Randy Rogers Band – Hommade Tameles – Live At Floore’s – CD/DVD-Review

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2 CDs & 1 DVD-Set! Fettes Live-Pack der Randy Rogers Band zum Einstand beim immer weiter expandierenden Thirty Tigers Label! Wow, was für eine Vollbedienung in Sachen Red Dirt-/Countryrock-/New Country-Musik! Die Randy Rogers Band mit ihrem dritten Live-Album, augfgenommen am 25. und 26. Oktober bei zwei Konzerten im traditionsbehafteten Floore’s Country Store, einer legendären Dancehall- und Restaurant-Kombination in Helotes, Texas, in der bereits Größen wie Elvis Presley und Willie Nelson ein und aus gingen.

Klasse Live-Doppel-CD, inklusive zweier neuer Studiotracks, sowie einer weit über 2-stündigen Live-DVD der Shows, plus einigen unterhaltsamen Bonus-Features. Auch wenn der Randy Rogers Band bisher der ganz große Erfolg mit einer Pole-Position, sei es im Single- oder Album-Bereich versagt geblieben ist, gehört die Combo mit über 600.000 verkauften Tonträgern sowohl im texanisch dominierten Red Dirt-Szene als auch im Nashville-New Country zu den absoluten Sympathieträgern und hat sich nach über 2.000 gespielten Gigs eine immense Fanbase erarbeitet.

Im Bereich des Red Dirt zählt die Band zu Recht zu den absoluten Flagschiffen des Genres und so ist es auch kein Wunder, dass die Truppe um Bandleader Randy Rogers die zwei Wochenendabende im Außenbereich des Floore’s (zudem berühmt für seine mexikanische Küche – von daher auch der Titel „Homemade Tamales“) vor ausverkauftem Hause absolvierte. Beide Konzerte wurden auf der DVD mit sehr gekonnten Übergängen vermischt, so dass man es nur an Randys unterschiedlichen Outfits (zum einen mit Lederjacke und Baseballcap, zum anderen im Baumwollhemd und mit Cowboyhut) ausmachen kann.

Wie nicht anders zu erwarten, lieferte die Band (bestehend aus Randy Rogers – lead vocals, acoustic guitar, Brady Black – fiddle, Geoffrey Hill – electric guitar, Les Lawless – drums, John ‚Chops’ Richardson – bass, Todd Stewart – mandolin, keyboards, fiddle) einen bunten Mix aus tollen Live-Versionen von Songs ihrer bisherigen Studioalben ab, wobei natürlich ihr erfolgreiches „Trouble“ (Platz 3 in den Country-Billboard-Charts) im Hauptfokus stand. Eine ungemein unterhaltsame, ganz großartige Performance in wundervoller Umgebung (schöne Bühne) ohne „überkanditelte“ Effekte und jegliche Starallüren, dafür aber voller Seele und Authentizität (Randy ist sich nicht zu schade, bei „Speak Of The Devil“ an seine Mitstreiter Drinks zu verteilen, stoppt dann mal bei „Flash Flood“ das Songintro, um den Geburtstag seiner Frau zu erwähnen), mit Gastauftritten von Cody Canada (Cross Canadian Ragweed, The Departed) bei „This Time Around“ (spielt E-Gitarre und singt eine Strophe ) und Songwriterbarde Kent Finlay (herrlich schräger Auftritt bei seinem „They Call It The Hill Country“).

Spielerisch ist das eine ausgewogene Mischung aus melodischem Red Dirt Countryrock, New Country, Outlaw Country und gemäßigtem Southern Rock, wobei Randys Gesang und die sich immer wieder duellierenden Geoffrey Hill an der E-Gitarre und Brady Black an der Fiddle die Hauptakzente des Gigs setzten. Bassist Jon Richardson erhält einen kurzen Vocal-Part bei „Ten Miles Deep“‚ Neuzugang Todd Stewart erweist sich mit drei Instrumenten als Allrounder des Sextetts. Nachdem der herrlich stampfende Southern Swamper „Fuzzy“ den Hauptteil beendet hat, liefert die Band seinem textsicheren und mit vielen jungen Damen durchsetzten Publikum, mit gleich fünf Zugaben, einen ordentlichen Nachschlag und beschließt mit dem von schönem Marshall Tucker-Flair behafteten „Down And Out“ ein klasse Konzert, bei dem die konstante Weiterentwicklung gegenüber ihrer letzten Live-DVD im Billy Bob’s Texas sehr deutlich wird.

Die Performance ist ganz vorzüglich mit vielen verschiedenen Kameraeinstellungen gefilmt worden. Macht tierisch Laune, sich das anzuschauen. Man hat das Gefühl, mitten drin zu sein. Im großzügigen Bonus-Feature, kommen die Manager der Band zu Wort, Randy Rogers zeigt sich beim Tätowieren der Namen seiner Kinder in ein Gesamtkunstwerk an seinem linken Oberarm, Jon Richardson beim Komponieren und Geoffrey Hill gibt bei einer nicht ganz ernst gemeinten Kochperformance in seinem Hause den Spaßvogel.

Der Teamgeist wird beim Tontaubenschießen und Golfspielen gepflegt. Dazu gibt es eine schöne Unplugged-Akustikversion von „Tommy Jackson“ (aus dem Album „Like It Used To Be“) im gesamten Familienkreise (mit Müttern und Kindern) der Truppe. Und immer noch nicht genug. CD2 enthält mit „Satellite“ (sehr melodischer Midtempo-Countryrocker mit klasse E-Gitarren-Solo von Geoffrey Hill) und „She’s Gonna Run“ (sehr schöne Fiddle-trächtige Ballade) noch zwei brandneue, hervorragende Studiotracks. „Homemade Tamales – Live At Floore’s“ zeigt die Randy Rogers Band auf einem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere (es werden sicher, wie die beiden neuen Stücke es bereits andeuten, viele weitere folgen). Dieses umfassende Teil gehört einfach in jede niveauvolle Red Dirt-/Countryrock-/New Country-Sammlung, die was auf sich zählt. Eine prächtige musikalische Rundumversorgung, wie sie nur aus Texas kommen kann!

Thirty Tigers Records (2014)
Stil: Red Dirt

CD1:
01. Intro
02. Trouble Knows My Name
03. Interstate
04. Buy Myself A Chance
05. Tonight’s Not The Night (For Goodbye)
06. Better Off Wrong
07. Speak To The Devil
08. Flash Flood
09. This Time Around
10. If I Had Another Heart
11. Last Last Chance
12. One More Goodbye
13. Goodbye Lonely
14. Somebody Take Me Home

CD2:
01. Ten Miles Deep
02. Kiss Me In The Dark
03. Too Late For Goodbye
04. In My Arms Instead
05. Fuzzy
06. Can’t Slow Down
07. Like It Used To Be
08. I’ve Been Looking For You So Long
09. They Call It The Hill Country
10. Down And Out
11. Satellite (New studio track)
12. She’s Gonna Run (New studio track)

DVD:
01.. Intro
02. Trouble Knows My Name
03. Interstate
04. Buy Myself A Chance
05. Tonight’s Not The Night (For Goodbye)
06. Better Off Wrong
07. Speak To The Devil
08. Flash Flood
09. This Time Around
10. If I Had Another Heart
11. Last Last Chance
12. One More Goodbye
13. Goodbye Lonely
14. Somebody Take Me Home
15. Ten Miles Deep
16. Kiss Me In The Dark
17. Too Late For Goodbye
18. In My Arms Instead
19. Fuzzy
20. Can’t Slow Down
21. Like It Used To Be
22. I’ve Been Looking For You So Long
23. They Call It The Hill Country
24. Down and Out

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