Josh Hyde – Parish Blues – CD-Review

Mal eine Frage an die Interessenten unseres Magazins, beziehungsweise den Leser dieses Artikels: Kennst du Josh Hyde? Ehrlich gesagt, ich würde hier, bei der Beantwortung der Frage, mich eigeschlossen, auf eine nahezu 99-prozentige Verneinungsquote tippen.

Dieser Josh Hyde ist wieder mal ein Paradebeispiel dafür, aus was für einem Fundus an hochbegabten musikalischen Talenten die Amerikaner schöpfen können, da muss man fast schon ketzerisch sticheln, dass es schön wäre, wenn von dort aus auch in anderen Lebensbereichen, mal so viel Gutes kommen würde…

Josh Hyde stammt aus Baton Rouge, Louisiana und hat seine Jugendzeit sowohl dort als auch in New Orleans verbracht und schon mit elf Jahren mit dem Songwriting begonnen. Blues, Jazz und Zydeco zählten während dieser Zeit zu seinen überwiegenden musikalischen Einflüssen.

Seit 2013 stehen drei eigene Alben zu Buche, mit „Parish Blues“ geht jetzt sein viertes Werk an den Start. Hyde ist so ein typischer Interpret, den man schon nach dem starken, sehr atmosphärischen Opener „Where To Start“ (mit klasse E-Gitarren sowie hallender und gurgelnder Orgel) und besonders dem folgenden „Since You Left„, sofort in sein Herz geschlossen hat und wo man direkt weiß, dass einen hier im weiteren Verlauf eine klasse CD erwarten wird.

Dabei klingen die Songs allesamt recht unaufgeregt und sind nur mit fünf Mann eingespielt, der 6. im Bunde namens Rockin Jake plustert nur beim herrlich shuffelnden „Might Be A Tear“ plötzlich wie aus dem Nichts in der Schlussminute mit seiner Mundharmonika ein wenig dazwischen.

Die beiden auffälligsten Akteure sind der Protagonist selbst mit seinem variablen E-Gitarrenspiel und seiner sanft-angerauten Stimme, so eine Art ‚Gregg Allman light‘, und der Keyboarder Jimmy Wallace, der immer sehr ruhig und bedacht seine Orgel im Hintergrund auf diverse Arten hallen lässt, lediglich beim bereits erwähnten grandiosen „Might Be A Tear“ mal im HT-Klimperstil und beim E-Piano in die Tasten greift.

Hydes Songwriting-Art und auch sein Gesang ganz entfernt, erinnern mich an die von Monty Byrom mit seinen Big House, nur in einer mehr bluesigeren Variante. Die Southern Rock-Note bei vielen kurzweiligen E-Gitarren-Soli dürfte nicht nur vielen Anhängern aus dem Allman-Lager gefallen. Auch Sonny Landreth, der auf dem Vorgängerwerk mitgewirkt hatte, ist voll des Lobes und charakterisiert Hydes Musik als „funky, atmospheric and soulful“.

Am Ende dieser tollen, neun Songs umfassenden Scheibe ist man lediglich ein wenig traurig, dass nicht noch zwei, drei Lieder mehr drauf sind, aber ich weiß zumindest schon jetzt, dass ich eine der ganz großen (Überraschungs-) Perlen dieses Jahres bewundern durfte. Schön dich endlich kennengelernt zu haben, lieber Josh Hyde!

Eigenproduktion (2022)
Stil: Blues & More

Tracklist:
01. Where To Start
02. Since You Left
03. I Can’t Leave The Night
04. Might Be A Tear
05. Holding On To Dreams
06. Stuck In A Rut
07. So Long
08. All Alone Again
09. So Sweet

Josh Hyde
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The Shires – Ten Year Plan – CD-Review

The Shires bilden mit ihren britischen Kollegen Ward Thomas so etwas wie die Europa-Vertretung des New Country. Sonst fallen mir bald echt schon keine Acts oder Interpreten ein, die tatsächlich irgendwelche nennenswerte Erfolge über unseren Kontinent hinaus, geschweige denn gar im Mekka dieser Musik vorzuweisen hätten.

Für Crissie Rhodes und Ben Earle alias The Shires gilt dies in jedem Fall. Was mit bescheidenen Ansprüchen begann, hat sich längst zu beachtlichen Dimensionen entwickelt: Seit 2014 generierten sie drei aufeinanderfolgende Top-3-Alben in den allgemeinen britischen Charts, vier Nummer-Eins-Country-Alben, mehr als 100 Millionen Streams, zwei Goldene Schallplatten und zahllose ausverkaufte Headliner-Shows — darunter sogar  in der altehrwürdigen Royal Albert Hall. Zwei CMA-Awards on top sprechen da insgesamt eine eindeutige Sprache.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort würde ich so etwas nennen, die beiden haben die zu uns nach Europa herüberschwappende New Country-Welle perfekt mitgenommen und konnten sich seither fast konkurrenzlos weiterentwickeln. Ihr nun bereits fünftes Album hält allerdings am bewährten Erfolgsrezept fest. Eingängiger New Countrypop mit schönen Melodien und kräftigen Refrains mit meist dezent keltisch angehauchtem Heartland-Flair.

Für die Countrynote sorgen nett verpackte Banjo-, Steel- und Dobroklänge, die eine geschickte Liason mit Keys-, Drum-, und Gitarrenklängen bilden und natürlich wunderbar mit den Lead-Wechsel- und Harmoniegesängen der beiden Protagonisten einher gehen.

Für meinen Geschmack treten aus dem 13 Songs umfassenden Songkonvolut der flockige Opener „Cut Me Loose“, der der roostige Titeltrack „Ten Year Plan“, das ein wenig an Lindsay Ell erinnernde „Baby We’re Rich“ und das schön bluesig shuffelnde „Forever Tonight“ etwas heraus, der überwiegende Teil verläuft sich bei mir dann doch etwas zu sehr in kalkulierter Beliebigkeit.

Insgesamt bieten The Shires mit „Ten Year Plan“ ein durchaus angenehmes Album, das auf ihre bewährten Stärken setzt und das man schön im Hintergrund laufen lassen kann. Um den amerikanischen Marktführern in diesem Bereich wie Lady A und Little Big Town richtig die Stirn bieten zu können, wird es wohl noch etwas Zeit brauchen. Aber es müssen ja nicht unbedingt gleich zehn Jahre sein….

BMG Rights Management (UK) (2022)
Stil: New Country

01. Cut Me Loose
02. Sparks Fly
03. Side By Side
04. Plot Twist
05. Ten Year Plan
06. I See Stars
07. Bar Without You
08. Baby We’re Rich
09. Skydive
10. Wild Hearts
11. Forever Tonight
12. Peggy I’m Sorry (Demo)
13. When It Hurts

The Shires
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BMG Rights Management (UK) (2022)
Stil: New Country

01. Cut Me Loose
02. Sparks Fly
03. Side By Side
04. Plot Twist
05. Ten Year Plan
06. I See Stars
07. Bar Without You
08. Baby We’re Rich
09. Skydive
10. Wild Hearts
11. Forever Tonight
12. Peggy I’m Sorry (Demo)
13. When It Hurts

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BMG Rights Management (UK) (2022)
Stil: New Country

01. Cut Me Loose
02. Sparks Fly
03. Side By Side
04. Plot Twist
05. Ten Year Plan
06. I See Stars
07. Bar Without You
08. Baby We’re Rich
09. Skydive
10. Wild Hearts
11. Forever Tonight
12. Peggy I’m Sorry (Demo)
13. When It Hurts

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John Mellencamp – Strictly A One-Eyed Jack – CD-Review

Review: Michael Segets

Wie die Zeit vergeht! Fünf Jahre liegt nun das letzte Studioalbum von John Mellencamp mit eigenen Songs zurück. Mit „Strictly A One-Eyed Jack“ setzt der Siebzigjährige seine musikalische Reise fort. Von den wilden Anfangsjahren als Rockstar hat sich Mellencamp nach seinem Herzinfarkt in den 1990ern verabschiedet. Bereits vorher verschob sich seine musikalische Orientierung vom Heartlandrock zum Folkrock.

Dabei verlief diese Entwicklung nicht kontinuierlich und auch für andere Musikstile zeigte er sich zwischenzeitlich offen. Seine Alben der letzten fünfzehn Jahre sind tendenziell ruhiger geworden. Die Songs auf „Strictly A One-Eyed Jack“ bewegen sich in Americana- sowie gemäßigten Folkrock-Gefilden und werden durch Blueseinflüsse ergänzt.

Mittlerweile hat sich die Klangfarbe seiner Stimme etwas geändert, sie liegt bei manchen Stücken irgendwo zwischen Tom Waits und Louis Armstrong. Geblieben ist die Vorliebe für die erdige Begleitung seiner Songs, bei denen eine Geige oftmals zum Zuge kommt.

So baut Mellencamp unter anderem beim akustisch gehaltenen „I Always Lie To Strangers“ eine stimmungsvolle Passage für das Instrument ein. Während der Opener auf ganzer Linie überzeugt, wirkt „Driving In The Rain“ etwas altbacken, nicht zuletzt durch den säuselnden Backgroundgesang am Ende des Stücks.

Die Melodie von dem kurzen „Streets Of Galilee“ wird von einem Klavier getragen, was bei Mellencamps früheren Veröffentlichungen sonst eher selten vorkommt. Das Piano steht ebenso beim bluesigen „Gone So Soon“ im Zentrum. Im Verlauf des Songs läuft eine Trompete ihm allerdings den Rang ab. Das Stück hat einen Retro-Charme, der ebenso von „Chasing Rainbows“ – eine runde, entspannte Nummer – mit seinem Chor versprüht wird. Dem leicht angejazzten Blues „I Am A Man That Worries“ kann man hingegen einen gewissen Drive nicht absprechen.

Eine elektrische Gitarre setzt bei „Sweet Honey Brown“ Akzente. Richtig folkrockig wird es aber erst mit „Simply A One-Eyed Jack” und besonders mit dem schnelleren „Lie To Me“. Ebenfalls rockige Töne schlägt „Did You Say Such A Thing“ an. Bruce Springsteen steuert hier die Background-Vocals bei. Springsteen wirkt auch auf „A Life Full Of Rain“ mit.

Höhepunkt der Kollaboration der beiden Altrocker stellt allerdings das Duett „Wasted Days“ dar. In den achtziger Jahren wurde in der Presse mehrfach eine Konkurrenz von Mellencamp und Springsteen kolportiert und durch ständige Vergleiche konstruiert. Umso schöner ist, dass die beiden nun – meines Wissens das erste Mal – gemeinsam ins Studio gegangen sind.

Mellencamp, der sich früher mehrmals politisch und sozial mit seiner Musik engagierte, bleibt diesmal bei persönlichen Themen. Wahrheit und Lüge sowie das Motiv des Regens finden sich mehrmals in Titeln und Texten. Etwas Nostalgie schwingt dabei mit, welche sich auch gelegentlich in der musikalischen Begleitung widerspiegelt.

John Mellencamp tritt bei „Strictly A One-Eyed Jack“ als gereifter Sänger und Songwriter auf. Bei seinem 25. Studioalbum behält er seinen Stil der letzten Veröffentlichungen bei, unternimmt allerdings einzelne Ausflüge zurück in Richtung Folkrock. Ein Highlight ist sicherlich das Duett mit Bruce Springsteen „Wasted Days“. Auch wenn nicht jeder Track einen Volltreffer darstellt, verschwendet man keinesfalls seine Zeit mit dem Werk.

Republic Records/Universal Music (2022)
Stil: Americana/Folkrock

Tracks:
01. I Always Lie To Strangers
02. Driving In The Rain
03. I Am A Man That Worries
04. Streets Of Galilee
05. Sweet Honey Brown
06. Did You Say Such A Thing (feat. Bruce Springsteen)
07. Gone So Soon
08. Wasted Days (feat. Bruce Springsteen)
09. Simply A One-Eyed Jack
10. Chasing Rainbows
11. Lie To Me
12. A Life Full Of Rain (feat. Bruce Springsteen)

John Mellencamp
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Republic Records

Sugaray Rayford – In Too Deep – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den schwarzen Sänger Caron Nimoy „Sugaray“ Rayford aus Texas, dessen musikalische Ursprünge in der Gospel- und Soulmusik liegen, bisher noch nicht auf dem Radar hatte, obwohl er bereits fünf Alben veröffentlicht hat und dreifacher Blues Music Award-Gewinner ist. Sein letztes Album „Somebody Save Me“ wurde sogar für einen Grammy Award in der Kategorie „Bestes zeitgenössisches Blues Album“ nominiert.

Mit „In Too Deep“ kommt nun am 4. März sein neuestes Werk in die Läden. Es enthält 10 tolle Songs, alle geprägt von großartigen Soulmelodien, versetzt mit funkigen Akzenten (so z. B. die beiden ersten Songs des Albums „Invisible Soldier“ und „In Too Deep“) und einer gehörigen Portion Bluesfeeling („No Limit To My Love“ und „Golden Lady Of The Canyon“).

In „ Gonna Lift You Up“, einem fröhlich-flotten Tanzflächenkracher, blitzt dann auch noch etwas Rayfords Gospel-Prägung auf. Einzig und allein fällt „Please Take My Hand“ ein wenig aus dem Rahmen. Rhythmisches Klatschen und eine Basstrommel, sowie eine hier und da eingestreute Triangel begleiten Rayfords Sprechgesang. Mit „United We Stand“ endet die Scheibe schließlich so wie sie begonnen hat: äußerst schmissig und funky.

Die zündende Musik des Albums ist flott arrangiert und wirkt frisch und lebendig, was sicherlich zu einem großen Teil auch daran liegt, dass alle beteiligten Musiker, und das sind mit 14 Sängern, Sängerinnen und Instrumentalisten nicht gerade wenige, ihr Handwerk aufs Beste verstehen. Und natürlich muss auch die prägnante und einprägsame Stimme des Chefs erwähnt werden.

Trotz der teilweise nicht unbedingt einfachen Songthemen (posttraumatische Belastungsstörungen, Bürgerrechte, soziale Gerechtigkeit) bietet die Scheibe von Anfang bis Ende totalen Hörgenuss und verleitet dazu, das Tanzbein nachhaltig zu schwingen. Spaß und gute Laune sind also garantiert, nicht nur für Anhänger des Soul. Ich werde jedenfalls künftig versuchen, den mir bis dato unbekannten Texaner nicht aus den Augen zu verlieren.

Label: Forty Below Records
Stil: Soul, Blues

Tracks:
01. Invisible Soldier
02. In Too Deep
03. No Limit To My Love
04. Under The Crescent Moon
05. Miss Information
06. Please Take My Hand
07. One
08. Gonna Lift You Up
09. Golden Lady Of The Canyon
10. United We Stand

Sugaray Rayford
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Kris Barras Band – Death Valley Paradise – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

In wenigen Jahren hat es der UK-Gitarrist und Sänger Kris Barras mit seiner Band geschafft, die Fan-Szene zu überzeugen und vom aufstrebenden Newcomer zum Metal-Blues-Rock-Schwergewicht aufzusteigen. Nach dem erfolgreichen Longplayer „Light It Up“ (2019) folgt nun mit „Death Valley Paradise“, ein 11 Track-Album und die Fortsetzung seines offensiven High-Voltage Blues-Rock Sounds.

Los geht’s schweißtreibend und krachend mit „Dead Horses“, der ersten Single, die ihre lautstarke Dynamik als Aufreißersong mühelos an „Long Gone“ weiterreicht. Der zweite Song kann so in der Folge die angebotene „Tourenzahl“ mit seiner massiven Rhythmus-Energie aufnehmen, spielerisch überzeugen und den Volume-Regler aufdrehen, unterstützt von den ausgeprägten Barras-Vocals, die an manchen Stellen etwas Bon Jovi-like rüberkommen. Mit einem riesigen Refrain-Chorus beginnt „My Parade“, ein kerniger foot-stomping Riff begleitet den Power-Track, der sein Live-Potenzial bereits in der Studio-Ausgabe garantiert und von dem man bei der am 08.03. beginnenden UK-Headliner-Tour der Band ein absolutes Power Play erwarten kann.

Um diese Wirkung seiner Stücke weiterzuentwickeln hatte Kris Barras in den vergangenen 2 Jahren eine Reihe von Co-Writing Sessions mit renommierten Songwritern. So waren u.a. Zac Maloy (z. B. Shinedown), Blair Daly (z. B. Black Stone Cherry), Bob Marlette (z.B. Alice Cooper) und Dan Weller (z.B. Enter Shikari, Monster Track), der letzte auch als Produzent, beim Entstehen von „Death Valley Paradise“ beteiligt. Sie besorgten der Scheibe „some different outlooks“, wie Kris Barras einräumt.

Der Einfluss etwas unterschiedlicher Handschriften verhilft dem Album gegenüber den bisherigen Longplayern zu noch mehr Intensität beim Listening. Auch die dritte Auskoppelung „These Voices“ transferiert ihre Eigenschaften als ein Aushängeschild des neuen Albums, das insgesamt in den eingängigen Refrain-Lyrics seiner Tracks zusätzliche Stärken aufweist und mit „Who Needs Enemies“ und „Devil You Know“ erneut gleich zwei treibende Hard Rock-Nummern hintereinander los jagt. Dass Kris Barras seine Gitarrenkünste enorm ausgeweitet hat, ist dabei ebenso unüberhörbar, wie seine offenbare Fighter-Qualität als Frontman und Sänger.

Weil er in dieser Konstellation ebenso eindrucksvoll auch seine etwas melancholische Seite zeigt, haben „Wake Me When It’s Over“ und „Bury Me“ bereits den besagten Bon Jovi-Touch. Gleichzeitig wird mit den Songs „Hostage“, sowie „Cigarettes And Gasoline“ Barras starker Metal-Guitar-Sound wieder in den Vordergrund der ganzen Produktion gestellt. Seine Vocals beherrschen einfach unverkennbar die Bandleader-Position, wie im totalen Abschluss-Track „Chaos“, der auf die „Bühnentaufe“ geradezu hinarbeitet.

„Death Valley Paradise“ ist das bisher beste Heavy-Blues-Rock Album von Kris Barras. Seine Songs sind hervorragend arrangiert und haben durch die verschiedenen Kooperationen erheblich an Intensität gewonnen. Barras sagt selbst deutlich: „This is an album of no limitations.“ Die in UK vorgesehene Headliner-Tour wird mit diesem Album sicher auch über den „Kanal“ ausgeweitet.

Mascot Records (2022)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. Dead Horses
02. Long Gone
03. My Parade
04. These Voices
05. Who Needs Enemies
06. Devil You Know
07. Wake Me When It’s Over
08. Hostage
09. Cigarettes And Gasoline
10. Bury Me
11. Chaos

Kris Barras Band
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Netinfect Promotion

The Dead South – Easy Listening For Jerks – Part 2 – EP-Review

Review: Michael Segets

The Dead South haben ihr Coverprojekt „Easy Listening For Jerks” zweigeteilt. Die beiden EPs hätten von der Spielzeit locker auf ein Album gepasst, allerdings gibt es einen Grund, warum doch zwei getrennt Veröffentlichungen gewählt wurden. Während bei „Part 1“ klassische Titel aus der Country- und Bluegrass-Geschichte neu interpretiert werden, bedient sich die Band auf „Part 2“ bei Rocksongs, die im Original meist der härteren Gangart zuzurechnen sind.

Der zweite Teil bricht daher eher mit den Erwartungen, die mit dem Repertoire einer Bluegrass-Band verbunden werden. Ergebnis dieser Wilderei in anderen Musikrichtungen sind dabei Versionen, die teils wirklich gelungen sind, teils skurrile Züge tragen.

Nach dem halbminütigen Intro „Yahoos And Triangles“ folgt direkt das Highlight der EP „People Are Strange“. Der Song von The Doors wurde vorab als Single mit Video ausgekoppelt. Mit modernster Tricktechnik erzählt das Video die Entführung der Band durch Außerirdische, die in einem Raumschiff reisen, das bezeichnenderweise die Form eines Banjos hat.

„Chop Suey“ von System Of A Down hat nervige Passagen und auch die Version von The Dead South ändert daran nicht viel. Bei „We Used To Vacation“ ersetzen die Kanadier die experimentelleren E-Gitarren-Intermezzi des Originals, das von Cold War Kids stammt, durch Banjo-und Cello-Einlagen. Nach mehrmaligen Durchläufen stören diese Abschnitte nicht mehr, sodass der Transformation durchaus etwas abgewonnen werden kann. Den Rock-Habitus retten The Dead South bei „96 Quite Bitter Beings“ (CKY) in den Bluegrass rüber.

Eingängiger sind „Saturday Night“ und „Help Me Scrape The Mucus Of My Brain“. Das letztgenannte Stück von Ween liegt bereits in der ursprünglichen Fassung nah am Country, was die Adaption erleichtert. Erstmalig übernimmt Colton Crawford dort den Leadgesang, wodurch er mit seinen Bandkollegen Nate Hilts, Scott Pringle und Danny Kenyon gleichzieht. Dass „Crying On Saturday Night“ auch in akustischer Instrumentalisierung funktioniert, bewies Michale Graves bereits selbst. The Dead South machen aus dem Song eine schön schmachtende Ballade.

Mit der auf den ersten Blick abwegigen Idee, harte Rocksongs mit einer Bluegrass-Instrumentierung zu interpretieren, erweisen sich The Dead South erneut als musikalische Grenzgänger. Aufgeschlossene Metal- und Hardrock-Fans erleben so ihre Musik mal ganz anders. Bluegrass- und Country-Liebhaber haben mit den Brüchen in den Songs wahrscheinlich Anlaufschwierigkeiten. Der Titel „Easy Listening For Jerks – Part 2” ist natürlich wieder sarkastisch aufzufassen.

Leichtes Zuhören ist sicherlich nicht durchgängig möglich und ob Trottel oder Vollidioten notwendigerweise die Zielgruppe sind, sei mal dahingestellt. Insgesamt stellen sich die Songs der zweiten Cover-EP als deutlich sperriger dar als die der ersten. Originalität kann man The Dead South aber auf jeden Fall bescheinigen.

DevilDuck Records/Indigo (2022)
Stil: Bluegrass

Tracks:
01. Yahoos And Triangles (Intro)
02. People Are Strange
03. Chop Suey
04. We Used To Vacation
05. Help Me Scrape The Mucus Of My Brain
06. Saturday Night
07. 96 Quite Bitter Beings

The Dead South
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DevilDuck Records
Oktober Promotion

Nashvillains – Tumbling Down – CD-Review

Großartiges Debüt der Nashvillains! Hinter Nashvillains verbirgt sich ein Trio von gestandenen Musikern und Songwritern, die bereits für Filme, Fernsehshows, aber natürlich auch Künstler wie u. a. The Chicks, Keith Urban, Cassadee Pope, James Taylor oder Lauren Alaina, in kreativer Form tätig gewesen sind.

Und zwar sind es die Herren Troy Johnson, Scott Lindsey und Brett Boyett, die gleich zu Beginn mit einem für Nashville-Verhältnisse nicht alltäglichen Konzeptalbum namens „Tumbling Down“ einsteigen, auf dem sie natürlich alle Tracks gemeinsam, geschrieben und eingespielt haben. Brett Boyett hat das Werk produziert.

Hier wird nämlich nicht, wie es oft bei einem Debüt der Fall ist, auf auf massenkompatiblen Stoff gesetzt, beziehungsweise auf die Charts geschielt, sondern relativ schwer verdauliche, aber trotzdem sehr melodische Kost mit vielen Facetten serviert. Das Album erzählt eine sich von Song zu Song aufbauende Geschichte von einem Mann, der in seinem Leben die falschen Entscheidungen getroffen hat und mit den daraus resultierenden Konsequenzen umgehen muss.

Die drei Protagonisten fassen ihr Ergebnis kurz und knapp und doch so treffend zusammen: „In three simple words, the album is beautiful, dramatic, and classic, and we hope everyone loves it as much as we do.”

Sänger Troy Johnson hat für diesen schwermütigen Soundtrack, der auf eine hohe saitentechnische Präsenz fokussiert ist (mit viel Akustik-, E-Gitarren, Mandoline, Banjo, Dobro zu dumpfen Bass- und Drumklängen) eine grandios passende Charakterstimme. Zwischendurch sorgen grummelnde Celli-Streicheinlagen immer wieder mal für atmosphärische Dichte.

Einen guten Einblick geben die beiden Videos zum Titelstück „Tumbling Down“ und der Ballade „There To Catch Me„.

Die swampigen Southern Rocker „Devil Don’t Sleep“ und „Chickasaw Bayou“ im Stile der Steel Woods zählen dabei zu den weiteren Highlights dieses stimmigen und emotional mitnehmenden Longplayers.  Klasse gemacht! Klingt insgesamt ein wenig so, als wenn Metallica eine Country-Scheibe aufnehmen würden.

Insgesamt ein angenehm dunkler Farbtupfer im ansonsten doch so oft grell leuchtenden Farbspektrum der Nashville-Musikszene und somit ein echt düsterer Geheimtipp!

Fate Entertainment (2022)
Stil: New Country

Tracklist:
01. Devil Don’t Sleep
02. Standing In The Fire
03. Tumbling Down
04. Baby Keeps Killing Me
05. Bonita
06. There To Catch Me
07. Love Is Pain
08. Chickasaw Bayou
09. Don’t Let Me Hang

Nashvillains
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Aristo Media Group

The Dead South – Easy Listening For Jerks – Part 1 – EP-Review

Review: Michael Segets

Gefühlt sind Cover-CDs derzeit groß in Mode. Neben dem persönlichen Bedürfnis, die Songs, die gut gefunden oder die eigene musikalische Sozialisation geprägt haben, selbst aufzunehmen, spielen manchmal vielleicht auch kommerzielle Interessen mit in die Entscheidung hinein, eine solche Zusammenstellung zu veröffentlichen. Auf der einen Seite bleibt man bei seinen Fans im Gedächtnis, bis das nächste eigene Material fertig ist, auf der anderen Seite erlangt man auch die Aufmerksamkeit von Käuferschichten, die an den gecoverten Musikern Interesse haben. Wie dem auch sei, bei Musikern und Bands, die ihren eigenen Sound entwickelt haben, machen die neuen Versionen oftmals auch unter künstlerischem Blickwinkel Sinn.

The Dead South haben längst ihren eigenen Stil gefunden. Als Bluegrass-Combo vollführt das Quartett das Kunststück, wie eine Rockband zu klingen, wenn es will. Auf alle Fälle ist The Dead South Experimenten gegenüber aufgeschlossen und bringt so einen innovativen Touch in den Bluegrass, womit sie auch Musikliebhaber ansprechen, die mit den traditionellen Spielweisen dieser Richtung wenig anzufangen wissen. So sind bereits sämtliche für März in Deutschland angekündigte Konzerte ausverkauft. Dabei ziehen sie durch größere Hallen wie das Frankfurter Batschkapp oder das Kölner E-Werk.

Das aktuelle Cover-Projekt von The Dead South umfasst zwei EPs: „Easy Listening For Jerks – Part 1“ und „Part 2“, die parallel erscheinen. Auf dem ersten Tonträger widmen sich die Kanadier traditionellen Titeln, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen. Jeder dürfte „Keep On The Sunny Side“ und „You Are My Sunshine“ kennen. Meist als beschwingte Gute-Laune-Nummern performt, können die Titel als Evergreens gelten. So finden sich beide Titel beispielsweise auch auf der Deluxe-Edition des Soundtracks von „O Brother, Where Art Thou?“. The Dead South geben „You Are My Sunshine“ eine depressive Ausrichtung und auch „Keep On The Sunny Side” bekommt eine neue Dynamik verpasst. Am Anfang noch nach Johnny Cash klingend, gibt die Band beim Refrain richtig Gas. Flottes Fingerpicking und dramatisch-leidender Gesang treiben durch den Song.

Beide Stücke nahm u. a. Johnny Cash auf, ebenso wie „Will The Circle Be Unbroken“. Die Country- Ballade klingt bei The Dead South sehr harmonisch. Das Banjo setzt dezente Akzente und das Cello untermalt die getragene Atmosphäre. Sehr schön ist, dass der Lead-Gesang wechselt. „Flint Hill Special“ präsentiert hingegen die volle Ladung Banjo. Das Instrumental bleibt wie die meisten anderen Stücke unter der Drei-Minuten-Marke und stellt ein vielleicht verzichtbares Intermezzo auf der Scheibe dar.

Bei „Matterhorn“ von den Country Gentlemen umschifft die Band trotz kräftiger Harmonien den Schmalz. Auch hier glänzt Colton Crawford erneut in den Banjo-Passagen. Das flotte Traditional „Pallet On The Floor“ rundet schließlich den eigenwilligen Streifzug durch die Musikgeschichte des Bluegrass‘ ab.

The Dead South entstauben auf „Easy Listening For Jerks – Part 1” altbackene Songs aus der Country- und Bluegrass-Ecke. Vor allem den Gassenhauern „Keep On The Sunny Side“ und „You Are My Sunshine” gewinnt die Band eine dunkle Seite ab. Die Bezeichnung ‚modern‘ und Bluegrass schließen sich eigentlich aus, aber die Songs wirken allemal frisch. Dabei schwingt bei der Combo stets eine gehörige Portion Selbstironie mit, wovon Titel und Cover der EP zeugen.

DevilDuck Records/Indigo (2022)
Stil: Bluegrass

Tracks:
01. Keep On The Sunny Side
02. Pallet On The Floor
03. Will The Circle Be Unbroken
04. Flint Hill Special
05. You Are My Sunshine
06. Matterhorn

The Dead South
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DevilDuck Records
Oktober Promotion

Karl Stoll & The Danger Zone – The Workhouse – CD-Review

Review: Jörg Schneider

„The Workhouse“ ist der Titel des zweiten Albums der aus Washington DC stammenden Band „Karl Stoll and the Danger Zone“. Dabei steuert Karl Stoll die Gitarrentunes und den Gesang bei, John „Mojo“ Dickson pustet in die Mundharmonika, Brian Alpert verhaut das Schlagzeug und Dean Dalton komplettiert die Rhythmusfraktion am Bass.

Außerdem sind eine Reihe weiterer Gastmusiker mit von der Partie: Steve Wolf (Bass), Shep Williams (Keyboards), Joe Brotherton (Trompete), Megan Nortrup (Saxophon), David Sager (Posaune), Josh Howell (Schlagzeug), David Torkanowsky (Piano) und „The Too Much Sisters“ (Anita King und Caz Gardner, Gesang). Die Instrumentierung bzw. die Gastmusiker lassen also eine abwechslungsreiche Scheibe erwarten.

Der Longplayer umfasst zehn Eigenkompositionen von Karl Stoll, wurde von ihm zusammen mit Tommy Lepson produziert und selbst veröffentlicht (Dangerous Guitar Music). Die Scheibe erschien jetzt am 18. Februar auf CD und ist ebenfalls über die üblichen digitalen Plattformen erhältlich.

Gleich zu Beginn versetzt der sechs-minütige flott-wilde Shuffle „Meet Me In New Orleans“ mit viel Mundharmonika, Bläsern und Piano den Zuhörer in die richtige Stimmung. Überhaupt ziehen sich Mundharmonikaklänge, oft gepaart mit Bläsern, durch das gesamte Werk. So auch in der bluesig-gemütlichen Americana-Nummer „Sometimes“, die mit reichlich Harpeinlagen daherkommt.

Ebenso sind tolle Bluestunes auf dem Album vorhanden z. B. in Form eines verzweifelt klagenden und dreckigen Deltablues („The Workhouse“), in „Open Your Arms“, einem leicht schmalzigen Americana-Slowblues oder im eingängigen „Bad Girl“, ebenfalls ein Slowblues.

Karl Stoll und seine Mannen beherrschen aber auch die rockigen Seiten. Da sind „He Was My Dad“, eine schmissige Mischung aus Americana und Boogie mit Slidegitarre, die Karl Stoll zu Ehren seines Vaters geschrieben hat oder „Why Does It Feel So Good“ und die harten Rocker „Love Is A Two Way Street“ sowie das bedrohlich walzende und basslastige „Great Rain“. Zwischendurch taucht dann auch noch eine leichtfüßig dahinfließende Ballade namens „Fantasy Girl“ auf, bevor die Scheibe mit einer Reprise von „Sometimes“ ausklingt.

Karl Stoll und seine Gefahrenzone haben mit „The Workhouse“ ein respektables und nie langweiliges Album, gespickt mit breitgefächerten Versatzstücken unterschiedlicher Musikstile, vorgelegt. Die eingangs gehegte Vermutung, dass die Instrumentierung und die Gastmusiker ein abwechslungsreiches Werk erwarten lassen, hat sich für mich voll bestätigt. Die Scheibe hat mich absolut begeistert und vielen anderen Hörern dürfte es wohl genau so gehen. Eine klare Kaufempfehlung also!

Label: Dangerous Guitar Music (2022)
Stil: Blues

Tracks:
01. Meet Me In New Orleans
02. Sometimes
03. The Workhouse
04. He Was My Dad
05. Why Does It Feel So Good
06. Open Your Arms
07. Love Is A Two Way
08. Bad Girl
09. Fantasy Girl
10. Great Rain
11. Sometimes (Reprise)

Karl Stoll
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Mudlow – Bad Turn – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Zehn Jahre nach ihrem letzten CD-Longplayer „Sawyer’s Hope“ (2012) kommt die britische alternativ Country-Blues-Band Mudlow endlich mit dem 3. Full-Length Album „Bad Turn“ aus den Startlöchern. Die aus Brighton stammende Formation besteht seit 2002 und hatte 2019 zuletzt eine Compilation mit dem vielsagenden Titel „Waiting For The Tide To Rise“ veröffentlicht, die laut Mudlow „handpicked tracks“ aus 16 Jahren enthält. Für Insider ist die Band von Tobias Tester (Gitarre, Vocals, Songwriting), Paul Pascoe (Bass, Produktion) und Matt Latcham (Drums) mit ihrem „dreckigen“ Blues-Sound schon seit längerer Zeit ein Geheimtipp.

Die neue Scheibe beginnt dementsprechend auch mit einem Wortspiel auf den Bandnamen. Der Titel „Lower Than Mud“ ist ein eigenwilliges Blues Rock-Konglomerat im Stile des US-Blues Musikers Junior Kimbrough, ergänzt durch Testers herrliche Tom Waits-Stimme und einem typischen E-Solo im Mudlow-Soundtrack der Spitzenklasse. Die Nummer ist ein unbedingter Anspieltipp, ebenso wie das später folgende „Crocodile Man“, das im Storytelling und Boogie-Repertoire eines frühen J.J. Cale sicher erfolgreich gepasst hätte.

Bereits für Mudlows Auftritt beim US-Deep Blues Festival 2008 in Clarksdale, Mississippi, war die Band vom Veranstalter als neue „Nick Cave der Outlaw Music“ angekündigt worden und steht auch 14 Jahre danach für diese Form einer einfach unbestreitbar fesselnden Southern Blues Music. Die „dunkle Wolken treffen auf schmutzige Stiefel“ – Mentalität wird in den Tracks der neuen LP durchweg in den versierten Songlyrics und den ausgefranst driftenden Kompositionen praktiziert; mit weiteren Glanzstücken im Tony Joe White– und J.J. Cale-Format bleiben „Further Down The Road“ (mit Rap-Einlage) und „So Long Lee“ (im stark bluesigen Tom Waits-Jargon) ausgesprochen undergroundig im Gedächtnis.

Ein langsamer Blues-Sprachgesang im Titelstück „One Bad Turn“ und das fast unscheinbar wirkende Country-Folk Stück „Three Crows In A Row“ beweisen die meisterliche Spielweise im cleveren Songaufbau, der auch im letzten Stück „Sundown“ eine akustische Folk Rock-Geschichte brillant erzählt, und wie eine Filmmusik für ein noch nicht produziertes Movie im Raum hängen bleibt! Die Kraft der 10 Tracks von „Bad Turn“ besticht in ihren kleinen Feinheiten mit Rockabilly und Dire Straits-Pointen und einer kräftigen E-Gitarre in rauen Passagen.

Die hierzulande leider bisher kaum bekannten Mudlow haben mit ihrem neuen Longplayer „Bad Turn“ ein Roots Rock Album produziert, das ihren langen Atem und ein unverkennbares Durchhaltevermögen musikalisch eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der individuelle Bluessound reflektiert die erdige Verbundenheit der Band mit ihrer Musik und das sichere Gefühl für den „ehrlichen“ Blues. Einen der bei uns seltenen Gigs spielen Mudlow laut Bandseite übrigens beim Orange Blossom Festival im Juni in Beverungen.

Whiskey Preachin‘ Records (2022)
Stil: Roots Rock, Alternative Country, Blues Rock

Tracks:
01. Lower Than Mud
02. Red Rock
03. One Bad Turn
04. Further Down The Road
05. Three Cows In A Row
06. Clean Slate
07. Crocodile Man
08. The Last Rung Down To Hell
09. So Long Lee (Redux)
10. Sundown

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