Kris Barras (Supersonic Blues Machine / Kris Barras Band) – Interview

-Inti-Haupt

Mit etwa einstündiger Verspätung startete das Interview mit Kris Barras im Backstagebereich der Halle 9 auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen. 15 Minuten vor Beginn des vereinbarten Termins hatte es begonnen, wie aus Kübeln auf Essen runter zu regnen. So wurde das im Biergarten vorgesehene und vorbereitete ‚Meet & Greet‘, kurzfristig in das Restaurant des Casinos verschoben, welches auch von ‚Nichtkonzertbesuchern‘ schon gut frequentiert war. Der ganze Zeitplan war auf den Kopf gestellt. Zudem lief das ‚Meet & Greet‘ auch nicht ganz problemlos ab. Billy Gibbons ärgerte sich darüber, dass manch einer vermutlich nur deswegen erschien, um Gitarren, LPs oder anderes von ihm signieren zu lassen, diese dann zeitnah auf irgendeiner Internetplattform meistbietend zu verkaufen, sodass er Autogrammwünschen dieser Art nicht nachkam.  Die Wartezeit verkürzten wir, indem wir mit dem Eventmanger nach einem kurzen Smalltalk unsere Presseausweise abholten und dieser uns auch bat, nicht nur vom Topact, sondern auch über Chris Kramer, zu berichten. Überhaupt kann gesagt werden, dass alle Mitarbeiter vom Manager bis hin zu den Security-Leuten, aber auch den Beschäftigten der Zeche Zollverein, sehr zuvorkommend und freundlich waren und man sich als Gast fühlte. Auch die oft praktizierte 3 Stücke-Regel beim Fotografieren war kein Thema. „Du kannst mit dem Pass während des ganzen Konzertes fotografieren und dich überall frei bewegen!“ –  so die Antwort des Organisators. Auch Chris, der eigentlich schon wieder zum Hotel musste, blieb locker und zeigte sich dabei humorvoll und bodenständig. So brachte uns das, dem Zeitdruck geschuldete, eher knappe, kurze Gespräch trotzdem viel Freude. Ein Dank auch an Netinfect Promotion, die uns das Interview ermöglichten.

Nun aber zum Interview, das mit Barras etwa 90 Minuten vor Konzertbeginn stattfand.

Sounds Of South: Es ist ein aufregendes Jahr für ich, nicht wahr?

Kris Barras: Ja, es ist bisher toll verlaufen, Mein Album kam im März bei Mascot Records/Provogue heraus, es war fantastisch, ein bisschen wie ein Wirbelsturm.

Sounds Of South: Wie kam es zu deiner Verpflichtung für Supersonic Blues Machine? Auf der aktuellen CD warst du ja nicht präsent.

Kris Barras: Meine Band wurde als Support für eine ihrer Shows in London gebucht. Zu der Zeit wussten wir noch nicht, dass Lance Lopez zugunsten seiner Solo-Karriere aussteigen würde. Die Jungs schauten sich daraufhin noch ein paar Videos von mir an, wir hatten ein paar gute Gespräche, und so hatte ich den Job.

Sounds Of South: Wie sind die ersten Gigs verlaufen?

Kris Barras: Sehr gut, beim ersten Gig im Shepherd’s Bush Empire, waren viele meiner eigenen Fans zugegen, so war es natürlich eine tolle Nacht.

Sounds Of South: Warst du nervös mit solchen musikalischen Schwergewichten zusammenzuspielen oder bist du so eine ‚coole Socke‘ der sich einfach den Aufgaben stellt, so wie sie anfallen?

Kris Barras: Ja, auf jeden Fall. Vor allem als ich sie zum ersten Mal in Los Angeles traf. Ich hatte einen Jetleg, wir mussten sofort zu den Proben, aber sie sind so tolle Typen und Musiker, was es mir letztendlich ziemlich leicht machte.

Sounds Of South: Wie ist die allgemeine ‚Chemie‘ in der Band?

Kris Barras: Alle sind echt gut drauf, wir haben viel Spaß miteinander. Es ist klasse.

Sounds Of South: Kommen wir zu deiner eigenen Band. Mit „The Devine And Dirty“ hast im Frühjahr ein überragendes Album herausgebracht. Dient die SSBM-Geschichte hier in Essen auch ein wenig, um dich für kommende Auftritte in Deutschland in Stellung zu bringen? Ist schon was in Planung?

Kris Barras: Ich hoffe mal. Dieses Jahr haben wir uns hauptsächlich auf Großbritannien konzentriert, aber nächstes Jahr werden wir uns mehr außerhalb bewegen. Dann haben wir schon mal was in Deutschland vorzuweisen. Es wäre toll wieder bei euch zu spielen.

Sounds Of South: Bist du mit der Resonanz zu deiner Scheibe zufrieden? Gibt es schon Ideen für neue Songs?

Kris Barras: Die Resonanz war bis jetzt großartig, viel besser, als ich vermutet hätte. Mittlerweile schreibe ich für das nächste Album und habe schon so ungefähr zehn Stücke zusammen, die in Frage kämen. Wir werden sie im Dezember über Weihnachten aufnehmen, übrigens die einzige Zeit, wo wir nicht touren. Hoffentlich wird sie dann im nächsten Frühjahr herauskommen.

Sounds Of South: Wofür schlägt dein Herz am meisten, dem Blues-, und Southern Rock-Genre oder eher dem Melodic Rock der britischen Spielart? ich meine alle drei Stile auf deiner neuen Platte geortet zu haben.

Kris Barras: Blues- und Southernrock sind die Stile, wo ich mich persönlich einordnen würde. Ich nenne mich selber ein Kind des Blues‘. Ich bin aber auch ein großer Freund der Musik von den Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd. Somit diese beiden Sparten im hauptsächlichen.

Sounds Of South: Was macht dir mehr Spaß: Leuten in die Visage zu hauen (Anspielung auf seine Karriere als Martial Arts-Profi), bzw. in selbige gehauen zu bekommen oder Singen und Gitarre spielen? 🙂

Kris Barras (lacht): Kommt drauf an, in welche Visage du reinschlägst… Aber Singen und Gitarre spielen natürlich.

Sounds Of South: Was gibt es über den Privat-Mensch Kris Barras zu erzählen? Bist du z. B.  in sozialen Projekten engagiert?

Kris Barras: Im Moment habe ich aufgehört, in meinem Studio verschiedene Leute und Kinder in Sachen Martial Arts zu trainieren. Wir sind so mit der Band beschäftigt – Touren, Touren, touren – da bleibt einfach keine Zeit für andere Sachen.

Sounds Of South: Wer wird Fußball-Weltmeister?

Kris Barras: Deutschland wohl nicht (lacht in Anspielung, dass Deutschland schon ausgeschieden ist), dann muss ich wohl England sagen!

Sounds Of South: Danke für das Interview!

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Das Interview in Englisch:

Sounds Of South: It has been an exciting year for you up to now, hasn’t it?

Kris Barras: Yes, it’s been great. My album came out in March via Mascot Records/Provogue, it has been fantastic, it’s been a bit of a whirlwind.

Sounds Of South: What made you doing that Supersonic Blues Machine arrangement? As far as I know you weren’t involved on the current CD.

Kris Barras: My band  was put forward to support them for a London show, we didn’t know at the time that Lance Lopez decided to leave the band, so he left constraint on his own solo career, and the guys saw some videos from me, they liked it and we had a few fun conversations so I got for the job.

Sounds Of South: How did the first gigs run?

Kris Barras: Really good, the first one was in London at Sheperds Bush Empire, there were a lot of fans of mine, it was a great night.

Sounds Of South: Were you a bit nervous to play with such great musicians or were you a ‚cool guy‘ who accepted the challenges as they come?

Kris Barras: Yes defenitely a little bit nervous particually when I first met them in L.A., I was jetlegged, we had to jump straight into rehearsel, but they are great guys, great musicians, great people. so it made it nice and easy.

Sounds Of South: How is the ‚chemistry‘ inside the band?

Kris Barras: Everyone gets really well, we have a lot of fun. It’s great.

Sounds Of South: Let’s get to your own band. With „The Devine And Dirty“ you have published an outstanding album in spring. Does the Supersoncic Blues Machine thing in Essen provide to prepare you for your upcoming solo gigs in Germany, are there any plans?

Kris Barras: I hope so. This year was mainly about concentrating on the UK, but next year we’ll be more out there. Then we played in Germany before. It would be great to come back.

Sounds Of South: Are you satisfied with the response concerning „The Divine And Dirty“ so far? Are there already any ideas for new songs?

Kris Barras:  Yes, the response has been amazing so far, much better than I ever expected, moreover I’m writing in the next album, I’ve got ten songs at the moment, we gonna record the next one in December over Christmas, that’s the only time we got off touring, yeah hopefully it’s  be out toward the start of next year.

Sounds Of South: For what kind of music beats your heart the most: Blues- and Southern Rock-or rather for the British-influenced Melodic Rock? I think I was able to recognize all three styles on your record.

Kris Barras: For me it’s the blues and Southern Rock, a kind of crossover, that’s my main thing. I call myself a blues guy,  I got a lot of influences by the blues I like Southern Rock, especially The Alman Brothers and Lynyrd Skynyrd. I love that stuff, too. So let put these two things together.

Sounds Of South: What makes more fun: To hit someone’s face either to be hit in the face or to sing and play guitar? 🙂

Kris Barras (laughs): It depends on who’s face you’re hitting. But lets say ’sing and play guitar‘.

Sounds Of South: What could you actually tell us about the private person Kris Barras? For example, have you been committed in social projects?

Kris Barras: At the moment I stopped working in the gym to teach and train different people and children in martial arts, we’re so busy with the band, touring, touring, touring. So, I’ve got no time for anything else.

Sounds Of South: Who’s gonna win the football world championship?

Kris Barras: It’s not Germany, isn’t it (laughs)? So I have to say it is England, of course.

Sounds Of South: Thanks for the interview!

Bilder und Textintro: Gernot Mangold
Interview: Daniel Daus

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