Lukas Nelson & Promise Of The Real  – Naked Garden – CD-Review

LN_300

Review: Michael Segets

Wahrscheinlich hat Lukas Nelson den SoS-Review seiner letztjährigen CD „Turn Off The News (Build A Garden)“ gelesen und die dort geäußerte Kritik, dass das Album streckenweise überproduziert wirkt, beherzigt. Mit „Naked Garden“ schieben Lukas Nelson & Promise Of The Real eine erdigere Scheibe nach, die alternative Versionen von Tracks des Vorgängeralbums und neun Stücke umfasst, die es seinerzeit nicht auf den Tonträger geschafft hatten.

Die Truppe erwischte während der sechstägigen Session in den Shangri-La Studios, Malibu, wohl einen produktiven Lauf. Nachdem „Turn Off The News (Build A Garden)“ erschienen war, blieb daher der Eindruck zurück, dass noch ein Epilog zu dem Album nötig wäre, der die Stimmung und die Energie wiedergibt, die im Studio die Band erfasste.

So sind einige Lacher, Unterhaltungen und Nebenbemerkungen konsequenter Weise auch nicht weggeschnitten worden. Die musikalische Perfektion stand bei „Naked Garden“ nicht im Vordergrund, wobei klangtechnisch keine Einschränkungen gemacht wurden. Produziert hat die Schiebe wieder John Alagia. „Bad Case“ ist in einer frühen Version vertreten.

Das Rockstück ist deutlich rootsiger als auf der zuvor erschienen Scheibe und nun vollständig überzeugend. Das stripped down Arrangement der erneut veröffentlichten Titel funktioniert gut. Die neuen Versionen haben durchgängig die Nase gegenüber den vorangegangenen vorn. Dies gilt sowohl für „Out In LA“, das sowieso zu meinen Favoriten zählte, als auch für „Civilized Hell“. Der Song ist sogar in einer rockigen und einer akustischen Interpretation auf „Naked Garden“ zu finden. „Stars Made Of You“ und „Where Does Love Go“ sind auch besser als vorher, gehören aber immer noch nicht zu den starken Stücken von Lukas Nelson & Promise Of The Real.

Die minimalistische Produktion verhindert den süßlichen Beigeschmack nicht, den Lukas Nelson & Promise Of The Real oftmals ihren Titeln des unteren und mittleren Tempobereichs hinzufügen. Befindet sich „Movie In My Mind“ auf der Grenze zum Schmalz, überschreitet Nelson diese bei „Focus On The Music“ oder „Fade To Black“. Im Dreivierteltakt walzt sich die Band durch „The Way You Say Goodbye“ als Hommage an den frühen Country der fünfziger und sechziger Jahre.

Percussion und Rhythmusarbeit auf den locker rockigen Nummern „Back When I Cared“ und „Couldn’t Break your Heart“ stechen besonders hervor. Diese sind ebenfalls beim souligen „My Own Wave“ auffällig, wobei das Stück einen funkigen Einschlag hat. Noch deutlicher wird die Funk-Anleihe beim Jam „Speak The Truth“. Der Song bleibt aber melodiös und erdig. Er stellt sicherlich einen der besten Originalbeiträge auf der CD dar, der die Atmosphäre im Studio gelungen transportiert.

Neben der alternativen Version von „Bad Case“ ist das neue „Entirely Different“ das Highlight des Albums. Das über siebenminütige Southern-Epos eröffnet den Longplayer mit klasse Gitarre und stimmigen Tempowechseln.

Der Verzicht auf große Arrangements auf „Naked Garden“ macht sich bezahlt. Der erdigere Sound steht Lukas Nelson & Promise Of The Real sehr gut zu Gesicht. Der Nachschlag zu „Turn Off The News (Build A Garden)” übertrifft daher den vorangegangenen Hauptgang. Dabei zeigt sich erneut, dass die Stärke der Band in den rockigeren Tönen liegt.

Fantasy Records (2020)
Stil: New Country/Rock

Tracks:
01. Entirely Different
02. Civilized Hell (Alternate Version)
03. Back When I Cared
04. Movie In My Mind
05. Focus On The Music
06. My Own Wave
07. Fade To Black
08. Out In LA (Extendend Version)
09. Couldn’t Break Your Heart
10. Speak The Truth
11. Civilized Hell (Acoustic Version)
12. Bad Case (Alternate Version)
13. Stars Made Of You (Alternate Mix)
14. Where Does Love Go (Alternate Mix)
15. The Way Your Say Goodbye

Lukas Nelson
Lukas Nelson bei Facebook
Fantasy Records
Oktober Promotion

The Shires – Good Years – CD-Review

Shir_300

Drittes Album des britischen Erfolgduos The Shires, alias Chrissie Rhodes und Ben Earle. Die beiden Protagonisten haben seit ihrem Bestehen die Country-UK-Charts fest im Griff und werden auch mit „Good Years“ wieder obenauf sein.

Es läuft einfach gut für die beiden, auch in den Staaten sind sie längst angekommen, dort erhielten sie vor geraumer Zeit sogar als erster britischer Act den „Jeff Walker Global Artist Award“ von der Country Music Association (CMA) verliehen.

Selbstredend, dass auch der neue Silberling in Nashville, jetzt unter BMG-Major-Flagge, eingespielt und aufgenommen wurde. Rhodes und Earle haben zwölf neue Songs kreiert, die ihre Hooks, Melodien und flockigen Refrains auf poppigem Keyboard- und rhythmischen Drum (Loop)-Fundament ausrichten. Um die Countrykompatibilität zu wahren, gibt es zwischendurch immer wieder geschickt eingestreute Akustik-, E- Gitarren, Steel- oder Mandolinenklänge.

Die beiden wechseln sich in ihren Leadvocals-Parts kontinuierlich ab und finden genau so oft in den Harmoniegesängen wieder zusammen.
Die zwölf Tracks gehen sehr eingängig in einem Rutsch runter, einziger Vorwurf ist, dass hier sehr vorhersehbar und glatt , mit dem Blick auf den Charterfolg produziert wurde. Jedes Stück ist quasi singletauglich.

Mir gefällt es persönlich am Besten, wenn sie wie bei Sachen wie „People Likes Us“ oder „Better Place“ mal etwas die Dynamik und und Power aus den Liedern herausnehmen und zurückgenommener agieren. Bei den Singles “Lightning Strikes”, “New Year“ (können frisch Verliebte mal schön zu Sylvester auflegen), und „Independence Day“ (schön pathetisch für die Amis…) kann man sich einen guten Einblick verschaffen, was letztendlich auch im Gesamten geboten wird.

Fazit: The Shires liefern auf ihrem aktuellen Silberling „Good Years“ schnörkellosen, modernen und hochmelodischen Countrypop ab und bilden auf Augenhöhe mittlerweile das britische Pendant zu arrivierten vergleichbaren Nashville-Acts wie Lady Antebellum, Little Big Town & Co. Gute Jahre für das Duo!

BMG Rights Management (UK) (2020)
Stil: New Country

01. Lightning Strikes
02. On The Day I Die
03. Good Years
04. No Secrets
05. About Last Night
06. New Year
07. Only Always
08. Independance Day
09. Thank You Whiskey
10. People Like Us
11. Better Days
12. Crazy Love

The Shires
The Shires bei Facebook
Netinfect Promotion

Brandy Clark – Your Life Is A Record – CD-Review

BC_300

Drittes Album der, von der Kritikerschaft bisher zurecht hochgelobten, vielfach Grammy-nominierten Country-Chanteuse Brandy Clark. Vielen wird ihr Name eher im Zusammenhang des Songwritings für andere Interpreten wie u. a. Sheryl Crow, Miranda Lambert, The Band Perry, Reba McEntire, LeAnn Rimes, Billy Currington, Darius Rucker, und Kacey Musgraves, über den Weg gelaufen sein.

Wir hatten schon ihr 2016 veröffentlichtes „Big Day in a Small Town“ in unserem Magazin reviewt. Und wieder gelingt es der 1977 geborenen, aus Morton, Washington stammenden, 1998 nach Nashville gezogenen Künstlerin mit brillanter Einfachheit, ihre Botschaften in Form gelungener Countrysongs zu vermitteln.

„Your Life Is A Record“ heißt das mit elf neuen Tracks bestückte, erneut von Jay Joyce (Little Big Town) in der Tradition von Vorbildern wie Patsy Cline, Loretta Lynn, Reba McEntire & Co. produzierte Werk.

Unbestrittener Star des Silberlings ist die wunderschön klare und auch im wahrsten Sinne fürs Countrygenre prädestinierte Stimme der Protagonistin, deren Ausstrahlung sich angesichts einer äußerst geschmackvoll zurückhaltend inszenierten Instrumentierung (Akustikgitarren und percussionartiger Rhythmus dominieren, sporadische Zutaten sind mal Dobro, Mandoline, E-Gitarre oder Piano) mit ergänzenden Musikern wie Joyce, Giles Reaves und Jedd Hughes, bestens zur Geltung kommt.

Streiten kann man sich darüber, ob die zwar sehr dezent eingeflochtenen, aber immer sehr orchestral anmutenden Elemente (Streicher, Bläser, Flöte), die dem ganzen einen ungeheuren Retro-Touch verabreichen, nötig gewesen wären oder nicht.

Mir persönlich hätte das Gesamtwerk, wie beim einzigen Song „Pawnshop“ (ohne diese Stilmittel) aufgezeigt, noch mehr zugesagt. Gastauftritte gibt es von Randy Newman beim kauzigen Duett „Bigger Boat“ (herrlich knochiger Gesang von ihm, dazu sein markantes Pianospiel) und von Gitarrist John Osborne bei „Bad Car”.

So macht man es sich am Ende am besten gemütlich und lässt die wunderbar entspannten, mit einer faszinierenden Stimme vorgetragenen elf Musikgeschichten an sich vorüber fließen. „Your Life Is A Record“ heißt Brandy Clarks neuer Longplayer. Wäre das Leben bei jedem Menschen so schön wie diese Platte, gäbe es auf dieser Welt wohl nicht soviel Leid und Elend…

Warner Music (2020)
Stil: New Country

Tracks:
01. I’ll Be The Sad Song
02. Long Walk
03. Love Is A Fire
04. Pawn Shop
05. Who You Thought I Was
06. Apologies
07. Bigger Boat
08. Bad Car
09. Who Broke Whose Heart
10. Can We Be Strangers
11. The Past Is The Past

Brandy Clark
Brandy Clark bei Facebook
Oktober Promotion

Midland – Live From The Palomino – Digital-CD-Review

Mid_300

Einer der erfolgreichsten Newcomer-Acts der letzten Jahre in Nashville ist zweifelsohne das auf einer Hchzeitsfeier gegründete Trio Midland, bestehend aus dem ehemaligen Schauspieler und Unterhosenmodell Mark Wystrach (Gesang, Gitarre), dem Video-Regisseur Cameron Duddy (Bass, Gesang) und Gitarrist/Sänger Jess Carson.

Nach ihren beiden überaus erfolgreichen Alben „On The Rocks“ und „Let It Roll“ legen die drei Burschen jetzt mit „Live From The Palomino“ einen auf rein digitaler Ebene veröffentlichten Live-Mitschnitt nach.

Eingespielt mit ihrer starken Touring-Band, aufgenommen und auch gefilmt, wurde ihr Auftritt im legendären Palomino Club im Norden Hollywoods, von der Los Angeles Times mal bezeichnet als ‚Country Music’s most important West Coast club‘.

Dazu haben sie sich die ‚Sahneschnitten‘ ihrer beiden CDs herausgepickt und in einem kurzweilig schmackhaften Menü angerichtet. Nach einem kleinen instrumentellen Vorgeplänkel begrüßen sie die Audienz mit den Worten „Welcome to the world famous Palomino Club“ und steigen mit dem fluffigen „Playboys“ in bester Bellamy Brothers-Manier („Let Your Love Flow“ lässt grüßen) in den Gig ein.

Dass die Jungs sich auch im Southern Rock wohl fühlen, beweisen das Titelstück ihres zweiten Silberings, „Let It Roll“ (mit starker Slide-Gitarre) oder der launige Rocker „21st Century Honky Tonk American Band“ (mit Twin-Gitarrenpart), sowie partiell auch das humorvoll shuffelnde „Mr. Lonely“.

„Wir sind (von den Großen der Country Music) inspiriert worden. Das wollen wir wie eigentlich wie jeder: Musik und Tradition. Es soll Musik sein, die zeitlos gut ist und nicht nur für den Augenblick“, äußerten sie mal in einem Interview.

Tracks wie „Burn Out“, „Cheatin‘ Songs“ und besonders die Schlussphase mit den Liedern „I Love You Goodbye“ (erinnert an „Tequilla Sunrise“), „Fast Hearts And Slow Towns“ und „Cheatin‘ By The Rules“ mit den tollen, Westcoast-behafteten Melodien und Harmoniegesängen, begeistern in der langlebigen Tradition vieler Eagles-Evergreens und werden von daher auch dieser Klientel bestens gefallen.

Und zum Abschluss gibt es dann mit dem augenzwinkernden „Drinkin‘ Problem“ (so nach dem Motto, ich habe kein Problem mit Alkohol, sondern ohne…!) ihren Smash-Hit vom Debütwerk und dementsprechend tosenden Applaus des entzückten Publikums.

Schade, dass Midland demnächst im Rahmen ihrer Mini-Deutschland-Tour im März nur in Hamburg (17.03. – Mojo Club) und in Berlin (18.03. – Columbia Theater) vorstellig werden und den ebenfalls immer mehr New Country-begeisterten Westen und Süden leider außen vor lassen.

Big Machine Records (2020)
Stil: New Country

01. Playboys
02. Let It Roll
03. Burn Out
04. 21st Century Honky Tonk American Band
05. Cheatin‘ Songs
06. Mr. Lonely
07. I Love You Goodbye
08. Fast Hearts And Slow Towns
09. Cheatin‘ By The Rules
10. Drinkin‘ Problem

Midland
Midland bei Facebook
Universal Music

Carly Pearce – Same – CD-Review

Pearc_300

Wenn ich mir das Titelbild und speziell das Backcover von Carly Pearces neuem, nach ihr selbst betitelten Album betrachte, wo sich die hübsche Amerikanerin in geschlitztem Leopardenkleidchen überaus aufreizend räkelt, muss ich ehrlicher Weise gestehen, dass ich in erster Linie nicht an New Country-Musik denke. Da kann man sich dann über das Millionen Jahre im Manne genetisch verankerte Jäger- und Sammlertum einfach nicht hinwegsetzen.

Aber auf Seite 3 des mit allen Texten und Infos versehenen Booklets, stellt sie allerdings eindeutig klar, dass es nur zwei Männer in ihrem Leben gibt, zum einen Ehemann Michael Ray, mit dem sie hier auf „Finish Your Sentences“ ein tolles Duett, Marke Lady Antebellum, zum Besten gibt und busbee, der dieses Werk produziert und auch instrumentell begleitet hat. Dem hat sie mit den Worten „I’ll always carry a piece of you with me“, was auch immer damit gemeint sein mag, dieses Werk letztendlich gewidmet.

Aber jetzt genug des Drumherums, auch auf ihrem zweiten Lonplayer unter der Big Machine Records-Major Labelfahne, liefert die aus Kentucky stammende Endzwanzigerin, eine tadellose vokale und musikalische Leistung ab. Vier von den insgesamt dreizehn Tracks hat sie dabei, in Assistenz von vielen namhaften Songwritern der Nashville-Szene, mitverfasst.

Carly hat, ähnlich wie Kacey Musgraves, wirklich eine Stimme wie ein Engel. Produzent busbee ist es gelungen, diese fantastisch mit der durch die versierten Musiker wie Ilya Toshinsky (Banjo, Mandoline), Derek Wells (tolle auf den Punkt gebrachte E-Gitarrenarbeit) und Josh Matheny (seine Dobro-Einlagen sind die Würze vieler Songs), als überragende Akteure, erzeugten Musikuntermalung, glasklar in Einklang zu bringen.

So gibt es letztendlich dreizehn, wunderbar melodisch und geschmackvoll inszeniert, ineinander fließende Country-Popsongs (in allen Tempi) mit diversem Hitpotential. Acts wie die bereits erwähnten Lady Antebellum, Little Big Town (beim herrlich relaxt groovenden „Call Me“ sind deren Phillip Sweet und Jimi Westbrook nicht umsonst Co-Writer), Carrie Underwood & Co. fallen spontan als Referenzgrößen ein. Mein persönlicher Favorit ist dabei das dezent pettyeske Duett mit Lee Brice bei „I Hope You’re Happy Now“. Wunderbarer Track!

Carly Pearce oder Carly Cristyne Slusser, wie sie eigentlich richtig heißt, liefert nach ihrem Debüt „Every Little Thing„, auch auf ihrem zweiten Longplayer eine tadellose Leistung ab. Schöne Musik, um sich fern ab der heutigen unsicheren Gemengelage im alltäglichen Leben, mal angenehm zu entspannen. Mich persönlich hat sie mit diesem wunderbar zu hörenden Album echt ‚gepearced‘. Und zwar am Ende eindeutig in Sachen toller New Country-Musik…

Big Machine Records (2020)
Stil: New Country

01. Closer To You
02. Call Me
03. I Hope You’re Happy Now
04. Dashboard Jesus
05. Halfway Home
06. Heart’s Going Out Of Its Mind
07. Finish Your Sentences
08. It Won’t Always Be Like This
09. Lightning In A Bottle
10. Love Has No Heart
11. Woman Down
12. You Kissed Me First
13. Greener Grass

Carly Pearce
Carly Pearce bei Facebook
Universal Music

Little Big Town – Nightfall – CD-Review

LBT_300

Little Big Town sind seit ihrem Eintreten ins Countrygeschäft mit ihrem gleichnamigen Debüt 2002 ein ständiger Begleiter von mir. Ich habe alle Scheiben von ihnen in meiner Sammlung, mit „Nightfall“ erscheint nun ihr 9. Album.

Das Line-up besteht immer noch, wie zu Anfang, aus Karen Fairchild, Kimberly Schlapman, Phillip Sweet und Jimi Westbrook. Die Band kann bis dato auf drei Nr. 1-Alben („The Reason Why“, „Tornado„, „The Breaker„) und drei Nr. 1-Singles („Pontoon“, „Girl Crush“, „Better Man“), diverse Awards und eine Grammy-Auszeichnung zurückblicken.

Verlässlichkeit ist eine der menschlichen Eigenschaften, die besonders hoch bei mir im Kurs steht und die auch als Synonym für ihre Musik steht. Man weiß, dass man niveauvollen eingespielten melodischen New Country-Stoff geboten bekommt, der sich durch die wechselnden Frontgesänge und besonders die feinen Vokalharmonien auszeichnet, quasi das Trademark des Vierers.

Im Großen und Ganzen wirkt das Quartett für mich immer wie eine countryeske Ausgabe von Fleetwood Mac.

Auf „Nightfall“ ist Karen Fairchild die treibende Kraft, die sich durch die meisten Songwriting-Credits (mit vertreten natürlich wieder eine Schar von exzellenten Co-Writern wie u. a. Lori McKenna, Hillary Lindsey, Liz Rose, Sean McConnell, Ashley Gorley, Daniel Tashian, Ian Fitchuk, Josh Kerr) und auch Lead vocals-Einsätze auszeichnet.

Schlapman hat ihren Haupt-Auftritt allerdings bei einem der beiden Killersongs des Werks, „Throw Your Love Away“, Sweet ein kurzes Intermezzo bei „Rivers Of Stars“ und Jimi Westbrook darf beim balladesken „Forever And A Night“ und dem Cello-unterlegten „Problem Child“ ran.

Stärkstes Stück und vermutlich auch am hitverdächtigsten ist für mich der eingängige Titelsong, zum Dahinfließen, wie schon bemerkt, Fleetwood Mac lassen grüßen. Die erste Single ist jedoch das bereits Grammy-nominierte „The Daughters„, das bei der Präsentation bei den ACM-Awards stürmisch bejubelt wurde.

Den launigen Part des Longplayers bilden der Saloonheuler „Over Drinking“ und das Tex-Mex-Trinklied „Wine, Beer, Whiskey“ (lustiger Text), begleitet von einer typisch plusternden Mariachi-Trompete.

Besonders im zweiten Teil des Silberlings wird allerdings großen Wert auf atmosphärischen und nachdenklichen Stoff gelegt, der durch die tolle Instrumentierung der Musiker und die einfühlsamen Harmoniegesänge, teilweise packende Momente erzeugt.

Somit präsentieren sich Little Big Town auf „Nightfall“ wie schon zuvor beim starken „The Breaker“ in Topform und dürften gute Aussichten haben, auch wieder die eine oder andere Pole-Position zu erklimmen. Also deutet hier eigentlich vieles eher auf ‚eitel Sonnenschein‘ statt ‚Anbruch der Dunkelheit‘ hin. Sehr Empfehlenswert!

Capitol Nashville (2020)
Stil: New Country

01. Next To You
02. Nightfall
03. Forever And A Night
04. Throw Your Love Away
05. Over Drinking
06. Wine, Beer, Whiskey
07. Questions
08. The Daugthers
09. River Of Stars
10. Sugar Coat
11. Problem Child
12. Bluebird
13. Trouble With Forever

Little Big Town
Little Big Town bei Facebook
Universal Music

Brett Eldredge – Support: Lauren Jenkins – 24.01.2020, Carlswerk Victoria, Köln – Konzertbericht

EL_haupt

Nachdem Semmel Concerts Entertainment im letzten Herbst mit Old Dominion und Jordan Davis in der Domstadt bereits ein hochwertiges Major-Doppel in der Domstadt präsentiert hatte, ging es jetzt direkt zu Anfang des Jahres mit Brett Eldredge und Lauren Jenkins im Schlepptau (beide ebenfalls bei großen Labels unter Vertrag), qualitativ nicht minder weiter.

Zunächst durfte die blonde langhaarige Texanerin, nur mit Akustikgitarre behangen, ihr Können als Alleinunterhalterin, zum Besten geben. Das tat sie mit Stücken aus ihrem, von uns beleuchteten Debütalbum „No Saint„, wie u. a. „Cadillac“, „You’ll Never Know“, „Give Up The Ghost“ und dem gleichnamigen Titelstück , einem zwischenzeitlichen Bruce Springsteen-Cover („Hungry Heart“) und gab mit „Girl Of My Dreams“ auch schon mal einen Unplugged-Vorgeschmack auf das neue Zweitwerk.

Klasse dabei immer wieder ihre leicht rauchig-melancholische Stimme. Die Tiefe ihrer Songs auf dem Album konnte sie aufgrund der begrenzten Umstände natürlich nicht in die mit ca. 700 Leuten weniger als zur Hälfte gefüllte, spartanisch anmutende, ehemalige Fabrikhalle transportieren. Nach einer halben Stunde verabschiedete sie sich mit dem starken „Running Out Of Road“ unter herzlichem Applaus der Anwesenden von der Bühne, um für den Headliner des Abends, Brett Eldredge, Platz zu machen.

Line-up:
Lauren Jenkins (lead vocals, acoustic guitar)

Der seit 2013 mit seinem Debütwerk „Bring You Back“ kometenhaft aufgestiegene, aus Illinois stammende Musiker und Sänger, zeigte von von Beginn an, was er im Nashville-Showgeschäft gelernt hat, nämlich die Leute direkt mitzunehmen, wofür schon der Titel „It’s Gonna Be A Good Day“ als perfekter Opener prädestiniert war.

Mit dem folgenden launigen „Something I Am Good At“ und dem lässigen Groover „Don’t Ya“ hatte er spätestens komplett den Draht zum Publikum gefunden. Über „Love Someone“, „Crowd My Mind“, die Queen-„Adaption „Crazy Little Thing Called Love“ und das melodische „Drunk On Your Love“ ging es zum, über zwei Stücke („Ryamond“, “ The Long Way“) währenden Solopart des Protagonisten, der hier seine ursprünglichen Singer/Songwriter-Qualitäten untermauerte.

Zeit ein paar Worte über Eldredges exzellente Begleitband zu verlieren. Die Rhythmusfraktion mit dem oft hart polternden Derrek Phillips und dem kräftig pumpenden, aber sich immer ein wenig im Hintergrund befindlichen Bassisten James Quinn Messer, sorgten für den satten Grundgroove, in den sich dann die drei Gitarristen (Brett inklusive) quasi hineinlegen konnten.

Gregg Carillo und der variable andere Saitenzupfer Will Harrison (tolle Parts auch an der Mandoline) wechselten ständig, zwischen Akustik- und E-Gitarre (auch mit klasse Slide), um sich teilweise in kleinen Scharmützeln zusammenzufinden. Keyboarder Ian Miller hatte viel schöne Intros und konnte auch mit einigen temperamentvollen Klimpersoli („Fire“) glänzen.

Das Southern-durchflutete „Magnolia“, das feurige „Fire“, die Schwofer-Kombination „The Reason / My Girl“, das Handylichter-begleitete „Mean To Me“ (früher leuchteten zu solchen Momenten Feuerzeuge und Wunderkerzen), das stampfige „Lose My Mind“ und die Schmalzballade „Wanna Be That Song“ bildeten die wie im Fluge vergangene zweite Hälfte des Gigs.

Mit „Beat Of The Music“ in einer ausgedehnten Version (inklusive Handshaking mit dem Publikum und tollem Instrumentalfinish der Band, wo beide Gitarristen noch mal brillierten) als einzige Zugabe, verabschiedeten sich Brett & Co. dann ziemlich zügig. Lediglich Lauren Jenkins stand dann am Merchandising-Stand ausgiebig für Unterschriften, Selfies und Smalltalk zur Verfügung, wobei sich die Texanerin auch noch mit unserem Logo für die VIP-Galerie ablichten ließ.

Fazit: Ein schöner kurzweiliger Abend, der trotzdem offerierte, dass ‚Countrystar in Amiland‘ nicht zwangsläufig auch ‚Publikumsmagnet in Deutschland‘ bedeutet. Was die Zuschauerzahlen betrifft, muss hier noch einiges an Öffentlichkeitsarbeit und guter Werbung passieren. Bis auf wenige schillernde Ausnahmen (z. B. Shania Twain, Keith Urban) ist hier für viele noch einiges an ‚Klinkenputzen‘ angesagt, das sollte vielleicht auch in Nashville und den hiesigen Tourmanagements zur Kenntnis genommen werden…

Vielen Dank an Ekaterina Witina von Semmel Concerts Entertainment für die perfekte Unterstützung und Betreuung.

Line-up:
Brett Eldredge (lead vocals, electric and acoustic guitar)
Greg Carrillo (acoustic guitar, electric guitar, vocals)
Derrek Phillips (drums)
James Quinn Messer (bass)
Will Harrison (electric guitar, acoustic guitar, mandolin vocals)
Ian Miller (keys, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Brett Eldredge
Brett Eldredge bei Facebook
Lauren Jenkins
Lauren Jenkins bei Facebook
Semmel Concerts Entertainment GmbH
Carlswerk Victoria

Blake Shelton – Fully Loaded: God’s Country – CD-Review

BSGC_300

Obwohl ich Blake Shelton seit Beginn seiner Karriere 2001 immer auf dem Radar habe (sein früher Song „Heavy Liftin'“ zählt immer noch zu einem meiner Alltime-Favorites), habe ich ihn seit dem letzten Review 2014 zu „Bringing Back The Sunshine“ doch ein wenig aus den Augen, beziehungsweise den Gehörgängen verloren.

Mir sind dabei natürlich seine Awards-Erfolge, Grammy-Nominierungen, die Präsenz bei TV-Formaten wie ‚Nashville Star‘ oder ‚The Voice‘ und auch seine medienträchtigen (Ehe)-Partnerinnenwechsel von Jugendfreundin Kaynette Gern, über Miranda Lambert zu aktuell Gwen Stefani, nicht verborgen geblieben.

Allerdings dafür seine letzten beiden Alben „Texoma Shore“ und „If I’m Honest“. Von daher stellt sein neuer Silberling „Fully Loaded: God’s Country“ für mich persönlich, auf dem sich sieben Tracks besagter Werke, plus fünf neue befinden, kein Problem dar. Wie Leute die Geschichte sehen, die diese schon besitzen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Immerhin beinhaltet die aktuelle CD an neuen Sachen die frisch gekürte Single des Jahres bei den CMA-Awards „God’s Country“. Ein Pathos-getränkter, mit Kirchengeläut hinterlegter starker Southern-Stampfer mit den an guten alten Charlie Daniels reminiszierenden Zeilen „… the devil went down to Georgia, but he didn’t stick around, this is god’s country…“. Gott geht bei den Amis immer, von daher ist der Erfolg kein Wunder. Ehrlich gesagt, wirklich auch aus atheistischer Sicht ein starker Song!

Das folgende „Hellride“ mit typisch brummigem Sprechgesang von Trace Adkins und stadiontauglichem Mitsing-Refrain (schönes Skynyrd-Kurz-Gitarren-Bridge) macht ebenfalls Laune.

Mit dem Schmacht-Duett „Nobody But You“, stimmlich versüßt durch seine  Flamme Gwen Stefani, wird der Katalog der Hochzeitslieder um einen weiteren potentiellen Kandidaten erweitert.

Danach gibt es dann sieben Mal am Stück recht gut ausgewählte Lieder der besagten beiden Voralben, wovon mir das flockige „I’ll Name The Dogs“ (klasse Mandolinenfills), die melancholische Countryballade „I Lived It“ und das herrlich atmosphärisch groovende „Turnin‘ Me On“ (wunderbare Stratocaster-Begleitung) besonders gefallen.

Am Ende gibt es mit „Jesus Got A Tight Grip“ (nochmals ein launiges Bekenntnis für die christliche Fangemeinde) und der Neuversion des Bobby Bare-Tex-Mex-Mitsing-Schunklers „Tequila Sheila“ neuen Shelton-Stoff (natürlich wieder 1a eingesungen und eingespielt sowie sauber produziert von Langzeitweggefährte Scott Hendricks).

Blake Sheltons „Fully Loaded: God’s Country“ erweist sich für Leute wie mich, die seine letzten beiden Alben nicht haben, wie aus einem Guss. Für alle anderen hat die Scheibe, gerade im Hinblick auf solch einen Superstar mit Majorlabel im Rücken, ein dezentes ‚Geschmäckle‘. Da wäre ein komplett neues Album sicherlich die sauberere Variante gewesen…

Warner Bros. (2019)
Stil: New Country

01. God’s Country
02. Hell Right (feat. Trace Adkins)
03. Nobody But You (Duet with Gwen Stefani)
04. Came Here To Forget
05. She’s Got A Way With Words
06. A Guy With A Girl
07. Every Time I Hear That Song
08. I’ll Name The Dogs
09. I Lived It
10. Turnin‘ Me On
11. Jesus Got A Tight Grip
12. Tequila Sheila

Blake Shelton
Blake Shelton bei Facebook
Oktober Promotion

Chase Rice – Lambs & Lions – CD-Review

Rice_300

Im Musikbusiness muss man wirklich oft nicht alles verstehen. Warum der bereits 2017 erschienene Longplayer „Lambs & Lions“ jetzt erst zwei Jahre später hier in Deutschland (als Worldwide Deluxe Edition) neu veröffentlicht wird, bleibt das Geheimnis der Entscheider.

Ok, man könnte eventuell darüber spekulieren, dass es etwas damit zu tun hat, dass der ehemalige Football-Profi, NASCAR Pit Crew-Arbeiter, Fernseh-Survivor–Reality-Show-Teilnehmer und mittlerweile erfolgreiche Countrymusiker demnächst für einige Termine 2020 auf den Bühnen unseres Landes (u. a. am 22.01.2020 im Luxor in Köln) präsent sein wird.

Und das oben angeführte Werk ist zumindest in Sachen Mehrwert um vier Tracks erweitert worden. Dazu sollen auf der Tour bereits Stücke seines neuen, sich zur Zeit in der Entstehung befindlichen Albums vorgestellt werden.

Der für Countryfans eher gewöhnungsbedürftige, episch anmutende Opener „Lions“ mit inkludierten „The Lord’s Prayer“ offeriert die eher rauere und kräftige Seite des Protagonisten, während im weiteren Verlauf mit Sachen wie „Unforgettable“, „One Love, One Kiss, One Drink, One Song“, oder „Amen“ auch das Lamm im Löwenpelz des Künstlers zu Tage tritt.

Rice, der bis auf einen Song, bei allen Liedern kompositorisch involviert war (übrigens ebnete ihm der Mehrfach-Platin-Megahit „Cruise“ von Florida Georgia Line, den er mitgeschrieben hat, den Weg ins Majorlabel-Countrybusiness), setzt auf diesem Werk schwerpunktmäßig auf die Popkarte, beziehungsweise ähnlich wie die Kollegen Rhett, Swift, Urban, Young & Co. auf das zweigleisige Geschäft, wobei der Countryanteil doch mehr Alibifunktion inne hat.

Lediglich „Jack Daniels Showed Me Up”, die Hommage an die guten Musikklassiker der längst vergangenen Zeit „Three Chords & The Truth“ (hier werden Stücke wie unter anderem „Sweet Home Alabama, „Copperhead Road“, etc. gehuldigt) und “This Cowboy’s Hat“ (feat. Ned LeDoux), dürften bei dieser Klientel für etwas Genugtuung sorgen.

Mich nerven über die gesamte Dauer die eingeflochtenen, oft choralen Harmoniegesänge und teilweise orientalischen Klänge, Synthie und Loop-Effekte, die diverse gute Countrysongansätze wie bei „25 Wexford St.“ (da meint man zunächst im China-Restaurant bei ‚Ente süß-sauer‘ zu sitzen…) zunichte machen.

Fazit: Chase Rice untermauert auf dem Album „Lambs & Lions“ seine Gabe, melodische Songs mit eingängigen und einprägsamen Refrains zu kreieren, die ohne Zweifel massenkompatibel vermarktet werden können. Für den gemeinen Country-Liebhaber müsste sich die musikalische Grundausrichtung aber in Zukunft deutlich ändern. Das Ganze ist dann doch eher was für Popfans, die mit ein bisschen Country ganz gut leben können. Deshalb trägt Rice auf dem Cover auch zurecht Basecap statt Cowboyhut.

Broken Bow Records (2019)
Stil: New Country

01. Lions
02. On Tonight
03. Unforgettable
04. Eyes On You
05. Saved Me
06. One Love, One Kiss, One Drink, One Song
07. Jack Daniels Showed Me Up
08. Three Chords & The Truth
09. Amen
10. This Cowboy’s Hat (feat. Ned LeDoux)
11. On Tonight (UK Edition)
12. 25 Wexford St.
13. Eyes On You (Acoustic)
14. Love Me Like You Don’t

Chase Rice
Chase Rice bei Facebook
Networking Media

Lainey Wilson – Redneck Hollywood – EP-Review

Wil_300

Macht es Sinn, über eine Vier-Stücke-Veröffentlichung mit einer Gesamt-Spieldauer von gerade mal 12 Minuten, ein Review zu schreiben? Darüber könnte man vermutlich jetzt wesentlich länger als die Spielzeit des Silberlings philosophieren.

Da bei der aus dem kleinen Baskin in Louisiana, stammenden Lainey Wilson, jedoch sehr viel Talent und auch ein ordentliches Maß an Mut im Spiel ist, hat die junge Dame es verdient, mit ihrer EP „Redneck Hollywood“ unseren Lesern zugänglich gemacht zu werden.

Die Protagonistin, die schon jetzt als ‚CMT’s Next Women of Country for 2019‘ gehandelt wird, setzte sich irgendwann in so einen Dauercamp-Wohnwagen, um in Nashville ihr Glück zu versuchen. Schnell wurde dort ihr Songwriting-Talent entdeckt und ihre Dienste als Auftragsschreiberin von Sony/ATV in Anspruch genommen.

Mittlerweile hat Lainey allerdings auch beim arrivierten New Country-Label Broken Bow Records (Dustin Lynch, Craig Morgan, Chase Rice) einen Vertrag, der ihr jetzt mit diesem Kurzwerk zu öffentlicher Aufmerksamkeit verhelfen soll, nachdem sie bereits zu Beginn des Jahres als Support von Shooting-Star Morgan Wallen, einem größeren Publikum näher gebracht wurde.

Die vier Tracks, die von keinem geringeren als Star-Producer Jay Joyce (u. a. Little Big Town, The Wallflowers, Eric Church), betreut wurden, offerieren besonders die Vielseitigkeit der Künstlerin. Stimmlich erinnert sie mich ein wenig an Heidi Newfield vom früheren Erfolgsact Trick Pony.

Das zeigt sich im frechen, rotzigen, Southern country-rockigen Opener „Straight Up Sideways“, dem atmosphärischen, Fleetwood Mac-durchwehten „Dirty Looks“, im folkig (mit schöner Mandoline) melodramtischen „Things A Man Oughta Know“ (wo sie mit „if you really love a woman, don’t let her go“ eindringlich an die vereinte Männerschaft appelliert) und dem flippig-funkig shuffelnden „LA“, bei dem sie zu guter Letzt, einen klasse instrumentierten Gute-Laune-Song (tolle E-Gitarren, prägnanter Bass) raushaut.

Insgesamt ein kurzweiliger New Country-Quickie mit Lainey Wilson im wahrsten Sinne des Wortes, nach dem man sich eine längere (musikalische) Beziehung wünscht.

Broken Bow Records (2019)
Stil: New Country

Tracks:
01. Straight Up Sideways
02. Dirty Looks
03. Things A Man Oughta Know
04. LA

Laney Wilson
Laney Wilson bei Facebook
cmm-consulting for music and media