Bobby Rush – Sitting On Top Of The Blues – CD-Review

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Review: Jörg Schneider

Mit „Sitting On Top Of The Blues“ legt Bobby Rush nach „Porcupine Meat“, welches ihm 2016 einen Grammy einbrachte, sein mittlerweile 26. Studioalbum vor. Einmal mehr beweist er, dass Musiker auch im hohen Alter, Bobby Rush ist genau wie die Blues-Legende John Mayall, immerhin fast 86 Jahre alt, noch für gute Bluesmucke gut sind.

Allerdings ist Bobby Rushs Musikstil, im Gegensatz zu John Mayall, stark von Funk und Soul Einflüssen durchtränkt, weshalb er selbst seine Art von Blues auch als „Folk-Funk“ bezeichnet. Und dies kommt auf seinem neuesten Werk auch sehr prägnant zum Ausdruck.

Die Scheibe bietet starke Grooves mit bluesigen Harp-Einagen (von Bobby Rush selbst gespielt), z. B. zu Hören auf „Sweet Lizzy“ im Boogie-Woogie Stil oder dem Deltablues „Recipe For Love“, dem nach Ansicht des Verfassers sicherlich besten Track der Scheibe. Hinzu kommen noch schöne soulige Bläsersätzen („Hey Hey Bobby Rush“), so dass man sich bei vielen Songs direkt in den Soul-Mood der 70’ger Jahre zurückversetzt fühlt.

Insbesondere trifft dies auch auf den Slowblues „Slow Motion“ zu, der stimmlich und vom Arrangement her eine Reminiszenz an den großen Soulsänger Barry White darstellt. Hingegen ist der „Bobby Rush Shuffle“ ein flotter, rein instrumentaler, Boogie-Woogie Titel.

Beim Abspielen von „Sitting On The Top Of The Blues“ ist man als Zuhörer immer wieder positiv überrascht mit welcher Energie und Spielfreude Bobby Rush zu Werke geht. Seine Songs sind allesamt sauber arrangiert und abgemischt, keine Spur von Altersmüdigkeit oder betulicher Nachdenklichkeit!

„Ich denke, dass ich viel Beifall bekomme, weil ich hart arbeite. Und wenn mir Leute erzählen, dass sie nichts mehr können, so ist das nicht das was man einem Bobby Rush sagt. Auch wenn ich jetzt an meinem Lebensabend stehe, so bin ich doch immer noch da. Und ich denke genau das sagt die Musik selbst über mich.“

Und genau diese Einstellung gibt die neue CD von Bobby Rush musikalisch hervorragend wieder.

Deep Rush Records (2019)
Stil: Blues, Funk, Soul

Tracklist:
01. Hey Hey Bobby Rush
02. Good Stuff
03. Get Out Of Here (Dog named Bo)
04. You Got The Goods On You
05. Sweet Lizzy
06. Bobby Rush Shuffle
07. Recipe For Love
08. Pooky Poo
09. Slow Motion
10. Shake Til’ You Get Enough
11. Bowlegged Woman

Bobby Rush
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Oktober Promotion

Jeb Loy Nichols And The Westwood All-Stars – June Is Short, July Is Long – CD-Review

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Review: Michael Segets

In den neunziger Jahren haben Fellow Travellers und Okra All-Stars dem Alternative Country in Deutschland zu einiger Bekanntheit verholfen. Jeb Loy Nichols war damals mit von der Partie. Seit Mitte dieser Dekade startete er dann eine Solo-Karriere und kann mittlerweile auf elf Longplayer zurückblicken.

In Missouri geboren, lebte Nichols an unterschiedlichen Orten in den Vereinigten Staaten und Großbritannien. So teilte er sich in London mit Neneh Cherry eine Wohnung. Mittlerweile ist er in der Abgeschiedenheit von Wales sesshaft geworden und widmet sich neben der Musik auch der Schriftstellerei und der bildenden Kunst.

Musikalisch liegen die Anfänge von Jeb Loy Nichols in der Country-Ecke, doch experimentierte er auch mit anderen Stilrichtungen vom Reggae bis hin zum Hip Hop. Mit seinen Veröffentlichungen schnürt er daher immer Überraschungspakete.

Sein Markenzeichen ist seine samtige Stimme, mit der er viel Soul transportiert. Auf „June Is Short, July Is Long” verbindet Nichols vor allem Modern-Folk-Elemente mit einer ausgeprägten Prise Soul, womit er in die Nähe von Marc Broussard gerückt werden kann.

Beim eingängigen und leicht poppigen „You Got It Wrong“ erinnert seine Stimme an die von Eagle Eye Cherry, dem Halbbruder von Neneh. Dort setzt er zudem die für den Soul typischen Bläser ein. Die Bläsereinsätze sorgen auf „Think I’m Gonna Fall In Love Today“ dafür, dass einem die Commitments in den Sinn kommen. Nichols gibt dem Stück ein Ende, das mit Hörgewohnheiten bricht, indem es nach dem Ausklang nochmals mit einem veränderten Rhythmus einsetzt.

Noch auffälliger ist das experimentelle Finale bei „Nothing You Can Do About It“ und bei „Home In My Arms”. Beide Titel sind an sich sehr gelungene Balladen, bei denen der jeweilige Abschluss eher aufgesetzt und störend wirkt. Hier wäre ein Splitting der Tracks möglich und sinnvoll gewesen.

„Matter Of Fact“ kommt ohne diese Spielereien aus und konzentriert sich auf die schöne Melodie, die von Colvis Phillips‘ akustischer Gitarre getragen wird.

Phillips übernimmt bei den Westwood All-Stars sonst den Bass und überlässt Will Barnes die elektrische Gitarre. Vervollständigt wird die Band durch Josh Davies am Schlagzeug. Bei der Hälfte der Titel unterstützt Jennifer Carr am Keyboard die Truppe.

Eine sanfte, sommerliche Atmosphäre verströmen „Remember The Season” und das leicht angejazzte „On The Night Time”. Getragener sind „How Can A Man (Live Without His Mother)” sowie „Picture Of You”. Neben den ruhigeren Stücken stechen das mit karibischen Einflüssen versehene „Last Train Home” und das erneut mit tollen Einsätzen der Horns gespickte, locker rollende „Black Rooster“ hervor.

Jeb Loy Nichols legt mit „June Is Short, July Is Long” ein Album vor, mit dem ein lauer Sommerabend auf Balkon oder Terrasse ausklingen kann. Unaufgeregte Melodien und die beinahe tiefenentspannte, angenehme Stimme von Nichols eignen sich zur Untermalung eines solchen Feierabends.

Compass Records (2019)
Stil: Modern Folk, Soul and more

Tracks:
01. Intro
02. You Got It Wrong
03. Think I’m Gonna Fall In Love Today
04. Matter Of Fact
05. Nothing You Can Do About It
06. Last Train Home
07. Black Rooster
08. Remember The Season
09. How Can A Man (Live Without His Mother)
10. Home In My Arms
11. On The Night Time
12. Picture Of You

Jeb Loy Nichols
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Compass Records

Grady Champion – Steppin‘ In – A Tribute To ZZ Hill – CD-Review

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Die eigentlichen Champions in der Familie Champion sind die Eltern von Grady Champion. Der Sohnemann ist, sage und schreibe, das jüngste von insgesamt 28 Kindern!!! Das nenne ich mal einen Beitrag fürs Rentensystem! Die Suche nach ’ner 30 1/2 Zimmer Wohnung in Canton, Mississipi, war da vermutlich von absolut abenteuerlicher Natur…

Aber Spaß beiseite, die Familie ist dann natürlich auf einer Farm ansässig geworden. Der Protagonist gelangte, wie sooft bei den Amis, über den Kirchenchor in musikalische Sphären, allerdings zunächst im Rap-Milieu, entdeckte Ende der 1990er Jahre dann aber seine Passion für den Blues. Er  lernte Mundharmonika-Spielen und brachte mit „Goin‘ Back Home“ 1998 sein erstes Album in diesem Stil heraus.

Sein größter Erfolg war sein Co-Writing bei „Trust Yourself“, zu finden auf Etta James‘ Grammy-dekoriertem Album „Let’s Roll“. Auf seinem aktuellen Longplayer „Steppin‘ In“ widmet er die Aufmerksamkeit dem schon lange nicht mehr unter uns verweilenden texanischen Bluesmusiker Z. Z. Hill,  der von seiner mittlerweile ebenfalls verstorbenen Mutter sehr verehrt wurde.

Dessen performte Stücke hat Grady Champion jetzt in ein von ihm zugeschnittenes Gewand gekleidet. Ein typischer Blues-Sound im Stil und Gesang der traditionellen dunkelhäutigen Blues-Ikonen King, Collins, Waters & Co., gemischt mit dem Genre-verwurzelten Gibson ES-E-Gitarrenambiente, Harp-, Bläser-, Piano- und Orgelklängen (klasse hier Sam Brady) und gospeligen als auch souligen weiblichen Hintergrundgesängen.

In der zweiten Hälfte schwenkt das Album mit Stücken wie „Three Into Two Won’t Go“, „Cheating in the Next Room“ und „Right Arm For Your Love“ phasenweise in Soulsphären, wobei letztgenanntes mit seiner Southern-angehauchten E-Gitarre und der rauchig-heiseren Stimme sogar ein wenig an Kid Rock erinnert. Mein Favorit des Werkes.

Die beiden finalen Tracks „Everybody Knows About My Good Thing“ (E-Gitarren-betonter starker Slowblues) und „When It Rains It Pours“ finden dann aber wieder den Weg zurück in die klassischen Blues-Gefilde.

Gray Champion liefert mit „Steppin‘ In“ ein solides, gut und gemütlich anhörbares Blues-Album ab, bei dem seine Empathie für den hier Tribut-bezollten Künstler authentisch zum Ausdruck kommt. Ganz klar Stoff für Traditionalisten der 12-Takt-Sparte.

Malaco Music Group (2019)
Stil: Blues

01. Down Home Blues
02. Shade Tree Mechanic
03. Someone Else Is Steppin‘ In
04. Bump and Grind
05. I’m a Blues Man
06. Open House At My House
07. Who You Been Giving it To
08. Three Into Two Won’t Go
09. Cheating in the Next Room
10. Right Arm For Your Love
11. Everybody Knows About My Good Thing
12. When It Rains It Pours

Grady Champion
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Malaco Music Group

The Liza Colby Sound – 13.04.2019, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

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Seine Impressionen aus dem niederländischen Weert verband Jörg mit dem heißen Tipp, The Liza Colby Sound live zu erleben. Dieser Empfehlung sind Gernot und ich gerne gefolgt, zumal der Abschluss ihrer ersten Europa-Tournee die Band in unsere heimatliche Kulturrampe führte. Circa hundert weitere Besucher wollten sich die vorerst letzte Gelegenheit, Liza Colby und ihre Begleiter auf der Bühne zu sehen, nicht entgehen lassen. Der Rahmen für ein angemessenes Finale der Tour war also gegeben.

Markus „Pille“ Peerlings ließ es sich natürlich nicht nehmen, das Energiebündel aus New York persönlich anzukündigen. Zuvor erinnerte er in eigener Sache an den neu gegründeten Förderverein der Kulturrampe, der hilft das tolle Konzertangebot der Location zu ermöglichen.

Um 21:15 Uhr legte The Liza Colby Sound mit neuen Stücken los, die keinen Zweifel an dem weiteren Verlauf des Abends aufkommen ließen. Kräftig treibender Rock stand auf dem Programm, der Assoziationen zu den frühen Jefferson Airplane oder Led Zeppelin weckte. Liza Colby wird gelegentlich mit Tina Turner verglichen. Die Ähnlichkeiten beschränken sich jedoch eher auf Äußerlichkeiten, wie die Löwenmähne und die energische Art, sich in High Heels über die Bühne zu bewegen.

Vor allem die glänzenden Einlagen von Jay Shepard an der Gitarre nutzte die Sängerin mehrmals, um sich lasziv auf der Bühne zu rekeln. Temperamentvoll und ausdrucksstark – zumeist mit einem Tamburine bewaffnet – zeigte Liza Colby durchgängige Präsenz und zog in ihrer spärlichen Bekleidung die Blicke auf sich. Die Musik hätte es dabei gar nicht nötig, dass durch gewagte Bühnenoutfits von ihr abgelenkt wird.

Der Beginn des Konzerts stand ganz im Zeichen des neuen Tonträgers „Object To Impossible Destination“, der fast komplett vorgestellt wurde. Das Album erscheint offiziell erst im Juli, aber die Band hatte bereits einige Pressungen im Gepäck. Auf die ineinander gespielten „Cool Hand“ und „Creep On“ folgten „Try Me“ und „Young Girl“. Nach einer knappen halben Stunde, bei der kaum Zeit zum Luftholen blieb, richtete die Bandleaderin einige Worte an das Publikum.

Im Mittelteil griff die Band auf Stücke ihrer EP „Draw“ und ihrer Live-EP zurück. Dabei wurden auch einzelne langsamere Titel eingestreut, wobei die Songs meist komplexe Spannungsbögen aufbauten und schließlich doch einen deutlichen Rockeinschlag der härteren Art bekamen. So war „Codine“ einer der hervorragenden Titel des Konzerts.

Bei „White Light“ gestaltete Alec Morton am Bass das Intro. Charles P. Roth gab seine Künste am Schlagzeug in einem mehrminütigen Solo zum Besten. Er bearbeitete ausgiebig alle zu Verfügung stehenden Felle und Becken, was ihm tosenden Applaus einbrachte, zumal er das Publikum zur gesanglichen Begleitung seines Intermezzos einlud. Die Rhythmusgruppe begleitete durchweg souverän die Performance von Colby und bildete den Hintergrund für die vielen Soli von Jay Shepard. Der zeigte an seiner Gitarre, dass er sowohl filigrane Töne als auch deftige Rückkopplungen in seinem Repertoire hat.

Von Videos bekannt fügten sich „Cryin“ und das starke „Thunder Rolling“ nahtlos in die Vorstellung ein. Der neue Titel „Shake You“ stellte für mich einen der Höhepunkte des Auftritts dar. Bei ihm stieg Liza Colby von der Bühne runter und mischte die Menge hautnah auf.

Zum Ende des Konzerts stellte die Sängerin zunehmend Kontakt zum Publikum her, indem sie zum Mitklatschen animierte oder einen Wechselgesang mit ihm anstimmte. Mit „Eye On You“, das wohl die erste Single des neuen Albums wird, ging das Hauptset zu Ende. Nach der Zugabe „Oh Baby“ verabschiedete sich die Band nach 85 energiegeladenen Minuten.

Nach dem Auftritt nahmen sich die sympathischen Bandmitglieder viel Zeit für die alten und neuen Fans. Da ich die in den Startlöchern stehende CD noch nicht kannte, half mir Jay Shepard bei der Zuordnung der Titel zur Setlist. Dort erfuhr ich auch, dass die Band im Oktober wohl wieder den Sprung über den Atlantik machen wird. Wer jetzt The Liza Colby Sound verpasst hat, erhält im Herbst eine neue Chance. Also: Augen und Ohren offenhalten!

Line-Up:
Liza Colby (vocals, tambourine)
Jay Shepard (guitar, vocals)
Alec Morton (bass)
Charles P. Roth (drums, vocals)

Text: Michael Segets
Bilder: Gernot Mangold

The Liza Colby Sound
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Teenage Head Music
Kulturrampe Krefeld

The Liza Colby Sound – 31.03.2019, De Bosuil, Weert – Konzertbericht

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Die Amerikanerin Liza Colby tourt dieses Jahr zum erstem Mal mit ihrer Band durch Europa und macht auch am 13.04.2019 in unserer Kulturrampe in Krefeld einen Konzertstop. Vorab hatte ich aber schon jetzt Gelegenheit The Liza Colby Sound live im niederländischen Musiekzentrum „De Bosuil“ in Weert zu erleben.

Die nur leicht bekleidete Liza Colby brachte knallharte Rockmusik mit quietschenden Gitarrenriffs, viel Anleihen aus dem Soul und teils leichten psychedelischen Einflüssen, aber auch mit ruhigen Passagen, die ihre tatsächlich guten Sangeskünste hervortreten ließen, zum Besten.

Dazu stöckelte die biegsame Liza à la Tina Turner wie ein Wirbelwind und mit äußerst extrovertierten erotischen Tanzbewegungen über die Bühne. Eine gehörige Portion Sexappeal scheint ja auch ihr Markenzeichen zu sein, schaut man sich mal ihre Videoclips auf youtube an. Auch in der Musikbranche gilt eben: Sex Sells!

Wer jetzt Appetit bekommen hat, darf sich wie gesagt u. a. auf den Gig im April in der Kulturrampe freuen mit einem ausführlicheren Bericht hier an gleicher Stelle im SoS.

Und zum Schluss noch einen ganz herzlichen Dank an das nette Team von De Bosuil für die reibungslose Akkreditierung im Nachhinein.

Line-Up:
Liza Colby – lead vocals
Jay Shepard – guitar
Charles P. Roth – drums
Alec Morton – bass

Text und Bilder: Jörg Schneider

The Liza Colby Sound
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Teenage Head Music
Musiekcentrum De Bosuil Weert
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Samantha Martin & Delta Sugar, 22.02.2019, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

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Nach knapp zwei Monaten Liebesentzug war es am 22.02.2019 endlich wieder soweit: Kulturrampen-Time! Dafür schien das Wiedersehen um so leidenschaftlicher zu werden, denn mit Samantha Martin & Delta Sugar hatte sich ein überaus heißer Blues-Soul-Rock-Act in großer Septett-Formation aus dem kanadischen Ontario im kleinen Krefelder Club angesagt.

Auch KR-Macher Markus Pille Peerlings musste dringend seine Akkus wieder aufladen und war aus einer länger-wöchigen Reha-Phase nun wieder für große musikalische Events und Taten einsatzbereit. Er feierte ebenfalls seine diesjährige Konzert-Premiere in seinem zweiten ‚Wohnzimmer‘.

21:15 Uhr schlängelte sich die Band um ihr anführendes Energiebündel Samantha Martin durch die proppenvolle Location, um mit Tracks wie dem satt groovenden Opener „Rocky“, dem CCR-angehauchten „All Night Long“ oder dem herrlichen Schwofer „Gonna Find It“ schwül-heiße New Orleans-Frenchquarter-Atmosphäre im Auditorium zu verbreiten.

Die kleine aber durchaus charismatische Fronterin überzeugte mit gewaltiger Energie und Emotionalität in ihrer Stimme und ansteckender Bühnenpräsenz, die von den beiden dunkelhäutigen Sängerinnen Sherie Marshall und Mwansa Mwansa (was für eine Erscheinung!), noch weitere vokale Vehemenz in Sachen Harmonien und Backgrounds erhielt.

Aber auch die beiden überragend agierenden Curtis Chaffey (mit akribisch genauem E-Gitarrenspiel) und Andrew Moljgun mit seinen Keyboard-Klimpereien sowie einigen furiosen Saxofoneinlagen, als auch die satt groovende Rhythmusfraktion, bestehend aus Ian MacEwan am Bass und ‚Babyface‘ Stephen Adu am Schlagzeug, hatten erheblichen Anteil daran, dass es in der Rampe wie in einem Hexenkessel brodelte.

Das Publikum tanzte, wippte und tobte schon im ersten Set, das mit dem swampigen Stomper „Don’t Shoot“, dem Stones-Cover „Happy“ sowie dem progressiv-umwobenen „My Crown“, weitere intensive Highlights bot.

Klar, dass der Umsatz an kühlen Gersten-Getränken nicht nur in der folgenden Pause florierte. „Feel Good“, der Opener des zweiten Abschnittes, stand quasi metaphorisch für den Rest der Show.  Die Stimmung und Begeisterung in der Rampe steigerte sich von Minute zu Minute, man blickte allseits in beglückte und euphorisierte Gesichter.

Mein persönlicher Favorit  des Abends, das countryeske Lucinda Williams-Stück „Fruits Of My Labor“ (sinnbildlich auch vielleicht auch als Belohnung für Pille Peerlings grandiose Arbeit zu sehen) sowie das furiose Cover-Trio mit „Hard To Handle , „Proud Mary“ (mit Duett-Einbindung unseres Facebook-Freundes ‚Mod Idul‘), und „The Letter“ in jeweils grandiosen Versionen brachten zum Abschluss die Grundmauern der Rampe regelrecht ins Wanken.

Jedem Besucher war am Ende klar, dass Manny Montanas Teenage Head Music mit Samantha Martin & Delta Sugar wieder mal ein absolutes Ass aus dem Ärmel gezogen hatte. Ein unvergesslicher Abend in Krefelds-Parade-Rock Club und zugleich schon ein früher Konzerthöhepunkt 2019!

Line-up:
Samantha Martin (lead vocals, acoustic guitar)
Curtis Chaffey (electric guitar)
Ian MacEwan (bass)
Stephen Adu (drums)
Andrew Moljgun (keys, saxophone)
Sherie Marshall (bgv)
Mwansa Mwansa (bgv, percussion)

Bilder: Jörg Schneider
Text: Daniel Daus

Samantha Martin & Delta Sugar
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Teenage Head Music
Kulturrampe Krefeld
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Andy Frasco And The U.N. – Change of Pace – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Der amerikanische Keyboarder und Sänger Andy Frasco war ein Party-Typ, wie ihn die Geschichte der Rock-Musik immer wieder hervorbringt. Getreu dem alten Ian Dury Song „Sex & Drugs & Rock’n’Roll“ waren durchzechte Nächte und Drogen Exzesse keine Seltenheit. Sein Lebensstil brachte ihn jedoch nach einem längeren Drogentrip zu der Erkenntnis, dass Kreativität und musikalische Fantasie nicht grenzenlos zur Verfügung stehen.

Das neue Album von Andy Frasco & The U.N., „Change of Pace“, ist daher zunächst einmal aus einem Sinneswandel heraus entstanden – ein Tempowechsel in Form eines Longplayers. Für den Bandleader ist das Werk vor allem eine Verarbeitung seiner „Party-First-Phase“, aber auch ein Schritt in eine andere Lebenssituation.

Produzent Dave Schools, Gründungsmitglied und Bassist der Southern-Rock Band „Widespread Panic“, verhalf Andy maßgeblich durch seine ‚Weckrufe‘ zu diesem Kurswechsel. Seine insgesamt vierte LP ist durch eine Art Studio-Tournee entstanden. In einem abgelegenen Bergstudio in Sonoma County begann dann die Produktionsreise an der Seite von Schools und jeder Song spiegelt die Umgebung der Aufnahme-Orte wieder – sei es das New Orleans ‚Bourbon Street Feeling‘, die Indie Atmosphäre von Los Angeles oder die besondere ‚Energie‘ von New York.

Das Titelstück „Change of Pace“ reitet auf einer gewaltigen Keyboard-Wave und gefühlvollen Gospelgesängen dahin. „Don’t Let it Fool Ya“ beginnt zögerlich und geht dann in einen treibenden RnB-Refrain über. Auf „Love, Come Down“ werden moderne Pop- und Soul-Ansätze miteinander verbunden, die auch von einem Bruno Mars-Album stammen könnten. Ein bluesig, ausufernder Bläser-Rhythmus prägt das dynamische Funk-Stück „Up/Down“. Die wunderschöne Soul/Gospel-Perle „Let Your Mind Be Free“ ist der ausdrucksstärkste und intimste Song, auf dem Andy größtenteils solo performt und im Refrain von harmonisch anmutenden Background-Gospel begleitet wird.

Andy Frascos Band „The U.N.“ besteht aus wenigen Mitgliedern und einer Vielzahl von weiteren Musikern, die als Studiogäste ihr Können in das neue Werk einbringen. So auch in die Vorab-Single „Waiting Game“, die auch gehobene Ansprüche eines puren Soul-Rock erfüllt. Auf „Find a Way“ geht es mit dichten Bläsersätzen wieder deutlich funkiger zur Sache. Das letzte Stück „Don’t Let the Haters Get You Down“ erinnert an das Pogues-Feier Lied „Fiesta“ und Andy Frasco beendet das Album somit stilecht nach seinem früheren Motto: „What Happened Last Night?“

Der Blues-Rock der Vorgänger-Alben kommt nicht so stark zur Geltung. Die Pfade führen Andy Frasco & The U.N. eher zu hippen Soul-Rock und R&B-Sounds. Auf dem Blues und Jazz Festival in Bamberg 2016 wurde sein feuriges Live-Album „Songs From The Road“ aufgenommen und auch das Konzert bei Rock am Ring öffnete ihm nicht nur hierzulande die Pforte zu einer treuen Fan-Gemeinde. Mit „Change of Pace“ reiht sich Andy Frasco spätestens jetzt in die Garde erfolgreicher „Tasten-Bandleader“ ein.

Rough Trade (2019)
Stil: Soul, Blues-Rock, R&B

01. Change of Pace
02. Don’t Let it Fool Ya
03. Love, Come Down
04. Up/Down
05. Let Your Mind Be Free
06. Waiting Game
07. Somedays
08. Find A Way
09. Can’t Force Love
10. The Walk
11. Don’t Let the Haters Get You Down

Andy Frasco And The U.N.
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Oktober Promotion

Robben Ford – Purple House – CD-Review

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Review: Jörg Schneider

Für sein neues Album „Purple House“ hat sich der US-amerikanische Fusiongitarrist und Sänger Robben Ford drei Jahre Zeit gelassen. Sein letztes Album „Into The Sun“ erreichte einen beachtenswerten Platz 2 in den Billboard Blues Charts. Immerhin hatte er sich ja auch u. a. so prominente Gastmusiker wie Warren Haynes, Keb’ Mo‘ und Sonny Landreth für das Album um sich geschart.

Umso gespannter war ich jetzt natürlich auf sein neuestes Werk. Robben Ford spielt hier ganz souverän mit Einflüssen aus Soul, Jazz und Blues und arrangiert diese zu teilweise recht funkigen Stücken. Seine musikalische Herkunft als Fusiongitarrist tritt in all seinen Songs unverkennbar zu Tage. Miles Davis, Chick Corea und B. B. King, mit denen er schon für mehrere Projekte zusammengespielt hat, haben in seiner Musik eben ihre Spuren hinterlassen, was absolut positiv zu verstehen ist.

Vielmehr greift er deren Stilelemente auf, variiert sie geschickt und gibt so seinen Songs, zusammen mit seiner stets präsenten Stimme, einen eigenen unverwechselbaren Charakter. Insgesamt besticht Robben Ford auf seiner neuen CD als ein Gitarrist, der es immer wieder schaff,t seinem Instrument einen bemerkenswert klaren Sound zu entlocken.

Gleich der erste Track seines Albums „Tangle With Ya“ beginnt mit einer kraftvollen Schlagzeugperformance während im Folgenden soulige Gebläsesätze und funkige Backgroundvocals den treibenden Rhythmus aufrecht erhalten. Die musikalische Ausrichtung des Longplayers ist damit vorgegeben und setzt sich mit „Bound For Glory“, „Cotton Candy“ (schöne, pfundige Basslinie) und „Somebody’s Fool“ fort, wobei der letzt genannte Track eine durchaus etwas härtere Gangart anschlägt.

Wahre Ohrwurmqualitäten besitzt das relaxte „What I Haven’t Done“, getragen von Robben Fords einprägsamen, balladenhaften Gesang, angereichert mit fein arrangierten Bläser-Akzenten. Fürs Chillen nach einem anstrengenden Tag bieten sich „Empty Handed“ (ein verträumter Slowblues mit leicht verhallten und sphärischen Klangbildern), das sehr melodiöse und leicht jazzig-soulige „Wild Honey“ sowie „Break In The Chain“ mit countryartigem Intro im Singer/Songwriter-Stil an, wobei Bluessängerin Shemekia Copeland, ganz in der Tradition von Koko Taylor und Etta James, eine äußerst harmonische gesangliche Verstärkung bietet.

„Purple House“ ist also keine reinrassige Bluesscheibe, da Robben Fords Musikstil sehr stark von Soul-, Funk- und Jazz-Einflüssen geprägt ist. Sie bietet aber schön arrangierte Stücke, die man/frau sich immer wieder gern anhören wird.

earMUSIC (2018)
Stil: Blues, Fusion

Tracks:
01. Tangle With Ya
02. What I Haven’t Done
03. Empty Handed
04. Bound For Glory
05. Break In The Chain
06. Wild Honey
07. Cotton Candy
08. Somebody’s Fool
09. Willing To Wait

Robben Ford
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The Marcus King Band – Carolina Confessions – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Die Marcus King Band legt ein Bekenntnis ab! Musikalisch, dass sie sich voller Hingabe dem Blues und Southern Rock verschrieben hat. Thematisch geht es um Schuld und Vergebung nach dem Ende einer Beziehung. Der 22-jährige Bandleader und Songschreiber Marcus King verarbeitet auf dem dritten Studioalbum den schwierigen Abschied aus seiner Heimat South Carolina.

Produziert wurde „Carolina Confessions“ an der Seite von Grammy Award-winner Dave Cobb (u.a. Chris Stapleton, Jason Isbell, Zac Brown Band, Whiskey Myers und Rival Sons), der sich vor allem im Americana- und Country-Bereich ausgezeichnet hat, im RCA Studio in Nashville, TN.

Sein Mentor, der legendäre Blues-Musiker und das Allman Brothers Band Mitglied Warren Haynes, ebnete King den Weg, indem er ihn 2015 auf seinem Label (Evil Teen Records) unter Vertrag nahm und das zweite Album mit produzierte. Die Einflüsse der Allman Brothers Band sind unverkennbar („8 a.m.“). Aber auch die Dereck Trucks Band oder Gov’t Mule finden sich als musikalische Vorbilder („Goodbye Carolina“, „Autumn Rains“) wieder.

King ist zwar der alleinige Songwriter, legt aber sehr viel Wert darauf, das Album als Bandprojekt zu verstehen: „There’s six of us, and we have our own arbitration process; he [Dave Cobb] was really understanding of the fact that this is a band.“ Wie auf den vorherigen Studioalben „Soul Insight“ (2015) und „The Marcus King Band“ (2016) orientiert man sich am Sound der Vorbilder und Unterstützer, scheut andererseits keine Experimente.

Da wäre zunächst das leicht funkige „Homesick“ zu nennen oder auch „Where I’m Headed“ mit saftiger Bläserbegleitung im Refrain. Die überwältigende und melancholische Southern Rock Ballade „Goodbye Carolina“ ist das beeindruckende Aushängeschild des Albums, was nicht nur am persönlichen Songwriting von King liegt, der hier über den Verlust eines engen Freundes singt. „How Long“ ist hingegen ungewöhnlich experimentell, mit einem schwungvollen Rhythm & Blues Sound versehen, der den aktuellen R&B „Überfliegern“ Nathaniel Rateliff & The Night Sweats in nichts nachsteht.

„Confessions“, der bluesigste Tune der Scheibe, nimmt wie andere Songs, nochmals Bezug auf das LP-Grundthema „Sünde und Verzeihung“ („Forgive me for I have sinned“). Das aktuelle Werk ist für King aber genauso ein Aufbruch zu neuen Ufern, gleichbedeutend mit dem Verlassen seiner Heimat. Dieser Weg ist für ihn verbunden mit Zweifeln und Ängsten, die er auf den Tracks immer wieder zum Ausdruck kommen lässt („Where I’m Headed“).

Abschließend mit dem souligen „Side Door“, dem von der Akustik-Gitarre geprägten „Remember“ und dem harten Stoner Rock Jam-Track „Welcome ʹRound Here“, mag man irgendwie kaum glauben, dass es sich bei „Carolina Confessions“ erst um den dritten gemeinsamen Longplayer handelt, so routiniert spielt die sechs Mann starke Band zusammen.

„Carolina Confessions“ ist ein hingebungsvolles Blues- und Southern Rock-Album und ein Bekenntnis zu den musikalischen Wurzeln. Mit diesem meisterlichen Longplayer wird der erfolgreiche Siegeszug der Marcus King Band fortgesetzt!

Fantasy Records (2018)
Stil: Blues Rock, Southern Rock, Soul

01. Confessions
02. Where I’m Headed
03. Homesick
04. 8 a.m.
05. How Long
06. Remember
07. Side Door
08. Autumn Rains
09. Welcome ’Round Here
10. Goodbye Carolina

The Marcus King Band
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Marc Broussard – Support: Batomae – 12.10.2018, Pitcher, Düsseldorf – Konzertbericht

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Es war unser aller erster Besuch im Pitcher in Düsseldorf, daraus resultierend ergab sich in dem dicht besiedelten Stadtteil Oberbilk für uns eine recht schwierige Parkplatzsuche, die wir dann aber mit etwas Glück noch in einigermaßen erträglicher Distanz zum Ort des Geschehens lösen konnten.

Dadurch bedingt verpassten wir allerdings die Anfangsminuten des Voracts Batomae, an diesem Abend mit David Müller (ehemaliger Luxuslärm-Bassist) und seinem Bruder Florian im Duo agierend. Die (Indie-) Deutsch-Pop-Szene der Marke Clueso, Benzko, Annen May Kantereit & Co. erfreut sich ja gerade bei jungen Leuten immer größer werdender Beliebtheit und vermutlich auch das Hinterlassen der Visitenkarte von Marc Broussard an gleicher Stelle vor drei Jahren, werden dazu beigetragen haben, dass diese ungewöhnliche Mischung, mit nahezu 150 Leuten, für ein ausverkauftes Haus sorgte.

Die beiden Müllers boten dann auch den Stoff, den ich so aus der Szene vom Radio her kenne, falls ich mal meinen USB-Stick vergessen habe. Melodische Lieder, mit teilweise hintergründigen Texten und Botschaften, wobei in diesem Fall bei „Schweigen Ändert Nichts“ und „Unvergleichlich“, die Beziehung des Protagonisten David zu seiner Managerin Jana Crämer, die an einer Essstörung namens Binge Eating leidet, eines der Songthemen darstellte.

In einer kurzweiligen knappen Dreiviertelstunde boten die beiden noch weitere Stücke wie u. a. „Kein Wort“, „In Gedanken“ oder „Urlaub“ und wurden mit viel Applaus verabschiedet.

Während der recht zügigen Umbaupause hatten wir uns in dem langen ‚Schlauch‘ nach vorne durchkämpfen können, um dem Hauptanliegen unseres Besuchs, Marc Broussard, dann quasi ‚Auge in Auge‘ gegenüberzustehen. Der hatte ja vor kurzem wieder eine schöne, natürlich auch von uns beleuchtete CD namens „Easy To Love“ mit dabei, aus der der melancholische Opener „Leave The Light On“ auch hier zur Einstimmung genutzt wurde.

Nach dem ebenfalls noch recht ruhigen „Wounded Hearts“, offerierte der Louisiana-Musiker, erstmals standesgemäß seine Soul- und Groove-Qualitäten in Verbindung mit seiner grandiosen Stimme, mit den drei in einander überlaufenden Tracks „Try Me“, „Fire In The Bayou“ und „Love And Happiness“, wobei Joe Stark, seinem Nachnamen mit tollen E-Gitarrensoli, alle Ehre erwies.

Schon früh zeigten sich auch die Qualitäten aller beteiligten Musiker in den perfekt sitzenden Harmoniegesängen (auch beim folgenden „Memory Of You“), die sich wie ein roter Faden durch das (zur großen Fotografenfreude von SoS-Kollege Gernot…) fast durchgehend in rote Scheinwerferlichter gehüllte Pitcher zogen.

Bärenstark war dann auch das tolle Titelstück des neuen Longplayers „Easy To Love“ und mein absoluter Favorit des Silberlings als auch des Abends, das wunderbare Frankie Miller-Cover „Baton Rouge“, auf das ich mich besonders gefreut hatte.

Nach einem Medley mit der Einbindung von Klassikern wie u. a. „Sex Machine“, ging es mit dem fett gerockten „Dyin‘ Man“ (zwei klasse Soli von Joe Stark) schon in die Schlussphase, die nach, wie schon zuvor, vier gereichten ‚Jack Daniels Shots‘, mit dem abwechslungsreichen „Home“ und dem Solomon Burke-Cover „Cry To Me“, großen Anklang im Publikum fand.

Ohne Zugabe wollte Marc dann doch nicht von der Bühne weichen und schloss mit einer Solovorstellung von „Send Me A Sign“ den Kreis der Präsentation seiner neuen Scheibe. Ich persönlich hätte zwar gerne auch noch Stücke wie „Lonely Night In Georgia“ oder das countrylastige „When It’s Good“ mal gehört, aber man ja nicht alles haben.

Nach dem Gig waren dann alle Musiker draußen vor der Kneipe für die obligatorischen Smalltalks, Autogramme und Bilder zur Stelle, wobei Marc und ’seine‘ Mitstreiter, als auch David Müller, sich als sehr sympathische Personen entpuppten. Klar war somit, dass dann alle noch für unser Foto für die VIP-Galerie posierten.

Eine absolut gelungene Vorstellung. Trotz viel toller Musik, so gut wie keine Längen, hat richtig Spaß gemacht. Danke an das Pitcher-Team und Maren Kumpe von Musik Matters für den perfekt organisierten Abend.

Line-up Batomae:
David Müller (lead vocals, acoustic guitar)
Florian Müller (electric guitar, vocals)

Line-up Marc Broussard:
Marc Broussard (lead vocals, electric guitar)
Chad Gilmore (drums, vocals)
David Raymond jr. (bass, vocals)
Joe Stark (electric lead guitar, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Marc Broussard
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