Kane Brown – Different Man – CD-Review

Wenn man jemandem das Coverbild des Protagonisten in hiesigen Gefilden unter die Nase halten würde und um eine berufliche Einschätzung bitten würde, bin ich mir ganz sicher, dass Kane Brown irgendwo zwischen Hip-Hop-Musiker, Gangster-Rapper, Schauspieler oder vielleicht noch als Basketballspieler oder Leichtathletikstar (z. B. 100m-Läufer) verortet würde.

Dass dieser Bursche was mit Countrymusik zu tun hat, würden sicherlich wohl nur absolute Insider konstatieren. Brown stammt aus Georgia, ist aber größtenteils in Tennessee aufgewachsen. Nachdem er sich zunächst in der R&B-Sparte versuchte, dann aber mit einigen Countrycoversongs Erfolg hatte und auch durch erste, selbst geschriebene Lieder aufhorchen ließ, wurde er bei RCA Nashville unter Vertrag genommen.

Seither läuft es für den 28-jähreigen wie am Schnürchen. Beide bisherigen Alben landeten auf Platz 1 der Country Billboard Charts, das zweite, „Experiment“ sogar auch in den genreübergreifenden allgemeinen Charts. Mit „Different Man“ unternimmt er also den nächsten Angriff auf die Spitzenpositionen.

Das mit 17 Tracks umfangreiche Werk gibt dann auch Anlass zu hoffen, dass es Brown eventuell mal wieder gelingt, Morgen Wallens Dauerbrenner „Dangerous“ zumindest temporär die Stirn bieten zu können. Eingerahmt wird der Longplayer mit „Bury Me In Georgia“ vorn und mit „Dear Georgia“ hintern von zwei starken Bekenntnissen zu seiner Herkunft, vor allem der Opener erweist sich als furioser Southern Country Rocker à la The Cadillac Three mit furiosen E-Gitarren-Soli von Derek Wells und Dann Huff, der als Mitproduzent (dazu kommen noch Brown sowie Andrew Goldstein, Lindsay Rimes und Ilya Toshinsky) hier wieder seinen unverkennbaren Stempel aufdrückt.

Neben ihm begeistern vor allem Ilya Toshinsky (banjo 1, 4, 9, 15, 17, acoustic guitar 2–4, 7–17, ukulele 15) mit seinem ebenfalls filigranen Saitenspiel, Paul Franklin an der Steel guitar (2–4, 7, 10–12, 14–17) und Stuart Duncan sowie Lars Thorson (1, 9, 17) an der Fiddle (4, 10, 15), was erkennen lässt, dass es sich hier nicht nur um Alibi-Einlagen handelt.

Gut, nach dem Shania Twain-umwehten, launigen „Like I Love Country Music“ mit country-typischem Instrumental-Schlagabtausch-Outro, gibt es zwar auch eine Pop- beziehungsweise R&B-umwehte Phase (u. a. mit einem schönen Duett zusammen mit Ehefrau Katelyn, dazu mit Backgroundvocals von Shy Carter, der uns neulich in Köln als Support von Lindsay Ell sehr positiv aufgefallen ist), die dann aber spätestens mit dem swampigen Countryrocker „Riot“ wieder in die Spur findet.

Browns variable Stimme weiß vor allem zu gefallen, wenn sie Mark Wystrach ähnelt und Tracks wie „Leave You Alone“, „Drunk Or Dreamin'“ oder „Nothin‘ I’d Change“ diese lässig-leicht-relaxte Midland-Note vermittelt.

Die bereits oben erwähnte flockige Hommage an seinen Heimatstaat „Dear Georgia“ inklusiv verspieltem E-Gitarrensolo schließt ein umfangreiches, wie der Titel „Different Man“ es schon suggeriert, von Diversität gekennzeichnetes tolles Album ab, das keine Langeweile aufkommen lässt. Sicherlich stellt Kane Brown damit am Ende dieses Jahres eines der Top-Werke der Szene!

RCA Records Nashville (2022)
Stil: New Country

01. Bury Me In Georgia
02. Different Man
03. Like I Love Country Music
04. Go Around
05. Grand
06. See You Like I Do
07. Thank God (featuring Katelyn Brown)
08. Leave You Alone
09. Riot
10. One Mississippi
11. Drunk Or Dreamin‘
12. Losing You
13. Whiskey Sour
14. Pop’s Last Name
15. Devil Don’t Even Bother
16. Nothin‘ I’d Change
17. Dear Georgia

Kane Brown
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Sony Music

SOUND OF NASHVILLE feat. Lindsay Ell – Support: Kyle Daniel and Shy Carter – 23.08.2022, Helios37, Köln – Konzertbericht

Es ist tatsächlich schon wieder fast drei Jahre her, als wir das letzte Mal eine SOUND OF NASHVILLE-Veranstaltung im Helios37 in Köln besucht haben. Damals war unter dem Support von Tebey und Temecula Road, Scotty McCreery Hauptact gewesen. Es war noch Vor-Corona-Zeit, bei uns gab es einen richtigen New Country-Ruck im Lande und die Location war rappelvoll.

Die Pandemie brachte dann das noch zarte Pflänzchen wieder zum Erliegen. Gerade die mittleren und kleineren Clubs haben sich trotz der Aufhebung der Beschränkungen immer noch nicht erholt und sind weit weg von dem Zuschauer-Niveau von einst.

Das konnte man auch an diesem Abend spüren, an dem Lindsay Ell als Headliner, mit Kyle Daniel und Shy Carter im Schlepptau, Nashville-Feeling in die Domstadt zurückbringen sollte. Knapp 150 Zuschauer sorgten bei schweißtreibenden Temperaturen doch für einige Lücken im Saale.

Vor Konzertbeginn hatten wir dann das Vergnügen, im weitläufigen Backstagebereich, ein Interview mit der netten Kanadierin zu machen, das dann demnächst etwas später auch hier nachzulesen sein wird.

Den Auftakt bestritt dann der aus Kentucky stammende, mittlerweile in Nashville ansässige Kyle Daniel, den eingefleischte Southern Rock-Fans vielleicht noch als Lead Sänger der Band The Last Straw kennen werden. Den Anwesenden wird er anhand einiger getragener T-Shirts mit seinem Abbild aber vermutlich vom C2C-Festival 2020 geläufig gewesen sein.

Kyle spielte die Akustikgitarre und glänzte mit seinem vorzüglichen angerauten Gesang. Partner mit auf der Bühne war David Henriksson an der E-Gitarre, der mit seinen Slide-Künsten zu gefallen wusste.

Das Duo bot dann Songs wie u. a. „Soul On Fire“, Following The Rain“, „Everybody’s Talkin‘“ oder „Deep in The Woods“ (schön swampig) und präsentierte sich als der countryeskeste Act an diesem Abend. Eine starke Vorstellung der beiden, die nur noch von einer Rhythmussektion aus Bass und Schlagzeug mit im Hintergrund hätte getoppt werden können!

Um 20:45 Uhr betrat dann die eigentliche Überraschung des Abends zusammen mit dem Akustikgitarristen Adam Smith die Bühne. Als ich den bis dato für mich unbekannten, mit Basecap und dicker Goldkette geschmückten Shy Carter sah (dazu hatte er noch lässig ein Handtuch über der Schulter hängen), befürchtete ich zunächst nichts Gutes (irgend so etwas Hip Hop-mäßiges…), wurde aber schon nach wenigen Minuten eines Besseren belehrt.

Denn der zog mit seiner positiven Ausstrahlung und seinen melodischen Songs sofort das gesamte Publikum, das er auch immer wieder zum Singen animierte, mit in seinen Bann. Man merkte sofort, warum er oft als gern gesehener Songwriter für bekannte Interpreten wie u. a. Meghan Trainor, Jason Derulo, Charlie Puth, Faith Hill, Tim McGraw, Keith Urban, Kane Brown oder Billy Currington fungierte.

Das Publikum gab sich jedenfalls bei Tracks wie u. a. „Good Love“ (mit schönem Reggae-Touch), „Heaven“ (etatmäßig performed durch Kane Brown), „You Need To Know“, „Stuck Like Glue“, „God Whispered Your Name“ (Keith Urban) und dem stimmungsvollen „One Call Away“ (Charlie Puth) am Ende, sehr textsicher und nahm die Interaktions-Einladungen immer wieder gerne an.

Ein guter Typ, dieser Shy Carter!

Zu mittlerweile tropischen Temperaturen musste dann die sympathische Kanadierin Lindsay Ell als Alleinunterhalterin, die mittlerweile ziemlich schwitzenden und sich immer wieder Luft zu wedelnden Leute, bei Stimmung halten. Wir hatten sie ja schon zwei mal zuvor im kleineren Blue Shell begutachten können. Sie hatte wenigstens zwei Ventilatoren auf der Bühne und hielt diese dann auch zwischendurch ganz gentlelady-like mal in ihre Audienz.

Lindsay startete mit ihrer aktuellen Single „Right On Time“ in der Akustikvariante. Auch beim folgenden „Go To“ musste die Akustische für ihr filigranes Gitarrenspiel hinhalten. Für „Castle schulterte sie dann erstmalig die E-Gitarre. Vor ihrem Song „Consider This“ reflektierte sie noch mal kurz die Zeit, als sie von Randy Bachman von Bachman Turner Overdrive in Kanada entdeckt wurde.

Über u. a. „Good“, einen neuen Track („I Met You“?), „Gravity“, „The Other Side“, „Hits Me“, „Make You“ kam es bei bald schon kriminellen Luftfeuchtigkeitsverhältnissen im Helios mit „Criminal“ zum Abschluss, wobei Lindsay dann mit „I Don’t Love You“ von ihrem noch aktuellen Album „Heart Theory„, eine Zugabe auf der Akustikgitarre nachlegte. Eine gewohnt gute und engagierte Vorstellung von ihr, wobei ich mir insgeheim doch gewünscht habe, sie mal mit einer Band im Rücken zu erleben.

Trotzdem war es auf jeden Fall wieder schön, den ‚Sound of Nashville‘ nach so langer Pause hautnah miterlebt zu haben. Insgesamt ein kurzweiliger Event mit drei guten Künstlern!

Line-up Lindsay Ell:
Lindsay Ell (lead vocals, electric guitar, acoustic guitar, percussion)

Line-up Kyle Daniel:
Kyle Daniel (lead vocals, acoustic guitar)
David Henriksson (electric guitar, harmony vocals)

Line-up Shy Carter:
Shy Carter (lead vocals)
Adam Smith (acoustic guitar)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Lindsay Ell
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Kyle Daniel
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Shy Carter
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SOUND OF NASHVILLE
Semmel Concerts Entertainment GmbH
Oktober Promotion
Helios37 Köln

Carrie Underwood – Denim & Rhinestones -CD-Review

Es gibt Personen in der Geschichte der weiblichen Evolution, mit denen diese es echt gut gemeint hat. Carrie Underwood ist zweifellos eine von ihnen: Blendendes Aussehen mit langer blonder Mähne, eine tolle Charakterstimme, überaus großes musikalisches Talent und dazu noch das Selbstbewusstsein und die Intelligenz, daraus Kapital zu schlagen. Stehvermögen und etwas Glück kommen sicherlich auch noch dazu.

Das aus Oklahoma stammende Mädel nahm 2005 bei American Idol teil, siegte und mauserte sich bis heute mit neun Alben, so kann man es fast sagen (vielleicht abgesehen noch von Kelly Clarkson), zum einzig verbliebenen Superstar des Kontests.

„Denim & Rhinestones“ ist nun der aktuelle Silberling. Wie nicht anders zu erwarten, heißt es in einem solchen Stadium, den Status-Quo in der Riege der großen Künstler des Business zu wahren. Trotzdem leicht gemacht, wie viele Ihrer Kollegen auf ihrem Niveau, hat es sich Carrie nicht.  Statt sich die passenden Songs bei den Hitschreibern der Szene auszusuchen, hat sie bei elf der insgesamt zwölf Stücke selbst Hand angelegt.

Und da gibt es dann natürlich das typische Konglomerat an Stücken, um den größtmöglichen Interessentenkreis anzusprechen. Der Start mit den beiden knackigen New Countrytracks „Denim & Rhinestones“ und „Velvet Heartbreak“ (mit dezentem Heartland-Flair) ist richtig stark (damit könnte auch die ab Mitte Oktober geplante Tour mit Jimmie Allen als Support, perfekt eröffnet werden). Single ist dann allerdings das poppige, mit einem effektvollem Video in Szene gesetzte  „Ghost Story„. Im Pop-/R&B-Bereich gefallen dann auch  das mit 90er-Synthies umwehte „Faster“ und das soulige „Wanted Woman“.

„Hate My Heart“, „Burn“, Crazy Angels“, „Pink Champagne“ und „Poor Everybody Else“,  entpuppen sich allesamt als moderne kraftvolle Countryrocker mit etwas Southern- oder reinem Rock-Flair bei den E-Gitarren. Wunderbar ist dann das vom umtriebigen Nashville-Studiomusiker Ilya Toshinsky mit einer Mandoline verzierte „She Don’t Know“, das dem Song einen Touch seiner alten Band Bering Strait vermittelt. Am Ende lässt es Carrie dann bei „Garden“ mit schönen Dobro-Fills von Bryan Sutton melancholisch ruhig ausklingen.

Insgesamt ist das von Carrie mit David Gracia zusammen produzierte Werk aber wieder ein eindrucksvolles ‚Dokument‘ der Stärke. Dass Carrie Underwood für ihren Beruf brennt wie kaum eine andere, erkennt man nicht nur am enthaltenen Powersong „Burn“ (mit starker Vocal-Performance). Vielleicht ist dieser Umstand auch ein weiterer Grund für diese atemberaubende und kontinuierliche Entwicklung…

 

Capitol Records Nashville (2022)
Stil: New Country (Pop)

01. Denim & Rhinestones
02. Velvet Heartbreak
03. Ghost Story
04. Hate My Heart
05. Burn
06. Crazy Angels
07. Faster
08. Pink Champagne
09. Wanted Woman
10. Poor Everybody Else
11. She Don’t Know
12. Garden

Carrie Underwood
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Universal Music Deutschland

Jimmie Allen – Tulip Drive – CD-Review

Jimmie Allen ist nicht nur ein in der Country- und Pop-Szene gut vernetzter Musiker, sondern auch auch ein sehr familiärer Mensch. Erkennen kann man das an den bisherigen Titeln seiner zuvor veröffentlichten Alben.  Sein Debüt „Mercury Lane“ hebt den Namen der Straße hervor, in der er aufgewachsen ist. Der Nachfolger „Bettie James“ zollt seinen Großeltern Tribut (Bettie hieß seine Großmutter, James hieß sein Großvater), die für ihn eine immens wichtige Rolle im Leben gespielt zu haben scheinen.

Denn auch das aktuelle Album „Tulip Drive“, hat mit diesen zu tun, dort lebten diese nämlich bis zu ihrem Tode. Und zu guter Letzt beinhaltet das neue Werk auch noch mit der aktuellen Single „Down Home“ eine emotionale Aufarbeitung seiner Beziehung zu seinem verstorbenen Vater vor und nach dessen Tod. Seine TV-Premiere feierte die in den Medien hochgelobte Single in der „The Late Late Show“ bei US-Talkmaster James Corden.

Satte 17 Stücke umfasst der neue Longplayer, alle von Allen mit diversen aus dem Pop- und Nashville-Umfeld bekannten Co-Writern  wie u. a. Ashley Gorley, Zach Crowell,  Jesse Frasure, Brandon Day, Matt Jenkins, Jon Nite, Ross Copperman, geschrieben, und einer ebenso so großen Armada von Leuten wie Jason Evigan, Gian Stone, Ash Bowers , Vinny Venditto, Vic “BillboardKiller” Martin, Jesse Frasure, Keith Hetrick, Ilya Toshinskiy und Eric Torres zum Teil mit ihm selbst produziert.

Die Countrynote wird nur noch durch fein gespielte E-Gitarren (mit diversen schönen Kurz-Soli) und ein paar Alibi-Steel-Eingaben hochgehalten, der Hauptfokus ist mittlerweile klar in Richtung Pop mutiert. Das kann man auch klar an den Gastpräsenzen bei den Duetten ablesen, die sich ausschließlich aus dieser Sparte mit Interpreten CeeLo Green & T Pain, Katie Ohh, Aadyn und last but not least Superstar und Latino-Diva Jennifer Lopez beim, von beiden inbrünstig gesungenen „​On My Way““ rekrutieren.

Alle Songs bestechen durch eine gewisse sommerliche Leichtigkeit und eine angenehm ins Ohr fließende Melodik, so dass eine durchgehende Radiotauglichkeit attestiert werden kann. Fans von Acts wie u. a. Thomas Rhett, Old Dominion oder Brett Young & Co. sind hier an der richtigen Adresse.

Aus dem Rahmen fällt dabei „Pesos“, das die typische südamerikanische Lebensfreude im Samba-Manier (mit Mariachi-Trompeten im Hintergrund) perfekt widerspiegelt. Alle anderen Tracks von Jimmie Allens neuer CD laden geradezu zum relaxten Cruisen in einem Cabriolet bei seichten Temperaturen ein, und dabei muss man sich keinesfalls nur auf den „Tulip Drive“ beschränken…

Stoney Creek Records / BBR Music Group / BMG (2022)
Stil: New Country (Pop)

Tracklist:
01. Be Alright
02. What I’m Talkin Bout
03. Kissin You
04. ​Down Home
05. Settle On Back
06. Pesos (feat. CeeLo Green & T Pain)
07. Love In The Living Room
08. ​On My Way (feat. Jennifer Lopez)
09.Broken Hearted (feat. Katie Ohh)
10. Habits & Hearts
11. Right Now
12. Wouldn’t Feel Like Summer
13. Undo
14. Get You a Girl
15. Keep Em Coming
16. Every Time I Say Amen
17. You Won’t Be Alone (feat. Aadyn)

Jimmie Allen
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Networking Media

Alannah McCready – Back To Me – EP-Review

Review: Stephan Skolarski

Die sportliche Karriere auf hohem nationalen Liga-Niveau hatte die US-Hockey-Spielerin Alannah McCready noch nicht lange beendet, als 2015 bereits ihr erstes Album “Love Hangover” veröffentlicht wurde. Die von ihrer Mutter ‚geerbte‘ Liebe zur Country-Music sowie Disziplin und Ehrgeiz, versetzten die talentierte Sportlerin schnell in die Lage, auch im Songwriter-Bereich ihr Debüt und das Folgewerk “Ricochet Heart” (2018) auf den Weg zu bringen. Die ausgekoppelte Single “Last Girl Standing” war bereits ein stattlicher Achtungserfolg.

Ihre athletische Mentalität bewahrte Alannah McCready auch in der langen Corona-Zeit davor, ihren Status als Musikerin aufzugeben. Ihr neues EP-Projekt, das überwiegend im Co-Writing mit Will Gittens entstanden ist, symbolisiert McCreadys Stilrichtung des modernen Country-Sounds. Die Lead-Single “Something Like That” teilt ihre eingängige Pop-Country-Silhouette gerne mit Anteilen von Folk und Soul, sowie ungefilterten Lyrics über Beziehungserfahrungen. Dem schönen Auftaktsong folgt die innige Folk-Country-Ballade “On My Own”; mit akustischer Begleitung und Streichereinlagen werden gefühlvolle Grundgedanken der anspruchsvollen Produktion harmonisch musikalisch untermalt.

Ein etwas unerwarteter Break bildet der raue Hard-Rock Track “Back To Me”, eine Girl-Power-Hymne, deren natürliche und vielseitige Vocals auch Art-Verwandten Sängerinnen, wie z. B. Trisha Yearwood und Martina McBride Respekt abverlangen dürfte. Das im Gegensatz hierzu im Contemporary-Country eingespielte Stück “Take It Slow” wirkt ausgesprochen gefühlsbetont und vorsichtig, jedoch als easy-listening Song zeitgemäß frisch. Abgerundet wird die EP von “Can I Call”: Alannah McCready und Will Gittens im angenehmen tender-hearted Duett-Rhythmus, ein intensiver Power-Love-Song mit Hit-Potenzial!

Die EP “Back To Me” von Alannah McCready verbindet die Ausstrahlung der noch jungen Country-Sängerin mit ihrem wide-range Music-Style und einer ausdrucksstarken Songauswahl. Die inzwischen auch im Songwriting gewachsene Sängerin blickt einer vielversprechenden musikalischen Perspektive entgegen.

Eigenproduktion (2022)
Stil: New Country

Tracks:
01. Something Like That
02. On My Own
03. Back To Me
04. Take It Slow
05. Can I Call ft. Will Gittens

Alannah McCready
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AristoPR

Miranda Lambert – Palomino – CD-Review

Trotz all ihrer Erfolge und Auszeichnungen habe ich, Asche auf mein Haupt, Miranda Lambert erst seit ihrem Album „Wildcard“ so richtig auf dem Schirm. Das gefiel mir außerordentlich gut und so war ich froh, dass Sony uns jetzt die Möglichkeit gewährte, ihren achten Longplayer „Palomino“ zu begutachten.

Wenn man mit allen bisherigen Werken auf Platz 1 in den Billboard Country Album Charts gelandet ist, impliziert das mittlerweile immer eine hohe Bürde im Rahmen eines Nachfolgers, zumal Lambert ihren kompositorischen Beitrag in der Regel selbst leistet. Auch diesmal sind es wieder satte 15 Songs geworden.

Den Löwenanteil hier hat sie dabei mit Luke Dick und Natalie Hemby auf ihrer Farm in Tennessee kreiert, drei Stücke („In His Arms“, „Geraldene„, „Waxahachie„), die sie mit den uns gut bekannten Jon Randall und Jack Ingram zuletzt als Demoversionen („The Marfa Tapes“) veröffentlicht hatte, sind jetzt als toll umgesetzte Vollversionen dabei, wovon besonders das an „Jolene“ erinnernde „Geraldene“ mit seiner southern-rockigen Art zu gefallen weiß.

Eingespielt mit exzellenten Leuten wie u. a. Fred Eltringham (The Black Crowes), dem Bassisten/Keyboarder Ian Fitchuk (Sam Hunt), Rob McNelley (Joe Bonamassa, Beth Hart, Buddy Guy), Kenny Greenberg (diesmal steel guitar!), Sarah Buxton (bgv) sowie den McCrary Sisters (bgv), wurden Dinge rund um das Reisen, das sich Bewegen von A nach B und was damit so alles verbunden sein kann, thematisch aufgearbeitet. Also quasi ein Konzeptalbum.

Essenziert wird dies mit der einzigen Fremdkomposition, dem Mick Jagger-Stück „Wandering Spirit“, das hier als lässiger countryesker Rockabilly-Feger (herrliche Backs der McCrary Sisters) zelebriert wird. Für weitere launige Momente sorgt die Kultband The B-52’s mit ihren Hamoniegesängen bei der vergnügten Charakterstudio „Music City Queen“ (lustig hier auch das schräge HT-Klimper-Solo zu Ehren von Jerry Lee Lewis, der auch im Text erwähnt wird).

Was diesmal besonders gefällt, ist die Mischung aus melancholischen und sinnierenden Momenten, die in countryfolkigen Tracks wie „In His Arms“, „Tourist“ (herrlicher Ohrwurm), „That’s What Makes The Jukebox Play“, „If I Was a Cowboy“, „Pursuit Of Happiness“ oder „Carousel“ in Storytelling-Manier zum Ausdruck gebracht wird und diesen stimmungsvollen New Country-Stücken (immer mit einem Schuss Humor und wohl dosiertem modernen Touch), wie den zuvor genannten Liedern oder aber auch zum Beispiel im starken Opener „Actin‘ Up„. 

Alles gipfelt am Ende dann natürlich im Zusammenspiel mit Mirandas famosen Gesang (phasenweise wie eine Stevie Nicks), der jede Stimmungslage nahe zu in Perfektion wiedergibt. Am Ende stellt ich nur noch die Frage, ob der Texanerin mit „Palomino“ ihr achtes Nr. 1-Album in Folge gelingt und Morgan Wallens Dauerbrenner „Dangerous“ mal wieder vom Thron gestoßen werden kann. Verdient hätte sie es mit dieser Bravour-Leistung in jedem Fall!

Columbia / Sony Nashville (2022)
Stil: New Country

01. Actin‘ Up
02. Scenes
03. In His Arms
04. Geraldene
05. Tourist
06. Music City Queen feat. The B-52’s
07. Strange
08. Wandering Spirit
09. I’ll Be Lovin’ You
10. That’s What Makes The Jukebox Play
11. Country Money
12. If I Was a Cowboy
13. Waxahachie
14. Pursuit Of Happiness
15. Carousel

Miranda Lambert
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Sony Music

Jason Aldean – Georgia – CD-Review

Was ich als Einleitung Ende letzten Jahres zu Jasons „Macon„-Album geschrieben hatte, gilt auch noch knapp ein halbes Jahr später zu Teil 2 seiner beiden Neuveröffentlichungen, „Georgia“. Kollege Morgan Wallen hat sich seit seinem Geniestreich zu Anfang des letzten Jahres auf der Pole-Position der Billboard Country-Alben Charts fest eingenistet. Bis auf ein paar kleine ‚Aufmucker‘ zwischendurch hat er die namhafte Konkurrenz seither bis zum heuten Tage nahezu düpiert.

Zumindest Jason Aldean scheint diesen Zustand nicht kampflos zu akzeptieren und legt mit „Georgia“ jetzt den zweiten Part seines ‚Heimat‘-Projekts vor. Die zehn neuen Songs wirken dabei deutlich massenkompatibler, hier wird gefühlt viel mehr mit Loops und Voice-Effekten gearbeitet, die eher bei jüngeren Generationen ankommen. Viele Tracks haben das Potential, wieder einen Nr.1-Hit in den Single-Charts abzuwerfen.

Trotzdem bleiben auch seine großen Stärken, das perfekte Interagieren zwischen emotional gesungenen Strophen, Bridges, Powerrefrains, sanften Akustikgitarren und hymnisch krachenden E-Gitarrensoli omnipräsent. Ich zähle wieder gleich sieben Songs (u. a. „Trouble With A Heartbreak„, „The State I’m In“, „God Made Airplanes“, „Rock And Roll Cowboy“), die man problemlos in eine Setlist für große Hallen- und Stadion-Konzerte integrieren kann. In der Beziehung macht ihm keiner seiner Wettbewerber so schnell etwas vor, auch ein Morgan Wallen vermutlich nicht.

Untermauert wird dies zudem mit den wieder fünf angehängten Live-Stücken aus dem Fundus seiner 26 bisherigen Nr.1-Hits, die diese immense Stimmung bei seinen Auftritten selbst beim Hören im heimischen Wohnzimmer praktisch hautnah widerspiegeln. Am Ende hält auch „Georgia“ das hohe Niveau seiner bisherigen Veröffentlichungen und ist sowohl für Jason Aldean-Liebhaber und New Country-Fans natürlich ein absolutes Muss! Im direkten Vergleich hat allerdings „Macon“ die Nase vorn.

Bmg Rights Management (Warner) (2022)
Stil: New Country

01. Whiskey Me Away
02. Trouble With A Heartbreak
03. The State I’m In
04. Midnight And Missin‘ You
05. Ain’t Enough Cowboy
06. God Made Airplanes
07. My Weakness
08. Holy Water
09. Rock And Roll Cowboy
10. Your Mama
11. Take A Little Ride (Live from Las Vegas, NV)
12. Burnin‘ It Down (Live from St. Louis, MO)
13. Any Ol‘ Barstool (Live from Knoxville, TN)
14. Rearview Town (Live from St. Louis, MO)
15. Blame It On You (Live from Manchester, TN)

Jason Aldean
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Hurricane Ruth – Live At 3rd And Lindsley – CD-Review & Gewinnspiel

Eigentlich bin ich kein Freund von Live-CDs. Irgendwie fangen sie in den seltensten Fällen die wahre Stimmung eines Konzerts ein, das visuelle Erlebnis fehlt dann doch in der Regel, vor allem, wenn man wie meine Person halt schon unzähligen Konzerten beigewohnt hat. Im heimischen Wohnzimmer  präferiere ich dann doch eher Studiowerke oder in heuten Zeiten zumindest das DVD-, bzw. BluRay-Erlebnis.

Im Fall von Hurricane Ruth, die im bürgerlichen Leben Ruth LaMaster heißt, verhält sich dies bei der Aufnahme ihres Gigs im 3rd and Lindsay in Nashville, Tennesse, jedoch etwas anders. Sie hat mit Leuten wie den beiden Top-Gitarristen Scott Holt und Nick Nguyen, Bassist Galvin Johnson, Keyboarder Lewis Stephens und last but not least Nashville- Omnisassa Tom Hambridge, der am Schlagzeug saß, diverse Tracks mitgeschrieben hatte und sich auch noch für die Produktion verantwortlich zeigt, so exzellente Leute an ihrer Seite, die auch live mit der Präzision eines Studiosessionmusikers zu Werke gingen.

Warum die gute Ruth als Hurrikan bezichtigt wird, weiß man von Beginn an – sie macht Dampf, gibt sich stimmlich voll aus, interagiert und bringt demnach ordentlich Zug in die Bude. Kolleginnen wie Janis Joplin, Tina Turner, Dale Krantz oder Kim Carnes der älteren Generation, Sass Jordan oder Beth Hart in der Gilde der neueren Vertreterinnen, lassen als Vokalbeispiele grüßen.

Die Musik bewegt sich im eher klassischen Bereich des Blues (Rocks) mit all seinen Spielarten, Tempi und Stimmungen, wartet aber allein schon wegen der brillanten Gitarristen auch mit sehr viel südstaatlichem Flair auf. Die Highlight-Viertelstunde bricht an, als Jimmy Hall bei „All The Years Go Passing By“ und „Make Love To Me“ mit Gastgesang und seinen unverwüstlichen Harpeinlagen, seine gefeierte Gastpräsenz erweist.

Und wenn Ruth und ihre Klasseleute am Ende zu Ehren ihrer Mutter bei „Dance Dance Norma Jean“ einen schwungvollen Texas-Boogie der Marke „La Grange“ intonieren, weiß man, dass man bei diesem starken Konzert gerne vor Ort dabei gewesen wäre. Tolle Liveplatte!

Sounds Of South verlost ein Exemplar dieser tollen Live-CD an eine(n) unserer treuen Leser/innen.

Folgende Frage muss dazu richtig beantwortet werden: Wie lautet der bürgerliche Name von Hurricane Ruth?

a) Ruth McFaster
b) Ruth DiSaster
c) Ruth LaMaster

Schicke wie immer eine E-Mail mit der richtigen Lösung an dan@sounds-of-south.de. Einsendeschluss ist der 20. März 2022.

Das Gewinnspiel ist beendet.

Die richtige Antwort hieß ‚Ruth LaMaster‘!

Über eine tolle CD von Hurricane Ruth darf sich

Lina Sternberg aus Mühlenbeck

freuen, der der Gewinn in den nächsten Tagen zugeht!

Sounds Of South wünscht viel Spaß damit!

Eigenproduktion (2022)
Stil: Blues (Rock)

Tracklist:
01. Roll Little Sister
02. Hard Rockin‘ Woman
03. What You Never Had
04. Dirty Blues
05. Faith In Me
06. Slow Burn
07. Cry Like A Rainy Day
08. Barrelhouse Joe’s
09. All The Years Go Passing By
10. Make Love To Me
11. I’ve Got To Use My Imagination
12. Like Wildfire
13. Far From The Cradle
14. Dance Dance Norma Jean

Hurricane Ruth
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Nashvillains – Tumbling Down – CD-Review

Großartiges Debüt der Nashvillains! Hinter Nashvillains verbirgt sich ein Trio von gestandenen Musikern und Songwritern, die bereits für Filme, Fernsehshows, aber natürlich auch Künstler wie u. a. The Chicks, Keith Urban, Cassadee Pope, James Taylor oder Lauren Alaina, in kreativer Form tätig gewesen sind.

Und zwar sind es die Herren Troy Johnson, Scott Lindsey und Brett Boyett, die gleich zu Beginn mit einem für Nashville-Verhältnisse nicht alltäglichen Konzeptalbum namens „Tumbling Down“ einsteigen, auf dem sie natürlich alle Tracks gemeinsam, geschrieben und eingespielt haben. Brett Boyett hat das Werk produziert.

Hier wird nämlich nicht, wie es oft bei einem Debüt der Fall ist, auf auf massenkompatiblen Stoff gesetzt, beziehungsweise auf die Charts geschielt, sondern relativ schwer verdauliche, aber trotzdem sehr melodische Kost mit vielen Facetten serviert. Das Album erzählt eine sich von Song zu Song aufbauende Geschichte von einem Mann, der in seinem Leben die falschen Entscheidungen getroffen hat und mit den daraus resultierenden Konsequenzen umgehen muss.

Die drei Protagonisten fassen ihr Ergebnis kurz und knapp und doch so treffend zusammen: „In three simple words, the album is beautiful, dramatic, and classic, and we hope everyone loves it as much as we do.”

Sänger Troy Johnson hat für diesen schwermütigen Soundtrack, der auf eine hohe saitentechnische Präsenz fokussiert ist (mit viel Akustik-, E-Gitarren, Mandoline, Banjo, Dobro zu dumpfen Bass- und Drumklängen) eine grandios passende Charakterstimme. Zwischendurch sorgen grummelnde Celli-Streicheinlagen immer wieder mal für atmosphärische Dichte.

Einen guten Einblick geben die beiden Videos zum Titelstück „Tumbling Down“ und der Ballade „There To Catch Me„.

Die swampigen Southern Rocker „Devil Don’t Sleep“ und „Chickasaw Bayou“ im Stile der Steel Woods zählen dabei zu den weiteren Highlights dieses stimmigen und emotional mitnehmenden Longplayers.  Klasse gemacht! Klingt insgesamt ein wenig so, als wenn Metallica eine Country-Scheibe aufnehmen würden.

Insgesamt ein angenehm dunkler Farbtupfer im ansonsten doch so oft grell leuchtenden Farbspektrum der Nashville-Musikszene und somit ein echt düsterer Geheimtipp!

Fate Entertainment (2022)
Stil: New Country

Tracklist:
01. Devil Don’t Sleep
02. Standing In The Fire
03. Tumbling Down
04. Baby Keeps Killing Me
05. Bonita
06. There To Catch Me
07. Love Is Pain
08. Chickasaw Bayou
09. Don’t Let Me Hang

Nashvillains
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Aristo Media Group

Dustin Lynch – Blue In The Sky – CD-Review

Zehn Jahre sind schon wieder vergangen, seit ich das Debütalbum von Dustin Lynch in höchsten Tönen gelobt hatte. Das erreichte auch prompt Platz 1 in den Country-Billboard-Alben-Charts und die darin enthaltene Single „Cowboys And Angels“ zwar nur Platz 2, aber immerhin Platinstatus. Ein echter Traumstart für einen jungen Künstler also.

Seitdem ist viel Wasser den Tennessee River heruntergeflossen. Sämtliche drei Nachfolgerwerke konnten die Spitze zwar nicht wieder erklimmen, landeten aber alle unter den Top-5, große Touren mit Star-Acts wie Luke Bryan, Florida Georgia Line und Brad Paisley in ausverkauften Stadien und Hallen folgten, seit September 2018 ist Dustin Lynch Mitglied der Grand Ole Opry.

Auf seinem 5. Werk „Blue In The Sky“ unter dem nach wie vor ihn unter Vertrag habenden Broken Bow Records-Label (u. a. Jason Aldean, Lainey Wilson, Craig Morgan), diesmal produziert von Zach Crowell, gibt es wieder flockige, klasse ins Ohr gehende New Countrysongs, teilweise von Dustin mit den üblichen Nashville-Songwritergrößen komponiert.

Was mir besonders neben den allesamt tollen Melodien gefällt ist, dass die Arbeit mit Saiteninstrumenten, sprich Akustik-, klasse E-Gitarren und Dobro  (dazu noch punktuell Banjo, Steel und Fiddle), im Vordergrund steht, und sehr gut mit Lynchs angenehmer Stimme harmoniert. Drei Kollaborationen mit Leuten wie Chris Lane, Riley Green und MacKenzie Porter sorgen für belebende stimmliche Abwechslung, dazu kommen schöne Feiersongs mit einfachen Mitsing-Refrains („Party Mode“, „Stars Like Confetti“, „Break It On A Beach“, „Tequila On A Boat“ – erinnert an Old Dominions „I Was On A Boat That Day“) und „Huntin’ Land“.

Auch der in den Staaten immer wichtige patriotische Bezug ist natürlich reichhaltig vorhanden, wie man es an Titeln wie „Tennessee Trouble“, „Back Road TN“ und „Pasadena“ schon erahnen kann. Und wenn man am Ende dem mit weinender Steel und Fiddle versehenen, pathosgetränkten „Not Every Cowboy“ mitfühlend seine auditorische Ehre erweist, sind knappe 40 unterhaltsame Minuten wie im Fluge vergangen.

Ich glaube, dass ich nicht das Blaue vom Himmel lüge, wenn ich behaupte, dass auch „Blue In The Sky“ von Dustin Lynch wieder ein Topranking belegen wird. Der Protagonist hat vielleicht ein nicht ganz so ein großes Ausrufezeichen wie Morgan Wallen zu Anfang des letzten Jahres gesetzt, aber immerhin eine erste hohe Benchmark aufgelegt. Für mich das bisher beste New Countryalbum in 2022.

Broken Bow Records (2022)
Stil: New Country

01. Party Mode
02. Thinking ‚Bout You (feat. MacKenzie Porter)
03. Stars Like Confetti
04. Somethin’ That Makes You Smile
05. Break It On A Beach
06. Tequila On A Boat (feat. Chris Lane)
07. Tennessee Trouble
08. Summer Never Ended
09. Back Road TN
10. Huntin’ Land (feat. Riley Green)
11. Pasadena
12. Not Every Cowboy

Dustin Lynch
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