Neil Young & Crazy Horse – Toast – CD-Review

Review: Gernot Mangold

Mit „Toast“ bringt Neil Young mit Crazy Horse ein Album heraus, das thematisch das Ende von Beziehungen, aber  auch in deren Entstehung beschreibt. Entsprechend düster, zuweilen melancholisch ist die Grundtendenz der Songs, die insbesondere Fans der Phasen mit Crazy Horse begeistern werden.

Eingespielt wurde es schon um die Jahrtausendwende, aber in der Form nicht veröffentlicht. Neben Tracks, die dann auf anderen Alben veröffentlicht wurden, sind auch drei bisher nicht veröffentlichte Stücke. Nun war für Young wohl aber der Moment gekommen, das Werk in seiner ursprünglichen Form herauszubringen.

Beim Hören der Lieder kommen Gedanken auf, dass Young nur eigene Beziehungen und Lebensphasen verarbeitet, es gibt auch den Anschein, dass ‚The Old Man‘ ein Resümee über seine über 50 jährige Musikerkarriere mitteilt. Wer weiß, wie lange Young, der in diesem Jahr 77 Jahre alt wird, weiter so eindrucksvolle Musik herauszubringt und auch auf einer Tour promoten wird.

Der eher lieblich erscheinende, ruhige Opener „Quit“ startet mit „Don`t Say You Love Me“ mit einer klaren Ansage. Mit den folgenden Songs wird einmal mehr die Energie von Neil Young und Crazy Horse deutlich. Harte Gitarrenriffs, Youngs unverkennbare Stimme und eingestreute Orgelklänge.

Insbesondere das dann auf „Are You Passionate“ in 2001 veröffentlichte, fast schon hymnische „Going Home“ begeisterte mich schon, als ich es erstmals zu diesem Zeitpunkt live hörte. Ein Song, der auch als Abschluss eines Konzertes taugt. Ich will nicht von einer Abschiedstour sprechen, welche manche Bands in einer Endlosschleife ziehen. Bei Young ist eher zu erwarten, dass er spontan den Entschluss fasst und dies nicht plant.

Nach den rockigen Nummern „Timberline“ und „Gateway Of Love“, im Stile der NYCH-Sachen aus den Zeiten zwischen 1980 und 2000 beweist Young mit „How Ya Doin`“, dass er nicht nur hart kann. Lieblicher Gesang, verträumte Gitarrentlinie und die Untermalung durch die Hammondorgel, zaubern einen melancholischen Song auf die Platte, die sich mit verlorengegangenen Gefühlen beschäftigt.

Das über 13 Minuten gehende Midtempostück „Boom Boom Boom“ rundet das Album ab und offenbart die spielerische Vielfältigkeit der Band. Kurze dezente Gitarrensoli zaubern eine zuweilen psychedelische Atmosphäre, in der sich auch jazzige Elemente wiederfinden.

Das schon vor über 20 Jahren aufgenommene „Toast“ zeigt, wie zeitlos die Musik Youngs ist, wobei seine Werke textlich meist sehr zeitkritisch sind. Für Neil Young-Fans ist das Album ein Muss, wer sich mit dem kanadischen Amerikaner bisher nicht befasst hat, hat mit diesem Album die Möglichkeit, das Spezielle an Neil Young und Crazy Horse zu erfahren, ohne auf ein „Greatest Hits“-Album zurückzugreifen.

Man darf gespannt sein, was Young noch so in seinem schier unendlichen Fundus finden wird, oder ob er vielleicht sogar noch ein absolut neues Album nachfolgen lässt. Schafft er bei den Studioalben gar noch die Fünfziger-Marke zu erreichen? Wenn man die CSNY- und Buffalo Springfield-Veröffentlichungen hinzuzieht, wäre diese allerdings schon weit überschritten.

Band:
Neil Young: guitar, piano, harmonica, vocals.
Billy Talbot: bass, vocals.
Ralph Molina: drums, vocals.
Frank Sampedro: guitar, piano, vocals

Reprise Records/Warner Music (2022)
Stil: Rock

Tracks:
01. Quit – are you passionate 2001
02. Standing In The Light Of Love
03. Goin`Home – are you passionate 2001
04. Timberline
05. Gateway Of Love
06. How Ya Doin`
07. Boom Boom Boom

Neil Young Archives
Oktober Promotion

Arlo McKinley – This Mess We’re In – CD-Review

Review: Michael Segets

Nach der Veröffentlichung von „Die Midwestern“ (2020) stand Arlo McKinley in den Startlöchern, als Musiker durchzustarten und seine Karriere voranzutreiben. Eine große internationale Tour war geplant, bevor ihn die Pandemie auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Damit nicht genug, kam es noch zu mehreren Todesfällen in Familie und engem Freundeskreis. McKinley blickt also auf schwere Zeiten zurück, einschließlich Alkohol- und Drogensucht. Mit „This Mess We’re In“ kämpft er sich aus diesem finsteren Tal, bereit nach vorne zu blicken.

Mit der Vorgeschichte und dem Titel dürfte klar sein, in welche Richtung die elf Songs des Albums gehen. Es ist keine Partyscheibe geworden, sondern ein getragenes und introvertiertes Werk, das sich für ruhige Stunden anbietet. Der zweiundvierzigjährige McKinley gewährt dem Hörer einen Einblick in sein Innenleben und nimmt ihn mit auf eine Reise durch seine bisherigen Lebenserfahrungen. In diesen findet man seine eigenen durchaus in der einen oder anderen Hinsicht wieder, sodass man eine Beziehung zu den Songs aufbaut. Durch die reflexive Selbstbeobachtung in den Texten finden sich Parallelen zu BJ Barham, der mit American Aquarium unlängst „Cicamacomico“ vorlegte. Neben diesem reiht sich „This Mess We’re In“ nun als weiteres, diesjähriges Referenzwerk ein, an dem sich andere Musiker in Sachen Authentizität messen lassen müssen.

Bei der Produktion vertraute McKinley erneut Matt Ross-Spang (Jason Isbell, The Allman Betts Band, Charley Crockett), der bereits „Die Midwestern“ betreute. Wie auf dem vorangegangenen Album setzt McKinley bei den Arrangements seiner Songs auf eine vollständige Bandbegleitung, diesmal durch orchestrale Streicher ergänzt. Auf dem Titelstück und auf „I Wish I“ sind die Streicher besonders opulent vertreten, passen sich in der Kombination mit einem Klavier aber sehr gut in die melancholische Stimmung der Songs ein. McKinley findet so eine Alternative zur Steel Pedal, die sich häufiger als Untermalung im Americana findet.

Bei anderen Stücken übernimmt eine akustische Gitarre die Führungsrolle, so bei „Dancing Days“ oder beim Opener „I Don’t Mind“, bei dem die Streicher später kräftig einsteigen. Elektrische Gitarren werden seltener ausgepackt, sorgen aber bei „Rushintherug“ für einige Akzente. Die Songs bewegen sich im unteren („Stealing Dark From The Night Sky“)
bis mittleren („Back Home“) Tempobereich, unterscheiden sich jedoch aufgrund der Refrains, die oft einen hohen Wiedererkennungswert haben, sowie durch rhythmische Variationen („Where You Want Me“) voneinander. Die Spannweite reicht von leicht countryfizierten Balladen („City Lights“) bis zu fast hymnischen Beiträgen („Here’s To The Dying“).

Die Scheibe überzeugt durch das ausgereifte Songwriting, das sich bei mehrmaligen Durchläufen immer mehr erschließt, und die angenehme Klangfarbe von McKinleys Stimme. Das Album wirkt homogen, aber niemals langweilig. Das Stück, das sich direkt von den anderen abhebt ist „To Die For“. Der rockigste Track auf dem Longplayer geht sofort ins Ohr und bekommt, wenn die Orgel einsetzt, eine gewaltige Wucht. Der mittig platzierte Song bildet so einen gelungenen Kontrast zu den anderen und schafft es sicher auf meine persönliche Bestenliste von 2022.

„This Mess We’re In“ besticht durch seine lyrischen Qualitäten und seine mehrschichtigen Kompositionen. Arlo McKinley kleidet seine authentisch wirkende Auseinandersetzung mit seinen vergangenen Krisen in ruhige Songs und setzt dabei auf ausgiebige Streicherarrangements. Während das Gesamtwerk nach wiederholten Durchläufen einen immer größeren Eindruck hinterlässt, liefert McKinley mit „To Die For“ einen herausragenden Einzeltitel ab, der sich unmittelbar in die Gehörgänge einbrennt.

Oh Boy Records – Thirty Tigers/Membran (2022)
Stil: Americana

Tracks:
01. I Don’t Mind
02. City Lights
03. Back Home
04. Stealing Dark From The Night Sky
05. To Die For
06. Dancing Days
07. This Mess We’re In
08. Rushintherug
09. Where You Want Me
10. Here’s To The Dying

Arlo McKinley
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Robert Jon & The Wreck – 10.07.2022 – Bospop, Ospel – Festivalkonzertbericht

Zum Abschluss der knapp zweieinhalb Monate dauernden Europatour mit über 60 Konzerten spielten Robert Jon & The Wreck noch einmal auf dem Bospop Festival, bevor es am Tag danach wieder nach Kalifornien geht. Das Line-up war wie ganz zu Beginn der Tour verändert, da Steve Maggiora schon zu Toto gestoßen war, um dort die Europatour fortzusetzen. Ersetzt wurde er wie zuletzt durch den holländischen Tastenmann Bob Fridzema.

Mit einer leichten Verspätung begannen die Kalifornier mit ihrem niederländischen Gast ihren Auftritt auf der Nebenbühne im Festivalzelt, welches sich aber auch zu High Noon bestens gefüllt hatte. Schon mit den ersten Songs nahm die Band das Publikum mit, welches rhythmisch mitklatschte und mit Szenenapplaus nicht sparte. Sichtlich geflasht von dieser Resonanz schilderte Robert Jon, das dies, nach der langen Tour ein besonderer Moment sei.

Aus den Gesprächen von Fans ging hervor, dass dieser Auftritt für sie schon jetzt einer der musikalischen Höhepunkte des Festivals war. Diese Meinungen sind natürlich als objektiv zu betrachten und es liegt fern Bands miteinander zu vergleichen. Was aber auf jedem Fall gesagt werden kann, dass die Band an diesem Sonntag bei den Besuchern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Dabei zeigte sich, dass es sich bei Robert John & The Wreck um eine Band handelt, in der alle Musiker ihre Anteile haben, wobei sich der charismatische und stimmlich bestens aufgelegte Robert Jon, der auch mit einigen Gitarrensoli glänzte und Hernry James, der das eine oder andere Solo regelrecht durch das Zelt schoss, visuell im Vordergrund standen.

Aber auch der bestens aufgelegte Andrew Espantman, der aus dem Lächeln gar nicht mehr herauskam, setzte mit kurzen Drumsoli Akzente, wie auch Warren Murrel der posend den einen oder anderen Basslauf beisteuerte. Besonders erwähnt sei auch der Gastauftritt von Tastenvirtuose Bob Fridzema, der die Stimmung, die durch das Auftritt ausgelöst wurde ,regelrecht aufsog.

Ein Highlight war natürlich, wie sich Fridzema und Henry James bei „Cold Night“ die Noten regelrecht zuschmissen und sich Robert Jon, Henry James und Warren Murrel in typischer Southern-Pose einer Guitararmy positionierten und in den Song einen jammenden Soloteil einbauten. Nach bestens aufgenommenen Clubkonzerten bewiesen Robert John & The Wreck, dass sie auch eine größere Zuschauerzahl mit ihrem Southern Rock begeistern können.

Es bleibt abzuwarten, ob die Band bei Festivals im nächsten Jahr näher an das Ende eines Tages rutschen werden. Nach diesem Auftritt wäre es nicht verwunderlich. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Manny Montana von Teenage Head Music, der es ermöglichte, dass ich den Auftritt in Bildern festhalten durfte und als Gast an dem Tag eingeladen war.

Line-up:
Robert Jon Burrison – vocals, guitar
Henry James – guitar, backing vocals
Warren Murrel – bass
Andrew Espantman – drums, backing vocals
Bob Fridzema – keyboards, backing vocals

Text und Bilder: Gernot Mangold

Robert Jon & The Wreck
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Bospop
Teenage Head Music

Kimberly Kelly – I’ll Tell You What’s Gonna Happen – CD-Review

Wenn ich den Begleittext zu Kimberly Kellys Debüt beim einst von Toby Keith gegründeten Show Dog Nashville Label durchlese, stelle ich so einige Parallelen zu meinem persönlichen Werdegang fest. Ebenso wie diese bis dato immer ihre Musik in Verbindung mit einem Vollzeitjob gemacht hat, habe auch ich in der Blütezeit meines Lebens, als ich über gut zwei Dekaden zu den besten Tischtennisspielern in Deutschland zählte, eigentlich auch immer meinen Lebensunterhalt primär als Industriekaufmann verdient und heute, wo ich in großen Schritten der Sechzig entgegenrase ist so ein Musikmagazin ja auch nicht mal so nebenbei mit der linken Hand erledigt.

Solch Doppelbelastungen prägen einen Menschen ziemlich, so kann ich es zumindest aus meiner Erfahrung sagen. Man braucht ein enormes Maß an innerer Kraft, lernt mit den Ups und Downs des Lebens mehr denn je umzugehen und lässt sich, wenn es mal nicht so gut läuft, nicht so schnell unterkriegen. Man entwickelt dazu ein gewisses Durchsetzungsvermögen.

Darum geht es auch im Titel ihres Albums „I’ll Tell You What’s Gonna Happen“, den Kimberly von einer Billy Joe Shaver-Anekdote aufgriffen hat. Der drängte sich, der Legende nach, einst in eine Aufnahmesession von Waylon Jennings, nachdem der Star versucht hatte, die Aufnahme einiger seiner Songs zu verweigern.

Als er eine 100-Dollar-Note abwies, um zu verschwinden, sagte Shaver zu Jennings: „Ich werde dir sagen, was passieren wird. Entweder du hörst dir diese Songs an oder ich versohl dir den Hintern.“ Waylon willigte ein, sich einen anzuhören. Der Rest ist Geschichte in Form von Jennings‘ 1973er Album „Honky Tonk Heroes“, auf dem jeder Song bis auf einen von Shaver geschrieben wurde. Beide nicht mehr unter den Lebenden weilende Künstler sind Mitglieder der Country Hall Of Fame.

Die Protagonistin hat  eine wunderschön angenehme, wie auch ausdrucksstarke Stimme im Stile der großen Country-Chanteusen, wenn man sie in ihren Songs über Trennungsschmerz, Hoffnungen und Sehnsüchte singen hört, klingt das ungeheuer authentisch. 

Die Musik ist ganz nach dem Erfolgsprinzip der beliebten Neo-Traditionalisten/innen der 90er Jahre strukturiert.  Grummelnde Bariton-E-Gitarren, wiehernde Fiddles und weinende Steel-Gitarren geben den Ton an, Akustikgitarren und dezente Keys haben eher ausschmückenden Charakter. 

Da ist einiges an Honkytonk („Honky Tonk Town“, „Blue Jean Country Queen“ mit Steve Wariner samt schönen Bariton-E-Gitarren-Kurz-Solo als Gast, der Billy Joe Shaver-Stomper „Black Rose“ zum Ausklang) dabei, sowie ein paar typische melancholische, traditionell gehaltene Country-Schmachtfetzen wie „Some Things Have A Name“, „I Remember That Woman“, „Forget The Alamo“ (herrlich hier die einprägsam gesungene Refrainzeile „Forget The Alamo, Remember Me“), „Person That You Marry“ oder „No Thanks (I Just Had One)“.

Ein wenig Southern Soul gibt es bei „Don’t Blame It On Me“, atmosphärisches Midtempo bei der nostalgischen  Single „Summers Like That“ und zwei wunderschöne melodische Schunkler mit „Why Can’t I“ (mein Lieblingstrack des Werkes) und „First Fool In Line“.

Am Ende der Scheibe freut man sich zusammen mit der Texanerin, die mit dem Hit Songwriter Brett Tyler („Cold Beer Calling My Name“) verheiratet ist, über einen starken Einstand mit „I’ll Tell You What’s Gonna Happen“, und eine gelungene Wiederbelebung der 90er Jahre auf Niveau von Kolleginnen wie Reba McEntire, Pam Tsillis, Trisha Yearwood, Chely Wright, Linda Davis & Co. Ich sage euch, das wird bestimmt was werden, wenn das so weitergeht, mit dieser Kimberly Kelly!

Show Dog-Thirty Tigers/Membran (2022)
Stil: New Country

Tracks:
01. Honky Tonk Town
02. Some Things Have A Name
03. Summers Like That
04. Why Can’t I
05. I Remember That Woman
06. Blue Jean Country Queen (feat. Steve Wariner)
07. Don’t Blame It On Me
08. Forget The Alamo
09. Person That You Marry
10. No Thanks (I Just Had One)
11. First Fool In Line
12. Black Rose

Kimberly Kelly
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Oktober Promotion

John McDonough – We’ll Answer The Call – EP-Review

Review: Gernot Mangold

Das neue Album, des in Chicago lebenden John McDonough, „We`ll Answer The Call“, erzählt die wahre Geschichte eines amerikanischen Ruderteams, das 1936 bei den olympischen Spielen in Berlin antrat, Gold zu gewinnen. Dies mag auch der Grund sein, warum es als EP erscheint, da mit den fünf Songs die Geschichte geschrieben ist.

Stilistisch bewegt sich McDonough in den Welten des Americana mit gewissen Folk und New Country-Einflüssen.
Tragendes Element ist die ausdrucksstarke und klare Stimme McDonoughs, welche zuweilen mit der eines Elton Johns oder Van Morrisons verglichen wird.

Aber auch beim Songwriting beweist er ein feines Händchen mit einprägsamen Harmonienund akzentuiert eingesetzten Instrumenten. Wenn die Gitarre bei manchen Soli slidend eingesetzt wird, werden die Songs sogar in mit einem leichten Southern-Flair umhüllt, während der Einsatz von Piano und Violine klare Elemente des Americana und Country/Folk bedienen.

So entstand trotz der eher ruhigen Songs ein sehr abwechslungsreiches Album, das bestätigt, warum McDonough in den letzten Jahren auch für Awards im Bereich Roots und Blues nominiert wurde.

Für Freunde des Americana oder des New Country ist das Album empfehlenswert und es bleibt zu hoffen, dass McDonough auch einmal in Europa touren wird.

John McDonough – vocals, acoustic guitar
Kris Farrow – lead acoustic guitar, electric guitar
Cole Gramling – piano, organ
Steve Bernal – bass, cello
Kevin Butler – drums, percussion
Cody Rathmell – backing vocals
Niamh Fahy – violin

Eigenproduktion (2022)
Stil: Americana, Folk, New Country, Singer/Songwriter

Tracklist:
01. Shooting Star
02. Love You Just For You
03. Among The Stars
04. We`ll Answer The Call
05. Point Me East

John McDonough
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JohTheMapromotions

Joanna Connor – 30.06.2022 – to hoop, Rheinberg – Konzertbericht

Sami Durak ist es gelungen mit Joanna Connor ein besonderes Highlight in den Rheinberger Stadtteil Alpsray ins to hoop zu locken. Bei der Ansage war sein Stolz zu spüren, als er daran erinnerte, dass Connor vor etwa 30 Jahren in einer der legendären Rheinberger Blues Nächte mit Canned Heat als Top Act aufgetreten war.

Mit viel Applaus wurde die Band von den etwa 80 Fans begrüßt, die den Weg an einem schwül-warmen Mittwochabend nach Alpsray angetreten hatten. Schon beim Opener, dem Instrumental „Cissy Strut“ konnten alle Musiker der Band ihre Qualität in Soloeinlagen zeigen, was sich auch durch beide Sets des Abends zog. Immer wieder zog sich Connor aus dem Vordergrund zurück und überließ ihrer jungen Begleitband die Bühne um deren Treiben lächelnd und applaudierend zu folgen.

Insbesondere Bassist Shaun Gotti Calloway konnte in mehreren, zum Teil mehrminütigen Soli zur Schau stellen, was so aus einem Bass alles herauszuholen ist. Aber auch der junge Keyboarder Daniel Souvigny zeigte, dass er sowohl an den Keyboard als auch an der Hammond Orgel ein Meister seines Fachs ist, was er einmal mit der Untermalung der Songs und in quirligen Soli zeigte.

Last but not least sein Drummer Jason Jroc Edwards in seinem AC/DC-T-Shirt genannt. Wuchtige Drumarbeit und dezente Begleitung wechselten sich ab und beim Bill Withers-Cover „Ain`t No Sunshine“ übernahm er sogar passend mit seiner weichen Stimme den Leadgesang.

Joanna Connor war trotz der Reisestrapazen mit 4 verschiedenen Fliegern aus den Staaten bestens aufgelegt und offenbarte, warum sie zu den besten Bluesgitarristinnen zählt. In mehreren jammenden Zwischenparts ließ sie ihrer spielerische Vielfalt freien Lauf und war auch stimmlich bestens aufgelegt.

Aus den beiden Sets, wo die eigenen Songs durch feine Coverversionen wie z. B. „Going Down“ oder „I Just Want To Make Love To You“ abgelöst wurden, ragten für mich die harte Bluesnummer „Magic Sam Boogie“,  die irgendwo zwischen Canned Heat und ZZ Top pendelte und die Zugabe „When The Levee Breaks“ heraus, wo sich die Band noch einmal jammend richtig austoben konnte. Unter den stehenden Ovationen wurde das Konzert beendet, welches insbesondere bei den letzten Songs einige Fans zum Mittanzen animierte und damit für eine tolle Stimmung gesorgt wurde.

Im Anschluss betrat ein sichtlich gerührter Sami Durak noch einmal die Bühne und bedankte sich bei der Band aber auch bei den Fans für diesen tollen Musikabend im to hoop und machte schon einige interessante Ankündigungen für den Sommer und Herbst. 

Das einzige, was mich persönlich an dem Abend störte, war das für mich respektlose Verhalten einiger Besucher gegenüber den Musikern, aber auch den anderen Gästen gegenüber, die zuweilen schon fast auf der Bühne stehend, das Handy mit ausgestreckten Arm den Musikern beinahe unter die Nase hielten. Es ist mit Sicherheit auch möglich, dezenter Erinnerungsbilder zu machen.

Line-up:
Joanna Connor – guitars, lead vocals
Shaun Gotti Calloway – bass
Jason Jroc Edwards – drums
Daniel Souvigny – keyboards

Text und Bilder: Gernot Mangold

Joanna Connor
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to hoop

Tedeschi Trucks Band – I Am The Moon – II. Ascension – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Mit “II. Ascension” setzt die Tedeschi Trucks Band ihre vier Studioalben umfassende Werkreihe “I Am The Moon” fort und bringt nach “I. Crescent” den zweiten Longplayer innerhalb von vier Wochen heraus.

Die von Derek Trucks im Swamp Raga Studio, Jacksonville, FL, produzierten Aufnahmen, ergänzen die bisher veröffentlichten Titel und entwickeln thematisch ihre Inhalte ebenfalls aus einer literarischen, altpersischen Dichtung. Die sieben Stücke der vorliegenden Ausgabe beginnt mit “Playing With My Emotions”, einer angenehmen Soul-Rock-Nummer, die ihre Ausgelassenheit nicht zuletzt dank Susan Tedeschis Gesangskunst und Santana bekannten Guitar-Ansätzen ohrwurmmäßig gekonnt steigert.

Dass die Feinheiten im Songwriting ihre Raffinessen manchmal erst beim erneuten Anhören offenbaren, gilt durchaus für die folgenden Songs “Ain’t That Something und “All The Love”, wobei der erstgenannte Titel auf Anhieb seine funkig-jazzige Horn-Section Eigenheit im Little Feat-Typus für sich in Anspruch nimmt; erst gegen Ende wird ein sich steigerndes, mitreißendes Guitar Duet zelebriert. So bietet die 9 Minuten Version von “All My Love” demgegenüber in weiten Teilen ausgefeilte, freestylige Improvisationen der Solisten an, die Ihre musikalischen Freiheiten weiträumig, individuell und ausgefallen umsetzen.

Als Cut in der Setlist folgt “So Long Saviour”, ein klassisches Blues Meisterstück mit Gospel-Impulsen im traditionellen Gewand: schnell, rhythmisch, intensiv, riffbetont mit bestechender Blues-Stimme. Offenbar wirkten die Inspirationen für das Songwriting wie die Etappen einer Zeitreise durch die vergangenen Soul-Blues Rock Dekaden. Bei “Rainy Day” und der Country Rock Hymne “La Di Da” schimmern musikalische Vorbilder mythenhaft durch und verbreiten unterschwellig ein zartes 60er Jahre Flair. Diese Erinnerung an die Rock Geschichten “alter Meister” wird zum Abschluss bei “Hold That Line” in verschiedenen Variationen komplettiert, sodass eine Art Rückblick entsteht – auf die prägenden Stilrichtungen früherer Jahre.

Die Tedeschi Trucks Band hat mit dem zweiten Teil ihres hoch ambitionierten Konzeptwerks erneut ein sehr spannendes und ausgereiftes Album abgeliefert. “II. Ascension” schafft die Verbindung vom Vorgänger mühelos und wirkt gleichzeitig wie eine Brücke auf eine andere, bisher noch nicht bekannte Seite der Rockmusik, die es bald mit der dritten Teilausgabe (“III. The Fall”) zu entdecken geben wird. Die Vielseitigkeit des großen Bandkollektivs ist insoweit äußerst bemerkenswert und wird die Fans auf den bevorstehenden 47 Konzerten der kommenden Tour (zwei in Deutschland) sicherlich begeistern.

Fantasy Records (2022)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. Playing With My Emotions
02. Ain’t That Something
03. All The Love
04. So Long Savior
05. Rainy Day
06. La Di Da
07. Hold That Line

The Tedeschi Trucks Band
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Oktober Promotion

Robert Jon & The Wreck, 24.06.2022, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Zum ersten Mal traten Robert Jon & The Wreck im Dortmunder Musiktheater Piano auf. Bei tropischen Temperaturen mit der entsprechenden Luftfeuchtigkeit heizten die fünf Kalifornier den Besuchern gewaltig ein. In dem etwa 100 minütigen Konzert, das einen Querschitt über alle Alben darstellte, zeigten die jungen Musiker, dass sich die Southern Rock-Fans sich keine Sorgen machen müssen, wie es weitergeht, wenn die Dinos der Szene so langsam abtreten.

Stellvertretend für die gelungene Songauswahl sei „Cold Night“ mit einem jammenden Zwischenteil genannt, bei dem Henry James und Robert Jon Burrison zusammen mit Bassisten Warren Murrel nicht nur visuell Gedanken an die Guitararmy aufleben ließen. Dazu drummt sich Andrew Espantman regelrecht die Seele aus dem Leib und Keyboarder Steve Maggioreoffenbart, warum er neben seiner Stammband auch als Keyboarder bei den Rocklegenden von Toto fungiert.

Mit diesem Auftritt, wo sich die Sommertour nach zig Konzerten langsam dem Ende zuneigt, hat die Band bei den etwa 140 Fans mit Sicherheit einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der beim nächsten Mal einen weitaus besseren Besuch erwarten lässt, wobei unter den derzeitigen Bedingungen der Besuch bei einer Premiere in Ordnung ist. Wer Robert Jon mit seinen Mannen in der Region noch einmal sehen will, dem sei ein Besuch beim Static Roots Festival in Oberhausen angeraten. Die Kulturrampe in Krefeld ist schon ausverkauft.

Ein Dank mal wieder an Thomas und Jenny vom Piano dafür, dass sie trotz der widrigen Bedingungen die Fahne der Rockmusik weiter hochhalten, auf dass es nach der jetzt kommenden Sommerpause mit anstehenden Renovierungsarbeiten mit dann steigenden Besucherzahlen weitergeht. Karten für die dann anvisierten Konzerte sind schon im Verkauf und zudem gibt es noch einige Veranstaltungen von 3Dog Entertainment in den kommenden Wochen, die sicherlich besuchenswert sind.

Line-up:
Robert Jon Burrison (lead vocals, electric guitar)
Henry James (electric guitar, vocals)
Warren Murrel (bass)
Andrew Espantman (drums, vocals)
Steve Maggiora (keys, vocals)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Robert Jon & The Wreck
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Musiktheater Piano, Dortmund
3Dog Entertainment
Teenage Head Music

Kamchatka – Support: Jail Job Eve – 23.06.2022 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Nach mehreren Verschiebungen bedingt durch die Coronapandemie konnte das schwedische Powertrio Kamchatka endlich das aktuelle Album „Hoodoo Lightning“ promoten.

Als Support gaben sie der Osnabrücker Band Jail Job Eve die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Dies gelang den jungen Musikern, welche mit ihrer kraftvollen Mischung aus Blues-, Hard- und Melodic Rock beeindrucken konnten. Im Vordergrund stand die Fronterin Victoria Semel mit ihrer starken Rock- und Bluesstimme. Da es sich aber um eine Band handelt, hatten auch die anderen Musiker die Möglichkeit ihre spielerischen Qualitäten unter Beweis zu stellen.

Benedikt Schlereth lieferte harte Gitarrenriffs, konnte aber auch gefühlvolle Soli, zuweilen sogar mit einem Southernflair oder slidend beisteuern. Auch Jens Niemann an den Keyboards legte einige feine Soli hin und unterlegte die Songs mit Soundteppichen.

Stark auch die Rhythmussektion um Drummer Josef Röhner, der die richtige Mischung aus powervollen Drumming und gefühlvoller Zurückhaltung bei den ruhigeren Nummern zeigte und Laurenz Gust der mit einem klar differenzierten Bassspiel mit einigen feinen Läufen überzeugen konnte.

Bei Ihren Songs nahmen die Musiker auch zum aktuellen Tagesgeschehen Stellung, wie bei „No Means No“, wo es um Gewaltsituationen geht, oder beim Titel „Lost“, wo es Sängerin Victoria Semmel gelang, das Publikum zum Mitsingen zu animieren und die Botschaft an die Frauen gesendet wird, sich auf die Bühnen der Rockmusik zu trauen und dass sie dort auch anerkannt werden. Im letzten Song „Riot“ zollte man noch Tribut für die russische Rockband Pussy Riot, die wegen ihrer zurecht kritischen Haltung zur Politik in Russland politisch verfolgt wird, was bis zur Inhaftierung der Musikerinnen führte.

Nach etwa 45 Minuten verließ die Band unter dem Applaus der Besucher die Bühne. In der Form ist von den jungen Musikern aus Osnabrück noch einiges in der Zukunft zu erwarten.

Line-up Jail Job Eve:

Victoria Semel – vocals
Benedikt Schlereth – guitar
Jens Niemann – Hammond Orgel
Laurenz Gust – bass
Josef Röhner – drums

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit und die drei Musiker von Kamchatka betraten die Bühne und präsentierten einen Querschnitt von Songs von ihren Anfangszeiten bis zum letzten Album „Hoodoo Lightning“.
Krachend  begann das Trio mit „Perfect“ vom 2011er Album „Bury Your Roots“, um dann mit „Seed“ einen bluesgetünchten Song aus ihrem Debutalbum nachzulegen.

Thomas Juneor Andersson zeigte in diesen beiden Stücken seine Vielseitigkeit an der Gitarre, welche von knallharten Rockriffs, bis hin zur Rhythmusarbeit in Richtung ZZ Top ging. Bei den Soli, in denen er Elemente verschiedenster Musikstile miteinander verschmelzen ließ, spielte er sich zuweilen in einen Rausch, um dann aber wieder punktgenau in den jeweiligen Songs wieder anzukommen. Im Gesang wechselte er sich mit Bassist Per Wiberg ab, der insbesondere bei den stark bluesigen Stücken mit seiner etwas rauheren Stimmlage überzeugen konnte.

Dabei legte er fette Bassläufe hin, welche absolut differenziert erkennbar waren. Hier schon ein Lob an Harro Kleffmann, dem es gelang den gewaltigen Sound ins Piano zu zaubern, dass es auch trotz der Lautstärke sehr klar war.
Mit „Auto Mowton/Spacegirl Blues“, auch vom ersten Album, ging es im Hard Rock der 70er Jahre im Stile von Bands wie Mountain weiter, und es kam immer wieder zu jammenden Einlagen.

Hier ist auch Drummer Tobias Strandvik hervorzuheben, der an den Drums zuweilen ein Tempo vorlegte, dass die Drumsticks nur so durch die Luft wirbelten. Vom aktuellen Album präsentierten die Schweden das rockige „Rainbow Ridge“, „Blues Science“ mit Heavy-Elementen in Part I („Thunder Rise“), während der musikalisch sehr heterogene Part II („Hoodoo Lightning“) wieder die gesamte Bandbreite vom Blues bis zum Hard- oder Heavy Rock widerspiegelte.

Mit zwei Songs vom 2015er Album „Long Road Made Of Gold“ beendete die Band das Set krachend mit bluesigen Hard Rock. Stark der klare Gesang bei „Get Your Name On“ mit stakkatoartigem Gitarrenspiel von Andersson und der etwas rauhere Gesang von Wiberg bei „Human Dynamo“.

Nach lautstarken Zugabeforderungen legte die Band mit „TV Blues“ noch eine harte Tex-Bluesnummer nach, um mit dem jammenden „No“ ein klasse Konzert, welches die Fans nicht nur durch die Außentemperaturen zum Schwitzen brachte, zu beenden. Schon wenige Minuten nach dem Konzert fanden sich die drei Musiker am Merchandisingstand ein und nahmen sich reichlich Zeit für Gespräche und zum Signieren von Fanartikeln. So konnten die drei sympathischen Skandinavier neben der starken Musik weitere Pluspunkte bei den Fans verbuchen.

Line-up Kamchatka:
Thomas Juneor Andersson – vocals, guitar
Per Wiberg – bass
Tobias Strandvik – drums

Text und Bilder: Gernot Mangold

Kamchatka
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Jail Job Eve
3Dog Entertainment

Jimmie Allen – Tulip Drive – CD-Review

Jimmie Allen ist nicht nur ein in der Country- und Pop-Szene gut vernetzter Musiker, sondern auch auch ein sehr familiärer Mensch. Erkennen kann man das an den bisherigen Titeln seiner zuvor veröffentlichten Alben.  Sein Debüt „Mercury Lane“ hebt den Namen der Straße hervor, in der er aufgewachsen ist. Der Nachfolger „Bettie James“ zollt seinen Großeltern Tribut (Bettie hieß seine Großmutter, James hieß sein Großvater), die für ihn eine immens wichtige Rolle im Leben gespielt zu haben scheinen.

Denn auch das aktuelle Album „Tulip Drive“, hat mit diesen zu tun, dort lebten diese nämlich bis zu ihrem Tode. Und zu guter Letzt beinhaltet das neue Werk auch noch mit der aktuellen Single „Down Home“ eine emotionale Aufarbeitung seiner Beziehung zu seinem verstorbenen Vater vor und nach dessen Tod. Seine TV-Premiere feierte die in den Medien hochgelobte Single in der „The Late Late Show“ bei US-Talkmaster James Corden.

Satte 17 Stücke umfasst der neue Longplayer, alle von Allen mit diversen aus dem Pop- und Nashville-Umfeld bekannten Co-Writern  wie u. a. Ashley Gorley, Zach Crowell,  Jesse Frasure, Brandon Day, Matt Jenkins, Jon Nite, Ross Copperman, geschrieben, und einer ebenso so großen Armada von Leuten wie Jason Evigan, Gian Stone, Ash Bowers , Vinny Venditto, Vic “BillboardKiller” Martin, Jesse Frasure, Keith Hetrick, Ilya Toshinskiy und Eric Torres zum Teil mit ihm selbst produziert.

Die Countrynote wird nur noch durch fein gespielte E-Gitarren (mit diversen schönen Kurz-Soli) und ein paar Alibi-Steel-Eingaben hochgehalten, der Hauptfokus ist mittlerweile klar in Richtung Pop mutiert. Das kann man auch klar an den Gastpräsenzen bei den Duetten ablesen, die sich ausschließlich aus dieser Sparte mit Interpreten CeeLo Green & T Pain, Katie Ohh, Aadyn und last but not least Superstar und Latino-Diva Jennifer Lopez beim, von beiden inbrünstig gesungenen „​On My Way““ rekrutieren.

Alle Songs bestechen durch eine gewisse sommerliche Leichtigkeit und eine angenehm ins Ohr fließende Melodik, so dass eine durchgehende Radiotauglichkeit attestiert werden kann. Fans von Acts wie u. a. Thomas Rhett, Old Dominion oder Brett Young & Co. sind hier an der richtigen Adresse.

Aus dem Rahmen fällt dabei „Pesos“, das die typische südamerikanische Lebensfreude im Samba-Manier (mit Mariachi-Trompeten im Hintergrund) perfekt widerspiegelt. Alle anderen Tracks von Jimmie Allens neuer CD laden geradezu zum relaxten Cruisen in einem Cabriolet bei seichten Temperaturen ein, und dabei muss man sich keinesfalls nur auf den „Tulip Drive“ beschränken…

Stoney Creek Records / BBR Music Group / BMG (2022)
Stil: New Country (Pop)

Tracklist:
01. Be Alright
02. What I’m Talkin Bout
03. Kissin You
04. ​Down Home
05. Settle On Back
06. Pesos (feat. CeeLo Green & T Pain)
07. Love In The Living Room
08. ​On My Way (feat. Jennifer Lopez)
09.Broken Hearted (feat. Katie Ohh)
10. Habits & Hearts
11. Right Now
12. Wouldn’t Feel Like Summer
13. Undo
14. Get You a Girl
15. Keep Em Coming
16. Every Time I Say Amen
17. You Won’t Be Alone (feat. Aadyn)

Jimmie Allen
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