). Leider lässt sich das Publikum nicht sofort vom dynamischen Lister anstecken. Erst „Hyde 2612“, mit einem intensiven Slide-Gitarren- Solo bringt das Publikum dann zu ausgiebigen Jubelstürmen. Mit „Runnin‘ Out On Me“ kommt eine Nummer, die lange nicht mehr in Listers Setlist dabei war, aber vom hohen Wiedererkennungswert profitiert. Die folgenden „Other Part of Me“ und „Stay“, ebenfalls vom letzten Album, sind zwei eher melodische Blues Rock Songs. „Home“ vom gleichnamigen Longplayer (2013) ist dann wieder ein ruhigeres Lied im Stile des fast gleichaltrigen US-amerikanischen Blues-Gitarristen John Mayer.

Auch ein Blues-Cover von Listers Gitarren-Hero Freddie King darf an diesem Abend natürlich nicht fehlen. Hierfür wählt er den Klassiker “Tore Down“, den er auf fast zehn Minuten ausdehnt, mit einem musikalischen „Zwiegespräch“ zwischen Keyboard und Gitarre. Neben Keyboarder Andrew Price sind auch seine zwei weiteren Bandmitglieder, Steve Amadeo am Bass und Boneto Dryden am Schlagzeug immer voll auf einer Linie mit Listers Tempo- und Rhythmuswechseln.

Die Stärken von Lister sind vor allem die ruhigen Passagen seiner Tracks, in denen er sein Publikum mit feinfühlig, akzentuiertem und leisem Gitarrenspiel, fast schon hypnotisch in seinen Bann zieht. Das Musiktheater bietet Lister hierfür ausreichend Raum seine Virtuosität aufzuzeigen. Er ist aber auch in der Lage Geschichten zu erzählen, denen man gerne zuhört, wie z.B. bei „Other Part Of Me“. Nicht zufällig wurde er bei den „British Blues Awards“ 2014 bereits als „Songwriter of the Year“ ausgezeichnet.

Das Highlight des Abends ist sicherlich das sinnliche und ergreifende Prince Cover „Purple Rain“ mit Listers überragendem, stark an Prince angelehnten Gitarrensolo. Bei diesem Song schafft er es sogar das Publikum zum Mitsingen zu animieren. „Purple Rain“ ist schon seit vielen Jahren ein prägender Song in Listers Setlist, aber es gelingt ihm immer wieder die Ballade mit der notwendigen Emotionalität zu besetzen. Das wilde und explosive „Possession“, setzt dann als vorletztes Stück endlich etwas mehr Bewegung bei den Zuschauern in Gang. Die Zugabe besteht leider nur noch aus dem funkigen „Handful of Doubt“.

Schon über sein letztes Studioalbum „Eyes Wide Open“ hat er gesagt: „Ich wollte die Ungeschliffenheit und Energie beibehalten.“ Genau das gelingt ihm auch heute Abend in Dortmund. Er und seine Begleitmusiker präsentieren zeitgenössischen Blues Rock mit leidenschaftlichen und packenden Solo-Parts. Am Ende des Konzerts folgt noch die erfreuliche Ankündigung, dass Lister im November wieder nach Deutschland kommen wird.

Line-up:
Aynsley Lister (lead vocals, guitar)
Andrew Price (keys)
Steve Amadeo (bass)
Boneto Dryden (drums)

Bilder: Albrecht Schmidt
Text: Stephan Skolarski

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