Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den schwarzen Sänger Caron Nimoy „Sugaray“ Rayford aus Texas, dessen musikalische Ursprünge in der Gospel- und Soulmusik liegen, bisher noch nicht auf dem Radar hatte, obwohl er bereits fünf Alben veröffentlicht hat und dreifacher Blues Music Award-Gewinner ist. Sein letztes Album „Somebody Save Me“ wurde sogar für einen Grammy Award in der Kategorie „Bestes zeitgenössisches Blues Album“ nominiert.
Mit „In Too Deep“ kommt nun am 4. März sein neuestes Werk in die Läden. Es enthält 10 tolle Songs, alle geprägt von großartigen Soulmelodien, versetzt mit funkigen Akzenten (so z. B. die beiden ersten Songs des Albums „Invisible Soldier“ und „In Too Deep“) und einer gehörigen Portion Bluesfeeling („No Limit To My Love“ und „Golden Lady Of The Canyon“).
In „ Gonna Lift You Up“, einem fröhlich-flotten Tanzflächenkracher, blitzt dann auch noch etwas Rayfords Gospel-Prägung auf. Einzig und allein fällt „Please Take My Hand“ ein wenig aus dem Rahmen. Rhythmisches Klatschen und eine Basstrommel, sowie eine hier und da eingestreute Triangel begleiten Rayfords Sprechgesang. Mit „United We Stand“ endet die Scheibe schließlich so wie sie begonnen hat: äußerst schmissig und funky.
Die zündende Musik des Albums ist flott arrangiert und wirkt frisch und lebendig, was sicherlich zu einem großen Teil auch daran liegt, dass alle beteiligten Musiker, und das sind mit 14 Sängern, Sängerinnen und Instrumentalisten nicht gerade wenige, ihr Handwerk aufs Beste verstehen. Und natürlich muss auch die prägnante und einprägsame Stimme des Chefs erwähnt werden.
Trotz der teilweise nicht unbedingt einfachen Songthemen (posttraumatische Belastungsstörungen, Bürgerrechte, soziale Gerechtigkeit) bietet die Scheibe von Anfang bis Ende totalen Hörgenuss und verleitet dazu, das Tanzbein nachhaltig zu schwingen. Spaß und gute Laune sind also garantiert, nicht nur für Anhänger des Soul. Ich werde jedenfalls künftig versuchen, den mir bis dato unbekannten Texaner nicht aus den Augen zu verlieren.
Label: Forty Below Records Stil: Soul, Blues
Tracks: 01. Invisible Soldier 02. In Too Deep 03. No Limit To My Love 04. Under The Crescent Moon 05. Miss Information 06. Please Take My Hand 07. One 08. Gonna Lift You Up 09. Golden Lady Of The Canyon 10. United We Stand
Ich bin ja ein ausgesprochener Fan von Musik, bei der man gemütlich auf der Couch im heimischen Wohnzimmer relaxen kann. Die neue Scheibe „Always“ vom zweifachen Grammy-Gewinner Eric Krasno ist so ein typischer Fall. Der hat sich für seinen vierten Longplayer, wo er neun der insgesamt zehn Tracks selbst oder mithilfe von einigen Co-Writern kreiert hat, mit dem Multiinstrumentalisten Otis McDonald zusammengetan.
Beide haben gemeinsam produziert und auch die meisten Instrumente bedient: Krasno das Mikro und den saitentechnischen Part, McDonald Drums, alles, was Tasten hat und Harmoniegesänge. Bei einzelnen Songs kommt dann immer mal punktuelle Verstärkung dazu (Bläser, weibliche und männliche BGVs).
Der Hörer bekommt einen überwiegend entspannt verlaufenden souligen Blues geboten, wobei Krasnos E-Gitarrenkünste und -Soli die Palette großer Blueskoryphäen wie Peter Green, Eric Clapton & Ben Poole oder Laurence Jones als Vertreter der jüngeren Generation (bei deren souligeren Stücken), aber auch von Leuten wie David Gilmour, Walter Becker oder Artisten, die im southern-souligen Bereich aktiv sind, abdeckt. Letzteres ist vermutlich ein Resultat seiner Zusammenarbeit mit Acts wie der Tedeschi Trucks Band und der Marcus King Band.
Gerade Krasnos Stimme, die aus meiner Sicht irgendwo zwischen Sting und Steve Winwood zu verorten ist, passt hervorragend zu dem dem lässigen Konvolut aus Soul, Pop, Rock und Blues. Beeindruckend ist vor allem die Umsetzung von Bob Dylans „The Man In Me“ von einem 70er-geprägten, sperrigen Folksong zu einer warmen Southern Soul-Nummer. Kaum wiederzuerkennen. Insgesamt ist Eric auf einer ähnlichen musikalischen Schiene unterwegs, wie zur Zeit der ihm vom Typ her ähnelnde Doyle Bramhall II.
Ein wenig aus dem Rahmen fällt das abschließende „Always With You“ mit seinem spirituell-esoterischen Touch, bei dem Victoria Canal ihre Stimme mit einhaucht. Ein guter Song zum Runterkommen, könnte glatt zu einem Hit in den Yoga-Charts avancieren.
Nicht passieren sollte es bei einem namhaften Label wie Provogue Records und einem Künstler von Krasnos Kaliber, dass zwei Songs in der Covergestaltung durchgehend in der falschen Reihenfolge benannt werden: „Where I Belong“ kommt als 6. Lied, „Leave Me Alone“ als siebter Track und nicht umgekehrt. Hier wurde scheinbar beim Korrekturleser gespart.
Apropos Coverartwork: Was die nackte, braungebrannte und scheinbar schwangere Schönheit unter sonniger Palmenkulisse im Zusammenhang mit dem CD-Titel „Always“ symbolisiert, darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht eine Kausalität zwischen einer Wohlfühlatmosphäre und einem andauernden Drang zur Fortpflanzung, oder ‚immer lockt das Weib‘? Echt – keine Ahnung, der Hobbypsychologe macht jetzt erstmal ein Nickerchen auf der dem Sofa…
Label: Provogue Records Stil: Blues, Soul
Tracks: 01. Silence 02. So Cold 03. Lost Myself 04. The Man In Me 05. Always Together 06. Leave Me Alone 07. Where I Belong 08. Good Thing 09. Hold Tight 10. Always With You (feat. Victoria Canal)
Keb‘ Mo‘ oder Kevin Moore, wie er bürgerlich eigentlich heißt, hatte mit seinem starken Vorgängerwerk „Oklahoma“ direkt mein Herz gewonnen. Da ich ja primär nicht in den Blues-Regionen unterwegs bin, hatte ich dabei fast schon ein schlechtes Gewissen, den heute 70-jährigen Musiker, dessen großes Vorbild Robert Johnson ist, angesichts seiner erbrachten Leistungen und Honorierungen, bis dato nicht auf dem Schirm gehabt zu haben.
Mit seinem neuen Werk „Good To Be…“ versucht er seine nun 11 Jahre währende Lebenszeit in Nashville mit seinen Erlebnissen aus seiner 2.000 Meilen entfernten Heimatstadt Compton in Oklahoma zu verknüpfen (Anlass war der Kauf und die Renovierung des Hauses seiner kürzlich verstorbenen Mutter) und quasi somit eine musikalische Retrospektive zu erstellen, die in den Siebziger Jahren dort begann und in Music City erfolgreich weiter geführt wurde.
Für die Produktion hat er diesmal Vince Gill (drei Tracks) und Tom Hambridge gewinnen können. Moore lässt dabei Blues, Soul und Country harmonisch mit sympathischen und humorvollen Texten verschmelzen. Kritik am gescheiterten letzten Präsidenten („The President lost, but he don’t want to go“) gibt es im, mit herrlich quäkender Mundharmonika durchzogenen „Medicine Man“.
Starke vokale Gastpräsenzen gibt es von Darius Rucker (bei „Good Strong Woman“) und Kristin Chenoweth, überwiegend ist der countryeske Einfluss von Gill, aber auch der von Eric Clapton bei den bluesigeren Sachen (z. B. bei der Adaption des Bill Withers-Klassikers „Lean On Me“ von 1972) zu spüren. Überragend für mich der Slowblues „Dressed Up In Blue“, der so ein wenig Erinnerungen an „Still Got The Blues“ von einem anderen Moore, namens Gary, aufkommen lässt, aber auch so freudige Countryschunkler wie „Good Strong Woman“ oder „’62 Chevy“.
Wer seine Wurzeln mit einer derart spielerischen und musikalischen Leichtigkeit sowie positiver Energie verarbeitet wie Keb‘ Mo‘, der muss mit seinem Leben einfach im Reinen sein. Es macht Spaß, sich beim Zuhören von „Good To Be…“, gemeinsam mit ihm darüber zu erfreuen. Zudem scheinen Heimatgefühle im Bauch das Kreieren von guten Songs zu beflügeln. Und da wird von Moore auch in den nächsten Jahren sicherlich noch so einiges kommen.
Rounder Records-Concord/Universal Music (2022) Stil: Blues & More
Tracks: 01. Good To Be (Home Again) 02. So Easy 03. Sunny And Warm 04. Good Strong Woman 05. Medicine Man 06. Marvelous To Me 07. Lean On Me 08. Like Love 09. Dressed Up In Blue 10. ’62 Chevy 11. Louder 12. So Good To Me 13. Quiet Moments
„Bigman“ ist das lang erwartete zweite Album von Big Llou Johnson, einem Multitalent des Showbiz. In den Staaten ist Mr. Johnson nicht nur als Singer/Songwriter, sondern auch als Schauspieler, Sprecher, Produzent und Event-Gastgeber erfolgreich. Sein Markenzeichen ist sicherlich seine warme und sonore, an Barry White erinnernde Stimme, zu der Frauenherzen wahrscheinlich reihenweise dahinschmelzen dürften.
Bereits sein erstes Album „They Call Me Big Llou“ wurde mit einem Blues Music Award belohnt und auch sein neuestes Werk „Bigman“ dürfte wohl ähnlich erfolgreich werden. Obwohl es, genau betrachtet gar kein reines Bluesalbum ist. Es enthält zwar viele Blueselemente, insbesondere aus dem Chicagoblues (Chicago ist Big Clou Johnsons’ Heimatstadt), ist aber im Wesentlichen eher eine Mischung aus Soul und Swing. Zudem wecken einige der Songs aufgrund ihrer Instrumentierung und Musikalität Erinnerungen an den großen Frank Sinatra.
Es ist viel ‚brass‘ dabei, in fast allen Songs bilden treibende oder auch ruhige, malende Bläsersätze die Grundlage, oftmals kombiniert mit stimmigen Piano- und Keyboardklängen sowie harmonischen Chorsängerinnen, mal im Hintergrund und auch mal gleichberechtigt.
Der Opener „Lightnin’ Strike“ kommt sofort mit druckvollen Bläsern, Gitarren im Chicagostyle und einem schönen Chorrefrain zur Sache, gefolgt von dem zum Tanzen einladenden und an den MoTown-Sound erinnernden „Big Man“. Gute Laune pur! Bluesig wird es sodann, wenn „Chill On Cold“ ertönt. Der Song beginnt mit einem starken Harp-Intro, zu dem sich noch ein schöner Old-School Keyboard-Soundteppich gesellt. Mit „Let’s Misbehave“ geht es ziemlich moody weiter. Die Piano- und Saxophoneinlagen verleihen dem Stück einen typischen Barsound im Stil von Frank Sinatra. Auch „Chucky Ducky“ stößt in die gleiche Richtung, allerdings mit einigen Gitarrenriffs etwas flotter arrangiert.
Ganz anders der leicht countrymäßig angehauchte Blues „Sunshine On Yo Face“. Hier spielt Big LLou Akustikgitarre im Fingerpickingstil, unterstützt von der Violinistin Anne Harris. Bei „Stuff To Do“ möchte man sich dann nicht mehr ausruhen, der Track geht als beschwingter Boogie, in dem sich Mr. Johnson einen gesanglichen Dialog mit seinem Chor liefert, wieder voll in die Beine. So strapaziert kehrt alsdann mit dem melodischen Slowblues „I Got The Fever“ mit vorherrschendem Piano und Bläsern wieder mehr Ruhe ein, die sich in „Never Got Over Me“, einem verzweifelt klingenden Blues mit Violinenklängen fortsetzt. Schließlich endet die Scheibe, mit viel Bläsern angereichert in dem Midtempo-Chicagoblues „Beezthatwaysometimes“.
Das Album ist also sehr abwechslungsreich und vereint viele Musikstile, weshalb es, wie bereits gesagt, nicht als reines Bluesalbum durchgehen kann. Aber es übt eine starke Faszination aus, nicht zuletzt wegen Big Llou Johnsons’ sonorer Basstimme, die sehr schön mit den Stimmlagen der weiblichen Chorsängerinnen kontrastiert. Für Soul- und Swingfans ist das Album sicherlich ein „Must-Have“, und für Anhänger der reinen Bluesmusik ist es wahrscheinlich zumindest sehr interessant.
Label: GoldenVoice Audio Recordings / Musicale LTD Stil: Blues, Soul
Tracks: 01. Lightnin’ Strike 02. Big Man 03. Chill On Cold 04. Let’s Misbehave 05. Chucky Ducky 06. Sunshine On Yo Face (feat. Anne Harris) 07. Stuff To Do 08. I Got The Fever 09. Never Get Over Me 10. Beezthatwaysometimes
Was für ein Abend mit Samantha Martin & Delta Sugar in der erstmals seit langem wieder ausverkauften Kulturrampe. Ok, ganz so viele Konzertgelegenheiten hat es seit dem Corna-bedingten Lockdown in der Krefelder Location ja auch noch nicht gegeben. Aber immerhin fand auch parallel zur gleichen Zeit ein Mega-Sport-Event im naheliegenden Mönchengladbach statt (Borussia Mönchengladbach Ü23 – Rot-Weiss Essen 1:2). Wie bekannt, war man ja in den etwas wärmeren Zeiten mit Open-Air-Events in den ebenfalls schönen Schlachtgarten ausgewichen.
Apropos schön, in dieser Phase haben Leute um Pille Peerlings herum, mit viel Engagement der Rampe ein neues Antlitz verpasst, das ich an diesem Abend zum ersten Mal in Augenschein nehmen durfte. Der Outdoor-Bereich wurde relativ unscheinbar aufgewertet, im Großen und Ganzen so belassen, er wirkt aber trotzdem deutlich einladender.
Der entscheidende Durchbruch wurde allerdings durch einen Durchbruch der Wand zwischen dem ‚Kneipenbereich‘ und dem Bühnenareal erreicht, der der Location ein deutlich großzügigeres und ‚luftigeres‘ Ambiente vermittelt. Gemütlichkeit wird durch die vielen schönen Accessoires, die stilvolle Beleuchtung und noch eine rötlich verziegelte Seitenwand vermittelt. Alles in Allem ein echtes Kompliment an die Macher, klasse Arbeit!
Gegen 21:15 Uhr betrat Rampenchef Pille Peerlings wie gewohnt zur Ansage die im bisherigen Format belassene, enge Querbühne und ließ in spitzzüngiger humorvoller Manier seine Begrüßungsworte in Richtung der zahlreich erschienenen Audienz los. Danach folgte dann stante pede die recht klein gewachsene, aber mit umso größerer Stimme gesegnete Kanadierin Samantha Martin und ihr Begleit-Line-up und verwandelte die Rampe in zwei Sets mit ihrer unwiderstehlichen Mischung aus Funk, Soul, Blues, Country und Rock, in einen brodelnden Tanzkessel.
Im Fokus stand natürlich ihr neues Album „The Reckless One“ mit vielen Tracks wie u. a, „Love Is All Around“, „Don’t Have To Be“, So I Always Know“, I’ve Got Afeeling“, „Pass Me By“ und „Lovin You Is Easy“, aber auch Sachen des Vorgängers „Run To Me“ wie „Good Trouble“, „You Are The Love“ oder „All Night Long“.
Mein Favorit des ersten Sets war allerdings das swampig-countryeske, an Lucinda Williams erinnernde „Dark Angel“, wo der wieder mit seinem unaufdringlichen, aber sehr quirligen Begleit- und Hintergrund-E-Gitarrenspiel glänzende Curtis Chaffey ein herrliches Solo in bester Southern Rock-Qualität hinlegte.
Auch der rauschebärtige Keyboarder Jeff Heisholt trug ebenso, wie die satt groovende Rhythmusfraktion mit dem starken Drummer Will Fisher und Bassist Ian MacEwan, mit seiner weitgefächerten Tasten-Arbeit (Orgel, E-Piano, HT-Piano) viel zum prallen Gesamtsound der Kanadier bei. Die beiden Backgroundsängerinnen Sherie Marshall (mit beeindruckender Afro-Mähne) und Aisha Jarvis sorgten allein schon durch ihre Präsenz samt ihrer gospeligen-souligen ‚Uuhs‘ und ‚Aahs‘ für weitere vokale Würze zur Stimmgewalt der bestens aufgelegten und energiegeladenen Fronterin.
Grandiose Stimmung (wie heiß es in der Rampe zuging, kann man auch auf der unten anhängenden schönen Bildergalerie des Kollegen Mangold gut nachvollziehen) erzeugten natürlich besonders die gelungenen Coverversionen wie das fröhlich rockende „Happy“ der Stones in Set 2, aber besonders die beiden Zugabennummern am Anfang mit „Proud Mary“, das mit seinem langsameren Beginn (samt Publikumsmitsinginteraktion) und umso temperamentvollen Umschwung in eine Speedversion, am Ende sofort mal die, durch den Durchbruch verursachte Statikveränderung der Rampe auf eine harte Probe stellte. Das Publikum tanzte, tobte und wollte Nachschlag.
Zum Runterkommen gab es dann noch mit „Sweet Love“ von Lucinda Williams eine echte Perle. Samantha fing zunächst alleine mit der Akustikgitarre singend an, dann gesellten sich peu à peu Gitarrist Chaffey (mit gefühlvollem E-Solo), die beiden Backgroundsängerinnen und letztendlich Keyboarder Jeff Heisholt dazu (die Rhythmusfraktion durfte sich schon das Feierabendbier gönnen) und ließen diesen herrlichen Abend, im Country-Ambiente sanft und dennoch stimmungsvoll ausklingen.
Wie schon vor knapp drei Jahren bei ihrem Gig an gleicher Stelle bewiesen Samantha Martin & Delta Sugar, dass ihre Auftritte immer als Pflichttermin eines rockmusikbegeisterten Konzertgängers im Kalender stehen sollten. Kaum war der Gig vorbei, stand die sympathische und lebensfreudige Protagonistin schon wieder am Merchandising-Stand im gemütlichen Thekenbereich zum Signieren und Smalltalk für ihre Fans zur Verfügung. Mit eines der echten Highlights dieses Jahres!
Line-up: Samantha Martin (lead vocals, acoustic guitar, percussion) Curtis Chaffey (electric guitar) Ian MacEwan (bass) Will Fisher (drums) Jeff Heisholt (keys) Sherie Marshall (bgv, percussion) Aisha Jarvis (bgv, percussion)
Erfolgreiche und talentierte Musiker haben in der Regel den großen Vorteil mit ebenso erfolgreichen und angesagten Produzenten zusammenarbeiten zu können. Anderson East ist nicht erst seit seinem Durchbruch mit dem Vorgänger „Encore“ 2018 in diese Kategorie einzuordnen. East und seine Band haben weltweit ausverkaufte Shows gespielt (wir durften seinem energiegeladenen Gig in Köln beiwohnen) und waren zu Gast u. a. bei angesagten TV-Shows wie „Jimmy Kimmel Live!“ (ABC), „The Late Show with Stephen Colbert“ (CBS), „CBS This Morning Saturday“, „TODAY“ und „Late Night with Seth Meyers“ (NBC) oder „Austin City Limits“ (PBS).
Bei „Encore“ und auch auf „Delihah“ zuvor hatte er bereits mit dem in diesen Zeiten omnipräsent erscheinenden Producer Dave Cobb bereits hervorragend zusammengearbeitet. Da ist es natürlich irgendwie klar, dass man dieses funktionierende Konstrukt auch für das neue Werk „Maybe We Never Die“ beibehalten möchte, zumal beide seither auch labeltechnisch miteinander verflochten sind.
Dass Cobb, der dafür bekannt ist, besonders auf die stimmliche Ausstrahlung seiner Protagonisten fokussiert zu sein, immer mal für eine Überraschung gut ist, zeigt sich besonders auf diesem Werk. Auch hier merkt man sofort, dass er eindeutig die vokale Präsenz von East in den Vordergrund stellt und stimmlich wieder eine tolle Leistung aus ihm ‚herausgekitzelt‘ hat, aber der Sound und die Stimmung des Werkes differieren zum Vorgänger erheblich.
Wir bewegen wir uns zwar wieder klar in der Gattung Soul, dennoch hat man das Gefühl sich in ganz anderen Sphären zu befinden. Während auf „Encore“ alles auf ein warmes southern-souliges Flair mit typischen Bläser-Arrangements ausgerichtet war (wie ich sie auch vom Gig in der Domstadt in Erinnerung habe), durchziehen jetzt kühl, kammermusikartig, ja teilweise hypnotisch wirkende Loop-, Synthie-, String- und mollgetränkte Piano-Sequenzen die nach wie vor melodischen Tracks, die aber aus meiner Sicht eher in hippen neon-beleuchteten Tanzclubs in New York zur ihrer wahren Entfaltung kommen würden.
Man höre sich mal das von einem groovenden, disco-mäßigen Gitarren- und Bass-Rhythmus geführte „Drugs“ an, dass durch Andersons Falsetto-Gesang fast in Bee Gees-Gefilden wildert. Beim starken Opener „Maybe We Never Die“ beißen sich warmer Strophengesang und falsetto-artiges Kreischen im Refrain förmlich. Trotzdem ein toller Song. Auch der trance-artig (be)rauschende „Jet Black Pontiac“ bohrt sich tief in das Musik-Langzeit-Gedächtnis.
Teilweise meint man auch, einen modernen Mick Hucknell (Simply Red) vor sich zu haben („Madelyn“, „Hood Of My Car“, „If You Really Love Me“). Faszinierend auch das abschließende „Interstellar Outer Space“, bei der Easts emotionale Gesangs-Gala-Vorstellung zu sakral anmutendem Glockengeläut immer wieder von künstlich elfenhaft-piepsigen ‚Aahs‘, wie aus einer anderen Galaxie, durchzogen wird.
Über das Album sagt der in Alabama geborene und in Nashville-lebende Singer-Songwriter: „Ich wollte mit dieser Platte etwas Einzigartiges schaffen. Ein Stück Musik, das in seiner Gesamtheit weiß, wo es steht und dennoch den Blick hinter den Vorhang wagt. Ich bin sehr stolz auf die Entstehungsgeschichte und das Endergebnis. Meine große Dankbarkeit gilt den Menschen, die ihre wundervollen Talente eingesetzt haben und dieses Album zu dem gemacht haben, was es ist. “
Am Ende sind es aber vor allem die eingängigen Refrains bei allen Liedern und die konsequente, musikalisch stimmige Machart, die das Werk „Maybe We Never Die“ von Anderson East zu etwas besonderem und gut hörbarem machen. Es hat schon, wenn man sich darauf einlässt, große Klasse, was Cobb und er da kreiert haben. Zu suchen hat es, wenn man allerdings ehrlich ist, in diesem Magazin so gut wie garnichts. Deshalb nur an recht variabel-ausgelegte Leute unter unserer Klientel zu empfehlen.
Elektra/Low Country Sound (Warner Music) (2021) Stil: Soul
01. Maybe We Never Die 02. Lights On 03. Madelyn 04. Drugs 05. I Hate You 06. Hood Of My Car 07. Falling 08. Jet Black Pontiac 09. Like Nothing Ever Happened 10. If You Really Love Me 11. Just You & I 12. Interstellar Outer Space
Lea McIntosh wuchs in schwierigen Verhältnissen mit Drogen, Gewalt und kriminellem Chaos auf. Diese Erfahrungen thematisiert sie zwar nicht auf ihrem ersten Blues-Album „Blood Cash“, welches in den nächsten Tagen in den Handel kommt, einen leicht düsteren Einfluss scheinen sie teilweise aber dennoch zu haben. Insgesamt umfasst die Scheibe sieben feine Originalsongs, die sie zusammen mit ihrem Gitarristen Travis Cruse komponiert und geschrieben hat. Unterstützt werden die beiden von Myron Dove (Bass), Deszon Claiborne (Schlagzeug), Eamann Flynn (Keyboards) und Andy Just (Mundharmonika).
Der Titelsong „Blood Cash“ besticht einerseits durch Leas raue und zugleich warme Alt-Stimme, aber ebenso auch durch Travis Cruses rotziges Gitarrenspiel auf der Akustikgitarre. Zusammen mit der frech gespielten Mundharmonika ergibt dies einen schnörkellosen, dreckigen Old-School-Blues-Sound. Ganz anders der folgende, über fünf Minuten lange und Soul beeinflusste Track „Blue Stoned Heart“ der einen tollen, leicht jazzigen Gitarrenpart im Mittelteil enthält.
Bei „Tennessee Hurricane“ handelt es sich um eine melodische, balladeske Bluesnummer, angereichert mit sphärischen, psychedelischen Gitarrenklängen. Auch in „Fantasy Woman“ schimmern soulige Elemente durch, wobei Lea McIntoshs warme Stimme mitunter, besonders am Ende des Songs, einen recht lasziven Eindruck vermittelt, wenn sie nahezu beschwörend den Songtitel refrainartig wiederholt. Der flotte Groove von „Purple Suede Boots“ geht unmittelbar in die Beine, nicht zuletzt auch wegen der von Andy Just furios und treibend gespielten Mundharmonika.
Mit „Soul Stripper“ gibt es dann den einzigen Slowblues auf der Scheibe, sehr melodiös und einmal mehr getragen von Leas kräftiger, aber einfühlsamen Stimme. Das spritzig-funkige „The Fire Is Coming“ beendet schließlich das überaus abwechslungsreiche Debütalbum der aus der Gegend von San Francisco stammenden Sängerin.
Für ein Erstlingswerk ist das Album verdammt gut geraten. Alle Kompositionen überzeugen durch Leas authentische, kräftige und zugleich warme Stimme, aber auch durch das kongeniale Gitarrenspiel von Travis Cruse. Schade nur, dass lediglich sieben Songs den Weg auf die Scheibe gefunden haben. Gerne würde man mehr von ihr hören. Aber da geht in Zukunft bestimmt noch so einiges. Wir dürfen also sehr gespannt sein und freuen uns schon jetzt auf das Nachfolgealbum.
Label: Shark Park Records Stil: Soul, Blues
Tracks: 01. Blood Cash 02. Blue Stoned Heart 03. Tennessee Hurricane 04. Fantasy Women 05. Purple Suede Boots 06. Soul Stripper 07. The Fire Is Coming
An einem schönen Sommerabend stand Paulie Cerra mit seiner Band auf der Bühne des Krefelder Schlachtgartens. Nachdem der Vorverkauf bis eine Woche vor dem Konzert eher träge verlief, entschlossen sich doch einige Fans der gepflegten Bluesmusik kurzfristig zu erscheinen, sodass der Schlachtgarten dann letztlich mit etwa 110 Besuchern recht gut besucht war.
Nach einer kurzen Bandankündigung durch Pille Peerlings bahnte sich das Quartett unter dem Applaus der Fans den Weg mitten zwischen den Tischreihen, was ein bisschen an einen Einzug von Gladiatoren erinnerte.
Hier handelte es sich aber eher um einen Einmarsch von Spitzenköchen der Bluesmusik, die in den folgenden etwa 140 Minuten Spielzeit etwas ganz besonderes präsentierten. Blues gespickt mit einer Prise Soul und einigen Spitzen von Funk. Da aber auch das Auge den Geschmack indirekt beeinflusst, zauberte der Lichttechniker des Schlachtgartens ein Bühnenlicht, was für so eine kleine Location schon beeindruckend ist. Damit sorgte er dafür, dass das bereitete musikalische Menü von der Bühne auch visuell bei den Gästen bestens ankam.
Cerra, vielen auch bekannt als Saxophonist von Joe Bonamassa (da haben wir ihn auch schon in Köln und Düsseldorf erlebt), zeigte seine spielerischen Qualitäten auch an den Keyboards und glänzte mit einer beeindruckenden Stimmbreite. Neben seinem spielerischen Können war er ein toller als Entertainer zwischen den Songs, wobei er auch stets darauf bedacht war, seine Band ins rechte Licht zu stellen.
An erster Stelle stand dabei Billy Haynes, der Bassist, der Tina Turner in den Anfangsjahren ihrer Solokarriere begleitete. Dass Haynes den Bass sitzend spielte tat der Qualität keinen Abbruch und die spielerische Leichtigkeit und die positive Stimmung, die er auf die Bühne brachte, waren schon beeindruckend. Neben dem Bass unterstützte er Cerra auch noch in einigen Songs als Backgroundsänger.
Aber auch Drummer Alvino Bennett wurde mehrfach hervorgehoben. Er flog zuweilen mit einer Leichtigkeit über die Drums, konnte aber auch, wenn es gewollt war, energisch hervorpreschen.
Last but not least Ben Forrester an der Gitarre. Der jüngste aus der Band, mit Cowboyhut und Feder, zeigte an seiner Gibson Les Paul, warum ihn Cerra für die Tour mit ins Boot genommen hatte. Ob fingerpickend, slidend oder in bester Blues-, zuweilen auch in Southern-Manier, zelebrierte der Könner seine E-Gitarren-Soli regelrecht.
Das Arrangement des ganzen Konzertes mit Songs, zumeist aus der Feder Cerras stammend, wobei das letzte Album „Hell & High Water“ größtenteils durchgespielt wurde, sorgte auch im Publikum für eine Stimmung, wie ich sie bei einem Konzert im Schlachtgarten bisher noch nicht erlebt habe. Von verträumt, bis hin zu enthusiastisch mitgehend waren alle Parameter vertreten. Besonders die letzten Songs wurden vom Publikum stehend mit Szenenapplaus begeistert abgefeiert.
Nachdem die Band nach dem letzten Song gebührend verabschiedet wurde und sich wieder den Gang durchs Publikum gebahnt hatte, kam Cerra nochmals auf die Bühne, um sich solo am Piano noch einmal zu verabschieden.
Nachdem dann Ceras endgültig die Bühne verlassen hatte, zog Kolja Amend vom Schlachtgarten noch einmal ein kurzes Resümee, in dem er seine Gefühle zu dem Konzert zum Ausdruck brachte. Ein Satz sagt dabei alles: „Ich habe immer noch eine Gänsehaut“.
Wer Paulie Cerra mit seiner Band auf der Tour noch erleben will, muss sich sputen, da sie sich zum Ende neigt. Es lohnt sich absolut, solch musikalische Hochkaräter, auch wenn sie bei Topstars ’nur‘ in der ‚zweiten Reihe‘ spielen, als eigenständigen Topact zu erleben.
Line-up:
Paulie Cerra – lead vocals, keys, saxophone
Ben Forrester – guitar
Billy Haynes – bass
Alvino Bennett – drums
Das anhaltende Sammlerinteresse nach zusätzlichen Vinyleditionen bisheriger CD-Releases motiviert manche Band zur Wiederveröffentlichung (fast) vergriffener Longplayer. Diese erfreuliche Entwicklung erreichte auch den amerikanischen Singer/Songwriter und Gitarristen Marcus King, dessen Debut-Album nun als schwarze Doppel-LP wieder erhältlich ist.
Der damals erst 19-jährige Gitarren-Virtuose aus Greenville, South-Carolina, hatte im Oktober 2015 mit „Soul Insight“ einen grandiosen Einstand. Ein Werk, das stilübergreifend Southern Rock, Blues, Psychodelic-Jam-Improvisationen, Soul, Funk, Jazz und Country-Ansätze einfühlsam und explosiv verbindet. Die junge Formation war zuvor mit Marcus King (Lead Vocals, Slide Resonator Guitar), Jack Ryan (Drums), Anthony House (Bass) und Alex Abercrombie (Organ und Keys) Tournee Opener für Johnny Winter, die Foo Fighters und Gov’t Mule, deren Mastermind, Warren Haynes, die Band auf seinem Label zuerst unter Vertrag nahm.
Die sämtlich von Marcus King komponierten Songs reichen in ihren Dimensionen dementsprechend von Vorbild-Einflüssen der Allman Brothers („Boone“, „Keep Moving“) und Stevie Ray Vaughan („No Decency“), Gary Clark jr. („Dyin“) bis zu Warren Haynes himself („Always“); dabei werden zu den stets atemberaubenden Guitar-Passagen und Kings Südstaaten-akzentuierten Lead-Vocals starke Solo-Einlagen (Orgel, Saxophon und Bläser) arrangiert. Zwei Instrumentalstücke (u. a. „Booty Stank“) bilden den Southern-Psychodelic-Jam-Rock Anteil der Scheibe, die in modifizierten Soul/Jazz-Varianten Santana-Improvisationen einbezieht.
Der Versuch, das geniale Guitar-Phänomen Marcus King, auch als Performer und Produzenten, zu beschreiben, führt unweigerlich in eine familienbezogene, tiefgründig verwurzelte Musiktradition, die über frühkindliche Förderung und väterliche Vorbildfunktion wesentliche Grundsteine legte. So ist die Virtuosität des jungen Marcus King auf „Soul Insight“ bereits stilbildend und „electrifying“ und im Akustik-Country-Rock „I Won’t Be Here“ zum Abschluss des Albums nochmals „traditional classic“.
Im Rückblick auf einen inzwischen kometenhaften Aufstieg hat Marcus King mit seinem Debüt „Soul Insight“ alle damaligen Vorhersagen (siehe auch unser Review aus dem Jahr 2018) ausgiebig bestätigt. So auch die von Warren Haynes, seinem Mentor (2015) im Rolling Stone Magazin: „There’s this young guitar player singer from South-Carolina named Marcus King, who is starting to stir up quite a bit of dust, and I think the potential for his music is endless…..“. Eine Aussage, die der talentierte Guitarrissimo mit sprichwörtlicher Begeisterung erfüllt.
Fantasy Records (2021)
Stil: Southern Rock, Blues, Soul, Country
Tracks:
01. Always
02. Boone
03. Fraudulant Waffle
04. Honey
05. Dave’s Apparition Interlude
06. Everything
07. No Deceny
08. Dyin’
09. Booty Stank
10. Opie
11. Keep Moving
12. I Won’t Be Here
Steve Cropper dürfte wahrscheinlich nur einem sehr kleinen Kreis interessierter Leute als Musiker bekannt sein. Gleichwohl hat er sich in den mehr als letzten 60 Jahren als Soulgitarrist und auch als Produzent und Songschreiber einen Namen gemacht. Bei Booker T. & The MG’s spielte er in deren Evergreen „Green Onions“ die Gitarre und war später auch Gründungsmitglied der Blues Brothers. Auch die Hits „Midnight Hour“ (Wilson Pickett), „Sitting On The Dock Of The Bay“ (Otis Redding) oder „Soul Man“ (Sam and Dave) und andere Soul Hits gehen auf sein Mitwirken als Komponist zurück und vom Rolling Stone Magazin wurde er in die Top 40 der größten Gitarristen aller Zeiten aufgenommen.
Mit „Fire It Up“ bringt Steve Cropper nun tatsächlich sein erstes Soloalbum seit 1967 auf den Markt. Und natürlich enthält es lauter Soul-Titel, insgesamt dreizehn Stück. Das 2011 erschienene Album „Dedicated: A Salute To The 5 Royales Songs“ war eher ein gemeinsames Werk mit BB King, Steve Winwood, Brian May u. v. a.
Es startet und endet mit „Bush Hog“, ein soulig-funkiges Instrumentalstück, genau so frisch und ganz im Stil der MG’s, wie er auch – für die Älteren unter uns – auf seinem erstem Soloalbum „With A Little Help From My Friends“ aus dem Jahr 1967 zu hören ist. Der Titelsong „Fire It Up“ mit seinem typischen R&B-Rhythmus, zündenden Bläsersätzen und dem, ein wenig an den bereits erwähnten Kulthit „Soul Man“ erinnernden Intro, ist ein Energielieferant ersten Grades mit einem grandiosen Robert C. Reale als Sänger.
Beruhigend hingegen ist „One Good Turn“, der Song fließt mit einer 60’er Jahre- Attitude gemächlich von Note zu Note dahin mit einem warmen Gitarrensolo in der Songmitte, gefolgt von „I’m Not Havin’ It“, einem kraftvollen Midtempostück. Auch „Out Of Love“ kommt ganz im Stil des Soul der 60’er Jahre daher. Mit dem am klassischen R&B orientierten, aber etwas ungeschliffener klingenden “Far Away“ hatte Cropper die Veröffentlichung seines neuen Albums angekündigt. Es wird getragen von souligen Bläser-Riffs und schwingenden Keyboardeinlagen.
Auch die nachfolgenden Songs „Say You Don’t Know Me“, “She’s So Fine“ (etwas flotter und treibender), „Two Wrongs“ (bluesiger) und „Heartbreak Street“ bleiben dem bekannten Soulstil treu. Gleiches gilt für „The Go-Getter Is Gone“, es klingt aber durch die stakkatohaften Pianoeinlagen etwas mehr nach Rock ’n’ Roll.
Schließlich endet das Album mit einem Doule-Feature des bereits eingangs gespielten „Bush Hog“. Unwillkürlich fragt man sich nun, ob Cropper hier nach elf durchaus schwungvollen, groovenden und tanzbaren Nummern das Material oder die Ideen ausgegangen sind. Schade an sich. Da hätte mehr kommen können.
Steve Cropper war und ist ein Meister des Soul und sein Album ist insgesamt eine tolle Reminiszenz an diese Zeit. Von daher dürfte die Scheibe aber eher für die Junggebliebenen unter uns interessant sein, deren musikalische Prägephase in den 60’ger Jahren des letzten Jahrhunderts stattgefunden hat. Freunde des Southern Rock oder reinen Blues werden hier also nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen.
An alle Soulfreaks: Das Album ist ab heute, den 23. April 2021, im Handel erhältlich.
Label: Mascot Label Group (2021)
Stil: Soul
Tracks:
01. Bush Hog Part 1
02. Fire It Up
03. One Good Turn
04. I’m Not Havin’ It
05. Out Of Love
06. Far Away
07. Say You Don’t Know Me
08. She’s So Fine
09. Two Wrongs
10. Heartbreak Street
11. The Go-Getter Is Gone
12. Bush Hog Part 2
13. Bush Hog
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