Hannah Aldridge – Dream Of America – CD-Review

Wahnsinn, neun Jahre ist es schon wieder her, seit ich Hannah Aldridges starkes Debütalbum „Razor Wire“ reviewt habe. Wo ist die Zeit geblieben? In der Zwischenzeit konnte die Tochter von Muscle Shoals-Legende Walt Aldridge mit einem weiteren Studiowerk und einer Live-Scheibe auf sich aufmerksam machen.

Nun hat sie mit „Dream Of America“ eine neue CD am Start, die allerdings mit nur neun Tracks (33 Minuten Spielzeit) bedacht wurde, wovon mit „Dream Of America“ und „Catacombs“ auch noch zwei kurze, intonierte Sprachbeiträge integriert sind, die eher Übergangscharakter zu den folgenden Stücken haben. Dazu kommt noch mit „Psycho Killer“ eine jedoch toll und eigenwillig umgesetzte Coverversion des Talking Head-Klassikers.

Die restlichen sechs Songs, allesamt aus der Feder von Hannah, mit Co-Writern wie Ben Glover (beim Leonard Cohen-umwehten „The Fall“ als Gesangs-Duettpartner) und den auch maßgeblich instrumentell beteiligten Lachlan Bryon (Keys, guitars, strings, bgv) und Damian Cafarella (drums, percussion, guitars, keys, strings), wissen vor allem in ihrer Intensität allesamt absolut zu begeistern.

Stilistisch bis auf das Steel-trächtige (gespielt durch Tommy Detamore), im Country eindeutig verwurzelte „Unbeliever“, alles sehr schwer einzutarifierender Stoff. Meist haben Pianotöne, schöne Akustik- und hölzernde Bariton-E-Gitarren, bei dumpfer Rhythmusgebung das Sagen, zu denen sich sphärisch klirrenden Strings, Synthie- und Mellotronklänge gesellen. In Verbindung mit Hannahs lasziv und introvertiert hingehauchtem Gesang, entwickelt sich eine ganz eigenwillige Atmosphäre, verstörend und elektrisierend zugleich, wie man sie sich in schummrigen Nachtlokalitäten gut vorstellen kann.

Stärkster und auch längster Track des Albums ist aus meiner Sicht das schon vom Titel her eindrucksvolle „Portrait Of The Artist As A Middle Aged Man“, das in einer Art „Hotel California“-Narrativ atmosphärisch und packend, fast hypnotisch dargeboten wird.

Die leicht dämonisch wirkende Covergestaltung in Hochglanzoptik mit puppenhaften, in sich gekehrten Abbildungen der Protagonistin, rundet dieses in sich stimmige Werk vollends ab.

Könnte man „Träumst du von Amerika bei Nacht, bist du um den Schlaf gebracht“ als vorwiegende Thematik hinter Hannah Aldridges Longplayer „Dream Of America“ vermuten, geht es hier jedoch in erster Linie um das Seelenleben der Künstlerin. Selbsttherapeutisch reflektiert sie musikalisch ihre inneren Abgründe und lässt ein fasziniertes Publikum daran teilhaben.

Icons Creating Evil Art / Rough Trade (2023)
Stil: Alternative Country

01. Dorero
02. Portrait Of The Artist As A Middle Aged Man
03. Beautiful Oblivion
04. Unbeliever
05. Dream Of America
06. The Fall
07. Psycho Killer
08. Catacombs
09. The Great Divide

Hannah Aldridge
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Gov’t Mule – Peace…Like A River – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Mit Blick auf das 30-jährige Bandjubiläum im kommenden Jahr haben Gov’t Mule ihr neues Album “Peace…Like A River” vorgestellt. Die 12. Studioproduktion seit 1994 reiht sich ein in die frühere Werkschau von “By A Thread” (2009) oder “Shout!” (2013) und ist gespickt mit bekannten Gastinterpreten. Laut Bandleader und Songschreiber Warren Haynes ist “Peace…Like A River” nicht das eigentliche, thematische Nachfolgealbum des Grammy nominierten Longplayers “Heavy Load Blues” (2021), sondern stilistisch als Follow-up von “Revolution Come, Revolution Go” aus 2017 zu verstehen.

Die erste Single “Dreaming Out Loud” begeistert mit einem starken Wechselgesang im Stil von Sly & The Family Stone, diesmal dargeboten durch Ivan Neville (u. a. The Neville Brothers) und Blues Sängerin und Gitarristin Ruthie Foster (u. a. Derek Trucks) und gibt in den auf Zitaten von Dr. Martin Luther King, John und Robert Kennedy basierenden Lyrics, einen “first taste” des ambitionierten Projekts. Die einst aus der Allman Brothers Band hervorgegangenen Gov’t Mule haben ihr musikalisches Southern-Rock/Blues-Jam Konglomerat erneut ausgedehnt. Das komplette Originalmaterial kennzeichnet die Entwicklung der Band und deren Einflüsse, z. B. beim ZZ Top inspirierten “Shake Our Way Out” (mit Gast-Vocals von Billy Gibbons). Die prägende Stimme von Billy Bob Thornton markiert die experimentelle Reggae-Nummer “The River Only Flows One Way” und Soul-Blues Sängerin und Gitarristin Celisse Henderson leiht “Just Across The River” ihre intensive, stimmliche Ausdruckskraft.

Die 12 Songs des Longplayers wurden zur gleichen Zeit wie “Heavy Load Blues” im Power Station Studio, New England, produziert, jedoch grundsätzlich in anderen Räumen, sowie vollständig mit anderen Instrumenten und Equipments, um den neuen Songs von “Peace…Like A River” eine andere Individualität und damit musikalische Persönlichkeit auf den Weg zu geben. Diese sensible Kreativität begründet Haynes mit den sehr ehrgeizigen Zielen der Band, u.a. Arrangements zu schaffen, deren Wendungen und vielseitige Song-Philosophie in der heutigen Popmusik unüblich und daher selten sind.

Die vorliegenden Tracks wirken in ihrer Gesamtheit und vielen Parts wie ein rock-geschichtlicher Rückblick, in Anklängen durchaus nach Pink Floyd (“Made My Peace”) und Doors (“After The Storm”). Eine gewisse southern-soundige Ursprünglichkeit ist in weiten Jam Guitar Parts der durchweg längeren Titel zu spüren. Zum Beispiel auch im letzten Song “Gone Too Long”, unverkennbar eine etwas melancholische Rückbesinnung, jedoch mit positiver Lebensperspektive untermalt vom einschlägigen heavy Texas-Blues Temperament. Ergänzt wird der Longplayer in der CD-Deluxe-Ausgabe durch die “Time Of The Signs”-EP, mit weiteren 4 Bonus-Tracks und einer alternativen Version von “The River Only Flows One Way”.

Das Album “Peace…Like A River” bekräftigt den großartigen Rock’n’Roll Spirit von Gov’t Mule. Die 12 Aufnahmen präsentieren die Band als massives Urgestein mit hohen Ansprüchen an die Kraft der eigenen musikalischen Wurzeln, ein Masterpiece aus Blues- und Southern Rock, Soul und erstklassigen Collaborations.

Fantasy Records (2023)
Stil: Southern Rock, Blues Rock, Soul

Tracks:
01. Same As It Ever Was
02. Shake Our Way Out (ft. Billy Gibbons)
03. Peace I Need
04. Made My Peace
05. Your Only Friend
06. Dreaming Out Loud (ft. Ivan Neville and Ruthie Foster)
07. Head Full Of Thunder
08. The River Only Flows One Way (ft. Billy Bob Thornton)
09. After The Storm
10. Just Across The River (ft. Celisse Henderson)
11. Long Time Coming
12. Gone Too Long

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Jane Lee Hooker – 03.06.2023 – Kulturrampe, Krefeld – Konzertnachlese

Jane Lee Hooker sorgen bei Ihrem ersten Auftritt in Krefeld für eine gut gefüllte Kulturrampe und zeigen von Beginn an, dass es sich bei ihrer Musik um eine explosive Mischung von Rock und Blues, gewürzt mit einer Prise von Southern Rock und Punk handelt.

Visuell steht Fronterin Dana Danger Athens mit gestenreichem Auftreten, rollenden Augen und kraftvollen Gesang im Vordergrund. Dabei war am Morgen noch gar nicht sicher, ob ihre Stimme es an diesem Abend mitmacht. Im Laufe der Show beschreibt Tracy Hightop, dass Tourmanager Dieter Heavy-d Bossarts Danas am Morgen noch angeschlagene Stimme mit Hausmitteln wieder auf Vordermann gebracht hat.

Neben Dana Danger spielen sich die beiden Gitarristinnen Tina T-Bone Gorin und Tracy Hightop auch posenreich immer wieder in den Vordergrund, wobei Tina eher für die gefühlvollen Soli verantwortlich ist, während Tracy es eher Hard Rock-mäßig krachen lässt.

Bassistin Hail Mary Zadroga und Lightnin` Ron Salvo am Schlagzeug sorgen für einen treibenden Rhythmus, der die Grundlage für 75 Minuten auf der Überholspur ist und für eine schweißtreibende Stimmung in der Rampe sorgt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Band und natürlich auch andere, die auf der Farewell Tour 2023 der Kulturrampe auftreten, wieder in die kultige Rampe kommen werden, wenn sich ein Nachfolger für Pille gefunden hat, der den von ihm eingeschlagenen Weg weitergeht. In dem Sinne, „Lass uns gemeinsam `n bisschen laut sein“.

Line-up:
Dana ‚Danger‘ Athens (lead vocals, keys)
Tracy ‚High Top‘ (electric guitar)
Tina ‚TBone‘ Gorin (electric guitar)
‚Hail Mary‘ Zadroga (bass)
‚Lightnin‘ Ron Salvo (drums)

Text & Bilder: Gernot Mangold

Jane Lee Hooker
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Teenage Head Music
Kulturrampe, Krefeld

Chris Murphy – The Road And The Stars – CD-Review

Review: Michael Segets

Chris Murphy veröffentlichte letztes Jahr die kurzweilige EP „Two Rivers Crossing”. Nun legt er mit „The Road And The Stars“ eine fast siebzigminütige Werkschau nach. Der in Los Angeles ansässige Songwriter schaut mittlerweile auf 19 Alben zurück, sodass eine Zwischenbilanz durchaus angebracht erscheint. Murphy spielt mehrere Instrumente, sein favorisiertes ist die Geige. Diese kommt dann auf den vierzehn Eigenkompositionen auch ausgiebig zum Zuge.

Auf fünf Instrumentaltracks lebt Murphy seine Passion für die Violine aus. Dabei unternimmt er Streifzüge durch einige Traditionsräume. Anlehnungen an keltische („Connemara Ponies”), amerikanische („Red Mountain Blues”) oder auch osteuropäische („Music For A Feast“) Muster sind auszumachen. Die meisten Stücke wie „Kitchen Girl” sind dem Folk zuzuordnen, wobei auch andere Stilrichtungen wie der Blues („Vernon Tool & Die“) oder der Swing („I Swear I’m Going To Learn This Time“) berücksichtigt werden.

Der folk-rockige Opener „Sailing The World Alone” ist sehr eingängig, wobei die Geige nicht so dominant auftritt wie auf den meisten anderen Stücken. Auch bei „Last Of The Twickham Blackbirds” fügt sich die Geige in den Gesamtsound der Band ein und setzt lediglich melodische Akzente. Da die Geige den Sound bei den beiden Songs ergänzt und sich nicht in den Vordergrund drängt, treffen sie vollständig meinen Geschmack. Bei „Small Wonder“, sind mir die Geigenläufe etwas zu viel, obwohl der reduziertere Folktitel eine gute Anlage hat. Wenn es allerdings in eine irisch angehauchte Richtung geht, darf es auch mal etwas mehr Gefiedel sein. „Cape Horn“ ist mit seiner nautischen Thematik die richtige Untermalung in einem feucht-fröhlichen Pub, die das Guinness schneller fließen lässt.

Schließlich finden sich noch zwei Live-Tracks auf dem Longplayer, mit denen Murphy beweist, dass er sein Instrument auch unter Bühnenbedingungen beherrscht. Das achteinhalbminütige „Caves Of Killala” beginnt dramatisch und instrumental, bis nach fünf Minuten der Gesang einsetzt. Eine andere Facette präsentiert Murphy mit „Hard Bagain”. Nach einem kurzen Vorspiel legt er flott los und schmettert einen einfachen Refrain.

Chris Murphy ist ein Virtuose auf der Geige. „The Road And The Stars“ stellt quasi ein Best-Of-Album dar, auf dem er einen Einblick in die Bandbreite seiner bisherigen Veröffentlichungen gibt. Die Songs sind äußerst variantenreich, wobei sie sich überwiegend im Folkbereich bewegen. Wenn man kein eingeschworener Enthusiast von Geigenklängen ist, sondern sie lediglich gerne in der Roots-Musik hört, wird man sich wohl je nach Interessenlage unterschiedliche Perlen herauspicken.

Teahouse Records (2023)
Stil: Folk and more

Tracks:
01. Sailing The World Alone
02. Connemara Ponies
03. Red Mountain Blues
04. Last Of The Twickham Blackbirds
05. Kitchen Girl
06. Small Wonder
07. Caves Of Killala (live)
08. Hard Bagain (live)
09. Music For A Feast
10. Cape Horn
11. Vernon Tool & Die
12. High Country
13. I Swear I’m Going To Learn This Time
14.The Hunter & The Fox

Chris Murphy
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Joanna Connor – Best Of Me – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Joanna Connor veröffentlicht mit ihrer Tourband „Wrecking Crew“ (Shaun Gotti Calloway – Bass; Dan Souvigny – Gitarre und Keys; Curtis Moore Jr. – Keys; Jason J. Roc Edwards – Schlagzeug und Gesang) ihr neuestes Album „Best Of Me“ auf Gulf Coast Records, deren Chef kein geringerer als Mike Zito ist und der auch als „Special Guest“ auf der Scheibe kräftig mitmischt.

Unterstützt werden Joanna Connor und ihre Band dabei von einer Reihe weiterer namhafter Gastmusiker. So finden sich u. a. Josh Smith, Joe Bonamassa und David Abbruzzese von Pearl Jam auf der „Gästeliste“. Bereits ihr letztes Album „4801 South Indiana“ wurde 2021 mit sehr viel Lob überschüttet und landete in den Billboard-Blues-Charts auf einem Nummer-Eins-Platz. Die Erwartungshaltung an ihre neue Scheibe ist also groß.

Um eines vorwegzunehmen: „Best Of Me“ ist nicht, wie man vermuten könnte, ein Best-Of-Album, sondern vielmehr Joannas ganz persönlicher Rückblick auf ihr bereits seit 44 Jahren währendes Musikerleben, von dem die elf Songs auf der CD ein beeindruckendes Zeugnis ablegen. Dabei wechseln sich kräftige, von einer druckvollen Bläsersektion („Grooveline Horns“) angetriebene und straight nach vorn gehende Nummern mit gefühlvollen, ruhigen Balladen/Bluestiteln (z. B. „Best Of Me“, „I Lost You“, „All I Want Is You“, „Greatest Of You“) ab.

Richtig ab geht es dagegen mit dem Live-Opener „House Rules“, dem flotten Shuffle „Highway Child“ oder dem schrammeligen „Mercury Blues“ und dem rockigen Rausschmeisser „Shine On“. Aber auch die übrigen Stücke zeigen jede Menge energiegeladene Gitarrenpower und vor allem aber auch Joanna Connors überragende Fähigkeiten als Sängerin. Mit ihrer klaren Altstimme weiß sie vor allem in den etwas ruhigeren Stücken zu überzeugen.

Auch Mike Zito lobt die Amerikanerin als „eine der Größen im zeitgenössischen Blues, mit einem Klang und einem Gefühl, das sofort erkennbar und magisch ist.“ Insgesamt ist „Best Of Me“ sicherlich keine Steigerung zu ihrem 2021‘er Album „4801 South Indiana“, aber es ist auch nicht schlechter. Es ist ganz einfach ein feines, schnörkelloses Blues-/Blues Rock-Album mit herausragenden Musikern. Schade, dass ihr Tourneeplan in den kommenden Monaten keine Gigs in unseren Gefilden vorsieht.

Label: Gulf Coast Records (2023)
Stil: Blues

Tracks:
01. House Rules
02. Pain And Pleasure
03. Best Of Me
04. Highway Child
05. I Lost You
06. Two Of A Kind
07. All I Want Is You
08. Mercury Blues
09. Shadow Lover
10. Greatest Of These
11. Shine On

Joanna Connor
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Jason Isbell And The 400 Unit – Weathervanes – CD-Review

Review: Michael Segets

Nach dem Coveralbum „Georgia Blue” (2021) präsentiert Jason Isbell neues Material aus eigener Feder, das es in sich hat. Wie bei „The Nashville Sound“ (2017) und „Reunions“ (2020), die Jason Isbell zusammen mit seiner Band The 400 Unit einspielte, überschlagen sich die positiven Kritiken zum neuen Album „Weathervanes“. Diese sind durchaus begründet.

Das bereits vorab herausgegebene „Death Wish“ ist ein hammermäßiger Song, dessen Intensität von keinem anderen Track auf dem Werk erreicht wird. Dennoch liefern Jason Isbell And The 400 Unit durchgängig bemerkenswerte Songs ab, sodass der Longplayer insgesamt als ein neuer Meilenstein in der Bandgeschichte gelten kann. The 400 Unit sind weiterhin Sadler Vaden, Derry deBorja, Jimbo Hart und Chad Gamble. Amanda Shires wird in den Credits nicht mehr als Bandmitglied, sondern lediglich als Special Guest geführt. Warum sich ihr Status geändert hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

Shires Geigenspiel ist weiterhin auf dem Album präsent („King Of Oklahoma“, „If You Insist“). Vor allem bei „Cast Iron Skillet“ harmoniert die Violine mit dem Akkordeon von deBorja hervorragend. Hauptdarsteller auf den Songs ist jedoch Isbells Gesang, der auch tontechnisch vor den Instrumenten liegt. Der Frontmann setzt seine Stimme, bei der häufig eine innere Zerrissenheit mitschwingt, in seiner typischen, expressiven Weise ein. Aber auch wenn er ruhige und melodiöse Töne anstimmt, entfaltet sie ihre Wirkung. Auf „Middle Of The Morning“ kombiniert er beide Facetten seiner Sangeskünste.

Neben semi-akustischen Tracks wie „White Beretta“ und dem wunderbaren „Strawberry Woman“, bei dem Mickey Raphael für die Mundharmonika als Gast in die Blackbird Studios eingeflogen wurde, finden sich auch einige Rockstücke. Auf dem stärksten Rocker der Scheibe „When We Were Close” nutzt Vaden die Gelegenheit härtere Riffs anzuschlagen. Filigrane Gitarrensoli steuert er zum dynamischen „This Ain’t It” bei.

Längere Instrumentalpassagen verzeichnet die siebenminütige Hymne „Miles”. Sie verströmt den Charme der Seventies und beschließt das Album. Zwischen den Americana- und Rock-Beiträgen unternimmt „Vestavia Hills“ einen Ausflug in Country-Gefilde. Etwas Slide und gelungene Gitarrenparts zeichnen den Track aus. „Weathervanes“ bietet so durchaus Abwechslung ohne von der musikalischen Linie, für die Isbell bekannt ist, abzuweichen.

Die Texte haben Tiefgang. Isbell kennt sich mit Krisen aus, die Kindheit, Beziehungen und Erkrankungen mit sich bringen können. In seinen Lyrics scheint immer etwas von seinen eigenen Erfahrungen durch. Der Blick in die Vergangenheit verklärt diese stets. Als Gegenmodell zu den „Glory Days“, wie sie beispielsweise Bruce Springsteen besingt, legt Isebell den Focus auf die früheren Belastungen und geführten Auseinandersetzungen, die bis in die Gegenwart hineinwirken. Der Wunsch, die ermüdenden Kämpfe hinter sich zu lassen, und die Vergeblichkeit des Versuchs, ihnen zu entgehen, bringt der Songwriter in „Volunteer” ungeschönt zum Ausdruck. Ein bewegendes Stück, das Isbells und Shires‘ Gesang kongenial in Szene setzt.

Einen persönlichen Einblick in sein Leben und seine musikalische Entwicklung dokumentiert „Jason Isbell: Running With Our Eyes Closed“. Der von Regisseur Sam Jones gedrehte Film entstand im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von „Reunions“ und ist seit zwei Monaten auf HBO Max zu sehen. „Reunions“, das eine Top-Ten-Plazierung und Spitzenplätze in den einschlägigen Sparten-Charts erreichte, lässt diesbezüglich kaum Steigerungen zu. „Weathervanes“ spielt jedoch in einer anderen Liga und hat das Zeug, sich zum Klassiker zu entwickeln.

„Weathervanes“ ist ein großes Album, mit dem Jason Isbell über sich hinauswächst. Mit The 400 Unit und Amanda Shires im Rücken legt er ein tiefgründiges, musikalisch überzeugendes Werk vor, das seine früheren Veröffentlichungen – mindestens die der letzten fünf Jahre – in den Schatten stellt.

Southeastern Records – Thirty Tigers/Membran (2023)
Stil: Rock, Americana

Tracks:

01. Death Wish
02. King of Oklahoma
03. Strawberry Woman
04. Middle Of The Morning
05. Save The World
06. If You Insist
07. Cast Iron Skillet
08. When We Were Close
09. Volunteer
10. Vestavia Hills
11. White Beretta
12. This Ain’t It
13. Miles

Jason Isbell
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Cruzados, 26.05.2023, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

Zum zweiten Mal spielen The Cruzados in der Krefelder Kuturrampe und machen die Bude voll. Sie nutzen den Auftritt, um das gerade veröffentliche Livealbum „Live In Marseille“ und die EP „Land Of The Endless Sun“ zu promoten. Schon vom ersten Song „She`s Automatic“ (Titeltrack aus der 2022er-Scheibe) an, gibt es nur Vollgas: Rock`n`Roll, Tex-Mex-Blues und Southern Rock sind die Elemente, die die Fans in der Kulturrampe in Stimmung bringen, sodass sich die Rampe regelrecht in ein Freudenhaus der Rockmusik verwandelt.

Die beim Publikum bekannten Stücke (die Live-Scheibe wird komplett durchgespielt) werden dabei mit allen sechs Stücken der EP gespickt, womit die Fans auch einiges Neues zu hören bekommen, was auch durchweg gut ankommt und zeigt, dass es sich um eine ‚lebendige‘ Band handelt, auch wenn mit Bassist Tony Marsico, der die Band vor einigen Jahren wiederbelebte, nur noch ein Originalmitglied an Bord ist.

Marsico moderiert dabei gemeinsam mit Sänger Ron Young durch die Show und erwähnt nicht ohne Stolz, dass einige der Songs auch in diversen Filmen zu hören sind und ergänzt mit einem Augenzwinkern, dass es dabei einige Tote gibt. So ist natürlich da mystische „After Dark“ einer der Höhepunkte des Konzerts und die Rampe verwandelte sich fast in die Titty Twister Bar, aus der an diesem Abend jedoch alle lebendig herauskommen sollten.

Herausragend ist auch einer der ersten Songs der Band, „Rising Sun“, der Southern Rock-Kracher „Across The Ghost Town“, der Titelsong der EP „Land Of The Endless Sun“, wo der Blues im Stile der alten ZZ Top zelebriert wird, das balladeske „Golden Child“ und die Rock`n`Roll-Nummer „Johnny Pay To Play“, mit der sich die Band von den Zuschauern verabschiedet. Wie im Fluge vergehen etwa 100 Minuten energiegeladener Musik, die auch von den verschiedenen Charakteren der Musiker lebt.

Ron Young, der charismatische Fronter mit der markanten Stimme, der diese wie ein Chamälion an die verschiedenen Songs anpasst, Loren Molinare, der insbesonders die Soloparts an der Gitarre übernimmt, die Richtung Rock`n`Roll gehen, Mark Tremalgia der sich eher für die gefühlvollen und Southern-Soli verantwortlich zeigt, Rob Klonel der an den Drums den Takt vorgibt und last but not least der charismatische Toni Marsico, der in den Musikern von Little Caesar Mitstreiter gefunden hat, die die Cruzados wieder aufleben zu lassen, und es doch gelingt, musikalisch eine klare Abgrenzung zu erreichen.

Besonders zu erwähnen ist, dass Marsico der bestens gelaunt, oft mit den Fans schäkernd, auf der Bühne steht, zuweilen auch einen starken Leadgesang beisteuert, noch an den Folgen einer Infektion laboriert und sich einige Male auf die Amp setzen muss, um wieder Kraft zu schöpfen, dort aber sein druckvolles Bassspiel fortsetzt und so mit für einen Abend in der Rampe sorgt, an den sich die Fans gerne zurück erinnern werden.

Line-up:
Ron Young (lead vocals)
Loren Molinare (guitar, bgv)
Mark Tremalgia (guitar, bgv)
Tony Marsico (bass, bgv)
Rob Klonel (drums)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Cruzados
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Teenage Head Music
Kulturrampe Krefeld

Hollywood Vampires – Live in Rio – CD-BluRay-Review

Review: Stephan Skolarski

Acht Jahre nach ihrem Auftritt auf dem Festival an der „Copacabana” veröffentlichen die Hollywood Vampires endlich den Konzertmitschnitt ”Live in Rio”. Die oft als Allstar Band bezeichnete Gruppe, hatte in den Jahren 2015 (Debut) und 2019 (LP “Rise”) zwei erfolgreiche Studioalben veröffentlicht, wobei das gleichnamige Erstlingswerk mit einer umfangreichen Liste prominenter Guest-Musicians ohne Übertreibung als Deluxe-Produktion bezeichnet werden kann. Nun folgt ihre erste Live-Scheibe.

Mit Sänger Alice Cooper, Hollywood-Star Johnny Depp an der Gitarre, den weiteren Gitarristen Joe Perry von der Gruppe Aerosmith, und Tommy Henriksen (u. a. Warlock), waren auch Duff McKagan am Bass (Guns n’ Roses), Matt Sorum, Drums, (u. a. Velvet Revolver) und Bruce Witkin, Gitarre und Bass, in Rio mit dabei. Das Festival ist für seine Live-Atmosphäre berühmt und hat über die Jahre eine Rekordkulisse im 6-stelligen Zuschauerbereich erreicht.

Hollywood Vampires spielten herausragende Versionen erfolgreicher Rock-Tracks der 60er und 70er Jahre, mit der Ausnahme von “Raise The Dead”, einer Eigenkomposition vom Debutalbum. Die z. T. weniger in Erinnerung gebliebenen Titel, wie “I Got A Line On You” – von der Gruppe Spirit, “7 And 7 Is”, von  der Band Love, und “Manic Depression” von Jimi Hendrix gewinnen durch die Konzertaufnahmen gegenüber den Studio-Tracks vom Debüt durchaus an Substanz.

Großartige, bekannte Rock-Nummern, z. B. “My Generation” und “I’m A Boy” (The Who), “Whole Lotta Love” (Led Zeppelin), “Break On Through” (The Doors), sowie “Cold Turkey” (Plastic Ono Band) oder der Abschlusstrack der Scheibe “Brown Sugar” (Rolling Stones) bringen den Bühnenauftritt in Brasilien 2015 auf das Niveau eines absoluten Mega-Konzerts. Das hierbei ebenfalls die großen Erfolge von Alice Cooper (“School’s Out” und “Billion Dollar Babies”) und der Aerosmith-Hit-Song “Train Kept A-Rollin” die Setliste bereicherten, sollten nicht unerwähnt bleiben.

Mit beigetragen haben damals auch verschiedene Gäste, so die Sängerin und Gitarristin Lzzy Hale von der Gruppe Halestorm, der Lead-Gitarrist Andreas Kisser von der brasilianischen Metal-Formation Sepultura, und Drummer Zak Starkey (u. a. Oasis, Johnny Marr). Dafür, dass die Vampires erst zwei Konzerte zum Release ihres ersten Longplayers kurz vorher standesgemäß in Hollywood abgeliefert hatten, stürmte die Band in beeindruckend selbstbewusster Weise die Bühne der brasilianischen “City of Rock” und drückte den “alten” Songs einen “neuen” unverkennbaren Live-Stempel auf.

Die 14 Tracks umfassende Konzertproduktion “Live in Rio” von den Hollywood Vampires schafft mühelos den Sprung in die History der Rock’n’Roll-Supergroups (u. a. Cream oder The Travelling Wilburys), die ihren Mythos über die Jahrzehnte bis heute bewahren konnten. Eine dicke Empfehlung für alle Freunde des Power Rock-Sounds!

Earmusic (Edel) (2023)
Stil: Rock

Tracks:
01. Raise The Dead
02. My Generation
03. I Got A Line On You
04. Cold Turkey
05. Five To One / Break On Through (To The Other Side)
06. Manic Depression
07. 7 And 7 Is
08. Whole Lotta Love
09. Jeepster
10. I’m A Boy
11. School’s Out
12. Billion Dollar Babies
13. Train Kept A-Rollin‘
14. Brown Sugar

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Tanya Tucker – Sweet Western Sound – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Ihr großartiges Comeback-Album “While I’m Livin” wurde 2020 mit einem Grammy Award belohnt. Nun hat Tanya Tucker das Nachfolgewerk “Sweet Western Sound” veröffentlicht. Gut 50 Jahre nach ihrem ersten Superhit “Delta Dawn” ist der neue Longplayer genau das, was der Titel verspricht: eine handverlesene Auswahl “süßer” Country Melodien.

Eingeleitet (und beendet) wird das Album in einer Art Danksagung in Memoriam an den im Oktober 2020 verstorbenen Singer/Songwriter Billy Joe Shaver. Der mit Tucker befreundete Country-Musiker hatte in einer Voice Mail eine kurze Song-Sequenz bei Tanya hinterlassen, die nun im Original auch an den Sänger erinnert. Die erste Vorab-Single “Kindness” (Tim und Phil Hanseroth) entspricht dem Thema des Albums, ein schöner, leichter, liebenswürdiger Track, ein cooler Country als Einstieg in den herrlichen Pedal-Steel Sound von “Breakfast In Birmingham”, feat. Brandi Carlile und mitgeschrieben von Bernie Taupin, dem mega-awarded Lyric-Poeten von Elton John-Songs. Der melancholische “Waltz Across A Moment” (Shooter Jennings) betont als Piano-Ballade das immer sehr eindrucksvolle Stimmvolumen, das wunderbar emotionale female Outlaw Image von Tucker, (im Refrain) “to the Sweet Western Sound” – ein tolles Highlight.

Die hymnenartige Balladenform, meisterliches Storytelling zu ganz individuellen Erfahrungen, wird in “Ready As I’ll Never Be”, (Carlile und Tucker) im vital, kräftigen Gesang zum Country-Soul-Chanson. Der old-school, but modern Country-Sound kommt bei “The List” als schnelle Nummer – immer wieder traumhafte Pedal Steel Passagen – einfach marvellous! Die feine Melodie von “Letter To Linda” findet mit ihrer ruhigen Ausstrahlung schnell Anschluss zum anspruchsvollen Text. Eine würdevolle Huldigung an Linda Ronstadt, die Tanya Tucker in den Lyrics als Inspiration und großes Vorbild ehrt – eine starke Songidee von Shooter Jennings und Tucker.

In diese Reihe der besonders starken Stücke gehört ohne Zweifel “City Of Gold” (von Singer/Songwriter JT Nero), ein Country-Gospel mit Ohrwurm-Refrain (“You know my heart is a city of gold”) – eben typisch “Sweet Western Sound”. Eine erneut soulige Stilrichtung (mit “Let it be”-Charakter) bringt “That Wasn’t Me” (Carlile/Hanseroth) in die Award-verdächtige Set-Liste, sehr persönlich, hoch anspruchsvoll im Text und Gesang – die spannende Lebensgeschichte einer Country-Ikone. Diese krönt mit “When The Rodeo Is Over” (Burns/Dillingham/Carlile) im ruhigeren Country-Style zum Abschluss nochmal ihre unglaubliche Ausdrucksstärke und Authentizität. Verantwortlich für die Aufnahmen waren wieder Belinda Carlile und Shooter Jennings – der durchweg auch die grandiosen Piano Parts eingespielt hat.

“Sweet Western Sound” von Tanya Tucker kann in jeder Hinsicht an das Award-Winning Vorgänger-Album anknüpfen. Die Country-Lady begeistert selbstbewusst und stilgerecht, in überwiegend sanften Arrangements, mit der Kunst der leisen Töne und brillant, gefühlvollen Lyrics – eine hochkarätige Produktion.

Fantasy Records (2023)
Stil: Country

Tracks:
01. Tanya
02. Kindness
03. Breakfast in Birmingham
04. Waltz Across A Moment
05. Ready As I’ll Never Be
06. The List
07. Letter To Linda
08. City Of Gold
09. That Wasn’t Me
10. When The Rodeo Is Over (Where Does The Cowboy Go)

Tanya Tucker
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Oktober Promotion

Nigel Mack – Back In Style – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Der Kanadier und inzwischen in Chicago lebende Nigel Mack bringt mit „Back In Style“ sein inzwischen viertes Album in die Läden. Auch dieses Mal hat er sich mit der Veröffentlichung, wie bei den Vorgängeralben auch, reichlich Zeit gelassen. Sein Debutwerk „High Price To Pay“ stammt aus 1996, „Road Rage“ ist aus 2001, „Devil‘s Secrets“ kam 2011 heraus und nun ganze 12 Jahre später seine neueste Scheibe. Es macht also fast den Eindruck, als ob sein Musikmaterial zunächst einmal auf Tourneen und Livesessions reifen muss, bevor es an die breite Öffentlichkeit gelangt. Wenn es so ist, hat es sich allemal gelohnt.

Nigel Mack wurde mit der Musik der 60er Jahre, mit Bebop-Jazz und mit Bigband-Sound groß und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Meister der Slide-Gitarre und der Mundharmonika. Und singen kann er natürlich auch noch. Mit diesen Talenten ausgestattet und seiner musikalischen Prägung aus den „Roaring sixties“ präsentiert er auf „Back In Style“ zwölf von ihm selbst geschriebene Songs als eine feine Mixtur aus traditionellem Blues, Chicago Blues und R&B, dargeboten mit mehreren Gitarren (Bass, Slide, Steel), Hammondorgel, Piano, Trompete, Saxophon, Schlagzeug und natürlich eigenem Gesang.

Alle Titel auf der Scheibe sind ohne Wenn und Aber handwerklich hervorragend arrangiert und bieten puren Hörgenuss. Trotzdem gibt es da mehrere Tracks die irgendwie einen Tick besser sind als die übrigen. Da sind z. B. die beiden R&B-Stücke „Highway 69“ (mit einem fröhlichen, traditionellen Bluesrhythmus und Slidegitarre) sowie das flotte „Graveyard Gate“, das insbesondere durch seine Bläsersätze, Piano- und Keyboardsequenzen zu überzeugen vermag. Das ruhige Instrumentalstück „Redemption“ hingegen schmeichelt den Gehörgängen durch Nigel Macks famose Künste an der Slidegitarre und zarte Americana-Anleihen tauchen in dem schmissigen „A Place To Call Home“ auf.

Auch „Shangri-La Girl“ ist ein gute Laune verbreitender Shuffle, der mit Saxophonpassagen und Pianogeklimper so richtig in die Beine geht. Im Gegensatz dazu ist „Jalapeño Peppers“ nicht, wie der Titel vermuten lassen könnte, schön pfefferig, sondern plätschert sehr relaxed und von Slidegitarrenklängen begleitet vor sich hin. Mein absoluter Favorit ist allerdings das leicht swampige „Blues Enough For You“. Es kommt ohne Schlagzeug lediglich mit Steel- und Akustikgitarre aus. Klasse!

„Back In Style“ ist eine ziemlich energiegeladene und fröhliche, lebensbejahende Scheibe, die zu Hören einfach nur Spaß macht. Nach dem ersten Durchlauf taucht unweigerlich der Wunsch auf am CD-Spieler die Repeat-Taste zu drücken. Von daher gehört das Teil einfach in jede gut sortierte Bluessammlung. Leider war Nigel Mack mit seiner Band „Blues Attack“ bislang hauptsächlich in den Staaten und in Kanada unterwegs, wobei er in Chicago regelmäßig beim „Chicago Blues Festival“ auftritt. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Kanadier auch mal in unseren Gefilden die Ehre gibt. Der Erfolg wäre ihm bestimmt sicher.

Blues Attack Records (2023)
Stil: Blues

Tracks:
01. Travellin‘ Heavy
02. Highway 69
03. Damn You Mr Bluesman
04. Cold Comfort
05. Graveyard Gate
06. Back In Style
07. Redemption
08. A Place To Call Home
09. Blues Enough For You
10. Shangri-La Girl
11. Jalapeño Peppers
12. Just One Man

Nigel Mack
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