Brandon Jenkins – Faster Than A Stone – CD-Review

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Großartige neue Scheibe des texanischen Singer-Songwriters und Gitarristen! Bester Texas-Rootsrock, mit herrlich groovigen Momenten, einem gepflegten Schuss Blues(rock) und auch den im „Lonestar-State“ beheimateten „Red Dirt“-mäßigen Countryrock-Elementen. Deutlich rockiger als der Vorgänger. Gefällt durch einen ruppigen, erdigen, kernigen, unverbrauchten Charme und steckt doch voller hervorragender Strukturen und Melodien. Klasse Gitarrenarbeit von Jenkins! Respekt! Respekt!

Auch mit seinem 8. Album „Faster Than A Stone“ liefert der in Austin, Texas lebende, aber aus Oklahoma stammende Brandon Jenkins wieder eine beieindruckende Qualität an Songs ab und um es vorwegzunehmen, sein wohl allerbestes Werk bisher. Vielleicht gegen Ende des Jahres noch mal so ein richtiger Geheimtipp, denn der bullige Musiker, der eher wie der Besitzer eines Tattoostudios daherkommt, dürfte nach wie vor, trotz solider und kontinuierlicher Leistungen, immer noch eher nur Insidern bekannt sein.

Das neue Album besticht vor allem durch die enorme Dichte und Qualität der Stücke, die abwechslungsreich aber dennoch fließend ineinander greifen. Jenkins hat hier beim Songwriting erheblich zugelegt auch seine eigens durchgeführte Produktion ist glasklar gelungen. Ein echter Ohrenschmaus! Er präsentiert die Stücke im klassischen Blues Rock-Line Up, ergänzt nur durch Tony Valdez am Bass und Jesse Frost am Schlagzeug. Bei einigen Liedern steuerten Stoney LaRue, Travis Fite und Jesse Fritz noch dezente Background Vocals mit bei. Die CD beginnt direkt mit dem Titeltrack, einem ruppigem und schön groovenden Southern Blues, der am Ende mit einer schönen E-Gitarren-Passage ausklingt. Danach gibt es mit „Damn Your Eyes“ einen diesmal entspannt groovenden Blues, auch wieder mit dezentem Southern-Bezug. Ein unglaublich starker Beginn!

Eher etwas verspielt, in Storytelling-Manier, folgen „Just Like California“ und das humorvoll bluesklassische (mit leichtem Country-Touch) „Big Mama’s Kitchen“. Der eindeutige Höhepunkt des Albums, „Probably Die Alone“, eine schöne warme und atmosphärische Southern-Ballade, hat gar Klassikerpotential. Der Song könnte so was wie zum „Can’t You See“ des neuen Jahrtausends avancieren. Eine grandiose Präsentation. Herrlich. Großes Songwriting! „I Never Figured It Out“ und „Never Any Doubt“ dienen nach diesem Knaller wieder zur Auflockerung und bestechen durch Jenkins‘ trockenen Gesang (Paul Thorn-Fans sollten auch mal ein Ohr riskieren) und die akzentuierte E-Gitarrenarbeit. Fast im Stile eines „Gute-Nacht-Liedes“ wandelt das melodisch atmosphärische und warmherzige „Till The Morning Comes“ vor sich hin. Wieder auffällig die gute Fill- und Solo-Gitarrenarbeit und eine ganz dezent wimmernde Orgel (auch von Brandon gespielt).

Der Wachmacher folgt mit „Help Me Jesus“ auf dem Fuße. Ein Texas-Blues Shuffle in bester ZZ Top-Manier mit kratziger E-Gitarrenbegleitung und E-Solo. Mit der unaufgeregten und wieder sehr atmosphärischen Ballade „Got To Be“ schließt ein hervorragend konzipiertes und in jeder Hinsicht exzellent umgesetztes Album seine Pforten. Brandon Jenkins ist mit „Faster Than A Stone“ ein tolles Werk gelungen, das eigentlich sehr viele Zuhörer verdient hat. Sehr sympathischer, stark umgesetzter Texas-Rootsrock mit deutlichen Blues- und dezenten Southern- und Red-Dirt-Anteilen. Überaus lohnenswert für nach Neuentdeckungen durstende. Klasse, dieser Brandon Jenkins!

Smith Entertainment (2008)
Stil: Red Dirt

01. Faster Than A Stone
02. Damn Your Eyes
03. Just Like California
04. Big Mama’s Kitchen
05. Probably Die Alone
06. I Never Figured It Out
07. Never Any Doubt
08. Till the Morning Comes
09. Help Me Jesus
10. Got To Be

Brandon Jenkins
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Sam Riggs & the Night People – Outrun The Sun – CD-Review

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Wow! Herrlich melodischer Red Dirt-Rootsrock/-Countryrock der absoluten Extra-Klasse. Was für ein grandioses Debüt von Sam Riggs & the Night People, dem selbst ein solch unverwüstliches Urgestein der Texas-Szene wie Ray Willie Hubbard voll des Lobes konstatiert: „Sam Riggs wears a legacy of honest country, makes good rock, writes lyrics that matter and straps on a stage presence second to none“.

Da spielt Mastermind Sam Riggs natürlich dann auch gerne den Ball an seinen Mentor zurück: „He opened my eyes to songwriting, and I could see the idiot I had been and the idiot I was going to be, and he helped me to navigate that. He taught me what it really is to be a songwriter“. Da können auch wir Ray Wylie nur von ganzem Herzen danken, denn dieser Sam Riggs beherscht nicht nur das Songwriting in einer aussergewöhnlichen Qualität. Er stammt, wie das so oft bei jungen Künstlern ist, aus einer musikbegeisterten Familie, fasste vor geraumer Zeit, eben auch dank Hubbard, den folgerichtigen Entschluss, von seiner Heimatbasis Florida nach Austin/Texas umzusiedeln, um sich ganz auf seine musikalischen Fähigkeiten zu konzentrieren.

Eine immense Triebfeder dafür war im übrigen auch die Musik von Reckless Kelly, die ihn nachhaltig beeinflusst und der er sich sehr verbunden fühlt. Das hört man auch, doch Riggs verarbeitet u.a. die Spuren von Reckless Kelly in seiner Musik, ohne sie auch nur annähernd zu kopieren. Das braucht er nicht, denn er ist viel zu gut, verfügt über viel zu viel eigene Kreativität und Qualität, um nicht voller Seele seinen eigenen Stil zu entwickeln. Mit seinem fantastischen Debüt „Outrun The Sun“ setzt Riggs mit seiner exzellenten Band in der Red Dirt-Szene mehr als nur eine echte Duftmarke. Hier merkt man sofort, und dazu braucht man nun wirklich kein prophetisches Gespür, dass er und seine hoch talentierten Freunde, bestehend aus Chad Cramp (Drums), Jerrod Flusche (Guitars), Mickey Gattus (Keys) und Dustin Williams (Bass) zu deutlich Höherem berufen sind.

Hier passt vom Bandleader mit seiner charismatischen Stimme (wie eine Art Kreuzung aus Mike Eli von der Eli Young Band und Reckless Kelly’s Willy Braun) und seinen multiinstrumentalen Fähigkeiten (fiddle, guitars, banjo), über alle beteiligten Musiker und das bärenstarke Songmaterial, bis hin zur gemeinsamen, satten, transparenten Produktion von Sam Riggs und Erik Herbst (Eli Young Band, Kyle Bennett Band, Josh Abbott Band – es gibt wohl keinen besseren für diese Art von Musik), einfach alles. Ganz große Klasse! Selbst die drei Gastmusiker Milo Deering (mit seinen typisch auf den Punkt gebrachten Steeleinlagen) und die beiden Harmonie-Vokalisten Taylor Powell und Jen Holm reihen sich perfekt in den Sound der Band ein.

Der Clou an der Sache ist auch, dass Riggs und Co. durch die Einbindung einiger New Country-typischen Instrumente und Elemente vereinzelt eine gewisse Nashville-Kompatibilität erzielen, ohen dabei ihren erdigen Red Dirt-Charme zu verlieren. Das ähnelt etwas der Art der ebenfalls grandiosen Josh Abbott Band. Wann hat man schon mal in letzter Zeit im Red Dirt unweigerlich den Drang verspürt, das Tanzbein zu schwingen, wie beim herrlich gitarrenlastig wippenden Opener „Long Shot“? Ist der wundervolle Countryohrwurm „Come Back Down“ ein Indiz dafür, dass Nashville sich schon bald auf eine neue Band auf der Schiene der Eli Young Band freuen darf?

Würden Songs ähnlich klingen wie das hinreissend lockere, knackige und melodische „Oilfiled Town“ (tolle Banjo-Untermalung/erdige E-Gitarren-Führung), wenn Keith Urban ein waschechter Texaner und Red Dirt-Künstler wäre? Fragen, die sich einem bei diesen vorzüglichen Songs unweigerlich stellen. Grandios auch das rockige „Collide“, bei dem Sam Riggs seine musikalischen Ideen mit denen seiner Vorbildbands Reckless Kelly und Micky & The Motorcars kompromisslos kollidieren lässt. Das wunderbar luftig dahinschwebende“„Someone Else’s Love Song“ (herrlich markantes E-Gitarrengezupfe) hat wieder diese Ohrwurrmmentalität und Leichtigkeit, wie es nur der Eli Young Band oder No Justice vergönnt ist.

„Fire & Dynamite“ macht von der Intensität seinem Titel alle Ehre, Riggs und Gesangspartnerin Jen Holm harmonieren hier in ähnlich bezaubernder Weise wie zuvor Josh Abbott und Kacey Musgraves. Der absolute Hammersong des Albums 8ohne die anderen nur ansatzweise schmälern zu wollen) ist wohl das politisch motivierte „Angola’s Lament“, wo Sam und seine Mitstreiter beweisen, dass auch ernsterer Stoff nahezu brillant umgesetzt werden kann. Famos, wie ein swampiges Banjo und schwere E-Gitarren (stark das kernige, Southern Rock-affine Solo) eine überaus beklemmende Gänsehautatmosphäre erzeugen.

Bärenstark. Das mit einer markanten Fiddle bestückte „Hold On And Let Go“ (inkl. schönem Solo) sowie das knackige, dynamische „Lighthouse“ (surrendes E-Gitarren-Solo) bieten dann wieder TexasChart-tauglichen Stoff der Marke Josh Abbott Band, Eli Young Band oder Casey Donahew Band, den man spielend auch in Nashville vermarkten könnte (wäre man dort für diese Art der Musik endlich offen). In grandioser Atmosphäre beendet das hinreissende „Change“ (hallende Orgel, Steel- und E-Gitarren sorgen für einen melancholisch fröstelnden Sound), das mit 5 ½ Minuten längste Stück des Werkes, ein auf durchgehend famoses Album.

Eine feine und künstlerisch sehr geschmackvolle DigiPak-Covergestaltung durch das in der Szene gern gebuchte und angesagte „Backstage Design Studio“ der Geschwister Sara und Shauna Dodds gibt es on top. Sam Riggs und seine aufgeweckten Night People legen mit „Outrun The Sun“ direkt ein mächtiges Pfund in der Red Dirt Szene hin. Das ist Musik, von der man garnicht genug bekommen kann. Bestnote mit Sternchen für das Debüt von Sam Riggs & the Night People!

Vision Entertainment (2013)
Stil: Red Dirt

01. Long Shot
02. Come Back Down
03. Oilfield Town
04. Collide
05. The Chase
06. Someone Else’s Love Song
07. Fire & Dynamite
08. Angola’s Lament
09. Hold On And Let Go
10. Lighthouse
11. Change

Sam Riggs & the Night People
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Brandon Rhyder – Every Night – CD-Review

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Der im Osten von Texas geborene, in Austin lebende und mittlerweile musikalisch in Nashville ansässige Singer/Songwriter Brandon Rhyder gibt für sein fünftes Album mit dem Titel „Every Night“ (exzellente, sehr gediegene, voller Atmosphäre steckende Musik zwischen Americana, Texas Alternate Country, Countryrock und Roots) gleich einen Einblick in die Philosophie, mit der er angetreten ist, ein größtmögliches Spektrum an Zuhörern zu erobern. Rhyder, der seit über drei Jahren mehr als 200 Konzerte pro Saison bestreitet, meint damit allerdings nicht die Quantität, so oft wie möglich für seine Fans präsent zu sein, sondern vielmehr den Umstand, jeden Abend, egal unter welchen Umständen, mit seiner Band alles nur Erdenkliche zu geben, damit nachher jeder Besucher seiner Gigs restlos zufrieden ist.

Nicht nur auf der Bühne legt Rhyder ein beachtliches Tempo vor, auch mit fünf Alben in seiner erst sieben Jahren währenden Karriere, beweist der erst relativ spät zur Musik gekommene, gelernte Ingenieur ein enormes Arbeitspensum. So ist auch sein Produzent, kein geringerer als Radney Foster, voll des Lobes für Brandon. Er attestiert ihm ein einzigartiges lyrisches Talent, unglaubliche vokale Power und eine große Leidenschaft für die Musik, die ihres Gleichen sucht. Und in der Tat, die 12 Stücke (dazu noch der Hidden Track „Pea Pie“) seines neuen Albums offerieren in beeindruckender Weise, dass man es bei Brandon Rhyder nicht mit einem alltäglichen Künstler zu tun hat. Sämtliche Stücke wurden von ihm komponiert, dazu gab es mit Radney Foster, Liz Rose und Angelo bei einigen Songs prominente und hervorragend mit Rhyder harmonierende Co-Writer.

Eingespielt wurde das Werk mit hochkarätigen Musikern, wie u.a. Radney Foster, Eric Borash, Bob Britt, Michael Daly, Dan Dugmore, Phil Madeire, Craig Krampf, sowie tollen Backgroundartisten (Jon Randall, Georgie Middleman, Marcia Ramirez, Sarah Buxton). Den Auftakt bildet die Neueinspielung eines Songs von einem seiner früheren Alben, „Have I Waited Too Long“, bei der es Foster gelang, die beeindruckende Stimme von Rhyder deutlicher in den Vordergrund zu stellen und im Verlauf eine wunderbare emotionale Atmosphäre mit Steel, Orgel und Slidegitarren zu erzeugen. Einem recht knackigem, autobiografisch angehauchten Roots-/Countryrocker „Finger To The Bone“, sehr rhythmisch (wieder Slide und gurgelnde Orgel), folgt mit „Lets Don’t Go Down That Road“ eine herrliche, entspannte (Alternate) Countryballade mit viel Westcoast-Flair.

Hört sich an, als wenn ein Charlie Rich und die Eagles zusammen zum „Tequila Sunrise“ laden. „Again“ und „She Couldn’t Lie Anymore“ erinnern in ihrer Introvertiertheit und dem bardenhaft klingenden Gesang Rhyder’s an einen Hal Ketchum. Klasse auch das von Brandon und Angelo Petraglia komponierte „Red Door“, das in einer gut gelaunten Mischung aus Country und Southern Soul dahindriftet („Laughing, singing, whiskey drinking, drifting troubadours, living like it’s always Friday night, behind that old red door“) und seine Songwriterabende mit befreundeten Musikern in Nashville reflektieren soll.

Besonders gelungen ist der ständige Stimmungswechsel bei der Songanordnung. Dem für Rhyders Verhältnisse sehr poppigen „This Ain’t It“ (wurde als erste Single auserkoren) folgt mit „Happy Ever After“ wieder eine recht traditionell und klassisch angehauchte Countryballade (klasse Dobrospiel von Dan Dugmore), die mit den bezauberten Harmonies von Sarah Buxton vorzüglich ergänzt wird. Einfach nur stark eine weitere Kooperation von Rhyder und Foster, „When You Wake Up“, bei der die Handschrift Radney’s einmal mehr deutlich wird. Das Lied hätte auch aus einem seiner letzten Alben stammen können.

Das verspielte „It’s What I Do“ (Orgel, polternde Drums, E-Gitarren-Solo) glänzt mit toller Melodie, der Titelsong „Every Night“ mit seinem bluesig-souligem Southern-Teint (herrliche Stratocaster-Fills, pfeifende Orgel) erzeugt Gänsehaut. Das abschließende „Cowboy’s Work“ versprüht ruhige Lagerfeuerromantik und der nach kurzer Pause folgende Hidden Track „Pea Pie“ verläuft im gleichen Stil weiter, wechselt textlich aber die Thematik. Insgesamt hat Brandon Rhyder mit „Every Night“ ein sehr interessantes, hochwertiges und nicht alltägliches Album hingelegt. Die Zusammenarbeit mit Radney Foster hat Rhyder auf einen ganz neuen und vor allem höheren Level seiner Karriere gehievt. Klasse!

Reserve Records (2008)
Stil: Country Rock

01. Have I Waited Too Long
02. Fingers To The Bone
03. Let’s Go Down That Road
04. Again
05. She Couldn’t Lie Anymore
06. Old Red Door
07. This Ain’t It
08. Happy Ever After
09. When You Wake Up
10. It’s What I Do
11. Every Night
12. Cowboys Work (incl. hidden track „Pea Pie“)

Brandon Rhyder
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Bo Phillips Band – Dirt Road – CD-Review

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Goßartiger, genauso entspannt und locker, wie knackig und würzig in Szene gesetzter, überaus angenehm ins Ohr gehender, durchaus mit Elementen des traditionellen Country behafteter „Red Dirt“-Countryrock/New Country/Alternate Country aus Stillwater, Oklahoma. Bo Phillips ist der große Bruder des im „Red Dirt-Circus“ längst Kultstatus geniessenden Stoney LaRue – und er ist nicht minder talentiert. Obwohl er sich bereits mit neun Jahren das Gitarrespielen selbst beigebracht hatte (sein Großvater hatte ihm als Erstem seiner Enkel das Instrument geschenkt, worauf Stoney damals fürchterlich eifersüchtig reagierte), muss man Bo Phillips fast als so etwas wie einen Spätstarter bezeichnen.

Er hat zwar schon immer Musik gemacht und auch die Bühne mit bereits unzähligen Leuten (mit denen er zum Teil auch gut befreundet ist) der „Red Dirt“-Szene geteilt (u.a. Wade Bowen, Jason Boland, Cross Canadian Ragweed, Bleu Edmondson, Micky & The Motorcars, Reckless Kelly, Randy Rogers Band und, sich von selbst verstehend, natürlich mit Stoney LaRue), ist aber letztendlich immer zweigleisig gefahren. Er hat als einziger der Familie studiert, eine Zeitlang als Lehrer gearbeitet und berät auch heute noch Firmen und Haushalte in Energiefragen. Mit dem Ergattern eines Plattendeals beim im Genre federführenden und von uns so sehr geschätzten Smith Entertainment Label, dürfte sich das Blatt aber eindeutig zu Gunsten der Musik gewandt haben, zumal sich damit ein von ihm lang gehegter Wunsch nun endgültig erfüllt hat.

Sein dreizehn Songs (inkl. eines Hiddentracks) umfassendes Studiodebüt „Dirt Road“ fällt aufgrund der reichhaltigen Erfahrungen des Künstlers schon sehr reif und überaus kompetent aus. Phillips hat seine Hausaufgaben gemacht und präsentiert eine wunderbare, schnörkellose, jederzeit melodische, absolut bodenständige „Red Dirt“-Musik, deren Wurzeln genauso im traditionellen Country/New Country, wie auch im rootsigen, von einem gepflegten Southern-Feeling durchzogenen Americana liegen. Der überwiegende Teil des durchweg exzellenten Songmaterials wirkt, trotz seines durchaus würzigen Ambientes, angenehm relaxt. Bo’s hervorragende Stimme, die genauso im Country wie in der typische „Red Dirt“-Musik zu Hause ist, strahlt eine überaus angenehme Wärme aus.

Zuweilen wir man musikalisch und stimmlich ein wenig an die famose Zac Brown Band erinnert. Zudem hat seine Stimmlage etwas vom Timbre eines Garth Brooks, der ja auch aus Oklahoma stammt. Die meisten Stücke bewegen sich im lockeren Midtempo-Bereich, wenngleich auch der ein oder andere, etwas mehr Fahrt aufnehmende (Roots)Rocker nicht fehlt. Phillips und seine Musiker bewegen sich auf einem von vorn bis hinten gleichbleibend hohen Niveau. Der Silberling beginnt mit einem recht originellen Einstieg. Man hört jemanden den knisternden Sender-Suchlauf seines Radios bewegen, und als er dann letztendlich bei dem schönen, sich locker ins Ohr windenden „Never“ angelangt ist, geht das Lied in seinen echten, vollen Sound über. Eine tolle, lässige Midtempo-Countrynummer mit viel Southern-Esprit und exzellenter E-Gitarren-Begleitung. Dazu klasse Fiddle-Einlagen von Gastmusiker Jeremy Watkins.

Darauf folgt das cool groovende, deutlich kraftvollere, Southern Rock-kompatible „Cornfed“ mit seinen satten Slide-Passagen. Der Titeltrack „Dirt Road“ zeigt Phillips dann von seiner entspannten Seite. Der ruhig gehaltene Country-Song duftet förmlich nach ländlicher Atmosphäre (Akustikgitarre, schöne E-Gitarren-Fills, klasse Fiddle). Das rhythmische „Perfect Girl“ (bereits sehr erfolgreiche Single) gibt einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Cabrio-Saison. Ein voller positiver Energie steckender, gut abgehender Sommersong. Exzellente Party-Stimmung verbreitet „Tip Jar“, ein Stück mit viel launigem Drive, wie man ihn von Brooks & Dunn bestens kennt.

Das anschliessende „Hitchhiker“ ist „pure country“ in schöner, „rural atmosphere“. Ein klassischer, knackiger, dennoch lockerer honky-tonkin‘ Two-Stepper mit tollem Fiddle-Drive und vorzüglichem E-Gitarren-Picking. Herrlich dann das mit laut aufheulenden Southern E-Gitarren (tolle Lead Gitarren-Arbeit von Bandmitglied Nick Tate, der auch im kompletten Verlauf des Albums immer wieder mit feinen Soli zu glänzen weiß) bestückte „Peace On Earth“, in dem Bruder Stoney LaRue auch textlich erwähnt wird. Das balladeske „Love Me Tonight“ erinnert ein wenig an eine „Red Dirt“-Variante von „That Summer“ von Garth Brooks. Der Song versprüht fast so was wie Lagerfeuerromantik.

Das abschließende „Friends Like You“ unterstreicht Bo’s starken Bezug zu seinem Großvater Harvey Allen Phillips, der im Juni des vergangenen Jahres verstorben ist. Neben einer Widmung im Inlay der CD, steckt dieser balladeske Song voller Skynyrd’scher „Tuesday’s Gone“/“Free Bird“-Atmosphäre (ohne Gitarrenschlacht) und ist mit sehr viel Emotionalität behaftet. Ein sehr bewegendes Stück. Nach 45 Sekunden Pause gibt es danach noch einen akustisch und ebenfalls sehr ruhig gehaltenen Hiddentrack (schönes Akustikgitarrenspiel von Bo).

Bo Phillips gelingt mit „Dirt Road“ ein klasse Einstieg in die „Red Dirt“-Szene, der keine Wünsche offen lässt. Anhänger von Leuten wie Pat Green und der Randy Rogers Band zu ihren Anfangstagen, Django Walker, Jason Boland & The Stragglers, oder eben auch der Zac Brown Band und ähnlicher New Country-Kollegen werden auch mit der Bo Phillips Band ihre helle Freude haben. Ein sehr konsequentes, ehrliches und authentisches Werk, weitestgehend auf kommerzielle Avancen verzichtend. Bruder Stoney LaRue und sein Großvater werden stolz auf ihn sein. Ein weiteres „Red Dirt“-Qualitätsprodukt aus dem Hause Smith Entertainment!

Smith Entertainment (2010)
Stil: Red Dirt

01. Never
02. Cornfed
03. Dirt Road
04. Perfect Girl
05. Tip Jar
06. Love Like That
07. Hitchhiker
08. Peace On Earth
09. More To Me
10. Love Me Tonight
11. What Do They Know
12. Friends Like You (incl. hidden track)

Bo Phillips Band
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Kyle Park – Make Or Break Me – CD-Review

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Drittes Komplett-Album des aus Austin stammenden, fleißigen Texaners. Kyle Park hatte im letzten Jahr seine Fangemeinde nicht nur durch stetige Live-Präsenz, sondern auch durch gleich zwei EPs („Spring“ / „Fall) verwöhnt. Ihm ist es laut eigener Aussage sehr wichtig, seine Anhänger möglichst regelmäßig und, wenn machbar, in einigermaßen kurzen Abständen mit aktueller Musik von ihm zu versorgen. Für seinen mit 15 Stücken sehr üppig bestückten, neuen Longplayer „Make Or Break Me hat er die beliebtesten Tracks der beiden EPs (die Fans konnten darüber abstimmen) alternativ eingespielt (neue Fassungen) und mit sechs brandneuen Liedern ergänzt.

Park wird zwar mit zur Red Dirt-Szene gezählt, ist da aber eher der countrylastigeren Fraktion der Marke Kevin Fowler & Co. mit Hang zum Nashville-kompatiblen New Country, zuzuordnen (ist ja zudem einer der wenigen Hutträger und wirkt nicht nur äußerlich so ein wenig wie der „Kenny Chesney der Red Dirt-Szene“). Auch seine helle, angenehme Stimme weist deutlich mehr Nashville-Bezug auf, als der eher angerauht slangträchtige Gesang der meisten Interpreten in der Lonestar-/Oklahoma-Area.

Sein neues Werk beginnt sofort mit dem Titelstück und zugleich ersten Single „Make Or Break Me“ und das gibt auch damit den roten Faden vor, der sich durch das gesamte Album zieht: Sehr melodische und lockere, zumeist radiotaugliche Songs, die zum einen von ihren eingängigen Refrains und zum anderen von der erstklassigen Instrumentierung leben (allerdings gibt es auch einige aus dem Rahmen fallende Überraschungen).

Nicht zuletzt ein Verdienst der von Kyle mit sehr viel Geschick ausgesuchten, prominenten Begleitmusiker wie Steel-Urgestein Lloyd Maines (Gast auf „Missing You“), Keyboarder John Whitby oder Larry Franklin an der Fiddle. Bärenstarke und facettereiche Kost wird aber besonders von der Gitarrenfraktion geleistet, die von akustischer zu elektrischer, wie von Rhythmus- bis hin zur Solo-Arbeit glänzende Beiträge abliefert: John Carroll, Hayden Nicholas, Band-Gitarrist Karl Schwoch aber auch Kyle Park selbst lassen in perfekter Manier (teilweise auch richtig Southern-rockig – viele Bariton-, einige Twin-Parts) die Finger über die Saiten fliegen, was immer wieder großen Spaß bereitet.

Auch die sehr kurzweilig aufeinander wechselnden Stile fügen sich dank klug gewählter Songanordnung letztendlich zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. „The Heart Of You“ und „Just A Fake Smile“ bieten knackigen, modernen New Country (dezentes Rascal Flatts-/Jason Aldean-Flair). „Prove It To You“ und „I Love Her For A Million Reasons“ haben dank fetter E-Gitarren Southern Rock-Bezug, „What You’ll Never Know“, das abschließende „Overboard (It’s Over)“ und „Brokenhearted“ (geschrieben mit Ryan Beaver) glänzen mit toller Atmosphäre, letzteres kommt sogar richtig düster.

Und das von einem markanten Retro Fiddle-Riff geführte, herrlich altbacken im positiven Sinne dahinswingende „Leavin’ Stephenville“ (neben „Brokenhearted“ wohl die größte Überraschung des Werkes), sowie das sich mit einem nahezu in den Gehörgang festfräsenden Refrainzeile ausgstatteten „Whatever It Takes“ (dazu pompöse Pianoarbeit von Whitby) lassen den Zuhörer nur schwerlich los und verleiten hinterher dazu, die Melodien innerlich nachzusummen, bzw. nachzusingen. Sämtliche Tracks wurden von Kyle Park solo oder mit diversen Co-Writern wie z.B. George Ducas oder Randy Rogers-Gitarrist Geoffrey Hill kreiert, dazu zeichnet er sich auch für die sehr klare Produktion alleinig verantwortlich.

Mit „Make Or Break Me“ hat Kyle Park von daher ein tolles, vielseitiges (New) Country-Album hingelegt, das seine Anhänger eher bei der Stange halten wird, als dass man sich von ihm abwendet. Vermutlich wird er sogar mit diesem Werk viele neue hinzugewinnen. Ein interessanter Mann mit viel Kreativpotential, der ganz sicher noch einiges von sich hören lassen wird. Tolle Leistung, Kyle Park!

Eigenproduktion (2011)
Stil: New Country

01. Make Or Break Me
02. Prove It To You
03. Mistakes I’ll Regret
04. The Heart Of You
05. I Love Her For A Million Reasons
06. All Night
07. Any Day Or Night
08. I’m Missing You
09. Leavin‘ Stephenville
10. What You’ll Never Know
11. Just A Fake Smile
12. Brokenhearted
13. I Think You’re In Love
14. Whatever It Takes
15. Overboard (It’s Over)
16. (CD-ROM Track)

Kyle Park
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No Justice – America’s Son – CD-Review

4. Studioalbum der beliebten Red Dirt Countryrock-Institution aus Stillwater, OK. Und wieder ist es ein durchgängig überaus hörenswertes, erstklassiges Teil geworden, das allerdings im Vergleich zum Vorgänger „2nd Avenue“ wieder mehr auf ihren ursprünglichen, etwas mehr country-infizierten, nicht ganz so „harten“ Sound der anfänglichen Werke fokussiert ist. Hängt vermutlich auch damit zusammen, dass No Justice nach einem kurzen Ausflug in andere Gefilde wieder zum führenden Szene-Label Smith Entertainment zurückgekehrt sind. Kaum eine andere Band, außer vielleicht der Eli Young Band, ist in der Lage, im gesamten Verlauf des Bestehens (seit 2001) und der produzierten Alben, so viele Ohrwürmer am Fließband abzuliefern, wie die Mannen um Steve Rice, den charismatischen Songwriter und Bandleader.

Der Sänger mit der markanten Wohlfühlstimme hat sich auch auf „America’s Son“ wieder richtig ins Zeug gelegt und sowohl starke neue Stücke kreiert, aber auch einige den Kennern der Band und anderer Künstler der Red Dirt-Szene bereits geläufige Titel modifiziert, neu arrangiert und neu eingespielt – und das in vortrefflicher Manier. Das aktuelle Line-up von No Justice besteht mittlerweile aus Armando Lopez (percussion), Bryce Conway (keyboards), Cody Patton (lead guitar, vocals) und Justin Morris (bass, vocals), die beiden Letztgenannten waren diesmal auch beim Songwriting mit drei Tracks involviert. Produziert hat erneut Dexter Green.

Aber auch einige interessante Gäste trugen zum vortrefflichen Gelingen des Werkes bei. So glänzt beispielsweise ex Drive-By Truckers-Mann Jason Isbell (Jason and the 400 Unit Isbell) beim herrlich flockigen Opener „Never Gonna Be Enough“ mit einem klasse Slide-Anschluss an Patton’s E-Gitarren-Solo. Das folgende „Life’s Too Short“ entpuppt sich als lupenreiner Southern-Rocker. Geht ganz schön ab. Wunderbar auch die schönen Harmoniegesänge von Countrysängerin Elizabeth Cook, die vortrefflich mit Steve’s wohlig rauchigem Organ zusammenpasst. Herrlich auch bei dem Countryschwofer „Songs On The Radio“ (klasse Mandolinen- und Gitarrenuntermalung, erneut tolles Slide-Solo). Der launige, deftig voranpreschende Heartland-Rocker und gleichzeitig die e Single „Shot In The Dark“ hat es sofort in die Top-10 der Texas Music Charts geschafft (das komplette Album übrigens zum ersten Mal auch in die Billboard Charts).

Das nicht, wie sonst oft üblich, mit überzogenem Patriotismus angereicherte Titelstück „America’s Son“ (hier sehr angenehm, sogar etwas melancholisch) wird, wie meistens bei No Justice, von einem ins Ohr gehenden E-Gitarren-Führungsriff bestimmt. Die Orgel gurgelt und hallt wunderbar im Einklang mit Rice’s unverwechselbarem Gesang und Cook’s netten Harmonies. Dazu gibt es wieder ein schönes E-Gitarren-Solo von Cody Patton. Ebenfalls sehr hitverdächtig. Kommen wir zu den bekannten Liedern.

„Give You A Ring“ und „Let’s Not Say Goodbye Again“ hat Steve Rice zusammen mit Casey Donahew (Casey Donahew Band) geschrieben und der hat die beiden Tracks auf seiner im letzten Jahr erschienenen CD „Double-Wide Dream“ bereits veröffentlicht. Donahew’s auch sehr gelungenen Versionen sind im Vergleich ursprünglicher, während No Justice mehr auf Eingängigkeit bedacht sind. Ihr Vorteil: Steve Rice ist einfach der um Längen bessere Sänger und so haben No Justice in der finalen Bewertung die Nase doch leicht vorn. „Red Dress“ ist ein Fan-Favorit vom Zweitwerk der Band. Hier neu aufgelegt mit besser herausgearbeiteten Vocals von Rice, instrumentell variiert und mit verbessertem Sound.

Vom gleichen früheren Silberling stammt das abschließende „Walk Away“. Diesmal assistiert die großartige Rebecca Lynn Howard Steve Rice bei den Harmoniegesängen, aber deutlich mehr in den Vordergrund abgemischt als Cook bei den Tracks zuvor. Was die beiden hier gesanglich abliefern ist ganz großes „Kino“, ja Gänsehaut pur (auch tolle Pianobegleitung). Und wenn Patton dazu noch zwei grandiose E-Gitarren-Soli (vor allem das zum Ausklang des Liedes) loslässt, brechen alle Dämme. Ein absoluter Killersong! Da ist man nur noch hin und weg. Ein Ohrwurm der Extraklasse und ein Hammerabschluß eines großartigen Albums. „America’s Son“ festigt den Rang des Stillwater-Fünfers als eine der hochwertigen Konstanten der Red Dirt-Szene. No Justice sind auch mit ihrem 4. Studio-Longplayer erneut gnadenlos gut!

Smith Entertainment (2012)
Stil: Red Dirt

01. Never Gonna Be Enough
02. Life’s Too Short
03. Songs On the Radio
04. Red Dress – 5:15
05. Shot In the Dark
06. Run Away With Me
07. America’s Son
08. Give You A Ring
09. Let’s Not Say Goodbye Again
10. Don’t Walk Away

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Thieving Birds – Gold Coast – CD-Review

Vor zwei Jahren lieferte einer der besten, neuen Red Dirt-Acts der jüngeren Vergangenheit ein brillantes Debut ab, nun kommen die Thieving Birds mit dem oft so schweren Nachfolger. „Gold Coast“ heißt die Scheibe – und Leute, die Band knüpft mit ihrer außergewöhnlichen Klasse nahtlos an den Vorgänger an. Grandos schon der Auftakt: Kuhglocken-Drums, ein, trotz allen Drucks, lässig groovender E-Gitarrenrhythmus im Stile der Stones, dazu der charismatische Gesang von Frontmann Ace Crayton, dreckiges Skynyrd’sches E-Gitarren-Solo in „Gimme Three Steps“-Manier und fertig ist der herrliche Opener „In The Summer“, ein Stück, das in dieser Art auch gut in das Repertoire der The Dirty Guv’nahs passen würde. Das ziemlich harsch dahin polternde „Because My Baby Smiled“ hat ein wenig Roadhouse Rock-Flair, Craytons kräftiger, herausposaunender Gesang kommt voller Inbrunst.

Das ziemlich aggressiv vorgetragene „Black Canyon Boom“ bietet Southern Rock mit dezent psychedelischer Note der absoluten Extraklasse. Stark dabei die E-Gitarrenarbeit von John Seidler, dessen Vorliebe für Gibson-Les Paul-Klänge bei seinen Soli offensichtlich ist. Mit „Brother Ryan“ (Red Dirt-mäßssg, klasse E-Baritonführungsspiel und -solo) und dem mit Countryflair behafteten, sehr melodischen „Reasons“ wird dann vorübergehend eine etwas ruhigere Schiene gefahren. Hier erinnert Craytons Stimme immer wieder an die von Randy Rogers. Beim southern-bluesigen „In Your Arms“ groovt, stampft und shuffelt es wieder, dass es eine wahre Freude ist (toll auch hier wieder Craytons wuchtiger Gesang und die satte Rhythmusgebung durch Drummer Beau Brauer und Bassist Rody Molder).

Das rootsige „As Good As It Gets“ hat sogar einen unterschwelligen CCR-„Born In The Bayou“-Touch. Ganz großer „Sport“ ist der Seventies-inspirierte Slow-Blues „Graveyard Love“, wo sich psychedelische Elemente a la Led Zeppelin, progressive Töne Marke Pink Floyd und entspannte Southern Blues-Gitarren zu einem phänomenalen, atmosphärischen Gebräu vermischen. Wunderbar passend dazu auch die gurgelnde Orgel von Gastmusiker Tommy Young. Die abschließenden „December’s Favorite Daughter“ und „When I Arrive“ bieten melodischen, klassischen, sowie unbekümmert und gitarrenbetont verlaufenden Red Dirt-Rock, etwa im Stile der Randy Rogers Band zu Anfangstagen (nur gänzlich ohne deren Fiddle-Note). Es ist immer wieder eine Freude, diese nachrückenden, hochtalentierten Newcomerbands aus dem schier unendlich scheinenden Fundus der südlichen Sphären der Staaten entdecken zu können.

Die Thieving Birds reihen sich mit ihrem zweiten Werk „Gold Coast“ nahtlos in den Reigen solcher junger, großartiger Acts wie Whiskey Myers, Statesboro Revue, The Dirty Guv’nahs, The Vegabonds oder Blackberry Smoke ein. Was für ein Pracht-Album! Viel Druck, sehr saftiger, satter Sound (produziert hat übrigens Erik Herbst – Eli Young Band, Josh Abbott Band, Casey Donahew Band u.v.m.), fette Drums, tierische, raue Gitarrenlinien, klasse Melodien und jede Menge Southern Rock-Flair! Die Red Dirt Rock-/Countryrock- und Southern Rock-Gemeinde darf jubeln! „Hammer“!

Eigenproduktion (2013)
Stil: New Country

01. In The Summer
02. Because My Baby Smiled
03. Black Canyon Boom
04. Brother Ryan
05. Reasons
06. In Your Arms
07. You Gotta Believe Me
08. As Good As It Gets
09. Graveyard Love
10. December’s Favorite Daughter
11. When I Arrive

Thieving Birds
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Bärchen Records

Brandon Steadman Band – Recovery – CD-Review

Ganz feiner, frischer, unbekümmerter und hoch melodischer, knackiger Country/Countryrock/Red Dirt von der in Arlington/Texas beheimateten Brandon Steadman Band aus dem Hause Smith Entertainment! Auch Brandon Steadman stammt, wie so oft in hiesiger Szene, aus einem musikbegeisterten Haus. Während seine Mutter für Randy Travis und Clay Walker schwärmte, galten dir Vorlieben von Brandons Vater solchen Bands wie Lynyrd Skynyrd und Boston. Dieser kaufte ihm mit 12 schließlich die erste klassische Gitarre, welche aber erst intensiv genutzt wurde, als ihn die ältere Schwester mal mit ins berühmte Antone’s in Austin genommen hatte.
Brandon, unterdessen 17 Jahre alt, wechselte nun auf eine „richtige Gitarre“ um. Von da an versuchte er in kürzester Zeit so viele Griffe wie möglich zu erlernen. Der Startschuss für die Brandon Steadman Band fiel dann auf der „South Of The Border Party“ im ansässigen Sigma Chi House. Brandon traf bei einem weiteren Schul-Gig zufällig Kevin Lorensen, der bereits auf eine reichhaltige Erfahrung, was die Mitwirkung in dieversen Bands anging, zurückgreifen konnte. Man beschloss recht schnell, das erste Album „Front Seat Row“ in Austin aufzunehmen. Mit diesem Werk im Rücken gelang es Steadman aus dem College-Zirkus auszubrechen und in ganz Texas aufzutreten. Unzählige Gigs formten in den nächsten Jahren ihn und seine Musiker. Eine weitere Begegnung mit Joey Green (Joey Green Band – mal bezeichnet als „Fort Worth’s best kept secret“) brachte dann den endgültigen Durchbruch.

Obwohl beide grundsätzlich verschiedene Charaktere waren, harmonierten sie und ergänzten sich in ihrer musikalischen Zusammenarbeit bestens. Steadman dazu: „We really had different styles – writing, personality and everything, so the fact that we became such good friends is a mystery to me. But that’s exactly what the band needed to get the next album in motion“. Mit neuem Management und dem in Red Dirt-Kreisen arrivierten Smith Entertainment-Label im Rücken schmiedeten die beiden dann das jetzt brandaktuelle Werk „Recovery“. Green übernahm die Produktion, Teile beim Songwriting und er glänzt vor allem mit seiner vorzüglichen E-Gitarrenarbeit (dazu kamen noch die Keyboard-Parts, Percussion und Background Vocals). Steadman konzentrierte sich auf den Großteil der Kompositionen, natürlich den Gesang (großartig) und spielt Akustikgitarre. Den Rest des Line-ups bilden besagter Kevin Lorensen am Bass, Randy Gray als weiterer Gitarrist, Brandon Morris an den Drums, Roger Ray an der Pedal Steel (ganz vorzügliche Vorstellung), sowie die wunderbaren Harmoniegesänge einbringende Ashley Lee.

Die 11 Tracks bieten wunderbar erfrrischenden, klassischen, unverbrauchten Red Dirt Country und Countryrock mit solch herrlichen Arrangements und Melodien, wie wir sie von vielen Bands (zum Beispiel Eli Young Band, Bart Crow Band) in ihrer Frühphase kennen. Brandon hat eine überaus angenehme Stimme, die dann mit der Rhythmusfraktion und Green, sowie Grays E-Gitarrenarbeit und Rays erhabenen Steel-Fills perfekt harmoniert. Manchmal klingt es so, als wenn der frühere Keith Urban eine Red Dirt-Scheibe aufnehmen würde. Ganz stark wird es immer, wenn, wie bei „Fort Worth Line“, Ashley Ley recht prägnant beim Gesang dazu stößt. Das ähnelt und erinnert ein wenig an die erfolgreiche Kooperation von Josh Abbott und Kacey Musgraves auf den letzten Alben der Josh Abbott Band.

Sehr schön auch das retro-folkig angehauchte „Leaving Austin“, wobei einem spontan Rob Baird spontan in den Sinn kommt. Was für eine großartige Melodie. Das sind alles richtige Ohrwürmer. Den Großteil bilden aber schön rockig, flockig und melodisch nach vorn gehenden Lieder der Marke „Stupid Girl“ (wohl am hitverdächtigsten), „Already Gone“ (schöne E-Baritongitarrenarbeit), „Stronger Than The Whiskey“ (Southern-trächtiges E-Gitarren-Solo, Orgelhall, Mitsing-Refrain), oder das abschließende,schön kräftige, aber dennoch lockere „Who Do You Think You Are“ (wieder solch eine herrliche Melodie, klasse E-Gitarren/Steel-Solo-Kombination).

Die Brandon Steadman Band und ihr neues Werk „Recovery“ stellen eine absolute Bereicherung für die Red Dirt-Szene dar. Das ist noch weitgehend unverbrauchte Musik, hoch talentiert, fernab irgendwelcher Zwänge, dabei hoch professionell in Szene gesetzt. Perfekter Stoff für Liebhaber solcher Acts wie beispielsweise Bart Crow, die Eli Young Band, Rob Baird, Cody Gill Band, Casey Donahew Band & Co.! Klasse Scheibe!

Smith Entertainment (2014)
Stil: Red Dirt

01. All I’m Asking
02. Without Saying Goodbye
03. Hey Hey Tonight
04. Fort Worth Line
05. Leaving Austin
06. Stupid Girl
07. Already Gone
08. Stronger Than The Whiskey
09. Days & Nights
10. When I See You Again
11. Who Do You Think You Are

Brandon Steadman Band
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The Bois D’Arcs – Same – CD-Review

The Bois D’Arcs sind ein Quartett aus dem texanischen Örtchen Muenster. Die Stadt wurde einst von deutschen Siedlern gegründet, und viel westfälische Tradition, von der religiösen Gesinnung bis zu den Essgewohnheiten, wurde über den großen Teich hinüber transportiert und bis heute erhalten. Ob es auch noch Parallelen zum hiesigen studentischen Treiben und der begeisterten Fahrradaktivität gibt oder ein ähnlich schlechter Soccer-Club namens SC Preussen Muenster existiert, konnte die Recherche nicht endgültig klären. Sicher ist, dass dort neben einem Weihnachtsmarkt ein sogenanntes ‚Germanfest‘ etabliert ist, auf dem richtig gute Musik geboten wird. Hier sind die Jungs natürlich auch längst aufgetreten, Bilder davon kann man sich auf deren Homepage (s. unten) ansehen.

Kommen wir aber zum Album. Den furiosen Auftakt macht „Dead & Gone“, ein stampfender Southern-Rocker der Extraklasse, bei dem die herrliche Gitarrenarbeit von Chris Stewart und der rotzig dreckige und hochgradig charismatische Gesang von Bandleader Shayne Wimmer (kein Nachfahre von Hacki Wimmer) herausragen. Vielleicht so was wie die etwas verspätete texanische Antwort auf Skynyrds „Gimme Three Steps“.

Neben einigen melodischen Midtempo-Songs mit viel Southern Flair („Sick Of It All“, „Feel Alright“, „Better Off Tonight“), gibt es auch richtig schön flott dargebotene, Steel-getränkte Countryheuler („Wasted“ – mit fast heiseren Harmoniegesängen, die zum Mitgrölen anregen, „Take Me As I Am“ und „Give It One More Chance“- beide mit Retro-Touch), die das Tanzbein und die Feierlaune im Manne animieren. Ganz hervorragend kommt das mit Mandoline und filigranem Dobro-Spiel verzierte und herrlich entspannte „Backroads To Texas“ (an der Grenze zum Bluegrass, Richtung Pat Green, Django Walker), bei dem Gastmusiker Milo Deering großartige Akzente zu setzen vermag.

Wer bei den balladesken Songs mit wunderbarem Akustik- und E-Gitarrenspiel wie „You’ll Feel Better“ oder „I’ll Be The One“ nicht unweigerlich eine Gänsehaut bekommt (grandiose Gesangsvorstellung von Wimmer), dem muss ich attestieren, dass die sich in unserer Gesellschaft rasant verbreitende innerliche Verrohung der Menschen auch auf ihn bereits übertragen hat. Da kann dann nur noch eine ganz gezielte Musiktherapie mittels des hier federführenden SoS-Psychologen helfen.

Als Rausschmeißer lassen Wimmer & Co. mit dem Psychedelic-Rocker „The Day“ am Schluss noch mal richtig Dampf ab, und beenden ein super-starkes Werk, bei dem man Schwachstellen wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen kann.

The Bois D’Arcs haben mit ihrem zweiten, nach sich selbst betiteltem Album (produziert hat übrigens der umtriebige Alles-Könner Erik Herbst, der u. a. auch die recht ähnlich veranlagte Eli Young Band schon betreute) eine brillante Mischung aus Country, Rock, Southern Rock, Red Dirt, Blues, Honky-Tonk und dezenten Bluegrass-Elementen hingelegt, so dass ihr wohl auch nur in Insiderkreisen bekanntes Debütalbum „Horseapple Pie & Lemonade“ schon ganz oben auf der Liste meiner künftigen CD-Besorgungen notiert ist.

Eigenprodution (2006)
Stil:  Red Dirt

01. Dead & Gone
02. Sick Of It All
03. Wasted
04. Feel All Right
05. Better Off Tonight
06. Backroads Of Texas
07. Take Me As I Am
08. You’ll Feel Better
09. I’ll Be The One
10. Give It One More Chance
11. The Day

The Bois D’Arcs
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Wade Bowen – If We Ever Make It Home – CD-Review

Wunderbares neues Album des Texaners mit zwölf herrlichen, von magisch schönem „Red Dirt“-Feeling durchzogenen, lockeren, hinreißend melodischen New Country-/Countryrock-Perlen (zum Teil mit einem Hauch von Americana), deren wohlige Klänge sich voller Wärme tief in unseren Gehörgängen einnisten. Wade Bowen war schon zu Beginn seiner Karriere von stetigem, großem Ehrgeiz geprägt, sich musikalisch immer weiterentwickeln zu wollen.

Trotz der vielversprechenden Alben mit seiner Startformation West 84 (wir erinnern uns vor allem an ihr grandioses, so unbekümmertes Live-Album „The blue light“), merkte er, dass er seinem Publikum wesentlich mehr zu sagen hatte, vor allem Dinge, die seine Persönlichkeit reflektieren und mit einer Band unmöglich umsetzbar schienen. Logische Konsequenz war, dass es bei Wade irgendwann auf eine Solo-Karriere zulaufen würde. Der endgültige Zeitpunkt war gekommen, als West 84 vom immensen Tourstress abgebrannt waren.

Einige Musiker (wie u.a. auch Wade) widmeten sich immer mehr ihren eigenen Projekten oder gaben ganz auf. Bowen nutzte den Zeit zum Absprung und brachte nach wenigen Jahren das von Kritikern (und auch von uns) so hoch gelobte Album“Lost Hotel“ heraus, das Bowen nach und nach viel Annerkennung und auch im Raum Texas/Oklahoma großen Erfolg bescherte, darüber hinaus aber, trotz aller Brillanz, kommerziell (völlig zu unrecht) nicht den gewünschten Erztag brachte. Mittlerweile sind fast drei Jahre verstrichen und der von vielen befreundeten Musikern für seinen Positivismus und seine Genialität geschätzte Singer/Songwriter versucht jetzt mit „If We Ever Make It Home“ den nächsten Anlauf ein größeres Publikum zu erreichen.

Die Aussichten, dass dies nun gelingt, sind blendend! Wade hat sich abermals mit seinem „Lost Hotel“-Produzenten J. R. Rodriguez zusammengetan, konnte hervorragende Co-Komponisten (u.a. Jedd Hughes, Randy Rogers, Jim Beavers, Stephony Smith, Radney Foster, Clint Ingersoll) für’s Songwriting (neben ein paar fein ausgewählten Fremdstücken) gewinnen und auch musikalisch wurde er von einigen absoluten Stars der ersten Nashville-Studiomusikergarde (u.a. die Gitarrenzauberer David Grissom, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, sowie Dan Dugmore (Pedal Steel, Lap Steel), Aubrey Haynie (Mandoline), Eric Darken (Percussion), Tim Lauer (keyboards), etc.) unterstützt.

Herausgekommen sind, wie gesagt, wunderbare, extrem melodische Stücke, die von einem Hauch Red Dirt durchzogen sind, und die natürlich von dieser herrlich warmen und angerauten Stimme Bowens ihre besondere Note erhalten. Als kleines Zusatzbonbon gibt es zudem noch einen Gastauftritt von Chris Knight bei der grandiosen „Red Dirt“-/Americana-Ballade „Daddy And The Devil“, die Knight mit seinem typischen, rootsigen Heartland-Flair exzellent veredelt. Ein tolles Stück! Das allerdings trifft auch auf den Opener „You Had Me At My Best“ (welch wahre Aussage in Bezug auf das gesamte Album) zu. Was für eine traumhafte, zeitlos schöne Countryrock-Nummer, die auf unwiderstehliche Weise klasssiche Retro Countryrock-Elemente mit den modernen Klängen der „Red Dirt“-Bewegung vereint!

Nach einem wunderschönen, unterschwellig halligen, vollmundigen Steelguitar-Intro pendeln sich Bowen und seine formadiblen Begleitmusiker in einem unwiderstehlich lockeren, flott flüssigen Rhythmus mit einem Mix aus diversen Eöectric-, Acoustic-, und Steel-Gitarren ein (dazu eine prächtige Slide-Passage im Mittelteil) und lassen mit der damit verbundenen, wunderschönen Melodik, gar Erinnerungen an goldene Eagles-Zeiten wach werden. Ist gleichzeitig die erste Single des Albums und bereits hoch in den Texas Music-Charts platziert. Wird wohl verdientermaßen Bowen’s zweite Nummer 1 seiner Karriere werden!

Es folgen das Titelstück „If We Ever Make It Home“ und „Turn Out The Lights“. Beides herrlich emotional (leicht introvertiert) vorgetragene, von traumhaften Melodien durchzogene, zwischen balladesk und Mitdtempo variierende Songs mit viel persönlichem Flair und grandioser instrumenteller Umsetzung durch die exzellenten o.a. Musiker (phantastische, dezente Gitarrenarbeit plus schöner Soli, unaufdringliche Steeleinlagen)“ Das anschließende, szarke „Ghost In This Town“ präsentiert sich äußerst knackig mit einem schon fast poppigen Refrain, was wir ganz und gar nicht als negativ verstanden wissen möchten. Ein absolut radiotauglicher Song!

Super natürlich auch die Stücke, die Bowen zusammen mit Randy Rogers (Randy Rogers Band) und Radney Foster komponiert hat („Why Make Perfect Sense“ – tolle Piano- und Orgelarbeit, Steel-Solo; „Nobody’s Fool“ – flotter, knackiger Uptempo New Country/Countryrock, schöne E-Gitarren-/Slide-Einlagen; „From Bad To Good“ – filigrane Mandolinenklänge, feine Piano-Tupfer, schöner, weiblicher Harmonie-Gesang)! Von den Fremdkompositionen besticht vor allem das von Sean McConnell geschriebene „Into The Arms Of You“, das in einer an John Mellencamp erinnernden Atmosphäre vorgetragen wird, wobei Tim Lauer mit einem an ein Akkordeon erinnerndes Orgelspiel tolle Akzente setzt.

Großartig hier einmal mehr Bowen’s dezent „staubiger“ Gesang. Fazit. Wade Bowen hat mit „If We Ever Make It Home“ seinem Ehrgeiz entsprechend einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Er hat den Spirit seines starken Vorgängerwerkes mitgenommen, ein wenig variiert und insgesamt noch ein paar weitere Qualitätsakzente draufgepackt! Sehr beeindruckend! Wir ziehen ein weiteres Mal den Hut vor einer famosen Leistung. Um den Titel des oben beschriebenen Opener noch einmal aufzugreifen. „You Had Me At My Best“ wandeln wir symbolisch um in „You HAVE Me At My Best“ und unterstreichen. Dies ist der beste Wade Bowen, den wir bekommen können…

Smith Entertainment (2010)
Stil:  Red Dirt

01. You Had Me At My Best
02. If We Ever Make It Home
03. Turn On The Lights
04. Ghost In This Town
05. Why Makes Perfect Sense
06. Trouble
07. Nobody’s Fool
08. Into The Arms Of You
09. From Bad To Good
10. Missing You
11. Daddy And The Devil
12. Somewhere Beautiful

Wade Bowen
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