Elles Bailey – Shining In The Half Light – CD-Review

Elles Bailey zählt zu den Künstlerinnen, die bei den Dingen, die wir in ihrer Sache bisher im SoS beleuchtet haben, allesamt restlos überzeugen konnte. Zum einen bei ihren beiden starken Konzerten 2018 und 2019 im heimeligen topos in Leverkusen und auf ihren beiden bis dato veröffentlichten Silberlingen, wobei sie bei ihrem Debüt „Wildfire“ sogar den geschätzten Kollegen Segets begeisterte, der ja für seinen überwiegenden Faible für eher verschrobene Musik bekannt ist.

Am 25. Februar erscheint nun ihr drittes Werk „Shining In The Half Light“, das zum ersten Mal (vermutlich der Pandemie und auch den zu dieser Zeit zu erwartenden Mutterfreuden der Protagonistin geschuldet) komplett in den Middle Farm Studios  im englischen Devon entstanden ist (bei den Vorgängern war Elles ja zum Teil auch nach Nashville gereist).

Assistiert und geholfen haben ihr in Sachen Songwriting Leute wie Ash Tucker, Will Edmunds, Martin Harley, Matt Owens von der Indie-Folk-Band Noah And The Whale, Alex Maile, Tamara Stewart, Brett Boyett sowie ihr sympathischer Gitarrist Joe Wilkins, der sich auch wieder für die formidable Saitenarbeit verantwortlich zeigt. 

Bassist Matthew Waer, Jonny Henderson an den Keys und Drummer Matthew Jones vervollständigten den instrumentellen Teil, Izo Fitzroy, Jade Elliot sowie Andrusilla Mosley sorgten für herrlich gospelige Harmoniegesänge, Dan Weller (Enter Shikari) übernahm die Produktion der Scheibe.

Elles Bailey ist für mich eindeutig die amerikanischste Britin, die ich bisher rezensieren durfte. Nicht nur ihrer Stimme wegen, die mich zu einem großen Teil in ihrer Gewalt und Variabilität an die grandiose Sängerin Wynonna erinnert, sondern vor allem dank des stark südstaatlich geprägten Sounds, der von swampigen Slide-Gitarren, Southern Rock-artigem und countryesken Sound, nicht zu vergessen den weiblichen Backgroundvocals, bestimmt wird.

Gerade die drei ersten Stücke „Cheats And Liars„, „The Game“ und „Stones“ werden unserer Southern Rock-Klientel Freudentränen in die Augen treiben, was aber auch für die ruhigeren Sachen gilt, die nur so vor Southern Soul und Countryfeeling strotzen und bei denen die überragenden Lead vocals von Bailey noch besser zum Tragen kommen.

Klaro, bei Tracks wie dem mit wummernder Orgel und rockigen E-Gitarren angeschobenen „Sunshine City“, das auch gut auf Whitesnakes damaliges „Ready ‚An Willing“ gepasst hätte, oder dem abschließenden Titelsong „Shining In The Half Light“ mit einem unterschwelligen psychedelischen Bad Co.-Flair, blinzelt der britische Ursprung dann auch mal hervor.

Kommen wir am Ende zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Während ihrer Landsmännin Adele die Welt stilübergreifend zu zu Füße liegt, vom Finanziellen ganz zu schweigen, wird Elles Bailey wohl, trotz einiger Aufseher, wie die Wahl zum ‚UK Blues Artist of the Year 2021‘ oder einer Nominierung zum ‚Artist of the Year‘ bei den UK Americana Awards 2022, weiterhin eher ihrem sparteninternen Insiderstatusleben fristen müssen.

Dabei kann sie auf eine mindestens ebenso, wenn nicht sogar  ausdrucksstärkere Stimme als der Star aus London verweisen und die bessere Musik, wie es auch „Shining In The Half Light“ wieder beweist, macht sie ohnehin schon immer…

Outlaw Music – (2022)
Stil: Blues/(Southern) Rock/Country/Roots

01. Cheats And Liars
02. The Game
03. Stones
04. Colours Start To Run
05. Different Kind Of Love
06. Who’s That
07. Sunshine City
08. Halfway House
09. Riding Out The Storm
10. Shining In The Half Light

Elles Bailey
Elles Bailey bei Facebook
V2 Records & Bertus Musikvertrieb

 

 

 

Kommen wir am Ende zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Während ihrer Landsmännin Adele die Welt stilübergreifend zu zu Füße liegt, vom Finanziellen ganz zu schweigen, wird Elles Bailey wohl weiterhin, trotz einiger Aufseher, wie die Wahl zum ‚UK Blues Artist of the Year 2021‘ oder einer Nominierung zum ‚Artist of the Year‘ bei den UK Americana Awards 2022, eher ihrem sparteninternen Insiderstatus fristen müssen.

Dabei kann sie auf eine mindestens ebenso, wenn nicht sogar  ausdrucksstärkere Stimme verweisen und die bessere Musik macht sie ohnehin schon immer…

Outlaw Music – (2022)
Stil: Blues/(Southern) Rock/Country/Roots

01. Cheats And Liars
02. The Game
03. Stones
04. Colours Start To Run
05. Different Kind Of Love
06. Who’s That
07. Sunshine City
08. Halfway House
09. Riding Out The Storm
10. Shining In The Half Light

Elles Bailey
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Kommen wir am Ende zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Während ihrer Landsmännin Adele die Welt stilübergreifend zu zu Füße liegt, vom Finanziellen ganz zu schweigen, wird Elles Bailey wohl weiterhin, trotz einiger Aufseher, wie die Wahl zum ‚UK Blues Artist of the Year 2021‘ oder einer Nominierung zum ‚Artist of the Year‘ bei den UK Americana Awards 2022, eher ihrem sparteninternen Insiderstatus fristen müssen.

Dabei kann sie auf eine mindestens ebenso, wenn nicht sogar  ausdrucksstärkere Stimme verweisen und die bessere Musik macht sie ohnehin schon immer…

Outlaw Music – (2022)
Stil: Blues/(Southern) Rock/Country/Roots

01. Cheats And Liars
02. The Game
03. Stones
04. Colours Start To Run
05. Different Kind Of Love
06. Who’s That
07. Sunshine City
08. Halfway House
09. Riding Out The Storm
10. Shining In The Half Light

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