Joe Bonamassa – 03.05.2022, Mitsubishi Electric HALLE, Düsseldorf – Konzertbericht

Es ist jetzt das dritte Mal, dass wir Joe Bonamassa in größerem Konzertrahmen beleuchten, zuletzt war es vor drei Jahren an gleicher Stelle wie an diesem Abend in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric HALLE. Mark Dehler von Netinfect Promotion hatte wie gewohnt klasse Arbeit im Rahmen der reibungslosen Akkreditierung geleistet, wir hatten tolle Plätze, quasi zentral und dicht an der Bühne. Herzlichen Dank hierfür! Gut 2.500 Zuschauer wollten Smokin‘ Joes aktuellem Programm an diesem Dienstag beiwohnen.

Pünktlich nach dem Einspieler von John Sebastians 70er-Nostalgiehithit ‘Welcome Back’ betrat der Protagonist in gewohnt weißem Hemd unter schickem Anzug mit seinem Weltklasse-Ensemble die Bühne, um direkt mit „Evil Mama“ und „Dust Bowl“ sich, seine Band und die anwesenden Leute, mit den ersten Soli auf Betriebstemperatur zu bringen. Wie gewohnt ging es in fließendem Wechsel an diversen E-Gitarren wie Gibson SG und ES, Les Paul (u. a. beim zum niederknienden Gary Moore-Cover „Midnight Blues“) , Fender Stratocaster und Telecaster zu Sache. 

Mit letztgenannter Gitarre performte er „The Heart That Never Waits“, das einzige Stück, das vom aktuellen Album „Time Clocks“ in die Setliste fand. Etwas schade, finde ich, man hätte gerne mehr aus diesem superben Werk gehört.  

Mehr als nur ein saitentechnischer Wasserträger war übrigens der uns auch gute bekannte Josh Smith, der dann gegen Ende immer mehr aufblühte und auch mit einigen Twins, Slides und Soli brillieren durfte.  Wie zum Beispiel beim, nach der Bandvorstellung stattfindenden, southern-rockigen „A Conversation With Alice“ oder dem launigen, in Bakersfield-Manier abgehenden „Lonely Boy“, bei dem die famose Nashville-Rhythmussektion mit Weltklasse-Drummer Greg Morrow (ich weiß garnicht, wieviele New Country-Scheiben ich schon reviewt habe, wo er partizipiert hat) und Steve Mackey (mit Spaß in den Backen), die beiden Gitarristen vor sich hintrieben.

Zu Urgestein Reese Wynans braucht man nicht viel zu erzählen, der klimperte wieder in allen Variationen (Orgel, E-Piano, Syhthie, HT-Piano) routiniert auf seinen beiden, über Eck stehenden Tasteninstrumenten. Nicht zu vergessen die beiden klasse aussehenden Backgroundsängerinnen Danielle De Andrea und Jade MacRae, die wieder ihre Aahs, Uuhs und Harmoniegesänge zum Besten gaben und auch in Sachen Synchron-Bewegungen, eine gute Figur abgaben.

Beim Finalstück des Haupteils „The Ballad of John Henry“ entlockte ‚Magier Joe‘ zunächst mit seinen Händen und dann mit bogenförmigen Bewegungen mit seiner Telecaster einem kleinen Kästchen berührungslos vibrierende Töne. Diese Effekte mit einem sogenannten Theremin sind allerdings nicht ganz neu und wurden schon von Jimmy Page auf dem Led Zeppelin-Uralt-Hit „Whole Lotta Love“ eingesetzt. Trotzdem natürlich ein schönes Motiv für unseren Knipser Gernot Mangold.

Die erste Zugabe gehörte dann Joe ganz allein. Da ließ er bei „Woke Up Dreaming“ ein wahres Gewitter auf der Akustischen ab, dass man Angst um seine Fingerkuppen haben musste. Das Finale eines insgesamt zwei Stunden währenden, superstarken Konzerts gab es dann mit dem von Joe und Will Jennings kreierten „Mountain Time“, das nochmals sehr atmosphärisches Southern Rock-Esprit à la Marshall Tucker Band versprühte und somit den überragenden Abschluss bildete.

Bereits ziemlich früh hatte es übrigens diesmal die Leute von den Stühlen gerissen und es wurde im Stehen mit gefiebert, geklatscht und dem Star temperamentvoll die Ehre erwiesen. Bonamassa, das muss man so klar sagen, hat den etablierten Platzhirschen des Blues-Genres längst den Rang abgelaufen. Insgesamt somit wieder eine große Show von Joe & Co. im Rahmen seiner Europa-Frühlings-Tournee, die danach in London (in der ehrwürdigen Royal Albert Hall) und Paris noch weitergeführt wird.

Line-up:
Joe Bonamassa (lead vocals, electric and acoustic guitar)
Steve Mackey (bass)
Reese Wynans (keys)
Greg Morrow (drums)
Danielle De Andrea (vocals)
Jade MacRae (vocals, percussion)
Josh Smith (electric guitar)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Joe Bonamassa
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Netinfect Promotion
Mitsubishi Electric HALLE, Düsseldorf

Dana Fuchs – Borrowed Time – CD-Review

Wer für ein Janis Joplin-Musical als Hauptakteurin verpflichtet wird, muss eine gute Stimme haben. Dass dies dann auch zweifelsohne bei Dana Fuchs der Fall ist, davon konnten wir uns vor gut vier Jahren, als diese Welt noch in Ordnung zu sein schien, live bei ihrem schweißtreibenden Gig im Dortmunder Musiktheater Piano überzeugen.

Da war sie musikalisch in der souligen Blues Rock-Szene unterwegs. Die in New Jersey geborene Protagonistin ist aber in Florida aufgewachsen. Für Psychologen ein klarer Fall – das muss, gerade bei Musikern, irgendwann einmal aufgearbeitet werden, wenn man quasi mit Lynyrd Skynyrd & Co. überall groß geworden ist.

Und tatsächlich wartet die Sängerin und Songschreiberin mit einem wirklich starken, Southern Rock-umwehten Album mit dem Titel „Borrowed Time“ auf. Zu Gute kommt ihr auch hier wieder, wie bereits oben erwähnt, ihre rauchig kratzige Stimme, die bei einer Frau am Mikro in diesem Genre praktisch Pflicht ist.

Für das Album hat sie sich ein wenig aus den Fängen vom musikalischen Langzeitpartner Jon Diamond gelöst, der auf diesem Werk allerdings weiter Gitarre spielt. In Sachen Produktion hat sie sich mit Bobby Harlow (Detroit Cobras, Samantha Fish) und Teddy Tudrick externe Hilfe ins Haus geholt, letztgenannter sorgt als zusätzlicher Saitenzupfer für den Southern-typischen E-Gitarrensound.

Das Werk ist umrundet vom Led Zeppelin-/Skynyrd-umwehten Opener „Double Down On Wrong“ und dem finalen Stomper „Star“, die beide so psychedelisch und wild daherkommen wie Danas prachtvolle Mähne. Zwischendurch gibt es dann  viel Southern Rock-Feeling, wo immer die typischen Einflüsse von Skynyrd („Blue Mist Road“ im Aufbau mit ein wenig „The Last Rebel“-Flair, „Nothing You Own“ mit toller „Tuesday’s Gone“-Reminiszenz), den Black Crowes (u. a. bei Save Me“) oder auch den guten alten Stones („Hard Road“, „Not Another Second On You“) durchschimmern. Bei den temperamentvolleren Sachen erinnert sie mich vom Gesang her oft an Sass Jordan.

Bei den langsameren Nummern wie dem herrlichen „Call My Name“ und dem Harp-getränkten „Lonely Lie“ schwebt Fuchs in rootsigen Sphären einer Lucinda Williams.  Das sich dynamisch steigernde Titelstück „Borrowed Time“ hätte zu früheren Zeiten auch in das Repertoire von einem John Mellencamp problemlos gepasst. 

Insgesamt eine schlaue Entscheidung von Dana, sich mal im Southern Rock zu beweisen. Das ist ihr vollkommen gelungen und sie wird mit dieser tollen Scheibe ihre etatmäßige Anhängerschaft aus dem Blues-Bereich sicherlich um eine erhebliche Anzahl von Leuten aus der Südstaaten Rock-Fraktion erweitern, die ihr zudem garantiert viel Respekt für diese famose Leistung zollen werden. Sie heißt also nicht umsonst mit Nachnamen Fuchs!

Ruf Records (2022)
Stil: (Southern) Blues Rock

Tracks:
01. Double Down On Wrong
02. Blue Mist Road
03. Call My Name
04. Save Me
05. Curtain Close
06. Hard Road
07. Borrowed Time
08. Nothing You Own
09. Not Another Second On You
10. Lonely Lie
11. Last To Know
12. Star

Dana Fuchs
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Ruf Records

Gerry McAvoy’s Band Of Friends – 21.04.2022, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbilder

Line-up:
Jim Kirkpatrick (lead vocals, electric guitar)
Paul Rose (electric guitar)
Gerry McAvoy (bass, lead vocals)
Brendan O’Neill (drums)

Bilder: Adam Zegarmistrz Glagla

Band Of Friends
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Musiktheater Piano, Dortmund

Markey Blue Ric Latina Project – Jumpin‘ The Broom – CD-Review

„Sag mir, wie ein Projekt beginnt und ich sage Dir, wie es endet“. Diese markige Weisheit aus der heutigen Business-Welt auf das Markey Blue Ric Latina Project zu übertragen, dürfte sich äußerst schwierig gestalten. Zumindest, was den Anfang betrifft, weiß man, dass sich zwei künstlerisch, beziehungsweise musikalisch hochtalentierte Menschen irgendwann bei einer Veranstaltung getroffen haben, wo sie für unterschiedliche Acts im Hintergrund wirkten und dort Gemeinsamkeiten und Ideen für sich entdeckten, die fortan zusammen in Einklang gebracht werden sollten.

Die Sängerin  Markey Blue hatte zuvor für Leute wie u. a. Anson Funderburg, Candy Kane, Coco Montoya oder Taj Mahal gewirkt, der Nashville Session-Musiker Ric Latina kann auf eine lange Liste von klingenden Namen wie u. a. Neil Young, Doby Grey, Clint Black, Collin Ray, John Berry, Billy Dean, Gary Pucket, Suzy Bogguss, Bluegrass-Spezialistin Rhonda Vincent, Hank Williams III und Waylon Jennings verweisen.

Mit „Jumpin‘ The Broom“ legt das mittlerweile verheiratete Duo sein viertes Album vor, nachdem schon die drei Vorgänger mit Lobeshymnen und zahlreichen Nominierungen und Awards bedacht worden sind. Viele Songs schafften es dabei auch in Filme und namhafte Serien wie z. B. ‚Grey’s Anatomy‘.

Das neue Werk, bei dem die beiden überwiegend von starken Musikern wie Randy Coleman (bass), Shannon Wickline (keys), Dave Northrop (drums, percussion) und Chris West (horns, flute) unterstützt wurden, ist ein Freudenfest für Anhänger des southern-souligen Blues Rocks.

Markey Blue hat dazu die entsprechende Reibeisenröhre à la Sass Jordan, Beth Hart, Dale Krantz, Dana Fuchs, Crystal Shawanda & Co., während man Gatte Ric Latina seine reichhaltige Erfahrung als Sesssion-Gitarrist zu jeder Sekunde anmerkt. Er hat so gut wie alles in petto. Sowohl die Spielarten der großen britischen Saitenkönner wie Eric Clapton, Peter Green oder David Gilmour (man höre sich hier mal „You Got The Blues“ an) beim konventionellen Spiel, als auch beim Sliden von Koryphäen der Marke Allman, Haynes, Rossington, Gibbons u. v. m.

Insgesamt würde ich ihn von seiner Vielfalt und Variabilität, sprich Vollkommenheit her (ohne dabei in selbstverliebte Frickeleien zu verfallen), hier glatt in Sphären eines Joe Bonamassas hieven. Als Produzent der Scheibe, hat er es auch geschafft, eine herrliche Transparenz zwischen dem herrlichen Gesang von Markey Blue und den einzelnen Instrumenten herzustellen, wobei der klare Klang seiner Gitarreneinlagen eine Wonne für die Ohren ist.  Aber auch die wohldosierten Keys-Einsätze von Wickline und die (nie zu viel) plusternden Blas-Einlagen von West sorgen für entsprechende Würze. 

Klasse auch Wests atmosphärische Querflöteneingaben a la Jerry Eubanks beim slow-bluesigen „Lowdown Voodoo Woman“, die dem Song ein wenig zusätzliches Marshall Tucker Band-Flair hinzufügen. Skynyrd-/Rossington Collins Band-Freunde werden von „Little Betty“ begeistert sein.

So erhält man vom groovigen Opener „Bad For Real“ (der auch schon wieder mit Film- und Television-Ambitionen aufwarten kann) bis zum finalen Ohrwurm-Schwofer „Where Are You“ ein absolut empfehlenswertes (southern-beeinflusstes) Blues Rock-Werk, bei dem man gerade im heimischen Wohnzimmer auch sehr gut Entspannen kann. 

Lediglich das grelle, orientalisch-asiatisch anmutende, ziemlich abenteuerlich zusammengeschusterte Cover-Artwork, hat aus Sicht eines Menschen wie mir, der seit über dreißig Jahren mit gestalterischer Werbung beruflich zu tun hat, deutliches Steigerungspotential aufzuweisen.

Um dann nochmal auf das Anfangszitat zurückzukommen. Ein Ende dieses viel versprechenden Projekts ist erstmal nicht abzusehen. Das Markey Blue Ric Latina Project darf und wird uns vermutlich noch mit vielen weiteren Schmuckstücken wie „Jumpin‘ The Broom“ verwöhnen, gerne auch noch so lange, bis wir irgendwann dann alle mal den Löffel abgeben…

Soul O Sound Records (2022)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. Bad For Real
02. Hanging On
03. When It’s Blue
04. Little Betty
05. Be With Me
06. Lowdown Voodoo Woman
07. You Got The Blues
08. Right Kind Of Woman
09. Crying Out Loud
10. Where Are You

Markey Blue Ric Latina Project
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Ana Popovic – 09.04.2022, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Nach über einem Jahr konnte endlich das zuvor schon verschobene Konzert mit Ana Popovic und Band im Dortmunder Musiktheater Piano stattfinden. Erfreulich war, dass der Saal sich nach Einlass zunehmend füllte und schließlich mit über 300 Besuchern auch ansehnlich gefüllt war, sodass endlich wieder richtige Konzertstimmung zu spüren war. Gegen 20:30 Uhr betrat zunächst nur die Begleitband die Bühne, um mit einem instrumentalen Intro gewissermaßen den Teppich für Ana Popovic auszurollen.

Unter den Applaus der Fans stieß dann Popovic hinzu und nach einer kurzen Begrüßung folgte ein Konzert, das die meisten Fans so schnell nicht vergessen werden. Schnell wurde klar, dass die Grenzen des altbekannten Blues weit überschritten werden sollten und Popovic mit ihrer Bigband Blues, Jazz, Funk und Soul modern ineinander verschmelzen ließ.

Die stimmlich bestens aufgelegte Popovic begeisterte auch mit vielen Soli, mal slidend, mal fingerpickend, aber auch krachend rockig, wie nicht anders zu erwarten, was aber auch durch die großartige Band ermöglicht wurde. Dabei hatte jeder der Musiker mehrfach die Möglichkeit, in Solopassagen Akzente zu setzen.

Was neu an Popovic war, dass sie statt der lockigen Mähne, ihre Kurzhaarfrisur, wie auch Basser Cory Burns unter einem breitkrempigen Hut versteckte, aber wie gewohnt mit hochhackigen Stiefeln, diesmal im Leopardenoutfit, visuelle Reize zu versprühen.

Besonders tat sich dabei die Italoconnetion hervor. Michele Papadia legte an seinen Tasteninstrumente nicht nur komplexe Klangteppiche zur Untermalung, sondern begeisterte auch mit furiosen Highspeedsoli oder Duellen mir Basser Cory Burns oder Ana Popocic in denen sie sich die Noten regelrecht zuspielten.

Die beiden Bläser Claudio Giovagnoli am Saxophon und Trompeter Davide Ghidoni setzten immer wieder starke, auch funkige und jazzige Akzente in die Songs und spielten sich bei manchen Soli gemeinsam mit Ana Popovic in einen regelrechten Rausch, der von den Besuchern mit Ovationen honoriert wurde.

Was wer aber eine Band ohne eine starke Rhythmussektion, die gewissermaßen das Fundament für die anderen Musiker bildet. Corey Burns sorgte nicht nur für den Rhythmus mit den tiefen Tönen am Bass, sondern streute auch das eine oder andere gekonnte Solo ein und unterstütze zudem, wie auch Drummer Jerry Kelley mit Backgroundvocals und sichtlich guter Laune, zuweilen mit weit geöffneten rollenden Augen, die positive Gesamtstimmung. Drummer Kelley zeigte seine Klasse mit fein akzentuiertem Einsatz an den Drums aber auch mit einigen Kurzsoli

In dem etwa 100-minütigen. abwechslungsreichen Konzert, waren für mich die beiden rockigen Songs „Sexy Tonight“ mit einem Refrain, der mich leicht an „Open Invitation“ von Santana erinnerte und das krachende „Wrong Woman“ als erste Zugabe die absoluten Highlights, wo aber jeder Besucher für sich und das auch zurecht, andere Songs hätte nennen können.

Schön war auch, dass sich Ana Popovic und Bandmitglieder die Zeit nahmen und den Fans CDs mit persönlicher Widmung signierten und auch für das eine oder andere Erinnerungsfoto bereitstanden. Popovic ließ sich auch nicht die gute Laune verderben, als ein etwas unvorsichtiger Fan sein auf dem Merchandisingtisch abgestelltes Bier umkippte, das sich auf ihrer Jacke und den zum Glück eingeschweißten Auslage CDs ergoß.

Ein besonderer Dank geht wieder einmal an das Team des Piano, das nach über zwei Jahren erschwerten Betrieb endlich wieder einmal den Lohn eines sehr gut besuchten Konzertes einfahren durfte, an das sich die meisten Besucher mit Sicherheit gerne erinnern werden.

Line-up:
Ana Popovic (lead vocals, electric guitar)
Cory Burns (bass, vocals)
Jerry Kelley (drums)
Michele Papadia (keys, vocals)
Claudio Giovagnoli (saxophone)
Davide Ghidoni (trumpet)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Ana Popovic
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Musiktheater Piano, Lütgendortmund

Julian Sas Band, 08.04.2022 – Musiekcentrum De Bosuil, Weert, Konzertbericht

Die letzten 16 Monate waren für die Julian Sas Band mehr als turbulent. Nicht mögliche Konzerte schon weiter im Vorfeld durch die Corona Pandemie, viel gravierender aber war der Tod des Bassisten Fotis und sehr guten Freundes aller Bandmitglieder. Trotz dieses Schicksalsschlags entschloss sich die Band mit „Electracoustic“ ein Album einzuspielen, das erst vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde, in dem Barend Courbois den Basspart übernahm.

Nun offenbarte sich endlich die Möglichkeit, das Werk zu promoten. Auch hier gab es zum Album Veränderungen zur Band. Roland Bakker, der sich momentan nicht in der Lage sieht, zu touren, war nicht dabei. Demnach trat die Julian Sas Band in Weert als Trio auf, in dem Edwin van Huik der neue Bassist ist.

Pünktlich um 21:15 war die Halle ordentlich gefüllt. Unter dem Applaus der Besucher betraten die drei Musiker die Bühne und brachten mit dem fast obligatorischen „Homefeelin`“zum Aufwärmen erst einmal Altbekanntes. Danach stand insbesondere im ersten Set das neue Album „Electracoustic“, das im Laufe des gesamten Konzertes fast vollständig präsentiert wurde.

Insgesamt kam der bestens abgemischte Sound rauher und härter rüber, was mit Sicherheit auch daran lag, dass kein Keyboard dabei war. Ich will dabei gar nicht sagen, ob die Band als Trio oder Quartett besser ist, dass muss jeder für sich entscheiden.

Was aber schon im ersten Set zu erkennen war, das Powertrio kam bei den Fans, auch durch die jederzeit erkennbare Spielfreude, bestens an. Julian, auch stimmlich bestens aufgelegt, begeisterte mit vielen furiosen Soli und konnte sich auf der Grundlage seiner Rhythmussektion um Drummer Lars Erik van Elzakker und Bassisten Edwin van Huik regelrecht austoben.

Emotional wurde es mit der Ansage von „Fallin` From The Edge Of The World“. Julian sprach über die Entstehung des Songs und seinen brüderlichen Freund Fotis. Der balladeske Song, der fast schon eine Homage an Fortis war, war für mich eines der Highlights des ersten Sets. Melancholischer Gesang, weich eingesetztes Schlagzeug und Bass sorgten für eine ganz besondere Stimmung im Publikum.

Zum Ende des Sets ließ es die Band dann mit „Mercy“ und „Blues For tThe Lost And Found“ noch einmal richtig krachen und die Besucher konnten sich in der etwa 30 minütigen Pause mit Erfrischungsgetränken wieder abkühlen.
Im zweiten Set stand dann Altbekanntes im Mittelpunkt, wo die Band sich zum Ende hin in einen regelrechten Rausch spielte. Nach einer wie gewohnt starken Version des Hendrix-Klassikers „Hey Joe/Return“ brachte die Band mit dem harten „Devil Got My Number“, welches mich von der Songstruktur an AC/DC erinnert, den Saal noch einmal zum Kochen, um unter Zugabeforderungen die Bühne zu verlassen.

Die Drei ließen sich nicht lange bitten und legten mit „Bullfrog Blues“ und „Boogie All Around“ noch zwei starke Zugaben nach, um unter dem Applaus der Fans kurz nach Mitternacht den Gig zu beenden. Damit war die Arbeit der Band aber noch nicht getan. Julian Sas und Edwin van Huik begaben sich umgehend zum Merchendising-Stand zu Smalltalk und Signieren von Fanartikeln, während Lars Eric van Elsakker sein Drumset abbauen musste (am Folgetag ging es weiter nach Nijmwegen).

So fand ein gelungener Konzertabend einen schönen Abschluss in dem Julian Sas bewies, dass die Band auch als Powertrio begeistern kann. Ein Dank geht auch an das De Bosuil, das als Location die entsprechenden Rahmenbedingungen gab. Die Mitarbeitern ließen die Besucher jederzeit erkennen, dass sie sich dort als gern gesehene Gäste fühlen können. Auch Musikfans vom linken Niederrhein sollten sich mal das vielfältige Programm anschauen. Auch ein Sprung über die Grenze zu unseren holländischen Freunden lohnt sich Tot Ziens, bis zum nächsten Mal.

Line-up:

Julian Sas – vocals, guitars
Eswin van Huik – bass
Lars Eric van Elsaker – drums

Text und Bilder: Gernot Mangold

Julian Sas
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Musiekcentrum De Bosuil Weert

Ben Granfelt Band – 02.04.2022, to hoop, Rheinberg – Konzertbericht

Nach einem begeisternden Konzert in der Krefelder Kulturrampe im letzten Herbst spielte der umtriebige Finne mit seiner Band noch einmal am Niederrhein. Sami Durak ist es dabei gelungen, den Ausnahmegitarristen nach Rheinberg, ins to hoop zu holen.

Für mich war es der erste Besuch in dieser Location und vor Einlass in den Veranstaltungssaal nutze ich die Gelegenheit, erst einmal die Küche in der Kneipe zu testen, was mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein wird.
Auf eine Verkostung des reichhaltigen Whiskey-Angebots, darunter über 100 Single Malts, verzichtete ich dann doch, weil ich das Konzert noch erleben wollte.

Das Konzert ist schnell beschrieben, Das Setup war ähnlich dem aus der Kulturrampe und Granfelt legte mit seiner Band eine Spielfreude an den Tag, die dafür sorgte, dass direkt der Funke auf die Besucher übersprang. Dies lag mit Sicherheit neben der spielerischen Klasse der gesamten Band, an der sympathischen Art Granfelts, der zwischen den Songs mit einigen Anekdoten aufwartete.

Manch ein Besucher sprach am Ende vom besten Konzert, was bisher im to hoop stattgefunden habe. Sami Durak ergriff nach dem Konzert auch noch einmal das Mikrofon und machte nach dem Erlebten sichtlich geflasht noch eine Ansage zum Konzert, dass dies für ihn ein ganz besonderer Abend war.

Für Musikliebhaber, insbesondere des Blues ist das To Hoop mit Sicherheit eine lohnenswerte Adresse, um Musiker hautnah zu erleben. Aber auch für Kneipengänger oder Freunde von Kneipenquiz könnte der Ort eine lohnende Adresse sein.

Line-up:
Ben Granfelt – guitars, lead vocals
Masa Maijanen – bass
Jari Salminen – drums

Text und Bilder: Gernot Mangold

Ben Granfelt
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to hoop

Michael Allman – Blues Travels Fast – CD-Review

Dass Michael Sean Allman nicht vom Briefträger abstammt und auch nicht von Michael Green, wie es ihm seine Mutter Mary Lynn Sutton, eine ehemalige Go-Go-Tänzerin, fast sechs Jahre lang als Kind weismachen wollte (wenn man den Gazetten Glauben schenken darf), dürfte zumindest heute wohl selbst jeder Blinde beim Blick auf das Cover-Bild seiner neuen Scheibe „Blues Travels Fast“ bestätigen.

Ja, der gute wirkliche Papa Gregg, dem dieses Werk auch mit gewidmet ist, hat es zu damaliger Zeit, begleitet von seiner Drogensucht, ziemlich wild hergehen lassen, man erinnert sich u. a. an seine spektakuläre Hochzeit mit Cher, die mal angeblich über ihn gesagt haben soll: „Für Gregg Allman waren die Frauen nur für zwei Dinge gut, die Betten zu machen, und um sich anschließend wieder hineinzulegen…“

Aber wie dem auch sei, das ist alles Geschichte und hier geht es um die aktuelle Musik des Erstgeborenen des berühmten und ja mittlerweile leider schon seit einiger Zeit verstorbenen Bandleaders der Allman Brothers Band.

Die Europa-Version der Scheibe „Blues Travels Fast“ wird wieder von unseren Freunden von Juke Joint 500 herausgegeben, wie gewohnt in CD-Form und auf farbigem Vinyl in handnummerierter 500er Auflage, was die Werke nicht nur für Southern Rock-Freaks, sondern natürlich auch für echte Sammler, besonders interessant macht.

Und, um es vorweg zunehmen, der von Floyd (Tom) Skinner und Michael Stern produzierte Longplayer ist ein Klasse- Werk geworden. Southern Rock-Freunde bekommen alles geboten, was ihr Herz begehrt, viele starke E-Gitarren- und-Soli, Piano, Orgel und oft integrierte weibliche Backingvocals.

Dass es ordentlich südstaatlich bluest kann man ja schon an der ersten Hälfte der Tracks ablesen, gleich vier Titel haben das Wort ‚Blues‘ im Titel und auch weitere Sachen wie „Black Cat Moan“, „Mule Named Whiskey“ (ein herrlicher Barroomblues-Schunkler mit überragenden raubkatzenartigen BGVs von Diane Durett)  und der finale deltamäßige Jailhouse-Song „Sun Don’t Shine“ machen dem Genre ebenfalls alle Ehre.

Beim Titelstück reihen sich Albert Lee mit klasse E-Gitarrenparts und die uns bekannte Michelle Malone (BGVs) in die Reihe der vielen vorzüglichen Musiker, die in dieses vorzügliche Werk involviert sind, nahtlos ein.  Das von herrlichem Klimper-Piano begleitete „Brown Liquor Blues“, das kammermusikartig performte „Rosehill“ (mit schwermütigem Cello) und die a la „Baker Street“, mit markanten Saxophon-Einlagen bestückte Ballade „Feeling So Bad“ bilden weitere unterhaltsame Abwechslung.

Michael Allman, der immerhin die Hälfte der Stücke mitgeschrieben hat, bietet, auch wenn er vielleicht stimmlich nicht ganz an seinen berühmten Vater heranreichen kann, den eindeutigen Beweis, dass die Gesetze der Genetik auch im musikalischen Bereich ihre unbestrittene Gültigkeit besitzen. Wo Allman draufsteht, ist demnach auch viel Allman Brothers Band drin. Und diese wären für das Werk mit Sicherheit grenzenlos bejubelt worden. Papa Gregg darf im Rock And Roll Heaven stolz auf den Sohnemann sein!

Juke Joint 500 (2022)
Stil: Southern Rock

Tracks:
01. Blues Travels Fast
02. Goin‘ Back To Daytona
03. New Minglewood Blues
04. Midnight Blues
05. Brown Liquor Blues
06. Rosehill
07. Black Cat Moan
08. Feeling So Bad
09. Mule Named Whiskey
10. Sun Don’t Shine

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Juke Joint 500

Hurricane Ruth – Live At 3rd And Lindsley – CD-Review & Gewinnspiel

Eigentlich bin ich kein Freund von Live-CDs. Irgendwie fangen sie in den seltensten Fällen die wahre Stimmung eines Konzerts ein, das visuelle Erlebnis fehlt dann doch in der Regel, vor allem, wenn man wie meine Person halt schon unzähligen Konzerten beigewohnt hat. Im heimischen Wohnzimmer  präferiere ich dann doch eher Studiowerke oder in heuten Zeiten zumindest das DVD-, bzw. BluRay-Erlebnis.

Im Fall von Hurricane Ruth, die im bürgerlichen Leben Ruth LaMaster heißt, verhält sich dies bei der Aufnahme ihres Gigs im 3rd and Lindsay in Nashville, Tennesse, jedoch etwas anders. Sie hat mit Leuten wie den beiden Top-Gitarristen Scott Holt und Nick Nguyen, Bassist Galvin Johnson, Keyboarder Lewis Stephens und last but not least Nashville- Omnisassa Tom Hambridge, der am Schlagzeug saß, diverse Tracks mitgeschrieben hatte und sich auch noch für die Produktion verantwortlich zeigt, so exzellente Leute an ihrer Seite, die auch live mit der Präzision eines Studiosessionmusikers zu Werke gingen.

Warum die gute Ruth als Hurrikan bezichtigt wird, weiß man von Beginn an – sie macht Dampf, gibt sich stimmlich voll aus, interagiert und bringt demnach ordentlich Zug in die Bude. Kolleginnen wie Janis Joplin, Tina Turner, Dale Krantz oder Kim Carnes der älteren Generation, Sass Jordan oder Beth Hart in der Gilde der neueren Vertreterinnen, lassen als Vokalbeispiele grüßen.

Die Musik bewegt sich im eher klassischen Bereich des Blues (Rocks) mit all seinen Spielarten, Tempi und Stimmungen, wartet aber allein schon wegen der brillanten Gitarristen auch mit sehr viel südstaatlichem Flair auf. Die Highlight-Viertelstunde bricht an, als Jimmy Hall bei „All The Years Go Passing By“ und „Make Love To Me“ mit Gastgesang und seinen unverwüstlichen Harpeinlagen, seine gefeierte Gastpräsenz erweist.

Und wenn Ruth und ihre Klasseleute am Ende zu Ehren ihrer Mutter bei „Dance Dance Norma Jean“ einen schwungvollen Texas-Boogie der Marke „La Grange“ intonieren, weiß man, dass man bei diesem starken Konzert gerne vor Ort dabei gewesen wäre. Tolle Liveplatte!

Sounds Of South verlost ein Exemplar dieser tollen Live-CD an eine(n) unserer treuen Leser/innen.

Folgende Frage muss dazu richtig beantwortet werden: Wie lautet der bürgerliche Name von Hurricane Ruth?

a) Ruth McFaster
b) Ruth DiSaster
c) Ruth LaMaster

Schicke wie immer eine E-Mail mit der richtigen Lösung an dan@sounds-of-south.de. Einsendeschluss ist der 20. März 2022.

Das Gewinnspiel ist beendet.

Die richtige Antwort hieß ‚Ruth LaMaster‘!

Über eine tolle CD von Hurricane Ruth darf sich

Lina Sternberg aus Mühlenbeck

freuen, der der Gewinn in den nächsten Tagen zugeht!

Sounds Of South wünscht viel Spaß damit!

Eigenproduktion (2022)
Stil: Blues (Rock)

Tracklist:
01. Roll Little Sister
02. Hard Rockin‘ Woman
03. What You Never Had
04. Dirty Blues
05. Faith In Me
06. Slow Burn
07. Cry Like A Rainy Day
08. Barrelhouse Joe’s
09. All The Years Go Passing By
10. Make Love To Me
11. I’ve Got To Use My Imagination
12. Like Wildfire
13. Far From The Cradle
14. Dance Dance Norma Jean

Hurricane Ruth
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Josh Hyde – Parish Blues – CD-Review

Mal eine Frage an die Interessenten unseres Magazins, beziehungsweise den Leser dieses Artikels: Kennst du Josh Hyde? Ehrlich gesagt, ich würde hier, bei der Beantwortung der Frage, mich eigeschlossen, auf eine nahezu 99-prozentige Verneinungsquote tippen.

Dieser Josh Hyde ist wieder mal ein Paradebeispiel dafür, aus was für einem Fundus an hochbegabten musikalischen Talenten die Amerikaner schöpfen können, da muss man fast schon ketzerisch sticheln, dass es schön wäre, wenn von dort aus auch in anderen Lebensbereichen, mal so viel Gutes kommen würde…

Josh Hyde stammt aus Baton Rouge, Louisiana und hat seine Jugendzeit sowohl dort als auch in New Orleans verbracht und schon mit elf Jahren mit dem Songwriting begonnen. Blues, Jazz und Zydeco zählten während dieser Zeit zu seinen überwiegenden musikalischen Einflüssen.

Seit 2013 stehen drei eigene Alben zu Buche, mit „Parish Blues“ geht jetzt sein viertes Werk an den Start. Hyde ist so ein typischer Interpret, den man schon nach dem starken, sehr atmosphärischen Opener „Where To Start“ (mit klasse E-Gitarren sowie hallender und gurgelnder Orgel) und besonders dem folgenden „Since You Left„, sofort in sein Herz geschlossen hat und wo man direkt weiß, dass einen hier im weiteren Verlauf eine klasse CD erwarten wird.

Dabei klingen die Songs allesamt recht unaufgeregt und sind nur mit fünf Mann eingespielt, der 6. im Bunde namens Rockin Jake plustert nur beim herrlich shuffelnden „Might Be A Tear“ plötzlich wie aus dem Nichts in der Schlussminute mit seiner Mundharmonika ein wenig dazwischen.

Die beiden auffälligsten Akteure sind der Protagonist selbst mit seinem variablen E-Gitarrenspiel und seiner sanft-angerauten Stimme, so eine Art ‚Gregg Allman light‘, und der Keyboarder Jimmy Wallace, der immer sehr ruhig und bedacht seine Orgel im Hintergrund auf diverse Arten hallen lässt, lediglich beim bereits erwähnten grandiosen „Might Be A Tear“ mal im HT-Klimperstil und beim E-Piano in die Tasten greift.

Hydes Songwriting-Art und auch sein Gesang ganz entfernt, erinnern mich an die von Monty Byrom mit seinen Big House, nur in einer mehr bluesigeren Variante. Die Southern Rock-Note bei vielen kurzweiligen E-Gitarren-Soli dürfte nicht nur vielen Anhängern aus dem Allman-Lager gefallen. Auch Sonny Landreth, der auf dem Vorgängerwerk mitgewirkt hatte, ist voll des Lobes und charakterisiert Hydes Musik als „funky, atmospheric and soulful“.

Am Ende dieser tollen, neun Songs umfassenden Scheibe ist man lediglich ein wenig traurig, dass nicht noch zwei, drei Lieder mehr drauf sind, aber ich weiß zumindest schon jetzt, dass ich eine der ganz großen (Überraschungs-) Perlen dieses Jahres bewundern durfte. Schön dich endlich kennengelernt zu haben, lieber Josh Hyde!

Eigenproduktion (2022)
Stil: Blues & More

Tracklist:
01. Where To Start
02. Since You Left
03. I Can’t Leave The Night
04. Might Be A Tear
05. Holding On To Dreams
06. Stuck In A Rut
07. So Long
08. All Alone Again
09. So Sweet

Josh Hyde
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