Green River Ordinance – Fiveteen – CD-Review

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Grandioses, neues Album der aus Fort Worth stammenden Texaner! Die Bandmitglieder der Green River Ordinance befinden sich seit Teenager-Zeiten mittlerweile im 15. Jahr ihres Bestehens, was macht also besser Sinn, als ihr neues Werk voller Stolz demnach auch „Fifteen“ zu benennen. Der Fünfer hat sich von CD zu CD kontinuierlich gesteigert, der neue Silberling zeigt die Band eindeutig im Zenit ihrer bisherigen Schaffensphase.

Sämtliche elf Tracks wurden wie so oft im Kollektiv kreiert, dazu hat man sich wieder in eine alte Holzhütte am Caney Fork River zurückgezogen, wo man laut Frontmann Josh Jenkins fernab von Handyempfang und dem üblichen Stress, einfach mal völlig relaxt in den Fluss springen kann. An diesem für die Band, bestehend aus den weiteren Mitgliedern Denton Hunker (Drums, percussion), Geoff Ice (Bass, Harmonica, bg vocals), Jamey Ice (Lead guitar, banjo, mandolin) und Joshua Wilkerson (Electric guitar, mandolin, piano, bg vocals), heiligen Ort, kommen ihnen die wesentlichen Ideen für ihre so fein konstruierten Songs, wie der Bandleader weiter ausführt.

Schon der Auftakt ist bestechend. Der überragende Opener „Keep Your Cool“ stampft herrlich lässig in Country Rock-Manier mit quäkender Harmonica, hallender Orgel sowie satten Southern Rock-E-Gitarren vor sich hin, um letztendlich in ein kräftiges, an die Dirty Guv’nahs/Rolling Stones erinnerndes Finish überzugleiten. Ein wirklich cooler Song direkt zu Beginn. Das mit einem wunderbar trockenen, relaxten Banjo unterlegte, flockige, traumhaft melodische, flüssige „Red Fire Night“ erscheint, dank einer dominierenden Fiddle, in einem tollen Country-/Americana-Ambiente. Irgendwie kommen einem Blue Rodeo mit einem leichten Red Dirt-Flair in den Sinn.

Und so pendeln Green River Ordinance auch im weiteren Verlauf immer wieder zwischen Roots-/Folk-/Countryrock-/Country-beeinflussten, fein instrumentierten (sehr viele kleine eingeflochtene Hinhörer) Tracks wie „Simple Life“, „You, Me & The Sea“, „Endlessly“ (fein akzuentierte Mandoline, klasse Pedal Steel-Gastauftritt von Milo Deering), dem retrobehaften“„Life In The Wind“ (hier gibt eine slidende Dobro den Ton an) und eher rockig arrangierten Nummern wie „Maybe It’s Time (Gravity)“, „Tallahassee“ (tolles Southern-/Outlaws-Flair) oder „God Only Knows“ hin und her. Am Ende lässt die Band ihr Werk mit dem verletzlich gespielten, für ihre Verhältnisse recht sparsam angelegten „Keep My Heart Open“ sanft-melancholisch ausklingen.

Mit „Fifteen“ präsentiert das Quintett ein bärenstarkes neues Album, das damit den nächsten Schritt zum ganz großen Durchbruch macht. 11 herrliche Songs voller traumhafter Melodien, irgendwo an der Schnittstelle zwischen der frühen Eli Young Band, den kanadischen Blue Rodeo (mit deren countryorientierteren Songs), der Zac Brown Band, Will Hoge, der Josh Abbott Band, Rob Baird und ähnlicher Seelenverwandter. Eine geradezu perfekte Mischung aus Country, Countryrock, dezentem Red Dirt und Americana. Einfach umwerfend!

Residence Music (2016)
Stil: Country Rock / Americana

01. Keep Your Cool
02. Red Fire Night
03. Maybe It’s Time (Gravity)
04. Simple Life
05. Tallahassee
07. Always Love Her
08. Endlessly
09. Only God Knows
10. Life In The Wind
11. Keep My Heart Open

Green River Ordinance
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Bärchen Records

Charles Kelley – The Driver – CD-Review

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Tolles Solo-Debüt des Lady Antebellum-Sängers Charles Kelley! Nun hat es der ursprünglich aus Augusta, Georgia stammende 34-Jährige seinem Bruder Josh gleichgetan und mit „The Driver“ das Steuer in eigener Sache selbst in die Hand genommen. Nachdem es im Vorfeld zunächst einige Probleme gab und der Veröffentlichungstermin zweimal verschoben wurde, ist zunächst eine sehr gelungene Kampagne samt eines humorvollen Videoclips mit einer recht selbstironischen fiktiven Suchmeldung nach dem Protagonisten gestartet worden, die sich rasend schnell in den sozialen Netzwerken verbreitete.

Nun ist es aber endlich geschafft, Kelley kann stolz auf sein Werk sein, da es ihm durchaus gelungen ist, sich aus dem Lady Antebellum-Gefüge loszulösen und eine eigene Note in seine Musik einzubringen, dabei aber gleichzeitig auch die treue Lady A.-Fangemeinde musikalisch bei der Stange zu halten. Sein Erstling startet direkt mit einem schwungvollen oder, wie die Amerikaner es gerne ausdrücken, ‚roll licking‘ Song namens „Your Love“. Ein typischer Drum- und E-Gitarren-getriebener Track, ideal als Opener für Konzerte, um Leute direkt in Stimmung zu bringen. Der folgende Titelsong „The Driver“, auch letztes Jahr im September schon als Single veröffentlicht, impliziert Gastauftritte von Eric Pasley und Dierks Bentley, die sich jeweils in einer Strophe und schönen Harmoniegesängen einbringen. Resultat: Grammy-Nominierung!

Das, wie der Titel es schon vermuten lässt, tanzbare dezent R&B-umwobene „Dancing Around It“ offeriert die ganze Bandbreite von Kelleys vokalem Können. Ganz starke Gesangsleistung von ihm, klasse auch die Dire Straits-mäßigen Stratocaster-E-Gitarrenfills inklusiv Solo. Zweimal geht der mit Damen im Duett erprobte Künstler auf dieser CD ‚fremd‘. Zum einen bei der großartigen Cover-Version des Tom Petty-Klassikerds aus dem Jahre 1985, „Southern Accents“, bei dem Fleetwood Mac-Starsängerin Stevie Nicks ihre unnachahmlichen Vocals prägnant einwirft (umgesetzt als herrlich Piano-/Akkordeon- und Slide-getränkte Südstaaten-Ballade), zum anderen mit Miranda Lambert, die dem von Jedd Hughes kreierten „I Wish You Were Here“ ihren gesangstechnischen Charme verpasst. Beide Lieder sind ganz großes „Kino“ und sicherlich ebenso potentielle Award-Anwärter!

Herrlich auch die bluesige, an Eric Churchs „The Wrecking Ball“ erinnernde Ballade „The Only One Who Gets Me“, eine wunderbare Liebeserklärung an seine Frau Cassie McConnell. Recht poppig, aber ungemein stilvoll geht es auf Tracks wie „Lonely Girl“ (Mitschreiber und auch musikalisch involviert der in Nashville zur Zeit stark angesagte Chris Stapelton) und „Round In Circles“ (geschrieben mit Bruder Josh, der hier auch Harmoniegesänge mit einbringt) zu, was die tollen Musiker wie u. a. Michael Rojas, Jerry McPherson, Chad Cromwell, Jimmie Lee Sloas, Bill Watson, Justin Schipper, Rob McNelley und Paul Worley, der das Werk auch in einem transparenten, klaren Sound produziert hat, alleine schon garantieren. Am Ende lässt Charles mit „Leaving Nashville“ nochmals eine superbe, mit Piano, Steel und einfühlsamen Streichern unterlegte Hammer-Ballade, in der Tradition von Songwritern wie Will Hoge, Marc Cohn & Co. vom Stapel. Ganz starker Stoff.

Fazit: Klasse Solo-Album des Lady Antebellum-Frontmannes und männlichen Lead Sängers Charles Kelley, dem auf „The Driver“ eine tolle Mixtur aus Songs zwischen New Country, Countryrock, Pop und Singer/Songwriter-orientiertem Material gelingt. Hier kommen nicht nur die Lady Antebellum-Fans voll auf ihre Kosten. Da fährt man sehr, sehr gerne mit!

Capitol Records Nashville (2016)
Stil: New Country

01. Your Love
02. The Driver
03. Dancing Around It
04. Southern Accents
05. Lonely Girl
06. The Only One Who Gets Me
07. Round In Circles
08. I Wish You Were Here
09. Leaving Nashville

Charles Kelley
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Bärchen Records

The Kenneth Brian Band – Blackbird – EP-Review

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Die Kenneth Brian Band hatte die Messlatte, was den Nachfolger betrifft, mit ihrem beeindruckenden Debüt „Welcome To Alabama“ schon in eine beträchtliche Höhe gelegt. Mittlerweile ist das Zweitwerk in Form einer EP verfügbar. „Blackbird“ heißt der neue Silberling und kann, um es vorwegzunehmen, die recht hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Ich bin, ehrlich gesagt, auch kein Freund von diesen Kurz-CDs. Irgendwie sind sie weder musikalischer Fisch noch Fleisch, auch wenn die hier dargebotenen sieben neuen Tracks mit einer akzeptablen Spielzeit umgesetzt wurden.

Im Prinzip macht Kenneth Brian auf den ersten fünf Tracks nahtlos da weiter, wo er beim Vorgänger aufgehört hatte. Die sind allesamt reccht gut gelungen (klasse direkt der wüst slidende Titelsong als Opener oder das Crows-angelehnte „Shakedown“), allerdings wurde die Eingängigkeit der Lieder zugunsten einer etwas erhöhten Dosis psychedelischen Faktors geopfert, trotzdem offerieren die Lieder starken E-Gitarren-lastigen (schön knarzig, viel Slide) authentischen Southern Rock alter Schule.

Überragend der atmosphärische Southern Blues „Go Down Hard“ mit einer extravagant verschachtelten, ausgedehnten E-Solo-Passage (inkl. Twin-Parts), die wirklich bestechend gespielt ist (toll auch das kühl klimpernde Piano vom 2014 verstorben Ikey Owens, dem diese Werk auch gewidmet ist). „Vultures“ wird durch Lillie Mae Risches Harmony vocals gerade noch gerettet. Das an Skynyrds „The Last Rebel“ erinnernde 5. Stück „Go West“ lässt die Klasse der Band nochmals aufblitzen (vor allem in furiosen E-Solo-Teil).

Doch das war’s dann leider. Es folgt mit dem 7 ½ Minuten währenden „Ponderosa Breakdown“ ein zwar technisch anspruchsvolles, aber doch recht herz- und seelenlos dahinimprovisiert wirkendes Instrumentalstück. Das hat mich schon phasenweise auf der neulich besprochen SIMO-Platte irgendwann ziemlich genervt.

Dazu kommt am Ende ein ziemlich lustlos und blass wirkender Song namens „The Pale Horse“, auf dem nur Brian singend und seine E-Gitarre zu hören sind. Macht irgendwie den Eindruck, als wenn der Protagonist sich selbst beim Komponieren auf der Veranda aufgenommen hätte. Das Lied wirkt trotz eingeflochtenem Slide-Solo unausgegoren.

Die beiden zuletzt genannten Stücke wären als Füller ok gewesen, wenn da noch ein paar starke Songs gefolgt wären. Ein paar klingende Gäste wie beim Erstling, hätten auch dem Nachfolger vielleicht ganz gut getan. Mir fehlt dazu ein wenig das melodische Red Dirt-Flair, das z. B. in Tracks wie „Texas By Tonight“, „Holdin On“ oder „The Fall“ zu finden war.

Die Kenneth Band deutet auf „Blackbird“ zwar weiterhin ihr kreatives und spielerisches Potential an, hätte aber meines Erachtens lieber warten sollen, bis genug starkes Material für eine komplette CD kreiert gewesen wäre. So bleibt es eher nur eine recht kurze, in Ansätzen, geglückte Momentaufnahme. Die Leichtigkeit vom Debüt ist dabei leider etwas auf der Strecke geblieben.

Southern Shift Records (2015)
Stil: Southern Rock

01. Blackbird
02. Shakedown
03. Goin‘ Down Hard
04. Vultures
05. Go West
06. Ponderosa Breakdown
07. The Pale Horse

The Kenneth Brian Band
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Teenage Head Music

Leslie Satcher – Gypsy Boots – CD-Review

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Tolles Album der angesehenen Nashville-Songschreiberin! Leslie Satcher ist vermutlich den meisten New Country-Fans ein Begriff. Die dürfte ungefähr so jedem, der Tonträger dieser Sparte besitzt ganz sicher schon über den Weg gelaufen sein, sie zählt nämlich mit zu den prominentestenn Songwiterinnen der Szene und hat für unzählige Leute wie u.a. George Strait, Patty Loveless, Vince Gill, Willie Nelson, Reba McEntire, Gretchen Wilson oder Martina McBride Kompositionen beigesteuert. Untergegangen ist vermutlich ein wenig, dass sie auch eine hervorragende Musikerin und Sängerin ist.  Leslie Satcher – Gypsy Boots – CD-Review weiterlesen

Stevie Nimmo – Sky Won’t Fall – CD-Review

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Nachdem ich, wie vor kurzem beschrieben, die beiden Nimmo-Brüder, was ihre Bühnenaktivitäten betrifft, schon recht ausführlich unter die Lupe genommen habe, ist es mir jetzt vergönnt, auch mal einen musikalischen Datenträger zu beleuchten.

Stevie Nimmo war nach fast sechs Jahren Abstinenz mal wieder im Studio und präsentiert uns auf seiner neuen CD „Sky Won’t Fall“ ein weiteres gelungenes Werk, nachdem er ja schon auf seinem Debüt „The Wynds Of Life“ eine überaus starke Leistung abgeliefert hatte. Der Silberling beinhaltet neun neue Eigenkompositionen von Stevie, die er zum Teil auch schon bei seinem Auftritt im Dortmunder Blue Notez vorgestellt hatte, plus einem gelungen Allman Brothers-Cover von „Gambler’s Roll“ von der damaligen „Seven Turns“-Platte.

Sämtliche Tracks sind dazu im Cover-Artwork mit kleinen ganz interessant zu lesenden Anekdoten zur Entstehung/Intention von ihm beschrieben. Der Opener „Chains Of Hope“ beginnt nach ein paar kurzen Instrumentalspielereien mit einem krachenden E-Gitarrenintro. Ein toller schwerer Southern Blues Rocker mit starkem Strat-Solo. Zu dem spricht er mir mit diesem Song aus der Seele, er hinterfragt die unsägliche I-Phone-Hysterie, mit all ihren negativen Begleiterscheinungen.

Das mit einem zum Titel passenden rollenden E-Lick geführte „Roll The Dice Again“ (toll auch das zweite Wah-Wah-E-Solo) verbreitet die einfache Message, das man das, was man gerne macht, auch weitertun sollte, weil es irgendwie doch immer in einem steckt. Das relativ soulig dahingleitende „Change“ wird gegen Ende von einem nahezu dramatischen E-Solo durchbrochen, das es in sich hat. Starke Nummer.

„Running Back To You“ ist der obligatorische Slow-Blues, der auf ein Blues Rock-gefärbtes Album einfach draufgehört. Stark besungen und mit langen E-Gitarrenpassagen durchzogen. Klasse! Wenn eine Texas-‚Steel-Ikone‘ wie Lloyd Maines seine Dienste einem europäischen Künstler zur Verfügung stellt, kommt das einem musikalischen Ritterschlag nahezu gleich. So geschehen auf „Walk The Thin Line“, naturgemäß ein Lied mit Countrynote.

Das schön eingängige „I’ll Pray For You“ erinnert in seiner Melodik fast an Sachen der legendären Brit-Melodic Rocker FM. Auch sehr angenehmer Stoff. Mit dem satt stampfenden „Still Hungry“ geht es ein wenig in Richtung Storyville, eine Band der Stevie ja auch bekanntermaßen sehr zugetan ist. Auch hier gibt es wieder deftige E-Gitarrenkost (inkl. Wah-Wah-Solo) zu belauschen.

„Gambler‘s Roll“ ist sehr stark gespielt, kann dem Original aber nicht ganz das Wasser reichen, da hier die Einspielung im Trio (nur mit Matt Beable und Craig Bacon) im Vergleich zum umfangreichen ABB-Line-up, etwas zu limitiert erscheint. Mir fehlen hier Piano und Orgel, auch die verlebte stimmliche Aura von Gregg Allman (obwohl Nimmo ja ebenfalls ein guter Sänger ist) ist einfach nicht transformabel. Das Ganze ist bildlich gesehen fast so, als wenn Stevies Partick Thistle-Kicker mit drei Mann weniger gegen den FC Barcelona bestehen müssten. So ein Kunststück wäre auf dieser Welt, wenn überhaupt, nur einem Verein wie Rot-Weiss Essen zuzutrauen…!

Das wieder mit einer dezenten Countrynote und Harmoniegesängen beschwingt dahingroovende „Lovin‘ Might Do Us Good“ sowie das sehr persönliche „Love You More Tonight“ (rein akustisch gehalten, schöne Slide-Einlage) lassen „Sky Won’t Fall“ angenehm ausklingen.

Fazit: Ein rundum gelungenes Werk, das mit recht einfachen Mitteln ein hohes Maß an Ertrag offeriert. Ein paar evtl. Tasten- und Bläsereinlagen, sowie auch weibliche Harmoniegesänge würden sicherlich mehr Volumen und Abwechslung ins Spiel bringen, als die klassische, konsequent durchgezogene Blues-Trio-Linie. Trotzdem: Solange es weiter solch grundehrliche und authentische Leute wie Stevie Nimmo gibt, wird uns der musikalische Himmel noch lange nicht auf den Kopf fallen!

Manhaton Records (2016)
Stil: Blues Rock

01. Chains Of Hope
02. Roll The Dice Again
03. Change
04. Running On Back To You
05. Walk The Thin Line
06. I’ll Pray For You
07. Still Hungry
08. Gambler’s Roll
09. Lovin’ Might Do Us Good
10. Love You More Tonight

Stevie Nimmo
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SIMO – Let Love Show The Way – CD-Review

SIMO

Ein geschichtsträchtiger Ort, eine legendäre Gitarre und ein neues talentiertes Trio am Blues Rock-Firmament, das sind die Parameter, die das neue Album „Let Love Show The Way“ von SIMO bestimmen. SIMO kommen aus Nashville/Tennessee, haben sich aber entgegen der Haupt-Gepflogenheiten in Music City nicht dem Country verschrieben, sondern lassen eher den Southern-umwobenen Blues Rock in Verbindung mit britisch angehauchtem Psychedlic Rock im Stile der frühen Allman Brothers/Led Zeppelin wieder aufleben. SIMO – Let Love Show The Way – CD-Review weiterlesen

Stevie Nimmo – 28.01.2016, Blue Notez, Dortmund – Konzertbericht

So, jetzt bin ich mit den beiden Nimmo-Brüdern komplett durch! Nachdem ich sie zunächst zweimal in brüderlicher Zweisamkeit als The Nimmo Brothers einmal in den Niederlanden, einmal bei uns erlebt habe, hatte ich mir im letzten Jahr zunächst Alan Nimmo mit seinem King King-Gefüge in Köln gegönnt, diesmal war jetzt Stevie im Dortmunder Blue Notez an der Reihe. Stevie Nimmo – 28.01.2016, Blue Notez, Dortmund – Konzertbericht weiterlesen

Trick Pony – R.I.D.E. – CD-Review

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Endlich! Nach ihren ersten beiden, tollen CD-Veröffentlichungen, mit denen sie so viel frischen Wind in die Nashville-Szene brachten, haben Trick Pony nach großem Hin- und Her, was Veröffentlichungsrechte anging, bei Curb Records eine neue musikalische Heimat gefunden. Und nun ist ihr lang ersehntes, drittes Werk „R.I.D.E“., für das sie direkt auf dem Cover ihre eigene Definition gleich mitliefern, nämlich „Rebelliuos Individuals Delivering Entertainment“, auch erhältlich!  Trick Pony – R.I.D.E. – CD-Review weiterlesen

Brothers Osborne – Pawn Shop – CD-Review

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Tolles, in Nashville mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachtes Debütalbum der Brothers Osborne. Der mit einer prächtigen Stimme gesegnete T. J. Osborne (variiert irgendwo zwischen Radney Foster und Trace Adkins – spielt auch akustische Gitarre) und der großartige Gitarrist und Multi-Instrumentalist John Osborne (neben der E-Gitarre u. a. auch Mandoline, Banjo, Pedal Steel, Mundharmonika), aka Brothers Osborne, legen mit „Pawn Shop“ ein bärenstarkes Major Label-Debut vor.  Brothers Osborne – Pawn Shop – CD-Review weiterlesen

Hank Williams, jr. – It’s About Time – CD-Review

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Hank Williams jr. ist nach seinem etwas müde wirkenden Vorgängerwerk von 2012 wieder zurück – und präsentiert sich angriffslustig, energiegeladen und dazu in absoluter Top-Form! „It‘s About Time“ heißt sein neues Album und es strotzt voller sattem Outlaw Country und mit viel Skynyrd-Flair bedachtem Southern Rock. Starke E-Gitarren (toll JT Corenflos und Tom Bukovac!), quietschende Fiddles, quäkende Harp, klimperndes Piano, pulsierende Bläser-Einlagen und herrliche, southern-typische weibliche ‚uuh-uuh‘ und ‚aah-aah‘-Harmoniegsänge in Hülle und Fülle, dazu in einer richtig wuchtigen Produktion von Julian Raymond verarbeitet.  Hank Williams, jr. – It’s About Time – CD-Review weiterlesen