Billy Walton Band – 13.11.2019, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

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Bereits seit 2007 tourt die US-amerikanische Billy Walton Band immer wieder durch Europa und bringt einen wilden Mix aus der amerikanischen Rock- und Soul-Landschaft auf unsere Bühnen. Und dieses Jahr spielen die sieben Jungs noch zwei Konzerte in Deutschland, eines davon fand jetzt in der kultigen Kulturrampe in Krefeld statt. Den zweiten Auftritt gibt’s dann am 16.11.2019 in der Kulturwerkstatt Buer in Melle.

Kurz nach 20:30 Uhr betraten die äußerst gut aufgelegten Musiker die kleine Rampenbühne und legten sich sofort mit zündenden Rhythmen kräftig ins Zeug, wobei die ersten drei Songs fast nahtlos ineinander übergingen. Der Opener „Worried Blues“ war durch längere Instrumentalpassagen (Gitarre und Keys) gekennzeichnet, dazu mit schönen Akzenten durch die Bläserfraktion. Flott ging’s dann im Jersey-Sound („Something Better“ vom neuen Album „Soul Of A Man“) à la Southside Johnny weiter, mit dem Billy Walton in der Vergangenheit bereits zusammen gespielt hatte.

Das dritte Stück der Anfangssequenz („Save The Million“) war dann eine fetzige Rock’n’Roll Nummer mit mehrstimmigen Background Vocals der Bläser. Sehr schön auch das leicht jazzig angehauchte Stück „Cold Day“ und das soulig startende „I Don’t Know“ (ebenfalls von neuesten Werk), bei dem sich die Band zunächst etwas zurückgehalten hat, um Billy Walton die Bühne für ein filigranes Gitarrensolo zu überlassen und den Song dann wieder gemeinsam ziemlich rockig zu beenden.

Nach insgesamt sieben längeren Tracks hatte sich die absolut sympathische Band schließlich eine Pause verdient und beendete das erste Set. Insbesondere schaffte es der verschmitzt lachende Billy Walton immer wieder das Publikum auch durch seinen Witz und seine Spontanität zu begeistern.

Sei es, dass er die nicht funktionierende Discokugel unter der Rampendecke dazu nutzte, die Gäste zum Schwenken ihrer der Arme zu animieren, um dann auf das Kommando „Disco Sound“ kurz den Klassiker „Funky Town“ anzuspielen, sei es dass er ein Loblied auf das deutsche Bier anstimmte oder sich bei einen anwesenden Gast aus Tönisvorst, bei dem er letztes Jahr ein Wohnzimmerkonzert gespielt hatte, für den Kontakt zu Pille Peerlings bedankte.

Nach einer kurzen Pause stürmte die Band dann wieder die Bühne und begann das zweite Set mit „Hell n Highwater“, vom aktuellen Longplayer „Soul Of A Man“, was zunächst aber ganz unspektakulär mit einer Eingangssequenz von „Country Roads“ startete. Auch die folgenden Stücke präsentierten sich ganz im Soulstil des vergangenen Jahrhunderts, mit vielen Bläsern und tollen Gitarrenriffs.

Die Gäste goutieren es mit reichlich Beifall und klatschen kräftig mit. Zwischendurch ließ es sich Billy Walton nicht nehmen, eine augenzwinkernde Schilderung seiner Heimat New Jersey und der dortigen leckeren Eiscreme zu geben. Eine flotte, in die Beine gehende Nummer war auch „Till Tomorrow“, bei der der Niederländer Roland Smeets mit einem klasse Trompetensolo glänzen konnte.

Das herausragende Stück des zweiten Sets war allerdings der Schluss-Song „Mountain“, der mit den ersten Takten mehrerer Rockklassiker, in einer Art Unterhaltung zwischen Walton und Paris am Bass, startete, um dann in ein leicht psychedelisches Stück mit sphärischen Klängen überzugehen. Was einen Gast zu der begeisterten Bemerkung „intergalaktisch“ hinriss.

Nach diesem schwungvollen und schweißtreibenden Konzert mit ausschließlich Gute-Laune-Musik ohne Ende wollte das Publikum die Band natürlich nicht ohne Zugaben von der Bühne entlassen. Dieser Bitte kamen die Jungs selbstverständlich gern nach und spielten als erstes eine improvisierte und witzige Komposition, bevor Walton und die Bläsersektion auf sein Kommando die Bühne verließen und mitten im Publikum kräftig jammten.

Billy Walton und Band werden im nächsten Jahr hoffentlich wieder in die Rampe kommen, zumal Billy diese während des Gigs schon als tolle Rock’n Roll-Location bezeichnet hatte.

Vielen Dank auch an Pille Peerlings, der es immer versteht, sagenhaft gute Acts auf die Bühne zu bringen, für die unkomplizierte Akkreditierung!

Line-up:
Billy Walton – Gitarre, Gesang
William Paris – Bass, Gesang
Francis Valentino – Schlagzeug
Eric Safka – Keyboard
Roland Smeets – Trompete
Bruce Krywinski – Trompete
Tom Petraccaro – Saxophon

Text und Bilder: Jörg Schneider

Billy Walton Band
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Kulturrampe Krefeld

Jimmy Carpenter – Soul Doctor – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Was es bedeutet, in verschiedenen Bands über 35 Jahre „On The Road“ das Musik-Business von der Pike auf zu erlernen, das kann der Blues-Musiker Jimmy Carpenter begeistert erzählen und musikalisch aufbereiten. Auf seinem vierten Solo-Album „Soul Doctor“ kommt der US-amerikanische Saxophonist, Singer-Songwriter und Arrangeur jedenfalls dermaßen in Fahrt, dass es den geneigten Hörer gerne mal komplett vom Hocker reißt – entsprechende Lautstärke vorausgesetzt.

Die 10 Tracks des Studio-Longplayers, davon sieben Eigenkompositionen – von Carpenter selbst arrangiert und produziert – verbreiten eben jenen virtuosen, klassischen Soul-Blues-Sound, der immer wieder für eine Überraschung gut ist. Bereits der Titeltrack „Soul Doctor“ verneigt sich zu Beginn vor den vielen Vorbildern des Soul-Blues im typischen Rhythmus und durch Carpenters ausgeprägte Vocals; E-Gitarre und Sax bringen den Aufreißer zusätzlich auf Touren. Das Songwriter-Talent wird auch beim stimmungsvollen Memphis-Soul-Stück „When I Met You“ nochmals deutlich, wenn die Horn-Section im 60er Soul-Sound einsetzt und ein Touch von Van Morrison überschwappt.

Mit dem anschließenden Blues-Shuffle „Wild Streak“ folgt ein weiteres Highlight – Carpenters herrliche Sax-Einlage und Mike Zitos rasantes Slide – Solo inklusive (ein 5-minütiger Muntermacher für das Frühstücksradio). Im gleichen Stil geht der Longplayer zum nächsten Track über: „Love It So Much“ ist eine perfekt arrangierte Nummer im New Orleans-Groove, dessen beeindruckender Bläser-Sound funky im Dr. John-Stil nachwirkt.

Der folgende Slow-Blues „Need Your Love So Bad“ wurde schon erfolgreich von Fleetwood Mac gecovert (Original-Titel von Little Willie John) und bekommt bei Carpenters Version ein wunderbar dynamisches Tenor-Sax-Solo obendrauf, wie auch der ungemein fröhliche Funk-Jazz-Track „Wanna Be Right“ im Anschluss.

Einen schönen Übergang bildet das Cover der alten Ray Charles Komposition „One Mint Julep“ als ebenso funkiges, Saxophon – getriebenes Instrumentalstück, das vom schnellen „Wrong Turn“ im Südstaaten-Blues-Rock und wilden Slide- und Harmonica-Solos abgelöst wird. Dabei kann man die Spielfreude der großen Begleitband förmlich spüren – ein unbedingter Anspieltipp des Albums.

Dieses kommt mit dem Instrumental „LoFi Roulette“ beinahe etwas zur „Ruhe“, wobei schöne Solos von Sax, E-Gitarre und Hammond B3 in Form einer „familiären“ Jam-Session im Ohr bleiben. Einen würdigen Abschluss findet der „Soul Doctor“ in einer umwerfend lässigen Cover-Version von Eddie Hintons „Yeah Man“, das mit seiner optimistischen Botschaft die mehr als gelungene Produktion abrundet.

Jimmy Carpenters kraftvoll-swingende Platte „Soul Doctor“ beweist, dass er ganz im Soul-Blues-Sektor „zu Hause“ ist und mit seinem musikalischen Charme und den spritzigen Arrangements begeistern kann. Es bleibt zu hoffen, dass die Blues-Community auch hier verstärkt auf ihn aufmerksam wird – dieses Album verdient Respekt!

Gulf Coast Records (2019)
Stil: Soul, Blues, Rock

Tracks:
01. Soul Doctor
02. When I Met You
03. Wild Streak
04. Love It So Much
05. Need Your Love So Bad
06. Wanna Be Right
07. One Mint Julep
08. Wrong Turn
09. LoFi Roulette
10. Yeah Man

Jimmy Carpenter
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Billy Price – Dog Eat Dog – CD-Review

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Review: Michael Segets

Billy Price startete in den siebziger Jahren seine Karriere an der Seite des Blues-Gitarristen Roy Buchanan, in den Achtzigern war er mit der Keystone Rhythm Band unterwegs. Anschließend veröffentlichte er unter seinem Künstlernamen in regelmäßigen Abständen CDs. Der große Durchbruch blieb dem fast siebzigjährigen allerdings lange Zeit verwehrt.

Erst 2016 erhielt er Anerkennung in Form von Preisen, so unter anderem einen Blues-Music-Award für seinen Longplayer „This Time For Real“, den er zusammen mit Otis Clay veröffentliche. Auch das nachfolgende „Reckoning“ (2018) erhielt eine Nominierung als bestes Soul Blues Album.

Mit „Dog Eat Dog“ legt Billy Price nun nach. Auch auf seinem neuen Werk bewegt er sich zwischen Soul und Blues. Er bleibt dabei seinem Sound treu, der vor allem durch Saxophon und Trompete geprägt wird.

Stärkstes Stück ist das soulige „Walk Back In“, aber auch das von Bobby Byrd stammende und mit viel Swing versehene „We’re In Love“ überzeugt. Die meisten Titel sind im Midtempo angesiedelt, wie das ausgekoppelte „Working On Your Chain Gang“ oder „Lose My Number“.

In Richtung R&B gehen „Same Old Heartache“ und „More Than I Needed“. Nicht zuletzt durch das Keyboard von Jim Pugh erhalten „Toxicity” sowie das langsamere „Remnants“ einen Funk-Einschlag. Ein Anflug von Raeggae mischt sich bei „All Night Long Cafe‘“ hinzu. Mike Zito veredelt den Track mit einem Gitarrensolo.

Billy Price ist also kein musikalischer Purist, sondern schöpft aus unterschiedlichen musikalischen Stilen und baut diese so in sein Album ein, dass kein Bruch entsteht. Für die meisten Sound-Of-South-Leser sind aber wahrscheinlich die Blues-orientierten Songs interessanter. Bei dem getragenen, von Otis Rush geschriebenen „My Love Will Never Die“ kommt eine genregerechte Gitarre – gespielt vom Produzenten Kid Andersen – zum Einsatz.

Etwas flotter ist „You Gotta Leave“. Hier hat Price ebenso wie bei „Dog Eat Dog“, auf dem er von Alabama Mike am Mikro unterstützt wird, den Blues in der Stimme. Das Titelstück stammt aus der Feder von Rick Estrin, der sich mit der Mundharmonika an der Neueinspielung beteiligt.

Locker und routiniert präsentiert Billy Price auf dem Album seinen Soul mit einer Prise Blues. Konstant liefert er eingängige und facettenreiche Eigenkompositionen und Cover, von denen allerdings keine so herausragend sind, dass sie sich längerfristig in den Gehörgängen festsetzen würden. Ob diese Beständigkeit ausreicht, um mit „Dog Eat Dog“ an die Erfolge seiner vorherigen Scheiben anzuknüpfen, bleibt daher abzuwarten.

Gulf Coast Records (2019)
Stil: Soul/Blues

Tracks:
01. Working On Your Chain Gang
02. Lose My Number
03. We’re In Love
04. Dog Eat Dog
05. My Love Will Never Die
06. All Night Long Cafe‘
07. Walk Back In
08. Toxicity
09. Remnants
10. Same Old Heartaches
11. More Than I Needed
12. You Gotta Leave

Billy Price
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Gulf Coast Records

Bruce Katz – Solo Ride – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Nachdem er uns im vergangenen Jahr zusammen mit seiner Band bereits mit der bunten „Get Your Groove!“-LP begeistern konnte und hier in Sounds-of-South ausführlich besprochen wurde, veröffentlicht Bruce Katz nun sein erstes Solo-Piano-Album. Mit dem passenden Namen „Solo Ride“ betitelt, handelt es sich bei der neuen Scheibe um ein fulminantes Instrumental-Werk.

Mit Unterstützung seines erfahrenen Produzenten Ben Elliot bringt der legendäre Keyboarder und Session-Musiker ein außergewöhnliches Album auf den Markt, das eine breite Palette seines besonderen Könnens am Grand-Piano wiedergibt. 11 Eigenkompositionen und ein Cover von Tampa Red werden von Katz meisterlich performt und bieten dem Hörer vom klassischen Boogie-Woogie („Down At The Barrelhouse“) über Jazz-Arrangements („The Way To Your Heart“) bis hin zu Blues Variationen ein reichhaltiges Programm.

Für seine herausragenden, musikalischen Leistungen wurde Katz bisher 5-mal für den Blues Music Award nominiert und 2019 gewann er für sein Album „Journeys To The Heart Of The Blues“ einen Acoustic-Award. Er war zudem 14 Jahre lang Professor für Piano am Berklee College of Music in Boston und unterrichtete nicht nur den historischen Blues, Jazz und Funk, sondern auch verschiedene Stil-Arten der Soul-Musik.

Im Gleichklang mit großen Wegbereitern, wie Champion Jack Dupree, Otis Spann, Memphis Slim, Ray Charles oder Zeitgenossen, wie z.B. Randy Newman, basiert der Longplayer wesentlich auf Blues, New Orleans, R&B, Gospel, frühen Jazz und Rock-Einflüssen, die Katz in den Eigenkompositionen ausdrucksstark verarbeitet.

Auf das jazzige „Praise House“, in Dave Brubeck-Manier, folgt mit „Dream Of Yesterday“ ein ruhiges, melancholisches Stück, das sich als Soundtrack für eine gefühlsbetonte Filmszene perfekt eignen würde.

Die Improvisation „Midnight Plans“ vereint verschiedene Stil-Richtungen in einer komplexen Komposition. Der rasante Boogie-Woogie „Going Places“ vermittelt die gewohnte Spielweise, die man auch schon von seiner „Get Your Groove!“-LP kennt.

Der Honky-Tonk-Blues „Watermelon Thump“ verkörpert die typische Bar-Atmosphäre, die Billy Joel in seinem Klassiker „Piano Man“ erzählt. Auch der Final-Track „Redemption“ ist eine nachdenkliche, instrumentale Geschichte, die zum Abschluss der CD nochmals die spielerische Klasse von Bruce Katz zeigt.

„Solo Ride“ ist ein Nischen-Werk für absolute Liebhaber der instrumentalen Blues- und Jazz-Musik. Bruce Katz präsentiert seine Kunst am Grand-Piano mit leidenschaftlicher Vehemenz und beweist erneut seine beachtliche Virtuosität und enthusiastische Schaffenskraft.

American Showplace Music (2019)
Stil: Blues/Soul/Funk/Jazz

01. Down At The Barrelhouse
02. Crescent Crawl
03. It Hurts Me Too
04. Praise House
05. Red Sneakers
06. Dream Of Yesterday
07. Midnight Plans
08. Easy Living
09. Going Places
10. The Way To Your Heart
11. Watermelon Thump
12. Redemption

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Bobby Rush – Sitting On Top Of The Blues – CD-Review

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Review: Jörg Schneider

Mit „Sitting On Top Of The Blues“ legt Bobby Rush nach „Porcupine Meat“, welches ihm 2016 einen Grammy einbrachte, sein mittlerweile 26. Studioalbum vor. Einmal mehr beweist er, dass Musiker auch im hohen Alter, Bobby Rush ist genau wie die Blues-Legende John Mayall, immerhin fast 86 Jahre alt, noch für gute Bluesmucke gut sind.

Allerdings ist Bobby Rushs Musikstil, im Gegensatz zu John Mayall, stark von Funk und Soul Einflüssen durchtränkt, weshalb er selbst seine Art von Blues auch als „Folk-Funk“ bezeichnet. Und dies kommt auf seinem neuesten Werk auch sehr prägnant zum Ausdruck.

Die Scheibe bietet starke Grooves mit bluesigen Harp-Einagen (von Bobby Rush selbst gespielt), z. B. zu Hören auf „Sweet Lizzy“ im Boogie-Woogie Stil oder dem Deltablues „Recipe For Love“, dem nach Ansicht des Verfassers sicherlich besten Track der Scheibe. Hinzu kommen noch schöne soulige Bläsersätzen („Hey Hey Bobby Rush“), so dass man sich bei vielen Songs direkt in den Soul-Mood der 70’ger Jahre zurückversetzt fühlt.

Insbesondere trifft dies auch auf den Slowblues „Slow Motion“ zu, der stimmlich und vom Arrangement her eine Reminiszenz an den großen Soulsänger Barry White darstellt. Hingegen ist der „Bobby Rush Shuffle“ ein flotter, rein instrumentaler, Boogie-Woogie Titel.

Beim Abspielen von „Sitting On The Top Of The Blues“ ist man als Zuhörer immer wieder positiv überrascht mit welcher Energie und Spielfreude Bobby Rush zu Werke geht. Seine Songs sind allesamt sauber arrangiert und abgemischt, keine Spur von Altersmüdigkeit oder betulicher Nachdenklichkeit!

„Ich denke, dass ich viel Beifall bekomme, weil ich hart arbeite. Und wenn mir Leute erzählen, dass sie nichts mehr können, so ist das nicht das was man einem Bobby Rush sagt. Auch wenn ich jetzt an meinem Lebensabend stehe, so bin ich doch immer noch da. Und ich denke genau das sagt die Musik selbst über mich.“

Und genau diese Einstellung gibt die neue CD von Bobby Rush musikalisch hervorragend wieder.

Deep Rush Records (2019)
Stil: Blues, Funk, Soul

Tracklist:
01. Hey Hey Bobby Rush
02. Good Stuff
03. Get Out Of Here (Dog named Bo)
04. You Got The Goods On You
05. Sweet Lizzy
06. Bobby Rush Shuffle
07. Recipe For Love
08. Pooky Poo
09. Slow Motion
10. Shake Til’ You Get Enough
11. Bowlegged Woman

Bobby Rush
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Oktober Promotion

Jeb Loy Nichols And The Westwood All-Stars – June Is Short, July Is Long – CD-Review

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Review: Michael Segets

In den neunziger Jahren haben Fellow Travellers und Okra All-Stars dem Alternative Country in Deutschland zu einiger Bekanntheit verholfen. Jeb Loy Nichols war damals mit von der Partie. Seit Mitte dieser Dekade startete er dann eine Solo-Karriere und kann mittlerweile auf elf Longplayer zurückblicken.

In Missouri geboren, lebte Nichols an unterschiedlichen Orten in den Vereinigten Staaten und Großbritannien. So teilte er sich in London mit Neneh Cherry eine Wohnung. Mittlerweile ist er in der Abgeschiedenheit von Wales sesshaft geworden und widmet sich neben der Musik auch der Schriftstellerei und der bildenden Kunst.

Musikalisch liegen die Anfänge von Jeb Loy Nichols in der Country-Ecke, doch experimentierte er auch mit anderen Stilrichtungen vom Reggae bis hin zum Hip Hop. Mit seinen Veröffentlichungen schnürt er daher immer Überraschungspakete.

Sein Markenzeichen ist seine samtige Stimme, mit der er viel Soul transportiert. Auf „June Is Short, July Is Long” verbindet Nichols vor allem Modern-Folk-Elemente mit einer ausgeprägten Prise Soul, womit er in die Nähe von Marc Broussard gerückt werden kann.

Beim eingängigen und leicht poppigen „You Got It Wrong“ erinnert seine Stimme an die von Eagle Eye Cherry, dem Halbbruder von Neneh. Dort setzt er zudem die für den Soul typischen Bläser ein. Die Bläsereinsätze sorgen auf „Think I’m Gonna Fall In Love Today“ dafür, dass einem die Commitments in den Sinn kommen. Nichols gibt dem Stück ein Ende, das mit Hörgewohnheiten bricht, indem es nach dem Ausklang nochmals mit einem veränderten Rhythmus einsetzt.

Noch auffälliger ist das experimentelle Finale bei „Nothing You Can Do About It“ und bei „Home In My Arms”. Beide Titel sind an sich sehr gelungene Balladen, bei denen der jeweilige Abschluss eher aufgesetzt und störend wirkt. Hier wäre ein Splitting der Tracks möglich und sinnvoll gewesen.

„Matter Of Fact“ kommt ohne diese Spielereien aus und konzentriert sich auf die schöne Melodie, die von Colvis Phillips‘ akustischer Gitarre getragen wird.

Phillips übernimmt bei den Westwood All-Stars sonst den Bass und überlässt Will Barnes die elektrische Gitarre. Vervollständigt wird die Band durch Josh Davies am Schlagzeug. Bei der Hälfte der Titel unterstützt Jennifer Carr am Keyboard die Truppe.

Eine sanfte, sommerliche Atmosphäre verströmen „Remember The Season” und das leicht angejazzte „On The Night Time”. Getragener sind „How Can A Man (Live Without His Mother)” sowie „Picture Of You”. Neben den ruhigeren Stücken stechen das mit karibischen Einflüssen versehene „Last Train Home” und das erneut mit tollen Einsätzen der Horns gespickte, locker rollende „Black Rooster“ hervor.

Jeb Loy Nichols legt mit „June Is Short, July Is Long” ein Album vor, mit dem ein lauer Sommerabend auf Balkon oder Terrasse ausklingen kann. Unaufgeregte Melodien und die beinahe tiefenentspannte, angenehme Stimme von Nichols eignen sich zur Untermalung eines solchen Feierabends.

Compass Records (2019)
Stil: Modern Folk, Soul and more

Tracks:
01. Intro
02. You Got It Wrong
03. Think I’m Gonna Fall In Love Today
04. Matter Of Fact
05. Nothing You Can Do About It
06. Last Train Home
07. Black Rooster
08. Remember The Season
09. How Can A Man (Live Without His Mother)
10. Home In My Arms
11. On The Night Time
12. Picture Of You

Jeb Loy Nichols
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Compass Records

Grady Champion – Steppin‘ In – A Tribute To ZZ Hill – CD-Review

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Die eigentlichen Champions in der Familie Champion sind die Eltern von Grady Champion. Der Sohnemann ist, sage und schreibe, das jüngste von insgesamt 28 Kindern!!! Das nenne ich mal einen Beitrag fürs Rentensystem! Die Suche nach ’ner 30 1/2 Zimmer Wohnung in Canton, Mississipi, war da vermutlich von absolut abenteuerlicher Natur…

Aber Spaß beiseite, die Familie ist dann natürlich auf einer Farm ansässig geworden. Der Protagonist gelangte, wie sooft bei den Amis, über den Kirchenchor in musikalische Sphären, allerdings zunächst im Rap-Milieu, entdeckte Ende der 1990er Jahre dann aber seine Passion für den Blues. Er  lernte Mundharmonika-Spielen und brachte mit „Goin‘ Back Home“ 1998 sein erstes Album in diesem Stil heraus.

Sein größter Erfolg war sein Co-Writing bei „Trust Yourself“, zu finden auf Etta James‘ Grammy-dekoriertem Album „Let’s Roll“. Auf seinem aktuellen Longplayer „Steppin‘ In“ widmet er die Aufmerksamkeit dem schon lange nicht mehr unter uns verweilenden texanischen Bluesmusiker Z. Z. Hill,  der von seiner mittlerweile ebenfalls verstorbenen Mutter sehr verehrt wurde.

Dessen performte Stücke hat Grady Champion jetzt in ein von ihm zugeschnittenes Gewand gekleidet. Ein typischer Blues-Sound im Stil und Gesang der traditionellen dunkelhäutigen Blues-Ikonen King, Collins, Waters & Co., gemischt mit dem Genre-verwurzelten Gibson ES-E-Gitarrenambiente, Harp-, Bläser-, Piano- und Orgelklängen (klasse hier Sam Brady) und gospeligen als auch souligen weiblichen Hintergrundgesängen.

In der zweiten Hälfte schwenkt das Album mit Stücken wie „Three Into Two Won’t Go“, „Cheating in the Next Room“ und „Right Arm For Your Love“ phasenweise in Soulsphären, wobei letztgenanntes mit seiner Southern-angehauchten E-Gitarre und der rauchig-heiseren Stimme sogar ein wenig an Kid Rock erinnert. Mein Favorit des Werkes.

Die beiden finalen Tracks „Everybody Knows About My Good Thing“ (E-Gitarren-betonter starker Slowblues) und „When It Rains It Pours“ finden dann aber wieder den Weg zurück in die klassischen Blues-Gefilde.

Gray Champion liefert mit „Steppin‘ In“ ein solides, gut und gemütlich anhörbares Blues-Album ab, bei dem seine Empathie für den hier Tribut-bezollten Künstler authentisch zum Ausdruck kommt. Ganz klar Stoff für Traditionalisten der 12-Takt-Sparte.

Malaco Music Group (2019)
Stil: Blues

01. Down Home Blues
02. Shade Tree Mechanic
03. Someone Else Is Steppin‘ In
04. Bump and Grind
05. I’m a Blues Man
06. Open House At My House
07. Who You Been Giving it To
08. Three Into Two Won’t Go
09. Cheating in the Next Room
10. Right Arm For Your Love
11. Everybody Knows About My Good Thing
12. When It Rains It Pours

Grady Champion
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Malaco Music Group

The Liza Colby Sound – 13.04.2019, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

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Seine Impressionen aus dem niederländischen Weert verband Jörg mit dem heißen Tipp, The Liza Colby Sound live zu erleben. Dieser Empfehlung sind Gernot und ich gerne gefolgt, zumal der Abschluss ihrer ersten Europa-Tournee die Band in unsere heimatliche Kulturrampe führte. Circa hundert weitere Besucher wollten sich die vorerst letzte Gelegenheit, Liza Colby und ihre Begleiter auf der Bühne zu sehen, nicht entgehen lassen. Der Rahmen für ein angemessenes Finale der Tour war also gegeben.

Markus „Pille“ Peerlings ließ es sich natürlich nicht nehmen, das Energiebündel aus New York persönlich anzukündigen. Zuvor erinnerte er in eigener Sache an den neu gegründeten Förderverein der Kulturrampe, der hilft das tolle Konzertangebot der Location zu ermöglichen.

Um 21:15 Uhr legte The Liza Colby Sound mit neuen Stücken los, die keinen Zweifel an dem weiteren Verlauf des Abends aufkommen ließen. Kräftig treibender Rock stand auf dem Programm, der Assoziationen zu den frühen Jefferson Airplane oder Led Zeppelin weckte. Liza Colby wird gelegentlich mit Tina Turner verglichen. Die Ähnlichkeiten beschränken sich jedoch eher auf Äußerlichkeiten, wie die Löwenmähne und die energische Art, sich in High Heels über die Bühne zu bewegen.

Vor allem die glänzenden Einlagen von Jay Shepard an der Gitarre nutzte die Sängerin mehrmals, um sich lasziv auf der Bühne zu rekeln. Temperamentvoll und ausdrucksstark – zumeist mit einem Tamburine bewaffnet – zeigte Liza Colby durchgängige Präsenz und zog in ihrer spärlichen Bekleidung die Blicke auf sich. Die Musik hätte es dabei gar nicht nötig, dass durch gewagte Bühnenoutfits von ihr abgelenkt wird.

Der Beginn des Konzerts stand ganz im Zeichen des neuen Tonträgers „Object To Impossible Destination“, der fast komplett vorgestellt wurde. Das Album erscheint offiziell erst im Juli, aber die Band hatte bereits einige Pressungen im Gepäck. Auf die ineinander gespielten „Cool Hand“ und „Creep On“ folgten „Try Me“ und „Young Girl“. Nach einer knappen halben Stunde, bei der kaum Zeit zum Luftholen blieb, richtete die Bandleaderin einige Worte an das Publikum.

Im Mittelteil griff die Band auf Stücke ihrer EP „Draw“ und ihrer Live-EP zurück. Dabei wurden auch einzelne langsamere Titel eingestreut, wobei die Songs meist komplexe Spannungsbögen aufbauten und schließlich doch einen deutlichen Rockeinschlag der härteren Art bekamen. So war „Codine“ einer der hervorragenden Titel des Konzerts.

Bei „White Light“ gestaltete Alec Morton am Bass das Intro. Charles P. Roth gab seine Künste am Schlagzeug in einem mehrminütigen Solo zum Besten. Er bearbeitete ausgiebig alle zu Verfügung stehenden Felle und Becken, was ihm tosenden Applaus einbrachte, zumal er das Publikum zur gesanglichen Begleitung seines Intermezzos einlud. Die Rhythmusgruppe begleitete durchweg souverän die Performance von Colby und bildete den Hintergrund für die vielen Soli von Jay Shepard. Der zeigte an seiner Gitarre, dass er sowohl filigrane Töne als auch deftige Rückkopplungen in seinem Repertoire hat.

Von Videos bekannt fügten sich „Cryin“ und das starke „Thunder Rolling“ nahtlos in die Vorstellung ein. Der neue Titel „Shake You“ stellte für mich einen der Höhepunkte des Auftritts dar. Bei ihm stieg Liza Colby von der Bühne runter und mischte die Menge hautnah auf.

Zum Ende des Konzerts stellte die Sängerin zunehmend Kontakt zum Publikum her, indem sie zum Mitklatschen animierte oder einen Wechselgesang mit ihm anstimmte. Mit „Eye On You“, das wohl die erste Single des neuen Albums wird, ging das Hauptset zu Ende. Nach der Zugabe „Oh Baby“ verabschiedete sich die Band nach 85 energiegeladenen Minuten.

Nach dem Auftritt nahmen sich die sympathischen Bandmitglieder viel Zeit für die alten und neuen Fans. Da ich die in den Startlöchern stehende CD noch nicht kannte, half mir Jay Shepard bei der Zuordnung der Titel zur Setlist. Dort erfuhr ich auch, dass die Band im Oktober wohl wieder den Sprung über den Atlantik machen wird. Wer jetzt The Liza Colby Sound verpasst hat, erhält im Herbst eine neue Chance. Also: Augen und Ohren offenhalten!

Line-Up:
Liza Colby (vocals, tambourine)
Jay Shepard (guitar, vocals)
Alec Morton (bass)
Charles P. Roth (drums, vocals)

Text: Michael Segets
Bilder: Gernot Mangold

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Kulturrampe Krefeld

The Liza Colby Sound – 31.03.2019, De Bosuil, Weert – Konzertbericht

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Die Amerikanerin Liza Colby tourt dieses Jahr zum erstem Mal mit ihrer Band durch Europa und macht auch am 13.04.2019 in unserer Kulturrampe in Krefeld einen Konzertstop. Vorab hatte ich aber schon jetzt Gelegenheit The Liza Colby Sound live im niederländischen Musiekzentrum „De Bosuil“ in Weert zu erleben.

Die nur leicht bekleidete Liza Colby brachte knallharte Rockmusik mit quietschenden Gitarrenriffs, viel Anleihen aus dem Soul und teils leichten psychedelischen Einflüssen, aber auch mit ruhigen Passagen, die ihre tatsächlich guten Sangeskünste hervortreten ließen, zum Besten.

Dazu stöckelte die biegsame Liza à la Tina Turner wie ein Wirbelwind und mit äußerst extrovertierten erotischen Tanzbewegungen über die Bühne. Eine gehörige Portion Sexappeal scheint ja auch ihr Markenzeichen zu sein, schaut man sich mal ihre Videoclips auf youtube an. Auch in der Musikbranche gilt eben: Sex Sells!

Wer jetzt Appetit bekommen hat, darf sich wie gesagt u. a. auf den Gig im April in der Kulturrampe freuen mit einem ausführlicheren Bericht hier an gleicher Stelle im SoS.

Und zum Schluss noch einen ganz herzlichen Dank an das nette Team von De Bosuil für die reibungslose Akkreditierung im Nachhinein.

Line-Up:
Liza Colby – lead vocals
Jay Shepard – guitar
Charles P. Roth – drums
Alec Morton – bass

Text und Bilder: Jörg Schneider

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Musiekcentrum De Bosuil Weert
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Samantha Martin & Delta Sugar, 22.02.2019, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

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Nach knapp zwei Monaten Liebesentzug war es am 22.02.2019 endlich wieder soweit: Kulturrampen-Time! Dafür schien das Wiedersehen um so leidenschaftlicher zu werden, denn mit Samantha Martin & Delta Sugar hatte sich ein überaus heißer Blues-Soul-Rock-Act in großer Septett-Formation aus dem kanadischen Ontario im kleinen Krefelder Club angesagt.

Auch KR-Macher Markus Pille Peerlings musste dringend seine Akkus wieder aufladen und war aus einer länger-wöchigen Reha-Phase nun wieder für große musikalische Events und Taten einsatzbereit. Er feierte ebenfalls seine diesjährige Konzert-Premiere in seinem zweiten ‚Wohnzimmer‘.

21:15 Uhr schlängelte sich die Band um ihr anführendes Energiebündel Samantha Martin durch die proppenvolle Location, um mit Tracks wie dem satt groovenden Opener „Rocky“, dem CCR-angehauchten „All Night Long“ oder dem herrlichen Schwofer „Gonna Find It“ schwül-heiße New Orleans-Frenchquarter-Atmosphäre im Auditorium zu verbreiten.

Die kleine aber durchaus charismatische Fronterin überzeugte mit gewaltiger Energie und Emotionalität in ihrer Stimme und ansteckender Bühnenpräsenz, die von den beiden dunkelhäutigen Sängerinnen Sherie Marshall und Mwansa Mwansa (was für eine Erscheinung!), noch weitere vokale Vehemenz in Sachen Harmonien und Backgrounds erhielt.

Aber auch die beiden überragend agierenden Curtis Chaffey (mit akribisch genauem E-Gitarrenspiel) und Andrew Moljgun mit seinen Keyboard-Klimpereien sowie einigen furiosen Saxofoneinlagen, als auch die satt groovende Rhythmusfraktion, bestehend aus Ian MacEwan am Bass und ‚Babyface‘ Stephen Adu am Schlagzeug, hatten erheblichen Anteil daran, dass es in der Rampe wie in einem Hexenkessel brodelte.

Das Publikum tanzte, wippte und tobte schon im ersten Set, das mit dem swampigen Stomper „Don’t Shoot“, dem Stones-Cover „Happy“ sowie dem progressiv-umwobenen „My Crown“, weitere intensive Highlights bot.

Klar, dass der Umsatz an kühlen Gersten-Getränken nicht nur in der folgenden Pause florierte. „Feel Good“, der Opener des zweiten Abschnittes, stand quasi metaphorisch für den Rest der Show.  Die Stimmung und Begeisterung in der Rampe steigerte sich von Minute zu Minute, man blickte allseits in beglückte und euphorisierte Gesichter.

Mein persönlicher Favorit  des Abends, das countryeske Lucinda Williams-Stück „Fruits Of My Labor“ (sinnbildlich auch vielleicht auch als Belohnung für Pille Peerlings grandiose Arbeit zu sehen) sowie das furiose Cover-Trio mit „Hard To Handle , „Proud Mary“ (mit Duett-Einbindung unseres Facebook-Freundes ‚Mod Idul‘), und „The Letter“ in jeweils grandiosen Versionen brachten zum Abschluss die Grundmauern der Rampe regelrecht ins Wanken.

Jedem Besucher war am Ende klar, dass Manny Montanas Teenage Head Music mit Samantha Martin & Delta Sugar wieder mal ein absolutes Ass aus dem Ärmel gezogen hatte. Ein unvergesslicher Abend in Krefelds-Parade-Rock Club und zugleich schon ein früher Konzerthöhepunkt 2019!

Line-up:
Samantha Martin (lead vocals, acoustic guitar)
Curtis Chaffey (electric guitar)
Ian MacEwan (bass)
Stephen Adu (drums)
Andrew Moljgun (keys, saxophone)
Sherie Marshall (bgv)
Mwansa Mwansa (bgv, percussion)

Bilder: Jörg Schneider
Text: Daniel Daus

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Kulturrampe Krefeld
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