Danny Bryant – 23.01.2026, Schwarzer Adler, Rheinberg – Konzertbericht

Wenn Danny Bryant mit seiner Band dem Schwarzen Adler in Rheinberg einen Besuch abstattet, ist in der Regel ein volles Haus garantiert. Und so durfte sich Ernst Barten auch diesmal wieder über eine dementsprechende Kulisse erfreuen.

Der mittlerweile 45-jährige Brite hat bedingt durch gesundheitliche Probleme (u. a. Folgen einer Alkoholsucht), seine Lebensgewohnheiten drastisch geändert, besonders gut erkennbar durch den, zu seinem Vorteil statt gefundenen erheblichen Gewichtsverlust.

Diese Phase hat er mit seinem neuen hervorragenden Album „Nothing Left Behind“ aufgearbeitet und ab sofort gilt der Blick nur noch nach Vorne. Wie an diesem Abend überaus deutlich vernehmbar, wirkt er viel agiler und auch irgendwie gelöster und lockerer. „I’m tougher now“ singt er selbstbewusst im Opener des Albums, der dann auch gegen Ende des zweiten Sets, wie auch viele andere Stücke des Werkes, in der Setlist der gerade begonnenen Tour seine Berücksichtigung findet, was mir persönlich ungemein gut gefiel.

Dies positive Energie ist sicherlich auch ein Verdienst seiner ihn umgebenden Mitstreiter Marc Rahner, Jamie Pipe, Ardjom Feldster und ‚Strahlemann‘ Alexander Hinz, die ihm mit viel Spaß und musikalischer Klasse, auf der Bühne den Rücken stärkten.

Gespielt wurde, wie üblich im Adler, in zwei Hälften, wobei schon der erste Teil mit u. a,  dem satten „Swagger“ zum Auftakt, dem Aufheizer „Temperature Rising“, dem furiosen Southern Rock-Slowblues „Guntown“, „Lover Like You“, dem atmosphärisch proggigen „Enemy Inside“ und der Killerballade „Just For You“ (alle drei vom neuen Longplayer), ein extrem hohes Level geboten wurde.

Auch der Auftakt zu Teil 2 stand mit „Three Times As Hard“ und dem eingängigen „Missing You“ (Heartland-Note) sofort wieder im Zeichen des aktuellen Silberlings. Wie so oft, vergeht bei Bryant-Gigs die Zeit wie im Fluge.

Über „The Rage To Survive“, „Unchained“, wo sich alle einzelnen Beteiligten nacheinander mit anspruchsvollen Soli an ihren Instrumenten in den Fokus rückten, „Not Like The Others“, „Tougher Now“, „Redemption“ (alle drei wieder von „Nothing Left Behind“) und dem knackigen Instrumental „Looking Good“ war das Ende des offiziellen Hauptteils schon erreicht, der natürlich von den unzähligen, quirligen und glänzenden E-Gitarren-Soli des Protagonisten auf seiner gold-weißen Stratocaster maßgeblich geprägt wurde.

Das begeisterte Adlerpublikum ‚kitzelte‘ den Quintett noch satte drei Zugaben heraus  (u. a. das Endorphine freisetzende „Painkiller“ und der satte Stampfer „Rise“), sodass am Ende ausnahmslos strahlende Gesichter zu vernehmen waren. Nur wenige Minuten später standen die Musiker schon wieder für die üblichen Merchandising-Aktivitäten (Signieren, Smalltalk, etc.) zur Verfügung.

Wer den ’neuen‘ toughen Danny Bryant mit seinen Jungs noch öfter erleben möchte, kann dies in naher Zukunft bei diesen Terminen in die Tat umsetzen:

25.01.26           Berlin, Frannz Club
27.01.26            Hamburg, Nica Jazz Club (Bigband Show)
28.01.26            Bonn, Harmonie (Bigband Show)
29.01.26            Dortmund, Musiktheater Piano (Bigband Show)
30.01.26            Freudenburg, Ducsaal
31.01.26            AT – Rankweil, Altes Kino
01.02.26            München, Backstage
03.02.26            CH – Lyss, Kufa (Bigband Show)
05.02.26            CH – Aarburg, Musigburg
06.02.26            Burglengenfeld, VAZ
07.02.26            Freiburg, Jazzhaus (Bigband Show)
20.03.26            Siegen, Vortex Surfer Musikclub
21.03.26            Seelow, 13. Bluesrock Fest (Bigband Show)
26.03.26            CH – Rorschach, Industrie 36 (Bigband Show)
27.03.26            Bad Reichenhall, Magazin 3
28.03.26            Neustadt/Orla, Wotufa-Saal (Bigband Show)

Line-up:
Danny Bryant (lead vocals, electric guitar)
Marc Rahner (electric & acoustic guitar)
Ardjom Feldster (bass, bgv)
Alexander Hinz (drums)
Jamie Pipe (keys)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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Schwarzer Adler

Danny Bryant – Nothing Left Behind – CD-Review

Das erste CD-Review des neuen Jahres kommt bei mir, obwohl ich eigentlich normaler Weise nicht abergläubisch bin, immer einem Omen für den weiteren Verlauf der nächsten zwölf Monate gleich. Glücklicherweise begann eigentlich jedes der nunmehr zehn Jahre Sounds Of South mit einem starken Werk und es hagelte ganz viel gute Musik hinterher.

Auch diesmal brauche ich mir wohl keine Sorgen zu machen, denn mit Danny Bryant, bestreitet ein bewährter Qualitätsgarant den Auftakt in 2026. Erstaunt muss ich zunächst feststellen, dass ich, review-technisch gesehen, bis dato nur bei Konzerten mit ihm in Berührung gekommen bin. Ich habe in meiner langen ‚Karriere‘ tatsächlich noch nie ein Album von ihm unter die Lupe genommen.

Das ändert sich jetzt jedoch, sein neues Werk „Nothing Left Behind“, das am 23.01.2026 veröffentlicht wird, steht zur Besprechung an. 

„Das Album handelt von meiner Rehabilitation und davon, wie ich mein Leben in positiver Weise verändert habe“, so Bryant, äußerlich allein schon seit geraumer Zeit auch durch seinen erheblichen Gewichtsverlust erkennbar.

Rein Stimmlich, spielerisch und kreativ, sind keine Einbußen zu vermerken, ganz im Gegenteil, das Album strotzt nur so vor Vitalität und auch neuer Ideen. „Tougher Now“ ist nicht nur eine schlagkräftige Zustandsbeschreibung, der shufflige kräftige Opener des neuen Albums (mit herrlich wummernder Orgel) ist aus meiner Sicht auch ein idealer Beginn bei seinen anstehenden Gigs der aktuellen Tour. 

Ähnliches gilt für das treibende, stadiontaugliche „Not Like The Others„, das einen fast in die 90er Jahre der Rockmusik zurückbeamt. Nach soviel Energie und Dynamik zu Beginn ist es folgerichtig, dass Bryant mit der progressiv angehauchten, pianogetränkten Ballade „The Enemy Inside“ (es schimmert sogar ein wenig Genesis-Ambiente durch) erstmal auf das Bremspedal tritt. Herrlich das integrierte hymnische E-Gitarrensolo. Ein Highlight der CD!

Das polternde, texas-blues-rockige „Swagger“ (mit Kuhglockendrums und „Smoke On The Water-verdächtiger Rhythmusgitarre) lässt dann die Southern Rock-Vorliebe des Protagonisten aufblitzen. Atmosphärisch und ruhiger wird es wieder bei „Redemption“, klassischer Stampf-Blues Rock kennzeichnet „Three Times As Hard“.

Dass Danny durchaus auch ‚radiotauglich‘ kann, beweisen die eingängigen und melodischen Songs wie „Nothing Man“ (mit Akustikgitarre und Harmoniegesängen) und „Missing You“ (Bob Seger-Flair).

Stevie Ray Vaughan-Fans werden sich am E-gitarren-lastigen „Lover Like You“ (mit gurgelndem Orgel-Solo) laben. Die Schlussphase des Longplayers wird mit der wunderbaren Killer-Ballade „Just For You“ eingeläutet, Gänsehautmomente garantiert.

Das endgültige Finale wird dann nochmals in progressiver Manier zelebriert. „Heatwave Heartbreak“ ist ein Instrumentalstück irgendwo zwischen Pink Floyd, Santana, Peter Green & Co., bei dem Bryants brillantes E-Gitarrenspiel im Mittelpunkt steht.

„Wir wollten ein Album machen, das wir live spielen können. Mit fünf Leuten auf der Bühne können wir die ganze Klangwelt, die wir im Studio geschaffen haben, tatsächlich reproduzieren und ohne Einbußen live präsentieren.

Ich hoffe, dass das Album neue Hörerinnen und Hörer erreicht und gleichzeitig diejenigen anspricht, die mich schon lange begleiten, wir haben unser Herz hineingelegt – und ich hoffe, man hört das.“

Diesem Statement kann ich am Ende nur voll und ganz zustimmen. Ein tolles, abwechslungsreiches und kurzweiliges Werk, das Danny Bryants internationales Renommee im Blues Rock weiter festigen wird.

Möge „Nothing Left Behind“ sowas wie eine Zäsur, mit reinem Blick auf die Zukunft symbolisieren, meine ich, dass Bryant, trotz aller früherer Umstände, auch stolz auf das bis dato Geleistete zurückblicken kann.

Wir hoffen, dass der Brite, wie oben angedeutet, viele der neuen Tracks live in ‚tougher‘ Manier präsentieren wird. Gelegenheit dies zu überprüfen erhalten wir schon am 23.01.2026, dem Veröffentlichungstag, wenn wir seinen Gig im Schwarzen Adler in Rheinberg besuchen und darüber natürlich berichten werden.

Jazzhaus Records (2026)
Stil: Blues Rock

01. Tougher Now
02. Not Like The Others
03. Enemy Inside
04. Swagger
05. Redemption
06. Three Times As Hard
07. Nothing Man
08. Missing You
09. Lover Like You
10. Just For You
11. Heatwave Heartbreak

Danny Bryant
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Another Dimension

Lucinda Williams – World’s Gone Wrong – CD-Review

Review: Michael Segets

Lucinda Williams legt beständig neues Material vor und dies, obwohl die Folgen eines Schlaganfalls sie daran hindern, weiterhin Gitarre zu spielen. Unbenommen der gesundheitlichen Einschränkung ist ihr unverwechselbarer Gesang ebenso erhalten geblieben wie die Fähigkeit gute Songs zu schreiben. Diesmal gibt Williams ein politisches Statement ab. An wen sich die Kritik des Albums in erster Linie richtet, dürfte klar sein, wenn sie fragt „How Much Did You Get For Your Soul”? Die beschwörende Aufforderung, für Freiheit einzutreten, kommt sehr deutlich auf „Freedom Speaks“ zum Ausdruck. Williams beweist Rückgrat und tut mit ihren Mitteln das, was möglich ist, um auf Fehlentwicklungen in der Welt aufmerksam zu machen.

„World’s Gone Wrong“ ist ein Rockalbum, auch wenn sich gelegentlich Blues, Americana oder sogar Raggae hineinmischen. Die Songs sind diesmal durchgängig gradlinig angelegt. Williams verzichtet weitgehend auf extrem expressive Momente, die in der Vergangenheit mal genial waren, manchmal aber auch tendenziell anstrengend wirkten. Daher ist der neue Longplayer insgesamt in einem positiven Sinne eingängig. Dies bedeutet, dass er an den richtigen Stellen und in einem ausgewogenen Maß die für Williams typischen Ecken und Kanten aufweist.

Die Gitarrenarbeit übernehmen auf „World’s Gone Wrong“ Doug Pettibone und Marc Ford, die auf ganzer Linie überzeugen – beispielsweise auf „Something Gotta Give“, bei dem zudem Britney Spencer im Background zu hören ist. Auch beim Titeltrack wirkt Spencer mit. Marvis Staples singt „So Much Trouble In The World“, das aus der Feder von Bob Marley stammt, zusammen mit Williams. Als weitere prominente Stimme tritt Norah Jones bei „We‘ve Come Too Far To Turn Aróund” in Aktion. Dort sitzt sie ebenfalls am Piano. Ansonsten zeichnen Reese Wynans und Rob Burger für die Keys – Hammond B-3 oder Wurlitzer – verantwortlich.

Neben konsequenten Rockern wie „Sing Unburied Sing“ fügt Williams langsamere Songs ein („Punchline“) oder frönt auch mal dem Blues („Black Tears“). So kommt ein durchaus abwechslungsreiches Album zustande, das seine Linie nicht verliert. Herzblut steckt in der musikalischen Gestaltung der Songs. Durch ihre politischen und sozialkritischen Lyrics beweist Williams, dass sie das Herz am richtigen Fleck hat. „World’s Gone Wrong“ wirft einen ernüchternden, fast schon resignativen Blick auf die Welt. Letztlich bleibt aber die Hoffnung, dass sich das Geschehen in der Welt in Richtung Gerechtigkeit und Menschlichkeit bewegen lässt.

Highway 20 – Thirty Tigers (2025)
Stil: Rock

Tracks:
01. The World’s Gone Wrong
02. Something’s Gotta Give
03. Low Life
04. How Much Did You Get For Your Soul
05. So Much Trouble In The World
06. Sing Unburied Sing
07. Black Tears
08. Punchline
09. Freedom Speaks
10. We’ve Come Too Far To Turn Around

Lucinda Williams
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

Elles Bailey – Can’t Take My Story Away – CD-Review

Wenn ich darüber resümiere, welche Künstler im Laufe der letzten zehn Jahre in diesem Magazin einen besonders markanten Eindruck hinterlassen haben, steht die Elles Bailey mit ganz oben in der Liste.

Wir haben die sympathische Britin seit ihrem Debütalbum „Wildfire“ in 2017 hier reviewtechnisch mitbegleitet und sie auch mehrfach live begutachtet, zuletzt noch Ende 2024 beim Gig im kleinen Saal im Luxor Live in Arnheim.

Nach ihrem überragenden Vorgänger „Beneath The Neon Glow“ und dem damit verbundenen, durchaus beachtlichen Erfolg, lag die Messlatte enorm hoch. Meist entscheiden sich Interpreten, auf Nummer sicher zu gehen und nach dem Motto ’never change a winning team‘ auf der ’sicheren Schiene‘ weiterzufahren, um sich weiter in ähnlichem Rahmen zu bewegen.

Nicht so Elles Bailey, die ‚krempelte diesmal alles um. Neuer Produzent (Luke Potashnick), neue Co-Songwriter und Musiker (ihre Liveband blieb völlig außen vor) und auch eine deutlichere Ausrichtung zu soullastigerer Musik, was man bei den beiden Openern „Can’t Take My Story Away“ und dem groovigen  „Growing Roots“ sowie später dem  flotten „Angel“ (Motown-Note) recht eindrucksvoll vor ‚Öhren‘ geführt bekommt, einhergehend mit Bläsersätzen und gospeligen weiblichen Backgroundgesängen.

Erst beim vom leider viel zu früh verstorbenen Catfish-Fronter Matt Long geschriebenen,  herrlich flockigen „Better Days“ tritt  ihre immer wieder in ihre Musik integrierte Country-/Southern Rock-Passion in den Vordergrund, was besonders im Twin-Gitarren simulierenden E-Gitarrensolo deutlich wird.

In den ruhigen Stücken wie u. a. „Blessed“ (mit Piano und Streichern), „Constant Need To Keep Going“, „Dandelion“ (alle mit Pop-Appeal, aber auch unterschwelliger Nashville-Note) und der theatralisch endenden Pianoballade „Starling“  kommt natürlich ihre grandiose, leicht rauchige Stimme besonders gut zur Geltung.

Kommen wir zum Schluss noch zu meinen beiden weiteren Favoriten neben „Better Days“. Da wäre das in Little Feat-/Bonnie Raitt-Manier (E-Slide, HT-Piano, Orgel, Harp BGVs) cool dahinschunkelnde „How Do You Do It“ und der melodische, dezent melancholische und radiotaugliche Ohrwurm „Tightrope“.

Auch wenn „Can’t Take My Story Away“ aus meiner Sicht nicht ganz an den überragenden Vorgänger heranreicht, haben wir es wieder mit einem hervorragenden Werk von Elles Bailey zu tun. Wir werden ihre Geschichte deswegen sicher nicht beiseite schieben, Ganz im Gegenteil, wir werden ihre Entwicklung, wie bisher, weiter mit viel Freude begleiten, dokumentieren und in die Musikwelt hinaus publizieren.

Cooking Vinyl & Outlaw Music (2026)
Stil: Rock/Pop/Soul

01. Can’t Take My Story Away
02. Growing Roots
03. Better Days
04. Blessed
05. Constant Need To Keep Going
06. Take A Step Back
07. How Do You Do It
08. Angel
09. Dandelion
10. Tightrope
11. Starling

Elles Bailey
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Various Artists – Keep Me In Your Heart: The Songs Of Warren Zevon – CD-Review

Review: Michael Segets

Erst vor zwei Monaten wurde Warren Zevon in die Rock’n Roll Hall Of Fame aufgenommen – mehr als 22 Jahre nach seinem frühen Tod. Er gehört zu den Musikern, denen unterm Strich nicht der kommerzielle Erfolg zukam, den sie aus Sicht der Fachkritiker verdient hätten. Er kollaborierte mit etlichen befreundeten Musikern wie Andy Garcia, Don Henley oder Emmylou Harris. Der in klassischer Musik ausgebildete Intellektuelle nahm sein Debüt 1969 auf. Es fand wenig Beachtung. Erst durch Jackson Brownes Intervention trat Zevon 1976 mit „Warren Zevon“ wieder in Erscheinung. Mit dem Longplayer und dem folgenden „Exitable Boy“ (1978) erspielte er sich eine treue Fangemeinde, die ihn durch das Auf-und-Ab seiner weiteren Karriere begleitete. Nach einer Krebsdiagnose veröffentlichte er noch kurz vor seinem Tod „The Wind“ (2003) – eine eindringliche und bewegende Hinterlassenschaft. Von diesem Album stammt der Song „Keep Me In Your Heart“, der dem Tribute seinen Namen gibt und dort von Richard Barone gesungen wird.

Bereits 2004 organisierte Warrens Sohn Jordan das Tribute-Album „Enjoy Every Sandwich“, auf dem unter anderem Bruce Springsteen und Tom Petty Zevons Stücke coverten. Für die neue Homage versammeln sich Musiker*innen der New Yorker-Szene unter Federführung von Paradiddle Records, um Zevon und sein Werk zu würdigen. Mit Willie Nile („Mutineer“), Pete Mancini („Accidentally Like A Martyr”, „Carmelita”) und (Kerry Kearney („Rub Me Raw”) finden sich einige Interpreten, die auf SoS gelistet sind. Ansonsten sind mir die Mitwirkenden nicht bekannt. Diese machen ihre Sache jedoch gut.

Zevon verfügte über eine beachtliche Range in seiner unverwechselbaren Stimme und beherrschte sowohl die kräftigen als auch die zerbrechlichen Töne. Ihn zu imitieren wäre ein aussichtsloses Unterfangen, deshalb schlagen die vertretenen Musiker*innen einen anderen Weg ein. Sie transformieren selbst rockige Originale in der Regel zu einem erdigen Americana. Die Songs wirken daher anders, funktionieren aber durchweg. Dies zeugt auch von der Kraft der Kompositionen, die ihnen zugrunde liegen.

Die Hälfte der ausgewählten Tracks finden sich auf den beiden erwähnten Scheiben aus der zweiten Hälfte der 1970er Jahre. Selbstverständlich ist Zevons größter Hit „Werewolves Of London“ (Howard Silverman) ebenso vertreten wie „Poor Poor Pitiful Me“ (Freddy Jackson), das seinerzeit für Linda Ronstadt ein Erfolg war. „Carmelita“ wurde bereits von Dwight Yoakam und den Counting Crows gecovert. Weiteren Klassikern dieser Periode widmen sich Tricyle The Fortier Family Trio („Mohammed’s Radio“), Jimmy Webb („Desperados Under The Eaves”), und The Belle Curves („Lawyers, Guns, And Money”). Alle Interpreten geben den Songs ihre eigene Note mit. Besonders ragt „Roland The Headless Thompson Gunner“ von Ray Lambiase mit Unterstützung durch Kate Corrigan heraus. Die Version der Lucky Ones von „Johnny Strikes Up The Band“ ist ebenfalls klasse. Emily Duff gestaltet das im Orginal straight rockende „Exitable Boy” zu einer gefühlvollen Ballade um – ein gutes Beispiel dafür, wie eigenständig die Musiker*innen des Projekts die Vorlagen verarbeiten.

Zu den weniger bekannten Titeln dürften die für The Turtles geschriebenen „Like The Seasons“ (Hank Stone) und „Outside Chance“ (Allen Santoviello) gehören. Erst posthum sind Aufnahmen von „Stop Rainin‘ Lord“ sowie „Empty Hearted Town“ erschienen, denen sich Phil Kennelty beziehungsweise Claudia Jacobs annehmen.

Die achtziger und neunziger Jahre sind auf dem Doppelalbum leicht unterrepräsentiert. Vielleicht hätte ich aus den beiden Dekaden ein paar andere Songs ausgewählt, aber insgesamt überzeugen auch hier die Auswahl und die jeweilige Interpretation. Besonders freut mich der sehr gelungene Beitrag „Splended Isolation“ von Bryan Gallo, da ich das Lied sehr schätze. Bemerkenswert ist gleichfalls „Heartache Spoken Here“, die Caroline Doctorow zur Country-Nummer umgestaltet.

Von den sieben Tracks, die ursprünglich Anfang des Jahrtausends erschienen sind, ist „Don’t Let Us Get Sick“ hervorzuheben. Die durch einen Chor unterstützte Version von Kenny White geht unter die Haut. Desweiteren spielt James O’Malley „My Ride Is Here“ solo auf seiner akustischen Gitarre, was nochmal einen neuen Eindruck des Stücks vermittelt.

Die mit 33 Beiträgen umfangreiche Verbeugung vor Warren Zevon ist mehr als ein Nachspielen seiner Songs, sondern ein richtig gutes Americana-Album. Die auf dem Tribute vertretenen Künstler*innen beweisen, dass sie Warren Zevon und seine Musik ins Herz geschlossen haben. Sie würdigen ihn, indem sie seine Songs kreativ bearbeiten. Die Titel werden in die Roots Music-Regionen herein gesogen und unterscheiden sich somit oftmals deutlich von den ursprünglichen Aufnahmen. Die rockigen Anteile mancher Originale werden zurückgefahren. Vor allem diese Stücke entwickeln ihren eigenen Reiz, was für die Qualität der Performances als auch für die des Songmaterials spricht.

Universal (2024)
Stil: Americana

Tracks:
CD1
01 Accidentally Like A Martyr – Pete Mancini & The Hillside Airmen
02 Mohammed’s Radio – Tricyle The Fortier Family Trio
03 Desperados Under The Eaves – Johnny Webb
04 Muntineer – Willie Nile
05 Nighttime At The Switching Yard – Mike Nugget & The Blue Moon Band
06 Tenderness On The Block – Jack Licitra
07 Empty Hearted Town – Claudia Jacobs
08 My Ride’s Here – James O’Malley
09 I’ll Just Slow You Down – The Russ Seeger Band
10 I Need A Truck – Allen Santoviello
11 Heartache Spoken Here – Caroline Doctorow
12 It’s True – Gene Casey
13 Searchin’ For A Heart – Mick Hargreaves
14 Never Too Late For Love – Tara Hack
15 Outside Chance – Allen Santoviello & The Phantoms
16 Keep Me In Your Hear – Richard Barone

CD2
17 Poor Poor Pitiful Me – Freddy Johnson
18 Backs Turned Looking Down The Path – Gerry McKeveny
19 Reconsider Me – James Maddock
20 Carmelita – Pete Mancini (feat. Sarah Gross)
21 Don’t let Us Get Sick – Kenny White
22 My Shits Fucked Up – Claudia Jacobs
23 The Wild Age – Revolver
24 Mama Couldn’t Be Persuaded – Annie Mark
25 Werewolves Of London – Howard Silverman
26 Roland The Headless Thomson Gunner – Ray Lambiase
27 Splended Isolation – Bryan Gallo
28 Like The Seasons – Hank Stone
29 Lawyers, Guns, And Money – The Belle Curves
30 Stop Rainin’ Lord – Phil Kennelty
31 Johnny Strike Up The Band – The Lucky Ones
32 Rub Me Raw – Kerry Kearney
33 Exitable Boy – Emily Duff

Paradiddle Records

GeminiiDragon – Moonlight Movin‘ & Groovin‘ – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Manchmal gibt das Debütalbum einer jungen Sängerin durchaus schon einen Hinweis auf das zukünftige Potential und der Verfasser fühlt sich nach Jahren beim aktuellen Longplayer in seiner Ansicht mit gutem Gefühl bestätigt. Dies trifft insbesondere auf das Album “Moonlight Movin‘ & Groovin’” von GeminiiDragon zu, die SOS immerhin seit ihrem Debut “Fighting Fire With Fire” (2022) regelmäßig begleiten durfte.

Vorweg: Für Fans von Albert Collins, Albert King, Robert Cray u. ä. ist der Hinweis im Inlay des aktuellen Longplayers jedenfalls allemal eine gute Empfehlung. Die US-Blues und Soulsängerin aus Louisiana hat ihre vierte Scheibe soundtechnisch weitestgehend eng an legendäre Stilrichtungen angelehnt, ohne die eigene Identität gänzlich aufzugeben.

Geholfen hat dabei – neben Produzent Christian Simion – vor allem der angesehene Blues-Gitarrist Linwood Taylor aus Washington, D.C. Taylor war langjähriges Bandmitglied bei Joe Louis Walker und hat den Aufnahmen einen entscheidenden Touch verliehen: so klingen manche Titel als wenn sie in der goldenen Ära des Blues in den Muscle Shoals Studios entstanden sind.

Im Co-Writing haben GeminiiDragon, Simeon und Taylor die soulig-swingende Tracklist vom ersten Song “Blues Is So Good” bis zur rockigen Abschlussnummer “All Night” sehr abwechslungsreich gestaltet. Ungezwungen fließende Arrangements (z. B. “Pressure” oder “Sideways Down”) wechseln sich ab mit langsameren, teils balladenartigen Stücken, wie “Rainy Wednesday” bzw. “Slow Slow Moan”, und präsentieren gleichzeitig Abilität und Ausdruckskraft von Vocals und Guitar. “Blues Party”, im Zydeco-orientierten Tanzrhythmus, sorgt auch im Player für ausgelassene Spielfreude, die hier – wie bei dem etwas zurückhaltenden “Juke Joint Jumpin’” von der jungen Harp-Spielerin Julia Dill profitiert.

Der “neue” Sound stärkt deutlich die Vielseitigkeit von GeminiiDragon und rechtfertigt die Bewertung als äußerst gelungene Eigenproduktion. “Moonlight Movin‘ & Groovin’” hält was der Titel verspricht – ist jedoch auch tagsüber ein idealer Begleiter für soul-bluesige Stimmungen – und die Bestätigung für kontinuierlich aufstrebende Beharrlichkeit einer immer noch jungen Stimme.

Nepotism Recordings (2025)
Stil: Blues, Soul

Tracks:
01. Blues Is So Good
02. Low Down Dirty (Duck)
03. Pressure
04. Mr. Slip & Slide Man
05. Midnite Call
06. Slow Slow Moan
07. Rainy Wednesday
08. Sideways Down
09. Blues Party
10. Juke Joint Jumpin‘
11. All Night (Bonafied Heart Breaker)

GeminiiDragon
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Nepotism/EasySin Music

Birth Control – 04.12.2025, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertnachlese

Mit Birth Control spielt eine der ältesten deutschen Rockbands im Piano. Als eine Art Intro bringen sie mit „Gamma Ray 2.0“ eine Kurzversion ihres wohl bekanntesten Hits und danach folgt ein Ritt durch die Jahrzehnte der Bandgeschichte. Klassiker aus den 70er Jahren wie „The Work Is Done“, „Plastic People“ oder „Titanic“ würzen die Songs aus den beiden letzten Alben „Here And Now“ (2016) und „Open Up“ (2022), die im Mittelpunkt des etwa zweistündigen Konzerts stehen.

Stilistisch bewegen sich die Musiker dabei zwischen psychedelischem progressivem Rock und klassischem Hard Rock. Sascha Kühns Keyboard-Intros erinnern zuweilen an John Lord. Das Highlight ist dann wie so oft eine Extended Version von „Gamma Ray“ zum Ende des Konzerts mit einem minutenlangen jammenden Part, inklusive Percussion., Drum- und Bass-Intermezzo, wo bis auf Manni van Bohr an den Drums und Hannes Vesper am Bass alle ihre eigentlichen Arbeitsgeräte weglegen, gegen verschiedenste Percussion-Instrumente tauschen und Keyboarder Sascha Kühn van Bohrs Schlagzeug mitbenutzt.

Zum Ende des Songs bewegen sich Martin Ettrich an der Gitarre und Hannes Vesper in Richtung Pink Floyd, um letztendlich wieder im Rhythmus von „Gamma Ray“ zu landen. Vehemente Zugabeforderungen sorgen dafür, dass die Band noch „Wasting My Time“ nachlegt und an diesem Abend offeriert, dass man sie trotz der langen Bandgeschichte nicht zum alten Eisen legen sollte. Beste Beispiele sind  Urgestein Peter Föller, der stimmlich immer noch bestens aufgelegt ist oder Manni van Bohr, der energiegeladen wie kaum ein anderer die Drums bespielt.

Line-up:
Peter Föller (vocals, guitar)
Martin „Ludi“ Ettrich (guitar)
Hannes Vesper (bass)
Manfred „Manni“ van Bohr (drums)
Sascha Kühn (keyboards)

Text & Bilder: Gernot Mangold

Birth Control
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Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

10 Jahre Sounds Of South – Jubiläumsgewinnspiel

10 Jahre ist es nun her, seit Sounds Of South ins Leben gerufen wurde. Zu unserem 10. Jahrestag haben wir ein Jubiläums-T-Shirt kreiert, das wir an drei unserer treuen Leserinnen und Leser verlosen möchten.

Folgende Frage muss dazu richtig beantwortet werden:

Wie viele Artikel wurden innerhalb der zehn Jahre in Sounds OF South ungefähr veröffentlicht?

a) 2000
b) 2500
c) 3500

Bitte sende eine E-Mail mit der richtigen Lösung und deiner T-Shirt-Größe bis zum 10.01.2026 an dan@sounds-of-south.de.

Wir losen unter allen richtigen Einsendern drei Gewinner/innen aus, die dann umgehend benachrichtigt und nach der Produktion mit dem T-Shirt beliefert werden.

Das Gewinnspiel ist beendet – die richtige Lösung lautet 2500.
Die Gewinner sind benachrichtigt und werden demnächst mit dem T-Shirt beliefert.

Der Sounds Of South-Rückblick 2025

10 Jahre Sounds Of South. Was Anfang 2016 aus einer Laune heraus und in Eigenregie begann, hatte schon nach wenigen Monaten schnell Fahrt aufgenommen. Die Initialzündung war. als Christina Sas, die heutige Ehefrau von Björn Ulvaeus (Abba), damals noch für Universal Music tätig, die in den Staaten populäre New Country-Musik auch für den deutschen Markt zugänglicher machen wollte. Da waren wir natürlich einer der potentiellen Multiplikatoren.

Ein weiteres Schlüsselerlebnis war sicherlich auch das Treffen mit dem Ex-Schulkollegen Gernot Mangold, der sich mit seiner Leidenschaft für die Konzertfotografie als kongenialer Partner in Sachen Konzertberichte einbrachte. Hinzu kamen sukzessive weitere Mitarbeiter wie Michael Segets (unserer Americana-Experte), Stephan Skolarski als junger Allrounder und mittlerweile Hans-Joachim Kästle, ein gestandener Blues-Experte, mit deren Expertisen auch die nächste Dekade eingeläutet werden soll. Rund 2.500 Artikel sind seit Beginn veröffentlicht worden.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich, angesichts dieses Meilensteins, und meiner momentanen beruflichen Belastung, die auch 2026 unvermindert anhalten wird, mit mir gehadert habe, ob dieses Magazin weiterhin mal so nebenbei fortgeführt werden kann. Man wird ja auch nicht jünger und bis zur vermeintlichen Rente sind es noch ein paar Jahre. Ich musste mich schon letztes Jahr bei den Konzertbesuchen recht stark einschränken, was dazu geführt hat, dass ich mich mehr auf Interpreten konzentriert habe, die ich noch nicht so häufig gesehen habe und eher auf Album-Reviews fokussiert war. Das wird vermutlich leider erst auch einmal so weitergehen.

Nichtsdestotrotz war es wieder ein interessantes Jahr, was in einem Gig von Morgan Wallen, dem absoluten und unangefochtenen New Country-Superstar der letzten Jahre, im Londoner Roundhouse gipfelte, zu dem ich spontan von seinem Label eingeladen wurde. Auch der wohl letzte Besuch meinerseits von Lynyrd Skynyrd auf dem Bonner Kunstrasen-Gelände war trotz aller Kritik an der Band mit einer gewissen Emotionalität behaftet. Es gab wieder jede Menge toller neuer Musik zu besprechen, wobei mit Blue Deal und LUKE zwei noch junge frische deutsche Acts viel Potential zeigten, die internationale Blues Rock-Szene aufzumischen.

Mein Dank gilt wie immer an alle treuen Leser, die fleißigen Mitarbeiter, Agenturen, Labels, Clubbetreiber und Musiker, ohne die es  die Motivation für dieses Magazin nicht geben würde. Auf geht’s in ein neues SOS-Jahrzehnt, zum Start gibt es ein Gewinnspiel, bei dem man drei Jubiläums-T-Shirts ergattern kann!

Hier aber nun, wie gewohnt, nochmal eine kleine Auswahl meiner ganz persönlichen Highlights des Jahres 2025:

CD des Jahres:

Chambers DesLauriers – Our Time To Ride – CD-Review
Morgen Wallen – I’m The Problem – Do-CD-Review
Joanne Shaw Taylor – Black & Gold – CD-Review

Überraschungs-CD des Jahres:

Little Feat – Strike Up The Band – CD-Review

Newcomer-CD des Jahres:

LUKE – The Truth Remains The Same – CD-Review

Interpret des Jahres:

Joe Bonamassa

Der amerikanische Tausendsassa zum zweiten Mal nach 2022 mein Interpret des Jahres mit starker Omnipräsenz, wieder mit einem tollen Studioalbum, als auch einem starken Konzert in Oberhausen, sowie vielen Beteiligungen an Werken anderer Kollegen sowie auch als Förderer mit seinem eigenen Plattenlabel.

Song des Jahres:

Little Wing – Devon Allman

Diese Songs machten beim Reviewen ebenfalls Spaß:

Living On The Run – FM
Maggie Went Back To Mineola – The Texaas Headhunters
The Bottle – Dust & Denim
Drive By The Exit Sign – Joe Bonamassa
So Much So Right – 38 Special
What Are You Gonna Do Now? – Joan Shaw Taylor
Stand And Deliver – Giant
Pass It Over – Dyer Davis
Disappearing Ink – Little Feat
November – Janiva Magness
Make A Change – Blue Deal
No Name Roads – Chase Matthew
Love You Just The Same – Chambers DesLauriers
I’m The Problem – Morgan Wallen
Unbreakable – Ally Veanble
Til Dawn – Brent Cobb
The Truth Remains The Same – LUKE
Midnight Angel – Hughes Taylor

April-Scherz:

Phil Lynott – I Am Just A Cowboy

Enttäuschung des Jahres:

38 Special tauchen mit einem neuen Album zum 50-jährigen Band-Jubiläum wieder nach gut 20 Jahren aus der Versenkung auf. Einzig verbliebenes Original-Mitglied ist noch Don Barnes und es enthält nur neun Stücke mit relativ unspektakulärem Melodic Southern Mainstream Rock (inklusiv zweier seichter Schnulzen am Ende auf Schlagerniveau). Alles andere jedenfalls als ein Meilenstein ihrer Karriere.

38 Special – Milestone

Konzerte:

Konzert des Jahres:

JJ Grey & Mofro – 02.03.2025, Kantine, Köln

Colin James – 19.09.2025 – Ratinger Hof, Düsseldorf

Copperhead County, 17.10.2025 – Kulturrampe, Krefeld

Bilder Gernot Mangold:


 

Bilder Fer Vanreyten:

Irgendwann 2017 kam die Idee auf, unser Logo mal als Schild herstellen zu lassen und eine Galerie von Künstlern/Leuten ins Leben zu rufen, die von unserer Arbeit angetan sind und sich, im Sinne einer Identifikation mit unserem Magazin, ablichten ließen. Hier ein Auszug von 2025 –  die ganze Galerie findet man unter diesem Link.

Bilder Sounds Of South VIP-Galerie 2025:

To be continued…

Wir wünschen unseren Lesern, allen Musikfreunden, Künstlern und Mediapartnern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass gute kreative Musik auch weiterhin leben wird.

Sounds Of South is gonna do it again – bleibt musikalisch!

Euer

Daniel Daus

Dudley Taft – 21.11.2025, to hoop, Rheinberg – Konzertnachlese

Prominenter Besuch im To Hoop. Mit Dudley Taft ist ein Urahn eines amerikanischen Präsidenten zu Gast. Wer bei soviel Prominenz einen vollen Laden erwartet hat, wird leider enttäuscht. Trotz der geringen Resonanz war eine Absage des Konzertes keine Alternative und das Trio rockt ab, als wenn es vor einer vollen Hütte spielen würde.

Knackiger Hard Rock mit einer Prise Blues, Southern Rock und Boogie bringen eine Stimmung in die Bude, die den Musikern und Betreiber des to hoop Sami Durak Recht gibt, das Konzert durchzuziehen. Von Beginn an legt der Amerikaner los wie die Feuerwehr und reißt mit seiner Spielfreude alle Anwesenden mit.

Harte Riffs wechseln mit starken auf den Punkt gespielten Soli. Dank seiner starken voluminösen Stimme hat er auch keine Probleme gegen den druckvollen Sound anzusingen. Neben humorvollen Ansagen zwischen den Songs nimmt er auch kein Blatt vor den Mund, um Stellung zur politischen Situation in Amerika und der dortigen „Pressefreiheit“ zu beziehen. Etwa 120 Minuten Musik vergehen so wie im Fluge und mit einer knüppelharten Version von „Going Down“ geht ein Konzert zu Ende, das ein volles Haus verdient gehabt hätte.

Jedem, der auf harten Blues Rock steht kann nur empfohlen werden, Dudley Taft und seine Band zu besuchen, wenn sie in der Nähe ihre Visitenkarte abgibt. Das gilt aber ebenso für andere Bands, die mit handgemachter Musik in Clubs oder kleineren Locations auftreten, da diesen sonst die finanzielle Grundlage genommen wird, Musiker hautnah zu präsentieren.

Line-up:
Dudley Taft (vocals, guitar)
Alvaro Canon (bass)
Nick Owsianka (drums)

Text & Bilder: Gernot Mangold

Dudley Taft
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To Hoop