Warren Zeiders – Support: Bellah Mae – 25.10.2026, E-Werk, Köln – Konzertbericht

Ich habe schon so einige Konzerte im schönen Kölner E-Werk erlebt, in Sachen New Country muss ich jedoch tief in meinen Erinnerungen graben. Da war es tatsächlich vor knapp 20 Jahren, als Keith Urban seine absolute Hype-Zeit hatte (auch im Rahmen seiner noch frischen Liason mit Nicole Kidman) und vor ausverkauftem Haus, ähm Werk, seine aktuelle Scheibe „Love, Pain & The Whole Crazy Thing“ supportete.

Mittlerweile ticken die Uhren in Nashville anders, jüngere Künstler (Ella Langley, Morgan Wallen, Luke Combs) übernehmen das Zepter mehr und mehr. Einer dieser aufstrebenden Burschen ist auch Warren Zeiders, der sich in der Gunst der New Country-Fans auch bei uns weit nach oben gearbeitet hat. Lohn war ein so gut wie volles E-Werk, Im Schlepptau hatte er passender Weise die hübsche britische Singer-/Songwriterin Bellah Mae, die auf seinem letzten Studio-Album bei „Overrated“ als Duettpartnerin mitwirkte.

Die hatte mit ihrem Begleiter Joel Peat an der Akustikgitarre natürlich, wie bei Acts im Vorprogramm in dieser Sparte, den großen Nachteil sich zeitlich, aber vor allem musikalisch mit ein paar wenigen Songs aus ihrem Portfolio nur sehr eingeschränkt präsentieren zu können. Dass sie noch keine Melissa Etheridge ist, die eine ganze Halle nur mit einer Akustikgitarre behangen, in Grund und Boden singen kann, versteht sich angesichts ihres noch jungen Alters von selbst.
So konnte sie am Ende nur mit ihrer angenehmen Stimme als auch sympathischen Ausstrahlung punkten, mehr war in den 27 Minuten nicht drin.

Line-up Bellah Mae:
Bellah Mae – – Lead Vocals, Acoustic Guitar
Joel Peat – Acoustic Guitar

Um 20:00 Uhr schritten dann Warren Zeiders und seine Mannen nach dem wohl nicht rein zufällig gewählten Nickelback-„Rockstar“-Einspieler mit dem Opener „Intoxicated“ zur Tat. Im Großen und Ganzen entsprach die Setlist (auch in der Reihenfolge) dem Gig zuvor in der Münchener Tonhalle.

Warren Zeiders erfüllte die visuellen Wünsche seiner weiblichen Kundschaft mit eng anliegendem, seinen gestählten Oberkörper stark betonendes Unterhemd, von der ersten Sekunde an. Aber auch mit seiner energiegeladenen Präsenz und guten Stimme, die tatsächlich partiell Reminiszenzen an Fronter Chad Kroeger aufkommen lässt, verströmte er und seine Band viel ‚Nickelback goes Country‘-Flair.

Der Rest der Tracks bewegte sich irgendwo in einer Schnittmenge zwischen Morgan Wallen und Brantley Gilbert, auch keine schlechten Referenzen. Highlight aus meiner Sicht waren Titel wie „Weeping Willow“, „Souvenirs“, „Relapse“ und natürlich sein Paradesong „Pretty Little Poison“.

Als nette Geste an Bellah Mae, durfte diese dann, wie nicht anders zu erwarten, bei „Overrated“ nochmal auf der Bühne zum Duett auflaufen. Und damit die anwesenden Mädels in vollkommener Glückseligkeit die Heimreise antreten konnten, gab es als finalen Rausschmeißer „Ride The Lightning“ in der Zeiders-Oberkörperfrei-Version. Ich persönlich empfand übrigens Bellah Mae als deutlich attraktiver, höhö.

Am Ende war es ein überwiegend launiger und kurzweiliger New Country-Gig. Auch wenn ich da sicherlich schon bessere Kaliber gesehen habe (u. a. Eric Church, Darius Rucker, Old Dominion, Scotty McCreery, Carly Pearce), ließ Warren Zeiders an diesem Abend keinen Zweifel daran, dass sein Weg steil nach oben gerichtet ist.

Line-up Warren Zeiders:
Warren Zeiders – Lead Vocals, Acoustic Guitar
Joe Giaimo – Electric Guitar, Acoustic Guitar
Matt Klevorn – Electric Guitar, Acoustic Guitar, Steel Guitar
Sean Carroll – Bass, Synthesizer, Programming
Dan Snyder – Keyboards
Tyler Hester – Drums

Text und Bilder: Daniel Daus

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Semmel Concerts Entertainment GmbH
E-Werk, Köln

Maffay+Oerding – Nashville – CD-Review

Es gibt heute, wenn man von deutschsprachiger Pop- und Rockmusik spricht, noch ganz wenige nennenswerte Urgesteine. Zwei davon sind zum einen der unverwüstlich erscheinende Udo Lindenberg, zum anderen Peter Maffay.

Beide hatten vor allem immer die besondere Gabe, ihre Nase richtig in den Wind zu halten, was musikalische Trends und politische Strömungen betrifft. Sicherlich ein Rezept ihres schon über Dekaden währenden Erfolgs.

Lindenberg kann sich auf die Fahne schreiben, den im Rahmen des demografischen Wandels heute aufflackernden Generationenkonflikt in der Kooperation mit dem Singer-/Songwriter Clueso künstlerisch aufgegriffen und diesem entgegengewirkt zu haben. Man zeigt quasi im übertragenen Sinne, dass es nur gemeinsam geht und letztendlich gehen muss.

Jetzt agiert auch Peter Maffay auf ähnlichen Pfaden, allerdings musikalisch mit dem aus meiner Sicht besseren Thema. Zusammen mit Jungspund Johannes Oerding widmet er sich jetzt der modernen Countrymusik, also dem New Country, aber natürlich mit deutschen Texten.

Countrymusik mit deutschen Texten funktioniert das überhaupt? Unweigerlich werden bei Menschen meiner Generation Erinnerungen an Acts wie Truck Stop oder Gunter Gabriel wach, denen man durchaus Sympathie entgegenbrachte, aber denen hierzulande irgendwie immer das Klischee des Altbackenen anhaftete.

Maffay und Oerding packen das „Nashville“-Projekt von vorne herein richtig an, es wird hier, wie in Music City üblich, nichts dem Zufall überlassen. Qualitätsanspruch in allen Belangen! Folgerichtig wurde zur Aufnahme des Albums in das berühmte Blackbird Studio nach Nashville gereist und vieles den dortigen Profis überlassen.

Das Fundament beruht auf den Songkreationen und dem prima harmonierenden (Wechsel-) Gesang der beiden Protagonisten, die auch gitarrentechnisch involviert sind. Für den nötigen Feinschliff sorgen dann Könner wie Matt Ross-Spang (u. a. Jason Isbell, Margo Price, The Sheepdogs) an den Aufnahmeknöpfen und Klassemusiker wie u. a. Fred Eltringham, Jeff Picker, Tom Bukovac, Russ Pahl & Co., die das Herz eines New Countryfans schon auf unzähligen Alben höher schlagen haben lassen.

Man bedient sich konsequent der Zutaten, die auch die erfolgreichen US-New Country-Alben auszeichnet. Eingängige Melodien mit so einigen Ohrwurmqualitäten („Ein Leben lang ist nicht lang“, „Ganz schön perfekt“ mit wunderbarer E-Gitarren-Hook und weinender Steel), poppigen oder rockigen Ursprungs, garniert mit wohl-dosierten Countryingredienzien wie Dobro, Banjo, Fiddle, Harp sowie Slide- und E-Gitarren.

Und zu meiner eigenen Überraschung, es funktioniert auch mit deutschen Texten, die aus meiner Sicht politisch korrekt („Weiter“, „Sisiphos“) sind und beweisen, dass die beiden Musiker das Herz am rechten Fleck haben („Nach Hause“, „Schön, dass es dich gibt“, „Dir gehört die Welt“, „Kneipen-Skiffle“). Hier findet sich eigentlich jeder Mensch, ob alt oder jung, mit seinen diversen Erlebnissen wieder.

Und dass es sogar southern-rockig geht, offeriert das launige „Daniela Bar“ (mit toller E-Slide-Gitarrenarbeit und Solo Marke Allman Brothers), wo auch der o. a. Kollege seine textliche Huldigung erhält („…Udo sang von der Andrea Doria…“). Mein Favorit des Werks!

Center-Song ist allerdings der Opener „Weiter“, der die Frage nach der Richtung und dem Sinn des Lebens stellt. Die wird aus dem Refrain im finalen Outro „Kreuzung“ mit den Worten „Wenn du an einer Kreuzung stehst, liegt’s an dir wohin die Reise geht“, nochmals nachhaltig als Denkanstoß aufgegriffen.

Was Maffay-Oerding, alias Peter Maffay und Johannes Oerding, angeht, ist das Duo mit ihrem neuen Nr. 1-Album „Nashville“ (inklusiv aufwendigem Coverartwork mit allen Texten und Infos) zweifellos in die richtige Destination eingebogen!

P & C, Hansa/ Sony Music (2026)
Stil: (New) Country

Tracks:
01. Weiter
02.Ein Leben lang ist nicht lang
03. Nach Hause
04. Sisyphos
05. Herz wieder bricht
06. Dir gehört die Welt
07. Schön, dass es dich gibt
08. Kneipen‑Skiffle
09. Daniela Bar
10. Ganz schön perfekt
11. An einer Kreuzung

Peter Maffay
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Johannes Oerding
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Sony Music

T.G. Copperfield – Super Raw 13 – LP-Review

Review: Stephan Skolarski

Der deutsche Gitarrist, Sänger und Songschreiber T.G. Copperfield ist mittlerweile schon gute 10 Jahre auf Solopfaden unterwegs. Mit erstaunlicher Kontinuität beackert er seitdem das weite Feld des Blues, Rock und Americana und veröffentlicht bei Timezone Records nun sein 13. Album (auch die Vorgängerwerke “All In Your Head” und “Out In The Desert” wurden bei uns reviewt).

“Super Raw 13” ist seine bisher “härteste” Scheibe und wurde in gerade einmal 13 Stunden live im Studio eingespielt und arrangiert, ein Kraftakt, der nur durch das perfektes Zusammenspiel seiner Begleiter (Michael Hofmann (Drums) und Robert Hofmann (Bass)) für Copperfields Roots-Rock Kompositionen möglich war. Aus einem angewachsenen Fundus wurden während der Session zehn Titel mit purer Energie, rauer Direktheit und ungefilterter Wucht eingespielt.

Copperfield nutzt seinen ungebrochenen kreativen Antrieb, um zwei “neue Werkzeuge” in die Produktion zu integrieren: eine Baritongitarre und eine Fuzzbox wurden Bestandteil der Aufnahmen. Die kultige “Batman”-Video Auskopplung von “Die In The Cold” verbindet den neuen Sound klassisch ironisch augenzwinkernd mit dem täglichen Leben eines Helden.

Metallischer Hardrock wirkt bei “Ghost In The Machine”, der 2. Single, spontan und ungeschliffen. So ermöglicht der tiefere Klangbereich der Baritongitarre ein anderes Songwriting und inspiriert zu ungewohnten Riffs, während durch den Einsatz der Fuzzbox als extremer Form der Audioverzerrung ein Effekt entsteht, der runde Schallwellen zu eckigen Rechteckschwingungen abschneidet. Es entsteht ein kratzig, rau verzerrter, zum Teil “aggressiver” Klang, der an einen defekten Verstärker erinnert. Der Effekt wurde erstmals in den frühen 60er Jahren bei Röhrenverstärkern festgestellt und von den Stones beim Titel “Satisfaction” berühmt gemacht.

Die prägenden “Elemente” von “Super Raw 13” vermitteln einen druckvolles Klangbild ohne unnötige Schnörkel und treiben Anspieltipps, wie “Original Sin”, “Walk Into The Fire” oder “Hard Sell” in unverstellter Direktheit unermüdlich voran. T.G. Copperfield hat durch die ausdrucksstarke Veränderung in der Instrumentierung, den unbändigen und “dreckigen” Sound, erneut ein außergewöhnlich kraftvolles Album vorgelegt, das auch auf limitiertem farbigem Vinyl erhältlich ist. Bei uns im SoS-Sektor wird Copperfield demnächst u. a. in Hagen a.T.W. und in Wesel sein neues Album präsentieren.

Timezone Records (2026)
Stil: Blues, Rock, Americana

Tracks:
01. Thirteen
02. Original Sin
03. Devil Inside
04. Walk Into The Fire
05. Shouting At The Sky
06. Die In The Cold
07. Little Box
08. Hard Sell
09. Ghost In The Machine
10. At The Crossroads

T.G. Copperfield
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Brooke-Lynn Promotion

Joanne Shaw Taylor – The Trouble With Love – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Damals in den glorreichen Sechzigern, als alles begann und es noch Beatmusik statt Rock hieß, veröffentlichten die Bands alle vier bis acht Wochen eine Auskoppelung aus ihrem aktuellen Album, auch wenn die bisherige Single in den Charts noch gut platziert war. Ähnlich wie Robert Jon & The Wreck geht Joanne Shaw Taylor den gleichen Weg – allerdings aus entgegengesetzter Richtung.

Sie hat nämlich schon ein halbes Dutzend Singles aus „The Trouble With Love“ ausgekoppelt, bevor die CD, bereits ihr elftes Studioalbum neben zwei Live-CDs, überhaupt erschienen ist. Drei EPs mit Songs des neuen Albums hat sie überdies veröffentlicht. Da kann man leicht den Überblick verlieren…

Der Titel lässt schon unschwer erkennen, worum es geht: Probleme mit der Liebe allerorten. Das geht gleich los beim Titelsong: „Die Nächte ziehen sich hin wie ein trauriges Soul-Lied. Aber ich bin immer noch hier, halte durch und klammere mich fest“, singt sie. Hier steuert Joe Bonamassa, bei dessen Journeyman-Label die in den USA lebende Britin ihr neues Werk herausgebracht hat, ein Gitarrensolo bei.

„This Is Who I Am“ („Die Sonne mag aufgehen, die Sonne mag untergehen. Doch nur du kannst mich jemals so sehen, wie ich wirklich bin“), im Original von Celeste, ist eine mit Streichern unterlegte emotionale Rock-Ballade, ehe Joanne mit ihrer Gitarre den Song zum Höhepunkt treibt. Auch „Tired Of Being Right“ gehört zur Gattung der Rock-Balladen. Eindeutig rockiger zu geht’s bei „Hell Or High Water“, „Bad Boy“ , Never Gonna Please ‚Em All oder „The Girl That You Loved Before“.

„The Trouble With Love“ ist ein Album nach dem Motto: Es kann nur eine geben. Soll heißen: Joanne Shaw Taylor ist die Queen des Blues Rocks. Ihre Songs strahlen Dynamik, Intensität, Energie, Leidenschaft aus, getragen von ihrer warmen Stimme. Über ihre Gitarrenarbeit braucht man nicht viele Worte verlieren. Zu den Vorbildern der 41-Jährigen, die mit 16 ihre erste CD veröffentlich hat, zählen schließlich Stevie Ray Vaughan, Albert Collins oder Jimi Hendrix. Noch Fragen?

Journeyman Records (2026)
Stil: (Southern) Blues Rock / Pop Rock

Tracklist:
01. The Trouble With Love (feat. Joe Bonamassa)
02. Hell Or High Water
03. This Is Who I Am
04. Tired Of Being Right
05. Bad Boy
06. What Good Is My Love? (feat. Orianthi)
07. The Girl That You Loved Before
08. Never Gonna Please ‚Em All
09. You And Me
10. Death Wish

Joanne Shaw Taylor
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Another Dimension

The Jake Karlik Band – Same – CD-Review

Die Jake Karlik Band aus Tulsa, Oklahoma, wurde im Jahr 2020 von Bandleader Jake Karlik gegründet und zunächst unter dem Namen Jake & The Idols ins musikalische Rennen geschickt. Mittlerweile firmiert er (lead vocals, guitar, songwriting, production) mit seinen Bandmates Ian McGuire (guitar), Sky Slater (bass), Paul Latta (drums, vocals) und Greg Zinc (keys, vocals) unter eigenem Namen.

Nun erscheint das Erstwerk ganz im Stile früherer Zeiten mit acht selbst kreierten Stücken, quasi im LP-Format, so, wie es einst Lynyrd Skynyrd auch auf ihrem sagenumwobenen Debüt gehandhabt hatten.

Schon mit dem intensiven Opener „The Mountain“ wird einem bewusst, dass die Band alles aufweist, was ein erfolgreicher Southern-Act mitbringen sollte: Einen charismatischen Bandleader und ein schlagkräftiges kreatives Bandkollektiv dahinter. 

Das Problem, knapp 50 Jahre später hält sich die Popularität dieser Musik zumindest in hiesigen Gefilden auf überschaubaren Niveau, bis auf  Blackberry Smoke ist es leider kaum einem Act (abseits von Skynyrd) aus den Staaten gelungen, nennenswerte Fanzahlen  bei uns zu aktivieren.

Karlik erinnert gesangstechnisch in seiner impulsiven Art an Chris Stapleton, von daher werden weitläufig Assoziationen an die Jompson Brothers wahr, die der Country-Mega-Star mal vor seiner beeindruckenden Solo-Karriere angeführt hatte, 

Ansonsten ist beruht das Rezept auf dem Kreieren neuer Songs auf den Fundament von Altbewährtem mit der Energie und den Ideen eines jungen Wilden. Gerade „Break Of Day“ beinhaltet eigentlich alles, was Southern-Liebhaber der alten und neuen Schule begehren. 

Das Individuelle der Jake Karlik Band ist die funkig-soulige Note, die in einige Tracks eingeflochten, wird. Bei Songs wie „Take Me Back“ oder „Wicked Lovet“ hat man in den Bridges teilweise ein ‚Simply Red goes Southern‘-Flair. Von der Energie her und dem spürbaren Willen Weiterzukommen, der auf diesem Album zum Ausdruck kommt, erinnert hier einiges auch an die aufstrebenden Kalifornier Robert Jon & The Wreck.

Und wenn die Burschen dann am Ende mit „Arabella“ noch so einen zünftigen Rocker im Stile der Black Crowes raushauen (herrlich das Pump-Organ-Intermezzo gegen Ende, Karlik raunzt dazu zwischendurch wie Joe Cocker) wird vermutlich auch der Letzte das riesige Potential erkannt haben.

Mit der Jake Karlik Band aus Oklahoma taucht ein neuer Stern am Southern Rock-Firmament auf. Ende der Siebziger Jahre hätten sich die Jungs mit so einem Debüt direkt in die Phalanx der großen Acts katapultiert, in der heutigen schnelllebigen Zeit gilt es sich erstmal bei den verbliebenen Liebhabern von Musik wie Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers, Blackberry Smoke Gov’t Mule, Marcus King, Tedeschi Trucks Band & Co. mit kontinuierlich guten Leistungen ein ‚Standing‘ aufzubauen. Ein toller Anfang ist jedenfalls gemacht!

Horton Records (2026)
Stil: Southern Rock/Jam/Soul/Funk

Tracklist:
01. The Mountain
02. Break Of Day
03. Where Did You Sleep?
04. Take Me Back
05. Wicked Love
06. All I Need
07. Over Now Babe
08. Arabella

The Jake Karlik Band
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Allen-Forrester Band – 18.10.2026 – Backyard Club, Recklinghausen – Konzertbericht

Es ist jetzt knappe drei Wochen her, seit die Allen-Forrester Band uns ihr starkes neues Studioalbum „Red Dirt Town“ serviert hat.  Auf diesem hatte Keyboarder Simon Oslender, wie auch schon auf dem Debütwerk, mit seinem grandiosen Tastenspiel erhebliche Akzente gesetzt und für mehr Variabilität sowie einen noch umfassenderen Sound gesorgt.

Live gibt es die Musik der Allen-Forrester Band wie immer in der ‚Rohversion‘ im bewährten Quartett, bestehend aus Josh Allen (lead vocals, elcetric guitars), Ben Forrester (electric guitar, lead vocals), Drummer ‚Matze‘ Böhm und Bassist Hendrik Herder.

Der Backyard Club in Recklinghausen war für einen Sonntag Abend ansehnlich gefüllt, demnach waren die Voraussetzungen für einen stimmungsreichen Gig geschaffen. Die Band zog das mit einer kurzen Pause in zwei Sets gegliederte Programm, mit ihren Eigenkompositionen der beiden bisherigen Longplayer, konsequent bis fast gegen Ende durch.

Lediglich mit „Tennessee Mud“ von der Nashville-Allstar-Combo Trigger Hippy als Abschluss des Hauptteils und einer prächtigen Version des Marshall Tucker Band-Klassikers „Take The Highway“ als einzige Zugabe, wurde dann in die Coverkiste gegriffen.

Im Prinzip hielt sich der Überraschungsfaktor für jemanden wie mich, der die Burschen schon öfter live erlebt hat, diesmal in Grenzen, zumal auch einige der neuen Stücke im März beim Gig in Krefeld präsentiert wurden: zünftige Rocker (u. a. „Burning Daylight“, „Misery Likes Company“, „Good Situation Gone Bad“), emotionale Tracks („Little Breathin‘ Reason“, „Phases Of The Moon“) und Ohrwürmer wie „White Picket Fences“, Hey Carolina“ oder „Soundtrack Of The Summer“, samt der beiden erwähnten Cover, gaben sich in einem schönen Mischverhältnis die ‚Klinke in die Hand‘.

Neu war es, Ben Forrester beim Titelstück des aktuellen Werkes „Red Dirt Town“ mal singen zu hören, naja, es war dann aber doch eher mehr Sprechgesang im Stile eines Charlie Daniels. Seine Stärken beliefen sich eher, wie gewohnt, im seinem furiosen Les Paul-E-Gitarrenspiel.

Das veranlasste in der famosen Solopassage von „Take The Highway“ (und auch schon zuvor beim eingängigen „Soundtrack Of The Summer“), den sympathischen Barkeeper des Backyard Clubs dazu, sein Arbeitsumfeld um sich herum, für einige Momente kurz zu vergessen und sich hinter der Theke seinen groovenden und tänzerischen Talenten  hinzugeben.

Ach, und dann war ja auch noch „Sweet Marie“, das wie schon bei meinem „Red Dirt Town“-Review vermutet, die Mitsingqualitäten der anwesenden Audienz zu Tage beförderte…

Line-up:
Josh Allen – lead vocals, electric guitar (Fender Stratocaster and Telecaster)
Ben Forrester – electric guitar (Gibson Les Paul), lead vocals
Hendrik Herder – bass
Matthias ‚Matze‘ Böhm – drums

Text und Bilder: Daniel Daus

Allen-Forrester Band
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EBF Music
Backyard Club Recklinghausen

The Kenneth Brian Band – Wild Kind Of Gone – Digital-Album-Review

Mit dem aus Alabama stammenden Kenneth Brian haben wir es so ein wenig mit einem Eigenbrödler in der Southern-Szene zu tun. Seine Musik beinhaltet Bereiche wie Southern Rock, Americana, Roots Rock und alternativ-angehauchten Country (Rock) – mal mehr, mal weniger in den einzelnen Facetten ausgeprägt.

Mit „Wild Kind Of Gone“ legt der Protagonist ein neues, neun Stücke umfassendes Werk vor, das er schwerpunktmäßig wieder mit seinen beiden Kollegen Wes Davis (Bass) und Chris Cano (Drums) eingespielt hat, die vor geraumer Zeit auch bei seinem starken Konzert in der Krefelder Kulturrampe im Rahmen seiner erstmaligen, von Teenage Head Music promoteten, Europa-Tournee, begleitet hatten.

Die neun Tracks kann man hier quasi in drei Rubriken einteilen: Das melancholische „Always By My Side“ und „People Like Me“ jeweils als reduzierte Country-Songs im Veranda-Stil mit jeweils nur Gesang und einer Akustikgitarre sowie einer Dobro als Einzelinstrumentenbegleitung. 

Der Titelsong (erinnert im Strophengesang sehr nach einer Inspiration durch Bad Companies „Feel Like Making Love“), „The Road“ und “ Coloured Lights“ bewegen sich im Americana-Ambiente zwischen  Tom Petty (Brian pflegt ja eine intensive Freundschaft zu Steve Ferrone  und Mike Campbell) und Neal Casal. Allesamt sehr melodisch gehalten.

Für die Southern Rock-Fraktion gibt es das überragende „Drunk“ (herrlich hiervdas immer wiederkehrende hypnotische Banjo-Lick, die verschachtelten Stimmungs-und Tempowechsel sowie das energiegeladene kurz-gefasste E-Gitarrenfinish zum Ausklang), die schroffen „Queen Of The Gypsies“ und „Gold Will Rust“ (hätten beide gut auf Skynyrds „Gimme Back My Bullets“ gepasst)  und den Ohrwurm „The Good News“ mit wunderbar dazwischen heulender Les Paul-Gitarre.

Aufgenommen wurde das Werk im Winter 2025/2026 in den Clearwave Studios in Decatur, Alabama, produziert von Jake Eddy und gemischt/gemastert von Keith Burhans bei Sound Biscuit Productions in Sevierville, TN.

Einhergehend mit der hier begründeten Feststellung, dass wir es bei „Wild Kind Of Gone“ mit einem starken, abwechslungsreichen und auch kurzweiligen Album (bei 36 Minuten Spielzeit im wahrsten Sinne des Wortes) zu tun haben, lautet die frohe Botschaft, dass die Songs im April 2027 bei einer erneuten Europa-Tournee der Kenneth Brian Band live erlebt werden können. Man darf sich freuen!

Southern Shift Records (2026)
Stil: Southern Rock

01. Wild Kind Of Gone
02. Drunk
03. The Road
04. Queen Of The Gypsies
05. Coloured Lights
06. Always By My Side
07. Gold Will Rust
08. The Good News
09. People Like Me

The Kenneth Brian Band
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Teenage Head Music

Todd Snider – My Second Rodeo – CD-Review

Review: Michael Segets

Der Herbst scheint ganz im Zeichen von posthum veröffentlichten Alben zu stehen. Der aufbereitete Nachlass von Travis McKeveny liegt bereits vor, angekündigt ist „Diamonds“ bei dem Shooter Jennings Songs seines Vaters Waylon herausgibt. Nun schiebt sich „My Second Rodeo“ von Todd Snider dazwischen. Joe Bisirri und Robbie Crowell nahmen sich den letzten Aufnahmen von Todd Snider an, der jetzt sechzig geworden wäre.

2025 veröffentlichte Snider mit „High, Lonesome And The Some” ein bluesorientiertes Konzeptalbum, das von vielen Kritikern gelobt wurde, aber an einigen Stellen recht spröde erscheint. Direkt im Anschluss hatte er einen kreativen Flow und arbeitete an neuem Material. Der nun vorliegende Longplayer war nach Einschätzung von Bisirri zu zwei Dritteln fertig, als Snider überraschend starb. Dass das Fundament für das Werk bereits gelegt wurde, hängt auch mit der Arbeitsweise von Snider zusammen. Er nahm die Songs alleine mit seiner Gitarre ohne weitere Begleitung auf, die dann nachträglich von der Studioband aufgefüllt werden sollten. Bisirri und Crowell versuchten nun die Arbeit ganz im Sinne Sniders weiterzuführen, indem sie seine Anmerkungen und Notizen zu den Stücken berücksichtigten.

Bereits fertig war „(I Got That) Déjà Vu“, das Snider vor Jahren zusammen mit Billy Joe Shriver geschrieben hatte. Gemeinsam mit Jack Ingram entstand „Solid Country Gold“, das den Anfangspunkt des Albums markierte. Die kritische Auseinandersetzung mit der Country-Music steht bei der ersten Single oder auch beim Titeltrack im Mittelpunkt. Vom Country distanzierte sich der Songwriter bereits auf seinen letzten Werken. Zum Blues mischen sich auch jazzige Komponenten („Can Your Monkey Do The Splits?“) hinein.

„The Manifesto“ und „One Nation Under Fire“ weisen nahezu den gleichen Text auf. Beim letztgenannten gibt das Schlagzeug den Ton an, wodurch sich die Varianten dann doch deutlich voneinander unterscheiden. Fast durchgängig begleiten Bläser (Emmanuel Echem und Roy Agee) die Songs – mal mehr, mal weniger dominant. Häufig setzen Background-Sängerinnen, unter ihnen erneut Brooke Gronemeyer, Akzente. Eine Ausnahme bildet das abschließende „The Moon Tonight“, das Snider solo a cappella in seinem typischen Sprechgesang darbietet. Ebenso typisch für ihn ist der „Stoner Yodel Number 3 (Give Me A D For Gym Class)“, wie schon die Nummerierung andeutet.

Der Track, der mich am stärksten anspricht ist der Opener „Freewheelin‘ (Every Day At A Time“). Ein ruhiger, harmonischer Song, der in seinem Verlauf an Intensität zulegt. Über ihn sagt Bisirri, dass er auch als Abschiedsbrief Sniders verstanden werden könnte. Das Andenken an Snider wurde diesen Sonntag mit einem Geburtstagskonzert in Nashville gefeiert. Bei der kostenlosen Open-Air-Veranstaltung traten die „Eastside Bulldogs“, einem Bandprojekt Sniders unter anderem mit Elizabeth Cook, und viele befreundete Musiker wie Hayes Carll auf.

Mit „My Second Rodeo“ liegt nun ein vollwertiges Album von Todd Snider vor, das nicht aus B-Seiten oder Outtakes zusammengestellt wurde, sondern seine letzten Arbeiten dokumentiert. Von langjährigen Mitstreitern im Geiste des Songwriters vollendet, knüpft es an dessen vorherigen Werke der 2020er an. Snider hat sich kaum um Konventionen geschert und kommentierte in seinen Songs mit scharfer Beobachtungsgabe sowie spitzem Humor soziale Missstände und persönliche Umstände. In diesem Sinne bleibt er für die nachfolgende Singer/Songwriter-Generation ein Orientierungspunkt.

Aimless Inc. – Thirty Tigers/Open (2026)
Stil: Singer/Songwriter

Tracks:
01. Freewheelin’ (Every Day At A Time)
02. Solid Country Gold
03. (I Got That) Déjà Vu
04. Can Your Monkey Do The Splits?
05. Stoner Yodel Number 4 (Give Me A D For Gym Class)
06. The Manifesto
07. One Nation Under Fire
08. My Second Rodeo
09. Sunday Go To Meeting Looking
10. The Moon Tonight

Todd Snider
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Sari Schorr – Running Wild – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt, dass Sari Schorr, die in ihrer Schulzeit klassischen Gesangsunterricht hatte, nicht Opernsängerin geworden ist, wozu man sie ermuntert hat. Zu ihren Vorbildern zählen Blues- und Jazzsängerinnen wie Bessie Smith, Ma Rainey, Ella Fitzgerald, Etta James oder Billy Holiday, die zum Teil schon in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aktiv waren.

Später wandte sie sich dem Blues zu und war mit Größen wie Joe Louis Walker oder Popa Chubby auf Tour. 2016 erschien ihre erste CD, „A Force Of Nature“ mit dem famosen Innes Sibun an der Gitarre. Auch Walter Trout gab sich die Ehre. Die Songs waren bluesgetränkt mit rockigem Einschlag. Und dann war da noch diese unverwechselbar rauchige, kraftvolle Stimme. Nun liegt Album Nummer fünf vor, nachdem Sari Schorr, geboren in New York, zuvor auch mit Robin Trower zusammengearbeitet hat.

Auf „Running Wild“ ist von Blues nicht mehr viel zu hören mit Ausnahme von „Call It Freedom“. Es geht eindeutig in Richtung Rock, wobei die meisten Songs an den gitarrenlastigen Classic Rock der siebziger Jahre erinnern wie „Cool Hand Rider“, „Elevate“ oder „Better Days“.

Dabei, versteht sich, wird nicht „losgeprügelt“, sondern jeder Song hat seinen eigenen Spannungsbogen aus Rhythmus, Melodie und Feinschliff wie zum Beispiel auch mal ein Piano-Zwischenspiel. Gut zu hören ist das unter anderem beim melodischen „Man On Fire“, bei dem deutlich ein Gang zurückgeschaltet wird.

Sari selbst sagt: „,Running Wild‘ entstand aus Instinkt, Dringlichkeit und der Weigerung, auf Nummer sicher zu gehen. Ich bin immer noch auf der Suche und lerne dazu, aber ich vertraue meinen Instinkten mehr und folge jedem Song bis zu seiner emotionalen Wahrheit. Diese Songs handeln von Trotz, Selbstfindung, Widerstandsfähigkeit und Veränderung.”

Zu spüren ist das gleich im ersten Titel „Mr. In The Middle”, in dem es um eine Beziehung zwischen zwei Menschen geht, die einander nicht ganz loslassen können. „Willkommen in der realen Welt, der Welt, die du nicht im Griff hast“, singt sie.

Mich persönlich erinnert Sari Schorr an die vor Kurzem verstorbene kanadische Rocksängerin Sass Jordan, was ein weiteres Gütesiegel ist.

Provogue Records, Artone Label Group / Bertus (2026)
Stil: Blues Rock

Tracklist:
01. Mr. In The Middle
02. Running Wild
03. Monday Morning
04. Man On Fire
05. Cool Hand Rider
06. Elevate
07. Call It Freedom
08. Better Day
09. Afterglow
10. Finding My Way

Sari Schorr
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V2 Records

Sheryl Crow – Pick You Up – CD-Review

 

Die mittlerweile zig-fache Grammy-Gewinnerin und auch in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommene Sheryl Crow trat 1994 mit ihrer Hitsingle „All I Wanna Do“ in mein musikalisches Leben, kurze Zeit später habe ich sie live als Support von Joe Cocker in der Dortmunder Westfalenhalle 2 gesehen, für dessen damalige „Have A Little Faith“-Tour sie noch relativ spontan eingebunden worden war.

Seither hat sie sich mit vielen Alben (die meisten davon besitze ich) zu eine der wichtigsten und bekanntesten weiblichen Musikerinnen und Stimmen der zeitgenössischen Rockmusik entwickelt. Trotz zwischenzeitlicher Gerüchte über ein Karriereende, veröffentlicht die heute in Nashville lebende Protagonistin nun mit „Pick You Up“ ein aus sieben neuen Stücken bestehendes Kurzwerk.

Sämtliche Lieder bestechen durch tolle Melodien, ihre Eingängigkeit, klare Instrumentierung und natürlich Crows immer noch äußerst markanterStimme.
Man fühlt sich teilweise in die große Zeit der Westcoastmusik (herrlich unter anderem der Eagles-geprägte Titelsong „Pick You Up mit diesen typischen Harmony Vocals) zurückversetzt, aber auch Reminiszenzen an viele weiblich bestimmte Acts wie Fleetwood Mac, die Bangles, 4 Non Blondes oder auch Heart & Co. werden wieder wach.

Mit „Perfect“ demonstriert sie überaus eindrucksvoll wie man einen potentiellen Radio-Hitsong im 3-Minuten-Ambiente konzipiert. Schöne Gitarrenhook, lockerer Strophengesang, markanter Refrain, Gesangsbridge mit Harmoniegesängen, herrliches E-Solo, lockerer 2. Strophengesang, markanter Refrain, fertig! Ein hochmelodischer Track auf dem Niveau von „All I Wanna Do“. Perfekt!

Center-Song ist jedoch das politisch motivierte „Freedom Bus“. Passend zu diesem Fingerzeig auf die Errungenschaften der Freiheit  ist der als moderner Woody Guthrie gefeierte Jesse Welles als Co-Vokalist mit eingebunden.

Hier singen sie im Refrain:

Whoever said freedom was free?
There ain’t no freedom without history
And folks who died for you and me
So don’t be an asshole, let everyone be

Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Wermutstropfen sind eigentlich nur die für einen Longplayer recht wenigen sieben Stücke. Da ist für mich eigentlich die Zehner-Marke so das Mindestmaß. Am Ende gilt natürlich: lieber sieben tolle Lieder als zehn mittelmäßige.

Sheryl Crow reiht auf „Pick You Up“ sieben hochwertige Songperlen auf, die an Eingängigkeit, musikalischer Qualität und Hittauglichkeit ihres Gleichen suchen. Statt zu einer prunkvoll, glitzernden Halskette reicht es von daher aufgrund der äußerst überschaubaren Spielzeit insgesamt nur zu einem äußerst attraktiven und schmucken Armband.

Old Green Barn (2026)
Stil: Rock / Pop & More

01. Freight Train
02. Perfect
03. Pick You Up
04. Flat Earth
05. I’ve Got Your Number
06. Heaven Help Us
07. Freedom Bus

Sheryl Crow
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Oktober Promotion