Ian Noe – Canyon Falls Trailer Band – CD-Review

Review: Michael Segets

Ich kann mich fast als Fan der ersten Stunde von Ian Noe outen. Das Debütalbum „Between The Country“ (2019) mit Songs wie „Letter To Madeline“, „Meth Head“ oder „Irene (Ravin‘ Bomb)“, nahm mich direkt für ihn ein. Die letzten beiden Songs finden sich neben zwei anderen bereits auf der selbst herausgegebenen EP „Off This Mountaintop” (2017), die ich kurz nach dem ersten Album auftreiben konnte. Auf dem zweiten Album „River Fools & Mountain Saints“ (2022) bestätigte Noe seine Qualität als Songwriter. Er gehört neben Taylor McCall zur jungen Generation dieser Zunft, die bemerkenswerte Alben abliefern. Seine Storys verpackt Noe zumeist in ruhige Folk-Balladen, die er variationsreich und stimmungsvoll arrangiert.

Die ersten beiden Longplayer bilden nach Noe mit „Canyon Falls Trailer Band” eine Einheit, die mit dem neuen Werk als Trilogie ihren Abschluss findet. Dabei wirkt das aktuelle Album quasi wie das Prequel zu den vorherigen. Folk und Country gehen auf ihm Hand in Hand und versetzen in die ländlichen Regionen der Appalachen und ihrer Folklore. Die Songs klingen ursprünglicher und in stärkerem Maße traditionsverhaftet als seine vorherigen. Aber Noe reproduziert nicht lediglich das Bekannte, sondern gewinnt einen eigenständigen, spielerischen Umgang mit den Traditionen.

Die Titel wurden innerhalb einer Woche im Studio aufgenommen und danach einem aufwendigen Bearbeitungsprozess unterzogen. Das Resultat lässt sich hören: Die erdige Grundausrichtung mit Live-Feeling bleibt erhalten, zudem integrieren sich musikalische Feinheiten unaufdringlich in den Sound. Bei der Einspielung konnte Noe auf die Kompetenz von Charlie McCoy (Mundharmonika), Billy Contreras (Geige) und Russ Pahl (Pedal Steel) zurückgreifen.

Das sechszehn Tracks umfassende Doppelalbum dreht sich um den einzigen, aber legendären Auftritt der fiktiven „Canyon Falls Trailer Band“. Die Stories der einzelnen Songs sind im Leben und Lebensgefühl Kentuckys, der Heimat von Noe, verwurzelt. Noe zeigt ein Händchen für Situationen und Menschen, wobei mich seine Stimme und Gesang immer wieder einfangen.

Der Longplayer bietet sich an, in Gänze gehört zu werden. Der Grundton ist eher balladesk, wobei Noe durchaus auch mal flottere Töne anschlägt. Die Single „The Heidelberg Fisherman’s Ball“ ist eine runde Midtempo-Nummer, „Another Night Like That“ ein Honky Tonk und „Redneck Mess“ nimmt sogar eine Wendung in Richtung Rock. Bei den Balladen läuft Moe zu der Form seiner früheren Veröffentlichungen auf („Antartica“, „Bible County“, „Return Of The Interstellar Angels“, „Jukebox Blues“). Das Highlight unter den langsamen Titeln stellt für mich „Tobacco Moon“ dar. Aber auch andere Beiträge haben es in sich wie „Whiskey To Work“ oder „Kentucky Hurricane“, bei denen Noe deutlicher Country-Pfaden folgt.

Mit „Canyon Falls Trailer Band” legt Ian Noe erneut ein Album vor, für das ohne Einschränkungen eine Empfehlung ausgesprochen wird. Zwischen Folk und Country besinnt sich der Songwriter aus Kentucky auf seine Wurzeln. Noe sieht mit dem aktuellen Werk den ersten Zyklus seines musikalischen Schaffens abgeschlossen. Man darf daher gespannt sein, zu welchen Ufern er zukünftig aufbricht.

Lock 13 Records/Thirty Tigers – Open (2026)
Stil: Folk, Country

Tracks:
01. Canyon Falls Trailer Band
02. The Heidelberg Fisherman’s Ball
03. Tobacco Moon
04. She’s Familiar (In the Strangest Ways)
05. Kentucky Hurricane
06. What I’d Give
07. Redneck Mess
08. Antarctica
09. Another Night Like That
10. Bible County
11. Leeann
12. Return Of The Interstellar Angels
13. Whiskey To Work
14. Jukebox Blues (For Blaze Foley)
15. Dixie Speed
16. Kickin’ It In Nashville

Ian Noe
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Outpost Drive – The Outpost – Digital-Album-Review

Hinter Outpost Drive verbirgt sich ein Duo, das sich auf dem Outpost Drive in Los Angeles, Kalifornien, kennengelernt und zu lieben geschätzt hat. Die aus Mobile, Alabama stammende Mary Bragg Robinson und der Brite Willow Robinson sind mittlerweile verheiratet und haben nun auch ihre gemeinsame musikalische Passion in ihrem Debütalbum aus satten 15 Stücken bestehenden „The Outpost Drive“ kanalisiert.

Ich bin rein zufällig über den Titelsong „The Outpost“ ‚gestolpert, der in seiner atmosphärisch aufgeheizten Art sofort, die blendende Konstellation in den Gesängen, sowohl einzeln als auch in den Harmonien, offenbart. Ich habe die beiden sofort zwecks Albumbesprechung kontaktiert und schon am nächsten Tag war der Longplayer transferiert.

Der Track offeriert auch schon in einem Lied, was den Zuhörer im weiteren Verlauf erwartet: Eine geballte Mischung aus Folk-, Indie-, Country- (Richtung Lady A & Co.) und dezent southern gefärbtem Rock, ein Hauch von Blues ist auch dabei („Lord Have Mercy“).

Was besonders auffällt, ist die brillant austarierte Entscheidung, wer von beiden im jeweiligen Song singt und wie und wo man sich gegebenenfalls in den Vokalharmonien zusammenfindet (Mary Bragg Robinson entpuppt sich da teilweise als eine Art Stevie Nicks 4.0). Dazu wird nicht auf den schnellen 3-Minuten-Single-Erfolg geschielt, ganz im Gegenteil, viele der Lieder sind auch instrumentell anspruchsvoll ausstaffiert (als weitere Beispiele dienen u. a. die beiden southern-umwehten „Make Up Your Mind“ und „Let’s Find Something To Talk About“ als grandioses Finale). Nicht zu vergessen, die glasklare transparente Produktion, die alle Komponenten letztendlich überaus gekonnt in Einklang bringt.

Weitere Anspieltipps für Noch-Zögerer sind Tracks wie die leichte New Country-Nummer „Magnolia Tree“ (Marke Lori McKenna), das Harmonica-unterlegte Veranda-Stück „I Love The Rain“, das Fleetwood Mac-reminiszierende „The Ritual“, die hoch-emotionale Ballade „Goodnight“ oder das mit etwas Miranda Lambert-/Kacey Musgraves-Flair bedachte „Lonestar“.

Fazit: In Outpost Drive hat sich was gesucht und gefunden, was absolut zusammengehört. Ich habe selten in diesem Bereich ein so variables und doch so stimmiges Debüt erlebt. Hier passt von den Gesängen, den Melodien, der instrumentellen  Gestaltung bis zur formidablen Produktion alles, Ich bin restlos begeistert. Wenn jetzt noch ein wenig Nashville-Vitamin-B dazukommen würde, wird bei Outpost Drive die Post richtig abgehen. Weiter so Mary und Willow!

Treasure Map Records (2026)
Stil: New Country & More

Tracklist:
01. Till Death Do Us Part
02. The Outpost
03. Magnolia Tree
04. Gracefully
05. Waterlou Rd
06. I Love The Rain
07. The Ritual
08. Tensaw River
09. Broken Vein
10. Lord Have Mercy
11. Goodnight
12. You Have Won The Lottery!n
13. Make Up Your Mind
14. Lonestar
15. Let’s Find Something To Talk About

Outpost Drive
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New Valley String Band – Of Tales And Lies – CD-Review

Review: Michael Segets

Als Musikstudenten lernten sich Lukas Pettersson Lindberg, Michael Nyberg und Adam Bülow kennen. Verbunden durch die gemeinsame Begeisterung für traditionelle Folkmusic riefen sie schließlich die New Valley String Band ins Leben. Die Band beschränkt sich mit Banjo (Lindberg), Gitarre (Nyberg) und Geige (Bülow, Lindberg) tatsächlich auf Saiteninstrumente. Sie geht damit als Bluegrass-Formation durch. Allerdings stammen die Protagonisten nicht aus den Vereinigten Staaten, sondern aus Schweden. Auf ihrem zweiten Album „Of Tales And Lies“ verbinden sie Folkeinflüsse von beiden Seiten des Atlantik.

Die zehn Track des Albums unterhalten eine halbe Stunde lang gut mit dem, was man von einer traditionell orientierten Folkband erwarten kann, die auf Schlagzeug und elektrische Unterstützung verzichtet. Es versammelt vier Traditionals sowie je drei von Lindberg beziehungsweise von Bülow geschriebene Songs. Die Hälfte der Stücke sind instrumental.

Zu meiner Schande tut sich in Sachen schwedischer Volksmusik eine Bildungslücke auf. Die beiden Titel „Köksflikan“ und „Nytändning“ legen auf alle Fälle nahe, dass sie ihre Wurzeln im skandinavischen Raum haben. Auch hinsichtlich Melodien und Rhythmus sind die Tracks am weitesten vom amerikanischen Bluesgrass entfernt. Das mit schwedischen Lyrics versehene „Jag haver ingen kärare“ kommt diesem deutlich näher. Bei dem von Bülow verfassten Song überrascht, dass das Schwedische klanglich nahe am Englischen ist. Ein Bruch, wie ich ihn auf manchen Tejano- oder Tex-Mex-Alben wahrnehme, findet hier nicht statt. Ich versuche an dieser Stelle besser nicht, dies mit meinem Halbwissen über unterschiedliche Sprachfamilien zu erklären.

„The Landlord Says It’s Fine“, „King Of Frogs” sowie „Fast Train” sind mit englischen Texten versehen. Einflüsse der amerikanischen Folktradition lassen Bülow beziehungsweise Lindberg hier hörbar in ihr Songwriting einfließen. Einen Höhepunkt stellt „Wild And Reckless Hobo“ dar, das a cappella mit mehrstimmigem Gesang performt wird.

Im letzten Sommer hatte das Trio einige Gigs in Deutschland. Mit Auftritten bei mehreren Festivals in Skandinavien, Frankreich und den Niederlanden ist die New Valley String Band weit über den Status eines Studentenprojekts hinaus. Gerade die Verbindung von schwedischem und amerikanischen Folk macht ihre Musik für Bluegrass-Fans interessant.

Eigenproduktion (2026)
Stil: Folk, Bluegrass

Tracks:
01. Hell And Scissors
02. King Of Frogs
03. The Landlord Says It’s Fine
04. Köksflickan
05. Jag Haver Ingen Kärare
06. Nytändning
07. Wild And Reckless Hobo
08. Flight Of The Pelican
09. Fast Train
10. King Of Frogs (Reprise)

New Valley String Band
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JohThema Promotions

The Dead South – Support: Rob Heron & The Tea Pad Orchestra – 27.07.2025, KUNST!RASEN, Bonn – Konzertnachlese

Zunächst legt der Brite Rob Heron mit seinen Mannen einen engagierten Auftritt auf die Bühne und sorgt mit Rock´n´Roll, Rockabilly, Blues und Swing schon für eine gute Stimmung bei den Fans auf dem Kunst!Rasen in den Bonner Rheinauen und hat mit Sicherheit den einen oder anderen Fan hinzugewonnen. Hartz Promotion ist es mit der Band gelungen, einen Opener zu verpflichten, der Spaß gemacht hat und so einen gewinnbringenden Anteil an dem Konzertabend hatte.

Line-up Rob Heron & The Tea Pad Orchestra:
Rob Heron (vocals, guitar)
Tom Cronin (mandolin, harmonica, guitar)
Ben Bowling (saxophone, clarinet)
Adam Richards (double bass, electric bass)
Paul Archibals (drums)

Um 20 Uhr ist es dann soweit und The Dead South betreten die Bühne, deren Hintergrund die Fassade einer Kirche aus den Weiten Kanadas darstellt. Hinter der Bühne bilden drohende Regenwolken eine düstere Kulisse, weshalb die Mikrofone weit vom Bühnenrand stehen, um geschützt vom möglichen Regen zu sein.

Auf der Bühne stehen dekorativ einige Whiskeyfässer. Die Musiker mit ihren schwarzen Hosen mit breiten schwarzen Hosenträgern, weißen Hemden und zum Teil mit breitkrempigen Hüten könnten auch auf dem Weg zur Arbeit auf der Farm oder als Schreiner sein, wenn man sich gedanklich in den „Wilden Westen“ oder zu den Amisch People begibt.

Von Beginn an begeistern die Kanadier mit ihrem elektrisierenden Mix aus Bluegrass, Country und düster daherkommenden Folk. Nathaniel Hits, der charismatische Sänger erzählt mit seiner kräftigen resonanzreichen Stimme Geschichten, die das Leben aus den Weiten der Prärien beschreiben. Colton Crawford setzt das Banjo zuweilen perkussionsartig ein und sorgt mit der vor ihm stehend Bassdrum für den nötigen Druck in den Songs.

Scott Pringle gibt vielen Songs mit der Mandoline ein folkiges Flair und Danny Kenyon legt mit dem Cello starke Basslinien, um es, wenn er es mit dem Geigenbogen bespielt, psychedelisch und mystisch jaulen zu lassen. Unterstützt werden die Themen der Songs durch das Bühnenlicht, die das Bild der Fassade mal in einem wohligen Sonnenlicht erscheinen lässt, um kurz danach eine mystisch gespenstige Stimmung zu erzeugen.

So vergehen etwa 100 Minuten wie im Fluge, in denen die Fans bei bestens ausgesteuertem Sound von The Dead South in eine traumhafte Welt der Prärie entführt worden sind, wobei Ironie und Humor nicht zu kurz gekommen sind. Das der Wettergott an diesem Abend ein Freund der Musikfans ist, zeigt sich dadurch, dass er erst nach dem musikalischen Gewitter von The Dead South den Wolken die Freigabe gibt, sich zu entleeren.

E.L.Hartz hat mit The Dead South einen weiteren Spielstein in der musikalischen Vielfalt auf den Kunst!Rasen geholt, der weitaus mehr Besucher verdient gehabt hätte. Die anwesenden Fans, die den vorderen Bereich gut gefüllt haben, sorgten aber für eine besondere Stimmung, die sichtbar auch die Band zu einer Glanzleistung animierte.

Line-up The Dead South:
Nathaniel Hilts (lead vocals, guitar, mandoline)
Scott Pringle (guitar, mandoline)
Colton Crawford (banjo)
Danny Kenyon (cello)

Text & Bilder: Gernot Mangold

The Dead South
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Rob Heron & The Tea Pad Orchestra
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E.L. Hartz Promotion
KUNST!RASEN, Bonn

Zach Morgan – Quohog Cowboy – EP-Review

Review: Michael Segets

Ein reizvoller Aspekt meiner Tätigkeit für SoS ist, dass ich in Kontakt mit Musikern komme, deren Schaffen ich sonst wohl kaum zur Kenntnis genommen hätte. Ein solcher Fall ist Zach Morgan, der seine EP „Quohog Cowboy“ zur Besprechung geschickt hat. Der junge Singer/Songwriter wuchs in Cape Cod, Massachusetts, auf und zog dann über Tennessee, Alabama, Arizona nach Hawaii. Zurzeit plant er den Umzug zurück an die Ostküste der Vereinigten Staaten. Die EP wurde aber noch in Honolulu aufgenommen.

Die Rastlosigkeit und steten Wechsel des Umfelds spiegeln sich auch in den Titeln seiner Stücke wider. Sehr schön fängt der Folksong „Travelin‘ Across The Country“ die Gedanken an die Kindheit ein, die einem fern von der Heimat in den Sinn kommen können. In eine ähnliche thematische Richtung geht „Saying Goodbye“, das er anlässlich seines Wegzugs aus Arizona verfasste. Nach eigener Aussage reflektiert Morgan auf „Quohog Cowboy“ nicht nur seine Wanderschaft, sondern auch die Wurzeln seiner Herkunft. Neben den biographischen Bezüge lassen sich literarische aufweisen. So rekurriert „Tom And The Turtle“ auf John Steinbecks „Früchte des Zorns“. Dort geht es ja ebenfalls um Menschen, die einen Platz zum und im Leben suchen.

Musikalisch orientierte sich Morgan zunächst am Rock, bevor er Songwriter wie Jason Isbell oder Ryan Bingham entdeckte. In jüngerer Zeit setzte er sich mit den Werken von Bob Dylan, The Greatful Dead, Tom Petty und Neil Young auseinander, denen er einen großen Einfluss auf sein Songwriting zuschreibt. Morgan hört also die richtige Musik. In den einzelnen Tracks sind direkte Referenzen aber kaum auszumachen.

Die Stücke stehen klar in der Tradition des Folks. Ganz puristisch auf die akustische Gitarre reduziert geht es dabei nicht zu, denn Jon Yeater steuert auf der EP auch ein paar elektrifizierte Töne bei. Nicht zuletzt dadurch hinterlässt „Left In The Cold“ einen bleibenden Eindruck. Aber auch sonst gibt es keinen Lückenfüller auf „Quohog Cowboy“, sodass man eine gute Viertelstunde hervorragende Singer/Songwriter-Kost geboten bekommt. Obwohl alle Stücke unter drei Minuten bleiben, gelingt es Morgan stimmungsvolle Stories zu erzählen. „Milton“ sticht diesbezüglich nochmal unter den Tracks hervor.

Dem Ruf des Openers „So Good To See You“ kann geantwortet werden: So good to hear you! Vielleicht führen ihn seine Reisen ja mal auf den alten Kontinent, sodass man ihn nicht nur hören, sondern auch sehen kann. Zach Morgan gibt mit „Quohog Cowboy“ Anlass zu der Hoffnung, dass der Nachwuchs an Songwritern nicht versiegt, dem die musikalischen Traditionen bewusst sind, ohne diese lediglich zu reproduzieren..

Eigenproduktion (2025)
Stil: Singer/Songwriter

Tracks:
01. So Good To See you
02. Saying Goodbye
03. Milton
04. Tom And The Turtle
05. Left In The Cold
06. Travelin’ Across The Country

Zach Morgan bei Instagram

North Mississippi Allstars – Still Shakin‘ – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Im Vorgriff auf das 30-jährige Bestehen der Band im kommenden Jahr haben North Mississippi Allstars das Album “Still Shakin’” mit Südstaaten-Klassikern konzipiert, das gleichzeitig auch dem Debut “Shake Hands With Shorty” aus dem Jahre 2000 zum Geburtstag gratuliert. Gegründet von den Brüdern Luther und Cody Dickinson, ist die Formation eine Art Kollektiv-Gemeinschaft, überwiegend von Musikern aus dem Norden ihrer Heimat.

Die bekannten Allstars Begleiter reichen über die Jahre von R.L. Burnside, Junior Kimbrough bis hin zu Berry Oakley, Oteil Burbridge (beide Allman Brothers Band) und aktuell Joey Williams (Blind Boys of Alabama) und “Ray Ray” Holloman (Gitarrist von Eminem und Ne-Yo). Die Erfolge sind neben dem Debut Werk (Living Blues Award 2001) und “Electric Blue Watermelon” (2005 die Nr. 1 der Billboard Blues Charts), sowie mehreren Grammy Nominierungen sprechen für sich (siehe ebenso SoS-Review zum Album “Up And Rolling” – 2019).

Die neue Eigenproduktion bringt großteils moderne, teilweise jedoch etwas außergewöhnliche, aber letztlich überzeugende Versionen bekannter Titel. Den schnellen Einstieg macht der „Preachin‘ Blues” von Robert Johnson aus den 30ern – als funkige Eröffnung eine durchaus überraschende Variante im Stil der 1960er Dynamik. Unweigerlich zurück zu den Wurzeln ihrer Tradition kommen die Allstars mit dem folgenden Junior Kimbrough Stücken “Stay All Night” und “My Mind Is Ramblin’”, wobei der erstere im souligen Duett und schönen E-Solos abgefeiert wird und der zweite Track mit fast ungewohnten, aber unwiderstehlichen Drum-Beats gospeliges Flair verbreitet.

Das Blind Boys of Alabama Cover “Pray For Peace” verstärkt diese Stilrichtung südstaatlich groovender Blues-Gospel Rhythmen und lässt auch hier dem Bewegungsdrang keine Alternative. Der historische Folk-Song “K.C. Jones” – ungefähr 1910 – erfährt in ähnlicher Weise eine fast futuristische Country-Rockfassung und leitet über in den etwas experimentell anmutenden, eigenen Titel-Track, der als psychedelischer Jam im Mississippi Hill Country seinen Platz findet.

Weitere, moderne Interpretationen ursprünglicher Südstaaten-Klassiker sind zweifelsohne das eher seltene “Don’t Let The Devil Ride” (im Original von Brother Joe May) und der unverwüstliche Folk-Titel “John Henry”, der in pulsierender Country-Rock Ausgabe kaum wieder zu erkennen ist. Wieso eines der elegantesten Stücke, die wunderbare Fred McDowell Komposition “Write Me A Few Lines” nur als CD-Bonus erhältlich ist, bleibt in Vinyl verwöhnten Zeiten ungewöhnlich.

Mit “Still Shakin’” ist für unsere musikalischen Breiten ein herausforderndes Hörerlebnis und ein in großen Teilen hypnotischer Country-Folk-Blues und Rock-Longplayer entstanden, den die North Mississippi Allstars mit spürbarer Begeisterung und Gästen einer jungen Musikergeneration in ihrem Homestudio aufgenommen haben. Insofern ist ein entwicklungsweisendes Album erschienen, das aufzeigt, wie die Band über die Jahrzehnte gewachsen ist.

New West Records (2025)
Stil: Blues, Country, Folk

Tracks:
01. Preachin‘ Blues
02. Stay All Night (feat. Robert Kimbrough, Joey Williams)
03. My Mind Is Ramblin‘
04. Pray for Peace (feat. Joey Williams)
05. K.C. Jones, Part 2 (feat. Jojo Herman and Grahame Lesh)
06. Still Shakin‘
07. Poor Boy (feat. Duwayne Burnside)
08. Don’t Let the Devil Ride (feat. Joey Williams)
09. Write Me a Few Lines
10. John Henry
11. Monomyth (Folk Hero’s Last Ride)

North Mississippi Allstars
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V2 Records

Watchhouse – Rituals – CD-Review

Review: Michael Segets

Hinter Watchhouse verbergen sich Andrew Martin und Emily Frantz. Das Duo aus North Carolina trat früher als Mandolin Orange auf und schaut bereits auf eine mehr als fünfzehnjährige Karriere zurück. Das erste Album unter neuem Namen erschien 2021. Die Namensänderung mag überraschen, da der vorherige Longplayer von Mandolin Orange in den USA ziemlich hohe Chart-Positionen erreichte. Das Ehepaar identifizierte sich und ihre Musik allerdings nicht mehr mit dem alten Bandnamen aus ihrer Jugendzeit und so kam der Wechsel nicht aus ökonomischen, sondern aus künstlerischen Erwägungen zustande. Die Umbenennung tat der Beliebtheit des Duos keinen Abbruch.

Die Washington Post lobt Watchhouse als eine Band, der es gelingt, ein jüngeres Publikum für die Roots Music zu begeistern. Sie füllt renomierte Locations wie das Red Rocks Amphitheatre in Colorado oder das Ryman Auditorium in Nashville. Auch auf der angekündigten Tour macht das Duo dort wieder Station. Vielleicht bin ich nicht jung und modern genug, um mich für die Spielarten des Folk oder Americana Marke Watchhouse rundum zu begeistern.

Dank der Geige von Frantz eröffnet Watchhouse mit „Shape“ den Longplayer sehr stimmungsvoll. Auch die erste Auskopplung „All Around You“ weiß zu überzeugen. Das folgende „Beyond Meaning“ bleib sanft, obwohl das Schlagzeug mal einen akzentuierten Rhythmus vorgibt. Auf „Firelight“ übernimmt Frantz ausnahmsweise den Leadgesang. Ansonsten steuert sie meist die Harmonien bei wie bei dem Titelstück. Bei „Glistening“ setzt Watchhouse mal auf Shout And Response, wobei der Song selbst dadurch keinen richtigen Drive erhält. Nach dem vielversprechenden Einstieg plätschert das Album im Mittelteil vor sich hin.

Aufhorchen lässt dann nochmal das atmosphärisch dichte „Endless Highway (pt. 1)”. Diesem folgt „Sway – Endless Highway (pt. 2)“, das mit einer langen Instrumental-Passage ausklingt. Die Monotonie langer Autofahrten spiegelt sich so musikalisch wider. Zum Abschluss setzt die Bluegrass-Nummer „Patterns“ jedoch noch ein Ausrufezeichen. Martin begleitet sie auf seiner Mandoline, was einen neuen Sound auf die Scheibe bringt.

„Rituals“ ist ein Beispiel für die Schwierigkeit, der sich vor allem folkorientierte Longplayer gegenübersehen: Wie halte ich die Hörer*innen bei der Stange? Das Album hat ein paar gute Stücke zu verzeichnen und ein paar, die so mitlaufen. Die lyrischen Texte sind nicht durchgehend in fesselnde Kompositionen integriert und auch herausragende Tracks, die sich sofort in die Gehörgänge einbrennen, finden sich nur begrenzt.

Tiptoe Tiger Music/Thirty Tigers – Membran (2025)
Stil: Folk, Americana

Tracks:
01. Shape
02. All Around You
03. Beyond Meaning
04. Rituals
05. Firelight
06. False Habors
07. In The Sun
08. Glistening
09. Endless Highway (pt.1)
10. Sway – Endless Highway (pt.2)
11. Patterns

Watchhouse
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Willie Watson – Same – Album-Review

Review: Michael Segets

Willie Watson hatte in seiner Jugend eine quasi spirituelle Begegnung mit der traditionellen Folkmusik. In einer Apfelplantage sang er zusammen mit einem flüchtigen Bekannten ein paar alte Songs und verfiel dieser Musik bis ins Mark. Diese Episode greift er im letzten Stück „Reap ‘em In The Valley“ des neuen, selbstbetitelten Albums auf. Der autobiographische Text wird über weite Teile gesprochen und nur mit der akustischen Gitarre begleitet. Der achtminütige Track ist daher verhältnismäßig sperrig. Davor finden sich aber sieben melodiöse Lieder, mit denen Watson auf den Spuren der klassischen Singer/Songwriter wandelt. Er veröffentlichte bereits zwei Alben, auf der er Folkstücke covert, nun legt er sein erstes Solo-Werk mit selbstgeschriebenen Liedern vor.

Das Werk steht für Watson am Ende eines Selbstfindungsprozesses und hat eine gleichsam kathartische Funktion. Selbstzweifel und das Gefühl, dass etwas in seinem Leben fehlt, waren wohl seine ständigen Begleiter. Die Frage nach Gott spielt dabei auch eine Rolle. Im akustischen „Slim And The Devil“ thematisiert er auf witzige Weise eine Wette, die der Protagonist an der Himmelstür abschließt, damit er nochmals auf die Erde zurückkehren kann. Der Song basiert auf dem Gedicht „Slim Greer in Hell“ von Sterling A. Brown. Harte und vielleicht falsche Entscheidungen stehen bei „Already Gone“ im Zentrum. Nachdenklich stimmen „One To Fall“, „Play It One More Time“ und „Sad Song”. Daneben finden sich aber auch versöhnliche Töne auf der CD („Real Love“).

Die Eigenkompositionen werden durch die beiden Interpretationen von „Mole In The Ground“ und „Harris And The Mare“, die ursprünglich von Bascom Lamar Lunsford beziehungsweise Stan Rogers stammen, ergänzt. Watson spielt mehrere Instrumente, holt sich aber eine Band ins Studio. Diese agiert mit dem Gastmusiker Benmont Tench (Tom Petty And The Heartbreakers) dezent im Hintergrund, sodass der Folkcharakter bei jedem Song erhalten bleibt.

Vor seiner Solokarriere gründete Watson Old Crow Medicine Show mit. An einigen Soundtracks der Coen-Brüder war er beteiligt und spielte in „The Ballad of Buster Scruggs“ auf der Leinwand. Watson ist bei weitem kein Neuling in der Branche, dennoch bezeichnet er sein aktuelles Album als Debüt. Als Songwriter, der sich dem Folk verschrieben hat, präsentiert Watson eine Reihe traditionsorientierter Stücke. Er legt ein persönliches Werk vor, dass er folgerichtig „Willie Watson“ nennt. Man kann seine Zeit weitaus schlechter verbringen als ihn in einer ruhigen Dreiviertelstunde kennenzulernen.

Little Operation Records and More – Thirty Tigers (2024)
Stil: Folk

Tracks:
01. Slim And The Devil
02. Real Love
03. Already Gone
04. Sad Song
05. One To Fall
06. Harris And The Mare
07. Play It One More Time
08. Reap ’em In The Valley

Willie Watson
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Thitzy Tigers
Oktober Promotion

Ben Reel – Come A Long Way – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Mit bisher 10 Studio-Longplayern hat der nordirische Singer/Songwriter Ben Reel über die Jahre tatsächlich ein beachtliches Songbook aufgebaut. Mit Blick auf diese Zeitspanne betitelt Reel daher sein neues Album dementsprechend passend mit “Come A Long Way”. Die aktuelle Scheibe des inzwischen 51-jährigen Musikers wurde im Homestudio, in South Armagh produziert und die 11 Eigenkompositionen schildern Ben Reels persönliche Wahrnehmungen und Erinnerungen aus den unterschiedlichen Dekaden, eingefangen in einer Mixtur aus Rock, Folk, Alternativ-Country, Soul, Blues und Gospel-Bestandteilen.

Die CD beginnt mit den Roots-Rock beeinflussten Stücken “Don’t Fight It Baby” und “Hunter”, Songs, die sich klanglich zugleich Orbison- und Springsteen-like orientieren. Die Folk-, Blues und Country-Rock typischen Storyteller “Hardwired Blues”, “I Get It” und “Old Whore” vermitteln ihre tiefgründigen Geschichten und musikalischen Atmosphären auch über frühe, charakteristische Dylan-Akzente, die in sich zeitgleich Old School und modern inspiriert sind, und zum Teil einen melancholisch wimmernden Harmonica-Sound als Stilmittel einsetzen.

Ausgestattet mit einem Pogues-Balladen-Dress (z.B. “A Rainy Night In Soho”) und angelehnt an Billy Joels wortreiche Lyrics-Rückblende (z. B. “We Didn’t Start The Fire”), bietet der über 7-minütige Track “From The Day I Was Born” eine politisch-zeitkritische Erinnerung Reels an “…there was war…” Ereignisse der letzten 50 Jahre und bestimmt damit wesentlich ein “Come A Long Way” Kernthema der Scheibe, obwohl, so Reel, die originäre Idee für die thematische Anregung von Frank Sinatras Welthit “It Was A Very Good Year” gekommen sei.

Der gleichnamige Albumtitelsong ist insofern ebenfalls geprägt von persönlichen Kindheitsreflexionen, die Reel in leichten Neil Young-Reminiszenzen “verkleidet”. “Loretto On My Mind”, die postume Würdigung einer nahen Angehörigen, weckt durch eine kraftvolle Roy Orbison Intensität entsprechend starke Emotionen. Grundsätzlich ist “Come A Long Way” durchweg ein sehr gefühlsbetontes Album, das seine Wirkung auch in Gospel/Soul/Blues-Rock Stücken, wie “Let The Road Rise” (70er Delaney & Bonnie Style) und “The Finish Line” (u. a. Sam Cooke, Steve Miller) zum Ausdruck bringt. Der Abschluss der Produktion ist mit “I Shall Be Redeemed”, einer schönen Gospel-Blues-Ballade, in gleicher Weise hervorragend inszeniert.

Ben Reel hat in seinem neuen Album “Come A Long Way” (übrigens ein tolles, den Wandel der Zeit spiegelndes Coverbild – Anmerkung der Red.) verschiedene Musikstile des modernen Songwritings in einem großartigen Songbook zusammengefasst und mit sensibel poetischen Texten versehen, die auf dem langen Weg seiner Karriere ganz private “Bilder” reflektieren. Das Ergebnis ist ein Longplayer, der den charismatischen und engagierten Musiker erneut als kreativen Botschafter seiner irischen Heimat bestätigt.

Eigenproduktion (2023)
Stil: Roots-Rock, Alternativ Country

Tracks:
01. Don’t Fight It Baby
02. Hunter
03. Hardwired Blues
04. From The Day I Was Born
05. Come A Long Way
06. Let The Road Rise
07. Loretto On My Mind
08. I Get It
09. Old Whore
10. The Finish Line
11. I Shall Be Redeemed

Ben Reel
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Chris Murphy – The Road And The Stars – CD-Review

Review: Michael Segets

Chris Murphy veröffentlichte letztes Jahr die kurzweilige EP „Two Rivers Crossing”. Nun legt er mit „The Road And The Stars“ eine fast siebzigminütige Werkschau nach. Der in Los Angeles ansässige Songwriter schaut mittlerweile auf 19 Alben zurück, sodass eine Zwischenbilanz durchaus angebracht erscheint. Murphy spielt mehrere Instrumente, sein favorisiertes ist die Geige. Diese kommt dann auf den vierzehn Eigenkompositionen auch ausgiebig zum Zuge.

Auf fünf Instrumentaltracks lebt Murphy seine Passion für die Violine aus. Dabei unternimmt er Streifzüge durch einige Traditionsräume. Anlehnungen an keltische („Connemara Ponies”), amerikanische („Red Mountain Blues”) oder auch osteuropäische („Music For A Feast“) Muster sind auszumachen. Die meisten Stücke wie „Kitchen Girl” sind dem Folk zuzuordnen, wobei auch andere Stilrichtungen wie der Blues („Vernon Tool & Die“) oder der Swing („I Swear I’m Going To Learn This Time“) berücksichtigt werden.

Der folk-rockige Opener „Sailing The World Alone” ist sehr eingängig, wobei die Geige nicht so dominant auftritt wie auf den meisten anderen Stücken. Auch bei „Last Of The Twickham Blackbirds” fügt sich die Geige in den Gesamtsound der Band ein und setzt lediglich melodische Akzente. Da die Geige den Sound bei den beiden Songs ergänzt und sich nicht in den Vordergrund drängt, treffen sie vollständig meinen Geschmack. Bei „Small Wonder“, sind mir die Geigenläufe etwas zu viel, obwohl der reduziertere Folktitel eine gute Anlage hat. Wenn es allerdings in eine irisch angehauchte Richtung geht, darf es auch mal etwas mehr Gefiedel sein. „Cape Horn“ ist mit seiner nautischen Thematik die richtige Untermalung in einem feucht-fröhlichen Pub, die das Guinness schneller fließen lässt.

Schließlich finden sich noch zwei Live-Tracks auf dem Longplayer, mit denen Murphy beweist, dass er sein Instrument auch unter Bühnenbedingungen beherrscht. Das achteinhalbminütige „Caves Of Killala” beginnt dramatisch und instrumental, bis nach fünf Minuten der Gesang einsetzt. Eine andere Facette präsentiert Murphy mit „Hard Bagain”. Nach einem kurzen Vorspiel legt er flott los und schmettert einen einfachen Refrain.

Chris Murphy ist ein Virtuose auf der Geige. „The Road And The Stars“ stellt quasi ein Best-Of-Album dar, auf dem er einen Einblick in die Bandbreite seiner bisherigen Veröffentlichungen gibt. Die Songs sind äußerst variantenreich, wobei sie sich überwiegend im Folkbereich bewegen. Wenn man kein eingeschworener Enthusiast von Geigenklängen ist, sondern sie lediglich gerne in der Roots-Musik hört, wird man sich wohl je nach Interessenlage unterschiedliche Perlen herauspicken.

Teahouse Records (2023)
Stil: Folk and more

Tracks:
01. Sailing The World Alone
02. Connemara Ponies
03. Red Mountain Blues
04. Last Of The Twickham Blackbirds
05. Kitchen Girl
06. Small Wonder
07. Caves Of Killala (live)
08. Hard Bagain (live)
09. Music For A Feast
10. Cape Horn
11. Vernon Tool & Die
12. High Country
13. I Swear I’m Going To Learn This Time
14.The Hunter & The Fox

Chris Murphy
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JohThema Promotions