Mark Daniel – New Truth – EP-Review

Daniel

Review: Stephan Skolarski

„New Truth“ ist die erste eigenständige Produktion des US-amerikanischen Singer/Songwriter-Gitarristen Mark Daniels, der in den letzten Jahren u.a. als Tour- und Studiomusiker für Gitarrenvirtuose Steve Vai, Marshall Tucker und Living Colour gearbeitet hat. Er hat sich für das Solo-Debut erfahrene Begleitmusiker an die Seite geholt; mit Marc Hickox am Bass und Session Drummer Mickey Curry (u.a. Bryan Adams, The Cult, Elvis Costello, Hall & Oates).

„Slow Setting Sun“ kommt als seichter Roadtrip-Song daher, wie man ihn häufig von Bon Jovi gewöhnt ist. Das besondere Roadtrip-Feeling kann dieser Song aber leider nicht entfachen. Das rockigere „Hearts Stops Beating“ steigert sich mit einem intensiven Gitarrensolo am Ende und legt einen wilden Endspurt hin, der von einem dominanten Gesangspart begleitet wird.

„Walk Through Fire“ ist das mit Abstand beste und einprägsamste Stück der EP, und besticht durch Reminiszenzen an Bryan Adams. Das vierte Lied „Coming Down“ hat einen durchgängigen Wechsel-Rhythmus, mit erfrischendem Sound. Mit einem interessanten Akustik-Gitarrenintro beginnt das abschließende „Got It Bad“ und glänzt dann mit dem langgezogenen verzerrten instrumentalen Gitarren-Fadeout; ein schöner Abschluss der EP.

Die Lieder bewegen sich alle im 4-Minuten Bereich. Insgesamt ist die Debut-EP musikalisch gut ausgestaltet, aber einigen Tracks fehlt ein wenig die Durchschlagskraft, um sich langfristig im Ohr festzusetzen. Daniels Stimme ist ausbaufähig. Dennoch ist die EP ein solider Versuch sich als Solokünstler zu etablieren.

AAP (2018)
Stil: Blues Rock

01. Slow Setting Sun
02. Heart Stops Beating
03. Walk Through Fire
04. Coming Down
05. Got It Bad

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