The Rhyolite Sound – Mojave Gold – CD-Review

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Review: Michael Segets

Das neue Country- und Southern-Rock-Label Whiskey Preachin‘ Records von Tony Sexton und Reinhard Holstein (Glitterhouse Records, Stag-O-Lee Records) machte bereits mit dem tollen Sampler „Whiskey Preachin’ – Volume 1” Anfang des Jahres auf sich aufmerksam. Zum Auftakt stellte das Label zwölf frische Bands vor, die hierzulande noch weitgehend unbekannt sind. Unter den Newcomern befand sich auch The Rhyolite Sound. Die Band setzt nun das Programm von Whiskey Preachin‘ mit dem rundum gelungen „Mojave Gold“ fort.

Die Combo tritt mit drei Gitarristen (Larry Reha, James Caselton, Erik Alesi), Bass (Chris Davis) und Schlagzeug (AJ Palluck) an. Den Leadgesang übernimmt meist Larry Reha mit seiner tiefen Stimme, manchmal wechselt Erik Alesi ans Mikro. Das Quintett aus Las Vegas feierte 2017 sein Debüt mit „Desert Honky Tonk“ (2017), wobei der Titel zugleich den Sound der Band ausdrücken soll.

Der liegt irgendwo zwischen Southern mit einer Prise Country beziehungsweise umgekehrt. Auf alle Fälle klingt er erdig und staubig, also atmosphärisch richtig nach der Mojave Wüste. Ob sich der Bandname The Rhyolite Sound auf ein Vulkangestein oder auf die Geisterstadt nördlich von Las Vegas bezieht, bleibt offen. Passen würde beides.

„On Stolen Time“ stimmt als starker Roots Rock hervorragend auf die folgenden Titel ein. Das hohe Niveau des Openers hält die CD nahezu durchgängig bis zum fulminanten Abschluss „I Think Too Much When I Drink To Much“, der als countryfizierter Southern Rock mit lang ausklingendem, leicht psychodelisch angehauchten, instrumentalen Ende überzeugt.

Dazwischen liegen die am Southern Rock orientierten Beiträge „Ain’t No Outlaw“, das mit wunderbaren Harmoniegesang unterfüttert ist, und das stampfende, mit feinen Gitarren versehene „The Road To Losing My Mind“. Direkt ins Tanzbein gehen „Magaritas And Cocaine“ und der Boogie „Downtown“, bei dem die Frankie Moreno am Klavier die Band unterstützt. In Richtung Country schlägt die Nadel bei der Ballade „He Can Have Her” und dem Honky Tonk „Trainwreck“ aus. Joel Ferguson und Ian Clark an der Pedal Steel Guitar beziehungsweise Geige sorgen für die genretypische Instrumentalisierung.

Die Songs wurden von Reha meist zusammen mit Bandkollegen geschrieben. Darüber hinaus finden sich zwei Cover auf dem Album. „Why You Been Gone So Long“, bei dem die Gitarren einen leicht funkigen Einschlag haben, stammt von Mickey Newbury. Aus dem Dire Straits-Stück „Setting Me Up“ machen The Rhyolite Sound eine erstklassige Country-Nummer mit treibendem Rhythmus. Der Track war bereits auf der oben erwähnten Compilation vertreten.

The Rhyolite Sound präsentieren ein kurzweiliges Werk, das das Beste von Country und Southern vereint. „Mojave Gold“ legt die Messlatte für die folgenden Musiker des Labels ziemlich hoch. Wenn Sexton und Holstein weiterhin solche Bands wie „The Rhyolite Sound“ ins Programm nehmen, stehen den Fans des Roots Rocks und seinen angrenzenden Musikrichtungen goldene Zeiten bevor. „Mojave Gold“ gehört in die Kategorie Pflichtkauf, weil The Rhyolite Sound ein wirklich gutes Album vorlegen und das ambitionierte Vorhaben von Whiskey Preachin‘ Records, Independent-Musiker aus Amerika hierzulande bekannt zu machen, unbedingt förderungswürdig ist.

Den Longplayer gibt es in limitierter Stückzahl auf (farbigem) Vinyl, auf CD und digital. Das mp3-Album ist anscheinend durch den lockeren Country-Rocker „There I Go“ ergänzt.

Whiskey Preachin’ Records/Indigo (2020)
Stil: Southern Rock, Country

Tracks:
01. On Stolen Time
02. Magaritas And Cocaine
03. He Can Have Her
04. Ain’t No Outlaw
05. Why You Been Gone So Long
06. The Road To Losing My Mind
07. Setting Me Up
08. Trainwreck
09. Downtown
10. I Think Too Much When I Drink Too Much

The Ryolite Sound
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Whiskey Preachin’

Charley Crockett – Welcome To Hard Times – CD-Review

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Review: Michael Segets

Nach seinem letztjährigen Album „The Valley“ mit anschließender Europatour, in der er auch in der Krefelder Kulturrampe einen Stopp einlegte, bringt Charley Crockett nun fünfzehn neue Songs heraus. „Welcome To Hard Times“ schließt nahtlos an den vorherigen Longplayer an. Melodische Country-Nummern, überwiegend im mittleren Tempobereich, denen er mit seinem markanten Gesang seinen Stempel aufdrückt, stehen im Vordergrund der neuen CD.

Crockett arbeitet wie gewohnt mit Pedal Steel, Twang und Slide („Heads You Win”, „Tennessee Special”). Dabei gibt er manchen Stücken eine bluesige Note („Fool Somebody Else“), legt Soul in seine Stimme („Don’t Cry“) oder bedient sich beim R&B („Rainin’ In My Heart“). Wie für seine Kompositionen üblich, überschreiten sie nur selten drei Minuten. Auch wenn kein absoluter Ohrwurm wie „Jamestown Ferry“ sofort identifizierbar ist, hält der Longplayer doch einige Leckerbissen parat.

Das entspannte Titelstück „Welcome To Hard Times“, mit dem das Werk beginnt, zählt ebenso wie das getriebene „Run Horse Run“ zu ihnen. Die Videos zu den zwei vorab ausgekoppelten Songs versprühen eine entsprechende Western-Atmosphäre. Äußerst gelungen und vielleicht die bemerkenswertesten Tracks sind die beiden Walzer „Lilly My Dear“ und „Blackjack County Chain“. Beim ersten schunkelt sich Crockett erdig durch den Dreivierteltakt, beim zweiten schlägt er eine tiefe Tonlage mit entsprechend dunkler Stimmung an.

Von dem gemächlichen Midtempo der klassischen Countrysongs „The Man That Time Forgot” und „The Poplar Tree” weicht Crockett bei „Paint It Blue” sowie „Oh Jeremiah“ nur geringfügig nach oben ab. Mit „Wreck Me” und „When Will My Trouble End” finden sich dann auch langsamere Stücke auf der CD.
Mit der letztgenannten Ballade schließt sich der thematische Kreis, der mit dem Opener angerissen wurde.

Die Inhalte drehen sich um Outlaws, Spieler und Verlierer, also um genretypische Figuren und deren schwere Zeiten beziehungsweise Krisen. Daran hätte Johnny Cash ebenso wie an Crocketts Musik sicherlich seine Freude gehabt und vielleicht sogar den einen oder anderen Beitrag gecovert. Einige von Crocketts Songs hätten es verdient, so gewürdigt zu werden.

Von anderer Seite hat Charley Crockett allerdings schon Anerkennung erfahren: Seinem Bluesalbum „Lil G.I.‘s Blue Bonanza“ (2018) gelangen hohe Platzierungen in amerikanischen Charts und in der englischen Country-Presse wurde „The Valley“ zum Album des Jahres gekürt.

Charley Crockett revolutioniert den Country auf „Welcome To Hard Times““ nicht, aber er interpretiert ihn stilsicher auf seine Weise und gewinnt ihm so neue Facetten ab. Der Retro-Charme seiner Melodien in Kombination mit der außergewöhnlichen Intonation seines Gesangs macht ihn zu einem kreativen Vorreiter des New Traditional Country.

Son Of Davy – Thirty Tigers/Membran (2020)
Stil: Country

Tracks:
01. Welcome To Hard Times
02. Run Horse Run
03. Don’t Cry
04. Tennessee Special
05. Fool Somebody Else
06. Lilly My Dear
07. Wreck Me
08. Heads You Win
09. Rainin’ In My Heart
10. Paint It Blue
11. Blackjack County Chain
12. The Man That Time Forgot
13. The Poplar Tree
14. Oh Jeremiah
15. When Will My Trouble End

Charley Crockett
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

John Craigie – Asterisk The Universe – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Asterisk, das typographische Sternenzeichen ist sicher eine ungewöhnliche Namensgebung für den neuen Longplayer des US-amerikanischen Singer/Songwriters John Craigie; doch sein Album „Asterisk The Universe“ hat ebenso wie das 5-strahlige Sternchen auf dem Plattencover eine magisch-faszinierende Ausstrahlung und einen eigenen Kosmos zu bieten.

Der aus Los Angeles stammende, 40-jährige Craigie ist mit seinen Songs nahezu 10 Jahre „On The Road“ und auf Festivals unterwegs, quer durch Nordamerika und Großbritannien, 2019 sogar zu 4 Terminen in Deutschland. Seine charismatische, humorvolle Art, die Dinge beim Namen zu nennen und in pointierten Texten Geschichten zu erzählen, die gleichzeitig ernst und ironisch sein können, begeistert inzwischen auch namhafte Fans, wie Jack Johnson oder Todd Snider. Craigies nun vorliegendes, 10 Songs umfassendes Album, ist ein eloquenter Mix aus Americana, Folk und Rock, der im Verlauf nicht unerheblich herrliche Dylan-Elemente interpretiert.

Schon der vorsichtig zaghafte Opener „Hustlin“ vermittelt – einfühlsam und zurückhaltend instrumentiert – das Gefühl einer Live-Atmosphäre, die der folgende Titel „Don’t Ask“ (bereits auf dem Vorgänger „Scarecrow“ erfolgreich vertreten), nun in einer neuen, frischen Motown-Version fortsetzt. Das langsam swingende „Son Of A Man“ erinnert im Stil an Songs einer vergangenen Songwriter-Generation, die wie bei der Vorab-Single „Part Wolf“ ihre ausgefeilten, selbstbewusst-kritischen Lyrics („I Got That American Meanness“) in den Vordergrund stellen.

Dieses Zutrauen, auch Klassiker musikalischer Vorbilder gelassen abzuliefern, kann der aufmerksame Hörer nicht zuletzt beim akustischen J.J. Cale-Cover „Crazy Mama“ erkennen – eine Leichtigkeit durch die John Craigie und seine Band fortwährend eigene Akzente setzen.

Überhaupt besteht Craigies Begleitband aus talentierten Musikern der jungen, kalifornischen Folk-Rock-Szene. Aus dieser musikalischen Verbindung ist nicht nur bei „Don’t Deny“ der Eindruck willkommen, dass hier aus einer endlich wieder entdeckten Schatzkiste 60er Dylan-Tapes gemastert wurde. In der zweiten Single „Valecito“ findet man Craigie in einem psychodelisch-experimentell nachdenklichen Song, der das Problem wortreich variiert, die richtige Entscheidung zu treffen, um danach die Folk-Ode an den Schutzpatron der Reisenden in „Nomads“ zum Abschluss nochmals mit großer Piano-Einlage und typischen Harmonica-Solo, einen würdigen Ausklang zu bereiten.

John Craigie hat „Asterisk The Universe“ mit starker Unterstützung eingespielt, das einen engagierten Story-Teller und vielseitigen Songschreiber wirkungsvoll in Bestform zeigt. Entstanden ist eine CD, die mit treffsicher artikulieren Lebenserfahrungen und Erzählungen angenehm überrascht. Das ist ein Album, das mehr als ein strahlendes Sternchen auf dem Cover verdient hat!

Zabriskie Point Records (2020)
Stil: Americana, Country, Bluegrass, Folk

Tracklist:
01. Hustlin‘
02. Don’t Ask
03. Son Of A Man
04. Part Wolf
05. Crazy Mama
06. Climb Up
07. Used It All Up
08. Don’t Deny
09. Vallecito
10. Nomads

John Craigie
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Oktober Promotion

Brandy Clark – Your Life Is A Record – CD-Review

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Drittes Album der, von der Kritikerschaft bisher zurecht hochgelobten, vielfach Grammy-nominierten Country-Chanteuse Brandy Clark. Vielen wird ihr Name eher im Zusammenhang des Songwritings für andere Interpreten wie u. a. Sheryl Crow, Miranda Lambert, The Band Perry, Reba McEntire, LeAnn Rimes, Billy Currington, Darius Rucker, und Kacey Musgraves, über den Weg gelaufen sein.

Wir hatten schon ihr 2016 veröffentlichtes „Big Day in a Small Town“ in unserem Magazin reviewt. Und wieder gelingt es der 1977 geborenen, aus Morton, Washington stammenden, 1998 nach Nashville gezogenen Künstlerin mit brillanter Einfachheit, ihre Botschaften in Form gelungener Countrysongs zu vermitteln.

„Your Life Is A Record“ heißt das mit elf neuen Tracks bestückte, erneut von Jay Joyce (Little Big Town) in der Tradition von Vorbildern wie Patsy Cline, Loretta Lynn, Reba McEntire & Co. produzierte Werk.

Unbestrittener Star des Silberlings ist die wunderschön klare und auch im wahrsten Sinne fürs Countrygenre prädestinierte Stimme der Protagonistin, deren Ausstrahlung sich angesichts einer äußerst geschmackvoll zurückhaltend inszenierten Instrumentierung (Akustikgitarren und percussionartiger Rhythmus dominieren, sporadische Zutaten sind mal Dobro, Mandoline, E-Gitarre oder Piano) mit ergänzenden Musikern wie Joyce, Giles Reaves und Jedd Hughes, bestens zur Geltung kommt.

Streiten kann man sich darüber, ob die zwar sehr dezent eingeflochtenen, aber immer sehr orchestral anmutenden Elemente (Streicher, Bläser, Flöte), die dem ganzen einen ungeheuren Retro-Touch verabreichen, nötig gewesen wären oder nicht.

Mir persönlich hätte das Gesamtwerk, wie beim einzigen Song „Pawnshop“ (ohne diese Stilmittel) aufgezeigt, noch mehr zugesagt. Gastauftritte gibt es von Randy Newman beim kauzigen Duett „Bigger Boat“ (herrlich knochiger Gesang von ihm, dazu sein markantes Pianospiel) und von Gitarrist John Osborne bei „Bad Car”.

So macht man es sich am Ende am besten gemütlich und lässt die wunderbar entspannten, mit einer faszinierenden Stimme vorgetragenen elf Musikgeschichten an sich vorüber fließen. „Your Life Is A Record“ heißt Brandy Clarks neuer Longplayer. Wäre das Leben bei jedem Menschen so schön wie diese Platte, gäbe es auf dieser Welt wohl nicht soviel Leid und Elend…

Warner Music (2020)
Stil: New Country

Tracks:
01. I’ll Be The Sad Song
02. Long Walk
03. Love Is A Fire
04. Pawn Shop
05. Who You Thought I Was
06. Apologies
07. Bigger Boat
08. Bad Car
09. Who Broke Whose Heart
10. Can We Be Strangers
11. The Past Is The Past

Brandy Clark
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Oktober Promotion

The Haden Triplets – The Family Songbook – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

In der traditionsreichen US-amerikanischen Country-Music-Szene kann die enge Beziehung zu den familiären, musikalischen Wurzeln manchmal die Triebfeder sein, ein sehr persönliches und tiefgehendes Album zu veröffentlichen. The Haden Triplets, drei Schwestern – Petra, Rachel, Tanya Haden – haben nun als zweites, gemeinsames Projekt das Familien-Liederbuch sehr weit geöffnet und u.a. vier noch nicht erschienene Songs ihres Großvaters erstmals aufgenommen. Carl E. Haden, war in den 1950er Jahren eine anerkannte Country-Größe und populärer Radio-Performer.

Die Familientradition wurde danach über seinen Sohn, Charlie Haden, einem Jazz-Bassisten, an die nächste Haden-Generation weitergegeben, die in den vergangenen 30 Jahren meist auf getrennten Wegen in zahlreichen Rock- und Jazz-Produktionen mitwirkte.

Nach ihrem gleichnamigen Debut (2014), das vom Ausnahmegitarristen Ry Cooder produziert wurde und bei Jack Whites Third Man Records erschienen ist, konnten die Schwestern nun mit Woody Jackson erneut einen Vorzeigeproduzenten für sich gewinnen.

Das überwiegend vom traditionellen Old-Time-Country-Sound getragene Album, beginnt jedoch mit dem experimentell arrangierten „Wayfaring Stranger“ dessen zarte Melodie im Triplets-Harmonie-Gesang aufgeht. Die durchweg längeren Stücke (ab 3 Minuten aufwärts) leben wie auch beim Kanye West-Cover „Say You Will“ von der Leichtigkeit der Stimmen und den fast spärlich – leisen Begleitinstrumenten, deren Soundgefüge teilweise an die kanadische Band „Cowboy Junkies“ erinnert.

Fast schon außerhalb des Rahmens der leisen Töne bewegt sich „Memories Of Will Rogers“ mit starker Band-Unterstützung und E-Gitarre, traditionell und modern zugleich, prägt es als Eigenkomposition von Carl E. Haden den Stil des Longplayers auf seine eigene Art. Das ebenfalls bemerkenswerte, von Emmylou Harris im Original für den Coen-Brothers Film “Oh Brother Where Art Thou” geschriebene „Pretty Baby“, kommt im A capella-Gewand nahezu fünf Minuten ungeschminkt daher und begeistert nicht nur als altbekannter Klassiker.

Überhaupt wirken die einheitlich langsameren Songs besonders intensiv und ansteckend, so auch bei „Every Time I Try“, einem Stück aus dem Wim Wenders Film „The End Of Violance“, das von Josh Haden, einem Bruder der „Triplets“ geschrieben wurde. Als passender Abschluss-Song unterstreicht die feierliche Gospel-Hymne „I’ll Fly A Way“ nochmals den Anspruch der Haden-Sisters makellose Harmonien souverän zu performen.

Der insgesamt aus großartigen Einzelstücken sehr unterschiedlicher Autoren eindrucksvoll geschmiedete Longplayer wird durch die typischen Harmonie-Gesangspassagen der Haden Triplets in Form eines tatsächlichen „Family Songbook“ zeitlos „veredelt“. Damit hat das Album, sicherlich gute Chancen – über den persönlichen und nostalgischen Charakter der Aufnahmen hinaus – die Familien-Dynastie musikalisch erfolgreich weiterzuführen.

Trimeter Records (2020)
Stil: Country, Folk

Tracklist:
01. Wayfaring Stranger
02. Who Will You Love?
03. Say You Will
04. Ozark Moon
05. Flee As A Bird
06. Memories Of Will Rogers
07. Pretty Baby
08. Gray Mother Dreaming
09. Every Time I Try
10. Wildwood Flower
11. What Would You Give
12. I’ll Fly Away

The Haden Triplets
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Oktober Promotion

Marcus King – El Dorado – CD-Review

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Gerade mal Anfang Zwanzig, bringt der aus Greenville, South Carolina, stammende Marcus King mit „El Dorado“, bereits schon das vierte Album auf den Markt.

Neu ist, dass er hier jetzt ganz unter eigener Fahne firmiert und die Musik noch stärker auf seine Vorstellungen fixiert zu haben scheint.

Dafür hat er sich mit dem Songwriter, Sänger und Gitarrist von The Black Keys, Dan Auerbach, zusammengetan, der die neuen zwölf Stücke in seinem eigenen Studio in Nashville, mit eingespielt und produziert hat. Auch mit dabei prominente Musiker wie u. a. Gene Chrisman (drums) und Bobby Woods (keys).

Im Prinzip, soweit ich die beiden anderen bisher hier reviewten Alben noch im Sinn habe, ist der größte Unterschied das Weglassen der Bläserelemente. Die Musik bewegt sich wieder in einem breiten Rahmen aus Country-, (Southern) Soul-, Gospel, R &B, Blues- und Rock-Ingredienzien, allerdings harmonisch ineinander greifend, umwittert meistens von ein gewissen Retro-Charme.

Getragen wird sie von Kings eigenwilliger, hell-raspeliger Stimme und seinem feinen Gibson-ES-E-Gitarrenspiel. Bei den countresken Sachen wie u. a. „Young Man Dream“, „Sweet Marionna“ , „Beautiful Stranger“ oder „Too Much Whiskey“ (ziemlich unverhohlen abgekupfert bei Charlie Daniels‘ „Trudy“) hört man die Pedal Steel wimmern, bei letztgenanntem kommt auch eine Harp zum Einsatz. Zuweilen finden auch retromäßige Streicher in ausgewählte Tracks („Break Me“, „No Pain“).

Ansonsten spielen (E-) Piano und Organ für die atmosphärische Note eine große Rolle, die Backgroundsängerinnen sorgen für einiges an Gospel- und Soul-Flair.

Richtig gerockt wird beim stampfenden „The Well“ (erinnert an die Band Of Heathens), „Say You Will“ (psychedelische Note, saustarkes E-Gitarrensolo) und „Turn It Up“ (hat was von den alten Free).

Mein persönlicher Favorit des Werks ist der wunderbare Blues-Schwofer „Wildflowers & Wine„.

Wie bereits erwähnt, passt alles sehr gut zusammen. Trotzdem hat man auf „El Dorado“ bei Marcus King, wie einst bei den Jägern nach dem Goldland in Südamerika,  noch den Eindruck eines Suchenden nach dem richtigen Weg.

Fest steht aber schon jetzt, dass ihm angesichts seines außerordentlichen Talents, eine goldene musikalische Zukunft bevorsteht. Wir werden ihn live demnächst in der Kölner Kantine anchecken, wo er am 05. März auftreten wird.

Fantasy Records (2020)
Stil: Blues Rock, Southern Rock, Country, Soul

01. Young Man Dream
02. The Well
03. Wildflowers & Wine
04. One Day She Is Here
05. Sweet Mariona
06. Beautiful Stranger
07. Break
08. Say You Will
09. Turn It Up
10. Too Much Whiskey
11. Love Song
12. No Pain

The Marcus King Band
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Oktober Promotion

Randy Rogers & Wade Bowen – Watch This: Live From Dallas – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Die grandiose Heimspiel-Atmosphäre ihrer jährlichen „Hold My Beer And Watch This“-Tour hautnah einzufangen und den Fans eine „Best-Of-Favorites“-Scheibe zu präsentieren, ist den beiden US-Singer/Songwritern Wade Bowen und Randy Rogers mit dem Album „Watch This: Live From Dallas“ mehr als hervorragend gelungen.

Der fantastische Live-Auftritt der beiden Texaner ist nur so gespickt mit Songs, die laut New York Times „Country music based in the genre’s rich outlaw tradition“ verkörpern und die der Dallas Observer schlicht als „red-blooded heartland rock“ beschreibt.

Die 16 Stücke (sowie die persönliche Geschichte „Jimmy Bowen“) der „well chosen performance“ überzeugen durch ihre natürliche und stilgerechte Country-Darbietung, die Randy Rogers mit „This Is What This Tour Is All About“ bezeichnet. Rogers, der in seiner bald 20-jährigen Bandgeschichte schon mehrmals mit seinen Alben auf SoS zu Gast war (z.B. „Hommade Tameles-Live At Floore’s“) gilt daheim als texanische Country-Institution.

Auch der 42-jährige Wade Bowen ist u. a. mit seinem Solo-Projekt „Live At Billy Bob’s Texas“ im Vorjahr bei uns zu Recht sehr positiv aufgenommen worden und hat im August 2019 sogar vier Deutschland-Konzerte gespielt.

Dass die beiden Freunde auch gemeinsam ihr Handwerk verstehen und sich bei den Auftritten super ergänzen, machen die Aufnahmen „Live From Dallas“ von Beginn an deutlich. Die durchweg mit weiteren, erstklassigen Musikern besetzte Begleitband meistert die umfangreiche Playlist routiniert und die eigenen Country-Perlen „In The Next Life“, „Hanging Out In Bars“ und „Kiss Me In The Dark“ fehlen dabei ebenso wenig im Programm, wie traditionell arrangierte Love-Songs („Til It Does“ bzw. „Tonight’s Not The Night“).

Selbstverständlich ist mit der alten Kris Kristofferson-Nummer „Help Me Make It Through The Night“ ein bekanntes Cover mit dabei, das den Schwung an die Abschluss-Tracks „In My Arms Instead“ und „I Had My Hopes Up High“ weiter gibt und diese ebenso publikumswirksam rüber bringt, wie die häufig mit Zusatzapplaus quittierten Solo-Parts.

Nach ihrem Studio-Werk „Hold My Beer Vol. 1“ (2015) haben Wade Bowen und Randy Rogers mit ihrem 2. Album „Watch This-Live in Dallas“ die Reihe ihrer Konzert-Aufnahmen fortgesetzt und beweisen nicht nur den vielen Country-Rock-Freunden in Texas, dass sie ihre musikalische Stilrichtung jederzeit mitreißend performen können.

Lil‘ Buddy Toons (2019)
Stil: Country

Tracklist:
01. In The Next Life
02. Hanging Out In Bars
03. Songs About Trucks
04. Buy Myself A Chance
05. Jimmy Bowen
06. Good Luck With That
07. Til It Does
08. Tonight‘s Not The Night
09. West Texas Rain
10. It‘s Been A Great Afternoon
11. Lady Bug
12. Saturday Night
13. Kiss Me In The Dark
14. Standards
15. Help Me Make It Through The Night
16. In My Arms Instead
17. I Had My Hopes Up High

Wade Bowen
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Randy Rogers Band
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Larry Fleet – Workin’ Hard – CD-Review

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Review: Michael Segets

Herrlich harmonischer Country mit einer großen Portion Soul – so lässt sich das Debütalbum „Workin’ Hard” von Larry Fleet umschreiben. Dass es zu der Aufnahme kam, ist einer glücklichen Fügung geschuldet. Bei einer Scheunenparty spielte Fleet einige Titel und wurde von dem zufällig anwesenden Jake Owen angesprochen, den Fleets Talent begeisterte.

Von da an änderte sich das Leben von Fleet schlagartig. Vorher im Bauwesen tätig, war die Musik für den Mann aus Chattanooga, Tennessee, bloß eine Nebenbeschäftigung. Owen bestärkte ihn, seinen Job aufzugeben und mit ihm auf Tour zu gehen. Endgültig Feuer fing Fleet, als er für Willie Nelson eine Show eröffnen durfte. Nelson holte ihn dann während seines Sets mit auf die Bühne, womit sich ein Traum für Fleet erfüllte.

Neben Nelson, Merle Haggard und Waylon Jennings zählen auch Otis Redding sowie Marvin Gaye zu seinen Einflüssen, wodurch sich die Kombination aus Country und Soul erklären lässt. Zwei Jahre nach seinem Entschluss, tiefer in die Musikszene einzutauchen, liegt nun Fleets erstes Album vor. In dem titelgebenden „Workin‘ Hard“ bearbeitet er seine Herkunft und die Wende in seiner Biographie.

Während mit dem Opener „Tied Down“ und „Somethin’ Cold, Somewhere Hot” traditionsverbundener Country in einer modernisierten Form geboten wird, kommen die Soul-Anteile bei „Lied About Love“ und „Boys With Nothin’” stärker zum Tragen. Stellenweise gerät dabei Marc Broussard als Vergleichsgröße in den Sinn. Die Mischung von Country und Soul macht sich vor allem bei „Baby, You Do“ und „Mix ‘Em With Whiskey“ bezahlt. Das letztgenannte Stück stellt daher auch meinen Anspieltipp dar.

Fleet schiebt mit „Best That I Got“ und dem erdigen Titelsong zwei Balladen ein. Ansonsten bewegen sich die anderen Tracks in einem unaufgeregten mittleren Tempobereich. Bei einigen Beiträgen sorgt ein dezenter Backgroundgesang für weitere Harmonien. Diese wirken aber nicht süßlich, sondern geben den Songs zusätzlich eine gewisse Würze.

Wer in der Vorweihnachtszeit mal fünfundzwanzig Minuten für einen entspannten und entspannenden Mix aus Country und Soul hat, liegt mit „Workin‘ Hard“ richtig. Das Album von Larry Fleet ist eine geeignete Untermalung für eine kurze Auszeit bei einer Tasse Kaffee oder einem anderen Getränk – vielleicht mit Whiskey gemischt.

Big Loud Records (2019)
Stil: Country, Soul

Tracks:
01. Tied Down
02. Somethin’ Cold, Somewhere Hot
03. Lied About Love
04. Mix ‘Em With Whiskey
05. Baby, You Do
06. Best That I Got
07. Boys With Nothin’
08. Workin’ Hard

Larry Fleet
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Big Loud Records

Arkansas Dave – Live At Music In The Park – Montreux Jazz Festival – CD-Review

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Viele bekannte Musiker haben im Laufe ihrer Karriere die Einladung zum renommierten Montreux Jazz Festival genutzt, um den Auftritt als Live-Scheibe zu veröffentlichen, wie z.B. Van Morrison, Canned Heat, Deep Purple.

Dass der US-amerikanische Blues Rocker, Arkansas Dave, das Montreux Konzert vom 05. Juli 2018 bereits als sein zweites Album auf den Markt bringt – das Solo Debüt war damals gerade erst erschienen – lässt die schnell gereifte Überzeugung vermuten, dieser Auftritt vor einem verwöhnten und kritischen Publikum rechtfertige den Ruf auf die angesehene Bühne.

Der aus Little Rock, Arkansas, stammende und nach Austin, TX, „ausgewanderte“ Gitarrist, Sänger und Songwriter, Dave Pennington wollte diese Live-Aufnahme, nach eigener Aussage, als den Höhepunkt einer 25 Shows umfassenden Europa Konzertreise, unbedingt veröffentlichen. Das Album zeigt eine hervorragend eingespielte Band, mit großer Bläser Combo, die durchgängig den Sound von Arkansas Dave begleitet.

Nach der Ansage durch den Veranstalter beginnt Dave mit der vielversprechenden Begrüßung „We play some Rock ’n‘ Roll“ und setzt diese Ankündigung sofort zielstrebig mit „Bad To Being Good“, einer schnellen Rock Nummer, und dem folgenden „Think Too Much“ – beides vom selbst betitelten Solo Album – unmittelbar in die Tat um.

„Come Back To Me“, ein ebenfalls schöner, bläsergestützter Blues, bildet anschließend den Übergang zu „Bad Water“, einem großartigen Blues-Rock-Song, dessen schneller Refrain im Wechsel mit den langsamen Gesangspassagen in der 7-Minuten Live-Fassung bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Interpretation des Tom Waits Songs „Chocolate Jesus“ ist eine ambitionierte Aufnahme, inklusive passender Bläser- und Gitarrensoloarbeit.

Das etwas an „The Doors“ angelehnte „Squeaky Clean“, wirkt durch seinen wiederkehrenden, dominanten Sprechgesang in Form eines eigenwilligen Blues-Tracks und erinnert damit an „alte Zeiten“. Als schöner Soul-Blues kommt „The Wheel“ angerollt, und leitet über in den langsamen Blues-Song „Rest Of My Days“, der erneut die Stärke der eingespielten Background-Bläser-Truppe unter Beweis stellt. Dieser fette Bläser-Sound wird auch auf „Honey Bee“, einem Stück von Tom Pettys „Wildflowers“-LP fortgesetzt, das als Blues-Rock-Version für das Konzert typisch ist.

Dies gilt ebenso für das treibende Medley „Black Draws/Let’s Have A Party“, das gegen Ende des Gigs als schneller Rock’n’Roll-Song konzipiert ist und die Band in eine intensive Jam-Session führt. Der eigentliche Abschluss-Track „On My Way“ wird als starker Texas-Blues-Boogie im Stile von Canned Heat auf den Punkt gebracht; leider kommt hierbei die Vorstellung der einzelnen Band-Mitglieder mit ihren persönlichen Solo-Einsätzen etwas zu kurz.

Insgesamt ist das Album „Arkansas Dave In Concert“ die gelungene Performance einer noch jungen Blues-Rock-Formation, die ihre eigene musikalische Ausrichtung auch nach dem zweiten Longplayer und prominenten Einfluss-Effekten hoffentlich noch weiter zielstrebig konsequent ausbauen kann.

Big Indie Records (2019)
Stil: Blues, Country

Tracklist:
01. Intro
02. Bad At Being Good
03. Think Too Much
04. Come Back To Me
05. Bad Water
06. Chocolate Jesus
07. Squeaky Clean
08. The Wheel
09. Rest Of My Days
10. Honey Bee
11. Diamonds
12. Black Draws/Let’s Have A Party
13. On My Way

Arkansas Dave
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Ned LeDoux – Next In Line – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Schon mit dem Albumtitel seines zweiten Longplayers „Next In Line“ lässt Country-Musiker Ned LeDoux keinen Zweifel daran, welches musikalische Erbe uns erwartet: Er ist als „nächster in der Reihe“ und meint damit die musikalischen Stiefel seines Vaters Chris LeDoux, der über 30 Jahre lang im Musik-Business aktiv war (inklusive 30 LP-Veröffentlichungen). Die Country-Musik liegt eindeutig im Blut und verpflichtet, die Familientradition fortzusetzen.

Seit 1998 spielte Ned als Drummer bei „Western Underground“, der Begleitband seines Vaters, und spürte den „Stallgeruch“ der Country-Szene, wie er es beschreibt: „Once I got the taste oft he road, and being in front of a crowd and just the sound of it, it was…freedom.“

Nach seinem erfolgreichen Debüt „Sagebrush“ (2017) bringt der mittlerweile 42-jährige aus Kaycee, Wyoming, nun sehr persönliche Geschichten und Erfahrungen in das neue Album ein. Viele Songs der LP handeln von den eigenen Country-Roots und den Personen, die ihn als Vorbilder geprägt haben. So widmet LeDoux in familiärer Verbundenheit gleich mehrere Songs seinem Großvater („Worth It“), seinem Bruder („A Cowboy Is All“) und natürlich seinem Vater („Homegrown Western Saturday Night“).

Besonders seine Jahre als Drummer von „Western Underground“ haben die Songauswahl für „Next In Line“ beeinflusst. Ned LeDoux wollte Tempo-Songs, die er selbst gerne am Schlagzeug spielen würde. An seiner Seite ist wieder der erfahrene Produzent Mac McAnally, mit dem Ned bereits das Vorgängeralbum eingespielt hat.

Der erste Song „Old Fashioned“ ist so ein Stück über seine Vergangenheit:„This song pretty much describes where I came from and the lessons I learned growing up that I still carry on to this day.“ Diese Begeisterung aus den Anfangsjahren hat sich Ned erhalten und die Tracks spiegeln durchweg einen bodenständigen Sound, wie z.B. das mit flinker Fiddel und famoser Lap-Steel Begleitung intonierte „Dance With You Spurs On“. Auch der folgende Titelsong „Next In Line“ vermittelt diese, glaubwürdige Atmosphäre einer unkomplizierten Country-Hymne, die in ihren Lyrics die eigentliche Intention des Songwriters deutlich macht.

Der Radio-Chart-Hit des Albums ist „Where You Belong“, ein Up-Beat-Song im Heartland-Rock-Charakter, und ebenfalls ein Stück, das seine Heimatliebe zum Ausdruck bringt. Auf „Just A Little Bit Better“ spielt LeDoux zusammen mit Produzent Mac McAnally, der neben Chris Stapleton als Songwriter gewirkt hat. Für einen Cover-Song wagt sich Ned an John Fogertys „Almost Saturday-Night“ und liefert eine klassische Country-Version des alten Rock-Krachers ab.

Mit einer ausdrucksstarken Hommage an seinen 2005 verstorbenen Vater beendet Ned LeDoux „Next In Line“ und punktet insgesamt durch seine überzeugende und natürliche Mentalität. Auf dem langen Weg zu musikalischen Ehren ist „Next In Line“ ein weiterer, großer Schritt und zeigt den starken Willen ein besonderes Erbe anzutreten – ein ehrgeiziges Ziel… für den nächsten in der Reihe.

Powder River Records (2019)
Stil: Country, New Country

Tracklist:
01. Old Fashioned
02. Worth It
03. Dance With You Spurs On
04. Next In Line
05. A Cowboy Is All
06. Where You Belong
07. Travel Alone
08. Path Of Broken Dreams
09. Just A Little Bit Better (feat. Mac McAnally)
10. Almost Saturday Night
11. Great Plains
12. Chris LeDoux Intro
13. Homegrown Western Saturday Night

Ned LeDoux
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