Patricia Vonne – 26.07.2023 – Freideck Kantine, Köln – Konzertbericht

In der schönen Open Air Bühne sind nahezu alle Sitzplätze besetzt, als Patricia Vonne mit ihrer Band diese bei Sonnenschein betritt, nachdem der Tag vorher eher verregnet war. Zudem verfolgen nicht wenige Fans das Konzert stehend und zum Teil mittanzend.

In zwei jeweils etwa 50-minütigen Sets zieht die Texanerin mit mexikanischen Wurzeln die Fans mit ihrer Bühnenpräsenz von der ersten Minute an in ihren Bann und es entwickelt sich ein Konzertabend, den die Fans mit Sicherheit lange nicht vergessen werden.

Die Setlist umfasst dabei Songs von ihrem Debutalbum aus dem Jahr 2003 bis zum 2018er Werk „Top Of The Mountain„, wobei der Titelsong eines der Highlights des Abends ist. Zudem präsentiert sie mit „Not Too Late“ einen bisher unveröffentlichten Song, der Lust auf ein neues Album macht.

Bei den meisten Stücken wird das Gaspedal durchgetreten und Robert La Roche legt einige furiose Soli auf seiner Rickenbacker hin. Im Mittelpunkt des Geschehens steht aber weitgehend die Vonne, die nicht nur stimmlich beeindruckt, sondern sich gewissermaßen als Multiinstrumentalistin zeigt. Meist ihre akustische Gibson spielend, aber auch Kastagnetten einsetzend, mit denen sie ein mexikanisches Flair auf die Bühne bringt. Bei einem Stück unterstützt sie dann auch noch Barnhard Weichinger an den Drums. Dass sie dabei einen großen Teil des Konzertes auch noch mehr oder weniger tanzend absolviert, ist ein Beweis für die Fitness der auch schon über 50-jährigen Protagonistin.

Im insgesamt sehr rockigen Konzert wird nur bei den spanisch gesungenen balladesken Songs etwas das Tempo herausgenommen, um anschließend wie nach der Ruhe vor dem Sturm direkt wieder musikalisch über die Bühne zu fegen.

Zwischen den Stücken moderiert sie charmant durch die Show und gibt einiges aus ihrem Leben preis, von ihren Geschwistern, dem Verhältnis zu ihrer Mutter. Aber auch Dinge aus ihrer Karriere, sei es über das Album „Rattle My Cage“, von dem unter anderem den Titelsong spielt, wo sie nicht ohne Stolz erwähnt. dass ein gewisser Doyle Bramhall sen. auch seinen Anteil hatte. Oder über ihre ersten Auftritte in Europa als Musikerin von Tito & Tarantula, wo bei einigen Tracks im Konzert auch eine musikalische Nähe zu hören ist.

Es ist schwer aus einem Gig ohne Längen Songs hervorzuheben, aber „Rebel Bride“ und „Lil Lobo“, bei dem Bassist Harmen de Bresser auch den Part des jaulenden Wolfes übernimmt und dabei vom Publikum lautstark unterstützt wird, sind ein Finale Furioso und bilden gewissermaßen den krönenden Abschluss eines wunderschönen Konzertabends. Im Anschluss begaben sich die Musiker schon wenige Minuten nach Ende an den Merchstand  und nahmen sich alle Zeit für die Fans. Patricia gab sogar Schnellkurse im spielen mit den Kastagnetten.

Ein besonderer Dank geht an Marcus Neu und das Bookerteam der Kantine, denen es immer wieder gelingt, tolle Künstler in die Kantine oder den Yardclub zu holen und die an diesem Abend auch durch den guten Besuch und die phantastische Stimmung belohnt wurden.

Line-up:
Patricia Vonne (lead vocals, electric guitar, acoustic guitar, drums, percussion)
Robert LaRoche (electric guitar, acoustic guitar, vocals)
Harmen de Bresser (bass, vocals)
Bernhard Weichinger (drums)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Patricia Vonne
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Kantine/Yardclub Köln

Robert Jon & The Wreck – Ride Into The Light – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Das Wortspiel vom electrifying “Southern Rock aus Southern California” wird bei SoS-Abonnenten und Genre zugewandten Fans sofort Begeisterung hervorrufen. Viele werden dabei auf Anhieb an Robert Jon & The Wreck denken, der Band aus Orange County, Kalifornien, die sich mittlerweile in die berühmte Musikszene des Countys (u. a. Jackson Browne, Social Distortion, Bad Religion, The Offspring) einreiht. Bereits seit längerer Zeit besteht eine fast freundschaftliche Verbundenheit von SoS mit der 2011 gegründeten Formation (siehe u. a. unser Interview vom 29.05.2016).

Dass damals bereits schon ein ausgesprochen “guter Riecher” die substantielle Energie und zukunftsweisende Spielweise von Robert Jon & The Wreck erkannt hat, zeigen mittlerweile über 10 SoS-Konzertberichte, die mit dem ungebrochen wachsenden Interesse der Fans einhergehen. Die sehr produktiven “native California sons” veröffentlichen derweil ihr neues Studioalbum “Right Into The Light”. Der Longplayer setzt sich zusammen aus den 4 Songs der “One Of A Kind”-EP (2023), die mit den legendären Produzenten Don Was und Dave Cobb eingespielt wurde. Sie enthält neben dem echten Aufreißer-Titel “Pain No More” – bitte passende Lautstärke nicht vergessen – den Country Rocker “Who Can You Love”, der spielerisch an die Eagles erinnert, sowie den klassischen Hard Rock-Track “Come To Me”, und den Titelsong, bei dem es spätestens bei der Live-Performance keinen mehr auf den Sitzen halten dürfte!

Inzwischen hat auch Joe Bonamassa seine Unterstützung für Robert Jon & The Wreck partnerschaftlich eingebracht und produzierte auf seinem Label Journeyman Records zusammen mit Josh Smith den Ohrwurm “West Coast Eyes”, eine Gänsehaut-Hymne inklusive Super-Slide-Charakter. Des weiteren konnten RJ&TW Toningenieur Kevin Shirley für die Aufnahmen begeistern. Mit “Bring Me Back Home Again“ – Southern-Rock vom Feinsten – dem rasanten Country-Rock-Track “Don’t Look Down” und dem midtempo Titelsong “Ride Into The Light” sind drei neue Straightforward Hochkaräter als mitreißende Stücke dabei, die sämtlich zum early, golden Seventies-Sound des Genres im Stil von Lynyrd Skynyrd, den Eagles oder Poco gehören könnten.

Als modernes “Gesicht” der manchmal altehrwürdigen Southern-Rock-Generation spielen Robert Jon & The Wreck inzwischen ihr eigenes volles Spektrum der musikalischen Richtung und verbinden auch auf dem neuen Album “Ride Into The Light” mit breiter Brust den Americana Country, den West Coast Rock mit den urtümlichen Southern Blues Elementen, stets geradlinig, mit Herzblut und Leidenschaft. In den kommenden Wochen sollte man daher auch die Gelegenheit wahrnehmen, Robert Jon und seine Band wieder live auf der Bühne zu erleben.

Journeyman Records (2023)
Stil: Southern Rock

Tracks:
01. Pain No More
02. Who Can You Love
03. Come At Me
04. One Of A Kind
05. Bring Me Back Home Again
06. West Coast Eyes
07. Don’t Look Down
08. Ride Into The Light

Robert Jon & The Wreck
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Another Dimension

Joshua Ray Walker – What Is It Even? – CD-Review

Wenn man auf dem Coverbild dieses androgyn anmutende Schwergewicht sieht und ihn dann beim Opener seines neuen Albus „What It is Even?“ voller Inbrunst und Herzschmerz „I’m Crying cuz I love you!“, Mark und Bein erschütternd, jauchzen hört, bevor dann die Instrumente einsetzen, ahnt man sofort, dass man es nicht mit einem alltäglichen Review zu tun bekommt.

Nach drei eigenständigen Werken, hat sich der 1991 in Dallas, Texas, geborene Joshua Ray Walker, der vom US-amerikanischen Rolling Stone zum „faszinierendsten jungen Songwriter der Country-Musik“ bezeichnet worden ist, entschieden, ein komplettes Cover-Werk mit Songs seiner weiblichen Lieblingsinterpreten zu veröffentlichen. Die Idee kam auf der Terrasse der Mercury Lounge in Tulsa, Oklahoma, als er und sein Drummer Trey Pendergrass darüber sinnierten, wie wohl Whitney Houstons „I Wanna Dance With Somebody“ in einer Version der Blues Brothers umgesetzt worden wäre.

Und so hat er sich an elf, mir mehr oder weniger bekannte Tracks, weiblicher Protagonisten aus der Pop- und Countryszene herangewagt und dies, um es vorweg zu nehmen,  mit einem überaus gelungenen Ergebnis, da hier der Anspruch omnipräsent erscheint, jedem Song ein wirklich neues ‚Gesicht‘ zu geben.

Es macht regelrecht Spaß, die Originale mit der Walker-Version zu vergleichen. Auch  wenn der wahrlich gute Auftaktsong dem Rap-Touch des Lizzo-Originals in seiner blues-souligen Variante, trotzdem nicht ganz das Wasser reichen kann, überzeugt schon das nachfolgende „Linger“ (The Cranberries) mit einer Midland-mäßigen Countryschnulze, herrlich ist hier besonders die Flöten-/Stil-Kombination im Soloteil. In die gleiche Richtung gehen dann Sachen wie Chers „Believe“, LeAnn Rimes‚ „Blue“ und die zum Original stark abweichende Fassung von „Goodbye Horses“ (Q Lazarus).

Traurige Aktualität bekommt natürlich, angesichts des Todes von Sinéad O’Connors vor ein paar Tagen, „Nothing Compares 2 U“, das recht poppig belassen wurde. Kommen wir zu den markantesten und gelungensten Liedern. Grandios wie aus der „Cheap Thrills“-Dancefloor-Nummer Sias hier ein zünftiger Tex-Mex-Western-Schunkler gezaubert wurde. Dolly Partons Heuler „Joshua“ wurde in ein swampiges Country-Stück mit Cash-Note modifiziert.

Um den R&B-Schmuse-Song „Halo“ in eine derartig zünftige Bluegrass-Uptempo-Nummer zu verwandeln, gehört schon viel Kreativität und musikalische Klasse, da wird der guten Beyoncé, falls sie den Song mal zu Gehör bekommen sollte, vermutlich direkt die Schminke aus ihrem hübschen Gesicht fallen. Das abschließende pianogetränkte „Samson“ (Regina Spektor) bekommt durch den männlichen Gesang eine dezente Elton John-Note.

Ach ja, und dann wäre ja noch das eingangs beschriebene „I Wanna Dance With Somebody“ von Whitney Houston. Es hat tatsächlich den souligen Uptempo-Drive der Blues Brothers und ein bisschen Steel-Gitarre  wurde auch noch inkludiert, und ist somit eine ebenso spaßige Angelegenheit, die das lohnenswerte Gesamtwerk „“What It is Even?“ endgültig abrundet.

Ab dem 11. August begibt sich Joshua Ray Walker auf seine erste Headline-Tour durch Europa und Großbritannien, die ihn in unseren Sphären auch ins Blue Shell nach Köln führen wird.

Anbei Tourdaten:

11. August – Kristiansand, Norwegen – Vaktbua
13. August – Oslo, Norwegen – Cosmopolite Scene
14. August – Trondheim, Norwegen – Trykkeriet
15. August – Bergen, Norwegen – Ole Bull
17. August – Stavanger, Norwegen – Tou Scene
18. August – Bodø, Norwegen – Parkenfestivalen
20. August – Stockholm, Schweden – Rootsy Live Stockholm
22. August – Göteborg, Schweden – Pustervik
23. August – Malmö, Schweden – Folk å Rock
25-26.August – Kopenhagen, Dänemark – Tønder
27.August – Lutterworth, UK – The Long Road
28. August – Hamburg, Deutschland – Nachtwache
30. August – Nijmegen, Die Niederlande – Merleyn
31. August – Amsterdam, Die Niederlande – Het Zonnehuis
02. September – London, UK – Oslo Hackney
03. September – Newcastle, UK – The Cluny 2
04. September – Glasgow, UK – The Hug and Pint
05. September – Manchester, UK – The Deaf Institute
06. September – Brighton, UK – The Prince Albert
08. September – Köln, Deutschland – Blue Shell
09. September – Enschede, Die Niederlande – Tuckerville
10. September – Berlin, Deutschland – PRIVATCLUB

Soundly Music (2023)
Stil: New Country & More

01. Cuz I Love You
02. Linger
03. I Wanna Dance With Somebody
04. Believe
05. Cheap Thrills
06. Blue
07. Goodbye Horses
08. Nothing Compares 2 U
09. Joshua
10. Halo
11. Samson

Joshua Ray Walker
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Lime Tree Music

Ben Reel – Come A Long Way – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Mit bisher 10 Studio-Longplayern hat der nordirische Singer/Songwriter Ben Reel über die Jahre tatsächlich ein beachtliches Songbook aufgebaut. Mit Blick auf diese Zeitspanne betitelt Reel daher sein neues Album dementsprechend passend mit “Come A Long Way”. Die aktuelle Scheibe des inzwischen 51-jährigen Musikers wurde im Homestudio, in South Armagh produziert und die 11 Eigenkompositionen schildern Ben Reels persönliche Wahrnehmungen und Erinnerungen aus den unterschiedlichen Dekaden, eingefangen in einer Mixtur aus Rock, Folk, Alternativ-Country, Soul, Blues und Gospel-Bestandteilen.

Die CD beginnt mit den Roots-Rock beeinflussten Stücken “Don’t Fight It Baby” und “Hunter”, Songs, die sich klanglich zugleich Orbison- und Springsteen-like orientieren. Die Folk-, Blues und Country-Rock typischen Storyteller “Hardwired Blues”, “I Get It” und “Old Whore” vermitteln ihre tiefgründigen Geschichten und musikalischen Atmosphären auch über frühe, charakteristische Dylan-Akzente, die in sich zeitgleich Old School und modern inspiriert sind, und zum Teil einen melancholisch wimmernden Harmonica-Sound als Stilmittel einsetzen.

Ausgestattet mit einem Pogues-Balladen-Dress (z.B. “A Rainy Night In Soho”) und angelehnt an Billy Joels wortreiche Lyrics-Rückblende (z. B. “We Didn’t Start The Fire”), bietet der über 7-minütige Track “From The Day I Was Born” eine politisch-zeitkritische Erinnerung Reels an “…there was war…” Ereignisse der letzten 50 Jahre und bestimmt damit wesentlich ein “Come A Long Way” Kernthema der Scheibe, obwohl, so Reel, die originäre Idee für die thematische Anregung von Frank Sinatras Welthit “It Was A Very Good Year” gekommen sei.

Der gleichnamige Albumtitelsong ist insofern ebenfalls geprägt von persönlichen Kindheitsreflexionen, die Reel in leichten Neil Young-Reminiszenzen “verkleidet”. “Loretto On My Mind”, die postume Würdigung einer nahen Angehörigen, weckt durch eine kraftvolle Roy Orbison Intensität entsprechend starke Emotionen. Grundsätzlich ist “Come A Long Way” durchweg ein sehr gefühlsbetontes Album, das seine Wirkung auch in Gospel/Soul/Blues-Rock Stücken, wie “Let The Road Rise” (70er Delaney & Bonnie Style) und “The Finish Line” (u. a. Sam Cooke, Steve Miller) zum Ausdruck bringt. Der Abschluss der Produktion ist mit “I Shall Be Redeemed”, einer schönen Gospel-Blues-Ballade, in gleicher Weise hervorragend inszeniert.

Ben Reel hat in seinem neuen Album “Come A Long Way” (übrigens ein tolles, den Wandel der Zeit spiegelndes Coverbild – Anmerkung der Red.) verschiedene Musikstile des modernen Songwritings in einem großartigen Songbook zusammengefasst und mit sensibel poetischen Texten versehen, die auf dem langen Weg seiner Karriere ganz private “Bilder” reflektieren. Das Ergebnis ist ein Longplayer, der den charismatischen und engagierten Musiker erneut als kreativen Botschafter seiner irischen Heimat bestätigt.

Eigenproduktion (2023)
Stil: Roots-Rock, Alternativ Country

Tracks:
01. Don’t Fight It Baby
02. Hunter
03. Hardwired Blues
04. From The Day I Was Born
05. Come A Long Way
06. Let The Road Rise
07. Loretto On My Mind
08. I Get It
09. Old Whore
10. The Finish Line
11. I Shall Be Redeemed

Ben Reel
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Eric Johanson – The Deep And The Dirty – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Eric Johanson hat bislang vier Longplayer herausgebracht. „The Deep And The Dirty“ ist nun sein fünftes Album, dessen Titel eine Anspielung auf den Süden der USA ist. Bisher ist er allerdings hier im Sounds-Of-South-Magazin nicht nicht aufgefallen, was eigentlich schade ist. Eric Johanson ist Autodidakt, stammt aus den Südstaaten, genauer gesagt aus Alexandria in Louisiana und spielt seitdem er fünf Jahre alt ist Gitarre.

Ein starker Roots-Einfluss ist seinen Stücken daher durchaus anzuhören. Und zumindest auf diesem Album ist sein roher, schrammeliger Gitarrensound und prägnanter Gesang sicherlich kennzeichnend für seine Art Blues neu zu spielen und mit mit anderen Einflüssen, wie z. B. Hard Rock, Americana und Country zu vermischen.

Alle Songs des Albums wurden im Studio binnen zwei Tagen live und roh eingespielt:
„Ich nehme meine Gitarrensoli nicht einzeln auf und ich muss mit der Band interagieren, um das Solo an einen besonderen Ort zu bringen, deshalb ist es für uns wichtig, live aufzunehmen. Selbst wenn es ein oder zwei Fehler gibt, fühlt es sich wie eine ehrliche Darstellung des Augenblicks an.“, so Erics Kommentar zur Entstehung der Scheibe.

„Don‘t Hold Back“ ist der Aufmacher des Albums, dessen schrammeliger Head-Banger-Sound mit Black Sabbath Attitude die grobe Richtung der folgenden elf Tracks vorgibt: heavy und zumeist rockig mit gewaltigem Gitarrensound. Da machen nur ein paar wenige Songs eine Ausnahme. „Just Like New“ ist eine ruhige Ballade mit Slidegitarrenintro, „Familiar Sound“ besticht als ruhiger, aber kräftiger Blues mit Akkustikgitarre und auch der Abschlusstitel „She Is The Song“ präsentiert sich als ein toller Electric Blues in bester Oldschool-Tradition.

Den restlichen Nummern ist die eingangs genannte, etwas brachiale Anmutung, mal mehr („Galaxy Girl“, „Get’s Me High“ und „Stepping Stone“) und mal weniger („Beyond The Sky“, „Elysian Fields“ und „Undertow“) zu eigen.

„The Deep And The Dirty“ wird sicherlich seinen Weg in die Herzen der Freunde eines überaus kraftvollen Musikstiles finden, der Blues, Hard Rock und Americana zu einem „Heavy Sound“ vereint, der mit seiner teilweise unüberwindbar scheinenden Klangwand aus Gitarre und Bass zeitweise an alte Hard Rock-Zeiten erinnert.

strong>Label: Ruf Records
Stil: Blues

Tracks:
01. Don‘t Hold Back
02. The Deep And The Dirty
03. Beyond The Sky
04. Undertow
05. Just Like New
06. Elysian Fields
07. Galaxy Girl
08. Familiar Sound
09. Gets Me High
10. Stepping Stone
11. Borrowed Time
12. She Is The Song

Eric Johanson
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Ruf Records

Holman Autry Band – Souvenirs – Digital-CD-Review

Die Holman Autry Band stammt, wie auch einige diverse andere hochkarätige Southern Rock-Acts (u. a. Blackberry Smoke, The Geogia Thunderbolts), aus Georgia und existiert schon seit guten zwanzig Jahren.

Das Quartett, bestehend aus Lead Guitar/Vocals: Brodye Brooks (Lead Guitar/Vocals), Josh Walker (Rhythm Guitar/Vocals), Casey King (Bass Guitar/Vocals) und Brandon Myers (Drums) dürfte in unseren Breitengraden allerdings durch ihre bisherige Nicht-Live Präsenz, wenn überhaupt, nur unserer Leserschaft, dank der veröffentlichten CD-Reviews, oder der üblichen Southern Rock Hardcore-Fangemeinde bekannt sein, die sich eh für alles rund um diese Musik interessiert.

Das neue digitale Doppel-CD-Werk „Souvenirs“ wird zunächst erstmal nur auf allen üblichen Streaming-Plattfomen erhältlich sein und beinhaltet quasi ein „Best-Of“ ihrer, eher im Singer-/Songwriter-Stil performten Stücke (es sind aber trotzdem allesamt southern-rock-typische Tracks), wobei, wie es der Zufall will, genau die von uns bereits besprochenen Werke „Sweet Southern Wind„, „Electric Church“ und „Roots„, ihrer bis dato fünf veröffentlichten Alben, den Schwerpunkt bilden.

Somit sind für den Rezensenten am Ende lediglich die beiden Songs „St. Andrews Cross“ (erinnert ein wenig an Skynyrds „Coming Home“) und das shufflige, mit schönen Twin-Gitarren am Ende gespielte „Press On“ (beide von der EP „The Nashville Sessions“) Neuland.

Da ich aufgrund der immer zu besprechenden Neuveröffentlichungen allerdings so gut wie nie Zeit habe, mich mit früheren Tonträgern zu beschäftigen, ist die Zusammenstellung mal wieder eine willkommene Abwechslung und auch eine schöne Gelegenheit, sich die Holman Autry Band wieder zurück ins Gedächtnis zu befördern.

Besonders zu erwähnen sind natürlich mit „Sweet Southern Wind“ und „In A Little While“ zwei Stücke, bei denen kein geringerer als Chuck Leavell an den Keys mitgewirkt hat und auch diese ganzen luftig-leichten Southern-Schunkler wie  „It Ain’t Bitter“, „Sunset On The Water“, „Dam Fishing“ oder „The Grass Can Wait“, die einfach nur gute Laune versprühen.

Anhänger der Charlie Daniels-/Marshall Tucker Band-Fraktion werden sofort bei Songs wie „Gypsy“ und „Last Rites“ begeistert sein.

Somit wäre „Souvenirs“ eine gute Einstiegsmöglichkeit für die heute, eher handy-verspielte Generation, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Dem Rest, der gerne noch Musik auf der heimischen Anlage im Wohnzimmer hört, sind natürlich auch die physikalischen Tonträger der Holman Autry Band ans Herz gelegt, die sich ausnahmslos auch in ihrer Gesamtheit lohnen. 

Eigenproduktion (2023)
Stil: Southern Rock

Album Track List: CD 1
01. Sweet Southern Wind
02. St. Andrews Cross
03. Gypsy
04. Last Rites
05. I Ain’t Bitter
06. Cotton Gin
07. In A Little While
08. The Fall
09. Roots
Album Track List: CD 2
01. Sunset On The Water
02. Small Price
03. Square
04. Glory Days
05. Something Old
06. Dam Fishing
07. State Of Peace
08. The Grass Can Wait
09. Press On

Holman Autry Band
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Lori McKenna – 1988 – CD-Review

Nachdem Lori McKenna auf ihrem letzten Album „The Balladeer“ eher die typische Singer-/Songwriter-Klientel bedient hatte, nimmt sie drei Jahre später mit ihrem neuen Werk „1988“ wieder mehr Kurs in Americana-/roots-rockigere Gefilde. Das Album hat sie nach dem Jahr benannt, in dem sie mit ihrem Mann Gene das Ehebündnis geschlossen hat. Beide sind heute noch verheiratet und haben fünf Kinder.

Ja, beim Titel „1988“ denkt man natürlich automatisch daran, wie das Jahr damals persönlich für einen selbst gelaufen ist und ich muss schon etwas innerlich recherchieren, bis man es wieder halbwegs einordnen kann. 5 Jahre nach meinem Abitur im Jahr 1983, trafen wir uns alle erstmalig wieder zu einer gemeinsamen Feier (ich fristete zu dieser Zeit  noch dem Junggesellendasein), eine Tradition die wir von da an alle 5 Jahre bis zum heuteigen Tag fortführen, im kommenden November sind es dann 40 Jahre, unfassbar…

Sportlich hatte ich mit zwei erfolgreichen Tischtennis-Bundesliga-Saisons (83/84 und 86/87) bereits den Zenit meiner Karriere überschritten, auch wenn es mir drei Jahre später 1990 noch gelang, in der 2. Bundesliga eine komplette ungeschlagene Halbserie mit 17 siegreichen Spielen in Folge hinzulegen, was von keinem Spieler mehr in den zehn folgenden Jahren bis zu meinem Ausscheiden aus dem höherklassigen Ballsport wiederholt werden konnte.

Beruflich befand ich mich nach Wehrdienst in der Sportfördergruppe in Köln, Ausbildung zum Industriekaufmann in Paderborn noch in der Findungsphase, bis ich 1991 dann im Medienbusiness gelandet bin, dem ich bis zum heutigen Tage noch verbandelt bin.

Musikalisch fördert meine LP-/CD-Sammlung nicht viel  im Jahr 1988 Herausragendes zu Tage, der Southern Rock wurde mit dem Einzug von Synthesizer-Klängen zum Teil übel kommerzialisiert (u. a. 38 Special „Rock’N’Roll Stragedy“,  Outlaws „Soldiers Of Fortune“), so würde ich hier das Debüt von Melissa Etheridge, „Long Cold Winter“ von Cinderella und die wohl eher unbekanntere Scheibe „Memory In The Making“ von einem John Kilzer als Highlights in der Retrospektive hervorheben.

2005 hatte ich dann mal das Vergnügen, die Grammy-dekorierte Protagonistin beim Blue Highways Festival (u. a. mit Interpreten wie Bernie Leadon, Jim Lauderdale, Son Volt, Kelly Willis und Chuck Prophet) im kleinen Saal der Vredenburg in Utrecht live erleben zu dürfen.

Schon damals konnte man ihr Potential als brillante Songwriterin erahnen, was nicht zuletzt durch unzählige Credits für Stars der New Country-Szene wie u. a. Faith Hill, Sara Evans, Tim McGraw, Keith Urban, Little Big Town, Carrie Underwood, Taylor Swift und sogar auch für Lady Gaga in vermutlich finanzielle Unabhängigkeit mündete.

So kann sich Lori im Rahmen ihrer eigenen Musikveröffentlichungen ein gewisses Maß an Entscheidungsfreiheit gönnen, diesmal also, wie anfangs erwähnt, etwas roots-rockiger im Ambiente. So dominieren Gesang, Akustik- und typisch gespielte E-Gitarren samt Bass- und Drum-Rhythmus-Grundlage das Geschehen, ganz dezent klingen auch mal Organtöne durch.

Die Texte mit den eingängigen Refrains sind gewohnt intelligent und überwiegend autobiografisch angefärbt, die Musik hat was von den Chicks (auch der Stimmähnlichkeit zu Natalie Maines geschuldet – „The Old Woman In Me“, „Happy Children“), Sheryl Crow (u. a. „Killing Me“), einem weiblichen Will Hoge („Days Are A Honey“, „The Town In Your Heart“), Miranda Lambert („1988“) oder auch viel unterschwelliges Tracy Chapman-Flair („Growing Up“, „Wonder Drug“, „Letting People Down“) und weiß bis zum ultimativen Abschluss, dem schmerzhaften „The Tunnel“ durchgehend zu begeistern.

“I like doing solo shows, but I really like it when we’re all together, That’s another reason why this record sounds the way it does. I really wanted it to sound like a band, because it’s so fun to play live that way“, so McKenna zu ihrem neuen, von Dave Cobb produzierten und mit eingespielten neuen Werk „1988“.  Die Zielvorgabe ist aus meiner Sicht perfekt umgesetzt! Mit das stärkste Album ihrer Karriere!

CN Records-Thirty Tigers/Membran (2023)
Stil: Americana

Tracks:
01. The Old Woman In Me
02. Happy Children
03. Killing Me (feat. Hillary Lindsey)
04. Days Are A Honey
05. 1988
06. Growing Up
07. Wonder Drug
08. The Town In Your Heart
09. Letting People Down
10. The Tunnel

Lori McKenna
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Lukas Nelson & Promise Of The Real – Sticks And Stones – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Bei manchen Musikproduktionen drängt sich gelegentlich ein etwas zwiespältiger Eindruck auf: auf der einen Seite begeistert das unkomplizierte Konzept der Scheibe und auf der anderen, spekuliert der Betrachter über die unkonventionelle Ladenthekenfrage “darf es vielleicht bitte etwas mehr sein”? Dies ist auch beim aktuellen Album “Sticks And Stones” von Lukas Nelson & Promise Of The Real der Fall. Sein großartiges Songschreiber-Talent lässt Frontmann Lukas Nelson bei den 12 häufig entsprechend kurzen Songs aber natürlich nicht außen vor, obwohl – bei aller Bescheidenheit – die beneidenswerten Fähigkeiten von Songschreiber und Band mit Leichtigkeit eine etwas längere Laufzeit der Scheibe arrangieren könnten.

Gegenüber der letzten Studioscheibe “A Few Stars Apart” (2021) ist die neue thematisch als Rückbesinnung einzuordnen, also eine Art Rückschau auf die Anfänge von Nelsons musikalischer Herkunft. “This is the most country record I’ve ever made”, erläutert Songwriter Nelson in einem Interview, und weiter “This is as close to my roots as I’ve gotten so far.” Mit dem flotten Album Titelsong gelingt ihm hierzu der passende Einstieg und zugleich der Auftakt einer persönlichen Rundreise durch die jüngste Vergangenheit seiner musikalischen Entwicklung. Karriereerfahrungen werden hierzu in “Alcohallelujah” – good old Country und Honky Tonk Style (“Every Time I Drink”) – verarbeitet, bevor in dieser Reihe das klassische Country-Duett (mit Lainey Wilson) “More Than Friends” auftrumpft.

Diese sind gelegentlich vielleicht auch 50er/60er Jahre Rockabilly, wie bei “Ladder Of Love” und “Wrong Home” sowie dem typischen Man in Black Country Rock Titel “Icarus” – kurzweilig schon bald erfüllt. Naheliegend und unweigerlich dürfen mit “If I Don’t Love You” und “Overpass” natürlich leichte Kompositionen, die ihren Ursprung im Willie Nelson– Repertoire haben, könnten ebenso nicht fehlen. Mit dem Songwriter Glanzstück „Lying” folgt zum ersten Mal ein Lukas Nelson-Solo-Akustik-Song auf einem Album, nur Vocals und Gitarre, wobei die Bandversion, so der Songwriter alternativ ebenfalls aufgenommen wurde, aber leider auf der Scheibe offenbar auch als Bonus Stück keinen Platz fand. Seine aktuelle Situation sieht Nelson, der das Album ebenfalls selbst produzierte, in den letzten beiden Stücken “All Four Winds” und “The View” wiedergegeben – ansprechende Lyrics zu akustischen Country Folk Melodien.

Der neue Longplayer “Sticks And Stones” von Lukas Nelson & Promise Of The Real verbindet Lebenserfahrungen mit eigenen musikalischen Assoziationen zum puren Country Album – eine unterhaltsame Country Platte mit humorvollen Erzählungen und routinierter Virtuosität einer noch jungen, aber längst erfolgreichen Karriere.

6ACE Records/Thirty Tigers (2023)
Stil: Country

Tracks:
01. Sticks And Stones
02. Alcohallelujah
03. Every Time I Drink
04. More Than Friends
05. Ladder Of Love
06. Wrong House
07. Icarus
08. If I Didn’t Love You
09. Overpass
10. Lying
11. All Four Winds
12. The View

Lukas Nelson
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Oktober Promotion

Lukas Nelson, Sticks And Stones, Country

Handsome Jack – A Good Thing – EP-Review

Review: Michael Segets

Die Europa-Tournee von Handsome Jack ist gerade zu Ende gegangen und die drei Jungs dürften wieder in den Vereinigten Staaten, genauer in Lockport, New York, angekommen sein. Für Juli sind in Amerika zumindest wieder einige Auftritte angekündigt. Die Tour durch Europa wurde von Teenage Head Music organisiert und somit die Station in der Krefelder Kulturrampe quasi vorprogrammiert. Bei dem schweißtreibenden Konzert am 19.05.2023 spielten Jamison Passuite (guitar/vocals), Joey Verdonselli (bass/vocals), and Bennie Hayes (drums/vocals) solange Zugaben, bis sie keine Stücke mehr im Repertoire hatten. Der Gig bleibt als voller Erfolg für Band und Publikum in Erinnerung.

Ein Höhepunkt des Abends war „A Good Thing“, der Titeltrack der EP, die für den Ausflug auf den alten Kontinent eingespielt wurde. Auch auf der Scheibe ragt die Southern Rock-Nummer unter den Titeln heraus. Sehr gelungen ist zudem das gradlinige „Shop Around“, das ebenfalls im Southern-Style rockt und darüber hinaus mit einem vollen Backgroundchor punktet. Entspannt geht es bei „Natural Thing“ und „Nobody Left To Love You“ zu. Handsome Jack setzt bei diesen Tracks wiederrum auf ausgiebigen Harmoniegesang, wobei vor allem der letztgenannte Song in Richtung West Coast weist.

In den letzten sechzehn Jahren veröffentlichte Handsome Jack fünf Alben und mit „A Good Thing“ ihre dritte EP. Die Covergestaltungen sind zumeist an das Artwork der 1970er Jahre angelehnt. „A Good Thing“ bildet da keine Ausnahme. Es ist außen vor allem bunt, in der Innenseite blicken einem Keramik-Katzenköpfe, ein Gartenzwerg und ein Buddha entgegen. Das Design der EP ist also fragwürdig, die Musik ist es nicht. Handsome Jack empfiehlt sich mit ihr nicht nur für Konzerte.

„A Good Thing“ von Handsome Jack ist eine gute Sache. Die fünfzehn Minuten zwischen Southern Rock und West Coast leiten einen sommerlichen Abend mit kühlen Getränken angemessen ein.

Alive Naturalsound Records (2023)
Stil: Southern Rock, West Coast

Tracks:
01. A Good Thing
02. Shop Around
03. Natural Thing
04. Nobody Lef To Love You

Handsome Jack
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Alive Naturalsound Records

Soulful Femme – Attitude – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Soulful Femme, das sind die Sängerin Stevee Wellons und die Gitarristin Cheryl Rinovato. Beide haben sich 2014 auf einem Bluesevent kennengelernt und sofort beschlossen zusammen zu arbeiten. 2021 entstand dann ihr erstes gemeinsames Album „It Is Well With My Soul“. Seitdem touren sie erfolgreich als „Soulful Femme“ durch die Lande. So erfolgreich jedenfalls, dass Mike Zito, Tommy Castro, Robert Cray, Ana Popovic, Samantha Fish, Joanne Shaw Taylor, Bernard Allison und auch Albert Castiglia auf das Duo aufmerksam wurden und sie in Folge mit diesen Schwergewichten des Blues gemeinsam auftreten konnten.

Und nun liegt ihr zweiter Longplayer auf dem Tisch, produziert von Albert Castiglia, der auch in drei Tracks als Gitarrist („Attitude“, „Not Like You“) zu hören ist, in einem davon sogar zusammen mit Tommy Castro als Vokalist ( „Talking Loud And Saying Nothing“).

In der letzten Zeit hatte ich mehrere Neuerscheinungen besprochen, von denen jede mit einer Melange aus Blues, Funk und Soul aufwartete. Anscheinend ist dies ein neuer Trend, dem sich auch „Attitude“ nicht verschließt, hier allerdings doch sehr, sehr funklastig mit einer überzeugenden Bläsersektion, bestehend aus Trompete und Tenorsaxophon.

Einige der Songs gehen ganz gut ab (z. B. „Attitude“: dynamisch stampfend; „Not Like You“: flotter Boogie mit Albert Castiglia; „Can‘t Get There From Here“), andere grooven soulig im Midtempobereich vor sich hin („Talking Loud And Saying Nothing“ mit Castro und Castiglia; „Dysfunction Funk“ mit leichten Reggaeeinflüssen in den Bläsersätzen, „Crazy“ und „Walk Out“). Die restlichen Trackss schlagen ruhigere Töne an („Breath Again“, „Loser‘s Game“, „Walk Out“ und „Time To Walk“). Auch „Insane Asylum“ gehört in diese Kategorie, ist aber trotzdem wert, hervorgehoben zu werden, weil Stevee Wellons und Kevin Burt hier ein sensationell gutes und gefühlvolles Duett abliefern.

„Attitude“ ist handwerklich hervorragend arrangiert und Stevee Wellons besitzt sicherlich ohne Zweifel eine der besten und gefühlvollsten Soulstimmen, die ich je gehört habe. Trotzdem werden sich an diesem Album die Geister scheiden. Reine Blues- und Southernfans werden sich mit der Scheibe wahrscheinlich nur bedingt anfreunden können, während die die Soul- und Funkfraktion begeistert sein dürfte.

Eigenproduktion (2023)
Stil: Blues, Funk

Tracks:
01. Attitude
02. Not Like You (feat. Albert Castiglia)
03. Infame Asylum, feat. Kevin Burt
04. Can‘t Get There From Here
05. Breath Again
06. Loser‘s Game
07. Talkin‘ Loud And Saying Nothing (feat. Tommy Castro)
08. Walk Out
09. Dysfunction Funk
10. Crazy
11. Time To Walk

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