JD Simo – 10.10.2019 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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J.D. Simo machte letzten Donnerstag Halt im Dortmunder Musiktheater Piano. Vielleicht hatte auch der Tag mitten in der Woche einen Anteil, dass das Konzert des aus Nashville stammenden Musikers nicht mit der Zuschauerresonanz gewürdigt wurde, die es eigentlich verdient gehabt hätte.

Wer bei Nashville an das Genre Country denkt, war an diesem Abend jedoch falsch gewickelt. Simo legte mit seiner Band ein intensives Feuerwerk hin, das in vielen Passagen an den Blues der Marke Jimi Hendrix erinnerte. Begleitet wurde er dabei von Adam Abrashoff an den Drums, der auch die Gelegenheit hatte, in einem intensiven Solo seine Künste zu beweisen und von Andraleia Buch am Bass, die auch einige jazzige Elemente einfließen ließ, aber in den meisten Songs, mit einem treibenden energischen Bassspiel überzeugen konnte.

Neben älteren Tracks wie „People Say“ oder „I Want Love“ streute er auch einige Sachen des aktuellen Albums „Off At 11“ ein, die vom Publikum sehr gut angenommen wurden. Besonders hoben sich dabei „Temptation“ und „You Need Love“, ein toller Bluessong, z.T an The Cream erinnernd, vor. In beiden Stücken, wie im Prinzip ansonsten auch, glänzte Simo mit ausladenden Soli.

Den Höhepunkt legte Simo an das Ende des Konzertes. Eine ausladende Version des Beatles- (später JoeCocker) Klassikers „With A Little Help From My Friends“, wo die gesamte Band sich scheinbar in einen Rausch spielte und der durch Cocker geprägte Urschrei nicht fehlte, beendete den Hauptteil des Gigs

Die durch begeisterte Zugabeforderungen animierte Band, legte dann den für mich stärksten Song des Abends nach. Das etwa 10-minütige „I´d Rather Die In Vain“ offerierte noch einmal die spielerischen Fähigkeiten der Band und Simo lebte sich in mehreren Soli regelrecht aus.

Etwa 100 Minuten krachender Blues-Sound waren wie im Fluge vergangen, wobei sich die Musiker auch von der geringen Zuschauerzahl nicht negativ beeinflussen ließen sondern mit einer sichtbaren Spielfreude dafür sorgten, dass die Anwesenden dennoch für eine entsprechende Stimmung sorgten.

Ein Dank auch an das Piano, dass Künstlern wie J.D. Simo eine Bühne gegeben wird, ihre Musik live zu präsentieren und der Band für das sympathische Auftreten nach dem Konzert. Es bleibt zu hoffen, dass J.D. Simo und seine Band beim nächsten Mal mehr Zuschauerresonanz erhalten, als an diesem Donnerstag Abend. Bei den Anwesenden haben sie in jedem Fall Werbung in eigener Sache gemacht und hoffentlich dienen diese als Mulkiplikatoren für ein potentielles nächstes Mal.

Line-up:
J.D. Simo – Gitarre und Vocals
Adam Abrashoff – Schlagzeug
Andraleia Buch – Bass

Bericht und Bilder: Gernot Mangold

JD Simo
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