Rob Baird – Blue Eyed Angels – CD-Review

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Erneut ein Klasse-Debüt aus Texas! Erneut eine famose Leistung eines jungen Singer-Songwriters mit einem tollen, Roots-, Americana-, Countryrock-Album voller ins Ohr gehender, wunderschöner Songs! Rob Baird stammt zwar aus Memphis/Tennessee, hatte aber mit dem dort vorherrschenden Soul nie wirklich was am Hut. Trotzdem prägte diese musikverrückte Stadt seine Persönlichkeit und sorgte dafür, dass er schon im frühen Kindesalter begann, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Durch das Leben und Arbeiten auf Farmen fühlte er sich allerdings mehr zum Country hingezogen und nach den ersten musikalischen Gehversuchen, liess ein Treffen mit Chris Knight den Entschluss reifen, sich nach Texas zu begeben, um seiner Passion professionell nachzugehen.

Dank der Bekanntschaft mit Scott Davis (Mitglied der Hayes Carll-Band) wurde Bairds großartiges Debüt in einem schönen Antebellumhaus in Lockhart, Texas eingespielt (Davis hatte sich spontan als Instrumentalist und Produzent zur Verfügung gestellt, und die Mithilfe der übrigen Bandmithlieder angeboten). Zudem übernahm Frank Liddells Carnival Recording Company (Liddell produzierte schon solch namhafte Interpreten wie Chris Knight, Miranda Lambert, Jack Ingram oder die Eli Young Band) die Vermarktung. Frank Liddell und sein Partner Travis Hill waren (im übrigen vollkommen zurecht) sofort Feuer und Flamme und verpflichteten Baird stante pede. Diese Begeisterung kann man nach dem Durchhören des elf Songs umfassenden Werkes „Blue Eyed Angels“ total nachvollziehen. Rob Baird hat ein außergewöhnliches Talent und auch seine Art Musik zu machen ist nicht alltäglich.

Geboten wird eine interessante Mixtur aus Alt Country in der Tradition großer Songwriter wie Steve Earle, Chris Knight oder auch Townes Van Zandt, jedoch verbunden mit den herrlichen, eingängigen Melodien, wie man sie aus der Red Dirt Szene von Acts wie u.a. der Eli Young Band, Wade Bowen oder Honeybrowne gewohnt ist. Dazu viel Countryrock-, Americana-, und eine dezent staubige Roots-Atmosphäre. Bairds Stücke (bis auf eine Ausnahme allesamt von ihm mit ein paar Co-Autoren geschrieben) behandeln im Großen und Ganzen Situationen und Gründe um das Scheitern von Beziehungen herum und sind nicht gerade von Optimismus geprägt. Teilweise sind sie dabei sehr atmosphärisch untermauert mit dunklen E-Bariton-Tönen („Louise“, „Maybe Tonight“) und einer wunderbaren Steelgitarre (klasse z.B. beim Dustin Benthall-Cover „Crash Hard“ oder bei „Say Goodbye“).

Trotz dieser textlich recht bedrückenden Inhalte gelingt es Baird mit seiner angenehmen Stimme (sehr Mike Eli ähnelnd) und den immer wieder eingeflochtenen, flockigeren Stücken („Could Have Been My Baby“ – die erste Single des Albums, „Here Comes The Day“ – Tom Petty-Flair, klasse Slidearbeit/-soli, „Lonely Road“ – knackiger E-Gitarren-Rhythmus, tolle Harmonies im Refrain, „Running away“ – fantastische, viel Rootsflair verbreitende Lap Steel Gitarren-Begleitung, inkl. Solo) das Ganze nicht in Depressivität ausarten zu lassen. Ganz im Gegenteil sogar, er zieht den Hörer regelrecht in seinen Bann und lässt immer wieder eine angenehme, entspannende musikalische Wärme aufkommen.

Nicht zuletzt auch ein Verdienst des durchgehend hohen instrumentellen Niveaus, wobei Ricky Ray Jackson und Scott Davis, die hier so ziemlich alles spielen, was an Saiteninstrumenten im Genre zur Verfügung steht, die meisten Akzente setzen. Der Titelsong „Blue Eyed Angels“ (vor denen Rob im Text eindringlich warnt…) beispielsweise wartet nach einem recht bedrückendem Midtempo-Auftakt mit einem überraschend kräftigen Refrain auf (zwei E-Gitarren-Soli, sich steigernde Orgel), das als Mischung aus ein wenig Folk, dezentem Bluegrass und Country angelegte „Fade Away“ (herrliches Zusammenwirken von Akustikgitarre, Mandoline und Bariton-E-Gitarre) ist einfach umwerfend und „Let Me Down Easy“ (klasse Steel, knackige Drums) will einem mit seiner markanten Refrainzeile nicht mehr aus dem Gehör gehen.

Fazit: Rob Baird ist mit seinem „Blue Eyed Angels“ ein ganz starkes Album geglückt, dass in Sachen Anspruch, musikalischem Niveau und Reifegrad bereits eine ordentliche Pace vorlegt und für jeden Liebhaber texanischer Americana-, Alternate Country-, Roots-, Countryrock-Klänge eine Menge zu bieten hat. Das Digipack ist zudem noch in recht geschmackvoll in Szene gesetzten Blautönen gestaltet (sehr passend zum Titel und der Atmosphäre des Werkes), das eingesteckte Booklet beinhaltet sämtliche, lesenswerte Texte. Rob Baird, ein großartiger, junger Typ – im Moment sicher noch ein Geheimtipp, schon bald aber vielleicht einer der neuen Vorzeige-Künstler aus Texas! Beeindruckend!

Carnival Recording Co. (2010)
Stil: Country / Roots Rock

01. Running Away
02. Could Have Been My Baby
03. Blue Eyed Angels
04. Louise
05. Fade Away
06. Maybe Tonight
07. Here Comes The Day
08. Crash Hard
09. Lonely Road
10. Let Me Down Easy
11. Say Goodbye

Rob Baird
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Bärchen Records

Josh Grider – Luck & Desire – CD-Review

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Klasse! Viele Kenner und Experten der heutigen Countryszene sind ja schon seit langem der Meinung, dass die schönere und bessere Countrymusic in Texas gespielt wird, nicht in Nashville – vor allem auch die ehrlichere. Ein absolutes Musterbeispiel für diese These ist der hier mit einem gnadenlos starken, neuen Album aufwartende Josh Grider. Red Dirt meets Country!

Ja, Grider, der sich bisher eigentlich eher auf dem Terrain des texanischen Red Dirts tummelte, legt mit dem herrlichen „Luck & Desire“ den Fokus eindeutig auf traditionsbewussten, dabei absolut zeitgemässen, reinen Country und New Country im Stile der angesagten Neo-Traditionalisten wie die texanischen Kollegen Cody Johnson, Curtis Grimes, John Slaughter und Jason Boland & The Stragglers, und erzielt dabei eine großartige Nashville-Kompatibilität zu solchen Leuten wie George Strait, Easton Corbin, aber auch Dierks Bentley. Er vergisst dabei nie seine Red Dirt-Roots. Joshs vierter richtiger Longplayer (dazwischen gab es eine EP und ein Live-Album) bietet ein in Eigenregie entstandenes Werk voller spürbarer Authentizität.

Der kommerzielle Gedanken blieb weitestgehend außen vor. Trotzdem strotzt das Album nur so vor Qualität und Hitpotential. Mit ein wenig Glück könnte Grider hiermit den Grundstein für einen gewaltigen Karrieresprung gelegt haben, wenngleich es im Lone Star State bereits schon richtig rund für ihn läuft. Die Single „White van“ schaffte es gerade, im übrigen völlig zu Recht, auf die Nummer 1 der dort sehr bedeutenden Texas Music Charts. Der Opener und Titelsong des Albums, „Luck & desire“ erzählt von einer Unterhaltung zwischen Josh und dem Songwriter Jeff Middleton, in der es darum geht, dem großen Traum nachzujagen, in Nashville Fuß zu fassen. Ein sehr nachdenkliches Stück, musikalisch hinreissend schön und melodisch in Szene gesetzt – ruhig, mit akustischer Gitarrenuntermalung, ein paar Piano-Tupfern, Pedal Steel-Linien und lockeren Drums.

Und was hat dieser Josh Grider für eine reine, klare, angenehme Countrystimme! Die folgenden, knackigeren Stücke „Anything Can Happen“, mit einem etwas an Tom Petty erinnernden-Führungsriff und einem den guten, alten Restless Heart recht nahe kommenden Refrain, das fröhlich wippende, großartige „White Van“ und das flotte „Boomerang“ (tolle Bariton-E-Gitarren-/Steel-Solo-Kombination) lassen den Gute Laune-Pegel dann deutlich ansteigen. Gerade das Red Dirt-infizierte „White Van“ hat in Texas, wie bereits erwähnt, sofort richtig eingeschlagen. Die Nummer mit ihrem markanten, leicht mitsingbaren Refrain hätte aber auch in Nashville große Chancen, wenn sie im dortigen Hitradio gespielt würde.

Melancholie pur wird dann in „High Enough“ geboten, offenbar deutlich beeinflusst von Garth Brooks, der zu Joshs Einflüssen zählt. „On Vinyl“, mit einem starken, Southern Rock-geprägten E-Gitarren-Solo, huldigt die alten Zeiten, als nicht nur das musikalische Leben noch etwas übersichtlicher war. Ein Stück, das gut auch zu einem Dierks Bentley passen würde. Ebenfalls mit gewaltigem Hitpotential! „Haymaker“ bietet mit swampiger Note, Geräuscheffekten und surrealem und dezentem psychedelischen Touch die richtige Hintergrundmusik in einem schwülen Südstaaten-Thriller. „Here We Are“ kommt im Stile des 90er New Country-Helden a là Restless Heart oder Diamond Rio.

Dass auch Joshs Ehefrau Kristi eine hoch talentierte Sängerin ist, beweist sie in dem wunderschönen Duett „Skin And Bone“, einer tollen, atmosphärischen Red Dirt Country-Ballade. Ebenfalls ruhig und sehr introvertiert verläuft „Pontiac“, die einzige Fremdkomposition des Werkes. Die Handschrift der uns bestens bekannten Mitschreiberin Lori McKenna ist hier deutlich erkennbar. Das mit einem markanten, sehr eingängigen Refrain ausgestattete „Can’t Stop“ wäre ebenfalls ein potentieller Cover-Aspirant für Dierks Bentley. Mit dem traditionellen, großartigen Honky Tonker „One Night Taco Stand“ gibt es am Ende noch mal einen schön Steelguitar-getränkten, echten Countrysong. Josh Grider lässt mit „Luck & Desire“ unter der Regie von Produzent und Nashville-Musiker Trent Willmon so ein wenig den Country im Stil der 90iger Neotraditionalisten wie Garth Brooks, Tracy Lawrence, Mark Chesnutt, Alan Jackson und Konsorten wiederaufleben, ohne den Zahn der Zeit auch nur ansatzweise zu verfehlen.

Das hat viel Charme und richtig Klasse. Wenn die richtigen Leute in Nashville sein „Luck & Desire“ mal ordentlich durchleuchten, dürfte ein Major-Vertrag zum Greifen nahe sein. Ob das allerdings infolge der Profitgier der großen Labels und dem unweigerlich damit verbundenen Verlust an Authentizität lohnenswert ist, sei einmal dahin gestellt. Auf jeden Fall täte Josh Grider mit diesem Album Music City richtig gut! Wir wünschen Dir viel Glück, Josh! Bleib, wie Du bist – das ist der richtige Weg! Tolles Album!

Eigenproduktion, 2014
Stil: New Country

01. Luck And Desire
02. Anything Can Happen
03. White Van
04. Boomerang
05. Theme
06. High Enough
07. On Vinyl
08. Haymaker
09. Theme
10. Here We Are
11. Skin and Bone
12. Pontiac
13. Can’t Stop
14. One Night Taco Stand

Josh Grider
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Galloway & Kelliher – Outlaws & Renegades – CD-Review

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Die Rockmusik steckt doch immer wieder voller Überraschungen. Da tauchen zwei schon etwas reifere Herren wie aus dem Nichts in der Southern Rock-Szene auf und legen eine richtig starke Debüt-Scheibe hin! Die Rede ist von Mike Galloway und Tim Kelliher, zwei Namen, bei denen ich lügen würde, wenn ich behaupte, dass sie mir in meinem bisherigen Leben im musikalischen Sinne schon mal bewusst erschienen wären.

Aber die beiden in Florida lebenden Recken waren in früheren Tagen auch eher in der Blues-/Blues Rock-Sparte aktiv (Galloway als Frontmann einer Band namens The Midnight Creepers, Kelliher bei seinem Cousin Mark Emerick in einer Truppe namens SouthPaw), trotzdem behaupte ich mal einfach, dass sie auch bei meinem Kollegen, dem wandelnden Blues-Lexikon Joe Brookes, eher für nichtsagendes Schulterzucken sorgen dürften. Sie haben aber laut Bio schon mit vielen bekannten Musikern gearbeitet, u.a. auch für einige namhafte Southern-Acts (Blackfoot, Allman Brothers).
Auf dem Cover blicken uns zwei sonnenbebrillte, echte Typen entgegen. Galloway könnte als Bruder von Orange County Chopper-TV-Kultfigur Paul Teutal sr. durchgehen, wenn er noch ein wenig an seinem grauem Schnauzer feilen würde, Kelliher ähnelt mit seinem bescheuerten Hut einem als Cowboy verkleidetem Klaus Meine (sorry Tim, soll keine Beleidigung sein…). Im Gegensatz zur vor einiger Zeit von mir beleuchteten Scheibe von Smith & Harley, zur der ich zunächst spontan Ähnlichkeiten vermutet habe (es gibt hier auch durchaus Stücke, die der Biker-Klientel schmeicheln könnten), ist das musikalische Niveau aber in deutlich höheren Regionen anzusiedeln.

Galloway glänzt neben seinen außergewöhnlichen Qualitäten als Harp-Spieler auch mit einer trockenen, whiskeygeschwängerten und sehr bissigen Stimme, wie wir sie einst von Molly Hatchet-Frontman Danny Joe Brown zu schätzen gelernt haben, Tim Kelliher weiß sämtliche Gitarrenkünste aller wichtigen Southern-Genre-Vertreter im Gibson-Bereich mehr als nur zu imitieren. Und so erhält man summa summarum neun sehr gefällige, abwechslungsreiche Southern Rock-Stücke mit dezenten Blues Rock-Tupfern, die man sofort in sein Herz schließt.

Vom flotten Opener „Rebel Rock“ (erinnert von der Untermalung an ZZ Tops „La Grange“, kombiniert mit Skynyrd– und Hatchet-Einflüssen, klasse Instrumental-Finish) bis zur abschließenden Live Studio-Session „Blues In The Morning“ (stampfender Southern-Blues Rock mit Harp und HT-Piano), werden alle Facetten aus der Blütezeit des Southern Rocks gestreift. Nicht zuletzt dadurch begünstigt, dass relativ viele Stücke mit über fünf Minuten Spielzeit aufwarten und viel Platz für instrumentale Gestaltungsmöglichkeiten offen lassen.

Mir persönlich gefallen die sich im Dunstkreis der Marshall Tucker Band befindlichen, entspannten „Virginia Moon“ (schöne Twin-Gitarren a lá Caldwell/McCorckle, herrliches Country-Flair) und „Carolina Mountain Time“ (Double Leads-Passage, schöne Pianountermalung, gurgelndes Organ-Solo), das ebenfalls recht balladeske und an die Allman Brothers angelehnte „‚Nite Train“, aber auch die mächtig ins Bein gehenden „Hurt“ (Johnny Cash-inspiriert, aber in Wahrheit als Doc Holliday-/Molly Hatchet-Kracher serviert) und „She’s Got The Rhythm“ (klasse Southern-Blues-Boogie im Stile von Molly Hatchet zur „Flirtin‘ With Disaster“-Phase).

Im Prinzip haben Galloway & Kelliher ein Werk ohne große Schwächen abgeliefert, das einen wehmütig in einstige Southern Rock-Zeiten zurückschwelgen lässt. Hier wurde zwar nicht gerade eine Bewerbung für den Genre-Innovationspreis abgegeben (außer bei „Willie“ mit seinem integriertem ‚Redneck Rap‘), aber das in der Szene über Jahrzehnte geschätzte Liedgut mit viel Liebe abgewandelt und weitergepflegt (ähnlich wie es Rambler auf ihrem Erstling getan haben). Aus diesem Grunde bleibt eigentlich nur ein Fazit. Die Kombination aus Country-, Blues- und Southern Rock, wie sie von Galloway & Kelliher auf „Outlaws & Renegades“ praktiziert wird, passt hervorragend zusammen. Nachschlag gerne erwünscht!

Eigenproduktion, 2007
Stil:  Southern Rock

01. Rebel Rock
02. Virginia Moon
03. Willie
04. ‚Nite Train
05. Hurt
06. Carolina Mountain Time
07. She’s Got The Rhythm
08. Edna
09. Blues In The Morning

Galloway & Kelliher
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Stoney LaRue – Aviator – CD-Review

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Stoney LaRue mit seinem vierten Studioalbum! Nachdem sich der in Edmond, Oklahoma lebende Singer/Songwriter auf seinem letzten Album „Velvet“ ein wenig experimentierfreudig gezeigt hatte und trotzdem, was die Charts anbelangt, mit seinem bisher größten Erfolg belohnt wurde, wählt er mit seinem neuen Werk „Aviator“ wieder die eindeutig eingängigere Variante und wartet mit wunderbar lockeren, flockig dahin fliessenden und sehr melodischen Songs auf, die sich, immer noch weit entfernt vom Nashville-Mainstream, genüsslich an der Schnittstelle zwischen rootsigem Country, teils mit durchaus traditionellem Ambiente, Americana, Alternate Country und feinem Red Dirt-Country tummeln.

Das Material ist klasse! Verantwortlich hierfür ist die erneute Zusammenarbeit LaRues beim Songwriting mit Mando Saenz, der ja auch schon auf „Velvet“ stark mit eingebunden war. Lediglich der Merle Haggard gewidmete Countryschwofer „Natural high“ (weinende Steel, wunderschöne Harmoniegesänge von Aubrie Sellers) stammt aus der Feder von Freddy Powers. Produziert haben, in einem angenehm warmen und transparenten Sound, Frank Lidell (Eli Young Band) und Mike McCarthy. LaRue beeindruckt mit einer reifen, großartigen Gesangsleistung und hat zuweilen gar ein ganz dezentes Garth Brooks-Timbre in der Stimme, das hervorragend dem countrydurchzogenen Gehalt vieler Tracks unterstreicht.

Natürlich ist es eine Freude, den hervorragenden Musikern (u. a. Wallflowers-Drummer Fred Eltringham, Glenn Worf, Oran Thornton, Glenn Duncan, Jim Hoke) zuzuhören, wobei Randy Scruggs (Sohn von Bluegrass-Legende Earl Scruggs) mit seinem herrlich klaren Akustikgitarrenspiel, Aubrie Sellers mit bezaubernden Harmoniegesängen und der variable Josh Grange mit E-Gitarre, Steel und Keys die auffälligsten Akteure darstellen. Vom flockigen Opener „One And Only“ (quirliges Akustikgitarrenspiel, Steel, Fiddle-Tupfer) über das Dancehall-taugliche „Til I’m Moving On“, dem atmosphärischen Titelstück „Aviatior“ (tolle Akustik-Slide, Akkordeon, E-Piano, Crowd-Harmoniegesänge) den sehr eingängigen „A Little Too Long“ (Akkordeon-Tupfer) und „Million Dollar Blues“ (klasse Bariton-E-Gitarre, einfühlsame Harmoniegesänge von Sellers), bis zum bereits o. a. Steel-getränkten Heuler „Natural High“ lässt Stoney diesmal vor allem seinem Country-Herz freien Lauf. Ganz stark auch das wunderbar lockere, entspannte, traumaft melodisch dahin gleitende „Blending Colors“, das mit seiner Rhytmik, seinen vereinzelten Flöten-Klängen und dem markanten Akustik Gitarren-Spiel gar ein wenig an die „Heard It In A Love Song“-Art der Marshall Tucker Band zu erinnern scheint.

Am Ende gibt es mit „Studio A Trouble Time Jam“ noch einen recht schroffen, psychedelisch angehauchten Countryrocker (mit dezentem Rockabilly-Flair, quäkiger Harp, rauem E-Gitarrenfinale) als Bonustrack, mit dem gegen eine unverhoffte Schließung eines RCA-Studios, das wohl inmitten einer Musiker-Session dicht gemacht wurde, protestiert werden soll. Sehr schön wieder mal das Cover-Artwork (schon auf „Velvet“ hatte ja der Samtüberzug für Aufsehen gesorgt) mit allen Texten, das diesmal ganz im Zeichen des Flugwesens (zum Teil mit technischen Zeichnungen) nebst einigen Fotos von Stoney illustriert wurde.

Stoney LaRue gelingt mit „Abviator“ eine deutliche Steigerung zum Vorgänger „Velvet“. Das Werk dürfte den Fans von lockerem, melodischem Alternate Country, Red Dirt Country und sicher auch dem ein oder anderen, traditionbewusstenCountry-Freund eine Menge Freude bereiten. Der Mann hebt dabei, wie der Titel es vermuten lassen könnte, überhaupt nicht ab, sondern stellt sich ganz in den Dienst der Musik. Er geht dabei weiter seinen ganz eigenen Weg – und das ist gut so. Klasse Stoff für aufgeschlossene Americana-/Country-Feinschmecker!

Entertainment One Music (2014)
Stil: Red Dirt / Country

01. One And Only
02. Golden Shackles
03. Til I’m Moving On
04. Aviator
05. First One To Know
06. Blending Colors
07. Spitfire
08. Still Runnin‘
09. A Little Too Long
10. It’s Too Soon
11. Million Dollar Blues
12. Dark Side Of The Line
13. Natural High (for Merle Haggard)
14. Studio A Trouble Time Jam

Stoney LaRue
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Brandon Rhyder – Every Night – CD-Review

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Der im Osten von Texas geborene, in Austin lebende und mittlerweile musikalisch in Nashville ansässige Singer/Songwriter Brandon Rhyder gibt für sein fünftes Album mit dem Titel „Every Night“ (exzellente, sehr gediegene, voller Atmosphäre steckende Musik zwischen Americana, Texas Alternate Country, Countryrock und Roots) gleich einen Einblick in die Philosophie, mit der er angetreten ist, ein größtmögliches Spektrum an Zuhörern zu erobern. Rhyder, der seit über drei Jahren mehr als 200 Konzerte pro Saison bestreitet, meint damit allerdings nicht die Quantität, so oft wie möglich für seine Fans präsent zu sein, sondern vielmehr den Umstand, jeden Abend, egal unter welchen Umständen, mit seiner Band alles nur Erdenkliche zu geben, damit nachher jeder Besucher seiner Gigs restlos zufrieden ist.

Nicht nur auf der Bühne legt Rhyder ein beachtliches Tempo vor, auch mit fünf Alben in seiner erst sieben Jahren währenden Karriere, beweist der erst relativ spät zur Musik gekommene, gelernte Ingenieur ein enormes Arbeitspensum. So ist auch sein Produzent, kein geringerer als Radney Foster, voll des Lobes für Brandon. Er attestiert ihm ein einzigartiges lyrisches Talent, unglaubliche vokale Power und eine große Leidenschaft für die Musik, die ihres Gleichen sucht. Und in der Tat, die 12 Stücke (dazu noch der Hidden Track „Pea Pie“) seines neuen Albums offerieren in beeindruckender Weise, dass man es bei Brandon Rhyder nicht mit einem alltäglichen Künstler zu tun hat. Sämtliche Stücke wurden von ihm komponiert, dazu gab es mit Radney Foster, Liz Rose und Angelo bei einigen Songs prominente und hervorragend mit Rhyder harmonierende Co-Writer.

Eingespielt wurde das Werk mit hochkarätigen Musikern, wie u.a. Radney Foster, Eric Borash, Bob Britt, Michael Daly, Dan Dugmore, Phil Madeire, Craig Krampf, sowie tollen Backgroundartisten (Jon Randall, Georgie Middleman, Marcia Ramirez, Sarah Buxton). Den Auftakt bildet die Neueinspielung eines Songs von einem seiner früheren Alben, „Have I Waited Too Long“, bei der es Foster gelang, die beeindruckende Stimme von Rhyder deutlicher in den Vordergrund zu stellen und im Verlauf eine wunderbare emotionale Atmosphäre mit Steel, Orgel und Slidegitarren zu erzeugen. Einem recht knackigem, autobiografisch angehauchten Roots-/Countryrocker „Finger To The Bone“, sehr rhythmisch (wieder Slide und gurgelnde Orgel), folgt mit „Lets Don’t Go Down That Road“ eine herrliche, entspannte (Alternate) Countryballade mit viel Westcoast-Flair.

Hört sich an, als wenn ein Charlie Rich und die Eagles zusammen zum „Tequila Sunrise“ laden. „Again“ und „She Couldn’t Lie Anymore“ erinnern in ihrer Introvertiertheit und dem bardenhaft klingenden Gesang Rhyder’s an einen Hal Ketchum. Klasse auch das von Brandon und Angelo Petraglia komponierte „Red Door“, das in einer gut gelaunten Mischung aus Country und Southern Soul dahindriftet („Laughing, singing, whiskey drinking, drifting troubadours, living like it’s always Friday night, behind that old red door“) und seine Songwriterabende mit befreundeten Musikern in Nashville reflektieren soll.

Besonders gelungen ist der ständige Stimmungswechsel bei der Songanordnung. Dem für Rhyders Verhältnisse sehr poppigen „This Ain’t It“ (wurde als erste Single auserkoren) folgt mit „Happy Ever After“ wieder eine recht traditionell und klassisch angehauchte Countryballade (klasse Dobrospiel von Dan Dugmore), die mit den bezauberten Harmonies von Sarah Buxton vorzüglich ergänzt wird. Einfach nur stark eine weitere Kooperation von Rhyder und Foster, „When You Wake Up“, bei der die Handschrift Radney’s einmal mehr deutlich wird. Das Lied hätte auch aus einem seiner letzten Alben stammen können.

Das verspielte „It’s What I Do“ (Orgel, polternde Drums, E-Gitarren-Solo) glänzt mit toller Melodie, der Titelsong „Every Night“ mit seinem bluesig-souligem Southern-Teint (herrliche Stratocaster-Fills, pfeifende Orgel) erzeugt Gänsehaut. Das abschließende „Cowboy’s Work“ versprüht ruhige Lagerfeuerromantik und der nach kurzer Pause folgende Hidden Track „Pea Pie“ verläuft im gleichen Stil weiter, wechselt textlich aber die Thematik. Insgesamt hat Brandon Rhyder mit „Every Night“ ein sehr interessantes, hochwertiges und nicht alltägliches Album hingelegt. Die Zusammenarbeit mit Radney Foster hat Rhyder auf einen ganz neuen und vor allem höheren Level seiner Karriere gehievt. Klasse!

Reserve Records (2008)
Stil: Country Rock

01. Have I Waited Too Long
02. Fingers To The Bone
03. Let’s Go Down That Road
04. Again
05. She Couldn’t Lie Anymore
06. Old Red Door
07. This Ain’t It
08. Happy Ever After
09. When You Wake Up
10. It’s What I Do
11. Every Night
12. Cowboys Work (incl. hidden track „Pea Pie“)

Brandon Rhyder
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Bo Phillips Band – Dirt Road – CD-Review

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Goßartiger, genauso entspannt und locker, wie knackig und würzig in Szene gesetzter, überaus angenehm ins Ohr gehender, durchaus mit Elementen des traditionellen Country behafteter „Red Dirt“-Countryrock/New Country/Alternate Country aus Stillwater, Oklahoma. Bo Phillips ist der große Bruder des im „Red Dirt-Circus“ längst Kultstatus geniessenden Stoney LaRue – und er ist nicht minder talentiert. Obwohl er sich bereits mit neun Jahren das Gitarrespielen selbst beigebracht hatte (sein Großvater hatte ihm als Erstem seiner Enkel das Instrument geschenkt, worauf Stoney damals fürchterlich eifersüchtig reagierte), muss man Bo Phillips fast als so etwas wie einen Spätstarter bezeichnen.

Er hat zwar schon immer Musik gemacht und auch die Bühne mit bereits unzähligen Leuten (mit denen er zum Teil auch gut befreundet ist) der „Red Dirt“-Szene geteilt (u.a. Wade Bowen, Jason Boland, Cross Canadian Ragweed, Bleu Edmondson, Micky & The Motorcars, Reckless Kelly, Randy Rogers Band und, sich von selbst verstehend, natürlich mit Stoney LaRue), ist aber letztendlich immer zweigleisig gefahren. Er hat als einziger der Familie studiert, eine Zeitlang als Lehrer gearbeitet und berät auch heute noch Firmen und Haushalte in Energiefragen. Mit dem Ergattern eines Plattendeals beim im Genre federführenden und von uns so sehr geschätzten Smith Entertainment Label, dürfte sich das Blatt aber eindeutig zu Gunsten der Musik gewandt haben, zumal sich damit ein von ihm lang gehegter Wunsch nun endgültig erfüllt hat.

Sein dreizehn Songs (inkl. eines Hiddentracks) umfassendes Studiodebüt „Dirt Road“ fällt aufgrund der reichhaltigen Erfahrungen des Künstlers schon sehr reif und überaus kompetent aus. Phillips hat seine Hausaufgaben gemacht und präsentiert eine wunderbare, schnörkellose, jederzeit melodische, absolut bodenständige „Red Dirt“-Musik, deren Wurzeln genauso im traditionellen Country/New Country, wie auch im rootsigen, von einem gepflegten Southern-Feeling durchzogenen Americana liegen. Der überwiegende Teil des durchweg exzellenten Songmaterials wirkt, trotz seines durchaus würzigen Ambientes, angenehm relaxt. Bo’s hervorragende Stimme, die genauso im Country wie in der typische „Red Dirt“-Musik zu Hause ist, strahlt eine überaus angenehme Wärme aus.

Zuweilen wir man musikalisch und stimmlich ein wenig an die famose Zac Brown Band erinnert. Zudem hat seine Stimmlage etwas vom Timbre eines Garth Brooks, der ja auch aus Oklahoma stammt. Die meisten Stücke bewegen sich im lockeren Midtempo-Bereich, wenngleich auch der ein oder andere, etwas mehr Fahrt aufnehmende (Roots)Rocker nicht fehlt. Phillips und seine Musiker bewegen sich auf einem von vorn bis hinten gleichbleibend hohen Niveau. Der Silberling beginnt mit einem recht originellen Einstieg. Man hört jemanden den knisternden Sender-Suchlauf seines Radios bewegen, und als er dann letztendlich bei dem schönen, sich locker ins Ohr windenden „Never“ angelangt ist, geht das Lied in seinen echten, vollen Sound über. Eine tolle, lässige Midtempo-Countrynummer mit viel Southern-Esprit und exzellenter E-Gitarren-Begleitung. Dazu klasse Fiddle-Einlagen von Gastmusiker Jeremy Watkins.

Darauf folgt das cool groovende, deutlich kraftvollere, Southern Rock-kompatible „Cornfed“ mit seinen satten Slide-Passagen. Der Titeltrack „Dirt Road“ zeigt Phillips dann von seiner entspannten Seite. Der ruhig gehaltene Country-Song duftet förmlich nach ländlicher Atmosphäre (Akustikgitarre, schöne E-Gitarren-Fills, klasse Fiddle). Das rhythmische „Perfect Girl“ (bereits sehr erfolgreiche Single) gibt einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Cabrio-Saison. Ein voller positiver Energie steckender, gut abgehender Sommersong. Exzellente Party-Stimmung verbreitet „Tip Jar“, ein Stück mit viel launigem Drive, wie man ihn von Brooks & Dunn bestens kennt.

Das anschliessende „Hitchhiker“ ist „pure country“ in schöner, „rural atmosphere“. Ein klassischer, knackiger, dennoch lockerer honky-tonkin‘ Two-Stepper mit tollem Fiddle-Drive und vorzüglichem E-Gitarren-Picking. Herrlich dann das mit laut aufheulenden Southern E-Gitarren (tolle Lead Gitarren-Arbeit von Bandmitglied Nick Tate, der auch im kompletten Verlauf des Albums immer wieder mit feinen Soli zu glänzen weiß) bestückte „Peace On Earth“, in dem Bruder Stoney LaRue auch textlich erwähnt wird. Das balladeske „Love Me Tonight“ erinnert ein wenig an eine „Red Dirt“-Variante von „That Summer“ von Garth Brooks. Der Song versprüht fast so was wie Lagerfeuerromantik.

Das abschließende „Friends Like You“ unterstreicht Bo’s starken Bezug zu seinem Großvater Harvey Allen Phillips, der im Juni des vergangenen Jahres verstorben ist. Neben einer Widmung im Inlay der CD, steckt dieser balladeske Song voller Skynyrd’scher „Tuesday’s Gone“/“Free Bird“-Atmosphäre (ohne Gitarrenschlacht) und ist mit sehr viel Emotionalität behaftet. Ein sehr bewegendes Stück. Nach 45 Sekunden Pause gibt es danach noch einen akustisch und ebenfalls sehr ruhig gehaltenen Hiddentrack (schönes Akustikgitarrenspiel von Bo).

Bo Phillips gelingt mit „Dirt Road“ ein klasse Einstieg in die „Red Dirt“-Szene, der keine Wünsche offen lässt. Anhänger von Leuten wie Pat Green und der Randy Rogers Band zu ihren Anfangstagen, Django Walker, Jason Boland & The Stragglers, oder eben auch der Zac Brown Band und ähnlicher New Country-Kollegen werden auch mit der Bo Phillips Band ihre helle Freude haben. Ein sehr konsequentes, ehrliches und authentisches Werk, weitestgehend auf kommerzielle Avancen verzichtend. Bruder Stoney LaRue und sein Großvater werden stolz auf ihn sein. Ein weiteres „Red Dirt“-Qualitätsprodukt aus dem Hause Smith Entertainment!

Smith Entertainment (2010)
Stil: Red Dirt

01. Never
02. Cornfed
03. Dirt Road
04. Perfect Girl
05. Tip Jar
06. Love Like That
07. Hitchhiker
08. Peace On Earth
09. More To Me
10. Love Me Tonight
11. What Do They Know
12. Friends Like You (incl. hidden track)

Bo Phillips Band
Bärchen Records

Sons Of Bill – One Town Away – CD-Review

Eine von großartiger Musikalität und ungemein starkem Songmaterial geprägte, exzellente Mixtur aus genauso würzigen wie wunderbar in unsere Gehörgänge einfliessende Rootsrock-, Americana- und Countryrock-Elementen, mal durchaus entspannt und relaxt, dann wieder schön kraftvoll und Energie geladen, präsentiert von einer noch richtig hungrig und unverbracht wirkenden, erstklassigen jungen Band aus Charlottesville/Virginia. Sons Of Bill sind die Söhne (James, Sam und Abe) eines gewissen Bill Wilson (selbst wohl ein talentierter Countrymusiker), der seine Nachkömmlinge schon sehr frühzeitig mit der „Droge“ Musik infizierte.

Die drei Brüder veröffentlichen jetzt mit ihren beiden Langzeitfreunden Seth Green (Bass) und Brian Caputo (Schlagzeug) ihr zweites, mit einem im Vergleich zum Debüt deutlich größeren Budget ausgestattetes Album, „One Town Away“, produziert von niemand geringerem als Grammygewinner Jim Scott, der bereits mit solch klingenden Namen wie Tom Petty, Wilco oder Whiskeytown zusammenarbeitete. Das passt schon sehr gut, denn Spuren dieser Kollegen sind bei den Sons Of Bill durchaus zu entdecken. Doch am ehesten spielt sich das Geschehen an der Schnittstelle von erdigen Rootsrock-Einflüssen solcher Leute wie Steve Earle, Son Volt und mit Abstrichen auch der Drive-By Truckers, dem magischen Retro Countryrock-Flair eines Gram Parsons und den so wunderbaren, unwiderstehlichen Elementen der texanischen Red Dirt-Clique ala No Justice, Wade Bowen, Stoney LaRue und der Kyle Bennett Band ab. Klar, dass bei dieser Konstellation durch die Stücke auch ein Hauch von Southern-Flair weht.

Die Band hat sämtliche Tracks selbst komponiert (der Löwenanteil stammt dabei aus der Feder von James Wilson) und eingespielt. Lediglich der in der Rootswelt so bekannte Multiinstrumentalist Greg Leisz (Stel, Lap Steel, E-Gitarre) ergänzt als Gastmusiker auf vier Tracks („One Town Away“ -tolle Countryrock-Ballade mit viel Retro Gram Parsons-Feeling, einer durchaus californischen Note und toller Steelguitar-Begleitung-; „Charleston“; „In The Morning“ und „Rock And Roll“ -ein kräftiger, kerniger Rootsrocker, der seinem Namen alle Ehre macht) die Band mit seinem exquisiten Spiel. Trotz der rootsigen Basis wirkt das Material sehr „radiotauglich“ und überaus eingängig, was wir als absolut positiv verstanden haben möchten. Die Songs sind gespickt mit tollen Melodien und bleiben prächtig hängen.

Die beiden das Album eröffnenden Stücke „Joey’s Arm“ und „Broken Bottles“ stehen prinzipiell für das gesamte Konzept des Albums, nämlich die ausgewogene Balance zwischen zwar würzigen, aber entspannt wirkenden Balladen und Midtempo-Nummern und flotten, knackigen Rockern. Erstgenanntes, eine traumhafte, mit herrlichen Gitarren und prächtigem Hammond-Untergrund in Szene gesetzte Roots-/Countryrock-Ballade (schön angerauter, leicht introvertiert klingender, erstklassiger Gesang, ein bis zwei genau auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarrenpassagen, eine geradezu Gänsehaut erzeugende Melodie), das zweite (schöne Textzeile: „Hank Williams might have been a love-sick drinker, but being a love-sick drunk don’t make you a Hank“), kommt dann trocken, flott und ordentlich rootsig, wobei einem sowohl die oben genannten Red Dirt-Kollegen, als auch Son Volt, Steve Earle oder gar die Gin Blossoms in Erinnerung kommen.

Auch bei weiteren Stücken blinzelt dann die Earle’sche Songwritingschule hin und wieder durch (z. B. „Western Skies“, „Charleston“). Beim textlich dramatisch und ergreifend dargebotenen „Never Saw it Coming“ (klasse Outlaw-Flair) wurde das im Staate Virginia noch relativ aktuell anmutende Thema Amoklauf in fiktiver Form musikalisch aufgearbeitet. Ein unter die Haut gehender, atmosphärisch, ja in seiner Bedrohlichkeit sehr authentisch wirkender Song. Baumstark auch der prachtvolle, voller texanischem Red Dirt-Feeling und viel Southern Rock-Flair (The Marshall Tucker Band) steckende, kernige, riffige, von satten E-Gitarren durchzogene, gar ein wenig jammig anmutende Roots-/Countryrocker „Going home“ (tolles Gitarrensolo am Ende)! Zum Schluß des Albums wird es dank der recht prägnanten Steel-Arbeit von Greg Leisz noch ein wenig country-infizierter. „Charleston“ entpuppt sich dabei als recht trockener Honky Tonk-Song mit einer spröden Schönheit, wie sie sonst eben nur von einem Steve Earle zelebriert wird.

Gleiches gilt für das finale „The Song Is All That Remains“, bei dem James Wilson sein Lied, nur von einer trockenen Akustikgitarre und einem Hauch von hallenden E-Gitarren Hintergrundklängen begleitet, auf ein Minimum reduziert. Wer auch immer dieser Bill Wilson sein möge, er hat seinen Söhnen jedenfalls eine Menge musikalisches Talent mit in die Wiege gelegt. „One Town Away“ ist ein klasse Album! Die Rootsrock-/Americana-/Countryrock-Gemeinde darf sich auf eine neue,.richtig starke „Kapelle“ freuen, die auf dem besten Weg ist, den Etablierten des Genres „Feuer unterm Hintern“ zu machen. Respekt für diese großartige Leistung!

Gray Fox Records (2009)
Stil: Country- /Roots Rock

01. Joey’s Arm
02. Broken Bottles
03. The Rain
04. One Town Away
05. Going Home
06. Never Saw It Coming
07. Western Skies
08. So Much For The Blues
09. Rock And Roll
10. Charleston
11. In the Morning
12. The Song Is All That Remains

Sons Of Bill
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Bärchen Records

Casino Steel – There’s A Tear In My Beer – CD-Review

Bei Casino Steel handelt es sich um einen mir bis zum heutigen Tage unbekannt gebliebenen Kultmusiker der Punkrockszene. Namen von Truppen mit seiner Beteiligung wie The Boys und Hollywood Brats sind daher meinem, von Southern-Rock und New-Country dominierten Geschmack naturgemäß nie begegnet. Erstgenannte Gruppe soll zumindest vom Sänger einer, in unseren Breitengraden recht bekannten Düsseldorfer Band (auch berühmt für ihren schlechten Fußballgeschmack), die in ähnlichen Gefilden einsortiert wird, glühend verehrt werden. Ach ja, irgendwann war dieser Herr Steel auch mal recht kurzweilig Teilzeitarbeiter von The Ramones, die mir natürlich in weiter Ferne auch musikalisch geläufig sind.

Warum landet ein Album dieses Musikers also bei Herrn Daus? Ganz einfach, der gute Casino Steel hat ein Countryalbum aufgenommen und die Experten auf diesem Gebiet sind oft noch rar gesät. Punk und Country passt das zusammen? Befürchtet hatte ich zunächst irgendein trockenes kurzes Uptempo-Alternate-Country-Geschrammel, dass dann nach einer knappen halben Stunde Qual eventuell beendet ist. Dem ist aber nicht so! Casino Steel widmet sich vornehmlich altem, traditionellen Countryliedgut (bin ich eigentlich auch kein großer Freund von) wie der Titel „There’s a Tear In My Beer“ (ein alter Hank Williams-Klassiker) bereits andeutet, der auch als Opener, direkt mit noch zwei weiteren Stücken des alten Countryhaudegens gecovert wird.

Das erledigt Steel mit viel Hingabe, Ruhe und durch eine recht kräftige, moderne Einspielung sehr zufriedenstellend. Dazu lockert die Beteiligung von Duettpartnerinnen wie u. a. Claudia Scott und Liz Tove Vespestad, die sich im Stile von Emmylou Harris oder Dolly Parton vokal einbringen, die Songs ein wenig auf. Das traditionelle country-typische Flair bleibt aber durch recht markante Steel-Parts jederzeit erhalten.

Am besten gefallen mir jedoch die Sachen, die Steel selbst oder mitkomponiert hat. Das bluesig-balladeske, sehr melodische, rau gesungene „I Was Barely Getting By“ mit herrlichen E-Passagen, irgendwo zwischen Tom Waits und Mitch Ryder angesiedelt, dürfte dabei ganz sicher auf meinem Best-Of-Jahres-Sampler landen. Ein starker Song! Genauso klasse das ebenfalls bluesige „Real Rain“ (mit schönen weiblichen Harmonies, starkem, sirenenartigen E-Solo), das flotte, mit dezentem Rockabilly-Flair umgarnte „I’m Unable To Toe The Line“, oder das authentisch traurig überbrachte „Ballad Of The Sad Café“ (Piano-Barroom-Ballade mit Tom Waits-Spirit), und das abschließende „Heroine“ (70ies-Retro-Schwofer mit schönen Stimmungswechseln).

Lediglich die gar nicht mal so unübel gemachte Countryinterpretation von „What A Wonderful World“ erscheint angesichts des wohl unerreichbaren Louis Armstrong-Vermächtnisses im unweigerlich aufkommenden Vergleich chancenlos. Trotzdem, Casino Steels „There’s A Tear In My Beer“ hat in seiner Gesamtheit durchaus die Berechtigung, mal von Freunden solcher Traditions-Musiker der Marke Williams, Cash & Co., sowie von Bluesern, die sich offen für Country der alten Schule zeigen, mal unter die Lupe genommen zu werden. Selbst aus meiner eher New-Country-orientierten Sicht ein recht akzeptables Werk!

Wild Kingdom (2007)
Stil. Country Rock

01. There’s A Tear In My Beer
02. I Was Barely Getting By
03. I’m So Lonesome I Could Cry
04. That’s All I Need To Hear
05. She Thinks I Still Care
06. Real Rain
07. Cold, Cold Heart
08. Oh Ramona
09. What A Wonderful World
10. I’m Unable To Toe The Line
11. Ballad Of The Sad Café
12. Baby, That’s Cold
13. I Wish I Could Come Home
14. Heroine

Casino Steel

Don Johnson – Heartbeat – CD-Review

Wir schreiben das Jahr 1986. Don Johnson alias Sonny Crockett und Philip Michael Thomas als Rico Tubbs befinden sich im Steilflug, eine der beliebtesten US-Krimserien der Achtziger Jahre zu werden. Bis dato kannte meine Generation meist nur knochig-kauzige Ermittler wie Kojak, Columbo, Rockford und Cannon. Lediglich mit Tom Selleck in der Serie Magnum war eine etwas saloppere Gangart in den TV-Krimi-Alltag eingezogen. DNA-Analyse und sonstiger forensischer Kram samt technischem Equipment als Hilfsmittel zur Beweiserbringung oder Klärung von Verbrechen waren noch ein Buch mit sieben Siegeln. Im Großen und Ganzen waren auch bei diesen beiden ungestümen jungen Herren traditionelle und konventionelle Polizeimethoden noch angesagt.

Es war auch die Zeit, als die Compact Disc so langsam begann, sich für die Schallplatte als eine ernsthafte Konkurrenz zu entwickeln. Musikalisch hatte der Synthesizer als mittragendes Element Einzug in die Rock- und Popmusik erhalten. Für viele ist bis heute die Ära der Achtziger somit immer noch eine der schlimmsten Epochen der Musikgeschichte. Die ebenfalls aufkommenden Vermarktungsstrategen hatten erkannt, dass man mit populären Schauspielern auch auf musikalischer Ebene, sofern sie ein wenig Talent mit sich brachten, durchaus Profite erwirtschaften kann.

Don Johnson, der das T-Shirt unter dem Armani-Sakko salonfähig machte, war für diese Zeit ein idealer Typ, smart, gut aussehend und seine Stimme erwies sich zwar nicht als die eines Übersängers, hatte aber doch so was wie eine gewisse Unverkennbarkeit. Dazu gelang ihm, samt des federführenden Major-Labels, Epic Records für sein Debüt eine illustre Schar an Musikern Bonnie Raitt, Willie Nelson, Stevie Ray Vaughan, Ron Wood, Dickey Betts,etc.) mit ins Boot zu holen. Auch die Songauswahl mit Stücken von Gastschreibern wie u. a. Tom Petty und Bob Seger liest sich nicht so schlecht. Somit kann man auch aus heutiger Sicht seine erste Platte „Heartbeat“, die es immerhin in die Top-20 der Billboard-Album-Charts brachte, als durchaus für die damalige Zeit gelungen bezeichnen.

Der melodische Titelsong mit seiner markanten Refrainzeile wurde mit Platz 5 in den US-Single-Charts und auch internationaler Präsenz zugleich sein erfolgreichstes Lied, der wohl stärkste Song des Werkes „Heartache Away“ (klasse Backs von Bonnie Raitt, E-Solo Stevie Ray Vaughan) und die atmosphärisch unterkühlte, Saxophon-bestückte Ballade „Voice On A Hotline“ landeten irgendwo im Nirvana der Musikerhebungen.

Weitere markante Tracks sind der ebenfalls balladeske Petty-Song „Lost In Your Eyes (erneut mit netten Raitt-Harmonies), der wie einige andere Songs auch, mit Phil-Collins-In–The-Air-Tonight-Gedächtnis Drumpoltern (performt durch Curly Smith) durchzogen ist. Stark auch die Gastpräsenz beim von Bob Seger-kreierten, dezent Country-infizierten Heuler „Star Tonight“ von Willie Nelson (klasse hier sein Akustikgitarrensolo).

Bei den zwei Stücken „Love Roulette“ und der Piano-getränkten Ballade „Can’t Take Your Memory“ (mit dem späteren Nashville-Studiomusiker Charlie Judge an den Tasten) ist Johnson kompositorisch involviert. Dass er hier durchaus Talente besitzt, zeigen weitere Lieder aus dem Allman Brothers-Dunstkreis. So ist er für deren „Blind Love“ und „Can’t Take Me With You“ und das schöne „Bougainvillea“ von Dickey Betts & Great Southern mitverantwortlich. Bei der starken Uptemponummer „Love Roulette“ gibt es mit Stevie Ray Vaughan (E-Solo), Dickey Betts (Rhythmus-E-Gitarre) und Ron Wood (Akustikgitarre) den Aufmarsch von gleich drei Schwergewichten der Saitenkunst.

Don Johnsons Debütalbum „Heartbeat“ kannte zu besagter Zeit vermutlich nur freudenstrahlende Gesichter. Eine typische ‚Win-Win-Situation‘. Der smarte Frauentyp (übrigens gleich zweimal mit Melanie Griffith verheiratet und wieder geschieden) konnte sich neben seiner auf dem Zenit befindlichen Schauspielerära noch auf musikalischem Terrain als zweitem Standbein profilieren, das Major-Label Epic Records wurde für seine relativ risikoarme Investition werbetechnisch wie finanziell ordentlich belohnt und selbst die stattliche Anzahl der zumeist prominenten Gastmusiker und Songwriter konnte sich vermutlich auch noch ein paar Dollars auf die Tasche packen.

Epic Records (1986)
Stil:  Rock / Pop

01. Heartbeat
02. Voice On A Hotline
03. The Last Sound Love Makes
04. Lost In Your Eyes
05. Coco Don’t
06. Heartache Away
07. Love Roulette
08. Star Tonight
09. Gotta Get Away
10. Can’t Take Your Memory

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Kevin Costner & Modern West – Turn It On – CD-Review

Wenn Schauspieler ins (Rock-) Musikfach wechseln (vor allem die aus dem vermeintlich glamourösen Stadtteil einer kalifornischen Metropole) gilt das in der Regel als eine weitere Option, ihre Kontostände (die sich eh meist schon jenseits von Gut und Böse befinden) aufzubessern oder ihre vermutlich schon von Geburt an verankerte Profilneurose noch intensiver ausleben zu können. Ein halbwegs positives Beispiel war mal vor einer gefühlten Ewigkeit für kurze Zeit Don Johnson (mittlerweile natürlich auch in der Versenkung verschwunden), der mit seinen zwei Alben „Heartbeat“ und „Let It Roll“ die Gunst der Stunde von Miami Vice nutzen konnte und dabei eine ganz akzeptable Figur abgab. Was viele vielleicht nicht wissen, er ist auch Co-Writer des schönen Dickey Betts & Great Southern-Stückes „Bougainvillea“.

Eine wirklich erfreuliche und sehr ernst zu nehmende Ausnahme bahnt sich hier seit geraumer Zeit auch im Fall von Kevin Costner an. Der scheint auf jeden Fall den Vorteil zu haben, auf eine recht fundierte musikalische Grundausbildung verweisen zu können (er musiziert schon über zwanzig Jahre). Dazu legt er, was seine Person und seine Möglichkeiten betrifft, eine für Schauspieler seines Levels ungewöhnlich gesunde Portion Realismus an den Tag. Mit seinem Debüt „Untold Truth“ verbuchte er bereits viele positive Kritiken und auch die Live-Auftritte mit seiner Band Modern West ernteten Lob von fast allen Seiten.

Sein zweites Werk „Turn It On“ untermauert sein Bestreben, auf musikalischem Terrain kontinuierlich sesshaft zu werden, nachhaltig. Um es vorwegzunehmen. Costner und seine Modern West-Crew (John Coinman, Teddy Morgan, Park Chisolm, Blair Forward, Larry Cobb) haben erneut ein kurzweiliges Americana-Häppchen (von Roots Rock bis New Country sind alle damit verbundenen Ingredienzien verarbeitet) kreiert, das sich vor bereits etablierten Vertretern in diesen Genre-Sphären keineswegs zu verstecken braucht.

Ein gutes Händchen bewies der aus dem beschaulichen Compton stammende Kalifornier bei der Auswahl der Songs, die laut eigener Aussage ohne Rücksicht auf eventuell verletzte Eitelkeiten (auch bei sich selbst) einer strengen Qualitätskontrolle standhalten mussten, um letztendlich den Platz auf dem Silberling zu ergattern. Bis auf ein sehr gelungenes, fetziges Cover des BoDeans-Stückes „Red River“ (mit klasse Fiddle-E-Gitarrenduell) setzten sich, soweit ich es beurteilen kann, ausnahmslos Eigenkompositionen aus dem bandintern geschaffenen Fundus durch.

Produzent und Mitmusiker Teddy Morgan hat gute Arbeit geleistet. Costners angenehmes Stimmorgan mit teilweise recht markantem Timbre wurde optimal mit den klar ausgesteuerten Instrumentalzutaten (E- und Akustikgitarren, Fiddle und dezente Keyboards spielen die zentrale Rolle) in Einklang gebracht, wobei im Aufbau der Tracklist als auch innerhalb der Songs auf Tempovariationen Wert gelegt wurde, was dem Ganzen eine große Portion Kurzweiligkeit beschert. Die knapp 45 Minuten vergehen daher wie im Flug.

Zu meinen Favorites des Albums zählen der flockige Opener „Turn It On“ (Mischung aus Bruce Springsteen und John Hiatt, klasse Slide-Solo), „Ashes Turn To Stone“ (wiehernde Fiddle, kreischendes E-Solo, sehr dynamischer Verlauf), „The Way You Love Me“ (rauchige Stimme Costners, weibliche Harmonies, ruhige Slidepassage, entspannte Atmosphäre) und der Gute Laune-Country-Stomper „Saturday Night“ (Marke Billy Ray Cyrus, wieder recht Slide-betont). Wenn es was zu beanstanden gibt, ist es höchstens das vielleicht etwas statische Drumming von Larry Cobb und ein marginales Absacken des Niveaus gegen Ende.

Insgesamt ist „Turn It On“ von Kevin Costner & Modern West in jedem Fall eine gelungene Sache. Und dann kommt das aber doch noch mit der Popularität. Auch wenn Costner die Gunst seines Bekanntheitsgrades als Support für sein musikalisches Treiben relativiert und auch berechtigt auf seine bisherigen Leistungen verweist, ein Todd Thibaud z.B. kann halt sein neues Album (leider) nicht mal eben in einer bekannten deutschen Fernseh-Unterhaltungsshow vorstellen. Denn dazu erhält der gute Kevin nämlich prompt am kommenden Samstag die Gelegenheit, wenn er seine Single „Let Me Be The One“ (hoffentlich wie hier auf dem Album im Duett mit der vorzüglich singenden Sara Beck) am Samstag präsentieren wird und dazu noch als Wettpate neben unserem allseits bekannten Star-Talkmaster (mit seinem ansonsten fürchterlich klischeehaften Musikgeschmack) auf der Couch Platz nehmen kann…

earMUSIC (Edel) (2010)
Stil:  Country Rock

01. Turn It On
02. Ashes Turn To Stone
03. Moon So High
04. Maria Nay
05. Let Me Be The One
06. Top Down
07. Red River
08. Palisades
09. The Way You Love Me
10. Saturday Night
11. All I Want From You

Kevin Costner & Modern West
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