Danny McMahon – Making Memories – EP-Review

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Just in den Tagen, wo in Großbritannien wieder aufgrund des bevorstehenden pompösen C2C-Festivals, das amerikanische Musikfieber grassiert, bin ich eher per Zufall auf einen talentierten britischen Jung-Songwriter namens Danny McMahon gestoßen, der erst seit kurzem seine Passion fürs (New) Country-Genre entdeckt hat.

Auslöser für ihn war der Headliner des letztjährigen Großevents, Brad Paisley, und speziell dessen Song „Letter To Me“, der Danny dazu bewegte, sowohl sein Songwriting in diese Richtung zu lenken, als auch, sich aktiv als Künstler zu betätigen.

Sein aus nur vier Songs bestehendes Kurzwerk „Making Memories“ bestätigt durchaus seine Ambitionen, zumindest, was die Mainstream-Sparte des Genres betrifft. Sehr melodisches, absolut radiotaugliches und demnach eingängiges Material, was der Brite produziert und mit Drummer Jay Cook eingespielt hat. Die britische Presse zeigt sich begeistert.

Parallelen zu derzeit vornehmlich im weiblichen Sektor angesagten Burschen wie u. a. Canaan Smith, Brett Young, Thomas Rhett & Co. sind unverkennbar, von mir persönlich wird aufgrund der Songstrukturen (gemäßigte Strophen, kräftigere Refrains) und der stimmlichen Ähnlichkeiten zu Gary LeVox, noch der Name Rascal Flatts in den Ring geworfen, wie man es vielleicht am Beispiel „What’s It Like“ nachempfinden kann.

Auf einem US-Festival in St. Diego im Januar wurden erste, viel versprechende Kontakte nach Nashville geknüpft, daraus resultierend ist eine US-UK-Tour im kommenden Sommer. „Making Memories“ erfüllt somit seinen Zweck als Vorstellung und erster gelungener Kurzeindruck von Danny McMahon. Ob es irgendwann mal für nachhaltige Erinnerungen in Sachen seiner Person im mittlerweile hart umkämpften Genre reichen wird, kann dann erst der Zahn der Zeit beweisen.

Puzzle Maker Records (2017)
Stil: New Country

01. The Other Sides
02. What’s It Like
03. Hide Away
04. Worth Waiting For

Danny McMahon bei Reverbnation UK
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Erja Lyytinen – 01.03.2018, Blue Notez, Dortmund – Konzertbilder

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Erja Lyytinen, die Queen of Slide Guitar im blue notez club. Pünktlich um 20:15 Uhr betraten Erja und ihre Band die Bühne des, für einen Donnerstag Abend, sehr gut gefüllten Club. Mit dabei der Drummer Jaakko Pöyhönen, der mit vergangenen Jahr Ina Forsman begleitet hatte. Shuffle Blues, Elmore James-Songs, darauf war ich vorbereitet. Trotzdem konnte Erja noch überraschen.

Neben Tracks aus ihrem neuen Album „Stolen Hearts“, brachte sie eine gelungene Adaption von George Gershwins „Summertime“. Mein persönlicher Favorit war das Kinderlied „Old Mac Donald“, welches in eine feurige Version von Hendrix‘ „Crosstown Traffic“ mündete. Die Zwischenrufe: „Spiel mehr Hendrix“ zeugten davon, dass es dem Publikum gefallen hatte. Nach zwei Stunden ging das kurzweilige Konzert zu Ende. Klasse Vorstellung!

CD Tipps: „Stolen Hearts“ und „Live in London“

Line-up:
Erja Lyytinen (lead vocals, guitars)
Jaakko Pöyhönen (drums)
Kasperi Kallio (keys)
Tatu Back (bass)

Text und Bilder: Peter Schepers

Erja Lyytinen
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Blue Notez Dortmund

Aynsley Lister – 28.02.2018, topos, Leverkusen – Konzertbericht

Dass Abende im Leverkusener topos schon aufgrund der urigen Location immer etwas Besonderes sind, dürfte gerade für die eingefleischten Besucher dieser historischen Kneipe nichts ungewöhnliches sein. Gestern, bei Aynsley Listers Premiere dort, platze der kleine Club aber förmlich aus allen Nähten. Für mich persönlich war es ein Wiedersehen mit ihm nach fast 17 Jahren (damals im Schwarzen Adler, siehe Bild etwas weiter unten).

topos-Verantwortlicher Klemens Kübber war so nett gewesen und hatte im Sitzbereich vor der Bühne zwei Plätzchen für uns reserviert, so dass dem Kollegen Jörg Schneider, der dankenswerter Weise den Grippe-erkrankten Gernot Mangold spontan vertreten hatte, eine gute Position für seine Bilder gewährleistet war.

Und so saßen wir inmitten einiger, diesmal trinktechnisch weitestgehend zum Schmachten verurteilter, rheinischer Frohnaturen (samt ihrem schönen Dialekt), die ich schon von früheren Besuchen als Stammbesucher identifizieren konnte. Danke nochmals explizit, Klemens!

Der überwiegende Rest, der keine der wenigen Sitzplätze ergattern konnte, durfte in den nächsten drei Stunden ab dem Einlass, dem Ölsardinentum fristen, es war einfach rappelvoll. Auch ROCKPALAST-Ikone Peter Rüchel war übrigens zugegen.

14463309_313905475638771_314360729862726967_nNachdem sich die Band um 20:20 Uhr ihren Weg zur Bühne regelrecht erkämpft hatte und Lister sich erstmal, der Gegebenheiten wegen, verwundert die Augen gerieben hatte, wurde mit dem Opener aus diesem Werk „All Of Your Love“ auch standesgemäß begonnen. Aynsleys Gesang war noch nicht perfekt ausgesteuert. Das war dann aber mit dem melodischen „Inside Out“ bereinigt und man bekam einen ersten Vorgeschmack von seinen brillanten Fill- und Solier-Künsten auf seiner Stratocaster. Auch Andrew Price glänzte mit einem schönen Orgel-Intermezzo.

Dem atmosphärisch dichten „Il Grande Mafioso“ folgte mit „Hyde 2612“ das für mich überragende Stück, das allein schon das Eintrittsgeld wert war. Der Protagonist spielte hier einmalig auf einer Vollresonanzgitarre und ließ zum Teil allerfeinste geslidete Soli vom Stapel, was ihm mehrfachen Szenenapplaus einbrachte. Das von Aynsley nach langen Jahren wieder ins Programm genommene „Running Out On Me“ und das wiederum melodische „Other Part Of Me“ (mit allmaneskem E-Solo) schlossen den ersten Teil des Gig ab.

Den noch fulminanteren zweiten Teil eröffnete das groovige „Stay“. Mit „Home“ folgte der erste herrliche langsamere Schwofer. Für die Freunde des Altherren-Blues‘ gab es das ausgedehnte Freddie King-Cover „Tore Down“. Bei den fantastischen „Everything I Have To Give“ (hymnisches E-Solo) und dem grandiosen Prince-Klassiker „Purple Rain“ (Publikum singt im Refrain mit) hatte die Stimmung ihren Siedepunkt erreicht. Das groovig stampfende „Posession“ bildete schließlich das launige Finale von Set 2.

Wie schon beim Gig ein paar Tage zuvor in Dortmund bediente „Handful Of Doubt“ die lauthals geforderten Zugabe-Wünsche. Lister und Genossen wurden aber nicht von der der winzigen Bühne gelassen und entschlossen sich dann, ihre euphorische Audienz noch mit einem jammigen Instrumental als Rausschmeißer zu beglücken. In diesem leicht Southern-behafteten Stück (Allman Brothers-Touch) hatten Andrew Price, Steve Amadeo, Boneto Dryden und last but not least Aynsley Lister nochmals Zeit, ihr Können in Form kleiner Soli zu unterstreichen.

_DSC0171 - KopieAm Ende gab es oben im Rückzugsraum der Künstler noch kurz Gelegenheit mit Aynsley (immer noch äußerst sympathisch), wie damals, ein paar Worte zu wechseln und das schon obligatorische Bild für unsere VIP-Galerie abzulichten. Als kleinen Gag hatte ich den gleichen Pullover wie vor 17 Jahren extra nochmal aus dem Schrank gezogen. Erneut ein toller Abend im restlos ausverkauften topos, der Weg durch die eisige Kälte hatte sich absolut gelohnt. Eine ganz starke Leistung des Lister-Kollektivs!

Line-up:
Aynsley Lister (lead vocals, guitar)
Andrew Price (keys)
Steve Amadeo (bass)
Boneto Dryden (drums)

Bilder: Jörg Schneider
Text: Daniel Daus

Aynsley Lister
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topos Leverkusen
Jörg Schneider Webseite

Mark Daniel – New Truth – EP-Review

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Review: Stephan Skolarski

„New Truth“ ist die erste eigenständige Produktion des US-amerikanischen Singer/Songwriter-Gitarristen Mark Daniels, der in den letzten Jahren u.a. als Tour- und Studiomusiker für Gitarrenvirtuose Steve Vai, Marshall Tucker und Living Colour gearbeitet hat. Er hat sich für das Solo-Debut erfahrene Begleitmusiker an die Seite geholt; mit Marc Hickox am Bass und Session Drummer Mickey Curry (u.a. Bryan Adams, The Cult, Elvis Costello, Hall & Oates).

„Slow Setting Sun“ kommt als seichter Roadtrip-Song daher, wie man ihn häufig von Bon Jovi gewöhnt ist. Das besondere Roadtrip-Feeling kann dieser Song aber leider nicht entfachen. Das rockigere „Hearts Stops Beating“ steigert sich mit einem intensiven Gitarrensolo am Ende und legt einen wilden Endspurt hin, der von einem dominanten Gesangspart begleitet wird.

„Walk Through Fire“ ist das mit Abstand beste und einprägsamste Stück der EP, und besticht durch Reminiszenzen an Bryan Adams. Das vierte Lied „Coming Down“ hat einen durchgängigen Wechsel-Rhythmus, mit erfrischendem Sound. Mit einem interessanten Akustik-Gitarrenintro beginnt das abschließende „Got It Bad“ und glänzt dann mit dem langgezogenen verzerrten instrumentalen Gitarren-Fadeout; ein schöner Abschluss der EP.

Die Lieder bewegen sich alle im 4-Minuten Bereich. Insgesamt ist die Debut-EP musikalisch gut ausgestaltet, aber einigen Tracks fehlt ein wenig die Durchschlagskraft, um sich langfristig im Ohr festzusetzen. Daniels Stimme ist ausbaufähig. Dennoch ist die EP ein solider Versuch sich als Solokünstler zu etablieren.

AAP (2018)
Stil: Blues Rock

01. Slow Setting Sun
02. Heart Stops Beating
03. Walk Through Fire
04. Coming Down
05. Got It Bad

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Aynsley Lister – 25.02.2018, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Musiktheater Piano 2018

Aynsley Lister, der bereits im November letzten Jahres in Deutschland auf Tour war, findet offenbar großen Gefallen am prachtvollen Jugendstil des alten Musiktheaters und vergibt zur Begrüßung strahlend lächelnd das Kompliment: „Cool Venue“, als Ausdruck seiner Wertschätzung gegenüber dem kultigen Veranstaltungssaal. Vier Gitarren hat er mitgebracht und diese Auswahl unterstreicht auch seine künstlerische Vielseitigkeit, die er in den nächsten knapp zwei Stunden darbieten wird.

Das Konzert beginnt mit dem blues-rockigen „All Of Your Love“ vom letzten Studioalbum „Eyes Wide Open“ (2016). Leider lässt sich das Publikum nicht sofort vom dynamischen Lister anstecken. Erst „Hyde 2612“, mit einem intensiven Slide-Gitarren- Solo bringt das Publikum dann zu ausgiebigen Jubelstürmen. Mit „Runnin‘ Out On Me“ kommt eine Nummer, die lange nicht mehr in Listers Setlist dabei war, aber vom hohen Wiedererkennungswert profitiert. Die folgenden „Other Part of Me“ und „Stay“, ebenfalls vom letzten Album, sind zwei eher melodische Blues Rock Songs. „Home“ vom gleichnamigen Longplayer (2013) ist dann wieder ein ruhigeres Lied im Stile des fast gleichaltrigen US-amerikanischen Blues-Gitarristen John Mayer.

Auch ein Blues-Cover von Listers Gitarren-Hero Freddie King darf an diesem Abend natürlich nicht fehlen. Hierfür wählt er den Klassiker “Tore Down“, den er auf fast zehn Minuten ausdehnt, mit einem musikalischen „Zwiegespräch“ zwischen Keyboard und Gitarre. Neben Keyboarder Andrew Price sind auch seine zwei weiteren Bandmitglieder, Steve Amadeo am Bass und Boneto Dryden am Schlagzeug immer voll auf einer Linie mit Listers Tempo- und Rhythmuswechseln.

Die Stärken von Lister sind vor allem die ruhigen Passagen seiner Tracks, in denen er sein Publikum mit feinfühlig, akzentuiertem und leisem Gitarrenspiel, fast schon hypnotisch in seinen Bann zieht. Das Musiktheater bietet Lister hierfür ausreichend Raum seine Virtuosität aufzuzeigen. Er ist aber auch in der Lage Geschichten zu erzählen, denen man gerne zuhört, wie z.B. bei „Other Part Of Me“. Nicht zufällig wurde er bei den „British Blues Awards“ 2014 bereits als „Songwriter of the Year“ ausgezeichnet.

Das Highlight des Abends ist sicherlich das sinnliche und ergreifende Prince Cover „Purple Rain“ mit Listers überragendem, stark an Prince angelehnten Gitarrensolo. Bei diesem Song schafft er es sogar das Publikum zum Mitsingen zu animieren. „Purple Rain“ ist schon seit vielen Jahren ein prägender Song in Listers Setlist, aber es gelingt ihm immer wieder die Ballade mit der notwendigen Emotionalität zu besetzen. Das wilde und explosive „Possession“, setzt dann als vorletztes Stück endlich etwas mehr Bewegung bei den Zuschauern in Gang. Die Zugabe besteht leider nur noch aus dem funkigen „Handful of Doubt“.

Schon über sein letztes Studioalbum „Eyes Wide Open“ hat er gesagt: „Ich wollte die Ungeschliffenheit und Energie beibehalten.“ Genau das gelingt ihm auch heute Abend in Dortmund. Er und seine Begleitmusiker präsentieren zeitgenössischen Blues Rock mit leidenschaftlichen und packenden Solo-Parts. Am Ende des Konzerts folgt noch die erfreuliche Ankündigung, dass Lister im November wieder nach Deutschland kommen wird.

Line-up:
Aynsley Lister (lead vocals, guitar)
Andrew Price (keys)
Steve Amadeo (bass)
Boneto Dryden (drums)

Bilder: Albrecht Schmidt
Text: Stephan Skolarski

Aynsley Lister
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Musiktheater Piano
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Julian Sas – 24.02.2018, Schwarzer Adler, Rheinberg – Konzertbericht

Mit Julian Sas feierten wir unsere diesjährige Premiere, was die Berichterstattung aus unserem heimischen Schwarzen Adler angeht. Auch für den beliebten Rheinberger Blues-Kult-Tempel, war es der erste ‚Hochkaräter‘ in diesem, sich noch im Anfangsstadium befindlichen Jahr 2018.

Da der letzte Sas-Gig im Adler erst gefühlt wenige Momente her ist (tatsächlich sind es nicht mal neun Monate), hatte ich über meinen, in unserer Hauptstadt lebenden, früheren Rocktimes-Kollegen Mike Kempf, der zu Julian ein privates und freundschaftliches Verhältnis pflegt, und mittlerweile mit Soundanalyse, auch ein eigenes Rockmusikmedium sein Eigen nennt, versucht, einige Infos zu ‚ziehen‘, was denn so zu erwarten sei.

Von seiner ansonsten gewohnten ‚Berliner Schnauze‘ und Diplomatie, ganz zu Schweigen, keine Spur! Lediglich, dass Sas in letzter Zeit 27 Kilo abgenommen hatte, war ihm zu entlocken. So ging es dann halt, frei nach dem Motto eines früher beliebten holländischen Entertainers, ‚Lass Dich überraschen‘, ab nach Vierbaum.

In der Tat sah man dem Protagonisten den üppigen Gewichtsverlust deutlich an, als er um 20:15 Uhr mit seinen gewohnten Begleitern Roland Bakker an den Keys (wieder mit vielen wüsten Orgel- und HT-Piano-Einlagen), und seiner starken Rhythmusfraktion, Fotis Anagnostou und Rob Heijne, die Bühne im ziemlich vollen Adler betrat.

Das Überraschungsmoment blieb an diesem sehr schönen Blues Rock-typischen Abend dann doch eher aus, außer, dass sich vielleicht auch ein paar jüngere Menschen, im überwiegend von der gewohnten Ü55-Generation besiedelten Saal, eingefunden hatten…

Das Quartett stieg nach kurzem, aber furiosem Instrumental-Intro, mit den im ersten Abschnitt oft gebrachten „Swamplands“ und „Mercy“ ein – natürlich zwei ideale, rhythmische und stampfende Tracks, um direkt Stimmung in die Bude zu bringen.

„Jump For Joy“, das mit ein bisschen Moore- und Gilmour-Flair behaftete „Shame On You“, Bound To Roll“, das mit einer markanten E-Hook geführte, atmosphärische „That’s Enough For Me“, das überragende „Helping Hand“ (mit ZZ Top-, Allman Brothers- und auch dezenten Santana-Anleihen in den schier endlosen Soli von Sas) und der fulminante „Blues For The Lost And Found“ standen für einen ersten Set, der jetzt schon kaum an Spielfreude und Leidenschaft der Beteiligten zu überbieten war.

Zu erwähnen ist vielleicht, dass Julian, der zunächst mit einer rot-weißen Fender-Stratocaster überwiegend spielte, im Verlauf, auf so alle typischen, bekannten E-Gitarren-Modelle im Blues- und Southern Rock , wie zum Beispiel, die Les Paul, Firebird und ES aus der Gibson Familie, als auch am Ende noch die Telecaster für die Zugaben „Walkin‘ Blues“ (Muddy Waters) und das obligatorische „Bullfrog Blues“, bei denen heftig geslidet wurde, zurückgriff.

Das dem „Statesboro Blues“ ‚verwandte‘ „Stranger Blues“ wurde dann zu Beginn der zweiten, mehr Cover-dominierten Hälfte, auch mit einem kurzen Intermezzo des berühmten Willie McTell-Klassikers, durchzogen. „Twighlight Of The Skies“ (Peter Green-Flair), das herrlich melodische „Coming Home“ (mein Favorit des Abends), ein weiterer Rory Gallagher-Cover-Song und „Hey Joe“ quasi in einer ‚Hendrix 2.0 Version‘, hielten das hohe Level weiter aufrecht.

Am Ende nach den bereits oben angeführten Zugaben, konnten wir Julian dann noch für das mittlerweile obligatorische Bild mit unserem Logo für die VIP-Galerie gewinnen. Hier attestierte er uns dann auch seine Passion für unser bevorzugtes Genre, speziell für das Gitarrenspiel von Dickey Betts, was man bei so manchem seiner Soli auf der Les Paul bestätigt bekam.

Ein toller Jahresauftakt im Adler mit Julian Sas und seiner Truppe (danke nochmals an das Team um Ernst Barten), dem mit u. a.  Band Of Friends, Ana Popovic, der Vega-Strauss Band, Danny Bryant, Ryan McGarvey, Josh Smith, Vdelli, Mike Anderson und  Sari Schorr illustre Gäste im Verlauf der nächsten Monate folgen werden.

Line-up:
Julian Sas (lead vocals, electric & slide guitar)
Roland Bakker (piano, organ)
Fotis Anagnostou (bass)
Rob Heijne (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Julian Sas
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Schwarzer Adler

Sue Foley – The Ice Queen – CD-Review

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Review: Michael Segets

Die produktive Blues-Musikerin Sue Foley brachte in 20 Jahren 15 Alben heraus. Ungewöhnlich lange – nämlich sechs Jahre – ließ sie sich für ihr neues Werk „The Ice Queen“ Zeit. Dies mag damit zusammen hängen, dass sie an einem schriftstellerischen Großprojekt über berühmte Gitarristinnen arbeitet. In ihrer Karriere stand die Kanadierin mit so unterschiedlichen Musikern wie Solomon Burke, BB King, Van Morrison, Tom Petty, George Thorogood, Lucinda Williams und Johnny Winter auf der Bühne oder im Studio. Für ihren aktuellen Longplayer konnte Foley ebenfalls illustre Gäste gewinnen: Charlie Sexton, Jimmie Vaughan und Billy F. Gibbons.

Charlie Sexton, der Bob Dylan als Bandmitglied begleitet und die Arc Angels mitbegründete, unterstützt Sue Foley auf zwei Titeln. Bei dem Opener „Come To Me“ steuert Sexton leichte Slide-Passagen ein und wertet mit seinem Gesang den Chorus des Midtempo-Tracks auf. Die Stimmen von Sexton und Foley erzeugen einen prima Flow. Auch bei „81“ ist Sexton beteiligt. Sein Harmoniegesang fällt hier allerdings dezent aus. Der Titel glänzt durch die Gitarrenarbeit in Kombination mit der Orgel von Mike Flanigin. Foleys Gesang transportiert zudem ein kraftvolles Blues-Feeling, sodass der Song zu meine Favoriten unter den langsameren Stücken avanciert.

Die herausragende Nummer der Scheibe ist jedoch „The Lucky Ones“, die zu Recht als Single vorab ausgekoppelt wurde. Der Rhythmus erinnert an „The Wanderer“ von Dion. Sue Foley und Jimmy Vaughan singen entspannt einen dialogisch angelegten Text. Die gemeinsamen Textpassagen sind angenehm harmonisch und versetzen in die Blütezeit des Rock ’n Roll der 50er oder frühen 60er zurück. Im gleichen Stil und Tempo ist der einzige nicht von Foley geschriebene Titel „Send Me To The ‚Lectric Chair“ gehalten.

Staubtrocken und gelassen klingt die unverkennbare Stimme von Billy Gibbons auf „Fools Gold“. Sie steht in einem schönen Kontrast zu Foleys klarem Gesang. Ein Orgel- und ein längeres Gitarrensolo setzen sich vor den gleichmäßigen Midtempo-Rhythmus, sodass keine Monotonie aufkommt.

Foley ist nicht auf die Prominenz angewiesen. Die Zusammenarbeit mit den Gästen zahlt sich allerdings bei den Songs aus und bereichert die äußerst abwechslungsreiche CD. Foley gibt Einblicke in unterschiedliche Facetten ihres künstlerischen Schaffens als Gitarristin und Sängerin. Diese reichen von der knackigen Uptempo-Nummer „Run“ über verschiedene Interpretationen des Blues bis zum Folk.

Auf den Stücken „The Ice Queen“ und „Death Of A Dream“ wird Foley lediglich von Upright Bass und Schlagzeug begleitet. Bei dem Titelstück zelebriert sie mit ausgedehnten Gitarrensoli den Blues. Auf dem anderen Song zupft sie die Saiten sanft und der Besen wischt dezent über die Drums. Vor dem inneren Auge erscheint eine kleine Bar, in dem die Musik den abendlichen Drink untermalt. Eher für die größeren Clubs sind „Gaslight“ und „If I Have Forsaken You“ aufgrund der umfangreichen Band geeignet.

Der Soul des ersten Titels mit Orgeltupfern und Saxophon-Einlage erinnert an The Commitments. Die zweite Nummer hat einen breiten Soundteppich, der vor allem durch die Orgel und die fünf Mitglieder der Texas Horns erzeugt wird. Foley gibt ihrer Stimme hier einen weichen Klang, der sehr gut zu der getragenen Grundstimmung passt. Am Ende des Longplayers finden sich zwei Solobeiträge von Foley. Bei „The Dance“ experimentiert sie mit Flamenco-Klängen. „Cannonball Blues“ überrascht als eingängiger Folksong.

„The Ice Queen“ bietet einen sorgfältig arrangierten Querschnitt durch die Spielarten des Blues. Vielleicht schwebte Foley eine Hommage an die Klassiker dieser Musikrichtung vor, denn viele Elemente klingen vertraut, ohne dass die Vorbilder lediglich kopiert werden. Eingefleischte Blues-Fans werden vermutlich ihre Freude am Entdecken der vielfältigen Bezüge haben. Für mich fällt das Album im letzten Viertel bei den reduziert instrumentalisierten Stücken etwas ab. Die anderen Songs und besonders die Duette mit den männlichen Gesangspartnern lohnen aber auf alle Fälle.

Dixiefrog Records/H’art (2018)
Stil: Blues (Rock)

01. Come To Me (feat. Charlie Sexton)
02. 81
03. Run
04. The Ice Queen
05. The Lucky Ones (feat. Jimmie Vaughan)
06. Gaslight
07. Fool’s Gold (feat. Billy F. Gibbons)
08. If I Have Forsaken You
09. Send Me To The ‚Lectric Chair
10. Death Of A Dream
11. The Dance
12. Cannonball Blues

Sue Foley
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H’ART Musik-Vertrieb GmbH

Acoustic Garden – Concept Emotional – CD-Review

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Musik aus deutschen Landen in unserem Magazin! Acoustic Garden heißt die Formation und weiß, zu meiner eigenen Überraschung, mit einem richtig amerikanisch klingenden Werk namens „Concept Emotional“, inklusiver Country-, Pop-, Rock- & Folk-Anleihen, auf ganzer Linie zu überzeugen.

Grund dafür ist sicherlich hauptsächlich, dass der Lead- und Harmonie-Gesang der allesamt hier involvierten Protagonisten Frank Bülow (vocals, guitars, keys – früher bekannt als Songwriter für Interpreten wie Culture Beat und ATC), Stefan Zirkel (vocals, acoustic guitar, mandolin), Fabian Michel (vocals, guitars) und Sven Wittman (vocals, bass) auch wirklich ‚amerikanisches Esprit‘ versprüht (bei vielen hiesigen Interpreten merkt man bei englischem Gesang ja einfach den Ursprung sofort an), als auch, dass die Band keine Kosten und Mühen gescheut hat, das Abmischen der Singlekanditaten in Hände von Nashville-Profi Eric Legg (u. a. Dixie Chicks) zu legen und sich daran bei der restlichen Produktion zu orientieren.

Unter Mithilfe von einigen Gastmusikern wie Markus Schrammhauser (schönes Akkordeon auf „Room With A View“), Christian Schimanski, Lui Ludwig, Jens Weidenheimer, Stephan Keller und der, bei einigen Tracks eingebundenen Horn Section ‚The Buster Horns‘, erhält man einen schönen Mix aus selbstkreierten Stücken und diversen Cover-Nummern wie z. B. Diana Corcorans „Not Ready To Lose“ oder Paul Youngs „Hope In A Hopeless World“ – hier sehr schön Reggae-mäßig gestaltet (ein wenig an „I Shot The Sheriff“ erinnernd).

Aufgrund der überwiegend flockigen countryesken-/Westcoast-mäßigen Satzgesänge kommen natürlich unweigerlich Assoziationen zu Bands wie den Eagles, America, Crosby, Stills & Nash, Poco, Dirt Band, Firefall und dezent auch den Outlaws auf. Heimlicher Star auf diesem Werk ist vielleicht Christian Schminanski, der mit herrlich Nashville-typischem Steel–Gewimmere, viele Akzente im Hintergrund zu setzen weiß.

Center-Song ist das wunderschön eingängige „Always“ aus der Feder der bekannten Songwriter Martin Terefe (Jason Mraz, KT Tunstall) und Nicolas Whitecross (Backstreet Boys, Kim Wilde), der hier in zwei Varianten (u.a. als sogenannter Hot Legg’s Mix – etwas E-Gitarren-lastiger) aufgeboten wird. Aus der Riege der Eigenkompositionen sticht vielleicht das toll eingesungene „Change The Weather“ heraus, zu dem auch ein Video-Clip gedreht wurde.

Acoustic Garden bieten auf „Concept Emotional“ melodisch-niveauvollen, cabrio-tauglichen und absolut professionell gestalteten Stoff zum Relaxen, Cruisen, etc., den man auch wunderbar bei Sommerparties im Hintergrund laufen lassen kann. Dezenten Abzug gibt es nur für die gesamte wirklich klischeehafte, recht einfallslose Coverartwork-Gestaltung (sieht aus wie mit dem Handy fotografiert und laienhaft gesetzt). Da ist noch deutlich Luft nach oben. Musikalisch aber, und darum geht es ja hier primär, eine ganz starke Vorstellung!

Sony Music – (2018)
Stil: Westcoast, Country, Pop, Rock, Folk

01. Not Ready To Lose
02. Always
03. The Present
04. Change The Weather
05. Back To Basics
06. How Can You Say?
07. Cowboys Don’t Cry
08. The One And Only
09. Stay As You Are
10. Hope In A Hopeless World
11. Room With A View
12. Always (Hot Legg’s Mix)

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Netinfect Promotion

Grant-Lee Phillips – Widdershins – CD-Review

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Review: Michael Segets

Seit dreißig Jahren veröffentlicht Bryan G. Phillips regelmäßig Longplayer: zunächst mit seiner Band Shiva Burlesque, dann in den neunziger Jahren mit Grant Lee Buffalo und schließlich ab der Jahrtausendwende als Solokünstler unter dem Namen Grant-Lee Phillips. Sein neuntes Soloprojekt trägt den Titel „Widdershins“. Der mittlerweile in Tennessee lebende Kalifornier bewegt sich mit seiner aktuellen Veröffentlichung im Vergleich zu den vorangegangenen Alben stärker in Richtung Roots Rock.

Phillips überrascht gerne musikalisch und inhaltlich. Eingängige Melodien erhalten Brüche und bissige Texte werden in harmlos klingende Songs verpackt. Die CD kann man zwar auch nebenher hören, dann entgeht einem aber die Aussage der sozialkritischen Songs. „Unruly Mobs“ mit schön dreckiger Gitarre thematisiert beispielsweise die Verführbarkeit der Massen. „Liberation“ stellt fest, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. Dabei laden die Trommelwirbel eigentlich zum unreflektierten Mitmarschieren ein. Einen Kontrast zum locker rollenden Rhythmus und dem sanften Gesang bildet die Charakterisierung der miesen Ausbeuterin „Miss Betsy“, die Profit aus Kinderarbeit zieht. Bei dem Song unternimmt Phillips einen Ausflug in den Alternative Country.

Die Tracks bewegen sich insgesamt eher im mittleren Tempobereich. „Scared Stiff“ mit pochendem Schlagzeug sowie abwechslungsreicher Gitarrenarbeit von Phillips, der hier zudem eine starke Vibration in seine Stimme legt, ist der aggressivste Song auf der Scheibe. Auch „Walk In Circles“ und „The Wilderness“ weichen im Tempo nach oben ab. Die beiden gradlinig gespielten Rocktitel sind erdig produziert und gehen direkt ins Ohr. Für den nötigen Druck sorgt die Rhythmus-Section mit Jerry Roe am Schlagzeug und Lex Price am Bass. Zum rauen Charme der Songs hat wahrscheinlich auch der Umstand beigetragen, dass das Album live im Studio eingespielt wurde.

Der wiederholt heraus gepresste Refrain, begleitet von energischen Einschlägen auf das Fell der Drums, bleibt bei „Something´s Gotta Give“ im Gedächtnis. Gelungen ist auch „Great Accelation“ mit dominanter, manchmal leicht verzerrter Gitarre. Bei den anderen Stücken fallen die Backgroundstimmen auf, die den streckenweise betont harmonischen Gesang von Phillips begleiten. Nach Aussage von Phillips wollte er bei „Totally You Gunslinger“ einen Sound zwischen Roy Orbison und The Smith erzeugen. Tendenziell hat sich Roy Orbison durchgesetzt. Auf der gefühlvollen Ballade „History Has Their Number“ funktioniert das gut. Zu schwülstig erscheint mir hingegen „King Of Catastrophes“ und das bemühte „Another, Another, Then Boom“. Die Grenze zwischen Gefühl und Schmalz mag aber jeder selbst ziehen und ist vielleicht auch von der Tagesform des Hörers abhängig.

In der Gesamtschau legt Grant-Lee Phillips mit „Widdershins“ ein Werk vor, das musikalisch abwechslungsreicher als die Vorgängeralben ist. Er zeigt eine rockige Seite, die ihm hervorragend steht, und die einzelnen Anleihen beim Country wirken frisch. Bei den getragen Songs spielt Phillips seine Stärke als Sänger aus, wobei nicht alle Titel überzeugen. Die Texte sind inhaltsschwer und viele historische Bezüge gilt es zu entdecken. Trotz aller Sozialkritik scheinen doch ein bitterer Humor und sogar eine Prise Optimismus durch. Für „Widdershins“ sollte man sich Zeit nehmen und in die Weltsicht von Phillips eintauchen, denn seine Musik ist sicherlich ein guter Weg, mit den Trübnissen der Welt umzugehen.

YEP ROC/H’art (2018)
Stil: Roots Rock/Americana

01. Walk In Circles
02. Unruly Mobs
03. King Of Catastrophes
04. Something´s Gotta Give
05. Scared Stiff
06. Miss Betsy
07. The Wilderness
08. Another, Another, Then Boom
09. Totally You Gunslinger
10. History Has Their Number
11. Great Acceleration
12. Liberation

Grant-Lee Phillips
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H’ART Musik-Vertrieb GmbH

John Oates with The Good Road Band – Arkansas – CD-Review

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John Oates ist für mich, trotz seines immensen Bekanntheitsgrades – Asche auf mein Haupt – als Solo-Künstler bisher ein unbeschriebenes Blatt. Auch als Part des Millionen-Seller-Duos Hall & Oates gelang es ihm bisher nicht in meine Tonträger-Sammlung, klar, dass ich das mega-erfolgreiche Wirken der beiden durch so manchen Clip in den 80er und 90er-Jahren aber durchaus zur Kenntnis genommen habe.

Dafür stand mir in letzter Zeit sein Partner Daryl Hall mit seinem Projekt ‚Live From Daryl’s House‘, wo er Künstler zum Musizieren mit seiner Haus-Band (mit überwiegend grandiosen Ergebnissen, John war natürlich auch schon Gast) und kulinarischen Genuss in sein Domizil einlädt, mittels Youtube, des öfteren im Fokus.

Jetzt liegt mir aber John Oates‘ neues Solo-Album „Arkansas“ zum Rezensieren vor und es ist schon allein im Rahmen der Recherche sehr interessant gewesen, was man über den Background dieses umtriebigen Mannes so alles erfahren hat.

Hierbei kommt u. a. zu Tage, dass ein gewisser Mississippi John Hurt, ein ehemals schillernder Vertreter des Countryblues, einen sehr großen Einfluss auf den heute in Nashville lebenden Protagonisten ausgeübt hat und letztendlich auch zu diesem Werk inspiriert hat.

Musikalisch unterstützt wird John dabei von The Good Road Band, hinter der sich illustre Koryphäen wie Sam Bush an der filigran gespielten Mandoline, Steel-Ikone Russ Pahl, Steve Mackey (bass) , Supertalent Guthrie Trapp (electric guitar – sehr schön songdienlich agierend), Josh Day (drums, percussion) und Nathaniel Smith (cello) verbergen.

Das zehn Stücke umfassende Werk beinhaltet einen gelungenen Mix aus recht traditionell gehaltenen, unaufdringlichen Countrybluessongs, die in einem schön zusammengestellten Verhältnis, partiell immer wieder von etwas rockigeren Nummern („Arkansas“, „Pallet Soft And Law“, „Dick Back Deep“) abgelöst werden.

Überwiegend Musik zum Relaxen auf der Couch oder der Terrasse, wobei die feinen instrumentellen Leistungen der Akteure zum genaueren Zuhören anregen. John Oates angenehme (leicht angeheiserte) Stimme fügt sich dabei, wie nicht anders zu erwarten, perfekt ins Gesamtbild ein.

Gelungen ist auch die Einlage eines 4-seitigen Faltblattes in das Doppel-Papp-Sleeve, wobei auf der einen Seite das Frontcoverbild vergrößert dargestellt ist und auf der anderen Hintergrundinfos zu den einzelnen Stücke aufgelistet sind. Insgesamt also eine runde Sache und somit Kaufempfehlung für John Oates, seine Good Road Band  und ihr Werk  „Arkansas“!

Ps Records / Thirty Tigers / Alive (2018)
Stil: Country

01. Anytime
02. Arkansas
03. My Creole Belle
04. Pallet Soft And Law
05. Miss The Mississippi And You
06. Stack O Lee
07. That’ll Never Happen No More
08. Dick Back Deep
09. Lord Send Me
10. Spike Driver Blues

John Oates
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Oktober Promotion