Ryan McGarvey – Support : The Blues Vaccination, 01.09.2019 – Musiekcentrum De Bosuil, Weert, Konzertbericht

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Zu einer in Deutschland eher untypischen Zeit stand ein Konzert des aus Albuquerque stammenden Ryan McGarvey im niederländischen Weert auf dem Programm. Schon um 15:00 Uhr öffneten sich die Türen des schönen Veranstaltungsortes de Bosuil.

Die Wartezeit bis 16 Uhr, wo die Vorband Blues Vaccination beginnen sollte, verkürzten sich die Besucher mit Smalltalk. Einige kamen auch aus Deutschland und ein Hardliner hatte sich sogar von Kent/England auf den Weg in die Niederlande gemacht. Es handelte sich um einen harten Kern von Fans, die Ryan McGarvey auf zahlreichen Konzerten begleiten, in den man direkt integriert war.

Interessant war auch ein Gespräch mit einem aus Düsseldorf stammenden Gitarrentechniker, der ein klein wenig über die Tour und anstrengende Fahrten quer durch Europa (teilweise bis Barcelona zur Bluescruise) berichtete.

Pünktlich um 16:00 Uhr begann die aus der Nähe von Roermond stammende Combo Blues Vaccination mit dem Vorprogramm. Die erst seit kurzen bestehende Band spielte einen bunten Mix verschiedener Interpreten und bewies dabei ihre spielerischen Fähigkeiten. Stephan Bastiaens überzeugte stimmlich bei allen Songs, die Rhythmusfraktion um Erwien Gelen an den Drums und Jules Meffels am Bass sorgte für eine starke Grundlage.

Besonders stark war der treibende Rhythmus zu Joe Bonamassas „Slow Train“. Stark auch der junge Gitarrenhexer Tom Renet, der bei machen Soli kaum zu bremsen war. Aber auch die anderen Songs, wie z.B. „Sloe Gin“ (Tim Curry, aber ebenfalls von Bonamassa performt), oder „Everyday I Have The Blues“ (u. a. B.B. King, Jimi Hendrix) brachte das Quartett souverän auf die Bühne und die Anwesenden sparten nicht mit dem berechtigten Applaus.

Zu der guten Stimmung trug auch bei, dass die Band sehr gut abgemischt war und ihr eine Spielzeit von etwa 70 – 80 Minuten gewährt wurde, was im Umgang mit Vorbands nicht immer der Fall ist. Somit ein Kompliment für den Support. Schön wäre es, wenn sie nach dem Einstieg mit Coversongs, eine Weiterentwicklung mit eigenem Material vollziehen würden.

Nach einer relativ kurzen Umbaupause betraten dann Ryan McGarvey und Band die zunächst spärlich beleuchtete, leicht vernebelte Bühne.  Mit “Right Side Of The Dirt” vom aktuellen Album “Heavy Hearted” legte das Trio gewohnt dynamisch los. Mit Logan Miles Nix und Artha Meadors an seiner Seite scheint der Protagonist mittlerweile sein ideales, prächtig harmonierendes Kollektiv gefunden zu haben, das Ryan mit gekonnten Rhythmusspiel alle Freiheiten für sein exzellentes Gitarrenspiel lieferte. An der druckvollen Gangart änderte sich auch bei den folgenden Songs wenig.

Nach “Little Red Riding Hood” von „The Road Chosen“ folgte mit “Ain’t Enough Whiskey” von “Heavy Hearted” ein Song, der vermutlich die Gefühlslage McGarveys nach dem Verlust seines Vaters widerspiegelte.

Nach „Fading Away”, “Surrendered” und “Pennies” brachte er mit “I Wish I Was Your Man” den Track, welchen er sonst oft zum Konzerteinstieg spielt. Dies zeigt, dass McGarvey immer wieder die Setliste wechselt und nicht, wie bei anderen Acts, ewig dieselben Songs runtergenudelt. Er präsentierte auch einen Querschnitt durch all seine Schaffensphasen, was verdeutlicht, dass sowohl das ältere, wie auch das neue Material für ihn von Bedeutung ist.

Danach legte McGarvey seine E-Gitarre bei Seite und ließ sich die akustische reichen. Dies änderte bei „Six Feet” allerdings nichts an der Dynamik der Songs. Auch akustisch ließt er es zunächst in Begleitung der Band krachen.

Mit der wunderschönen Ballade „My Heart to You” durchwehte ein Hauch von Melancholie das de Bosuil. McGarvey alleine auf der passend moderat illuminierten Bühne bewies, dass in zurückgenommener Art und Weise das Publikum begeistern kann.

Mit „Four Graces”, einem akustischen Inferno, riss er das Publikum anschließend jäh aus allen Träumen. Nach “So Close To Heaven” kam das hart rockende „Memphis“, bei dem sich auch seine Mitstreiter wieder austoben konnten.

Mit dem sphärischen psychedelischen „Mystic Dream“ kam dann das absolute Highlight der Show. Über knapp 10 Minuten entlockte McGarvey seiner Gibson Les Paul Töne und Klangteppiche, die das Publikum immer wieder ins Staunen versetzen. Filigranes Spiel wechselt mit brachialen Passagen, in denen McGarvey einen Belastungstest für alle Regler und Schalter an seiner Gitarre durchzuführen scheint. Es sei vorweggenommen, die Les Paul hat es überlebt und das Publikum war begeistert.

Nachdem das Trio kurz die Bühne verlassen hatte, kam zunächst Logan Miles Nix alleine auf die Bühne, setzte sich hinter sein Schlagzeug und lieferte ein schon in Richtung Hardrock gehendes Drum Solo ab, in das dann Artha Meadors mit seinem Bass einstieg, um den letzten Song „Joyride“ einzuläuten. Dieser wurde in einer ‚Extended Version‘ den Zuschauern vorgetragen, sodass auch Meadors seine Soloeinlage hatte, den Bass am Gurt durch die Luft schleuderte, um ihn am Ende in die Zuschauer zu halten, damit diese die Saiten anschlagen konnten.

Knapp 100 Minuten waren wie im Fluge vergangen und die Erwartungen der Besucher wurden gänzlich erfüllt. Dies lag neben den gut aufgelegten Künstlern auch am differenziert ausgesteuerten Sound, einer abwechslungsreichen Ausleuchtung der Bühne, aber auch am, wie immer freundlichen Personal des de Bosuil und natürlich dem begeisterungsfähigen Publikum.

Nach der Show standen Ryan & Co. noch am Merchandise-Stand, um Smalltalk zu halten und CDs zu signieren.  Ein Dank auch an Manni Küsters und Ryan McGarvey für die problemlose Akkreditierung sowie die Zeit für ein Interview kurz nach dem Konzert, als auch die Möglichkeit, von der, beim Konzert nicht genutzten Empore, fotografieren zu dürfen.

Line-up The Blues Vaccination:
Stephan Bastiaens (lead vocals)
Tom Renet (electric guitar)
Jules Meuffels (bass)
Erwin Gielen (drums)

Line-up Ryan McGarvey:
Ryan McGarvey (lead vocals, guitars)
Artha Meadors (bass)
Logan Miles Nix (drums)

Text und Bilder: Gernot Mangold

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Musiekcentrum De Bosuil Weert

Blackberry Smoke – Support: Quaker City Night Hawks – 27.10.2018, Musiekcentrum De Bosuil, Weert – Konzertbericht

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Drittes Southern Rock-Konzert innerhalb von fünf Tagen mit drei hochkarätigen Bands (alle irgendwie mit unterschiedlichen musikalischen Ansätzen) – wann hat es das schon mal gegeben? Erlebt das Genre bei uns in Europa nochmal ein kleine Renaissance?

Dritte im Bunde waren die momentanen Platzhirsche der Szene, vor allem was den Zuschauerzuspruch angeht, Blackberry Smoke, die sich zur Zeit wieder auf hiesiger Tournee befinden.

Ich begleite das Georgia-Quintett ja eigentlich review-technisch schon von Anfang an, selbst als sie noch jedem Zuschauer in relativ kurzem Zeitraum die Hände schütteln konnten und man mit den Jungs nach dem Gig an der Theke noch gemütlich ein Bier trinken konnte.

Die Zeiten sind lange vorbei. Charlie Starr und seine Bandkumpanen Paul Jackson, Brandon Still, Richard und Brit Turner haben sich durch kontinuierlich gute Scheiben und regelmäßige Live-Präsenz bei uns, eine stetig wachsende Fangemeinde aufgebaut (überraschender Weise mit auch sehr vielen jüngeren Anhängern), und sorgen hier mittlerweile in den mittelgroßen Locations für ausverkaufte Häuser.

So auch an diesem Abend im brechend vollen Musiekcentrum De Bosuil im holländischen Weert, zu dem auch viele Deutsche aus dem Grenzgebiet angereist waren.

Als Support hatten sie diesmal die texanischen Quaker City Night Hawks mit dabei. Ich muss direkt sagen, endlich mal ein Act, der auch Spaß gemacht hat, nachdem bei allen Konzerten zuvor, die ich bisher von Blackberry Smoke erlebt hatte, immer grottenschlechte und  nicht passende Acts erstmal die Toleranz auf die Probe gestellt hatten.

Das Lonestar-Quartett um die beiden Leader Sam Anderson (so ein Marcus King-Typ) und David Matsler (schöne Stimme Richtung Cody Canada) lieferten angenehme, versierte Kostproben aus ihren bisherigen Fundus (mit u. a. „Cold Blues“, „Mockingbird“, „Fox In The Hen House“) und gaben mit Stücken wie „Colorado“ und „Suit In The Back“ einen Ausblick auf ihr neues, voraussichtlich im Februar erscheinendes Album.

Trademark des Vierers sind die wechselnden Lead- und sich ergänzenden Harmoniegesänge der beiden Hauptprotagonisten, gepaart mit texanisch angehauchter E-Gitarrenarbeit. Mein Favorit aus ihrem Programm war der „Rattlesnake Boogie“, der passender Weise mit schönen Rasseleffekten versehen wurde. Eine klasse Truppe, bei der es durchaus lohnt, sich mit ihr tiefergehend zu beschäftigen.

Charlie Starr und seine Kollegen hatten mit dem launigen Auftakttrio „Fire In The Hole“, „Nobody Gives A Damn“ und „Good One One Comin‘ On“ die Audienz sofort auf ihrer Seite. Schwerstarbeit musste ihr Gitarren-Rowdie leisten, der Starr und Paul Jackson mit stetig wechselnden Arbeitsgeräten versorgen musste.

Im Gegensatz zu Lynyrd Skynyrd, die es jetzt Jahrzehnte geschafft haben, sich bei Ihren Live-Auftritten auf ein paar wenigen Stücken auszuruhen, darf man sich bei Blackberry Smoke über einen steten Wechsel in der Setlist freuen. Konstant ist bei Blackberry Smoke nur das Line-up, was eine auf eine gute interne Harmonie Rückschlüsse zulässt. Rein äußerlich ist eigentlich hier nur das Wachsen und Ergrauen der beiden imposanten Turner-Bärte als marginale Randnotiz zu vermerken.

So wurden natürlich die aktuellen Silberlinge „Find A Light„/“The Southern Ground Sessions“ („Best Seat In The House“, das wunderbare „Run Away From It All“) genauso umfassend abgebildet wie auch Stücke aus den vergangenen Alben (u. a. „Waiting For The Thunder“, „Let It Burn“, Sanctified Woman“, „Up In Smoke“, „Son Of The Bourbon“, „Like An Arrow“).

Zu gefallen wusste der Fünfer sowohl bei instrumentell ausufernderen Sachen mit zum Teil progressivem Touch wie „Medicate My Mind“, „The Whippoorwill“ oder „Sleeping Dogs“ (mit Einbindung des Beatles-Klassikers „Come Together“) als auch bei Ausflügen in den countryesken Bereich z. B. „I Ain’t Got The Blues“ und dem Gänsehaut-erzeugenden Ohrwurm „One Horse Town“.

Über den Mehrwert, der durch Brandon Still mit seiner variablen Keyboard-Arbeit (Orgel, E-Piano, HT-Piano) erzeugt wird, ist ja hier schon mehrfach philosophiert worden. Die Turners verrichteten ihr routiniertes Rhythmus-Werk, Paul Jackson glänzte neben Charlie Starr als unangefochtenem Leader (viele schöne E-Gitarrenspielereien), vornehmlich in den Twin-Passagen und bei kleineren Soli.

Blackberry Smoke präsentierten sich an diesem Abend in bester Spiellaune und hatten spürbar richtig Bock, was sich am Ende mit „Flesh And Bone“, dem herrlichen „Ain’t Much Left Of Me“ (mit integriertem „Mississippi Kid“ von Skynyrd) und dem, auf Zuschauerwunsch gespielten, zuvor schon länger nicht mehr performten „Train Rollin'“ in gleich drei Zugaben äußerte.

Eine gut aufgelegte Band, erstmalig ein perfekter Sound von Anfang an (Kompliment an den Mischer) und ein begeistert mitgehendes Publikum sowie die dementsprechend tolle Stimmung – Blackberry Smoke lieferten eine starke Werbung für den Southern Rock! Unser Dank an Olli Bergmann von Oktober Promotion und den Tourmanager Dan Tobin für die unkomplizierte Akkreditierung. Hat Spaß gemacht – eine Woche, die lange in Erinnerung bleiben wird!

Line-up:
Charlie Starr (lead vocals, electric guitar, acoustic guitar)
Paul Jackson (electric guitar, acoustic guitar, vocals)
Brandon Still (keys)
Richard Turner (bass, vocals)
Brit Turner (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Musiekcentrum De Bosuil Weert
Oktober Promotion

Soul Return – 22.06.2018, Musiekcentrum De Bosuil, Weert – Konzertbericht

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Arbeitsteilung in Sounds Of South. Während Gernot Mangold den Gig von Captain Ivory in der Krefelder Kulturrampe alleine ’schulterte‘, besuchten  Jörg Schneider (nach gerade fertiggestelltem, neuen Domizil, wieder richtig heiß auf Livemusik) und ich, die noch recht frisch formierte Band Soul Return im niederländischen Musiekzentrum De Bosuil in Weert.

Für mich war es nach dem VoltageAuftritt, der zweite Besuch, für Jörg, der das CD-Debüt des Quartetts vor geraumer Zeit begeistert reviewt hatte, die Premiere. Die Holländer sind in Sachen Livemusik ein Phänomen. Freier Eintritt an einem Freitag Abend (!), die Location, die, wie wir schon damals  sehen konnten, wird variabel den Begebenheiten angepasst.

Diesmal war der hintere Bereich zu einer Art kleinen Kneipe mit Bühne umgestaltet, von den perfekten Lichtverhältnissen samt stetig varierender Bühnenbeleuchtung und dem brillanten Sound ganz zu schweigen. Dazu noch die perfekt funktionierenden Bewirtungsstrukturen mit einem freundlichen Personal, das wirklich ‚auf Zack‘ ist.

Nur die Publikumspräsenz spielte leider nicht mit. Knapp etwas über 30 Zuschauer fanden sich zum Europa-Debüt der Kalifornier ein. Diese wurden aber mit einer grandiosen Show für ihr Kommen belohnt. Kellie Rucker, ihr kongenialer Partner JJ Holiday (bekannt auch durch die Imperial Crowns) und die songdienliche Rhythmusfraktion, bestehend aus Michael Barsimanto und Dal Martino (auch Mitglied der deutschen Band Nighthawks), spielten so furios, als wenn das ganze Musiekcentrum aus allen Nähten geplatzt wäre. Tolle Einstellung!

Kein Soul, wie es der Name vielleicht suggeriert, sondern herrlich knarziger Blues Rock mit viel Seele und Southern-Esprit war angesagt. Im Fokus stand natürlich das komplett durchgespielte, neue Werk. Die kleine zierliche Kellie Rucker erwies sich als umso größere schwergewichtigere Shouterin mit grandiosem Gesang, ähnlich veranlagten Interpretinnen wie Sass Jordan, Eve Selis oder Kim Carnes in Nichts nachstehend, dazu mit toller Harp-Performance (sie hatte ein Riesenarsenal an Plustergeräten in einem Klappkoffer vor sich liegen), die – zumindest mir geht es bei diesem Instrument so – auch trotz ständigen Einsatzes, nie zu nerven begann.

Dazu kam ihre kommunikative, mitnehmende Art, die in eine unterhaltsame Tanzperformance im Publikum, zu der sie sich einen der anwesenden Männer geschnappt hatte, beim launigen „Talk To Me“ mündete. Begeisternd auch die Gitarrenkünste von JJ Holiday, der mit allen Techniken vertraut ist und hier, besonders im Slide-Bereich, Maßstäbe setzte. Einfach klasse!

So vergingen die beiden Sets mit Highlight-Stücken wie dem balladesken „Life Of Crime“, den deltabluesigen „FYI/Walking Blues“ und „Throwin‘ And Fumblin'“, dem Las Vegas-gewidmeten Song „Va Va Voom“ (herrlich fetter Sound am Ende), den atmosphärischen „Kiss Me“ und „Had We Not“, dem unterhaltsamen, bereits erwähnten Talk To Me“ und dem live, als finaler Track, noch besser zur Geltung kommenden „If Walls Could Talk“, wie im Zeitraffer.

Bei der fälligen Zugabe, dem Elmore James-Klassiker „Shake Your Moneymaker“, hatten sich dann die anwesenden Zuschauer komplett vor der Bühne versammelt und rockten zusammen mit den Soul Return-Musikern den Gig stimmungsvoll zu Ende.

Ein – von der Besucherresonanz abgesehen – sehr gelungener Auftakt des spielfreudigen Quartetts, dass leider nicht bei uns, sondern nur in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Luxemburg zu sehen sein wird. Die äußerst sympathischen Kellie und JJ stellten aber eine Visite im nächsten Jahr in Aussicht. Jörg und ich traten schwer beeindruckt und froh über den guten ‚Riecher‘ die Rückreise in die heimischen Gefilde an. Bestnote für Soul Return!

Line-up:
Kellie Rucker (lead vocals, harp, percussion)
JJ Holiday (electric guitar, vocals)
Dal Martino (bass)
Michael Barsimanto (drums, vocals)

Bilder: Jörg Schneider
Text: Daniel Daus

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