Allen-Forrester Band – 14.03.2026 – Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

Die Allen-Forrester Band verkörpert wie kaum eine andere Gruppe die DNA dieses Magazins. Ehrlicher handgemachter, versiert und engagiert gespielter Southern Rock, der die gute alte Tradition des Genres mit viel zeitgenössischer Kreativität verbindet. Deshalb ist ein Besuch, wenn sie in der Kulturrampe auftreten, in der Regel absolute Pflicht.

Apropos Kulturrampe, die präsentierte sich im Auftrittsbereich in neuem Glanz. Die alte, sich nach links verschmälernde, flache Bühne ist Geschichte und wurde ungefähr zu einem Viertel der rechteckigen Gesamtfläche angepasst und mit einem kleinen Treppenaufstieg erhöht. Der gefühlt fehlende Raum für die Besucher wurde trotzdem so geschickt vermittelt, dass es überhaupt nicht auffällt. Durch die erhöhte Bühne erhält das Publikum auch in den hinteren Reihen einen deutlich besseren Blick auf die Musiker.

Ein schlagkräftiges Argument, das vielfältige und attraktive Angebot der Rampe in Zukunft noch häufiger zu nutzen. Großes Kompliment an Maurice Kamp & Co. – sehr gelungen!

Die Allen-Forrester Band (im bewährten Quartett) spielte, wie gewohnt, zwei Sets. Dabei wurde mit Stücken wie u. a. „Burning Daylight“, „Stand Up“, „Hey Carolina“, „Running For Your Life“ (alle im ersten Set), „Good Situation Gone Bad“, „Knocked Me Down“ (Josh mit Slide), „Soundtrack Of The Summer“ und dem emotionalen „Phases Of The Moon“ (Set 2) Altbewährtes geboten, allerdings  mit einigen neuen Tracks wie „White Picked Fences“ (sehr eingängig und melodisch), dem heiteren „Fivty“ (es geht um Geld, das man schonmal nach dem Waschgang in den Hosentaschen der Jeans unverhofft wiederfindet), „Misery Likes Company“ (mit schönen Tempowechseln), „Little Breathin‘ Reason“ (über den Forrester-Familiennachwuchs), „Sweet Marie“ (mit Gesangsinteraktion am Ende des Liedes), auch schon einen Ausblick auf den neuen, bald kommenden Longplayer „Red Dirt Town“ gewährt, der voraussichtlich im September veröffentlicht wird..

Sehr gefallen hat mir diesmal die Auswahl der Coverstücke. Mit „Poison Whiskey“ (Lynyrd Skynyrd), „No One To Run With“ (Allman Brothers), „Tennessee Mud“ (Trigger Hippy) und „Take The Highway“ (Marshall Tucker Band) als Zugabe, wurden Lieder in ein Allen-Forrester Band-Gewand gebracht, die man in der Regel nicht so inflationär vorgesetzt bekommt. Von daher machte es Spaß, diese mal wieder zu hören. Gerade letztgenanntes „Take The The Highway“ klang deutlich eher nach Led Zeppelin, als nach der guten alten MTB.

Auf dem letzten Gig ihrer Frühjahrstour in der ‚aufgehübschten‘ Kulturrampe präsentierte sich die Allen-Forrester Band von ihrer besten Seite. Man darf schon jetzt gespannt sein, wie die neuen live gespielten Stücke auf dem nächsten Studioalbum zur Geltung kommen werden und was da noch an zusätzlichen Überraschungen auf uns zukommt.

Line-up:
Josh Allen – lead vocals, electric guitar (Fender Stratocaster and Telecaster)
Ben Forrester – electric guitar (Gibson Les Paul)
Hendrik Herder – bass
Matze Böhm – drums

Text und Bilder: Daniel Daus

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Kulturrampe, Krefeld

Stefan Hillesheim Band – Live At The Chicago Blues Festival – CD-Review

Stefan Hillesheim, oh, hört sich nach einem deutschen Namen an, dachte ich spontan, als ich auf das Cover seiner Live At The Chicago Blues Festival-CD blickte. In Verbindung mit Bluesmusik noch nie gehört, ein Sohnemann  deutscher Einwanderer in nachfolgender Generation vermutlich.

Aber nein, Stefan Hillesheim stammt tatsächlich direkt aus unserem Lande, ist aber 2014 zunächst nach Los Angeles gegangen, um seinen musikalischen Traum am Musician Institute (GIT) zu verwirklichen. Dort errang er schnell den Titel als ‚Most Improved Student‘. 

Als Session-Musiker und durch Zusammenarbeiten mit Interpreten wie u. a. Bobby Kimball (Toto), Ellis Hall (Tower Of Power), Brent Carter (Average White Band) oder Emerson Cardenas (Santana) verbreite sich sein Name in Kalifornien wie ein Lauffeuer.

2022 ging es dann nach Chicago um seiner wahren Passion, dem Blues nachzugehen. Die dortige Musikerszene nahm den Deutschen mit offenen Armen auf und so konnte Stefan mit Darryl Wright (Bass), Dionte McMusick (Drums) und Sumito ‚Ariyo‘ Ariyoshi (Keys) relativ schnell, eine schlagkräftige Band zusammenstellen.

Ich musste direkt bei der Ansage zum fluffigen Opener „Always Get To Hear From You“ (mit schönem ABB-trächtigen Slide) schmunzeln. Da kündigte die amerikanische Sprecherin des Festivals ihn zur Eröffnung des zweiten Tages mit „Get ready for the Blues with Stefan Hille’sch’eim“, da für sie die Silbentrennung zwischen dem S und dem H ein vermutlich unüberwindbares Hindernis darstellte. 

In der Musik und dem hellen Gesang merkt dem Protagonisten schon seine europäischen Wurzeln an (Richtung Aynsley Lister & Co.), aber ab Stück 5 („It Hurts Me To“ – schöner Text!) kristallisiert sich dank des markanten E-Slide-Gitarrenspiels eine gewisse Affinität für Leute aus dem Allman-Dunstkreis (Duane Allman, Dickey Betts, Warren Haynes oder Derek Trucks) heraus.

Toll hier vor allem das ein wenig an „Blue Sky“ erinnernde „You’re My Family“. Das absolute Highlight in der Track-/Setlist ist allerdings das längste Stück, der atmosphärische Slowblues „Better Man“, mit einem brillanten Piano-Intermezzo von Sumito ‚Ariyo‘ Ariyoshi als auch einem fulminanten Endsolo von Hillesheim auf seiner Les Paul.

Nach dem letzten launigen Schlusslied  „Sick Of Your Love“ stellt dann der Protagonist kurz die Band vor und demonstriert den Amis, wie man seinen Nachnamen (‚Hilles-heim‘  – mit Silbentrennung) richtig ausspricht („My name is Stefan Hilles-heim‘, we love you guys“).

Fazit: Ein neuer Name (für mich) in der Blue Rock-Szene. Bei Stefan Hillesheim und seiner Band ist das Talent und eine gewisse Gier nach Erfolg und Weiterkommen offensichtlich. Die Leute in Los Angeles und Chicago dürfte er jedenfalls schonmal für sich begeistert haben. Man sollte ihn auch bei uns auf dem Schirm haben.

Stella Blue Music (2026)
Stil: Blues Rock

01. Always Get To Hear From You
02. My Poor Heart
03. The Love I Had For You
04. Big Legged Woman
05. It Hurts Me To
06. On Down The Highway
07. You’re My Family
08. When I’m Gone
09. Better Man
10. Sick Of Your Love

Stefan Hillesheim Band
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Garret T. Willie – Bill’s Cafe – CD-Review

Ein international hochplatziertes und über den grünen Klee gelobtes Debütalbum, mehrere kanadische Musik-Award-Nominierungen, Support für klingende Namen wie Kenny Wayne Shepherd, Joe Bonamassa oder John Fogerty, dazu noch gesegnet mit viel Talent (Gitarrenspiel, Songwriting) und einer mörderisch guten Stimme.

Jetzt bei seinem zweiten Werk „Bill’s Cafe“ bekommt Garret T. Willie (alias Garret Cranmer) auf Mike Zitos Gulf Coast Records-Label auch noch Nashville Star Producer Tom Hambridge und ein Weltklasse-Ensemble an Musikern wie Audley Freed, Kenny Greenberg, Tom MacDonald, Kevin McKendree, Mike Rojas samt Hambridge himself an die Seite gestellt, ein Karriere-Start könnte wahrlich schlechter beginnen. 

Die Frage, die sich für mich persönlich stellt, ist daher die, warum er auf dem Coverbild, für meine Begriffe, angesichts dieser ganzen positiven Dinge und Entwicklungen, so brummig in die Kamera hineinblickt? Aber vielleicht täusche ich mich ja auch, und er ist einfach vor lauter Glücksgefühle nur nachdenklich in sich gekehrt. Ich hab halt nicht Psychologie studiert…

Der Titel bezieht sich auf das Pool Hall Cafe in Alert Bay, British Columbia,  seines Großvaters. Allein schon das energiegeladene E-Gitarrenintro zum Opener „Hypnotist“ wird jedem AC/DC-Fan zu Bon Scott-Zeiten Freudentränen in die Augen treiben, wenn dann noch Skynyrd-/Hatchet (zu Hochzeiten) und ZZ Top-Ingredienzien (im Bridge), dieser tolle wuchtige Gesang und noch ein furioses Gitarrenfinale hinzukommen, bleibt einem glatt die Spucke weg. Was mag da noch bei den restlichen Tracks kommen?

Um es vorweg zu nehmen. Der Rest des Longplayers hält durchweg das hohe Niveau! Hier wird in bester Southern-Manier ‚gebluesrockt‘, der Protagonist und die Nashville-Könner brennen hier ein wahres musikalisches Feuerwerk ab! „Devil Doll“ macht mit furiosem HT-Geklimper und zünftigem Rock weiter, „Going To Toronto“ vereint Stones-und Skynyrd-Einflüsse (herrlich das typische Skynyrd E-Gitarrenaufheulen beim Songabschluss – jeder wird es sofort erkennen).

Das launige „It Won’t Get Done“ empfiehlt die Sachen in die eigenen Hände zu nehmen. Auch in den folgenden Stücken wird dem Blues regelrecht der Marsch geblasen, lediglich beim, mit einer Akustikgitarre verzierten „Golden Highway“ wird es mit Allman Brothers-/Marshall Tucker-Flair etwas ruhiger, um dann ganz spät am Ende des Silberlings mit „I’m Late„, noch mal schroff zu rocken. Wahnsinn diese Scheibe. Ein klarer Kandidat für das Album des Jahres!

Ich hätte mir vielleicht noch ein Stück mehr gewünscht, wäre mit „Devil Doll“ in das Songkonvolut eingestiegen und hätte den überragenden Opener „Hypnotist“ auch wegen des Gitarrenfinishs, nach dem Motto, das Beste am Schluss, ans Ende platziert.

Das Album ist Pflicht für jeden Southern- und Blues Rock-Fan, man fühlt sich fast schon ‚genötigt‘ (in meine Fall zumindest), sich auch noch im Nachgang mit dem Debütwerk zu befassen. Klasse dieser  Garret T. Willie!

Gulf Coast Records (2026)
Stil: (Southern) Blues Rock

Tracks:
01. Hypnotist
02. Devil Doll
03. Going To Toronto
04. It Won’t Get Done
05. Small Town People
06. High Beam Blues
07. Young Country Boy
08. Golden Highway
09. I’m Late

Garret T. Willie
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The Sheepdogs – Keep Out Of The Storm – CD-Review

Seit Sheepdogs-Fronter Ewan Currie eine zeitweilige Lebenskrise überwunden hat und seine Band von Majorlabelzwängen befreit ist (man hat mit Right On Records ein eigenes gegründet), trumpfen die Kanadier in ständiger Regelmäßigkeit groß auf.

Wir haben alle ihre letzten EP-Veröffentlichungen („Hell Together“ und „Paradise Alone“ besprochen und dementsprechend gewürdigt, vollends überzeugt hatten sie mich persönlich mit ihrem grandiosen Gig Ende 2024 im Kölner Luxor, eines der besten Southern Rock-Konzerte, das ich je erlebt habe.

Nach einer ausverkauften Arenatournee durch Kanada als Vorgruppe von Bryan Adams, gibt es jetzt mit „Keep Out Of The Storm“ einen neuen Longplayer, der alles in sich vereint, wie man eine Genre-Scheibe dieser Art heutzutage anbieten sollte, um die immer noch bestehende recht große Fan-Gemeinde in ihrer Gesamtheit, aber auch in ihrer Diversität im Rahmen der Ansprüche ‚einzufangen‘.

Ihr langjähriger Schlagzeuger Sam Corbett ist nicht mehr dabei, auf dem Werk wurde er durch eine ganze Reihe von Drummern wie der JUNO nominierte Trevor Falls, Adam Hindle (Dwayne Gretzky, Born Ruffians), Steve Kiely (Golden Feather), Jordan Murphy (Walrus, Adam Bladwin) oder Dani Nash (July Talk) ersetzt.

Die vier Stücke „Nobody But You“ (Platz 17 der Billboard Mainstream Rock-Charts), „Playing All Night. Long“, „All I Wanna Do“ und das abschließende „Out All Night“, bieten klassischen Southern Rock-Stoff der Endsiebziger Jahre (so ein wenig wie 38 Special auf ihren beiden ersten Alben) und werden den Traditionalisten sicherlich am meisten zusagen.

Der Rest macht die Scheibe ‚bunt‘ und spannend. Der Titeltrack „Keep Out Of The Storm“ mit seinen Metal-ähnlichen Riffs im Refrain, „I Do“, als wenn die Rubettes (wer sie noch kennt) auf Southern-Pfade abgebogen wären, „Take A Look At Me Riding“ mit bluesigem JJ Cale-Esprit, „Bad For Your Health“ mit 70er-Psychedelic-Doors-Touch, das luftige „Breezy“ als eine Art Nitty Gritty Dirt Band meets The Allman Brothers“, das proggig-atmosphärische „The Owl“ und das allmaneske Instrumentalstück „The Yellow Line“, allerdings mit integrierten Bläsersätzen als neuer Variante, erzeugen, in der Gesamtschau mit den vier o. a. Tracks, eine stilistische Erweiterung.

Das Album wurde mit dem langjährigen Kollaborateur Thomas D’arcy aufgenommen und von Ewan Currie produziert. JUNO-Award-verdächtig!

Im November 2026 sind die Jungs auch wieder bei uns zu sehen, das sind die Termine:
18.11.26, Köln, Gebäude 9
21.11.26, Hamburg, KENT Club
30.11.26, Berlin, Hole44
01.12.26, München, Technikum

Hingehen ist Pflicht!

Right On Records (2026)
Stil: Southern Rock

Tracklist:
01. Nobody But You
02. Keep Out Of The Storm
03. I Do
04. Playing All Night. Long
05. Take A Look At Me Riding
06. All I Wanna Do
07. Bad For Your Health
08. Breezy
09. The Owl
10. The Yellow Line
11. Out All Night

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Oktober Promotion

Stone Senate – Lucky Buzz – CD-Review

Stone Senate arrivieren momentan zur Southern Rock-Band der Stunde. Nach ihrem starken Konzert in der Krefelder Kulturrampe im Rahmen ihrer noch bis zum 21. Februar laufenden Europatour, habe ich jetzt auch das Vergnügen, ihre brandaktuelle CD „Lucky Buzz“ zu besprechen.

Und die kommt mit satten neuen 15 Songs daher, die eigentlich alles beinhalten, was das Herz des gediegenen Southern Rock-Liebhabers höher schlagen lässt. Bei der Band aus Nashville passt zur Zeit eigentlich alles. Sie haben mit Clinton Woolsey einen charismatischen Fronter mit ausdrucksstarkem Gesang (erinnert mit an Eddie Montgomery), der auch E-Gitarre spielen kann.

Selbst Drummer David Zettler hat auf der Bühne schon bewiesen, dass er auch das Frontmikro bedienen könnte, und Bassist Tommy Michael hat sich blendend in das Gefüge eingepasst.

Die beiden Gitarristen James Edwards und Ted Hennington bilden ein kongeniales Duo, das das große Einmaleins des Southern Rock-E-Gitarrenspiels prfekt beherrscht. Ein weiterer Vorteils des Kollektivs, indem augenscheinlich die Chemie zu stimmen scheint, ist das kreative Talent aller Beteiligten beim Songwriting, das sich dann auch in den verschiedensten Konstellationen bei der Tracklist mit ausschließlich starken und abwechslungsreichen Eigenkreationen widerspiegelt.

Die drei eröffnenden Tracks bedienen Freunde der etwas härteren, aber immer melodischen Gangart, Richtung Molly Hatchet, Rebel Pride, Preacher Stone & Co. Beim atmosphärischen Intro zu „Devil’s Water“ und auch im weiteren Verlauf des Stückes kommt Lynyrd Skynyrd-Keyboarder Peter Keys als Gast zum Einsatz.

Dass die Jungs aus Nashville auch durchaus ‚ruhig‘ können, beweisen Lieder wie „I Will Follow (True North)“, „Today I’m Breathing“, „Sleep Ain’t All I’m Gonna Miss“ und der Ohrwurm „This Ol‘ Cowboy“ (Marke Rambler), der mir schon beim Konzert angenehme Schauer bereitete.

Weiter Highlights sind das schön ‚dreckig‘ performte SR-Stück „Thief Of Joy“ mit herrlich reinkrachenden E-Gitarreneinlagen, das Melodic Rock-behaftete „For You“ und die klassischen Genre-Stampfer „Tryin‘ To Roll“ und „When It All Went South“. Den krönenden Abschluss bildet zurecht das atmosphärische „Seasons“, ein Song mit Klassiker-Potential.

Stone Senate haben zu Zeit einen echten Lauf. Mit dem von Toby Wright rau, aber transparent produzierten „Lucky Buzz“ ist ihnen ein echtes Southern Rock-Glanzstück gelungen. Absolute Kaufempfehlung, nicht nur für Genrefans.

Rollin‘ The Dice Records (2026)
Stil: Southern Rock

Tracks:
01. Lucky Buzz
02. Outlaw
03. On My Way To Alright
04. Devil’s Water
05. I Will Follow (True North)
06. Thief Of Joy
07. Today I’m Breathing
08. Gimme That One To Me
09. Tryin‘ To Roll
10. Sleep Ain’t All I’m Gonna Miss
11. Words I’ll Never Say
12. For You
13. This Ol‘ Cowboy
14. When It All Went South
15. Seasons

Stone Senate
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Teenage Head Music

Stone Senate – 06.02.2026, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

Mit Stone Senate beginnt sich ein weiterer Teenage Head-Act, mehr und mehr in der Southern Rock-Szene zu etablieren. Nachdem ich sie vor drei Jahren erstmalig im Blue Notez Club in Dortmund gesehen hatte, wo sie heute Abend auch wieder antreten werden, bot sich die viel näher gelegene und geliebte Krefelder Kulturrampe, für einen weiteren Besuch förmlich an.

Das konstante Gerüst im aus Nashville stammenden Quintett bilden weiterhin der hünenhafte Fronter Clint Woolsey, die beiden starken Lead-Gitarristen James ‚Beau‘ Edwards und Ted Hennington sowie Drummer David “DZ” Zettler, die somit für eine gewisse Kontinuität stehen. Lediglich mit Bassist Tommy Michael gab es einen Wechsel zu vermelden, der sich aber nahtlos in das Kollektiv einfügte.

Die seit 2012 agierende Band steht für eine eher härtere Variante des Genres, was unter anderem auch mit dem Motörhead-Aufkleber auf Clint Woolseys-Gitarre plakativ unterstrichen wird.

Mit dabei hatten sie ihr brandaktuelles „Lucky Buzz“ (CD-Review folgt demnächst), das mit Stücken wie u. a.  „Lucky Buzz“, „Outlaw“, „On Mx Way To Alright“, „Tryin‘ To Roll“ und dem dezent countryesken und melodischen „This Ol‘ Cowboy“ (kein MTB-Cover ) bemustert wurde, Letzteres Stück kristallisierte sich als mein persönlicher Favorit des Abends heraus.

Die charismatische Präsenz des Fronters, eine gut harmonierende treibende Rhytmusfraktion und ein eingespieltes Gitarrenduo, das alles an typischen Spielarten gekonnt servierte, boten alles, was der passionierte Southern Rock-Liebhaber bei Gigs im Anforderungsprofil mit sich bringt.

Ansonsten gab es mit dem klassischen Opener „Down“, ihrer allerersten Single „Whiskey Helps“, „Hard To Stay Warm“, „Broken Pieces“ sowie einer zünftigen Version des Waylon Jennings-Klassikers „Ain’t Living Long Like This“ bekanntere Stücke.

Apropos Cover: Bei der eingeforderten Zugabe belohnten die fünf Protagonisten die trinkfreudigen Rampenbesucher mit „Beer Drinkers And Hell Raisers“ standesgemäß.

Mit Stone Senate hat Teenage Head Music ein weiteres Ensemble mit Zugkraftpotential im Portfolio, das die Weichen für die die Zukunft eindeutig in Richtung ‚Vorankommen‘ gestellt hat.

Line-up:
Clint Woolsey (lead vocals, electric guitar)
James Beau Edwards (electric guitar)
Ted Hennington (electric guitar, bgv)
Tommy Michael (bass)
David “DZ” Zettler (drums, bgv)

Text und Bilder: Daniel Daus

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Teenage Head Music
Kulturrampe Krefeld

Jamie McLean – 05.12.2025, Kulturrampe, Krefeld – Konzertnachlese

Der 5. Dezember 2025 zeigt auf, wie verrückt und ungerecht die Welt zuweilen ist. Während ein Millionenpublikum am Fernseher die unsägliche und peinliche Inszenierung der WM-Auslosung verfolgt, steht ein toller amerikanischer Musiker in einer knapp zur Hälfte gefüllten Kulturrampe auf der Bühne.

Die in Krefeld anwesenden Leute haben mit Sicherheit, was die Qualität des Abends betrifft, die richtige Entscheidung getroffen. Mit seinen Musikern entführt Jamie McLean die Musikfans in die Welt des Americana, Soul, Blues und Southern Rock.

Mit seinem prägnanten voluminösen Gesang und einem gekonnten Songwriting sorgt er für einen hohen Wiedererkennungswert der Songs, wo man sich zuweilen in die Sphären eines Tom Petty versetzt fühlt.

So kommt es trotz des etwas mauen Besuchs zu einer sehr guten Stimmung, wozu auch die für die Tour zusammengestellte Band sorgt. Manager Ben Forrester (Allen- Forrester Band) unterstützt Jamie als zweiter Leadgitarrist und bringt mit den Soli oft sein typisches Southern-Flair in die Rampe.

Aber auch Max Wagner am Bass und Paul Ettl legen nicht nur eine ausgewogene Rhythmusgrundlage hin, sondern holen sich bei einigen Soloparts den verdienten Szenenapplaus.

Line-up:
Jamie McLean (vocals, guitar)
Max Wagner (bass)
Paul Ettl (drums)
Ben Forrester (guitars)

Text & Bilder: Gernot Mangold

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Kulturrampe Krefeld

38 Special – Milestone – CD-Review

Ende der Siebziger-, Anfang der der Achtziger Jahre, zugegebener Maßen, als die Musikwelt noch deutlich überschaubarer war, saß der Schock wegen des Flugzeug-Absturzes von Lynyrd Skynyrd in der Southern Rock-Anhänger-Gemeinde immer noch tief. 

Im Prinzip war da jede neue Scheibe, die herauskam, fast wie ein Feiertag. Neben den etablierten Bands wie den Allman Brothers, der Charlie Daniels Band, den Outlaws und der Marshall Tucker Band, schlug die Stunde von Acts der ‚zweiten Generation‘ wie Molly Hatchet, Doc Holliday, der Johnny Van Zant Band und natürlich auch von 38 Special, die zudem mit Donnie Van Zant einen klingenden Namen in ihren Reihen hatten.

38 Special brachten von 1977 bis 1982 fünf richtig starke Alben heraus, ab diesem Zeitpunkt wurde dann spätestens der Schwenk, der sich allerdings schon ab „Wild-Eyed Southern Boys“ schleichend andeutete, endgültig mit den Werken „Tour de Force“ und „Strength In Numbers“ zum Mainstream Rock/AOR vollzogen.

Man genügte damit durchaus erfolgreich den Anforderungen der damaligen Zeit, der überwiegende Teil der gediegenen Southern Rock-Fans dürfte weniger begeistert gewesen sein. Vermutlich bedingt durch die gesundheitlichen Probleme von Donnie Van Zant gab es diverseste Umbesetzungen, Don Barnes stieg aus, kam wieder, Van Zant und Jeff Carlisi verließen die Band, am Ende blieb Barnes bis heute der starke Mann im aktuellen Line-up, das zwar schon länger zusammen ist, aber mittlerweile mit ihm nur noch ein Original-Mitglied beinhaltet.

Mit ‚Milsestone“ bringt das jetzige Quintett, neben Don Barnes (lead and backing vocals, lead and rhythm guitar, harmonica, mandolin, piano) samt den weiteren Musikern Bobby Capps (keyboards, backing and lead vocals), Gary „Madman“ Moffatt (drums, percussion), Barry Dunaway (bass, backing vocals) und Jerry Riggs (lead guitar, backing vocals), die beiden Letztgenannten spielten auch schonmal für Pat Travers, 21 Jahre nach „Drivetrain„, ein neues Studioalbum heraus.

Und ich muss zugeben, ich habe den VÖ der Scheibe glatt verpasst und bin eher zufällig darauf gestoßen. Der Opener „So Much So Right“ weiß als schöner moderner polternder Rocker schon mal zu Gefallen. Ein bisschen „Wild-Eyed Southern Boys“-Flair kommt mit dem folgenden „Slightly Controversial“ auf, überraschend vielleicht die Wahl von Train-Sänger Pat Monahan als Duettpartner von Barnes.

Mit „All I Haven’t Said“ und „Long Long Train“ gibt es zwei durchaus Airplay-taugliche, melodische Ohrwürmer (Akustik-, E-Gitarren, Orgelzutaten), die „Rock And Roll Stragedy“-Zeiten aufleben lassen.

„The Main Thing“ (ziemlich funk-rockig), „Looking For My Life“ (erinnert dezent an Songs wie „Hold On Loosely“/“Hittin‘ And Runnin'“) und „Making Up For Lost Time“ (mit einem kurzen inkludierten „Caught Up In You“-Shuffle), alle sehr dynamisch und mit rockigen E-Soli verziert, stehen für den dynamischen und eingängigen 38 Special-Sound, der sich von „Tour de Force“ über „Strength In Numbers“ bis in die heutige Zeit vornehmlich unter der Barnes-Regie treu geblieben ist.

Die beiden Abschluss-Tracks „Windows of Memories“ und „The Look“ auf dem, von Don Barnes und Jim Peterik (Survivor, Pride Of Lions) produzierten Album, fallen sehr seicht und schmalzig aus und trüben dann ein wenig den insgesamt akzeptablen Eindruck der ersten sieben Lieder.

Ein Album nach gut 21 Jahren mit nur neun Stücken als ‚Meilenstein‘  zu bezeichnen (ich assoziiere da ein Synonym für was Besonderes/Außergewöhnliches), dessen Musik zwar im Groben und Ganzen ok ist, aber jetzt nun nicht wirklich gerade bahnbrechend zu Jubelarien animiert, erscheint mir am Ende doch etwas gewagt, beziehungsweise übertrieben. Ich persönlich würde das neue Werk von 38 Special eher als „Sign Of Life“, also als ein Lebenszeichen charakterisieren… 

Eigenproduktion (2025)
Stil: (Southern) Melodic Rock

Tracks:
01. So Much So Right
02. Slightly Controversial (Featuring Pat Monahan from Train)
03. All I Haven’t Said
04. The Main Thing
05. Long Long Train
06. Looking Sor My Life
07. Making Up For Lost Time
08. Windows Of Memories
09. The Look

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Blue Deal – 29.10.2025, Blues Kitchen, Solingen – Konzertbericht

Die aus dem Südschwarzwald stammende Band Blue Deal, Gewinner der German Blues Challenge 2023, hatte mich zuletzt mit ihren beiden starken Studioalben „Can’t Kill Me Twice“ und „Make A Change“ vollends überzeugt, da kam der eher zufällig und recht kurzfristig entdeckte Termin in der Blues Kitchen im für uns geografisch nicht ganz so günstig liegenden Solingen, dann gerade noch recht.

Die berühmte Klingenstadt als auch Blue Deal waren bis dato, SoS-konzerttechnisch gesehen, noch unbetretenes Terrain.  Von daher betraten Driver Peter und ich den Weg sowohl mit einer von Neugier, als auch Unwissenheit geprägten Vorfreude durch das regnerische Wetter und den mal wieder von einer einzigen Auto- und Baustellenflut dominierten Westen unseres Landes.

Die Blues Kitchen stellte sich als eine Art freundlich angerichtete, mit Tischen und Stühlen bestückte Aula innerhalb eines größeren Theaterhauses heraus. Der Besuch war für einen Mittwoch innerhalb der Arbeitswoche angesichts der ungemütlichen Jahreszeit recht stattlich, die Bühnenbeleuchtung und der Sound erwiesen sich als perfekte Voraussetzungen für einen tollen Konzertabend.

Und, diese nutzen das Quartett, bestehend aus Bandleader Joe Fischer, der hoch-begabte Gitarrist Tom Vela als auch die routinierte Rhythmussektion mit Drummer Jürgen Schneckenburger und Bassist Willi Macht, um weitere positive Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Gespielt wurde in zwei Sets. Joe Fischer nutzte mit seiner sympathischen und kommunikativen Art beim gut gewählten Songtrio mit „Rita“, dem herrlichen southern-rockigen „Another Reason“ (Opener vom neuen Album) und „Everyday I Have The Blues“ (inklusiv Mitsinginteraktion), direkt die Gelegenheit, um das typische Blues-Publikum auch für ihre etwas modernere Art des Performens zu begeistern.

Auch der noch recht jung aussehende Leadgitarrist Tom Vela, im eleganten Samtjacket so ein wenig wie Schwiegermutters Liebling wirkend, bewies im Stile der Herren Clapton und Bonamassa & Co., von Anfang an mit seiner rot-weißen Stratocaster, sein schon jetzt begnadetes Können, mit vielen songdienlichen, filigranen als auch quirligen Soli. Hier an seinem Arbeitsgerät ließ er sprichwörtlich den Wolf aus seinem Schafspelz!

Weiter ging es bis zur Pause mit u. a. dem grandiosen „Get It Gone“ (teilweise mit toller Duell-Einlage von Vela und Fischer im wüsten Solo-Finish), dem souligen, Robert Cray-mäßigen „Rent A Heart“, „Holy Ground“, dem Titellied des Debütwerks, „Sewing Machine (erster Cigar Box-Gitarren-Einsatz von Fischer), dem launigen, wieder Southern Rock-angehauchten „Stand By“, als auch mit den Tracks „Witch“ und „Guilded Cage“ (Vela brilliert mit heftiger Solopassage auf der Gibson Les Paul) in der, ein wenig von Whitesnake-Flair (Marke „Saints And Sinners“) umwobenen Schlussphase.

Joe Fischer, der auch wieder in der zweiten Hälfte (mit Stücken wie „Short Time Runnr von „Can’t Kill Me Twice“ , „Storm Will Come“ (slow-bluesig Marke Gary Moore), „1942“  (Hommage an Jimi Hendrix – Vela zaubert), „Greenland Shark“ und dem Titletrack des neuen Werks „Make A Change“ (jetzt auch als LP erhältlich!), sowie den rockigen Sachen „Love What you Have“ und dem herrlich Richtung Molly Hatchet abgehenden „Favorite Mistake“) toll ‚moderierte‘, die Cigarbox-Gitarre, Keyboards und die Blues Harp bediente, verdiente sich live mit seinem grandiosen Gesang (zwischen Paul Rodgers und David Coverdale) ein Sondersternchen.

Mit ihm besitzt Blue Deal ein besonderes Pfund (natürlich auch mit den drei anderen starken Musikern!). Er besitzt aus meiner Sicht die britisch-amerikanischste Stimme aller Frontsänger, die ich je in unseren deutschen Landen gehört habe. Das unterscheidet Blue Deal von vielen durchaus auch talentierten hiesigen Acts, bei denen man die Herkunft dann leider meist schon 500 Meter gegen den Wind heraushört (was dann oft durchgehend nervt…). Den Anspruch, möglichst so zu klingen, stellt er immer an sich selbst, wie er es im netten Gespräch nach dem Gig (da gab es übrigens auch noch das obligatorische VIP-Bild) dann auch betonte.

Apropos ‚Deal‘. Das ist ja so ein aktuell angesagtes Wort in unseren heutigen Zeiten (besonders gern genutzt von einem, an den Wahnsinn grenzenden Präsidenten…). Möge der Deal, den man hier herkömmlich mit der  Grundsicherung in Sachen Wasser unserer hiesigen Bevölkerung in Europa verbindet, sicherlich durchaus sinnvoll und erstrebenswert sein, so macht man den wahren Blue Deal allerdings eher mit einem Quartett aus dem Schwarzwald, zumindest, was jetzt und auch zukünftig gute und moderne Blues Rock-Musik betrifft….

Line-up:
Joe Fischer (lead vocals, harp, keyboards, cigar-box guitar)
Tom Vela (electric guitars, voc)
Willi Macht (bass, voc)
Jürgen Schneckenburger (drums)

Bilder: Fer Vanreyten
Text: Daniel Daus

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Blues Kitchen, Solingen

Copperhead County, 17.10.2025 – Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

Als ich vor zwei Jahren nach ihrem tollen Gig im niederländischen Weert mit Drummer Alex Stolwijk und Bandleader Corvin Keurhorst in einem Smalltalk die Southern Rock-verliebte Kulturrampe in Krefeld als potentiellen Auftrittsort ins Gespräch brachte, war ich, ehrlich gesagt, von Zweifeln geprägt, ob das tatsächlich jemals zustande kommen würde und die mittlerweile vergangene Zeit schien mir recht zu geben.

Umso erfreuter und überraschter war ich, als der Name Copperhead County im Verlauf des Jahres im Terminkalender der Kulturrampe auftauchte. Geplant war eigentlich ein Kombi-Konzert zusammen mit den allseits bekannten Musikern Chris Pohlmann und Ben Forrester (Allen-Forrester Band, Stone Water), wobei jeder Act ca. eine Stunde performen sollte.

Pohlmann erkrankte ganz kurzfristig, sodass die Rampenbühne für ein komplettes Copperhead County-Konzert frei war. Als sich die Band zu einem Western-Musik-Einspieler den Weg zur Bühne der recht gut besuchten Rampe bahnte, fielen mir sofort zwei personelle Veränderungen auf. Zum einen mit Iris Slort eine neue imposante Sängerin und der rauschebärtige Jelle Wunderink als neuer Leadgitarrist.

Dass es auf der Bühne eng werden würde war klar, allein schon die Hammond Orgel von  Jordy Duitscher mit dahinter platziertem Leslie-Lautsprecher nahm schon gut ein Drittel der Fläche ein.

Gespielt wurde in zwei Sets, wobei mit  den standardmäßigen Opener „Enjoy The Ride“ direkt das obligatorische Statement ans Publikum versendet wurde. Die niederländische Combo hat ja bereits mit „Brothers“ und „Homebound“ zwei starke Studiowerke herausgebracht, aus denen naturgemäß auch die überwiegende Anzahl der Tracks präsentiert wurden.

Das waren im ersten Teil dann Stücke wie „Southern Feeling“, „Horizon“, „Bring On The Rain“ (mit schönem MTB-Flair), „Queen Of Vegas“, „Murky Waters“ (Iris Slort übernimmt zum ersten Mal die Lead vocals), „Alpharette Rain“ und  das pettyeske „Sound Of Summer“, bei den sich vor allem Jelle Wunderink mit vielen quirligen Soli zumeist auf einer Telecaster hervortat. Das Highlight war dann vor der Pause jedoch das hervorragend gelungene Cover vom Crosby, Stills, Nash & Young-Song „I Almost Cut My Hair“, mit gleich drei Leadgitarren-Passagen sowie toller Vocal-Performance von Iris Slort.

Im zweiten Teil gelang es dem niederländischen Sextett sogar mit Stücken wie „Wide Plains“, „Hustlin‘ & Buskin'“, „The Well“ (Lead vocals Iris), „JamMan“ (Lead vocals Iris), „Not Even The Wind“ oder  „With You Again, den Spannungsbogen weiter aufzubauen, um dann mit dem furiosen Triple „Quickjaw“ (Richtung „Green Grass & High Tides“) , der Marshall Tucker-Adaption „Can’t You See“ (interessant mit weiblichem Leadgesang) und dem herrlichen erneut Outlaws-umwobenen „Brothers“ die Intensität nochmals zu steigern.

Die Band hatte bei ihrer spielfreudigen und sympathischen Premiere das Rampenpublikum zweifelsohne für sich gewonnen, was dann in zwei Zugaben on top (u. a. Steve Earles „Copperhead Road“) münzte.

Am Ende gab es dann noch unser obligatorisches VIP-Bild und im After-Talk noch die Vorankündigung auf eine Copperhead County-Rampen-Rückkehr schon im nächsten Jahr. Und wer würde das jemals anzweifeln…?

Line-up:
Corvin Keurhorst – lead vocals, guitars, bgv
Jelle Wunderink – guitars
Johan van Dijk – bass, bgv
Alex Stolwijk – drums
Jordy Duitscher – keys, percussion
Iris Slort- bgv, lead vocals, percussion

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

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