Danny Bryant – 07.12.2023, Schwarzer Adler, Rheinberg – Konzertbericht

Endlich mal wieder ein Blues Rock-Abend im Schwarzen Adler. Ernst Barten hatte für Danny Bryant und seine Band angerichtet und sowohl der Gastronomiebereich vorne als auch der Konzertsaal waren proppevoll. Um 20:15 Uhr betraten zunächst Bryants Mitspieler für ein kurzes Warmspielen auf die Bühne, ein paar Momente später trat der Protagonist hinzu und ließ erstmal die Finger über seine weiße Stratocaster fliegen, um sich dann in „The Animal In Me“ vom neuen Album „Rise“ hineinzuspielen. Ein fulminanter Auftakt, bei dem auch Keyboarder Jamie Pipe mit den Stempel aufdrückte (klasse Wechselsoli mit Danny im Mittelteil).

Die beiden anschließenden „Rescue Me“ und „Guntown“, letzteres eine Killerballade, ließen die Grenzen von Blues- und Southern Rock fließend verschwimmen und sorgten schon früh für innerliche Begeisterungsstürme des Autors. Nicht nur das Titelstück des neuen Werkes „Rise“ bekam auch durch die ‚Unterfütterung‘ des zweiten Gitarristen Marc Raner, eine sehr rockige Note. Beide harmonierten über den gesamten Verlauf richtig gut, Marc griff zwischendurch auch mal zur Akustikgitarre („Guntown“, „Painkiller“) und konnte beim herrlichen Unchained“, wo alle Beteiligten sich in eigener Sache ‚zeigen‘ konnten (Drummer Dave Raeborn wieder mit seiner herrlich mitnehmenden mimischen Art), mit einem sphärischen Wah-Wah-Solo glänzen.

So jagte ein Highlight das andere wie u. a. das wunderbare „Scarlett Street“ (mit Bryant-Leisespiel-Solo), „Prisoner Of The Blues“ mit schon fast Skynyrd-trächtigen E-Soli, das grandiose „Painkiller“ mit sensationeller Keyboard-Einlage von Pipe, dem Hard Rock-Stampfer „The Rage To Survive“, bis hin zum Retro-Rock’n‘ Roller „Bullfrog Blues“ zum Abschluss des Hauptteils.

Vor „Painkiller“ teilte Danny der Audienz mit, dass es nun der 42. Tag der Tour wäre und besonders er ziemlich müde wäre (was man ihm allerdings nur im Gesicht ansah), solche erhaltenswerten Locations wie der Adler mit seinem begeisterungsfähigen Publikum, aber immer der Antrieb wären, nochmal Alles aus sich herauszuholen.

Besagtes Publikum ‚erzwang‘ mit tosendem Applaus und vehementen Zugabe-Rufen dann noch die Nachschläge „Looking Good“, ein quirliges Instrumental, und das melodische Dylan-Cover „Girl From The North Country“ als endgültiges Finale. Kollege Mangold und ich waren uns nach dem Gig einig, obwohl seine Konzerte eigentlich immer stark waren, den bis dato besten Danny Bryant an diesem Abend gesehen zu haben. Ich gehe sogar weiter, dass es vielleicht mein Live-Highlight des Jahres 2023 gewesen ist!

Line-up:
Danny Bryant (lead vocals, electric guitar)
Marc Raner (electirc guitar, acoustic guitar)
Paul Mallatratt (bass)
Dave Raeburn (drums)
Jamie Pipe (keys)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Danny Bryant
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Schwarzer Adler

Uncle Lucius – Like It’s The Last One Left – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Eine kreative Auszeit von fast 5 Jahren hat sich die Band Uncle Lucius aus Austin, Tx., genommen, um ihr aktuelles Album “Like It’s The Last One Left” auf den Weg zu bringen. Das vorläufige Abschlusskonzert fand 2018 vor ausverkauftem Haus in der berühmten, fast 150 Jahre alten, Gruene Hall in New Braunfels, Tx. statt. Hier haben bereits u. a. Willie Nelson, Gregg Allman und ZZ Top gespielt.

Mit den Longplayern “Something They Ain’t” (2006), “Pick Your Head” (2009) und “Live At The Saxon Pub” (2010) konnte die Gruppe durch ihren Alt-Country und rough Roots-Blues-Stil und Ansätzen von The Black Crowes oder den Black Keys, eine breite Fangemeinde erobern. Der Bekanntheitsgrad wuchs mit dem Album “And You Are Me” (2012) und dem Signature-Song “Keep The Wolves Away” weiter kontinuierlich, sodass die Recording Industry Association of America den Titel 2021 mit Platin auszeichnete.

Das Musikvideo wurde in 10 Jahren über 140 Mio. mal aufgerufen. Der Song thematisiert die schwierige Lebenssituation von Bandleader und Sänger Kevin Galloway nach einem tragischen Arbeitsunfall seines Vaters und traf damit den Nerv US-gesellschaftlicher Realität – eine Hymne über soziale Verantwortung, Ungleichheit und Durchhaltevermögen.

8 Jahre nach dem Studiowerk “The Light” (2015) feiern Uncle Lucius ihr Comeback. Die erste Single “Keep Singing Along” ist mit dem funky Refrain “just keep singing”, der Einstieg in die bewährte Vielseitigkeit ihres handcrafted Sounds – 10 Songs, geschrieben vom Ex-Bassisten und jetzigen Produzenten Hal Jon Vorpahl. In “All The Angelenos” schießen Uncle Lucius sarkastisch gegen sogenannte “Carpetbagger”, abwertend für Parteikandidaten, die in einem anderen Bundesstaat gewählt werden möchten. Der stampfende, alternative Rock “Civilized Anxiety” berichtet von einer Besorgnis und düsteren Lebensstimmung in der Heimatstadt der Band.

Das experimenteller Road-House-Blues auch Gospelklänge verträgt, zeigt die Geschichte vom “Holy Roller”, während sich “I’m Happy” als etwas ungewöhnliche Tex-Mex-Melodie präsentiert. Die eigentlichen Southern Ursprünge der Band werden hingegen bei “Trace My Soul” wiederbelebt. Dabei passen auch klassische Sound-Elemente in die musikalische Landschaft der Texaner: ein mit Streichern unterlegter “Tuscaloosa Rain” entwickelt Burt Bacharach Orchester-Erinnerungen, die in aller Breite nochmal bei der Americana-Hymne und letzten Nummer der Scheibe “Heart Over Mind” in besonderer Schönheit auffallen.

Die Austin-Band Uncle Lucius hat nach längerer Pause mit “Like It’s The Last One Left” zu ihrem Roots-Country-Americana zurückgefunden und innovative musikalische Pfade eingeschlagen. Insgesamt ist dabei eine Produktion herausgekommen, die verschiedene Stilrichtungen abwechslungsreich miteinander kombiniert. Uncle Lucius befinden sich derzeit auf US-Tournee und liefern bereits einen vielversprechenden Vorgeschmack auf Live Performances in Europa.

Boo Clap Records/Thirty Tigers (2023)
Stil: Americana, Country

Tracks:
01. Keep Singing Along
02. Civilized Anxiety
03. All The Angelenos
04. I’m Happy
05. Tuscaloosa Rain
06. Love In Kind
07. Holy Roller
08. Draw The Line
09. Trace My Soul
10. Heart Over Mind

Uncle Lucius
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Oktober Promotion

Molly Hatchet – Support: Losing Gravity – 03.12.2023, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Wenn eine der früher meist verehrtesten Southern Rock-Bands  nach Jahren hier bei uns im Westen und dann auch noch in einem unserer Stammclubs gastiert, ist es natürlich selbst an einem Sonntag Abend, wo danach montags in der Früh der Wecker unbarmherzig zur anstehenden Arbeitswoche klingelt, Pflicht, mit unserem Magazin Präsenz zu zeigen.

Molly Hatchet hatte sich nach einigen eher mäßigen Auftritten in der Vergangenheit im Musiktheater Piano angesagt und es gab eine ausverkaufte Hütte. Mittlerweile mit neuem Sänger, einem neuen Song („Firing Line“) und einem folgenden Album (aufgenommen in den berühmten Abbey Road Studios in London), gab es Grund genug, dem Gig optimistisch entgegen zu sehen.

Apropos Wecker: Die Ankündigung einer Vorband hatte meinem ersten Enthusiasmus erstmal einen Dämpfer verpasst, in der Regel verlängert das meistens nur den Abend und äußerst selten kommt was Lohnenswertes dabei rum. Aber halt, als die deutsche Truppe Losing Gravity mit ihrem texanischen (wie ich später erfuhr) Sänger Chase Wilborn (ich wunderte mich direkt über einen so guten englischen Gesang von einem vermeintlich deutschen Fronter…) schön rockig loslegte, war ich sehr positiv überrascht.

Die jungen Burschen präsentierten mit u. a. „If You Ever Needed“, „Another Day“, Get Loose“, „Long Road“ und „Foundations“ Stücke aus ihren beiden bisherigen Alben, die ein wenig in Richtung, von Bon Jovi (Wilborns Stimme erinnerte mich stark an die von Jon Bon Jovi), Mr. Big, Bryan Adams, etc. gingen. Melodische Rock-Sachen, die einem ja auch als Southern-Fan nicht unbekannt sind. Das kam alles sehr selbstbewusst, erfrischend und sehr sympathisch rüber, es wurde mit dem Publikum interagiert, was dann am Ende auch insgesamt gut ankam und in viel Applaus über die knapp 45 Minuten Spielzeit münzte. Ein guter Auftritt, ohne dass es einem natürlich den Boden unter den Füßen wegzog.

Wie oben bereits erwähnt, sah es so aus, als wenn Bobby Ingram die Wende zum Positiven wieder einläuten würde, neuer Sänger, neues Single, neues Album mit neuen Stücken, das klang doch erstmal alles gut. Allerdings deutete der Haus-und Hof-Tontechniker des Pianos schon vor dem Konzert an, dass Molly Hatchet wieder ihren eigenen Abmischer dabei hätten und dass es sehr laut werden würde, mir schwante Böses…

Und in der Tat gab es wieder den gleichen überlauten Soundbrei, dass es sogar selbst für mich ganz vorne, zunächst schwierig war, die Songs zu identifizieren, da die Stimme von Parker Lee kaum durchdrang und die Pausenmusik scheinbar auch noch im Hintergrund mitlief und nicht eliminiert worden war. Die Keys von John Galvin waren so gut wie garnicht zu hören und wenn, dann nur bei zwei Intros (ohne, dass die Restinstrumente dabei waren). Ich hoffe für die zahlreichen Besucher, dass es nach hinten zumindest nicht ganz so schlimm war. Die gingen allerdings wieder recht gut mit.

Es besserte sich dann erst etwas nach dem Schlagzeugsolo von Shawn Beamer, ab da kam der Gesang vom jungen Fronter Parker Lee, der allerdings sehr motiviert und überdreht inmitten des Altherren-Ensemble wirkte, etwas besser durch. Fairer Weise muss man sagen, dass Bobby Ingram, der mich vor „Beatin‘ The Odds“ per Handschlag begrüßte und sich für unser Kommen kurz bedankte, immer noch ein klasse Gitarrist ist und viele quirlige Soli abfeuerte, zum Teil auch die southern-typischen Twin-Elemente alleine simulierte.

Zu den Highlights zählte sicherlich „Fall Of The Peacemakers“, das mit seiner Mahnung „Stop The Madness“, angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt, aktueller denn je wirkt. Zur Zugabe hätte ich mir zwar die neue Single „Firing Line“ gewünscht (stand als Option auf der Setlist), es wurde dann aber die zweite, auch sicherlich nicht schlechte Variante mit „Flirtin‘ With Disaster“ als Rausschmeißer gewählt. 

Eigentlich ist es ganz einfach: Mal für einen etwas leiseren und dafür transparenteren Sound sorgen, und dann könnte bei Molly Hatchet mit der neuen Scheibe im Rücken, vieles wieder in die richtige Richtung laufen.

So begibt man sich am Ende – nochmal die eigens miterlebten grandiosen Gigs von Molly Hatchet in der Essener Grugahalle (1983 damals zusammen mit den Outlaws) und auch den überragenden Auftritt 1996 auf der Lorelei (zusammen mit u. a. Nine Below Zero, The Band und Lynyrd Skynyrd) unter Ingramscher Regentschaft Revue passieren lassend, angesichts der aktuellen Leistungen, dann doch wieder ein wenig wehmütig auf den Heimweg.

Line-up Losing Gravity:
Chase Wilborn  (electric guitar, lead vocals)
Flo Hain  (electric guitar, vocals)
Lucas Urner (keys)
Max Friedrich (drums, vocals)
Lars Palenzatis (bass, vocals)

Line-up Molly Hatchet:
Bobby Ingram (electric guitar, vocals)
Parker Lee (lead vocals, harp)
John Galvin (keys, vocals)
Shawn Beamer (drums)
Tim Lindsey (bass, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Musiktheater Piano, Dortmund

Soul Thrivers – Morning Glory – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Die Britin Dvora Davis und der Pole Adam Sikora bilden das Berliner Duo Soul Thrivers. Zusammen mit weiteren Musikern haben die beiden nun am 15. September nach ihrem 2021‘er Debutalbum „You Better Watch“ ihr zweites Werk mit dem Titel „Morning Glory“ veröffentlicht. Während Dvora Davis sich mit ihren jamaikanischen Wurzeln auf dem Album als überzeugende Singer-Songwriterin präsentiert, kommt ihr Mitstreiter Adam Sikora als wahrer Multiinstrumentalist (Mundharmonika, Schlagzeug, Querflöte) daher.

Aber auch die übrigen Gastmusiker verstehen ihr Handwerk aufs Feinste. Nick Morrison liefert ekstatische, manchmal spacig-psychodelische Gitarrenklänge, während Frederico Corazzini (Schlagzeug) und Giggi De Cicco (Bass) für den nötigen Rhythmus sorgen. Und natürlich nicht zu vergessen die talentierte Onyi Macjossi als Hintergrundsängerin. Herausgekommen ist eine feine Mischung aus Blues, Roots und Gospel.

Gleich der Opener des Albums „Everythings Changed“ gehört in diese Kategorie. Ein Song mit einem gospeligen, nahezu a capella gesungenen Intro zu dem sich im weiteren Verlauf Bluesharp und Slidegitarre gesellen. Auch das folgende „Lord Have Mercy“ kommt als schöner, leicht gospeliger Blues daher.

Hervorzuheben sind auch die Nummern „Right Track“ und „Baby Boy“. Ersterer ist härter arrangiert und auffallend rhythmisch, ein flotter Song, bei dem Dvora Davis‘ Stimme nicht so prägnant im Vordergrund steht. Und auch „Baby Boy“ ist ein fröhlicher, lebensfroher Shuffle. Die übrigen Tracks bewegen sich alle zwischen wohlklingenden Bluesnummern (z. B. „Save Your Love For Me“) und dem Slowblues „River Of My Love“.

Insgesamt wird das Album von Dvora Davis‘ warmen und fast immer im Vordergrund stehenden Altstimme und Adam Sikoras Mundharmonikaspiel getragen. Es ist sicherlich eine Scheibe für die man sich zum Anhören Zeit und Muße nehmen sollte, zumal sonst auch die hörenswerten Songtexte und die damit erzählten Geschichten untergehen würden, was sehr schade wäre. Musikalisch und vom Songwriting her überzeugt das Album auf ganzer Linie. Die Truppe ist richtig, richtig gut. Aus meiner Sicht eine absolute Kaufempfehlung und ein Top-Weihnachtsgeschenk!

Timezone Records (2023)
Stil: Blues, Roots

Tracks:
01. Everythings Changed
02. Lord Have Mercy
03. Morning Glory
04. Chain Of Fools
05. Watching Over Me
06. Right Track
07. It Doesn‘t Matter
08. River Of My Love
09. Baby Boy
10. Save Your Love For Me

Soul Thrivers
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Lachy Doley Band – Support: Copperhead County, 26.11.2023 – Musiekcentrum De Bosuil, Weert, Konzertbericht

Etwa 400 Besucher finden am späten Nachmittag den Weg ins de Bosuil in Weert und um 16:15 Uhr betreten die niederländischen Southern Rocker von Copperhead County die Bühne als Support für Lachy Doley. Es folgen 60 Minuten authentischer Southern Rock, der die Zuschauer begeistert. Corvin Silvester braucht sich stimmlich nicht vor amerikanischen Southern-Frontern zu verstecken und wird von Lotte den Hertog, die nicht nur Backing Vocals beisteuert, in starken Harmoniegesängen und Soloparts unterstützt.

Lead Gitarrist Robert van Voorden steuert klasse Southern-Soli bei und wie für eine Southern Band typisch spielt er sich die eine oder andere Note mit Keurhorst an der Gitarre zu. Jordy Duitscher gelingt es an den Keyboards den vollen Sound mit Klangteppichen zu unterlegen, während Bassist Johan van Dijk und Drummer Alex Stolwijk für eine fette Rhythmus-Grundlage sorgen, In der Form kann man in der Zukunft von Copperhead County noch einiges erwarten, die sich an dem Abend als starke Live-Band präsentiert haben.

Nach einer kurzen Umbaupause betritt Lachy Doley mit seiner Band unter dem Applaus der Fans die Bühne und es folgen knapp 100 furiose Minuten. Doley zeigt, was man aus einer Hammond Orgel und einer mit einem Stahlbügel modifizierten Hohner Clavinet D6 herausholen kann. Insbesondere mit der Hohner, die er zuweilen mit vollen Körpereinsatz bearbeitet, sorgt er für einen Sound, dass man geneigt ist, den Gitarristen auf der Bühne zu suchen.

Neben den meist eigenen Songs schließt er das Konzert mit dem Spencer Davis-Song „I`m A Man“ und dem Hendrix- Klassiker „Voodoo Child“ ab und offenbart, dass ein Power-Trio auch in der Besetzung Hammond, Bass und Drums möglich ist. Dabei kann sich Foley voll auf seine Rhythmus Sektion verlassen, die das Tempo des Australiers mitgeht und so die Basis für den vollen Sound legt. Joel Burton legt fette Bassläufe hin und Jimmy Barnes‘ Sohn Jackie legt bei einigen Songs dar, dass er neben seinen Fähigkeiten als Drummer auch Gesangsfähigkeiten von seinem Vater geerbt hat.

Line-up: Lachy Doley Band
Lachy Doley – hammond organ, vocals
Joel Burton – bass, bgv
Jackie Barnes – drums, bgv

Line-up Copperhead County:
Corvin Keurhorst – guitars, vocals
Robert van Voorden – guitars, bgv
Johan van Dijk – bass, bgv
Alex Stolwijk – drums
Jordy Duitscher – keys, percussion
Lotte den Hertog – bgv, lead vocals, percussion

Text und Bilder: Gernot Mangold

Lachy Doley
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Copperhead County
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Musiekcentrum De Bosuil Weert

INGVAY – One Magic Mile – CD-Review

Hinter dem Namen INGVAY verbirgt sich der weitgereiste Hannoveraner Musiker Ingo Schmidt, der mit „One Magic Mile“ nun mehr sein drittes Studiowerk nachlegt. ‚Bewegung‘, welcher Art auch immer, ist auch das übergreifende Thema dieser Scheibe, wie man es schon sofort an vielen Songtiteln beim Blick auf die Trackliste erkennen kann.

Der von JJ Cale begeisterte Protagonist (lead vocals, guitars) hat dazu seine langjährigen musikalischen Weggefährten Matthias ‚Maze‘ Meusel (drums), Uwe Seemann (bass, bgv) und Ulrich Rode (guitars, bgv) in seinem Magic Mile Music-Studio um sich versammelt und die sieben Eigenkreationen und vier Coverstücke an einem Tag eingespielt.

Seine mannigfaltigen Erfahrungen als Sound Engineer bescheren dem Hörer ein nahezu perfektes Blues Rock-Klangerlebnis. Unter den Coverversionen befinden sich u. a. demnach auch zwei Stücke aus dem Cale-Dunstkreis, wie das durch Lynyrd Skynyrd zu weiterer Popularität gelangte „Call Me The Breeze“ und „One Step Ahead of The Blues“ von seinem damaligen „Grasshoppers“-Album, geschrieben allerdings von Roger Tillison.

Zu den Highlights des Werkes zählen aber besonders Stücke aus der eigenen Feder wie die fluffigen „Midnight Journey“ und „Working Time“ (beide der Art ‚JJ Cale meets ZZ Top‚), das ein wenig an Tony Joe White erinnernde „I’m On My Way“ (mit schönem Bass-Intro) oder „Walk On By“ (mit „Cocaine“-Reminiszenzen und einem herrlichen E-Gitarren-Bass-Kombi-Outro).

Hinter letztgenanntem Track hätte ich persönlich die CD auch ausklingen lassen, das finale „Soulshine“ kann leider so garnicht mit dem Haynes-Original mithalten. Hier treten dann doch vor allem die stimmlichen Qualitätsunterschiede am deutlichsten hervor, die man schon meist eine Meile gegen den Wind hört, wenn sich deutsche Sänger an amerikanischem Liedgut ausprobieren. Hier bildet Ingo Schmidt leider auch keine Ausnahme.

Insgesamt aber ist „One Magic Mile“ von INGVAY eine klasse Scheibe mit vielen starken E-Gitarren, viel nostalgischem Spirit, tollem differenzierten Sound und auch einigem Southern-Flair. Es dürfen gerne weitere Musikmeilen, magisch hin oder her, in Angriff genommen werden!

Eigenproduktion (2023)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. Midnight Journey
02. Here We Go
03. Call Me The Breeze
04. Turn Your Life Around
05. Working Time
06. One More Ticket
07. One Step Ahead Of The Blues
08. I’m On My Way
09. Machine Gun Kelley
10. Walk On By
11. Soulshine

INGVAY
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bangup bullet Promotion

Ben Poole – 15.11.2023, To Hoop, Rheinberg – Konzertbericht

Einer unserer Dauergäste in Sounds Of South, Ben Poole, machte gegen Ende seiner sieben Wochen währenden Europa-Tournee zum aller ersten Mal Station im Rheinberger To Hoop. An diesem Abend mitten in der Woche durfte sich Inhaber Sami Durak über einen ganz gut gefüllten Saal freuen, der Brite hat ja in der Blues Rock-Szene einen sehr guten Ruf.

Zusammen mit seiner Rhythmus-Fraktion Steve Amadeo am Bass (diesmal auch wieder sehr stark) und Chris Hardwick  am Schlagzeug legte der Protagonist nach einem kurzen Warmspiel-Intro mit „Take It No More“ vom immer noch aktuellen Studioalbum „Anytime You Need Me“ los und servierte am Ende inklusive Zugabe gerade mal neun Tracks.

Trotzdem gab es am Ende die meist übliche 1 3/4 Stunde Spielzeit, da einige Nummern mit längeren Solo-Intermezzi gespickt waren, wobei Hardwick bei „Further On Down The Line“ und Amadeo in der Zugabe „Anytime You Need Me“ ihre Künste in der Vordergrund stellen konnten.

Ansonsten drückte der hipstermäßige Blues Rock-Großstädtler Poole (sah aber trotzdem irgendwie sehr ausgemergelt aus)  selbst ruhigeren  Stücken wie „Don’t Cry For Me“  oder „Have You Ever Loved a Woman“ (Freddie King-Cover“), durch seine fulminanten Soli, einen extremen Härtegrad auf, der so manche offenkundige Bewunderung in die Gesichter der überwiegend anwesenden ländlichen Rheinberger Babyboomer-Generation zauberte.

Bei der fulminanten Poole-Version des Don Henley-Stückes „Dirty Laundry“ hätte es an der Westküste der Staaten vermutlich unweigerlich eine Erdbeben- und Tsunami-Warnung zur Folge gehabt. Es schepperte und krachte auf der Les Paul mit einer erschütternden Urgewalt – eine atemberaubende Fassung.

Neben seiner Handfertigkeit an der E-Gitarre überzeugte Ben wie immer mit seiner offenen, sympathischen und kommunikativen Art, sodass es am Ende ein schöner Blues Rock-Abend, zwar ohne große Überraschungen, aber in sehr lockerer und angenehmer Atmosphäre, wurde.

Ob der ihm scheinbar gut schmeckende Rotwein, den er genüsslich immer wieder zwischen Stücken zu sich nahm, auch dazu beitrug, ist pure Spekulation. Sicher ist, dass Sami Durak jedenfalls beim Trio mit seiner großen Auswahl an erlesenen Whiskeysorten im To Hoop bleibenden Eindruck hinterließ, wie es Ben in seiner Ansage vor der Zugabe „Anytime You Need Me“ explizit zu verstehen gab.

Trackliste:

01. Take It No More
02. Win You Over
03. Start The Car
04. Dirty Laundry
05. Don’t Cry For Me
06. Further On Down The Line
07. The Question Why
08. Have You Ever Loved A Woman
09. Anytime You Need Me (Zugaabe)

Line-up:
Ben Poole (lead vocals, electric guitar)
Steve Amadeo (bass)
Chris Hardwick (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Ben Poole
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To Hoop

Kenny Wayne Shepherd – Dirt On My Diamonds Vol. 1 – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Seit den 1990er Jahren ist der Gitarrist, Sänger und Songschreiber Kenny Wayne Shepherd eine innovative und feste Größe des US-amerikanischen Blues Rocks. Der aus Shreveport, Louisiana, stammende Autodidakt hat nun sein neues Album “Dirt On My Diamonds” vorgestellt. Der Longplayer entstand im berühmten Fame Studio in Muscle Shoals, Alabama. Durch die langjährige, bewährte Zusammenarbeit mit Produzent Marshall Altman (u.v.a. auch Tom Morello) sind z. B. die erfolgreichen Alben “Lay It Down” (2017) und “The Traveler” (2019) entstanden. Und so hat auch “Dirt On My Diamonds” durch diese eingespielte Kooperation offenbar einen klanglichen Synergievorteil.

Die 1. Single “Sweet & Low” vereint moderne Einflüsse (z. B. Scratch-Effekte) mit traditionellen Blues Rock-Elementen, hinzu kommen eine starke Horn-Section, die Shepherd-Vocals und Wah-Wah-Gitarre, zum rauen Kraftpaket. Eine Vorab-Auskopplung, die als Visitenkarte dem Album ihren Stempel aufdrückt, genauso wie auch die 2. Single “Best Of Times” – mit dem immer herausragenden Gesang von Noah Hunt. Mit Big Brass Sounding sowie Shepherds Guitar Impressionen besitzt das Stück kleine avantgardistische Anklänge, die unwillkürlich ebenso dem musikalischen Multitalent Prince zugeschrieben werden könnten.

Atmosphärisch eröffnet wird die Scheibe jedoch durch den kompakten Titel-Track “Dirt On My Diamonds”. Ein soulig warmer Sound der Bläsergruppe motiviert das raue Solo der E-Gitarre und bereitet den Weg für sieben Kompositionen eines Songwriter Teams, das ohne Kompromisse dichten Blues-Rock entwickelt hat. Immer wieder entstehen glänzende, breite Bläser Back-ups und virtuoses Gitarrenfeuerwerk. “Man On A Mission” und “Bad Intentions” sind eben solche Songs, gleichzeitig frisch und modern mit Ecken und Kanten.

Etwas alternativ wirken hingegen das Reggae-inspirierte “You Can’t Love Me” und die alte Elton John-Party-Hymne “Saturday Night’s Alright For Fighting” (vom legendären 1973er “Yellow Brick Road”-Album) mit teilweise nah am Original ausgelegten Piano- und Gitarren-Exkursionen. Der hingegen ausgesprochen traditionelle Slow Blues “Ease My Mind”, der längste und bluesigste Titel der Scheibe, schließt die Tracklist des Albums, ganz im Zeichen der südstaatlichen Roots-Rock-Wurzeln des Interpreten.

“Für mich geht es vor allem darum, die Essenz der Band einzufangen, die live zusammen spielt, denn das ist es, was wir am besten können”, so Kenny Wayne Shepherd über sein neues Studiowerk “Dirt On My Diamonds Vol.1”. Hierzu entwickelt das Album ein maßgeschneidertes Hörerlebnis und das Konzept eines zukunftsorientierten, hochtalentierten Blues-Rock-Gitarristen. Man kann zurecht auf Vol. 2 gespannt sein.

Provogue Records (2023)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. Dirt On My Diamonds
02. Sweet & Low
03. Best Of Times
04. You Can’t Love Me
05. Man On A Mission
06. Saturday Night’s Alright For Fighting
07. Bad Intentions
08. Ease My Mind

Kenny Wayne Shepherd
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Mascot Label Group

Robert LaRoche – Forevermore – CD-Review

Review: Michael Segets

Robert LaRoche nahm ich das erste Mal als Gitarrist von Patricia Vonne wahr, als er an ihrer Seite in der Kulturrampe eine überzeugende Show ablieferte. Am Merch-Stand zeigte er sich anschließend überaus freundlich und zugewandt, sodass ich gerne im letzten Monat das Konzert des Robert LaRoche Trios in der Krefelder Kultlocation besuchte. Zuvor trat er als Überraschungsgast bei der Verleihung des Stadtsiegels an Markus „Pille“ Peerlings durch den Oberbürgermeister Frank Meyer im Rathaus auf. Diese Aktion steigerte meine Sympathien für ihn noch weiter.

Im Gepäck hatte LaRoche seine dritte Solo-CD „Forevermore“, die von John DeNicola sowie Darin Murphy produziert wurde. Die zehn von LaRoche geschriebenen Songs bewegen sich überwiegend im Midtempo. Die meisten Stücke liegen unter drei Minuten, keines knackt die Vier-Minuten-Marke. Insgesamt ist das Album also ein kurzes Vergnügen – aber ein Vergnügen.

Der Singer/Songwriter setzt eine Vielzahl von Instrumenten ein, um einen breiten Klangteppich zu erzeugen, der aber handgemacht wirkt. So sind Violine und Cello bei dem atmosphärischen „Temporary Virtue“ präsent. Eine B-3 Orgel begleitet „Safer Inside“ und „End Of Time“. Ungewöhnlichere Instrumente wie Vibraphon oder Glockenspiel („Hard Rain“) sind ebenfalls zu hören. Die Begleitung ist dabei nie aufdringlich oder wird zur Effekthascherei eingesetzt. Sie integrieren sich in die Songs und tragen deren Stimmung. Einige Tracks wie „She Knows“ und „Traitorous Heart“ sind dann auch in klassischer Bandbesetzung eingespielt.

Besonders gelungen ist der Einstieg „Steal Your Heart“. Hier gibt sich LaRoche von seiner rockigeren Seite, die ihm als Sideman bei Vonne schon gut zu Gesicht stand. Diese scheint auch bei dem folgenden „Burn hat Kingdom“ mit integriertem E-Gitarren-Solo durch. Mit seinem staubigen Intro würde der Song auch gut zu der Tejano-Queen passen, für die LaRoche als Songwriter tätig war. „Home Again“ geht vor allem auch durch den mehrstimmigen Harmoniegesang in Richtung Westcoast.

Einen Höhepunkt erreicht der Longplayer bei dem Titelstück „Forevermore“. Die ruhige, reduzierte Single erzeugt mit akustischer Gitarre, Geige und Cello eine wehmütige Atmosphäre, in die man versinken kann. Insgesamt erscheint die erste Hälfte des Albums etwas stärker, wobei sich auch in der zweiten Hälfte besonders hörenswerte Tracks finden – allen voran das bereits erwähnte „Temporary Virtue“.

Der in Massachusetts geborene und in Austin, Texas, wohnhafte Songwriter verarbeitet autobiographische Erfahrungen in seinen Texten, die sich um Beziehungen drehen. Ohne gekünstelte Ausflüge in literarisch bemühte Höhen, bringt er seine Gefühle gerade heraus, sodass die Lyrics im Kern authentisch wirken.

Auch ohne den Sympathiebonus, den sich Robert LaRoche bei seinen Auftritten in der Kulturrampe erworben hat, hält „Forevermore“ einige Glanzstücke bereit. LaRoche beweist sich mit „Forevermore“ als gestandener Songwriter, der weiß, was er tut. Das Album erscheint trotz unterschiedlich arrangierten Songs handgemacht und folgt einer Linie.

OMAD Records (2023)
Stil: Americana

Tracks:
01. Steal Your Heart
02. Burn That Kingdom
03. Home Again
04. Forevermore
05. Safer Inside
06. She Knows
07. Temporary Virtue
08. Hard Rain
09. Traitorous Heart
10. End Of Time

Robert LaRoche
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OMAD Records

Chris Stapleton – Higher – CD-Review

Seit seinem Schwenk vom erfolgreichen Songlieferant für das ‚Who Is Who‘ der Neshville-New Countrymusiker-Elite (u. a. George Strait, Kenny Chesney, Tim McGraw, Luke Bryan), über zwei eher bedeutungslose Bandbeteiligungen (The SteelDrivers und die Southern Rock-Combo The Jompson Brothers) zum eigenständigen Solo-Interpreten, ging es für den aus Lexington, Kentucky, stammenden Chris Stapleton nur noch hoch hinaus.

Ab seinem Debütalbum „Traveller“ im Jahr 2015, das sofort bei den ACM-Awards abräumte, hat Stapleton quasi mit jedem neu erscheinenden Werk quasi den Platz an der Pole-Position der Billboard Country-Charts abonniert. Auch „Higher“, soviel kann vorweg genommen werden, dürfte in dieser Hinsicht keine Ausnahme bilden.

Wieder mal liefert der Protagonist mit 14 Tracks einen üppigen und hochklassigen Longplayer, der von Dave Cobb, Morgane Stapleton und ihm selbst produziert und im RCA Studio A in Nashville aufgenommen wurde. Neben ihm (Gesang, Akustikgitarre, E-Gitarre, Slide-E-Gitarre) sind auf dem Album auch Cobb (Akustikgitarre, E-Gitarre), J.T. Cure (Bass), Paul Franklin (Pedal Steel), Derek Mixon (Schlagzeug), Morgane (Hintergrundgesang, Synthesizer, Tamburin) und Lee Pardini (Orgel, Klavier) instrumentell involviert.

Allein schon die beiden southern-umwehten E-Gitarren-Soli (zunächst Slide im Mittelteil und konventionell im Ausklang) beim melancholischen Country-Opener „What Am I Gonna Do“ lassen den Rezensenten ins Schwärmen geraten. Auch das im Anschluss folgende „South Dakota“ ist eindeutig Stoff für Southern Rock-Liebhaber.

Der Star des Albums ist die außergewöhnliche Stimme Stapletons, die man wirklich unter Millionen sofort heraushört. Dieses Pfund weiß der für seine Effizienz bekannte Star Producer Dave Cobb natürlich zu nutzen und hat das musikalische Drumherum, das man hier auch durchaus als vielschichtig bezeichnen kann,  dementsprechend einfühlsam angepasst.

So gibt es auf dem Country-Fundament neben Southern Rock-Ingredienzien auch blues-soulige- („Think I’m In Love With You“, „Loving You On My Mind“) und folkige Elemente („The Bottom“, „Mountains Of My Mind“) zu bestaunen. Herrlich, wenn Chris bei manch tollen Songs wie z. B. „Loving You On My Mind“ oder dem grandiosen Titelstück „Higher“ von seiner rotzig frechen Stimme teilweise spielend leicht in kreischende Falsetto-Sphären umschwenkt.

Was mir auf diesem Werk besonders gut gefällt ist, dass durch viele Tracks ein Hauch von bekannten Stücken weht, die aber tatsächlich nur in der Assoziation hervorgerufen werden. Das atmosphärische „The Fire“, das von Fleetwood Mac-Flair durchzogen ist oder das fulminante „White Horse“, das an große Clapton-/Winwood-Zeiten erinnert, dienen als Paradebeispiele.

Daneben gibt es viele kleine Country-Ohrwürmer mit weinender Steel und schönen Harmoniegesängen von Ehefrau Morgane wie „Trust“ (mit wunderschönem Text), „It Takes A Woman“, „The Day I Day“ oder „Weight Of Your World“. Etwas aus dem Rahmen fällt eigentlich nur der finale Track „Mountains Of My Mind“, wo Stapleton lediglich zur Akustikgitarrenbegleitung singt. Hört sich wie eine Art Demosong an, der noch auf weitere instrumentelle Ausfeilung wartet, aber natürlich zum Schluss nochmals Chris‘ exquisite Stimmkunst besonders unterstreicht.

Am Ende stellt sich mir nach dieser beeindruckenden CD eigentlich nur die Frage, ob der mehrfach Grammy- und Award-gekrönte Chris Stapleton, der eh schon ganz oben im New Country-Olymp steht, mit „Higher“ noch höher hinaus kann. Sein Anspruch in dieser Hinsicht ist hier jedenfalls omnipräsent. Ein ganz heißer Kandidat bei mir für das Album des Jahres.

Mercury Records Nashville (2023)
Stil: New Country

Tracks:
01. What Am I Gonna Do
02. South Dakota
03. Trust
04. It Takes A Woman
05. The Fire
06. Think I’m In Love With You
07. Loving You On My Mind
08. White Horse
09. Higher
10. The Bottom
11. The Day I Die
12. Crosswind
13. Weight Of Your World
14. Mountains Of My Mind

Chris Stapleton
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