John Oates with The Good Road Band – Arkansas – CD-Review

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John Oates ist für mich, trotz seines immensen Bekanntheitsgrades – Asche auf mein Haupt – als Solo-Künstler bisher ein unbeschriebenes Blatt. Auch als Part des Millionen-Seller-Duos Hall & Oates gelang es ihm bisher nicht in meine Tonträger-Sammlung, klar, dass ich das mega-erfolgreiche Wirken der beiden durch so manchen Clip in den 80er und 90er-Jahren aber durchaus zur Kenntnis genommen habe.

Dafür stand mir in letzter Zeit sein Partner Daryl Hall mit seinem Projekt ‚Live From Daryl’s House‘, wo er Künstler zum Musizieren mit seiner Haus-Band (mit überwiegend grandiosen Ergebnissen, John war natürlich auch schon Gast) und kulinarischen Genuss in sein Domizil einlädt, mittels Youtube, des öfteren im Fokus.

Jetzt liegt mir aber John Oates‘ neues Solo-Album „Arkansas“ zum Rezensieren vor und es ist schon allein im Rahmen der Recherche sehr interessant gewesen, was man über den Background dieses umtriebigen Mannes so alles erfahren hat.

Hierbei kommt u. a. zu Tage, dass ein gewisser Mississippi John Hurt, ein ehemals schillernder Vertreter des Countryblues, einen sehr großen Einfluss auf den heute in Nashville lebenden Protagonisten ausgeübt hat und letztendlich auch zu diesem Werk inspiriert hat.

Musikalisch unterstützt wird John dabei von The Good Road Band, hinter der sich illustre Koryphäen wie Sam Bush an der filigran gespielten Mandoline, Steel-Ikone Russ Pahl, Steve Mackey (bass) , Supertalent Guthrie Trapp (electric guitar – sehr schön songdienlich agierend), Josh Day (drums, percussion) und Nathaniel Smith (cello) verbergen.

Das zehn Stücke umfassende Werk beinhaltet einen gelungenen Mix aus recht traditionell gehaltenen, unaufdringlichen Countrybluessongs, die in einem schön zusammengestellten Verhältnis, partiell immer wieder von etwas rockigeren Nummern („Arkansas“, „Pallet Soft And Law“, „Dick Back Deep“) abgelöst werden.

Überwiegend Musik zum Relaxen auf der Couch oder der Terrasse, wobei die feinen instrumentellen Leistungen der Akteure zum genaueren Zuhören anregen. John Oates angenehme (leicht angeheiserte) Stimme fügt sich dabei, wie nicht anders zu erwarten, perfekt ins Gesamtbild ein.

Gelungen ist auch die Einlage eines 4-seitigen Faltblattes in das Doppel-Papp-Sleeve, wobei auf der einen Seite das Frontcoverbild vergrößert dargestellt ist und auf der anderen Hintergrundinfos zu den einzelnen Stücke aufgelistet sind. Insgesamt also eine runde Sache und somit Kaufempfehlung für John Oates, seine Good Road Band  und ihr Werk  „Arkansas“!

Ps Records / Thirty Tigers / Alive (2018)
Stil: Country

01. Anytime
02. Arkansas
03. My Creole Belle
04. Pallet Soft And Law
05. Miss The Mississippi And You
06. Stack O Lee
07. That’ll Never Happen No More
08. Dick Back Deep
09. Lord Send Me
10. Spike Driver Blues

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