Jessie Lee & The Alchemists präsentieren in der Krefelder Kulturrampe das gerade erschienene Album „Legacy“, das die Band fast komplett durchspielt und erst zum Ende des Konzertes mit „One Only Thing“ und „Another“ zwei Songs Von „Let It Shine“ nachlegt.
Passend eröffnen die Franzosen mit „I´’m Gonna Play The Blues“ den Abend. Jessie Lee Houllier begeistert die Fans, das Konzert hätte weitaus mehr als die Anwesenden verdient, mit ihrer vielseitigen und kräftigen Stimme, die dem oft druckvollen Sound der Truppe standhält.
Alexis „Mr Al“ Didier setzt mit auf den Punkt gespielten Soli Glanzlichter, die ebenso wie die Keyboard-Einlagen von Laurian Daire die Tracks würzen. Dabei spannt das Quintett eine Bandbreite vom Blues bis hin zu Rock, dazu mit einigen progressiven Elementen.
Tricky ist, wie sie aus dem gecoverten „You´re The One That I Want“ praktisch einen neuen bluesgetränkten Song machen, wobei außer dem Text nur ganz wenige Elemente an das Original erinnern. So besteht von Beginn an eine elektrisierende Stimmung, woran neben der musikalisch beindruckenden Leistung der gesamten Band, Jessie Lee mit ihrer charmanten Art und der Interaktion mit den Fans, einen großen Anteil hat.
Mit dem aktuellen Werk „Legacy“ beweisen Jessie Lee & The Alchemists, dass sie nicht umsonst mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht worden sind und dass in der Zukunft noch Einiges von ihnen zu erwarten ist.
Ich erinnere mich noch an den Auftritt von Sinéad O’Connor beim Tribute-Konzert für Bob Dylan 1992, das im Fernsehen übertragen wurde. Der Schwall an Ablehnung, der ihr aus dem Publikum entgegen schwappte, weil sie zuvor öffentlich ein Foto vom Papst zerrissen hatte, verhinderte, dass sie ihr Programm vortragen konnte. Kris Kristofferson trat zu ihr auf die Bühne und flüsterte ihr zu: „Don’t Let The Bastards Get You Down“. Diesen Zuspruch greift Margo Price in der Single vom neuen Album „Hard Headed Woman“ auf. Zum Song wurde sie zudem von „The Handmaid‘s Tale“ inspiriert – wahrscheinlich weniger von dem Roman von Margret Atwood, sondern eher von der erfolgreichen Serienverfilmung.
Der Teaser des Albums spiegelt dessen Ausrichtung wider: Price macht Country. Damit beantwortet sich auch die Frage nach ihrer zukünftigen musikalischen Ausrichtung, die sich im Anschluss an „Strays“ (2023) stellte. Auf ihrem letzten Longplayer lotete sie Spielräume in Rock, Pop und Americana aus. Nun kehrt sie zu ihrem ursprünglichen Genre zurück, worauf bereits das Cover, das sie als Cowgirl zeigt, hindeutet. Der einzige Titel, bei dem Price aus den Genrekonventionen ausbricht, ist „I Just Don‘t Give A Damn”. Das Stück beginnt fast schon funky und später kommen noch Bläser dazu.
Neben ein paar twangigen Uptempo-Nummern wie „Red Eye Flight“ und „Kissing You Goodbye“ finden sich einige Balladen auf „Hard Headed Woman“. Unter diesen ist „Nowhere Is Where“ besonders gelungen. Hinsichtlich der Intensität wird der Song noch von „Keep A Picture“ getoppt. Ein weiteres Highlight stellt für mich „Losing Streak“ dar, das in Richtung Country-Rock geht. Wie bereits auf „Stray“ holt sich Price bei einzelnen Titeln Gastmusiker ins Boot. Diesmal sind Jesse Welles („Don’t Wake Me Up“) und Tyler Childers („Love Me Like You Used To Do“) als Duett-Partner am Start.
Als Produzenten gewann sie erneut Matt Ross-Spang (Jason Isbell, Will Hoge), der bei ihren ersten Scheiben bereits diese Funktion übernahm. Eine Premiere ist, dass sie einen Longplayer in ihrer Wahlheimat Nashville aufnahm. Das 1965 gegründete RCA Studio A diente u. a. Dolly Parton und Merle Haggard als Aufnahmeort. Waylon Jennings spielte dort „Honky Tonk Heros“ (1973) ein, das für die Entwicklung des Outlaw-Country Bedeutung erlangte. In dessen Tradition ist Price einzuordnen.
Margo Price zeigt sich in ihren Texten als Frau, die nach Autonomie strebt und sich dabei weder Müttern, Männern noch dem Musikmarkt unterwirft. Sie macht Mut, Selbstbewusstsein als „Hard Headed Woman“ zu entwickeln und Standhaftigkeit gegen Widerstände zu beweisen: „Don’t Let The Bastards Get You Down“. Musikalische Traditionen des Country werden von Price fortgeführt, aber inhaltlich bricht sie mit konservativen Vorstellungen, wie Cowgirls zu sein haben.
Loma Vista-Concord – Universal Music (2025)
Stil: Country
Tracks:
01. Prelude (Hard Headed Woman)
02. Don’t Let The Bastards Get You Down
03. Red Eye Flight
04. Don’t Wake Me Up (feat. Jesse Welles)
05. Close To You
06. Nowhere Is Where
07. Losing Streak
08. I Just Don’t Give A Damn
09. Keep A Picture
10. Love Me Like You Used To Do (feat. Tyler Childers)
11. Wild At Heart
12. Kissing You Goodbye
Die Bluesnote Bluesinitiative Rheine lud zum vierten Mal zum European Bluesfestival ein. Den Machern ist es gelungen, hochkarätige Künstler ins Münsterland zu holen, die aus vier verschiedenen europäischen Ländern kommen.
Den Auftakt macht am Samstag die niederländische Band Harlem Lake. Die jungen Musiker aus Nord Holland zeigen in ihrem etwa 100-minütigen Auftritt, warum sie in der Bluesszene hoch gehandelt werden. Stilistisch würzen sie den Blues mit einer Prise Soul, Americana und Southern Rock. Ashley de Jong hat sich als neue Fronterin etabliert und prägt mit ihrer voluminösen und markanten Stimme die Songs.
Dave Warmerdam steuert oft den Backing-, zuweilen auch Lead Gesang bei und gibt den Tracks an der Hammond Orgel und den Keyboards eine starke Grundlage und steuert einige starke Soli bei. auch Sonny van den Berg hat genügend Freiraum sich in vielen Gitarrensoli auszutoben. Stark sind die Sequenzen, wenn auch Warmerdam zur Gitarre greift, und sich die beidenim Southern-Stil duellieren.
Mit der Rhythmussektion um Bassist Kjelt Ostendorf, der ein umjubeltes mehrminütiges Solo beisteuert und Benjamin Torbijn, der zeigt, dass man ein Drum- Solo auch ruhig und slow spielen kann, besitzt die Band ein Duo, das auf den Punkt den Takt druckvoll vorgibt, um sich in ruhigen Momenten entsprechend zurückzunehmen.
So legten Harlem Lake als Opener des Festivals die Messlatte für die anderen Bands hoch und begeisterten die Fans in dem schmucken Open Air Gelände an der Stadthalle in Rheine, das direkt an der Ems gelegen, eine passende Kulisse für die beiden Tage bietet.
Line-up Harlem Lake:
Ashley de Jong (lead vocals, keyboard)
Dave Warmerdam (keyboard, guitar, vocals)
Sonny van den Berg (guitar)
Kjelt Ostendorf (bass)
Benjamin Torbijn (drums)
Nach einer kurzen Umbaupause beginnt gegen 22 Uhr die Danny Bryant Band. Der Brite sprüht regelrecht vor Spielfreude und reißt mit einer abwechslungsreichen Setlist die Musikfans im knapp zweistündigen Auftritt mit. Er macht einen sehr vitalen Eindruck und saugt die Stimmung der Fans am Weserufer sichtlich auf.
Stimmlich bestens aufgelegt, prägt er die Songs mit seiner markanten Stimme und seine Band gibt ihm den Spielraum sich an der Gitarre auszutoben. Marc Rahner überzeugt nicht nur mit einer starken Rhythmusarbeit, Bryant gibt ihm auch die Möglichkeit mehrere Gitarrensoli beizusteuern.
Jamie Pipe hinterlegt die Songs an den Keyboards mit Klangteppichen und zeigt in mehreren Soloparts, dass er ein Meister seines Fachs ist. Ardjom Feldster am Bass und Drummer Alexander Hinz haben mit ihrer druckvollen Rhythmusarbeit einen großen Anteil an einem Konzert, das die Danny Bryant Band in Bestform zeigt.
Harte rockige Blues-Nummern wechseln mit balladesken Rocksongs und zuweilen weht ein Spirit von Southern Rock über die Bühne, sodass die etwa 120 Minuten wie im Fluge vergehen. Gespannt sein darf man auf die Konzerte zu Beginn des nächsten Jahres, bei denen die Band das neue Album präsentieren wird.
Line-up Danny Bryant:
Danny Bryant (vocals, guitar)
Marc Rahner (guitar)
Jamie Pipe (keyboards)
Ardjom Feldster (bass)
Alexander Hinz (drums)
Den Auftakt des zweiten Tages macht der junge aufstrebende deutsche Gitarrist Sean Athens mit seiner Band. Schnell wird klar, warum Thomas Ruf ihn in die Begleitband von Mitch Ryder geholt hat. Er zeigt, dass er stilistisch die ganze Bandbreite des Blues beherrscht. Zuweilen hat man den Eindruck, dass er bei manchen Soli mit seiner Gitarre verschmelzen zu scheint.
Unterstützt wird er dabei von seiner Band, wo insbesondere Keyboarder Max Paroth bei einigen Songs wie ein Derwisch über die Tasten seines Instruments fliegt und es so bearbeitet, dass man Angst haben musste, dass er es umkippt. Stark sind die Momente und Passagen, wo er sich mit Athens im Wechsel die Noten hin und her schmeißt.
Mit Andre Artley am Bass und Pascal Chodak hat er eine Rhythmussektion, die auf den Punkt die Grundlage der Songs legt, auf der Athens und Paroth sich zuweilen regelrecht austoben können. So hat Sean Athens mit seiner Band Werbung in eigener Sache gemacht und bewiesen, dass er mehr als ein gerne gesehener Begleitmusiker ist.
Line-up Sean Athens Band:
Sean Athens (vocals, guitar)
Max Paroth (keyboards)
Andre Artley (bass)
Pascal Chodak (drums)
Mit Spannung erwarteten die Fans die Ellis Mano Band aus der Schweiz, die mit großen Vorschusslorbeeren angereist wart. Positiv hervorzuheben ist, dass sie es sich nicht haben nehmen lassen, schon am Vortag den anderen Bands zu lauschen. Im etwa zweistündigen Auftritt zeigt die Band, warum sie von vielen Musikkritikern hoch gelobt wird. Der charismatische Chris Ellis hat eine Stimmgewalt, die die Fans mehrfach zu Szenenapplaus animiert.
Gerade bei den härteren Nummern könnte man meinen, ein junger Ian Gillan stände auf der Bühne. Das Ganze wird noch dadurch verstärkt, wenn Keyboarder Lukas Bosshardt seine Orgel so bedient, dass es sich thematisch um ein Intro von Deep Purple handeln könnte. Der Band gelingt es aber trotz einiger Affinitäten zu alten Rockbands einen eigenen Stil zu prägen, der zwischen Classic- und Blues Rock mit progressiven Elementen einzuordnen ist. Beeindruckend ist, wie Ellis Mano seine Gitarre singen lässt und in seinen Soli zuweilen in sich gekehrt, eine unglaubliche Bandbreite abbildet.
Er spielt dabei auf den Punkt und keine Note scheint überflüssig zu sein. Severin Graf am Bass und Nico Looser an den Drums wirken tiefenentspannt und bespielen mit einer Leichtigkeit ihre Instrumente, dass die gesamten Stücke ein Klangerlebnis sind.
In der Form ist der Ellis Mano Band zuzutrauen, dass sie mit ihrer spielerischen Fähigkeit und dem Songwriting, eine Wachablösung der Rockdinos des klassischen Rocks einläuten können. Zu dem gelungenen Konzert truggt auch die humorvolle und authentische Art der Schweizer bei, die zu jedem Zeitpunkt die Fans voll mitgenommen haben.
Line-up Ellis Mano Band:
Chris Ellis (vocals, guitar)
Edis Mano (guitar)
Lukas Bosshardt (keyboards, organ)
Severin Graf (bass)
Nico Looser (drums)
Als Fazit kann gesagt werden, dass es der Bluesnote Bluesinitiative gelungen ist, ein Festival der besonderen Art zu organisieren. Starke Bands, die alle ein komplettes Set spielen konnten, ein mit viel Mühe hergerichtetes Festivalgelände, wo sich alle Besucher wie Gäste fühlen konnten, wo auch die malerische Umgebung der Ems ein Highlight war. Dass auch der Wettergott sich von seiner besten Seite zeigte, war bei lauen sommerlichen Temperaturen natürlich das i-Tüpfelchen.
Bluesfans sei es auch empfohlen, öfters mal auf die Seite der Bluesinitiative zu schauen, die auch im Hypothalamus einige Konzerte veranstaltet. Genannt sei hier der Auftritt des Dom Martin Trios am 25.10.2025. Gespannt darf man sein, wen die Macher im nächsten Jahr zum 5-jährigen, kleinen Jubiläum aus dem Hut zaubern.
Hatte ich neulich noch angesichts eines CD-Reviews bei Monster Mike Welch vergebens das Monster in ihm gesucht, das seinen Spitznamen ziert, so bin ich beim Duo Annika Chambers und Paul DesLauriers, alias ChambersDesLauriers, fündig geworden, natürlich im positiven Sinne, abzielend hier allerdings besonders auf die brachiale Urgewalt in der Stimme von Annika Chambers (Tina Turner zu besten Zeiten lässt grüßen).
Die entspricht nämlich in ihrer Intensität einem monströs brodelnden Vulkanausbruch, samt damit verbundener neun folgender Songerdbeben. Ich habe in den letzten Jahren selten so ein kräftige, klare und begeisternde Gesangsperformance erlebt, die auch on top noch in ihrer Variabilität vollends überzeugt.
Dazu kommt noch der im Blues- und Southern Rock verwurzelte Gitarrist und Ehepartner Paul DesLauriers, der sich auch im gemeinsamen Songwriting-Prozess (hier ist der uns gut bekannte Eric Corne neben der Produktion u. a. auch noch mit involviert), und beim abschließenden „One In A Million“ (wunderbar glaubwürdig herüber gegenseitige musikalische Liebeserklärung) auch als Co-Vokalist als kongenialer Partner erweist.
Chambers stammt aus Houston und kann schon auf diverse Awards zurückblicken, DesLauriers hat schon sechs Maple Blues Awards solo und mit Band ergattert. Ihre Verbindung begann 2018 durch einen Blickkontakt im Orpheum Theatre in Memphis, mittlerweile ist das Paar glücklich verheiratet und bringt dies auch, wie man es schon bei einigen Titeln sofort erkennen kann, in ihrem neuen Werk „Our Time To Ride“ herzerfrischend zum Ausdruck.
Allein schon der Auftakt mit den drei grandiosen Stücken „Love You Just The Same“ (heiß dampfender Southern Soul Swamp Rock pur), dem stonesken „People Gonna Talk“ (mit launigem Kuhglocken-Drum-Rhythmus) und das aus der Feder von Tom Petty hätte stammen könnende „Written In The Stars“ (tolles E-Piano, surrendes E-Slide) werden jeden Rockmusikliebhaber in Verzückung versetzen.
„Believe In Love“ als gemäßig beginnender Soul-Song mit CCR-Gitarrenflair, der in ein furioses Gospelfinale mündet, die interessant gestaltete „Ballade „Sing“ aus der Feder von Produzent Eric Corne mit Chorgesang und auch psychedelischen Elementen sowie das shaky funkende „Temperature Of One-O-Nine“ bilden den wendungsreichen Mittelteil.
Das mit Skynyrd-„3 Steps“-Note, Honkytonk-mäßig abgehende „In The Heart Of The Night“ (erinnert auch ein wenig vom Grundton her an „It’s All Over Now“) und der stampfende, slide-trächtige Southern Rock-Titelsong „Our Time To Ride“ sowie die Ode an ihre gegenseitige Liebe und den Respekt füreinander, im von Wechselgesang gezeichneten „One In A Million“ (hier steigt DesLauriers auch am Mikro, mit wahrlich nicht schlechter Stimme ein) beenden mit wieder stark südstaatlichem Schwerpunkt diesen musikalischen Gesamtgenuss.
Chambers DesLauriers servieren uns mit ihrem „Our Time To Ride“ einen furiosen, modern gestalteten Ritt durch die Musikgeschichte mit Blues-, Funk, Soul und Southern Rock-Elementen voller Inbrunst mit einer Hammerstimme gesungen und samt grandiosen E-Gitarrenparts, aber auch tollen treibenden Bläser- und Keys-Momenten. Sicherlich schon jetzt der Geheimtipp des Jahres!
Forty Below Records (2025) Stil: Southern Soul Rock
Tracks: 01. Love You Just The Same 02. People Gonna Talk 03. Written In The Stars 04. Believe In Love 05. Sing 06. Temperature Of One-O-Nine 07. In The Heart Of The Night 08. Our Time To Ride 09. One In A Million
Zunächst legt der Brite Rob Heron mit seinen Mannen einen engagierten Auftritt auf die Bühne und sorgt mit Rock´n´Roll, Rockabilly, Blues und Swing schon für eine gute Stimmung bei den Fans auf dem Kunst!Rasen in den Bonner Rheinauen und hat mit Sicherheit den einen oder anderen Fan hinzugewonnen. Hartz Promotion ist es mit der Band gelungen, einen Opener zu verpflichten, der Spaß gemacht hat und so einen gewinnbringenden Anteil an dem Konzertabend hatte.
Line-up Rob Heron & The Tea Pad Orchestra: Rob Heron (vocals, guitar) Tom Cronin (mandolin, harmonica, guitar) Ben Bowling (saxophone, clarinet) Adam Richards (double bass, electric bass) Paul Archibals (drums)
Um 20 Uhr ist es dann soweit und The Dead South betreten die Bühne, deren Hintergrund die Fassade einer Kirche aus den Weiten Kanadas darstellt. Hinter der Bühne bilden drohende Regenwolken eine düstere Kulisse, weshalb die Mikrofone weit vom Bühnenrand stehen, um geschützt vom möglichen Regen zu sein.
Auf der Bühne stehen dekorativ einige Whiskeyfässer. Die Musiker mit ihren schwarzen Hosen mit breiten schwarzen Hosenträgern, weißen Hemden und zum Teil mit breitkrempigen Hüten könnten auch auf dem Weg zur Arbeit auf der Farm oder als Schreiner sein, wenn man sich gedanklich in den „Wilden Westen“ oder zu den Amisch People begibt.
Von Beginn an begeistern die Kanadier mit ihrem elektrisierenden Mix aus Bluegrass, Country und düster daherkommenden Folk. Nathaniel Hits, der charismatische Sänger erzählt mit seiner kräftigen resonanzreichen Stimme Geschichten, die das Leben aus den Weiten der Prärien beschreiben. Colton Crawford setzt das Banjo zuweilen perkussionsartig ein und sorgt mit der vor ihm stehend Bassdrum für den nötigen Druck in den Songs.
Scott Pringle gibt vielen Songs mit der Mandoline ein folkiges Flair und Danny Kenyon legt mit dem Cello starke Basslinien, um es, wenn er es mit dem Geigenbogen bespielt, psychedelisch und mystisch jaulen zu lassen. Unterstützt werden die Themen der Songs durch das Bühnenlicht, die das Bild der Fassade mal in einem wohligen Sonnenlicht erscheinen lässt, um kurz danach eine mystisch gespenstige Stimmung zu erzeugen.
So vergehen etwa 100 Minuten wie im Fluge, in denen die Fans bei bestens ausgesteuertem Sound von The Dead South in eine traumhafte Welt der Prärie entführt worden sind, wobei Ironie und Humor nicht zu kurz gekommen sind. Das der Wettergott an diesem Abend ein Freund der Musikfans ist, zeigt sich dadurch, dass er erst nach dem musikalischen Gewitter von The Dead South den Wolken die Freigabe gibt, sich zu entleeren.
E.L.Hartz hat mit The Dead South einen weiteren Spielstein in der musikalischen Vielfalt auf den Kunst!Rasen geholt, der weitaus mehr Besucher verdient gehabt hätte. Die anwesenden Fans, die den vorderen Bereich gut gefüllt haben, sorgten aber für eine besondere Stimmung, die sichtbar auch die Band zu einer Glanzleistung animierte.
Line-up The Dead South: Nathaniel Hilts (lead vocals, guitar, mandoline) Scott Pringle (guitar, mandoline) Colton Crawford (banjo) Danny Kenyon (cello)
Auf der Website von Mathias Schüller steht geschrieben, dass er auf der „Suche nach dem Besonderen, seinem ureigenen Klang“ sei. Ich kenne zwar nur die letzten drei seiner nunmehr fünf Alben, würde aber behaupten, dass Schüller seinen markanten, unverwechselbaren Sound längst gefunden hat: „Das zarte Geräusch des Flügelschlages einer Libelle“ knüpft nahtlos an „Wodka Wodka Superstar“ (2020) und „Dunkel:Rot“ (2023) an. Aber ein Künstler spürt wahrscheinlich immer dem nächsten, perfekten Ausdruck nach.
Auf dem aktuellen Longplayer fährt Schüller die rockigen Anteile, die allerdings bei „Reichtum & Ruhm“ nochmal anklingen, etwas zurück. „Das zarte Geräusch des Flügelschlages einer Libelle“ bietet durchgängig anspruchsvolle Singer/Songwriter-Kost mit variablen Rhythmen. Multiinstrumentalist Schüller komponierte, textete und spielte alle zehn Songs alleine ein. Für die Tontechnik zeichnet Markus Holzapfel verantwortlich. Das Booklet des schön aufgemachten Digipacks umfasst die Texte und ergänzende Angaben zur Entstehung der Stücke sowie den jeweiligen Inspirationsquellen.
Dass Schüller diese Hinweise gibt, ist sinnvoll, da sie zum verstehen seiner Lyrics beitragen. Die ohnehin anspruchsvollen Texte sind nach meinem Eindruck diesmal noch einen Deut schwieriger ausgefallen als auf den vorherigen Alben. So ist es bei „Only Lovers“ sicherlich hilfreich, den Film von Jim Jarmusch „Only Lovers Left Alive“ (2013) zu kennen, um die angestellten Bezüge einordnen zu können. Autoren der literarischen Hochkultur wie T.C. Boyle („Freaky Freak“, „Süßes Nichtstun Rosa Wolken“) oder Arno Schmitt („Reichtum & Ruhm“) zieht Schüller als Referenzen heran. Dabei nennt er auch „Das Treibhaus“ von Wolfgang Koeppen. Zu dem Werk belegte ich vor Jahrzehnten mal ein Seminar, welches ich – soweit ich mich erinnere – nicht durchzog.
Anregungen für seine Werke schöpft Schüller aus einer breiten Palette von Bands und Musikern unter anderem von 10CC, Johnny Cash, Bing Crosby, Einstürzende Neubauten, Foreigner, Steve Miller, Pink Floyd, Queen, Radiohead, Bruce Springsteen und Jack White. Die Verbindungen spiegeln sich eher auf der inhaltlichen Ebene seiner Songs als in seinen Kompositionen wider. Die Tracks wimmeln von Anspielungen. Diese zu erkennen ist nicht immer ganz leicht und gelingt wohl am ehesten, wenn man eine ähnliche Sozialisation wie Schüller durchlaufen hat. Die Bezüge aufzuspüren macht zwar Spaß, gelegentlich verstellt jedoch eine gewisse poetische Sprunghaftigkeit den Blick auf die Stories oder die Situationen, um die es in den Liedern geht.
Klar ist die Aufforderung bei „Tanz“, der ersten Single und sicherlich einem der eingängigsten Stücke auf dem Album. In dem Video scheinen erfrischende, selbstironische Züge durch. Die silberne Hose von Schüller ist freaky. Es überrascht mich dabei weniger, dass er anlässlich der Nummer eine solche trägt, sondern eher, dass er überhaupt eine solche besitzt.
Mathias Schüller bewegt sich mit seinem Songwriting weiterhin abseits des Mainstreams. Die Komplexität der Texte, die Schüller mit zahlreichen Querverweisen zu Film, Literatur und Musik spickt, stellt die Hörenden zum Teil vor intellektuelle Herausforderungen. Musikalisch bleibt er auf „Das zarte Geräusch des Flügelschlages einer Libelle“ seiner Linie und dem ihm eigenen Sound treu.
Bis Anfang Oktober tourt Schüller mit zahlreichen Konzerten durch Deutschland.
Timezone Records (2025) Stil: Singer/Songwriter/
Tracks: 01. Freaky Freak 02. Rattenscharf 03. Room For Free 04. Tanz 05. A Taturanta Tomba (Für Immer Heinz) 06. Only Lovers 07. Fieber 08. Reichtum & Ruhm 09. Fliegen 10. Süßes Nichtstun Rosa Wolken
Bis dato haben meines Wissens nach nur Kopfgeldjäger aus dem Staate Kentucky ihre Spuren auf der musikalischen Landkarte der USA hinterlassen. Nun bekommen sie Gesellschaft aus dem Lonestar State in Form der Texas Headhunters.
Hinter diesen verbirgt sich ein Trio, bestehend aus den Herren Ian Moore, Johnny Moeller und dem, in diesem Magazin schon öfter besprochenen Jesse Dayton (u. a. auch in Zusammenarbeit mit Samantha Fish).
Alle drei gestandene Musiker verbindet, dass sie einst unter den Fittichen von Clifford Antone (wird vom Trio als ‚the spiritual godfather of the project‘ gehuldigt) gewesen sind, den berühmten Gründer des Antone’s Club in Austin sowie des Plattenlabels Antone’s Records und mit als die letzten großen Entdeckungen vor seinem frühzeitigen Tod galten.
Auch wenn sich die drei Protagunisten geografisch mittlerweile in unterschiedlichen Regionen der USA aufhalten, ging es an fünf Tagen gemeinsam in Willie Nelsons Pedernales Studio in der Nähe von Austin und dann wurde, wie es der Longplayer auch am Ende in Gänze eindrucksvoll beweist, rau und frisch von der Seele weg, ohne großen technischen Firlefanz, authentisch losgerockt.
„I got something in my pocket that still makes you rock and roll“ heißt es im sofort kräftig stampfenden Opener, ein Statement, das übrigens auch im überwiegenden weiteren Verlauf der Stücke hält, was es verspricht.
Dayton, der für mich die charismatischste Stimme besitzt, lässt beim, an „La Grange“ erinnernden „Maggie Went Back To Mineola“ sofort die Herzen der ZZ Top-Klientel in Wallung geraten, gleiches gilt für das später folgende „Gun Barrel“.
Der einzig wirklich etwas ruhigere Track ist die ‚Broken Heart‘-Ballade „Kathleen“ , die sehr emotional düster und atmosphärisch inklusiv toller E-Gitarrenarbeit rüber kommt.
Der Rest ist eigentlich ‚Fun pur‘ mit oft ‚augenzwinkernden Texten‘ („Fool Don’t Play With Fire“, „Seeing Around Corners“, „Who Will Your Next Lover Be“), die die gute Chemie, die laut der Protagonisten im Studio herrschte, mit untermauern.
„Headhunters Theme“, das die erste Hälfte der Songs abschließt, ist eigentlich ein groovendes Blues Rock Instrumental, in dem nur zwischenzeitlich mal „Headhunters gonna get you“ im Harmoniegesang von den Dreien stimmlich eingeworfen wird.
„Independence Day“ ist ein starker Southern Rocker, bei „Give Me Some Love“ wird es dann noch etwas psychedelisch und als Rausschmeißer wird final ein texanisch gefärbtes, raues Instrumental rausgehauen.
Am Ende ist das Debüt der Texas Headhunters ein wirklich abwechslungsreiches, launiges Werk, das Dayton zurecht so zusammenfasst: “We tracked it live in the room. The way our heroes did. It felt right. We’ve all done records with other people, but this one… this one feels like the start of something.”
Wer texanischen Blues Rock der Marke ZZ Top, der Vaughans, Arc Angels & Co. liebt, bekommt hier von den Texas Headhunters, allerdings auf zeitgemäße Art, die volle Breitseite, sehr kurzweilig um die Ohren gehauen.
Normalerweise bin ich nicht so der Fan von mehreren unterschiedlichen Leadgesängen innerhalb eines Band-Albums, aber hier passt es durch die gute Positionierung des richtigen Sängers zum richtigen Song hervorragend.
Ich bin mir sicher, dass Clifford Antone zusammen mit Stevie Ray & Co. angesichts dieser Leistung aus dem texanischen Blues Rock Heaven stolz auf ’seine‘ Jungs herunterblicken wird. Ein Projekt mit Zukunft!
Hard Charger Records (2025) Stil: (Texas) Blues Rock
Tracks: 01. Pocket 02. Maggie Went Back To Mineola 03. Everybody Loves You 04. Kathleen 05. Fool Don’t Play With Fire 06. Headhunters Theme 07. Gun Barrel 08. Independence Day 09. Seeing Around Corners 10. Who Will Your Next Lover Be 11. Give Me Some Love 12. Burnin‘ Daylight
Etwa 4000 Zuschauer sorgen für ein ausverkauftes Konzert bei Patti Smith und die Kulisse des Kölner Doms sowie ein lauer Sommerabend bilden den passenden Rahmen. Trotz ihres Alters bringt die mittlerweile 78-jährige Smith eine Vitalität auf die Bühne, die vergessen lässt, dass viele der Songs schon 50 Jahre alt sind.
Mal faucht und kreischt sie rebellisch, um wenig später poetisch und bedächtig eine träumerische Stimmung zu erzeugen. Sie rechnet in Ansagen mit der Politik in Amerika ab, klagt aber auch in einem rezitierten Gedicht von Allan Ginsberg die Verbrechen an Menschen an, wo sie jede Person und das Leben als heilig bezeichnet.
Eine sichtlich gut gelaunte Smith zieht von Beginn an die Fans in ihren Bann, die zuweilen wie einer Priesterin gebannt zuhörend, im nächsten Moment mitgehend den Roncalli-Platz in eine Tanzfläche verwandeln. Aber auch außerhalb des eingezäunten Geländes haben sich viele Fans, die kein Ticket ergattern konnten eingefunden, um zu den Klängen von Patti Smith zu feiern. Es fällt schwer, aus einem Konzert ohne Schwachpunkte Songs hervorzuheben.
Das psychedelisch-orientalisch angehauchte „Transcendental Blues“ von Steve Earle, das düster interpretierte „Man In The Long Black Coat“ und das fast wütend vorgetragene „Bullet With The Butterfly Wings“ von den Smashing Pumpkins sind stake Cover Versionen, denen Smith ihren eigenen Stempel aufdrückt.
Gefeiert werden von den bestens mitgehenden Fans „Dancin Barefood“, „Beneath The Soutern Coss“, in das die Band als Hommage an den wenige Tage zuvor verstorbenen Ozzy Osbourne, eine jammenden Sequenz mit der Melodie von „Iron Man“ einfließen lässt, sowie das mit „Pissing in The River“ eingeleitete finale Furioso, dem mit „Because The Night“ und der Zugabe „Gloria“ noch zwei Songs die zum Mitsingen animieren, folgen. Pünktlich um 22 Uhr endet ein phantastischer Abend mit Patti Smith und ihrer Band, der vielen in Erinnerung bleiben wird.
Ein besonderer Dank an Hartz Promotion für die Akkreditierung für diesen tollen Abend.
Line-up: Patti Smith (vocals) Jackson Smith (guitar) Tony Shanahan (keyboards & bass) Seb Rochford (drums)
Pat Carter brachte mit der Band Rodeo FM bisher vier Alben heraus und tourte ausgiebig quer durch Europa. Nun wandelt er mit „Love In The Time Of Capitalism“ auf Solo-Pfaden, wobei die aktuelle Single „Big Machine“ zusammen mit Radio FM geschrieben und eingespielt wurde. Die Alternative Country Band spielt laut Fachpresse linksorientierten Diskurs-Country und auch Carters Albumtitel weist in diese Richtung. Soweit ich die Texte nachvollziehe, finden sich zwar häufig sozialkritische Töne, aber „Love In The Time Of Capitalism“ ist kein schwermütiges Werk, das einen politisch verkopften Eindruck hinterlässt.
Mit „Here’s To You“ steigt Carter mit einer flotten Americana-Nummer in seinen Longplayer ein. Die erste Auskopplung „Taste Of Sand“ ist moderner Folk, der trotz seines ernsthaften Inhalts eine gewisse Leichtigkeit verströmt. Dazwischen ist „Gentle & Honest“ eingeschoben. Mit dem gefühlvollen Anfang und seinem souligen Touch, der durch Trompete und Saxophon unterstützt wird, zählt das Stück zu den Highlights des Longplayers. Ebenso nimmt mich das Roots-rockige „Ridicule The Bougeoisie“ mit, bei dem Karl Marx von der Ferne grüßt.
Der mit schönem Fingerpicking und einer gehörigen Portion Slide performte Titeltrack „Love In The Time Of Capitalism“ markiert dann eine Zäsur in dem Werk. Wenn es bis dahin nichts zu mäkeln gibt, liegen die Songs im Mittelteil des Albums nicht auf meiner Linie. Bei „Barbed Wire“ stört mich der gezogene Gesang, „Kitchen Door“ geht in Richtung Indie-Pop und die Ballade „Miranda“ dümpelt über sechs Minuten vor sich hin.
Zur Form des Anfangs findet Carter mit „Street Corner“ zurück. Die entspannt daherkommende Country-Nummer punktet mit Twang und Slide. Etwas ruhiger wird es bei „Why Do Birds“, das in einer Passagen etwas dramatisch ausfällt. Gradlinig rockt „Xenia, Ohio“. Er lässt die schwächelnde Mitte des Longplayers fast vergessen. Nur mit seiner Gitarre performt Carter das letzte Stück der CD „What About Trouble“. Am Abschluss wird nochmal die Qualität seines Songwritings deutlich.
Der Vielzahl aufgegriffener musikalischer Einflüsse ist es geschuldet, dass nicht jeder Track bei mir zündet. Pat Carters „Love In The Time Of Capitalism“ überzeugt dennoch über weite Teile vor allem bei den erdigen und rockigen Stücken. Texte mit ernsthaftem Hintergrund verpackt er mit einer gewissen Leichtigkeit in seinen Songs so, dass man ihnen gerne zuhört.
Pat Carter ist im August mit Rodeo FM unterwegs. Im September tourt er Solo mit Auftritten in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz.
London Rage Records (2025)
Stil: Americana and more
Tracks:
01. Here’s To You
02. Gentle & Honest
03. Taste Of Sand
04. Ridicule The Bourgeoisie
05. Love In The Time Of Capitalism
06. Barbed Wire
07. Kitchen Door
08. Miranda
09. Big Machine
10. Street Corner
11. Why Do Birds
12. Xenia, Ohio
13. What About Trouble
Wenn Soul auf R&B trifft, Detroit Rock sich mit Funk verbindet und der Blues das Ganze abrundet, dann stehen The Boneshakers aus Saint Louis auf der Bühne. Ihr aktuelles Werk ”Live To Be This” ist immerhin bereits das 11.Studioalbum und umfasst eigene Songs sowie handverlesene Covertitel.
Los geht’s rasant mit “I’ll Kick A Brick (For My Man)”, einer 71er Hot Sauce Glanz-Nr., die Soul-Funk im Tina Turner Style als mitreißende Performance wiederbelebt. Nahtlos passend schließt sich “They Say I’m Different” an den Opener. Die Betty Davis Blues-Funk-Hymne (Original 1974) würdigt intensiv die Blues- und Rock-Größen der Anfangsjahre in ebenso glanzvoll funkiger Tradition und verdient es einfach, wieder aus der Vergessenheit geholt zu werden. Gleiches gilt für den Bobby Patterson Titel “How Do You Spell Love” aus 1972, der im stampfenden Blues Dance beim Mitmachen schnell die Schweißperlen treibt. The Boneshakers liefern hochklassige Versionen früher Klassiker voll auf den Punkt. So auch beim Iggy Pop Track “I Need Somebody” (1977), bravouröser Blues-Funk-Rock steht mit dem bekannten Original auf Augenhöhe.
Doch wer sind The Boneshakers überhaupt? Den bewegungsfreudigen Bandnamen erfand US-Ikone Bonnie Raitt kurzerhand 1996, als sie von der Studioband mehr als begeistert war. Die eigentliche Boneshakin‘ Story begann dann ein Jahr später und mit der Zusammenarbeit des ehemaligen Was (Not Was) Multigitarristen Randy Jacobs mit Sänger “Sweetpea” Atkinson (verst. 2020) und wechselnden Besetzungen. Produzent John Wooler holte mit der jungen Bluessängerin Jesse Langer schließlich die neue, hochkarätige Stimme für die Aufnahmen von “One Foot In The Groove” (2022) mit ins Boot. Das Album erreichte jeweils Nr.1 der UK-Blues und der US-Soul-Blues Charts.
Für die aktuelle Scheibe hat das Produzententeam (u.a. Wooler, Mike Zito, Oliver Overton) ein bemerkenswertes All-Star Line-up in das Studio geholt. Neben Blues-Legende Bobby Rush, sind u.a. Harp-Player Charlie Musselwhite, Gitarrist Coco Montoya (John Mayall Band), auch Don Was und Saxophonist Jimmy Carpenter mit dabei. Entsprechend sind auch die weiteren Titel eine exzellente Darbietung vielfach unterschätzter Originalkompositionen, wie u.a. “Here I Am” (von Eddie Hinton), „Don’t Deny Me” (von Jerry Lynn Williams) oder “Tears Of The World” (Willie Hale). Hinzu kommen gleichwertige, eigene Songs, wie z. B. “Evil No More” – mit unverkennbarem Harp-Solo, sowie „Ain’t Good Enough For Me”, selbst fast bereits ein Klassiker. Jesse Langers Vocals belohnen allemal, ob im Duett mit Bobby Rush auf dem überragenden “Salty”, oder auf den gleich zwei Akustik-Aufnahmen von “Dobro Jones” (Delta bzw. Country Mix) und genialer Slide-Begleitung von Randy Jacobs. Selbst die schöne Bonus Zugabe “Cake And The Candle” setzt dem “Sahnehäubchen” eine kleine, liebevolle Krone auf.
Mit “Live To Be This” präsentieren The Boneshakers erneut eine beachtliche Trackliste: 15 Songs, die den breiten Rahmen ihrer Stilrichtung kontinuierlich erweitern. Ein Sound, der mitreißt und bewegt – musikalisch wie emotional. Die Boneshakers setzen hier ihren hohen Wiedererkennungswert als gelebtes Motto um und liefern ein Album voller Intensität und Ausdruckskraft.
Gulf Coast Records (2025) Stil: Blues, Soul, Funk, Rhythm & Blues
Tracks: 01. I’ll Kick A Brick (For My Man) 02. They Say I’m Different 03. How Do You Spell Love 04. I Need Somebody 05. Dobro Jones (Delta Mix) 06. Evil No More feat. Charlie Musselwhite 07. I Am The Cool feat. Don Was 08. Here I Am 09. Salty feat. Bobby Rush 10. Don’t Deny Me feat. Jimmy Carpenter and Coco Montoya 11. Took A Trip 12. Tears Of The World 13. Ain’t Good Enough For Me 14. Dobro Jones (Low Country Mix) 15. The Cake And The Candle
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