Molly Hatchet – Support: Losing Gravity – 03.12.2023, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Wenn eine der früher meist verehrtesten Southern Rock-Bands  nach Jahren hier bei uns im Westen und dann auch noch in einem unserer Stammclubs gastiert, ist es natürlich selbst an einem Sonntag Abend, wo danach montags in der Früh der Wecker unbarmherzig zur anstehenden Arbeitswoche klingelt, Pflicht, mit unserem Magazin Präsenz zu zeigen.

Molly Hatchet hatte sich nach einigen eher mäßigen Auftritten in der Vergangenheit im Musiktheater Piano angesagt und es gab eine ausverkaufte Hütte. Mittlerweile mit neuem Sänger, einem neuen Song („Firing Line“) und einem folgenden Album (aufgenommen in den berühmten Abbey Road Studios in London), gab es Grund genug, dem Gig optimistisch entgegen zu sehen.

Apropos Wecker: Die Ankündigung einer Vorband hatte meinem ersten Enthusiasmus erstmal einen Dämpfer verpasst, in der Regel verlängert das meistens nur den Abend und äußerst selten kommt was Lohnenswertes dabei rum. Aber halt, als die deutsche Truppe Losing Gravity mit ihrem texanischen (wie ich später erfuhr) Sänger Chase Wilborn (ich wunderte mich direkt über einen so guten englischen Gesang von einem vermeintlich deutschen Fronter…) schön rockig loslegte, war ich sehr positiv überrascht.

Die jungen Burschen präsentierten mit u. a. „If You Ever Needed“, „Another Day“, Get Loose“, „Long Road“ und „Foundations“ Stücke aus ihren beiden bisherigen Alben, die ein wenig in Richtung, von Bon Jovi (Wilborns Stimme erinnerte mich stark an die von Jon Bon Jovi), Mr. Big, Bryan Adams, etc. gingen. Melodische Rock-Sachen, die einem ja auch als Southern-Fan nicht unbekannt sind. Das kam alles sehr selbstbewusst, erfrischend und sehr sympathisch rüber, es wurde mit dem Publikum interagiert, was dann am Ende auch insgesamt gut ankam und in viel Applaus über die knapp 45 Minuten Spielzeit münzte. Ein guter Auftritt, ohne dass es einem natürlich den Boden unter den Füßen wegzog.

Wie oben bereits erwähnt, sah es so aus, als wenn Bobby Ingram die Wende zum Positiven wieder einläuten würde, neuer Sänger, neues Single, neues Album mit neuen Stücken, das klang doch erstmal alles gut. Allerdings deutete der Haus-und Hof-Tontechniker des Pianos schon vor dem Konzert an, dass Molly Hatchet wieder ihren eigenen Abmischer dabei hätten und dass es sehr laut werden würde, mir schwante Böses…

Und in der Tat gab es wieder den gleichen überlauten Soundbrei, dass es sogar selbst für mich ganz vorne, zunächst schwierig war, die Songs zu identifizieren, da die Stimme von Parker Lee kaum durchdrang und die Pausenmusik scheinbar auch noch im Hintergrund mitlief und nicht eliminiert worden war. Die Keys von John Galvin waren so gut wie garnicht zu hören und wenn, dann nur bei zwei Intros (ohne, dass die Restinstrumente dabei waren). Ich hoffe für die zahlreichen Besucher, dass es nach hinten zumindest nicht ganz so schlimm war. Die gingen allerdings wieder recht gut mit.

Es besserte sich dann erst etwas nach dem Schlagzeugsolo von Shawn Beamer, ab da kam der Gesang vom jungen Fronter Parker Lee, der allerdings sehr motiviert und überdreht inmitten des Altherren-Ensemble wirkte, etwas besser durch. Fairer Weise muss man sagen, dass Bobby Ingram, der mich vor „Beatin‘ The Odds“ per Handschlag begrüßte und sich für unser Kommen kurz bedankte, immer noch ein klasse Gitarrist ist und viele quirlige Soli abfeuerte, zum Teil auch die southern-typischen Twin-Elemente alleine simulierte.

Zu den Highlights zählte sicherlich „Fall Of The Peacemakers“, das mit seiner Mahnung „Stop The Madness“, angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt, aktueller denn je wirkt. Zur Zugabe hätte ich mir zwar die neue Single „Firing Line“ gewünscht (stand als Option auf der Setlist), es wurde dann aber die zweite, auch sicherlich nicht schlechte Variante mit „Flirtin‘ With Disaster“ als Rausschmeißer gewählt. 

Eigentlich ist es ganz einfach: Mal für einen etwas leiseren und dafür transparenteren Sound sorgen, und dann könnte bei Molly Hatchet mit der neuen Scheibe im Rücken, vieles wieder in die richtige Richtung laufen.

So begibt man sich am Ende – nochmal die eigens miterlebten grandiosen Gigs von Molly Hatchet in der Essener Grugahalle (1983 damals zusammen mit den Outlaws) und auch den überragenden Auftritt 1996 auf der Lorelei (zusammen mit u. a. Nine Below Zero, The Band und Lynyrd Skynyrd) unter Ingramscher Regentschaft Revue passieren lassend, angesichts der aktuellen Leistungen, dann doch wieder ein wenig wehmütig auf den Heimweg.

Line-up Losing Gravity:
Chase Wilborn  (electric guitar, lead vocals)
Flo Hain  (electric guitar, vocals)
Lucas Urner (keys)
Max Friedrich (drums, vocals)
Lars Palenzatis (bass, vocals)

Line-up Molly Hatchet:
Bobby Ingram (electric guitar, vocals)
Parker Lee (lead vocals, harp)
John Galvin (keys, vocals)
Shawn Beamer (drums)
Tim Lindsey (bass, vocals)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Musiktheater Piano, Dortmund

Blood Brothers – Support: Adam Giles Levy – 29.10.2023 – Musiktheater Piano, Dortmund

Mit den Blood Brothers kommt geballte Blues-Power an einem Sonntag Abend ins Musiktheater Piano. Hinter den Blutsbrüdern verstecken sich Mike Zito und Albert Castiglia, die in den letzten Jahren einiges an Bluesawards abgeräumt haben. Umso erstaunlicher ist es, dass der Saal des Piano doch einige Lücken im Zuschauerraum aufweist.

Als Suport verkürzt der junge Engländer Adam Giles Levy den Besuchern die Wartezeit, wo er in einem etwa 30 minütigen Auftritt solo, mit akustischer Gitarre, Stücke seines aktuellen Albums „Wake Of Disarray“ präsentiert. Mit seinen Songs, die auch einen keltischen Einschlag haben und seinem oft filigranen Gitarrenspiel, kann er Pluspunkte auch bei den Blues-Fans machen.

Gegen 20:30 Uhr betreten dann die Blood Brothers mit ihrer Band die Bühne, über der auf dem hinteren Podium zwei Drum-Sets thronen. Was fehlte, ist ein Keyboard, wie im Studio und auf dem Live-Album eingesetzt, was aber keine qualitativen Einschränkungen auf die Musik haben sollte.

Im Laufe des Konzerts spielen die Blood Bothers fast das komplette, in diesem Jahr herausgebrachte, selbst betitelte Album durch. Zudem komplettieren jeweils zwei ältere Songs von Zito („Gone To Texas“) und Castiglia („Let The Big Dog Eat“) sowie die Coverversionen „Tell The Truth“ von Derek And The Dominos und Neil Youngs „Keep On Rocking In An Free World“ die Setlist für ein über 100 minütiges Konzert.

Stark ist, wie Zito und Castiglia mit ihren unterschiedlichen Stimmen in den Songs immer wieder Akzente setzten oder im gemeinsam Harmoniegesang brillierten. Auf der Bühne kommunizieren sie auch über ihre Gitarren miteinander, sodass der Eine dem Anderen auf ein gespieltes Solo oder auch eine Gesangspassage scheinbar mit einem eigenen Gitarren-Solo antwortete.

Mit ihren beiden Drummern Matthew R. Johnson, Ephraim Lowell sowie Bassist Douglas Byrkit haben die beiden eine Rhythmussektion, die für den passenden Druck, im meist harten, dynamischen Blues sorgt.

In „Hill Country Jam“ haben die Drei dann ihren großen Auftritt, als Castiglia und Zito sich neben der Bühne eine Pause gönnen. Beginnend mit einem Bass-Solo von Byrkit unter dezenter Begleitung der beiden Drummer, endet die jammende Passage dann in einem doppelten Drumsolo, wo beide im ständigen Kontakt miteinander zu stehen scheinen und zeigen, dass es neben Harmoniegesang auch Harmoniedrums gibt.

Der krönende Punkt auf ein Konzert, in dem Zito und Castiglia die Fans mit überwiegend eigenen starken Nummern begeistern, ist dann die Zugabe, die nicht jeder spielen darf. Neil Young untersagte zu Recht einem Donald Trump „Keep On Rocking In A Free World“ zu missbrauchen und bei Wahlveranstaltungen aufzuführen.

Den Blutsbrüdern galang zum Abschluss eines tollen Konzertabends eine krachende Version des Klassikers, bei der Young sich vermutlich auch die Hände gerieben hätte, wie sich Zito und Castiglia brachiale Soli regelrecht um die Ohren schmissen und gefühlt das Crazy Horse auf die Bühne holten.

Nach dem Abend bleibt eigentlich zu hoffen, dass es sich bei den Blood Brothers nicht nur um ein kurzes Projekt handelt und sich eine Fortsetzung findet, da sich die Qualität der Beiden in der Zusammenarbeit potenziert. An dem Abend haben sie bewiesen, dass zwei Fronter sich auf der Bühne miteinander verstehen und
bereichern können – Blutsbrüder eben!

Line-up:
Mike Zito: Vocals/Guitars
Albert Castiglia: Vocals/Guitars
Douglas Byrkit: Bass
Matthew R. Johnson: Drums/Percussion
Ephraim Lowell: Drums/Percussion

Text und Bilder: Gernot Mangold

Blood Brothers
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Musiktheater Piano
3dog-Entertainment

Henrik Freischlader – 11.10.2023 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Mit dem 2022 erschienenen Album „Recorded By Martin Meinschäfer II“ kehrte Henrik Freischlader wieder zurück zum rauheren rockigen Blues und spielte erst kürlich ein Livealbum „Studio Live Sessions“ als Quartett ein. Schon beim instrumentalen Intro wird deutlich, dass Freischlader und seine Band wieder beim schnörkellosen Blues angekommen sind. Dass Freischlader zur Spitze der Bluesmusiker in Deutschland gehört, beweist er eindrucksvoll beim etwa 120 minütigen Konzert im gut gefüllten Musiktheater Piano.

So ist es wenig überraschend, dass von Beginn an eine super Stimmung herrscht, die sichtbar von den Musikern aufgesogen wird. Dies macht sich auch bei den Ansagen zu den Stücken bemerkbar, wo Freischlader über die Entstehung von Songs redet, z. B., dass ein Beziehungsende die Grundlage für „Disappointed Woman“ war. Ansonsten lässt er seine Gitarren reden, flechtet starke Soli in die Stückes ein und lässt seinen Musikern in einigen jammenden Phasen auch genug Spielraum, ihre Klasse zu offerieren.

Neben Freischlader ist Keyboarder Moritz Furhop auf dem unteren Teil der Bühne platziert und zeigt bei einigen Soli seine Klasse. Stark, wie er sich bei mehreren Songs, mit Freischlader die Noten wechselweise zuspielt, ansonsten aber für einen vollen Sound mit seiner Hammond Orgel sorgt.

Im hinteren, erhöhten Teil der Bühne steht die Rhythmusfraktion mit Armin Alic am Bass und Hardy Fischötter an den Drums, die gewissermaßen die beiden anderen durch ihren vorgebenden Takt vorantreiben. Bei einem Solopart, den zunächst Alic und Fischötter gemeinsam beginnen, können Freischlader und Furhop neben der Bühne ein paar Minuten Pause machen, später gesellt sich auch Alic dazu, als Fischötter alleine den Saal zum Mitklatschen bringt.

Auch die neuen Tracks wie „Free“, das direkt nach dem Intro gespielt wird und „The Question“ kommen beim Publikum sehr gut an, wobei Freischlader aber auch einiges aus älteren Zeiten spielt, wie das bereits angeführte „Disappointed Woman“ oder die Zugabe „Bad Dreams“.

Knapp zwei Stunden vergehen so wie im Fluge und Freischlader hat seinen Fans das gegeben, was sie haben wollten; einen Klasse Blues-Abend, an dem auch Markuz Wallach seinen Anteil hatte, der in einem etwa 30 minütigen Support mit Akustikgitarre, Mundharmonika und Loopstation verdientermaßen weitaus mehr als einen höflichen Applaus einheimste.

Wer Henrik Freischlader in Dortmund nicht sehen konnte, kann ihn am 04.11. im Rahmen der Leverkusener Jazztage mit Beth Hart nochmals bewundern.

Line-up:
Henrik Freischlader– lead vocals, guitars
Moritz Furhop– hammond organ
Armin Alic – bass
Hardy Fischötter – drums

Text & Bilder: Gernot Mangold

Henrik Freischlader
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Musiktheater Piano

Arena – 08.10.2023 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Im Rahmen einer kurzen Europatour spielt die britische Prog Rock Band ihr einziges Deutschlandkonzert im Dortmunder Musiktheater Piano. Die Setlist des Konzertes umfasst Songs vom ersten Album, das 28 Jahre zurückliegt, bis zum aktuellen Werk „The Theorie Of Molecular Inheritance“. Vom ersten Song „Time Capsule“ an gehen die Fans im gut gefüllten Musiktheater begeistert mit. Im Rhytmus der Musik mitklatschen, Refrains mitsingen und im Takt der Songs mitwippen, ist angesagt.

Das Konzept der Stücke ist wie in der Vergangenheit progressiv mit Klangteppichen, wobei insbesondere durch die neuen Songs auch Elemente des Metal hinzugekommen sind. Dies mag auch Damian Wilson liegen, der erst seit 2020 dabei ist, der gestenreich die Stimmung der Songs untermalt und oft den Kontakt zu den Fans herstellt.

In eher instrumentalen Passagen hält er sich im Hintergrund oder ölt neben der Bühne seine Stimme und überlässt John Mitchel an der Gitarre und Bassist Kylan Amos das Zentrum der Stage. Gerade Mitchel kann mit einigen langen aber variablen Soli begeistern.

Drummer Mick Pointer und Keyboarder Clive Nolan, die beiden einzig verbliebenen Gründungsmiglieder, wobei der seit 1997 mitspieldende Mitchel auch schon zum Inventar gehört, stehen erhöht auf dem Podest in der zweiten Rheihe der Bühne. Dabei bringt insbesondere Nolan an den Keyboards athmpsphärische progressive Elemente in den oft harten und gut abgemischten Sound, während Pointer an den Drums ganz unaufgeregt den Takt vorgibt.

Mit „Crying For Help VII“ endet nach etwa zwei Stunden ein Konzert, bei dem Arena jederzeit für eine ausgesprochen gute Stimmung im Piano gesorgt hat, und das Publikum noch mehrere Male den Refrain singt, während die Musiker schon am Rand der Bühne stehen. Sänger Damion Wilson, der auch bei einem Song durchs Publikum ging, begibt sich direkt an den Ausgang der Kneipe des Piano, um sich mit Handschlag persönlich von den Fans zu verabschieden, was eine enorme Fannähe zeigt, aber auch zum Ausdruck bringt, wie das Publikum an dem Abend auf die Band gewirkt hat.

Ein Dank geht an Wolfgang Stolt von Impuls Promotion für die problemlose Akkreditierung und den netten Empfang, der es mit Sicherheit nicht bereut hat, mit Arena ins Dortmunder Musiktheater Piano zu gehen, das einen ansprechenden Rahmen für das Konzert zur Verfügung gestellt hat.

Line-up:
Damian Wilson – vocals
John Mitchel – guitars
Clive Nolan – Keyboards
Kylan Amos – bass
Mick Pointer – drums

Text & Bilder: Gernot Mangold

Arena
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Musiktheater Piano
Impuls Promotion

Marc Broussard – Support: Ivy Gold – 24.09.2023, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Den Abend im ansehnlich gefüllten Musiktheater Piano beginnen Ivy Gold in kleiner Besetzung. Sängerin Manou und Sebastian Eder präsentieren akustische Versionen von Songs des aktuellen Albums „Broken Silence“, welches mit Tal Bergman an den Drums, Kevin Moore am Bass und Anders Olinder an den Keyboards eingespielt wurde. Mit ihrem knapp 30-minütigen Auftritt verkürzen sie die Wartezeit auf Marc Broussard und heimsen dafür verdienten Applaus nach den Songs ein. Gespannt darf man sein, wenn die Stücke in ihrer Komplexität mit kompletter Band gespielt werden.

Eine kurze Umbaupause genügt und kurz nach 20:00 Uhr betritt die Band von Marc Broussard die Bühne und legt erst einmal ohne den Boss ein kurzes Intro vor. Auf diesem musikalisch ausgerollten Teppich kommt dann auch der aus Louisiana stammende Broussard hinzu und steigt direkt zunächst nur als Sänger mit ein. Später unterstützt er Bobby Schneck jr. als zusätzlicher Gitarrist, was den Songs noch mehr Druck verleiht. Es entsteht direkt ein Flair im Piano, dass man sich in den Süden der Staaten versetzt fühlt. Die Songs lassen Soul, Blues und Rock miteinander verschmelzen und der charismatische Broussard begeistert mit seiner ausdrucksstarken voluminösen Stimme.

Neben eigenen Stücken wie „Paradis“, „The Wanderer“, „Wanna Give You The World“, „Fire“ und Home“ streut er mit seiner Band auch einige starke Coverversionen wie „Baton Rouge“ (Frankie Miller), „I´d Rather Drink Muddy Water“ (Johnnie Taylor) und „Love and Happiness“ (Al Green) in das er noch „Papa Was a Rollin‘ Stone“ einbaut.

Begleitet wird er dabei von einer starken Combo, wo der junge Lead Gitarrist Bobby Schneck jr, auf der rechten Seite der Bühne, sich mit einigen starken Soli in den Vordergrund spielen kann und darf. Einigen der Stammgästen wird er noch bekannt sein, als zweiter Gitarrist bei Devon Allmans Auftritt im Piano vor etwa sechs Jahren.

Auf der anderen Seite der Bühne sorgt Jason Parfait an den Keyboard auch mit einigen Soli für einen vollen, sehr gut abgemischten Sound. Nebenbei setzt er in vielen Songs Akzente mit dem Saxofon, wobei er manchmal beide Instrumente gleichzeitig spielt aber auch für einige Saxofon Soli im Zentrum der Bühne steht. Während der Soloparts seiner beiden Begleiter in der ersten Reihe steht Broussard sichtbar gut gelaunt im Hintergrund der Bühne und beobachtet, wie seine Musiker sich ihren verdienten Szenenapplaus vom begeisterten Publikum abholen.

Im hinteren Teil der Bühne befindet sich die Rhythmusfraktion mit Bassist Devin Kerrigan und Drummer Terry Scott jr, der auch als Background Sänger Akzente setzt, die eine perfekte Grundlage für die Drei im Fokus der Fans stehenden Musiker. Neben dem Hörgenuss wird der Auftritt auch visuell ins richtige Licht gesetzt, sodass es sich um einen rundum gelungenen Abend handelt, bei dem es sich Marc Broussard auch nicht nehmen lässt, sich direkt nach dem Konzert zu den am Merchstandising wartenden Fans zu gesellen.

Dem Piano und 3dog Entertainment ist es wieder einmal gelungen, einen Musiker der Extraklasse nach Dortmund zu holen. Belohnt werden sie dabei durch den Besuch von knapp 300 Zuschauern, nachdem Broussards Konzert vor einigen Jahren von nur knapp 50 Fans besucht wurde.

Line-up:
Marc Broussard – lead vocals, guitars
Bobby Schneck jr. – guitars, backing vocals
Jason Parfait – keyboards, saxophon
Terry Scott jr. – drums, backing vocals
Devin Kerrigan – bass

Text & Bilder Gernot Mangold

Marc Broussard
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Ivy Gold
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Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

Ben Granfelt – 22.09.2023 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Zu seinem 60. Geburtstag im Sommer brachte Ben Granfelt sein aktuelles Album „Gratitude“ auf den Markt und im Rahmen der Tour spielt er erstmals im Dortmunder Musiktheater Piano. Leider ist der Saal mit knapp unter 100 Besuchern nur überschaubar gefüllt, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat.

Das neue Album „Gratitude“ steht mit der Songauswahl auch im Mittelpunkt und mit „Techno Blues“, JB Reggae“, „I Got The Blues From You“, „Life Goes On“ und „Remember, Never Forget“ präsentiert er direkt zu Beginn nur neue Songs, die zeigen, dass Granfelt ein exzellenter Gitarrist ist.

Die Stücke des Albums hat er allen seinen musikalischen Vorbildern wie Jeff Beck, Robin Trower und Gary Moore gewidmet und er beweist eindrucksvoll, dass er ihnen stilistisch das Wasser reichen kann. Nicht nur die musikalische Qualität Granfelts begeistert die Zuschauer, auch die sympatische, positive und humorvolle Art des Finnen kommt gut an, der manches zur Entstehung einiger Songs erzählt. Nicht ohne Stolz berichtet er davon, dass er bei einer großen englischen Band, Wishbone Ash, spielen durfte, was für ihn wie ein Traum war. Was liegt da näher, als aus der Ära zwei Stücke zu spielen, die aus seiner Hand stammen.

Im melodiösen „Faith, Hope & Love“ ersetzt Keyboarder Miika Aukio die für Wishbone Ash prägende zweite Lead Gitarre mit seinen Keyboards und beim „Almighty Blues“ im zweiten Set lässt Granfelt seine Gitarre krachen. Mit „Wayward Child“ beendet er den ersten Teil des Konzertes nach etwa 50 Minuten, um nach einer kurzen Pause mit „Desire, The Sirens Call“ das Konzert mit einem Stück von „Gratitude“ fortzusetzen.

Nach „Hey Stranger“, dem rockigen „Check Up From The Neck Up“ und „My Soul To You“ mit einem tollen Gitarrenintro, das an die alten Dire Straits erinnerte, wird noch einmal tief durchgeatmet und Granfelt spielt mit „Breathe“ einen Pink Floyd-Klassiker, wo ihm zu Gute kommt, dass er diesmal einen Keyboarder dabei hat.

Der schon angesprochene „Almighty Blues“ läutet dann das Finale des Konzerts ein, dem das hymnische „Going Home“ als letzter Song des Sets folgt. Der tosende Applaus zum Ende des Stücks zeigt, dass die Fans noch keine Lust haben nach Hause zu gehen und der, wie er im Laufe des Konzertes sagte, der beste finnische Gitarrist im Piano kommt mit seiner Band noch einmal auf die Bühne um den Gig passend mit Jeff Becks „Cause We Ended As Lovers“ zu beenden.

Hier sei auch noch die Rhythmusfraktion mit Masa Maijanen am Bass und Jari Salminen an den Drums positiv hervorzuheben. Je nach Song passten sie ihre Spielweise an und hielten sich in ruhigen Passagen gefühlvoll zurück, um es dafür in den rockigen Stücken krachen zu lassen. An diesem Abend wird Granfelt, passend zum letzten Song, nicht nur Liebhaber seiner Musik dazugewonnen haben. Der Finne begab sich dann direkt zum Smalltalk an den Merchandisingstand und ließ auch in Sachen Fannähe  nichts anbrennen.

Line-up:
Ben Granfelt (lead vocals, electric guitar)
Masa Maijanen (bass)
Jari Salminen (drums)
Miika Aukio (keyboards)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Ben Granfelt
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Musiktheater Piano
3dog-Entertainment
On Stage Group

Julian Sas – 21.09.2023 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Julian Sas promotet mit seiner Band das 2022 erschienene Album „Electracoustic“ im Musiktheater Piano. Im gut gefüllten Saal der Location betritt die Band publikumsfreundlich unter dem Applaus der Fans um 20:00 Uhr die Bühne und beginnt wie so oft das Konzert mit „Home Feeling“, was jedes Mal deutlich macht, dass die Bühne das Wohnzimmer der Band ist.

Der Song ist im ersten Album „Where Will It End“ aus dem Jahr 1996 und die Frage des Albumtitels kann nur zum Teil beantwortet werden. Heute endet es in einem energiegeladenen Konzert, der zum Powertrio reduzierten Band und ein Ende ist nicht abzusehen, da Sas regelmäßig neue Alben herausbringt.

So steht zunächst die aktuelle Scheibe „Electracoustic“ im Mittelpunkt, von dem die Band „Worlds On Fire“, „Leave It Up To You“ und „Fallin From The Edge“ spielt. Besonders emotional ist dabei das epische „Falling From The Edge“, was seinem guten Freund und ehemaligen Bassisten Fotis Anagnostou gewidmet ist, der leider viel zu früh verstorben ist.

Mit der derzeitigen Besetzung mit Lars-Eric van Elzakker an den Drums, der schon seit einigen Jahren in der Band spielt und Edwin van Huik am Bass, der seit dem letzten Jahr dabei ist, besinnt sich Sas auf die Wurzeln seiner musikalischen Vorbilder Jimi Hendrix oder Rory Gallagher, die ihre Art des Blues reduziert auf Gitarre, Bass und Schlagzeug gespielt haben.

Das Set Up setzt sich zu großen Teilen zusammen aus Songs um das Jahr 2000 herum, wo Sas meist Powertrio-mäßig unterwegs war und so das Element der Keyboards oder Hammond Orgel, das er in den letzten Jahren oft und gut integrierte, keine Rolle spielt.

So jagen die Musiker im etwa zweistündigen Konzert, ohne einmal vom Gaspedal zu gehen, angefeuert vom Publikum durch fast drei Jahrzehnte Julian Sas Band-Geschichte. Dabei zeigt Sas, dass er vom Blues Rock, Boogie, Klassik Rock bis hin zum Hard Rock, ein Meister seines Fachs ist, Über Stücke wie „Stand Your Ground“ „Blues For The Lost And Found“, „Workin Man`s Blues“ geht es wieder zum aktuellen Album mit „Waiting For Tomorrow“, wo sich gewissermaßen der Kreis zum ersten Song schließt und mit „Sugacup Boogie“ das Finale Furioso eingeläutet wird.

Aus einem jammenden Intro entwickelt sich nach der Boogie-Nummer der Hendrix-Klassiker „Hey Joe“, der zum Ende in „Makin`My Return endet und den Sas bei jedem Konzert in anderen Nuancen zelebriert. Beim hart-rockenden „Devil Got My Number“ wird das Gaspedal noch einmal ganz durchgedrückt und unter dem Applaus der Fans verabschiedet sich Sas mit seiner Band, um durch den frenetischen Applaus angespornt den Gallagher-Klassiker „Bullfrog Blues“ in einer ‚Extended Version‘ nachzulegen.

So geht ein dynamischer Musikabend im Musiktheater Piano zu Ende, in dem sich Julian Sas in Bestform präsentierte. Einen großen Anteil am gelingen des Gigs hatte natürlich auch seine Band, die mit ihm eine Einheit bildete, die Tontechnik aber auch der Lichtmischer, der den Saal des Piano passend zu den Songs illuminierte und die Musiker ins rechte Licht setzte. Zudem hatte natürlich auch das Team des Piano und die Fans mit ihrer Präsenz einen großen Anteil an dieser gelungenen Veranstaltung. Tot ziens Julian, bis zum nächsten Mal im Piano!

Line-up:
Julian Sas (lead vocals, electric guitar)
Edwin Van Huik (bass)
Lars Erik van Elzakker (drums)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Julian Sas
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Musiktheater Piano
3dog-Entertainment
On Stage Group

Eric Steckel – 20.05.2023, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Eric Steckel live zu erleben ist eine besondere Nummer. Dass das Piano mit etwa 130 Musikfans überschaubar gefüllt ist, spielt für Steckel keine Rolle. Er hat einfach Bock den Fans seinen BLUZMTL zu präsentieren. So entsteht von Beginn an eine tolle Live Atmosphäre, in der der Funke direkt aufs Publikum überspringt.

Steckels präzises, zuweilen knallhartes E-Gitarrenspiel, ohne großartigen Einsatz von Effekten, lässt dabei den Blues mit Hard- und Southern Rock verschmelzen. Aus einem etwa zweistündigen fulminanten Auftritt ragen an diesem Abend die starke Southern-Songs „When Ignorance Turns To Bliss“, „Can`t You See“ mit feinen Soli und die beiden Cover „Waiting For The Bus“ von ZZ Top und „Voodoo Child“ von Hendrix heraus, wo Steckel den beiden Coversongs eine unglaubliche Härte im Sinne von BluesMetal einhaucht.

Unterstützt wird er bei dem musikalischen Feuerwerk im Dortmunder Musiktheater Piano vom Bassisten Jos Kamps, der ihn schon mehrere Jahre in Europa begleitet und erstmalig von Elia Micheletto, die beide in einigen Soloeinlagen ihre Klasse beweisen können.

Ein zusätzlicher Faktor zu einem gelungenen Abend war der gut differenzierte Sound und eine passend zum Rhythmus der Musik ausgelegte Lightshow, die den Sound visuell unterstützte. In manchen Phasen kann man sich die Frage stellen, ob die Musiker den Lichtmischer antreiben oder sogar der umgekehrte Effekt eintritt.

Direkt nach der Show begeben sich dann alle Musiker bestens gelaunt zum Merchandising-Stand und heimsen so manches Kompliment ein. Steckel hat an diesem Abend auf jedem Fall bewiesen, dass er ein begnadeter Gitarrist, aber auch ein starker Entertainer ist, von dem in Zukunft noch einiges zu erwarten ist.

Line up:
Eric Steckel- vocals, guitar
Elia „the MaD“ Micheletto – drums
Jos Kamps – bass

Text und Bilder: Gernot Mangold

Eric Steckel
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Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

Blues Caravan – 07.05.2023, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

In diesem Jahr ist der -on Thomas Ruf ins Leben gerufene Blues Caravan volljährig geworden. Was liegt da näher, als zum Jubiläum eine Live CD/DVD aufzunehmen. Als Location wurde das Dortmunder Musiktheater Piano ausgewählt, in dem die drei jungen Bluesmusiker die Möglichkeit haben, sich gemeinsam den Blues Rock- Fans zu präsentieren und dabei auch Werbung in eigener Sache zu machen.

Um 20:00 Uhr ist es soweit. Thomas Ruf begrüßt Ashley Sherlock, Will Jacobs, Ally Venable sowie die Rhythmusfraktion Arne Imig am Bass und Isaac Pulido an den Drums auf der Bühne. Gemeinsam spielt das Trio den Beatles-Klassiker „With A Little Help From My Friends“, wobei sie abwechselnd den Leadgesang übernehmen. Schon hier zeigt sich, dass die drei jungen Musiker nicht nur exzellente Gitarristen sind, sondern auch stimmlich starke Akzente setzen und schnell für Begeisterung im Piano sorgen.

Dann hat der junge Brite Ashley Sherlock für sich die Bühne und beginnt mit einer rockigen Version des Neil Young– Evergreens „Ohio“ seinen Soloauftritt. Mit „Think She Knows“, „Dear Elizabeth“ und „Trouble“ von seinem aktuellen Album „Just A Name“ beweist er, dass er über ein Songwriting mit Wiedererkennungswert verfügt. Seine klare und prägnante Stimme sorgt für einigen Szenenapplaus, wie auch seine in die Songs eingestreuten Soli. Ein absolut überzeugender Auftritt, bei dem er von Arne Imig am Bass und Isaac Pulido an den Drums die notwendige kraftvolle rhythmische Unterstützung erhält und so manchen neuen Fans gewonnen hat.

Ohne Pause geht es dann mit dem aus Chicago stammenden, aber seit einigen Jahren in Berlin lebenden Will Jacobs weiter, der schon recht lange durch Europa tourt. Schnell bringt er mit seinem Stil, den Blues mit funkigen Akzenten zu würzen, viele der Fans zum rhythmischen Mitgehen. Er offeriert zwischen den Tracks auch, dass er ein guter Entertainer ist. Insbesondere mit dem Titelsong des aktuellen Werks „Goldfish Blues“ und „I Wish“ macht er beste Werbung für sein neues Album. Ein gesanglich starker Auftritt, bei dem er auch mit dem Publikum spielt und neben seinem funkigen Stil die Stücke auch mit krachenden Gitarrensoli würzt.

Nach einer kurzen Pause kommt dann der heimliche Star des Abends, Ally Venable, auf die Bühne, im Gepäck hat sie dabei einige Songs des neuen Albums „Real Gone„, das sie mit Unterstützung einiger Bluesgrößen einspielte und damit auch Platz 1 in den Charts erreichte. Texas Honey Ally Venable zeigt mit „Real Gone“ und „Don’t Lose Me“, dass sie die im Studio eingespielten Songs live großartig, auch als Powertrio mit Pulido und Imig umsetzen kann. Höhepunkt ihres beeindruckenden Auftritts ist „Tribute to SRV“, das sie ihrem großen Vorbild widmet und die Blues Fans mit gekonnten Soli im Stile von SRV verzückt. Zuweilen hat man dabei den Eindruck, sie schaut beim Spielen in den Himmel Richtung ihres großen Idols, dem sie mit ihrem Auftritt mit Sicherheit ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Nach Venables Auftritt kommen dann Ashley Sherlock und Will Jacobs mit auf die Bühne und gemeinsam rocken die drei dann noch mit einigen gekonnt gespielten Covern das Piano. Besonders hervorzuheben sind dabei „I’ll Play the Blues for You“ von Albert King und „Gimme All Your Lovin'“ von ZZ Top mit starken duellierenden Soli und abwechselnden Leadgesängen. Als letzte Zugabe beenden die Drei das Konzert mit dem Song, der auch zu Beginn gespielt wurde und machen mit „With ALittle Help From My Friends“ gewissermaßen den Abend rund.

Bei den gezeigten Leistungen der drei jungen Musiker braucht man sich um die Zukunft des Blues Rock keine Sorgen zu machen.

Line-up:
Will Jacobs (lead vocals, electric guitar, vocals)
Ashley Sherlock (lead vocals, electric guitar, vocals)
Ally Venable (lead vocals, electric guitar, vocals)
Arne Imig (bass)
Isaac Pulido (drums)

Text und Bilder: Gernot Mangold

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Ruf Records
Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

Ana Popovic – 21.04.2023, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Ana Popovic sorgt mit ihrer Band für ein ausverkauftes Musiktheater Piano in Dortmund. Wie gewohnt starten ihre Begleitmusiker mit „Ana`s Shuffle“ und rollen ihr qasi den roten Teppich aus, auf dem sich Ana Popovic unter dem Applaus zur Band gesellt und von Beginn an ein Konzert startet, das die Fans von Beginn an mitnimmt.

Popovic zeigt sich wie gewohnt spielfreudig und begeistert mit auf den Punkt gespielten Soli, die sie zum Teil auch slidend hinlegt. Stark sind dabei einige „Duelle“ mit den anderen Musikern, wo ein gelungenes Zusammenspiel insbesondere mit Michele Papadia an den Keyboards, Claudio Giovagnoli am Saxophon und Davide Ghidoni an der Trompete, zu vermerken ist.

Cory Burns am Bass und Jerry Kelley an den Drums legen nicht nur eine krachende Rhythmusarbeit hin, sondern haben auch eine besondere Rolle mit starken Backgroundgesang und einigen kurzen Leadvocals, wie z. B. bei „Lasting Kind Of Love“ wo Kelley eine eingeschachtelte Passage vom Michael Jacksons „Thriller“ singt.

So ist es nicht verwunderlich, dass Ana bei der Bandvorstellung darauf hinweist, wie lange die einzelnen Musiker schon mit ihr zusammen arbeiten und dabei auf die starke Bindung zueinander hinweist, was sich im Konzert jederzeit einmal durch die Spielfreude zeigt, aber auch dadurch deutlich wird, dass alle ihre Soloparts haben und sich die Fronterin oft auf der Bühne zurücknimmt und so den anderen diesen Spielraum gewährt.

Auf eine abwechslungsreiche Mischung von Songs, bei denen das aktuelle Album „Power“ im Mittelpunkt steht, setzt Popovic nach lautstarken Zugabeforderungen mit „Rise Up!“ von eben dieser Scheibe und dem jammenden „Tribe/Change The World“, bei dem alle Musiker nochmals Soloparts haben weitere Highlights. Danach beendet das Kollektiv unter Ovationen ein mitreißendes Konzert.

Ausklingen lässt sie den Abend im Vorraum des Konzertsaals am Merchendising-Stand, wo sie sich Fan-nah zeigt und sich Zeit lässt, zahlreiche Autogramm- und Selfiewünsche zu erfüllen.

Line-up:
Ana Popovic (lead vocals, electric guitar)
Cory Burns (bass, vocals)
Jerry Kelley (drums)
Michele Papadia (keys, vocals)
Claudio Giovagnoli (saxophone)
Davide Ghidoni (trumpet)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Ana Popovic
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Musiktheater Piano, Lütgendortmund