Im Jahr 2005 vom niederländischen Songschreiber Walter “Rootsie” Hopmanns gegründet, verkörpert die Band eine bemerkenswerte Symbiose in Suomis Musikszene. Ein “Dutch Americana Heart” trifft auf gleichgesinnte, erfahrene Begleiter mit finnischer Roots Rock-Begeisterung. Zum Bandjubiläum ist mit “People Talk” ein neues Studiowerk erschienen.
Der unverkennbar Americana-Titeltrack bereitet zu Beginn den idealen Einstieg in den opulenten Song-Reigen und überrascht überaus mitreißend als Ohrwurm- Kandidat: ein Radio-Playlist “Wecker” für Frühaufsteher und Artverwandte. Im melodischen Charakter der Scheibe bringt “Pleased To Meet You” agile Country- Lebensfreude, die auch vor finnischen Tango-Einflüssen (“Eternal Love”) nicht Halt macht.
Geradeheraus souverän holt sich die Band die Hörer-Sympathien Stück für Stück auf ihre Seite. So wirken insbesondere die emotionalen Story-Balladen (“Empty Heart” bzw. “The Whole Time”) und die temporeichen Rock-Songs (z.B. “Gone, Gone, Gone” und “Depression”) in ihren vielseitig intensiven Melodie-, Harmonie- und Rhythmus-Strukturen als eigentliche Glanzstücke der langjährig eingespielten Formation.
Zu diesen Premium-Nummern zählt zweifelsohne neben dem Americana-Titel “You Kissed The Wrong Guy” vor allem der Country-Rock Song “We Both Know”, der in ausgeprägter Eleganz die Stilrichtung noch einmal kultiviert.
Selten erscheint ein Album, das in derart komprimierter Weise die Vielseitigkeit von Americana über Country, Rock bis hin zu Singer/Songwriter Einflüssen mit Outlaw- und Folk-Nuancen in 10 Songs verbindet. Nach den Vorläufern “Get Up And Go” und ”Dark Water” ist “People Talk” von Walter Rootsie and His Blue Connection erneut eine stilistisch vielseitige LP erschienen.
Wraf Records (2025) Stil: Americana, Country
Tracks: 01. People Talk 02. Depression 03. The (W)Hole Time 04. Gone, Gone, Gone 05. Please To Meet 06. You Kissed the Wrong Guy 07. Empty Heart 08. Eternal Love 09. We Both Know 10. Old Love
„Weapons Of Beauty” ist das Solodebüt von Jay Buchanan. Als Frontmann von Rival Sons dürfte er bekannt sein. Zuletzt trat er als Leader der Stone-Pony-Band im Film „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ in Erscheinung. Die Schauspielerei und das Showbusiness führten zu neuen Erfahrung und neuen Freunden.
Für das Schreiben der Songs zog sich Buchanan allerdings für drei Monate in die Abgeschiedenheit der Mojave-Wüste zurück. In einem Bunker ohne Tageslicht konzentrierte er sich ausschließlich auf seine Musik. Ryan Bingham handhabte es beispielsweise ähnlich mit seinem Ausflug in die Abgeschiedenheit („Watch Out For The Wolf“). Der Rückzug in die Einsamkeit und das Zurückgeworfensein auf sich selbst beflügelt ja zuweilen die Kreativität.
Entsprechend den Entstehungsbedingungen bleibt also kein Rockalbum zu erwarten. Die zehn Stücke sind zur Hälfte Balladen. Den anderen gibt Buchanan etwas mehr Tempo mit, ohne in die rockigen Sphären der Rival Sons hinüberzugleiten. Die Anordnung der Beiträge auf dem Longplayer überließ er dem Regisseur Scott Cooper, den er bei der Arbeit zum Springsteen-Film kennen und schätzen gelernt hatte. So ist ein Werk entstanden, dass tendenziell in eher ruhigen Bahnen verläuft, dennoch mit dynamischen Intermezzi eine gewisse Dramaturgie aufweist.
Buchanan verfügt über eine klare, kräftige Stimme, die vielleicht nicht besonders warm erscheint, mit der er jedoch in der Lage ist, Gefühl zu transportieren. Wenn er seinen Gesang langzieht, bekommen die Songs melodramatische Anflüge. Sie erinnern dann an Evergreens aus längst vergangenen Tagen wie die erste Auskopplung „Caroline“. Die Balladen wirken daher meist opulent und zeitlos. Buchanan arrangiert sie dabei aber durchaus unterschiedlich. Er arbeitet gelegentlich mit Slide („High And Lonesone“) oder unterfüttert sie mit Keys („Shower Of Roses“). Das mit einem Piano begleiteten Titelstück gehört dabei zu den besonders gefühlvollen Beiträgen.
Die Resultate überzeugen zumeist auch, wenn Buchanan das Tempo anzieht. „The Great Divine“ entwickelt beispielsweise einen schönen Drive. Höhepunkt des Longplayers ist in meinen Ohren „True Black“, das beinahe als Gospel durchgeht, auch wenn es ohne Chor auskommt. „Deep Swimming“ hat anfänglich etwas von Paul Simon. Bei „Dance Me Till The End Of Love“ legt Buchanan viel Soul in seine Stimme. Der Titel erscheint damit leichter als die anderen.
In den Texten geht es oft um eine Reflexion auf die Vergangenheit, Beziehungen, Verlust, Abschied und Weitermachen. Kreative Metaphern reichern die Lyrics an. Ein schönes sprachliches Bild findet sich auf „Tumbleweed“, den aus Westernfilmen bekannten, durch die Landschaft wehenden Steppenläufern. Eine Portion melancholischer Romantik schwingt nicht nur bei dem von Jeremy Lipkin gemalte Cover, sondern ebenso bei seinen Songs durchaus mit.
Beim ersten Hören hatte ich an manchen Stellen leichte Anlaufschwierigkeiten mit dem langgezogen Gesang. Je öfter die Scheibe durchgelaufen ist, desto mehr freundete ich mich auch mit diesen Passagen an. Insgesamt legt Jay Buchanan mit „Weapons Of Beauty“ ein überzeugendes Solodebüt als Songwriter vor, mit dem er einen anderen Weg einschlägt als mit seiner Band Rival Sons.
Sacred Tongue Records – Thirty Tigers (2026)
Stil: Americana
Tracks:
01. Caroline
02. High And Lonesome
03. True Black
04. Tumbleweeds
05. Shower Of Roses
06. Deep Swimming
07. Sway
08. The Great Divide
09. Dance Me To The End Of Love
10. Weapons Of Beauty
Erst vor zwei Monaten wurde Warren Zevon in die Rock’n Roll Hall Of Fame aufgenommen – mehr als 22 Jahre nach seinem frühen Tod. Er gehört zu den Musikern, denen unterm Strich nicht der kommerzielle Erfolg zukam, den sie aus Sicht der Fachkritiker verdient hätten. Er kollaborierte mit etlichen befreundeten Musikern wie Andy Garcia, Don Henley oder Emmylou Harris. Der in klassischer Musik ausgebildete Intellektuelle nahm sein Debüt 1969 auf. Es fand wenig Beachtung. Erst durch Jackson Brownes Intervention trat Zevon 1976 mit „Warren Zevon“ wieder in Erscheinung. Mit dem Longplayer und dem folgenden „Exitable Boy“ (1978) erspielte er sich eine treue Fangemeinde, die ihn durch das Auf-und-Ab seiner weiteren Karriere begleitete. Nach einer Krebsdiagnose veröffentlichte er noch kurz vor seinem Tod „The Wind“ (2003) – eine eindringliche und bewegende Hinterlassenschaft. Von diesem Album stammt der Song „Keep Me In Your Heart“, der dem Tribute seinen Namen gibt und dort von Richard Barone gesungen wird.
Bereits 2004 organisierte Warrens Sohn Jordan das Tribute-Album „Enjoy Every Sandwich“, auf dem unter anderem Bruce Springsteen und Tom Petty Zevons Stücke coverten. Für die neue Homage versammeln sich Musiker*innen der New Yorker-Szene unter Federführung von Paradiddle Records, um Zevon und sein Werk zu würdigen. Mit Willie Nile („Mutineer“), Pete Mancini („Accidentally Like A Martyr”, „Carmelita”) und (Kerry Kearney („Rub Me Raw”) finden sich einige Interpreten, die auf SoS gelistet sind. Ansonsten sind mir die Mitwirkenden nicht bekannt. Diese machen ihre Sache jedoch gut.
Zevon verfügte über eine beachtliche Range in seiner unverwechselbaren Stimme und beherrschte sowohl die kräftigen als auch die zerbrechlichen Töne. Ihn zu imitieren wäre ein aussichtsloses Unterfangen, deshalb schlagen die vertretenen Musiker*innen einen anderen Weg ein. Sie transformieren selbst rockige Originale in der Regel zu einem erdigen Americana. Die Songs wirken daher anders, funktionieren aber durchweg. Dies zeugt auch von der Kraft der Kompositionen, die ihnen zugrunde liegen.
Die Hälfte der ausgewählten Tracks finden sich auf den beiden erwähnten Scheiben aus der zweiten Hälfte der 1970er Jahre. Selbstverständlich ist Zevons größter Hit „Werewolves Of London“ (Howard Silverman) ebenso vertreten wie „Poor Poor Pitiful Me“ (Freddy Jackson), das seinerzeit für Linda Ronstadt ein Erfolg war. „Carmelita“ wurde bereits von Dwight Yoakam und den Counting Crows gecovert. Weiteren Klassikern dieser Periode widmen sich Tricyle The Fortier Family Trio („Mohammed’s Radio“), Jimmy Webb („Desperados Under The Eaves”), und The Belle Curves („Lawyers, Guns, And Money”). Alle Interpreten geben den Songs ihre eigene Note mit. Besonders ragt „Roland The Headless Thompson Gunner“ von Ray Lambiase mit Unterstützung durch Kate Corrigan heraus. Die Version der Lucky Ones von „Johnny Strikes Up The Band“ ist ebenfalls klasse. Emily Duff gestaltet das im Orginal straight rockende „Exitable Boy” zu einer gefühlvollen Ballade um – ein gutes Beispiel dafür, wie eigenständig die Musiker*innen des Projekts die Vorlagen verarbeiten.
Zu den weniger bekannten Titeln dürften die für The Turtles geschriebenen „Like The Seasons“ (Hank Stone) und „Outside Chance“ (Allen Santoviello) gehören. Erst posthum sind Aufnahmen von „Stop Rainin‘ Lord“ sowie „Empty Hearted Town“ erschienen, denen sich Phil Kennelty beziehungsweise Claudia Jacobs annehmen.
Die achtziger und neunziger Jahre sind auf dem Doppelalbum leicht unterrepräsentiert. Vielleicht hätte ich aus den beiden Dekaden ein paar andere Songs ausgewählt, aber insgesamt überzeugen auch hier die Auswahl und die jeweilige Interpretation. Besonders freut mich der sehr gelungene Beitrag „Splended Isolation“ von Bryan Gallo, da ich das Lied sehr schätze. Bemerkenswert ist gleichfalls „Heartache Spoken Here“, die Caroline Doctorow zur Country-Nummer umgestaltet.
Von den sieben Tracks, die ursprünglich Anfang des Jahrtausends erschienen sind, ist „Don’t Let Us Get Sick“ hervorzuheben. Die durch einen Chor unterstützte Version von Kenny White geht unter die Haut. Desweiteren spielt James O’Malley „My Ride Is Here“ solo auf seiner akustischen Gitarre, was nochmal einen neuen Eindruck des Stücks vermittelt.
Die mit 33 Beiträgen umfangreiche Verbeugung vor Warren Zevon ist mehr als ein Nachspielen seiner Songs, sondern ein richtig gutes Americana-Album. Die auf dem Tribute vertretenen Künstler*innen beweisen, dass sie Warren Zevon und seine Musik ins Herz geschlossen haben. Sie würdigen ihn, indem sie seine Songs kreativ bearbeiten. Die Titel werden in die Roots Music-Regionen herein gesogen und unterscheiden sich somit oftmals deutlich von den ursprünglichen Aufnahmen. Die rockigen Anteile mancher Originale werden zurückgefahren. Vor allem diese Stücke entwickeln ihren eigenen Reiz, was für die Qualität der Performances als auch für die des Songmaterials spricht.
Universal (2024)
Stil: Americana
Tracks:
CD1
01 Accidentally Like A Martyr – Pete Mancini & The Hillside Airmen
02 Mohammed’s Radio – Tricyle The Fortier Family Trio
03 Desperados Under The Eaves – Johnny Webb
04 Muntineer – Willie Nile
05 Nighttime At The Switching Yard – Mike Nugget & The Blue Moon Band
06 Tenderness On The Block – Jack Licitra
07 Empty Hearted Town – Claudia Jacobs
08 My Ride’s Here – James O’Malley
09 I’ll Just Slow You Down – The Russ Seeger Band
10 I Need A Truck – Allen Santoviello
11 Heartache Spoken Here – Caroline Doctorow
12 It’s True – Gene Casey
13 Searchin’ For A Heart – Mick Hargreaves
14 Never Too Late For Love – Tara Hack
15 Outside Chance – Allen Santoviello & The Phantoms
16 Keep Me In Your Hear – Richard Barone
CD2
17 Poor Poor Pitiful Me – Freddy Johnson
18 Backs Turned Looking Down The Path – Gerry McKeveny
19 Reconsider Me – James Maddock
20 Carmelita – Pete Mancini (feat. Sarah Gross)
21 Don’t let Us Get Sick – Kenny White
22 My Shits Fucked Up – Claudia Jacobs
23 The Wild Age – Revolver
24 Mama Couldn’t Be Persuaded – Annie Mark
25 Werewolves Of London – Howard Silverman
26 Roland The Headless Thomson Gunner – Ray Lambiase
27 Splended Isolation – Bryan Gallo
28 Like The Seasons – Hank Stone
29 Lawyers, Guns, And Money – The Belle Curves
30 Stop Rainin’ Lord – Phil Kennelty
31 Johnny Strike Up The Band – The Lucky Ones
32 Rub Me Raw – Kerry Kearney
33 Exitable Boy – Emily Duff
Der 5. Dezember 2025 zeigt auf, wie verrückt und ungerecht die Welt zuweilen ist. Während ein Millionenpublikum am Fernseher die unsägliche und peinliche Inszenierung der WM-Auslosung verfolgt, steht ein toller amerikanischer Musiker in einer knapp zur Hälfte gefüllten Kulturrampe auf der Bühne.
Die in Krefeld anwesenden Leute haben mit Sicherheit, was die Qualität des Abends betrifft, die richtige Entscheidung getroffen. Mit seinen Musikern entführt Jamie McLean die Musikfans in die Welt des Americana, Soul, Blues und Southern Rock.
Mit seinem prägnanten voluminösen Gesang und einem gekonnten Songwriting sorgt er für einen hohen Wiedererkennungswert der Songs, wo man sich zuweilen in die Sphären eines Tom Petty versetzt fühlt.
So kommt es trotz des etwas mauen Besuchs zu einer sehr guten Stimmung, wozu auch die für die Tour zusammengestellte Band sorgt. Manager Ben Forrester (Allen- Forrester Band) unterstützt Jamie als zweiter Leadgitarrist und bringt mit den Soli oft sein typisches Southern-Flair in die Rampe.
Aber auch Max Wagner am Bass und Paul Ettl legen nicht nur eine ausgewogene Rhythmusgrundlage hin, sondern holen sich bei einigen Soloparts den verdienten Szenenapplaus.
Line-up:
Jamie McLean (vocals, guitar)
Max Wagner (bass)
Paul Ettl (drums)
Ben Forrester (guitars)
Wenn im Titel eines Longplayers der Begriff Opera auftaucht, dann erwartet man ein auch im Rock-Pop-Bereich ein opulentes Konzeptalbum. Mit 17 Tracks ist das Werk von Rick Maddocks durchaus lang und ein Konzept steht ebenfalls hinter ihm. Maddocks versteht „Blue Horse Opera“ als Soundtrack zu einem imaginären Westernfilm. Western werden ja gerne als Pferdeopern bezeichnet. Dabei lehnt sich der Kanadier weniger an dem Sound klassischer Genrebeiträge an, sondern an den der Italo-Western.
Für diesen steht natürlich Ennio Morricone als Referenz, der wenig mit Country am Hut hat. Die Bezüge zum Paten der Italo-Western-Musik treten an einigen Stellen deutlich zutage – etwa beim Opener „Imperial Suite“. Auch bei anderen Beiträgen sind Verbindungen offenkundig, wenn beispielsweise klassisch gesungene Soprane in die Kompositionen einfließen („South Of Circumstance“, „Las Arenas“). Andere Stücke wie „Miner“ folgen weder den Spuren von Morricone noch denen des Country.
Das Album sollte als Gesamtkunstwerk verstanden werden, bei dem experimentelle Ansätze („La Raya“, „Caballos Azules”) ihren Raum haben. Circa ein Drittel der Tracks sind instrumental. Maddocks versammelte eine große Anzahl an Musiker*innen, um sein Projekt umzusetzen. Überraschend ist, dass mit Dayna Szyndrowski eine Flamenco-Tänzerin in den Credits gelistet ist. Dies erklärt sich wohl damit, dass „Blue Horse Opera“ zuerst live auf der Bühne performt wurde.
Obwohl die Beteiligten aus Kanada stammen – Maddocks ist in seiner Jugend von Wales nach Ontario übergesiedelt – erinnert die Musik weniger an die Schneelandschaften, wie sie in Sergio Corbuccis „Leichen pflastern seinen Weg“ gezeigt werden, sondern tatsächlich an den Süden Nordamerikas. Mehrere Songs spiegeln mit staubigen Gitarren („Las Arenas“, „If A Coward Says He Loves You“) eher die Wüstensatmosphäre der Dollar-Trilogie von Sergio Leone wider. An die mexikanische Grenze versetzt das in Spanisch gesungene „El Molino“. Mit Trompete und Percussion lädt Maddocks bei „Don Esteban And His Bastard Daughter“ auf eine Fiesta ein. In Richtung Tejano ein geht ebenfalls „Black Sand Rumba“.
Die vertonte Pferdoper wartet mit komplex arrangierten Stücken auf, die sich durch ein Konglomerat verschiedener Musikrichtungen von Klassik bis Tejano auszeichnet. Wenn kein Italo-Western auf dem Bildschirm läuft, kann man sich von „Blue Horse Opera“ in einen hineinversetzen lassen. Wer nicht das Sitzfleisch für eine Oper hat, dem seien die Americana-Songs „Blue Horses“, „Stand Still, Pretender“ und „Guilty Party“ zum Reinhören anempfohlen.
Eigenproduktion (2025)
Stil: Americana, Tejano and more
Tracks:
01. Imperial Suite
02. Blur Horses
03. Silver
04. South Of Circumstance
05. Miner
06. Las Arenas
07. Stand Still, Pretender
08. El Molino
09. La Raya
10. Don Esteban And His Bastard Daughter
11. Silver Again
12. Guilty Party
13. Caballos Azules
14. Black Sand Rumba
15. The Hearing
16. World Upside Down
17. If A Coward Says He Loves You
Blut ist bekanntlich dicker als Wasser und so gibt es einige langlebige Bands, die im Kern aus Verwandten bestehen. Bei The Bros. Landreth sind es die Gebrüder Dave und Joey Landreth. Mit im Boot sitzt zurzeit Schlagzeuger Roman Clarke, der zusammen mit den beiden Brüdern alle Songs auf „Dog Ear“ geschrieben hat. Bei der ersten Single „I’ll Drive“ war zudem noch Jonathan Singleton als Autor beteiligt.
The Bros. Landreth sind seit einem Dutzend Jahren aktiv. Sie stammen aus Winnipeg, das im kanadischen Bundesstaat Manitoba liegt, und heimsten bereits zwei JUNO-Awards ein. Bonnie Riatt coverte einen ihrer frühen Songs und gewann für die Performance einen Grammy. Riatt war anfänglich eine musikalische Inspirationsquelle für das Landreth-Duo. Mittlerweile wird sie von ihm als Mentorin gesehen, zu der eine freundschaftliche Beziehung besteht. Die Verbindung zeigt sich auch daran, dass Riatt bei zwei Tracks des neuen Albums mitwirkt. Bei „Knuckles“ ist sie Duett-Partnerin, auf „Half Moon Eyes“ hört man sie im Background. Mit Begonia holen sich The Bros. Landreth für „Strange Dear“ ebenfalls prominente Unterstützung für den Harmoniegesang.
Insgesamt lässt sich „Dog Ear“ ähnlich charakterisieren, wie Daniel es mit dem dem vorangegangenen Album „Come Moring” (2022) getan hat. Es liefert größtenteils textlich nachdenklichen, musikalisch unaufgeregten, melodiösen Americana. Der ist mal folkig gehalten („Sunrise, Sunset“), mal passiert etwas mehr im Hintergrund („Let Me Down Easy“). Bei einzelnen Track schwingt etwas von Jackson Browne mit („Vincent“).
Den dramatischen Höhepunkt des Albums stellt „Tumbling Wild“ dar. Hier wird der E-Gtarre etwas mehr Raum gegeben. Die elektrischen Gitarrenparts geben auch „Wide Awake And Dreaming“ sowie dem bereits erwähnten „Half Moon Eyes“ Energie, die dem Longplayer, der sich in Gänze vorwiegend im balladesken Bereich bewegt, zugutekommt.
Aufgrund von familiären Umständen ist das gemeinsame Projekt der Geschwister zeitweise ins Stocken geraten. Nachdem die beiden Brüder sich wieder in einen gemeinsamen Arbeitsrhythmus einfanden, flutschte das Songwriting. Obwohl Dave sagt, dass das Songwriting normalerweise eine anstrengende Sache ist, hatten sie für „Dog Ear“ letztendlich mehr Songs zusammen, als schließlich den Weg auf den Longplayer gefunden haben. Früher mussten sie quasi das Material veröffentlichen, das da war. Nun waren The Bros. Landreth in der komfortablen Lagen, eine Auswahl zu treffen.
Dave Landreth beurteilt die Songs des vierten Albums der Gebrüder als pretty good. Der Einschätzung kann hier uneingeschränkt gefolgt werden. „Dog Ear“ ist vielleicht nicht ein aufwühlender, Musikgeschichte schreibender Wurf, aber allemal ein guter Begleiter für ruhigere Stunden.
Im Februar treten The Bros. Landreth an verschiedenen Orten in Deutschland auf, u. a. am 25. im Kölner Luxor.
Birthday Cake Records – Cargo (2025)
Stil: Americana
Tracks:
01. Sunrise, Sunset
02. I’ll Drive
03. Half Of Me
04. Vincent
05. Half Moon Eyes
06. Tumbling Wild
07. Dog Ear
08. Knuckles (feat. Bonnie Riatt)
09. Let Me Down Easy
10. Wide Awake And Dreaming
11. Strange Dear
Americana muss nicht unbedingt aus Amerika stammen, wie auch das belgische Sextett Lucky Came To Town beweist. Wer sich in Europa dieser Musikrichtung verschreibt, heimst sowieso schon mal Sympathiepunkte ein. Die Bandgründung geht auf das Jahr 2015 zurück. Nach einzelnen mehr oder weniger offiziellen EPs und Live-Mitschnitten erscheint nun der erste Longplayer mit zehn Eigenkompositionen. „The River Knows My Name“ bietet handgemachte Musik, die sich durch ihre Gradlinigkeit wohltuend von neueren Strömungen im Genre abhebt.
Lucky Came To Town setzt auf klare Songstrukturen und eingängige Melodien, die an keiner Stelle langweilig werden. Songwriter und Frontmann Kim Van Weyenbergh wird von seiner Frau Annemie Moons am Mikro begleitet. Die beiden Stimmen harmonieren bestens, besonders eindrucksvoll beim Opener „Ain’t No Blues“ oder später bei „Even Now“.
Auf „Hands On The Wheel“ steuert Lead-Gitarrist Wouter Grauwels ein gelungenes Solo bei. Das kraftvolle Stück geht in Richtung Celtic-Folkrock. Bei einem der Highlights der CD hat auch Dimitri Laes an den Keys seinen Part. Laes glänzt durchweg an den Tasten – so auch auf „Come Dance“. Der schunkelige Song erinnert an einzelnen Stellen an Steve Earle. Dirk Lekenne (Slide Guitar) und Katrien Bos (Fiddle) verstärken die Band dort als Gastmusiker.
Weiterhin sorgt die Gastgeigerin für den richtigen Country-Flair, den „Going Back“ verströmt. Die Rhythmus-Section mit Joost Buttiens (Bass) und Bart Steeno (Drums) leisten ebenfalls ganze Arbeit. Sie gibt langsameren Tracks wie „Oh, Loretta“ Schwung und überzeugt, wenn es wie bei „Soulfire“ in den Uptempo-Bereich geht.
Eine wunderbarer Beitrag ist „Lone Wolf”, der auch aus Warren Zevons Feder stammen könnte. „Coal Blues“ erzeugt eine dunklere Stimmung. Atmosphäre bekommt das Stück durch die eingestreuten Klavier- und Gitarrenpassagen sowie den mehrstimmigen Gesang. Der Song steht denen von Bruce Springsteen, wie er sie für „The Ghost Of Tom Joad“ oder „Devils And Dust“ geschrieben hat, in nichts nach. Zum Abschluss gibt es dann einen rockigeren Track. „New York City Lights“ punktet vor allem mit einem ins Ohr gehenden Refrain.
Die angeführten Referenzen lassen schon erahnen, dass das Gesamturteil sehr positiv ausfällt. Das Album bietet geerdeten Americana in unterschiedlichen Spielarten. Es ist abwechslungsreich und hat keine Ausfälle zu verzeichnen. Die CD hält darüber hinaus eine beachtliche Anzahl von sehr hörenswerten Titeln bereit, die eine uneingeschränkte Kaufempfehlung rechtfertigen.
Gut Ding will Weile haben. Zehn Jahre nach ihrer Gründung veröffentlicht Lucky Came To Town ihren ersten Longplayer. Die Band hatte also genügend Zeit, ihre Hausaufgaben zu machen. Sie bekommt für „The River Knows My Name“ einen Eintrag mit Sternchen.
Eigenproduktion (2025)
Stil: Americana
Tracks:
01. Ain’t No Blues
02. Come Dance
03. Oh, Loretta
04. Hands on the Wheel
05. Lone Wolf
06. Going Back
07. Soulfire
08. Even Now
09. Coal Blues
10. New York City Nights
Flossen auf der letzten Veröffentlichung „Crank It, We’re Doomed” (2023) viele Stilrichtungen ein, verfolgt Todd Snider mit „High, Lonesome And Then Some“ ein Konzept, das sich deutlich am Blues orientiert und sich mit totaler Verlangsamung recht gut beschreiben lässt.
Während sich nach Aussage von Snider der Vorgänger thematisch um einen Mann drehte, der den Verstand verliert, zeigen die Texte nun einen Mann, der auf Situationen seines Lebens zurückblickt und versucht, nicht gegangene Wege vielleicht doch noch einzuschlagen. Hört sich nach jemanden in der Midlifecrisis an? Snider umgeht pathetische Floskeln durch seine scharfe Selbstbeobachtung und eine distanzierte Reflexion. Die in den Texten thematisierten Lebenskrisen werden – zumindest teilweise – mit Humor getragen. Dieser schlägt auch bei seiner Bearbeitung eines Stücks von Don Covay durch. Mit einem selbstkritischen Augenzwinkern werden in „Older Women“ eher ernüchternde Erfahrungen mit jüngeren Frauen geschildert.
Allerdings singt Snider öfter über verstorbene Freunde als über Frauen, wie er in einem Interview sagt. Seine musikalischen Vorbilder wie Kris Kristofferson, Guy Clark, John Prine oder Jerry Jeff Walker sind mittlerweile von uns gegangen. Snider setzt die dort angelegten Traditionslinien fort und bereitet die Übergabe des Staffelstabs an die nächste Generation vor, indem er beispielsweise Sierra Ferrell oder Hayes Carll unterstützt.
Beim Opener „The Human Condition (Dancing Like I Don’t Know How)“ sinniert Snider über die Natur des Menschen und dessen eingeschränkte Erkenntnisfähigkeiten. Snider tut das mit minimalistischer Begleitung. Beim folgenden „Unforgivable (Worst Story Ever Told)“ verfährt er ähnlich. Hier sind die Backgroundsängerinnen auffällig, die Snider nahezu durchgängig einsetzt. Erica Blinn und Brooke Gronemeyer milden bei mehreren Songs deren Sperrigkeit etwas ab und geben den Stücken mehr Harmonien mit. So gewinnt auch der eingängigste Track „While We Still Have A Chance“ durch die Sängerinnen. Den folgerichtig als erste Single vorab ausgekoppelten Song schrieb Snider zusammen mit Chris Robinson (Chris Robinson Brotherhood, The Black Crowes).
Typisch für Sniders Alben sind eingestreute Songs, die er mit Sprechgesang vorträgt. Auch diesmal findet sich ein entsprechender Titel („One, Four Five Blues“). Ansonsten brummt der Singer/Songwriter mal mehr und mal weniger ins Mikro. Dies ist natürlich auch dem Albumkonzept geschuldet. Ab „It’s Hard To Be Happy (Why Is For Redneck?)“, gefolgt von „Stoner Yodel #2 (Raelyn Nelson)”, dem bereits erwähnten „Older Women” und dem Titelstück bis hin zum abschließenden „The Temptation To Exist“ gelingt es dem Longplayer, einen gewissen Groove zu entwickeln.
Nach Anlaufschwierigkeiten steigert sich die zweite Hälfte von „High, Lonesome And Then Some”. Dennoch erscheint der Longplayer zwischen Americana und Blues insgesamt etwas schwerfällig. Dies liegt nicht an den introspektiven Texten, die Todd Sniders gewohnte Qualitäten zeigen, sondern an der entschleunigten musikalischen Umsetzung. „High, Lonesome, Then Some” ist ein Konzeptalbum, das es den Hörenden nicht ganz leicht macht.
Lightning Rod Records – Thirty Tigers (2025)
Stil: Americana, Blues
Tracks:
01. The Human Condition (Dancing Like I Don’t Know How)
02. Unforgivable (Worst Story Ever Told
03. While We Still Have A Chance
04. One, Four Five Blues
05. It’s Hard To Be Happy (Why Is For Redneck?)
06. Stoner Yodel #2 (Raelyn Nelson)
07. Older Women
08. High, Lonesome And Then Some
09. The Temptation To Exist
2025 haben sich einige Grandes Dames der amerikanischen Songwriterinnen-Gilde mit neuen Werken zu Wort gemeldet. Amanda Shires reiht sich nun mit ihrem achten Soloalbum „Nobody’s Girl“ in die Liste ein.
Auf ihrem letzten Longplayer „Take It Like A Man“ (2022) begeisterte mich vor allem „Hawk For The Dove“ für das der Terminus Southern Gothic herangezogen wurde. Auf der neuen Scheibe finden sich keine so expressiven Geigenintermezzi wie auf diesem Stück. Lediglich bei „Can’t Hold Your Breath“ klingen solche Violinen-Parts an. Einen dunklen Gothic-Touch entwickelt „Lose It For A While“ in der zweiten Hälfte nach einem erstklassigen akustischen Einstieg. Das fünfminütige Opus ist einer der Songs, in die man hineingezogen wird. Dies gelingt auch bei Titeln wie „Living“ oder „Lately“, bei denen Shires eine besondere Zerbrechlichkeit in ihre Stimme legt. Hier wird eine übermäßige Süße vermieden, während an manch anderen Stellen einzelne Beiträge eher zahm wirken („A Way It Goes“, „Streetlights And Stars“).
Die Kombination von minimalistisch oder opulent instrumentierten Passagen zeichnen Titel wie „Not Feel Anything“ aus. Dass bei Shires die Violine eine zentrale Rolle spielt, ist selbstverständlich, aber auch das Klavier ist auf einigen Stücken präsent. Auf „Friend Zone“ ergänzen sich beide Instrumente quasi gleichberechtig.
Neben einigen gefühlvollen Balladen gefallen mir die Stücke, bei denen Shires die Zügel loslässt, am besten. Dazu gehört vor allem „Piece Of Mind“. Hier blitzt eine rockige Facette auf, die ihr sehr gut steht. Mittig auf dem Longplayer platziert, rüttelt sie die Hörenden gehörig auf. Darüber hinaus findet sich mit „Strange Dreams“ noch eine weitere Uptempo-Nummer, die zwar nicht die Kraft wie das zuvor genannte Stück entfaltet, dennoch die Dynamik des Albums belebt.
Seit Shires mit zehn Jahren eine Geige von ihrem Vater geschenkt bekam, die er in einem Pfandhaus erwarb, ist sie der Musik verfallen. Als sie Bobbie Nelson auf der Bühne sah, erkannte sie, dass auch Frauen im Musikbusiness ihren Weg gehen können. Vor ihrem aktuellen Album veröffentlichte sie „Loving You“ (2023) mit der Schwester von Willie Nelson und erfüllte sich so einen lang gehegten Wunsch. Neben ihrer Solo-Karriere war sie mit The Highwomen erfolgreich und gewann als Bandmitglied von The 400 Unit einen Grammy mit Jason Isbells „The Nashville Sound“.
2013 schloss sie eine Ehe mit Isbell, die in diesem Jahr nach längeren rechtlichen Auseinandersetzungen geschieden wurde. Dass es in der Beziehung kriselte konnte man schon auf ihrem siebten Album zwischen den Zeilen heraushören. „Nobody’s Girl“ ist deutlich von dieser Lebensphase geprägt, auch wenn Shires betont, dass sie keine Scheidungs-Platte aufnehmen wollte. So feiern die Texte nicht eine vermeintlich zurückgewonnene Freiheit, sondern werfen einen Blick zurück und einen Blick in die Zukunft. Veränderungen der Lebensumstände erfordern eine Neuorientierung, die Kraft kostet und erfordert. Diese Kraft beschwört Shires in ihren Texten.
Musikalisch knüpft „Nobody’s Girl“ an die bisherigen Werke von Amanda Shires an. Gefühlvolle Balladen, die diesmal deutlich mit dem Wechsel reduzierter und voller Instrumentierung spielen, prägen das Album. Einzelne Titel, die dunkler ausfallen, sowie der Ausflug in rockige Gefilde, stechen dabei heraus. Gerade mit diesen Songs habt sie sich von anderen Songwriterinnen und Sängerinnen im Americana-Bereich ab.
ATO Records/PIAS – Rough Trade (2025) Stil: Americana
Tracks: 01. Intro – Invocation 02. A Way It Goes 03. Maybe I 04. The Details 05. Living 06. Lose It For A While 07. Piece Of Mind 08. Streetlights And Stars 09. Lately 10. Friend Zone 11. Strange Dreams 12. Can’t Hold Your Breath 13. Not Feeling Anything
Josh Ritter bringt seit über fünfundzwanzig Jahren Musik heraus. Bislang hatte ich zwei Berührungspunkte mit seinem Output: Das starke Album „Fever Breaks“ (2019), das in Kollaboration mit Jason Isbell & The 400 Unit entstand, sowie das enttäuschende „Spectral Lines“ (2023). Der neue Longplayer „I Believe In You, My Honeydew“ reicht zwar nicht an die Scheibe aus dem Jahr 2019 heran, überflügelt aber „Spectral Lines“ um Längen.
Der Opener „You Won’t Dig My Grave“ hätte gut auf „Fever Breaks“ gepasst. Der Chor mit seinem Gospel-Einschlag gibt dem starke Stück eine besondere Atmosphäre, die den Textinhalt – eine selbstbewusste Abrechnung mit Widersachern – nochmal unterstützt. Unter der Leitung von David Coleman liefern die Background-Sänger*innen Nicole Herring, Crystal Dixon und George Furtado bei anderen Tracks („Noah’s Children“, „Wild Ways“) gleichfalls eine hervorragende Leistung ab.
Sie begleiten ebenso „Kudzu Vines“. Der Song ist durch den Wechsel von solo-vokalen Passagen und kräftigem Schlagzeug mit härteren Gitarrenriffs geprägt. Das Gitarrensolo gegen Ende des Titels setzt diesem nochmal ein Sahnehäubchen auf. Dieser Beitrag, der auf meiner Bestenliste der diesjährigen Veröffentlichungen steht, rechtfertigt zusammen mit dem Opener schon den Kauf des Albums.
Darüber hinaus bietet der Longplayer aber noch weitere Stücke, die lohnenswert sind. Dabei beweist Ritter ein variantenreiches Songwriting sowie abwechslungsreiche Arrangements. Seine Songs changieren irgendwo zwischen denen von Todd Snider, Hayes Carll oder Will Varley. Bei dem ausschließlich mit akustischer Gitarre performten „Truth Is A Dimension (Both Invisible And Blinding)“ bewegt sich Ritter ganz in der Tradition der Folksinger. Sehr stimmungsvoll ist auch „Thunderbird“ mit einer dezenten, aber feinen Instrumentalisierung.
Expressiver wirkt hingegen „Honeydew (No Light)“, bei dem Ritter auf dominante Percussion setzt. Der Song ist nicht so mein Fall. Mit „Wild Ways“ hatte ich meine Anlaufschwierigkeiten. Der zunächst sehr gleichförmig erscheinende Track gewinnt bei mehrmaligen Hören und enthält einige Spannungskurven, sodass er ebenfalls auf der Habenseite zu verbuchen ist wie der Country-Walz „The Wreckage Of One Vision Of You“.
Josh Ritter erweist sich auf „I Believe In You, My Honeydew“ als versierter Songwriter, der zu einem erdigeren Sound zurückfindet. Zwei hervorstechende Songs, mehrheitlich überzeugende Beiträge und nur einzelne Tracks, die mich nicht so ansprechen, führen insgesamt zu einer deutlich positiven Bilanz. Mit dem Album setzt sich der Mann aus Idaho wieder auf die Liste der Musiker, die zukünftig im Auge zu behalten sind.
Phytheas Recordings – Thirty Tigers/Membran (2025) Stil: Americana
Tracks: 01. You Won’t Dig My Grave 02. Honeydew (No Light) 03. Truth Is A Dimension (Both Invisible And Blinding) 04. Noah’s Children 05. Wild Ways 06. Thunderbird 07. Kudzu Vines 08. I’m Listening 09. The Wreckage Of One Vision Of You 10. The Throne
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