Pat Carter – Love In The Time Of Capitalism– Album-Review

Review: Michael Segets

Pat Carter brachte mit der Band Rodeo FM bisher vier Alben heraus und tourte ausgiebig quer durch Europa. Nun wandelt er mit „Love In The Time Of Capitalism“ auf Solo-Pfaden, wobei die aktuelle Single „Big Machine“ zusammen mit Radio FM geschrieben und eingespielt wurde. Die Alternative Country Band spielt laut Fachpresse linksorientierten Diskurs-Country und auch Carters Albumtitel weist in diese Richtung. Soweit ich die Texte nachvollziehe, finden sich zwar häufig sozialkritische Töne, aber „Love In The Time Of Capitalism“ ist kein schwermütiges Werk, das einen politisch verkopften Eindruck hinterlässt.

Mit „Here’s To You“ steigt Carter mit einer flotten Americana-Nummer in seinen Longplayer ein. Die erste Auskopplung „Taste Of Sand“ ist moderner Folk, der trotz seines ernsthaften Inhalts eine gewisse Leichtigkeit verströmt. Dazwischen ist „Gentle & Honest“ eingeschoben. Mit dem gefühlvollen Anfang und seinem souligen Touch, der durch Trompete und Saxophon unterstützt wird, zählt das Stück zu den Highlights des Longplayers. Ebenso nimmt mich das Roots-rockige „Ridicule The Bougeoisie“ mit, bei dem Karl Marx von der Ferne grüßt.

Der mit schönem Fingerpicking und einer gehörigen Portion Slide performte Titeltrack „Love In The Time Of Capitalism“ markiert dann eine Zäsur in dem Werk. Wenn es bis dahin nichts zu mäkeln gibt, liegen die Songs im Mittelteil des Albums nicht auf meiner Linie. Bei „Barbed Wire“ stört mich der gezogene Gesang, „Kitchen Door“ geht in Richtung Indie-Pop und die Ballade „Miranda“ dümpelt über sechs Minuten vor sich hin.

Zur Form des Anfangs findet Carter mit „Street Corner“ zurück. Die entspannt daherkommende Country-Nummer punktet mit Twang und Slide. Etwas ruhiger wird es bei „Why Do Birds“, das in einer Passagen etwas dramatisch ausfällt. Gradlinig rockt „Xenia, Ohio“. Er lässt die schwächelnde Mitte des Longplayers fast vergessen. Nur mit seiner Gitarre performt Carter das letzte Stück der CD „What About Trouble“. Am Abschluss wird nochmal die Qualität seines Songwritings deutlich.

Der Vielzahl aufgegriffener musikalischer Einflüsse ist es geschuldet, dass nicht jeder Track bei mir zündet. Pat Carters „Love In The Time Of Capitalism“ überzeugt dennoch über weite Teile vor allem bei den erdigen und rockigen Stücken. Texte mit ernsthaftem Hintergrund verpackt er mit einer gewissen Leichtigkeit in seinen Songs so, dass man ihnen gerne zuhört.

Pat Carter ist im August mit Rodeo FM unterwegs. Im September tourt er Solo mit Auftritten in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz.

London Rage Records (2025)
Stil: Americana and more

Tracks:
01. Here’s To You
02. Gentle & Honest
03. Taste Of Sand
04. Ridicule The Bourgeoisie
05. Love In The Time Of Capitalism
06. Barbed Wire
07. Kitchen Door
08. Miranda
09. Big Machine
10. Street Corner
11. Why Do Birds
12. Xenia, Ohio
13. What About Trouble

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The Boneshakers – Live To Be This – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Wenn Soul auf R&B trifft, Detroit Rock sich mit Funk verbindet und der Blues das Ganze abrundet, dann stehen The Boneshakers aus Saint Louis auf der Bühne. Ihr aktuelles Werk ”Live To Be This” ist immerhin bereits das 11.Studioalbum und umfasst eigene Songs sowie handverlesene Covertitel.

Los geht’s rasant mit “I’ll Kick A Brick (For My Man)”, einer 71er Hot Sauce Glanz-Nr., die Soul-Funk im Tina Turner Style als mitreißende Performance wiederbelebt. Nahtlos passend schließt sich “They Say I’m Different” an den Opener. Die Betty Davis Blues-Funk-Hymne (Original 1974) würdigt intensiv die Blues- und Rock-Größen der Anfangsjahre in ebenso glanzvoll funkiger Tradition und verdient es einfach, wieder aus der Vergessenheit geholt zu werden. Gleiches gilt für den Bobby Patterson Titel “How Do You Spell Love” aus 1972, der im stampfenden Blues Dance beim Mitmachen schnell die Schweißperlen treibt. The Boneshakers liefern hochklassige Versionen früher Klassiker voll auf den Punkt. So auch beim Iggy Pop Track “I Need Somebody” (1977), bravouröser Blues-Funk-Rock steht mit dem bekannten Original auf Augenhöhe.

Doch wer sind The Boneshakers überhaupt? Den bewegungsfreudigen Bandnamen erfand US-Ikone Bonnie Raitt kurzerhand 1996, als sie von der Studioband mehr als begeistert war. Die eigentliche Boneshakin‘ Story begann dann ein Jahr später und mit der Zusammenarbeit des ehemaligen Was (Not Was) Multigitarristen Randy Jacobs mit Sänger “Sweetpea” Atkinson (verst. 2020) und wechselnden Besetzungen. Produzent John Wooler holte mit der jungen Bluessängerin Jesse Langer schließlich die neue, hochkarätige Stimme für die Aufnahmen von “One Foot In The Groove” (2022) mit ins Boot. Das Album erreichte jeweils Nr.1 der UK-Blues und der US-Soul-Blues Charts.

Für die aktuelle Scheibe hat das Produzententeam (u.a. Wooler, Mike Zito, Oliver Overton) ein bemerkenswertes All-Star Line-up in das Studio geholt. Neben Blues-Legende Bobby Rush, sind u.a. Harp-Player Charlie Musselwhite, Gitarrist Coco Montoya (John Mayall Band), auch Don Was und Saxophonist Jimmy Carpenter mit dabei. Entsprechend sind auch die weiteren Titel eine exzellente Darbietung vielfach unterschätzter Originalkompositionen, wie u.a. “Here I Am” (von Eddie Hinton), „Don’t Deny Me” (von Jerry Lynn Williams) oder “Tears Of The World” (Willie Hale). Hinzu kommen gleichwertige, eigene Songs, wie z. B. “Evil No More” – mit unverkennbarem Harp-Solo, sowie „Ain’t Good Enough For Me”, selbst fast bereits ein Klassiker. Jesse Langers Vocals belohnen allemal, ob im Duett mit Bobby Rush auf dem überragenden “Salty”, oder auf den gleich zwei Akustik-Aufnahmen von “Dobro Jones” (Delta bzw. Country Mix) und genialer Slide-Begleitung von Randy Jacobs. Selbst die schöne Bonus Zugabe “Cake And The Candle” setzt dem “Sahnehäubchen” eine kleine, liebevolle Krone auf.

Mit “Live To Be This” präsentieren The Boneshakers erneut eine beachtliche Trackliste: 15 Songs, die den breiten Rahmen ihrer Stilrichtung kontinuierlich erweitern. Ein Sound, der mitreißt und bewegt – musikalisch wie emotional. Die Boneshakers setzen hier ihren hohen Wiedererkennungswert als gelebtes Motto um und liefern ein Album voller Intensität und Ausdruckskraft.

Gulf Coast Records (2025)
Stil: Blues, Soul, Funk, Rhythm & Blues

Tracks:
01. I’ll Kick A Brick (For My Man)
02. They Say I’m Different
03. How Do You Spell Love
04. I Need Somebody
05. Dobro Jones (Delta Mix)
06. Evil No More feat. Charlie Musselwhite
07. I Am The Cool feat. Don Was
08. Here I Am
09. Salty feat. Bobby Rush
10. Don’t Deny Me feat. Jimmy Carpenter and Coco Montoya
11. Took A Trip
12. Tears Of The World
13. Ain’t Good Enough For Me
14. Dobro Jones (Low Country Mix)
15. The Cake And The Candle

The Boneshakers
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Jason Isbell – Something More Than Free (10 Year Anniversary Edition) – Album-Review

Review: Michael Segets

Jason Isbell sorgt konsequent dafür, dass seine früheren Werke greifbar bleiben. Im Vergleich zu dem vor zwei Jahren erschienenen Paket zu „Southeastern“, das neben der remasterten Version des Albums Demoversionen und einen Konzertmitschnitt umfasst, fällt die Jubiläumsausgabe zum zehnten Jahrestag der Erstveröffentlichung von „Something More Than Free“ bescheidener aus.

Das Album wurde von Sylvia Massy (Tom Petty, Johnny Cash, Prince) neu abgemischt und bietet mit „Should I Go Missing“ einen Track, der nicht auf dem Original vertreten ist. Das bisher unveröffentlichte Stück mit dominanter Slide-Gitarre und hallverzerrtem Gesang führt das weiter, was mit „Palmetto Rose“ und „To A Band That I Loved“ am Ende des ursprünglichen Longplayers bereits anklingt. Insgesamt integriert sich der bluesorienierte Song aber nicht ganz nahtlos in das eher folkorientierte Werk. Er ist dennoch ein guter Beitrag, der als Ergänzung lohnt.

Das 2015 erschienene „Something More Than Free” bescherte Isbell seine beiden ersten Grammy-Awards. Ausgezeichnet wurde es als Americana-Album des Jahres und „24 Frames“ gewann in der Kategorie American Roots Song den Preis. Produziert hat Dave Cobb und an der Einspielung waren Amanda Shires, Sadler Vaden sowie weitere Mitglieder von „The 400 Unit“ beteiligt. Wann Isbell Solo-Alben und wann er welche mit „The 400 Unit“ veröffentlicht, erschließt sich mir nicht immer. „Something More Than Free” wird jedenfalls als Solo-Scheibe gezählt.

Neben „24 Frames“ und „Flagship“, die als Klassiker von Isbell gelten können, finden sich einige weitere Stücke, die zum gängigen Live-Repertoire gehören. So sind der Titelsong sowie „This Life You Chose“ auf der ersten CD aus dem Ryman Auditorium vertreten. „Speed Trap Town“ spielte Isbell auf der diesjährigen Akustiktour in Deutschland. Das von der Kritik hoch gelobte „Something More Than Free” enthält also einige Publikumslieblinge. Zu meinen Favoriten auf dem Album gehört der Folksong mit gospligen Refrain „If It Takes A Lifetime“.

„Something More Than Free” gehört in jede gut sortierte Americana-Sammlung. Wenn diese komplettiert werden soll, bietet es sich an, zur neu abgemischten und um einen Song erweiterten „10 Year Anniversary Edition“ zu greifen. Digital ist die Jubiläumsausgabe bereits erhältlich, als CD und LP ist sie für den 3. Oktober 2025 angekündigt.

Southeastern Records – Thirty Tigers/Membran (2025)
Stil: Americana

Tracks:
01. If It Takes A Lifetime
02. 24 Frames
03. Flagship
04. How To Forget
05. Children Of Children
06. The Life You Chose
07. Something More Than Free
08. Speed Trap Town
09. Hudson Commodore
10. Palmetto Rose
11. To A Band I Loved
12. Should I Go Missing

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Hayes Carll – We’re Only Human – CD-Review

Review: Michael Segets

Während Hayes Carll seine letzten Alben Schlag auf Schlag veröffentlichte, gingen vier Jahre ins Land, bis er nun den Nachfolger zu dem von der Kritik hoch gelobten „You Get It All“ (2021) nachschiebt. Das Warten hat sich jedenfalls gelohnt. Carll liefert auf „We’re Only Human“ wieder formidable Singer/Songwriter-Kost ab. Seinen scharfzüngigen Sarkasmus hat Carll nicht verloren. Dabei vermeidet er den erhobenen Zeigefinger, nimmt aber die menschlichen – und damit auch die eigenen – Schwächen aufs Korn. Dabei behält der Texaner den lebensbejahenden Tenor, der bereits seine früheren Alben durchzieht, weiterhin bei.

So zeichnet Carll beim Titelsong ein durchaus tiefsinniges Bild vom Menschen in einem Leben zwischen Angst und Hoffnung. Während hier die Klavierbegleitung bemerkenswert ist, steht bei „Progress Of Man (Bitcoin & Cattle)“ die Geige und das Fingerpicking im Vordergrund. Das Stück fängt als Bluesgrass-Nummer an, weicht dann jedoch mit Schlagzeug- und Klaviereinsatz von der klassischen Instrumentierung ab. Der bissige Humor des Textes wird im Lyric-Video durch die Bilder noch verstärkt. Es ich anzusehen, sind gut investierte vier Minuten.

Rockigere Töne, wie auf dem vorherigen Album vereinzelt zu finden, schlägt Carll diesmal nicht an. Der Schwerpunkt des Longplayers liegt auf langsamen Beiträgen. Dabei gelingen ihm eingängige Stücke („Stay Here Awhile“), die er manchmal mit viel Slide unterlegt („One Day“, „Making Amends“), die dann in Richtung Country weisen. Mit dem definitiv im Country zu verortenden „What I Will Be“ zieht das Tempo etwas an. Den Track schrieb Carll zusammen mit den Brothers Osborne. Er führt so eine bewährte Kollaboration fort.

Bei „I Got Away With It“ besticht der Einsatz der elektrischen Gitarre, der dem Song eine gewisse Dynamik mitgibt. Das schwächere „High” steigt mit einem einzelnen Horn ein, plätschert danach aber vor sich hin. Insgesamt bieten die balladesken Tracks trotz ihrer ähnlichen Ausrichtung eine gewisse Varianz hinsichtlich der Instrumentalisierung. Einen Big Band-Sound hat der ausgelassene Swing „Good People (Thank Me)“. Mit ihm hält das Album nochmal einen überraschenden Beitrag parat.

Carll setzt seinem Werk mit dem abschließenden „May I Never“ das Sahnehäubchen auf. Der stimmungsvolle Song zwischen Folk und Gospel lässt Parallelen zu Pete Seeger zu. Carll lud befreundete Musiker*innen ein, jeweils einen Vers zu singen: Ray Wylie Hubbard, Shovels & Rope, Darrell Scott, Nicole Atkins, Gordy Quist und Ed Jurdi (The Band Of Heathens).

Auf Hayes Carlls Alben finden sich stets einige Songperlen. „We’re Only Human“ bildet da keine Ausnahme. Intelligente Texte, die oftmals zum Schmunzeln einladen, zeichnen Carll aus. Musikalisch bedient er sich traditioneller Muster des Singer/Songwriter-Genres, bleibt aber nicht in diesen stecken, sondern führt sie souverän fort. Der neue Longplayer reiht sich so in die Linie seiner Veröffentlichungen ein und Carll erweist sich erneut als verlässliche Größe der Szene.

HWY 87 Records – Thirty Tigers/Membran (2025)
Stil: Americana

Tracks:
01. We’re Only Human
02. Stay Here Awhile
03. Progress Of Man (Bitcoin & Cattle)
04. High
05. One Day
06. What I Will Be
07. Good People (Thank Me)
08. I Got Away With It
09. Making Amends
10. May I Never

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Monster Mike Welch – Keep Living Til I Die – CD-Review

Der mir bis dato unbekannte Gitarrist Monster Mike Welch weckte natürlich alleine schon durch sein Spitznamen, den er übrigens mit 13 Jahren von Ghostbusters-Darsteller Dan Aykroyd verpasst bekam, eine gewisse Erwartungshaltung.

Kommt einem hier auf seinem neuen Album „Keep Living Til I Die“ eine echte Rampensau und/oder ein furioser Gitarren-Wizzard unter die Fittiche? Der Titel des Werks würde auf jeden Fall schonmal meiner Art des Humors  entsprechen, wenn er selbstironischen Charakter hätte, in diesem Fall geht es aber im gleichnamigen Opener um die Sterblichkeit der Mutter.

Musik ist ja immer Geschmacksache, ich persönlich tue mich mit der Scheibe sehr schwer. Zum einen gefällt mir die wenig ausdrucksstarke Stimme des Protagonisten überhaupt nicht, zum anderen bin ich kein großer Anhänger vom Blues der Kings, Collins, Johnsons oder von Clapton im Stadium der Endsechziger oder Anfang der Siebziger Jahre, der hier offensichtlich mit Begeisterung gehuldigt wird.

So kommen mir am Ende auch die zwei Instrumentalstücke „Good To Me As I Am Good To You“ (ein eigentlich besungener Aretha Franklin-Song) und das Bob Dylan-Cover „Dear Landlord“, hier im Derek And The Dominos-Syle serviert, noch am Nächsten.

Der Rest ist relativ unspektakulärer Retro-Blues, mit versiert gespielten E-Gitarrenparts und auch recht gekonnten Keys-Variationen von Bruce Milgate. Mein Gefühl sagt mir, Mike sollte sich wieder einen Platz , wie schon geschehen u. a. bei Sugar Ray And The Bluetones, in einem Bandgefüge suchen und dort seine unzweifelhaften Künste im E-Gitarrenspiel einbringen.

Und wenn Welch dann beim finalen Track mit „Burial Season“ noch schwermütige Totengräberstimmung verbreitet, ist meine eh schon nicht gerade euphorische Laune beim Hören dieses Silberlings endgültig im Keller.

Somit bietet „Keep Living Til I Die“ von Monster Mike Welch viel Stoff für die hartgesottenen (bzw. übrig gebliebenen) Blues-Aficionados der alten Tage, meine Suche nach dem Monster in Mike blieb allerdings ziemlich erfolglos. Der Brite würde resümieren: „Not my cup of tea!“

Eigenproduktion (2025)
Stil: Blues

Tracks:
01. Keep Living Til I Die
02. Love Me Baby
03. Your Problem To Solve
04. Good To Me As I Am Good To You
05. Hell Hound On My Trail
06. I Finally Hit The Bottom
07. Do Want You Want With My Grave
08. She Makes Time
09. Dear Landlord
10. I Just Don’t Understand
11. Some Other Guy
12. The Whole Idea Of You
13. Burial Season

Monster Mike Welch
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Bonnie Raitt & Warren Haynes – Support: Henrik Freischlader – 03.07.2025, KUNST!RASEN, Bonn – Konzertnachlese

Nachdem Henrik Freischlader schon ab 17 Uhr (da stand ich noch im Stau) den Konzertabend eröffnet hatte, betritt Warren Haynes mit seiner Band gegen 18:15 Uhr die Bühne auf dem Bonner Kunst!Rasen.

Über etwa 90 Minuten präsentiert er einen Querschnitt seiner musikalischen Karriere mit vier Songs vom aktuellen Album und spickt die eigenen Songs mit Nummern von Gov´’t Mule und der Allman Brothers Band.

Vom ersten Song „Man In Motion“ an elektrisiert er mit seinem unverwechselbaren Gitarrenspiel die Fans. Dabei ist er selbst meist stoisch zum Teil in sich gekehrt wirkend auf der Bühne, zu sehen ist aber, wie er mit einem Lächeln im Gesicht die Stimmung der Fans aufsaugt.

In Bewegung sind aber seine Finger, die bei den Soli über die Saiten jagen, wobei jede Note ihre Berechtigung hat und auf den Punkt gespielt ist. Das trifft aber auch auf die Musiker seiner Band zu.

Der hünenhafte Kevin Scott, den man mit seiner Latzhose eher auf einer Farm vermuten würde, zeigt am Bass, dass ein stampfender Rhythmus auch mit Gefühl verbunden werden kann. Stark sein mehrminütiges Solo, wo er alles aus seinem Instrument herausholt.

Sein Rhythmuspartner an den Drums, Terence Higgins überzeugt, wie er die Drumsticks mit einer scheinbaren Leichtigkeit einsetzt. Greg Osby am Saxophon und Keyboarder John Medeski würzen die Stückes mit zahlreichen Soli und ernten mehrfach Szenenapplaus. Mit einer fulminanten Version vom ABB Klassiker „Soulshine“ als Zugabe beendet Warren Haynes mit seiner Band ein Konzert, das die Fans begeisterte.

Line-up Warren Haynes:
Warren Haynes (lead vocals, electric guitar)
Kevin Scott (bass)
Terrence Higgins (drums)
Matt Slocum (keyboards)
Greg Osby (saxophone)

Nach einer etwa 30-minütigen Umbaupause betritt Bonnie Raitt unter Applaus der Fans die Bühne. Das Bild auf der Leinwand erweckt dabei den Eindruck, sie würde vor der Kulisse eines Sees auftreten hinter dem gerade die Sonne untergeht.

Als zweiter Headliner zeigt sie in etwa 90 Minuten, dass sie von vielen fast als Legende gesehen wird. Mit ihrer eindrucksvollen Bühnenpräsenz zieht sie vom ersten Song an die Fans in ihren Bann.

Sie spannt dabei einen Bogen von Americana über Folk bis hin zum Blues und drückt den gecoverten Songs, die sie in Eigenkompositionen einstreut, mit ihrer ausdrucksstarken Stimme ihren eigenen Stempel auf. Bei manchen balladesken Tracks sorgt sie für eine melancholische Stimmung, welche dem einen oder anderen Fan ein Tränchen aus den Augen fließen lässt.

An ihrer Seite hat sie mit Duke Levine eines starken Gitarristen, der das eine oder andere Solo beisteuert. Gestützt wird der volle transparente Sound durch Keyboarder Glenn Patscha, Ricky Fataar an den Drums und James Hutchinson am Bass. Eine besondere Note bringt Gastmusiker Jon Cleary, der bei einigen Liedern Keyboards beisteuert und einmal sogar den Leadgesang übernimmt.

Abgerundet wird der beeindruckende Abend, als die Grande Dame bei der letzten Zugabe „Never Make Your Move Too Soon“ Warren Haynes sowie Jon Cleary mit auf die Bühne bittet und sogar George Marinelli als vierter Gitarrist auf der Bühne auftaucht und der B.B. King-Song in neue Sphären gehoben wird.

Line-up Bonnie Raitt:
Bonnie Raitt (lead vocals, guitar)
Duke Levine (electric guitar)
Glenn Patscha (kexboards)
James Hutchinson (bass)
Ricky Fataar (drums)
Special guest: Jon Cleary (keyboard, vocals)

Text & Bilder: Gernot Mangold

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3Dog Entertainment
KUNST!RASEN, Bonn

The Wood Brothers – Puff Of Smoke – CD-Review

Review: Michael Segets

Die Musik, die Oliver und Chris Wood sowie Jonathan Rix seit gut zwanzig Jahren als The Wood Brothers machen, wird zum Teil als progressive Variante des Americana bezeichnet. Progression im musikalischen Bereich ist tendenziell anspruchsvoll, weil sie mit Hörgewohnheiten bricht. Andererseits ermöglicht sie Innovation und bläst so frischen Wind durch die Lautsprecher. Dass sich an The Wood Brothers und somit auch an ihrem neuen Album „Puff Of Smoke“ die Geister scheiden, ist also vorprogrammiert. Mein Verhältnis zu ihrer Musik ist ambivalent und stark von meiner Gemütslage oder psychischen Verfassung abhängig. Manchmal kann ich meinen Favoriten „Don’t Think About My Dead“ von der Scheibe „Kingdom In My Mind“ (2020) quasi in Dauerschleife hören, an anderen Tagen ist er ein Fall für die Skip-Taste. Ähnlich verhält es sich mit einigen neuen Tracks.

Das entspannte Titelstück im Midtempo „Puff Of Smoke“ bringt das grundlegende Statement des Werks ganz gut zum Ausdruck: Genieße den Tag und bleibe im Augenblick, denn die aus den Fugen geratene weltpolitische Lage, ändern wir Normalsterblichen nicht. The Wood Brothers präferieren Lebensfreude statt Fatalismus. Die Rauchschwaden sind nicht nur Symbol der unvermeidbaren Vergänglichkeit, sondern erscheinen in manchen Textstellen auch als lebenspraktische Möglichkeit, den Tag zu genießen. Von der letztgenannten Option wird hier dringend abgeraten. Entsprechend ihrer tiefenentspannten Grundhaltung widersprechen The Wood Brothers der Vorstellung, dass sich die Welt um Geld dreht („Money Song“) und hoffen mit einem Augenzwinkern, dass Gott lächelt, wenn er ihre Musik hört („Pray God Listens“).

Sommerlich locker präsentiert sich „Is It Up To You“ in der Mitte des Albums. In der zweiten Hälfte finden sich relativ gradlinige Songs wie die Ballade „The Waves“. „Slow Rise (To The Middle)“ und „You Choose Me“. Dennoch sind in die Stücke extravagante Sprengsel eingewoben. Deutlich experimentierfreudiger ist „Above All Others“. Zum Dreivierteltakt wabbern Klänge aus einem von Rix umgebauten analogen Synthesizer. Das Stück entwickelt allerdings in seinem Verlauf mit dem mächtigen Einstieg des Schlagzeugs einen fast schon hymnischen Charakter.

Ebenso nutzt das Trio bei „The Trick“ Verzerrungen und andere technische Spielereien, die sich in der Mitte und vor allem beim Ausklang des Tracks bemerkbar machen und den Gesamteindruck des rockigsten Beitrags des Albums etwas schmälern. Zwischen der ersten Single „Witness“ und dem mit harmonischer Klavierbegleitung vergleichsweise zahm wirkenden „Till The End“ liegen neun Eigenkompositionen der Band, bei denen sie ihren eigenen – manchmal eigenartigen – Stil beibehält.

The Wood Brothers bewegen sich mit „Puff Of Smoke“ erneut einen Schritt neben den Konventionen, die im Americana ihre Gültigkeit beanspruchen. Das wirkt erfrischend, an einigen Stellen aber auch anstrengend. Wer die Band kennt, macht mit dem Erwerb des Albums nichts verkehrt. Alle anderen sollten sich zunächst die drei aus dem aktuellen Longplayers ausgekoppelten Videos zu Gemüte führen, die auf der Website der Wood Brothers zu finden sind.

Honey Jar Records – Thirty Tigers (2025)
Stil: Americana

Tracks:
01. Witness
02. Puff Of Smoke
03. Pray God Listens
04. Money Song
05. The Trick
06. Is It Up To You
07. Above All Others
08. The Waves
09. Slow Rise (To The Middle)
10. You Choose Me
11. Till The End

The Wood Brothers
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Sunny Sweeney – Rhinestone Requiem – CD-Review

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Eigentlich bin ich ja bekannter Weise nicht so der ganz große bekennende Fan des Traditional Country. Ich habe es in Sachen Country ja eher mehr mit dem ‚New‘ davor. Sunny Sweeney ist eine der wenigen Ausnahmen. Sie hat bewiesen, dass sie beides kann und ihr Schwenk zum texanisch Outlaw-infizierten Honkytonk-Country kommt dermaßen authentisch, frisch, frech und witzig rüber, dass man sich dem nicht entziehen kann.

Hatte ich ihr Vorgängerwerk „Married Alone“ bereits in höchsten Tönen über den grünen Klee gelobt, blüht die Amerikanerin, mittlerweile geschieden und in Hendersonville, Tennessee, ansässig, im Rahmen ihrer auch im Leben neu gewonnenen Unabhängigkeit, noch mehr auf.

„Rhinestone Requiem“ ist ihr sechstes Werk, das sie in  im Cherry Ridge Studio in Texas aufgenommen hat und zusammen mit ihrem Langzeit-Gitarristen Harley Husbands produziert hat.

Es enthält  neben diversen Eigenkreationen, Kompositions-Kollaborationen mit Leuten wie Brennen Leigh and Ben Chapman und eine herrliche Honkytonk-Coverversion von Kasey Chambers „Last Hard Bible“.

Das Werk gefällt erneut durch den selbstironischen Humor und bissigen Wortwitz in den Songtexten, der immer wieder auch von Abrechnungen mit dem Vorleben gekennzeichnet ist. Da werden dann gerne gegen den Ex, verschmähte Lover, aber auch das alte Label („As Long As There’s A Honky Tonk“) Spitzen geschossen.

Überwiegend gibt es launig instrumentierte HT-Schunkler (quirlige Bariton-E-Gitarre, Fiddle, leiernde Steel, nöhlende Harp und viel Klimperpiano) und ein paar melancholische Storytelling-Stücke („Traveling On“, „Houston Belongs To Me“, „Half Lit An 3/4 Time“) in Loretta Lynn-Manier.

Man sieht sich vorm geistigen Auge in einem typischen Club sitzen und bei reichlich Biergenuss, entweder den Fuß wippen oder auch das Tanzbein schwingen. Besonders Line-Dancer-Clubs dürften in „Rhinestone Requiem“ sehr viel Stoff und Inspiration für neue Choreografien finden.

Und wenn die Protagonistin mit rotzig frecher Stimme ihr „I Drink Well With Others“ intoniert, möchte man am Liebsten freudig das Bierglas in ihre Richtung erheben. In diesem Sinne: „Prost Sunny!“

Aunt Daddy Records (2025)
Stil: Country

01. Find It Where I Can
02. Diamonds And Divorce Decrees
03. Traveling On
04. As Long As There’s A Honky Tonk
05. Houston Belongs To Me
06. Last Hard Bible
07. Waiting For A Reason To Stay
08. Is Tonight The Night (I Make You A Memory)
09. I Drink Well With Others
10. Half Lit An 3/4 Time

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Devon Allman – The Blues Summit – CD-Review

Devon Allman waltet aktuell wieder auf Solopfaden, nachdem er zuvor ja auch schon mit Acts wie Honeytribe,  der Southern-Rock-Supergroup Royal Southern Brotherhood und der Allman Betts Band seine Bandtauglichkeit nachhaltig bewiesen hat.

Diesmal hat er diverse etablierte als auch angesagte Größen aus der Blues-Szene um sich versammelt und übernimmt hier eine durchaus prägnante, aber für seine doch ziemlich charismatische Persönlichkeitsstruktur (hat er ja wohl von seinem Papa Gregg geerbt), eher zurücknehmende Rolle auf diesem Werk.

Vor allem gesangstechnisch überlässt er den Gästen wie Jimmy Hall, Christone „Kingfish“ Ingram, Larry McGray, Jimmy Hall, Sierra Green und Robert Randolph neben ihren versierten instrumentellen Künsten, weitestgehend das Parkett und konzentriert sich mehr auf sein ebenfalls fundiertes Können auf der E-Gitarre.

Cleverer Weise und natürlich auch berechtigt, hat er sich als Namensgeber genau bei den drei Tracks die Position am Mikro gesichert, die auch den nachhaltigsten Eindruck (vermutlich nicht nur bei mir) hinterlassen werden: Zum einen beim mit Bläserunterstützung und E-Gitarren-Fills herrlich relaxt groovenden Opener „Runners In The Night“, dem atmosphärisch, mit einer markanten E-Hook rockenden „After You“ (dazu klasse weibliche Backgroundgesänge) und gegen Ende bei einer Killer-Cover-Version von „Little Wing“, die wirklich unfassbar gut gelungen ist.

Aber auch die Kompositionen, in denen o. a. Musiker zum Zuge kommen, hinterlassen ihre Wirkung. Klasse die frische Vokal- und Harp-Präsenz von Southern-Legende Jimmy Hall auf dem, mit einer schwer an „Midnight Rider“ erinnernden E-Hook unterlegten „Blues Is A Feeling“.

Das vom fröhlich slidenden Robert Randolph geführte, gospelige „Peace To The World“ sollte man allen Kriegstreibern dieser Erde direkt als Weckmusik in den Tag servieren, die würden da sicherlich auf andere Gedanken kommen, als täglich neues Leid auf diesem Globus zu produzieren…

Die soulige, streicher-umgarnte Ballade „Real Love“ wird von der grandiosen Gesangsperformance von Sierra Green bestimmt. Ebenfalls ein Highlight.

Das funkige „Gettin‘ Greezy With It“, „Wang Dang Doodle“ und das beschwingte „Hands And Knees“ stehen als Blaupause für den generellen Spaß, der hier beim Einspielen des Albums im Vordergrund stand. Nach dem „Little Wing“-Knaller lässt Allman das Werk mit einem atmosphärischen, E-Gitarren-dominierten Instrumentalstück ausklingen, das im hinteren Bereich noch von gekonnten Bass-, Saxofon- und Piano-Einlagen optimiert wird.

Devon Allman setzt auf seinem neuen Werk auf Diversifikation, in dem er unterschiedliche Strömungen wie Blues, Funk, Rock und Soul aber geschickt durch unterschiedliche Sänger zusammenfließen lässt. Er hält sich dabei eher als ‚Moderator‘ im Hintergrund, übernimmt dann bei ausgesuchten Stücken auch die Führungsrolle und setzt dabei seine unverkennbaren Akzente.

Insgesamt ein lohnenswerter kurzweiliger Longplayer, der vermutlich nicht nur in meinen persönlichen Rankings diese Jahres weit oben zu finden sein wird. Klasse gemacht!

Ruf Records (2025)
Stil: (Southern) Soul Blues Rock & More

01. Runners In The Night
02. Blues Is A Feeling
03. Peace To The World
04. Real Love
05. After You
06. Gettin‘ Greezy With It
07. Wang Dang Doodle
08. Hands And Knees
09. Little Wing
10. Midnight Lake Erie

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Ruf Records

Patty Griffin – Crown Of Roses – CD-Review

Review: Michael Segets

Für das 2019 erschienene selbstbetitelte Album erhielt Patty Griffin den zweiten Grammy ihrer circa dreißigjährigen Karriere als Sängerin und Songwriterin. Seitdem veröffentlichte sie noch „Tape“ (2022), auf dem sie ältere Songs aufbereitete. Mit „Crown Of Roses“ bringt sie nun frisches Material heraus. Nicht liegengebliebenes Liedgut, sondern bislang biographisch unvollständig Verarbeitetes nimmt sie sich auf den acht Tracks des Longplayers vor.

Die titelgebende Textzeile des Openers und ersten Single „Back At The Start“ gehen auf die Pandemie zurück. Ein vollständiger Song entstand damals nicht, aber der Vers ließ Griffin nicht los. In einem neuen Anlauf formte sie schließlich das Highlight des Albums. Das flotteste Stück des aktuellen Werks besticht durch den Gesang von Griffin sowie den eingängigen Refrain. Griffins Stimme liegt vor der kräftigen Percussion von Craig Ross, der auch mit seiner Baritone Guitar dem Song einen besonderen Flair mitgibt.

Danach folgen nur noch getragene Stücke, von denen mich die Mehrzahl nicht so recht mitnimmt, obwohl sie sorgfältig und durchaus komplex arrangiert sind. Angefangen bei „Born In A Cage“ über das mit Streichern orchestral anmutenden „The End“ und dem fast schon meditativ wirkenden „Long Time“, bei dem Robert Plant einen Gastauftritt hat, bis hin zum moritatenhaften „All The Way Home“ springt der Funke auf emotionaler Ebene nicht über.

Erst „Way Up To The Sky“ lässt wieder aufhorchen. Obwohl der sanfte Folksong von Griffin Solo mit akustischer Gitarre dargeboten wird, erscheint er frischer als die vorherigen Tracks. Ebenso überzeugt das anschließende „I Know A Way“ mit seiner Spannungskurve, zu der Bukka Allen an Orgel und elektrischem Piano maßgeblich beiträgt. Während hier das Schlagzeug einen deutlichen Rhythmus vorgibt, kommt das am Ende stehende „A Word“ ohne Drums aus. Die feinfühlige Ballade, die Heather Trost an der Violine untermalt, zählt zwar nicht zu den Höhepunkten des Albums, sorgt aber in der Gesamtschau für einen ausgeglichenen Stand zwischen den Titeln, die mich mehr und weniger ansprechen.

Die Songs spiegeln eine Atmosphäre wieder, die eher mit der Ostküste assoziiert wird. Griffin stammt aus dem waldreichen Maine und lebt jetzt in Texas. Wenn die musikalische Gestaltung der Songs in meinem Urteil eher durchwachsen ausfällt, lässt sich an den Texten nichts mäkeln. In poetischen Worten spiegeln sich persönliche Erfahrungen wider, die aber ins Allgemeine weisen. So blickt sie auf ihre Jugend und das Verhältnis zu ihrer Mutter, deren Hochzeitsfoto auf dem Cover zu sehen ist.

Beobachtungen und Introspektionen gießt Patty Griffin in einfühlsame Lyrics. Die Songs auf „Crown Of Roses“ sind durch vielschichtige Arrangements mit einem getragenen Grundton geprägt. Neben der Single „Back At The Start“ finden sich allerdings für Leute, die stärker der erdigen Songwriting-Variante zugeneigt sind, nur einzelne rundum fesselnde Tracks auf dem Album.

PGM Recordings/Thirty Tigers (2025)
Stil: Singer/Songwriter

Tracks:
01. Back At The Start
02. Born In A Cage
03. The End
04. Long Time
05. All The Way Home
06. Way Up To The Sky
07. I Know A Way
08. A Word

Patty Griffin
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