Jack Ingram – Live – Wherever You Are – CD-Review

Nächste bärenstarke Live-Scheibe von Jack Ingram, inklusive eines bei der „CMT-Outlaws“-Show 2005 aufgenommenen „Bonus“-Tracks sowie zweier brandneuer Studio-Stücke! Auch für diese Live-Dokumentation wählte Jack wieder einen texanischen, musikgeschichtsträchtigen Ort, die Gruene-Hall in New Braunfels! Während 2003 auf seiner Tour im Billy Bob’s/Texas der Fokus naturgemäß noch auf dem Material des damals aktuellen Albums „Electric“ und der anschließenden Nachschlag-EP „Extra Volts“ lag, konzentriert sich der mittlerweile schon mit Kultstatus bedachte Songwriter diesmal mehr auf Stücke aus seiner 1999iger „Hey You“-Schaffensphase, für manchen Ingram-Fan vielleicht sein bislang bestes Stuodiowerk.

Die hier vorliegende, neue CD beginnt mit einer kurzen, schlicht gesprochenen Einleitung („Hello“), in der Jack kurz das Konzept des neuen Werkes in unnachahmlichem Texas-Slang vorstellt, und schließlich zunächst mit dem ersten, der beiden neuen Studio-Tracks „Wherever you are“! Wunderschön die eingängige, locker ins Ohr fließende Melodie, dazu Ingram’s sanft-kratzige Stimme und das knackige, kraftvolle Arrangement! Der Texaner hat ja auch schon in geraumer Vorzeit immer wieder versucht, Brücken nach Nashville zu schlagen, was bei diesem Stück nicht nur durch den Produktionsort und die beteiligten Musiker untermauert wird und auch hervorragend gelingt.

Dieser absolut radiotaugliche Song überzeugt zudem durch das starke Gitarrenspiel von Troy Lancaster und seine allerdings sehr unauffällig orientalisch anmutenden, Sitar-Untermalungen. Es folgt der zentrale Live-Part des Albums mit 10 Stücken aus der Gruene Hall. Rootsig, ursprünglich, zwanglos, staubig, wunderschön Americana-countryrockig! Und er startet direkt mit einem „Hey-You“-Dreier-Pack „in die Vollen“! Die herrlich melodische Nummer „I Would“, in der Art und Weise, wie auch die Randy Rogers Band ihre Fans immer wieder zu begeistern weiß, gefolgt vom rhythmischen Uptempostück „How Many Days“, sowie das mit gepflegten Steve-Earle-/Buddy Miller-Flair umhaftete „Work This Out“ reißen das Auditorium zu Begeisterungsstürmen hin.

Natürlich hat Jack seine ihn traditionell begleitende „Beat-Up Ford“ Band um sich versammelt, die technisch brillant, druckvoll und sehr harmonisch zu agieren weiß. Man hat zwischendurch immer wieder den Eindruck, dass Gitarrist Jens Pinkernell großen Gefallen an alten Creedence-Clearwater-Revival-E-Riffs zu haben scheint, die er beim einen oder andern Solo immer wieder mal sporadisch in leicht abgewandelter Form einbringt, was hervorragend zum meist erdigen, rauen Soundgewand der Stücke passt. Seiner Vorliebe für Waylon Jennings-Cover zollt Jack dann beim honkytonk-trächtigen „Only Daddy That’ll Walk The Line“ Tribut, inklusive starke „Klimper“-Leistung am Piano von Keyboarder Bukka Allen.

Die balladeske, traumaft schöne Americana-Nummer „Biloxi“, der rockige Footstomper „Mustang Run“ und der fröhliche Country-Gröler „Happy Happy (Country Country)“ sind dann die prächtigen Vorboten für den Kracher des Abends („Barbie Doll“), das selbst so einem Anheizer wie Dan Baird und seinen Georgia Satellites in nichts nachsteht. Starke Vokalleistung von Jack, knackiges Instrumentieren seiner Band (inkl. tollen. Piano- und E-Gitarren-Soli), sowie ein Schlagabtausch mit dem gesangsfesten (und wohl auch trinkfesten) Publikum treiben die Atmosphäre auf den Siedepunkt. „Goodnight Moon“ lässt das stimmungsgeladene Konzert dann lässig ausklingen.

Ein weiteres, bereits zu Anfang angedeutetes Live-Bonbon folgt mit „Never Knocked Me Down“ von der erwähnten, 2005er „CMT-Outlaws“-Show, welches nochmals unterstreicht, dass die Verbindung Ingram-Nashville durchaus, sofern er seine Roots-/Americana-Wurzeln nicht verliert, auch zukünftig als durchaus reizvolle Angelegenheit zu betrachten sein könnte. Atemberaubend hier das Zusammenspiel mit den Nashville Studiomusikergrößen, wie u. a. Paul Franklin, Shannon Forrest und dem furios agierenden Gitarrenhero Brent Mason, die auch live zeigen, wo die obere Messlatte des Instrumental-Könnens zu liegen scheint.

Herrlich mit Jack harmonierend auch Danielle Peck im Background. Auch der abschließende Studiotrack „Love You“ hat es in sich, ja ist nochmal ein richtiger Knüller. Dreckiger, Stones-/Dan Baird-riffiger, ungemein satter, rauer Country-Honkytonk-Rock mit dem kraftvollem Drumming eines Tommy Harden, klasse Fiddle-Fills von Joe Spivey, schönen Steeleinlagen von Mike Johnson, dem feinen „Geklimper“ eines Mike Rojas und dem erneut sehr starken, satten, würzigen E-Gitarren-Spiel von Troy Lancaster.

Das treibt die Vorfreude auf Ingram’s nächsten, hoffentlich bald kommenden Geniestreich im Studio bereits jetzt schon in die Höhe! „Live-Wherever You Are“ ist ein weiteres Paradestück von Jack Ingram in Sachen Alternate-Country/Americana/Roots-/Red-Dirt-/Countryrock, egal wo man sich gerade befindet, ob in New Braunfels, Nashville oder auch im heimischen Wohnzimmer! Ein furioser Jahresauftakt 2006!

Big Machine Records (2006)
Stil: Country Rock

01. Hello
02. Wherever You Are
03. I Would
04. How Many Days
05. Work This Out
06. One Thing
07. Only Daddy That´ll Walk The Line
08. Biloxi
09. Mustang Burn
10. Happy Happy
11. Barbie Doll
12. Goodnight Moon
13. Never Knocked Me Down
14. Love You

Jack Ingram
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Edwin McCain – Lost In America – CD-Review

Zwei Jahre nach seiner phänomenalen Live-DVD haben Edwin McCain und seine Mannen wieder den Weg zurück ins Studio gefunden und beglücken uns jetzt mit ihrem bereits 7. Album – erneut einem geradezu meisterlichen Werk, durchweg von herrlichen Melodien durchzogener, exzellenter, sich tief in den Gehörgängen festsetzender Songs zwischen moderner, amerikanischer Singer/Songwriter-Mentalität, knackigem angerautem Roots-/Heartland-Rock/-Pop, zuweilen dezentem, seiner Herkunft aus South Carolina entsprechenden Southern-Flair, und, trotz der kompakten Songstrukturen, spürbarer Spielfreude!

Der in USA über eine riesige Fanschar verfügende und unter Musiker-Kollegen äußerst anerkannte McCain (zählt bekanntermaßen zu den besten Freunden von Gov’t Mule’s Warren Haynes, auf dessen alljährlichen Christmas-Jams er auch heute noch regelmäßig auftaucht) in brillanter Verfassung! Immer wieder fragt man sich, warum ein so begnadeter Sänger, Musiker und Songwriter mit solch klasse Instrumentalisten im Rücken, der die Fähigkeit besitzt solch hinreißende Songs zu schreiben und zu performen in unseren hiesigen Gefilden nicht über einen Insider-Status hinauskommt.

Auch mit „Lost In America“ hat Edwin wieder einen Longplayer ins Rennen geworfen, der jedem zusagen müsste, der sich für niveauvolle, höchst melodische, rootsige Rockmusik begeistert. Zudem bekommt man diese großartigen Songs von einer unter die Haut gehenden, überaus angenehmen, dezent „staubigen“ Charakterstimme serviert, wie sie nur ganz wenige in dieser Sparte ihr eigen nennen dürfen. Die neue CD beinhaltet zehn Stücke, darunter mit dem überragenden „Gramercy Park Hotel“ und der dem leicht psychedelisch angehauchten Pop-Rocker „My Mystery“ zwei Nummern, die auch bereits auf der eingangs erwähnten DVD live vorgestellt wurden, jetzt als Studioversionen.

„The Kiss“ (schöne Rhythmuswechsel, starke E-Gitarren-Passagen), „Truly Believe“ (tolle Percussion-Arbeit der beiden Gastmusiker Nick Buda und Craig Wright) und „Black And Blue“ (fulminantes Sax-Solo von Craig Shields) stammen alle aus der Feder von McCain und Kollegin Maia Sharp, und bieten diesen typischen, unbeschwerten, melodischen, frischen Roots-Pop-Rock-Spund, den man schon lange von ihm kennt, mal sanft, mal dezent funkig, mal etwas flippiger, mit tollen Refrains, die sofort eindrucksvoll unsere Ohren verwöhnen.

Die einzige, „echte“ Ballade, „Losing Tonight“ (trotzdem recht kräftig), kommt, wie so oft bei Edwin McCain, völlig ohne Schmalz aus. Klasse E-Slide.Führungsriffs, schönes Akustikgitarrenspiel und ganz dezentes Piano verschmelzen mit der Reibeisenstimme des Frontmannes zur harmonischen Einheit. Herrlich auch das relaxt, aber dennoch kräftig groovende, von einer wunderbaren Southern-Roots-Atmosphäre geprägte Titelstück „Lost In America“. Insgesamt erscheint das Album ein wenig rockiger als seine Vorgänger.

Beste Beweise dafür sind der stampfende, von kraftvollen Drums und satten Gitarren getragene Kracher „Bitter And Twisted“, geschrieben von Edwin mit seinen beiden Gitarristen Larry Chaney (was spielt der Mann wieder für klasse Lead-Parts) und Pete Riley (am Ende kreischt McCain gar in Lenny-Kravitz-mäßiger Manier ins Mikro), sowie zwei Stücke, komponiert vom der Band sehr nahe stehenden, ex „Vigilantes Of Love“-Kopf Bill Mallonee. „Welcome To Struggleville“ (mit ungemein viel Power, Slide-trächtig, mit tollem, pumpendes Bass-Spiel von Lee Hendricks) und das das Album abschließende, mächtig kocjhende „Babylon“. Letztgenanntes „erschlägt“ einen regelrecht mit aggressiven, kantigen, lauten, riffigen „Gitarrenbrettern“, die ein ordentliches Southern Rock-Flair in der Art der frühen, rauen Laidlaw fabrizieren. Ganz große Klasse!

Sämtliche Lieder wurden mit viel Fingerspitzengefühl angeordnet, so das einem das Gesamtmenü sehr abwechslungsreich serviert wird. Mit „Lost In America“ ist Edwin McCain ohne Frage eine erneute Weiterentwicklung gelungen. Seine Stimme war nie besser, die Songs wirken ausgereifter und zeitgemäßer als je zuvor. Vielleicht sein bisher bestes und ausgeglichenstes Werk. Man merkt zu jeder Minute, dass er mit einem gut harmonierendem, homogenen, äißerst kompetenten und freudig aufspielenden Team zusammenwirkt. Auf dem Frontcover des Digi-Packs sieht man eine Hand mit nach oben ausgestreckten Daumen, in der Art eines Trampers! Auch wir richten den Daumen steil nach oben – für diese absolute Meisterleistung!

Vanguard Records (2006)
Stil:  Singer/Songwriter

01. Gramercy Park Hotel
02. The Kiss
03. Welcome To Struggleville
04. Trully Believe
05. Lost In America
06. My Mystery
07. Black And Blue
08. Bitter And Twisted
09. Losing Tonight
10. Babylon

Edwin McCain
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Cory Morrow – Ten Years – CD-Review

Cory Morrow, einer der wohl beliebtesten und mit immenser Fanbase ausgestatteten Künstler der texanischen Country-/Alternate Country-/Countryrock-Szene, feiert in 2007 sein „offizielles“ zehn-jähriges „Recording artist“-Jubiläum. Anlässlich dazu gönnt er sich und seinen Anhängern mit “Ten Years“ ein, mit natürlich 10 Titeln bestücktes, prächtiges Album, das sowohl seine Vergangenheit reflektiert (acht ausgewählte Songs vergangener Alben werden in einem vollkommen neu arrangierten, alternativen Gewand präsentiert), als auch sein „aktuelles Doing“ widerspiegelt (mit zwei brandneuen Stücken)! Und diese neuen Arrangements haben es in sich, denn sie weichen stark von den Erstaufnahmen ab. „We had a lot of fun thinking up new ways to play old songs“, sagt Morrow!

Diese neue Art die alten Songs zu spielen, zeigt einen bestens aufgelegten Morrow, der das Material nun in einem noch raueren, kantigeren und rootsigeren Ambiente präsentiert als zuvor, ohne dabei auf einen sehr transparenten, erstklassigen Sound und eine großartige Melodik zu verzichten. Beim klasse 2005er Werk „Nothing Left To Hide“ saß erstmals der großartige Gitarrist (u.a. Dwight Yoakam Band), Songwriter und Produzent Keith Gattis an den Reglerknöpfen. Diese äußerst „fruchtbare“ Zusammenarbeit wurde jetzt auch auf „Ten Years“ weiter fortgesetzt. Alles klingt herrlich erdig, trocken, würzig, unbekümmert, ja manchmal gar rotzig, strahlt viel Energie und ein feines Retro-Feeling aus, lässt dabei aber auch zu keiner Sekunde pfiffige, angesagte und sehr zeitgemäße, intelligente Klangstrukturen vermissen.

Sehr stark beispielsweise das gut abgehende, ordentlich Staub aufwirbelnde, rootsige „Nothing Better“ mit seinem straighten 70iger Retro-Countryrock-Flair (furioses, nach vorn gehendes Drumming, röhrendes Telecaster-Spiel, kreischige Electric-/Slide-Fills), der famose, kraftvoll stampfende Outlaw-Countryrocker „Preacher“ (wieder röhrende E-Gitarre, feiner Storytelling-Gesangstil, sägende Fiddle) die ruhige, entspannte, wunderbar melodische Americana-/Alternate Country-Ballade „Always And Forever“, die bislang lediglich in einer Live-Fassung veröffentlicht wurde (wunderbares Akustikgitarrenspiel, klasse Dobro-Ergänzungen), der knackige, an einen „Tom Petty goes Texas Country“-erinnernde Ohrwurm „Beat Of Your Heart“, der, ein gewisses Bakersfield-feeling versprühende, Roadhouse-/Honky Tonk-Feger ”21 Days” (herrlicher E-Gitarren-/Fiddle-Schlagabtausch), oder die grandiose, von herrlich angerauten Tempo- und Rhythmuswechseln geprägte neue Fassung des von den Fans so heiß geliebten, kultigen Countryrockers „Big City Stripper“, der als eine Art Mischung aus Jack Ingram und Dan Baird dahingroovt (inkl. Mundorgel- und toller, staubtrockener Banjo-Bridge) und die mit stimmungsträchtigen „Handclaps“, Glasklirren und lautem, feucht-fröhlichem Gegröle ausgelassen abgeschlossen wird.

Die beiden tollen, brandneuen Stücke „Spinning Around The Moon“ (dezent bluesig, eigenwillige E-Gitarre, klasse Orgeleinsätze, wechselnde Stimmungen in Strophe und Refrain, sehr melodisch, leicht introvertiert, Marke Radney Foster) und der rasante Countryheuler „I Don’t Want To Get Up“ (wie eine spontane Session, bestehend aus Dwight Yoakam, den Kentucky Headhunters und den Georgia Satellites, herrliches Gibson-/Telecaster-Wechselspiel mit halsbrecherichem Picking von Keith Gattis, unterschwelliges Rockabilly-Flair, klasse Drive zum Mitwippen) zeigen, dass Cory sich momentan wirklich „im vollen Saft“ befindet und weiter unbeirrt seinen Weg geht.

Tolle Standortortbestimmung von Cory Morrow, die seinen bisherigen Fans die alten Erinnerungen auf eine großartige Art und Weise neu auffrischt und aufpeppt, und vielleicht auch so manchem Morrow-Neueinsteigern (Leute, es lohnt sich) als idealer „Schnupperkurs“ dienen könnte. „This album is our way to say ‚Thank you'“, führt Morrow aus! Doch auch wir bedanken uns für Corys tolle Mucke und prosten dem Künstler mit dem ‚lausbubenhaften‘ Charme daher zu seinem gelungenen Jubiläum anerkennend zu. Auf die nächsten zehn Jahre, Cory!

Sustain Records (2007)
Stil: Country Rock

01. Spinning Around the Moon
02. Nothing Better
03. I Don’t Want to Get Up
04. Preacher
05. Always and Forever
06. Beat of Your Heart
07. Drinkin‘ Alone
08. More Than Perfect
09. 21 Days
10. Big City Stripper

Cory Morrow
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Shawn Camp – Fireball – CD-Review

Drittes Studioalbum des aus Perryville, Arkansas stammenden, in Nashville ungemein viel ansehen genießenden Singer/Songwriters, Gitarristen und Multiinstrumentalisten Shawn Camp! Camps Karriere als Profi-Musiker begann 1987, als der Sohn zweier musikbegeisterter Eltern im Alter von zwanzig Jahren nach Nashville umzog. Er spielte zunächst Gitarre in den Touring-Bands von Alan Jackson, Shelby Lynne und Trisha Yearwood. Als er Yearwood 1991 verließ, begann er sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren.

Nach zwei Top 40-Single-Erfolgen erschien 1993 sein erstes Album. Der bereits eingespielte Nachfolger wurde vom Label gestoppt. Shawn arbeitete fortan als Session-Musiker, und war auf Werken von Nanci Griffith, John Prine und Guy Clark mit von der Partie. Mittlerweile wurden viele namhafte Interpreten auch auf seine Songwriter-Qualitäten aufmerksam. Für Garth Brooks landete er mit „Two Pina Coladas“ und für Brooks & Dunn mit „How Long Gone“ jeweils Nr. 1 Hits, was ihn in die bequeme Lage versetzte, sein eigenes Label „Skeeterbit Records“ gründen zu können. Für „Fireball“ hat er diesmal viele langjährige Freunde wie Mark D. Sanders, John Scott Sherrill, Billy Burnette, Phillip White, Pat Mclaughlin um sich versammelt, und sowohl kompositorisch wie auch instrumentell eingebunden.

Herausgekommen ist ein klasse, recht traditionell gehaltenes Country-/New Country-Werk, das eine höchst interessante Ansammlung sehr variantenreicher, teils angenehm abseits vom allzu glatten Mainstream angesiedelter, überwiegend schön flott gehaltener, reiner Countrynummern besteht, deren Bandbreite vom Bakersfield-Sound eines Dwight Yoakam, dezenten Rockabilly-Anlagen, staubigem Texas Outlaw-Singer/Songwriter-Country, bis hin zu, vor allem gegen Ende des Albums, ein paar sehr schön arrangierten, semi-akutsischen, bluegrassig angehauchten, voller Appalachian-Flair steckenden Songs reicht.

Die einzige Ballade, „Love Ain’t Leavin’“ glänzt durch atmosphärisches Dobro- und Harmonika-Spiel – wunderbar dabei der weibliche Background-Gesang von Amber White. Alle anderen Stücke bestechen durch kraftvolles Drumming (u.a. Chad Cromwell, Kenny Malone), ebenso flotte Bassläufe, klares Akustikgitarrenspiel, dumpfes E-Piano, pfeifende B-3 Organ, reichhaltige Steel-und Fiddle-Einlagen, und immer wieder die klug eingebrachte E-Gitarrenarbeit von Mr. Camp selbst. Camps individueller, charmant „kauziger“ Gesangstil passt zu seinen interessanten, musikalischen Kreationen optimal.

Highlights in einem durchweg auf hohem spielerischen Niveau stehenden Silberling sind der großartige Title-Track „Fireball“, ein knackiger Honkytonk-Countryheuler an der Schnittstelle eines fetzigen, frühen Vince Gill und Dwight Yoakam liegend, mit hervorragend integriertem Lap Steel-Spiel (Dan Dugmore); das an fröhliche Zigeuner Lagerfeuer-Romantik erinnernde „Love Crazy“; das rhythmisch stampfende, rootsige, Outlaw-mäßige „Waitin’ For The Day To Break“ (schönes E-Gitarren-Solo, unterschwelliges J.J. Cale-Flair), das ungemein druckvolle „Hotwired“, und das mit Liebe zum Detail ausgestattete, herrliche, frische Bluegrass-/Acoustic Country-Stück „Would You Go With Me“. Hier beweist Shawn auch sein filigranes Können an der Mandoline, ebenso stark hier die knackige Banjo-Performance von Scott Vestal! „Beagle Hound“, mit Spielereien wie eröffnendem Hundegeheul, und das abschließende, feucht-fröhliche „Drank“ mit Korken-Knallen und Flaschen-Gluckern können unter der Rubrik „Songs mit Gute-Laune-Faktor“ verbucht werden und zeigen zudem Shawn’s Sinn für Humor.

Der Vollblut-Musiker Shawn Camp beweist mit „Fireball“ einmal mehr, welches vielseitige Talent in ihm steckt. Dabei zeigt er auch, dass man mit recht unkonventionell gestalteter Countrymusik absolut hochqualitative und sehr interessante Ergebnisse zustande bringen kann. Auf Insider und Shawn-Kenner wird der „Feuerball“ die gewohnte Camp-typische Anziehungskraft ausüben, für Leute, die mal einen Blick über den Nashville-Standard-Tellerrand werfen möchten, ein ganz heißer Geheimtipp!

Skeeterbit Records (2006)
Stil:  Country Rock

01. Fireball
02. Tulsa Sounds Like Trouble To Me
03. Love Crazy
04. The Way It Is
05. Fallin’ For You
06. Waitin’ For The Day To Break
07. Hotwired
08. Beagle Hound
09. Would You Go With Me
10. Love Ain’t Leavin’
11. Nothin’ To Do With You
12. Just As Dead Today
13. Drank

Shawn Camp
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Deadstring Brothers – Starving Winter Report – CD-Review

Bisher hat man Detroit eigentlich immer mit dem Geräusch von röhrenden Motoren oder ziemlich lauter Rock-Musik in Verbindung gebracht. Seit 2001 hat sich dort allerdings eine Band formiert, die in der Americana-/Rootsrock-Szene für immer mehr Furore zu sorgen beginnt. Die Deadstring Brothers, bestehend aus Bandlleader und Songschreiber Kurt Marschke (Lead vocals, guitars, dobro & mandolin), E. Travis Harrett (Drums), Philip Skarich (Bass), Ross Westerbur (Piano, organ) und der hervorragenden Background-Sängerin Masha Marjieh (Harmony vocals, Percussion).

So beurteilte das in amerikanischen Szenekreisen hoch angesehene „Paste“- Magazine ihre Debütwerk von 2003 als eine der besten Roots-Rock-CDs des Jahres. Mittlerweile haben sie mit ihrer Nachfolgescheibe „Starving Winter Report“ sogar nochmal ordentlich nachgelegt. Den Deadstring Brothers ist ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderbar ineinander greifenden Songs auf einem erstaunlich hohem Niveau gelungen. Nicht nur wegen der Stimmähnlichkeit des Sängers Kurt Marschke zu Mick Jagger wird die Band häufig mit den Rolling Stones zu ihren „Exile On Main Street“-Zeiten verglichen. Das passt schon, doch es ist weit mehr. Wohl niemand zuvor hat die Ruppigkeit der damaligen Stones-Ära mit der Country-Mentalität eines Gram Parsons besser verbunden als die Deadstring Brothers.

Ein wenig Flair von „The Band“ oder gar Ryan Adams runden die Sache ab. Schon der Opener „Sacred Heart“ hat den berühmten, Stones-trächtigen Sound mit unterschwelligem Honkytonk-Feeling, der am besten in Whiskey getränkter Luft und Nikotin verräuchter Atmosphäre genossen werden kann. Tolle Gitarrenriffs, eine klasse melodie, geht die Nummer prima ab! Hat vielleicht entfernt soagr etwas von Dan Baird und seinen Georgia Satellites!

Ganz große Klasse sind auch die beiden einzigen balladesken Stücke des Albums, „Lights Go Out“ (mit typischem Barroom-Flair) und das überragende, emotional kraftvolle „Blindfolded“ mit ganz ausgezeichneten Vokalleistungen von Marschke und den schönen Harmoniegesängen von Mascha Marjieh. Die starken Pedal Steel-Einlagen von Gastmusiker Dale Dorsey vermitteln dabei eine äußerst angenehme Retro Countryrock-/Alternate Country-Note. Ganz überragend, trotz der allseits dominanten (aber keineswegs aufdringlichen) Präsenz des Bandchefs, ist Keyboarder Ross Westerbur (fast schon so etwas wie der heimliche „Star“ des Albums), der mit unnachahmlichen und immer genau passenden Piano- und Orgeleinsätzen (teilweise sogar im Wechsel) dem eh schon erstklassigen Songmaterial das endgültige „gewisse Etwas“ verpasst.

Herrlich sein oft klimperndes Piano! „Toe The Line“ und „Lonely Days“ umgibt wieder ein Hauch von countryrockigem Retro-Flair, „Get Up Jake“ (ein Cover von Robbie Robertson) und „All Over Now“ huldigen in partytauglicher Weise einmal mehr die Stones, „’Til The Bleeding Stops“ hat gar durchaus Southern-lastige Momente. Der einzige etwas aus dem Rahmen fallende, aber ebenfalls traumhaft gelungene Song, ist das großartige „Moonlight Only Knows“, bei dem vollkommen akustisch, mit einem feinen Bluegrass-Flair musiziert wird. Kratzige Akustikgitarre, tolle Percussion-Arbeit, Mandoline, Dobro und eine, wiederum sehr starke, Gastvorstellung von David Mosher an der Fiddle, inklusive eines schönen Solos – Allternate Country-/Americana-Musik vom Feinsten! Das Album ist zudem noch ein echter „Grower“.

Je öfter man es hört, desto besser kommt es einem bei jedem weiteren Male vor – die Musik wächst! Ein absolutes Indiz für die hohe Qualität dieser Mucke! Diese höchst talentierte Gruppe hat sich dank intensiven Tourings in den Staaten, und auch in Europa (England, Niederlande), bereits einen prächtigen Namen in Insiderkreisen erarbeitet. Fest steht, dass „Starving Winter Report“ in positiver Hinsicht dazu beitragen wird, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in Zukunft noch erheblich steigern wird. Mit den Deadstring Brothers wächst etwas Großes im Americana-/Rootsrock-/Alternate Countryrock-Bereich heran. Ganz hervorragende Leistung!

Bloodshot Records (2006)
Stil: Roots Rock

01. Sacred Heart
02. Toe the Line
03. Ain’t Grace Amazing
04. Get Up Jake
05. Talkin‘ Born Blues
06. Blindfolded
07. Moonlight Only Knows
08. ‚Til the Bleeding Stops
09. All Over Now
10. Lonely Days

Deadstring Brothers
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Jon Christopher Davis – Same – CD-Review

Das nächste texanische Juwel in unserem Programm! Jon Christopher Davis heißt der großartige Singer/Songwriter, der uns nun mit seinem ersten Album, einer hervorragenden Gratwanderung zwischen Americana, rootsigem Countryrock, Alternate Country und einer gewissen Heartland-Würze beglückt. Davis stammt aus Bonham, TX, hat aber viele Jahre in Nashville gelebt und bereits für einige arrivierte Labels/Musiker gearbeitet, bzw. Songs geschrieben (u. a. für Dolly Parton, Hal Ketchum, Tammy Cochran, Sherrie Austin, Billy Ray Cyrus).

Der Erfolg in Sachen eigener Sanges-Karriere fiel bislang unverständlicherweise aber dem Rasterverfahren der Entscheidungsträger (Labels) zum Opfer. Das er es jedoch richtig „drauf hat“, wie man so schön sagt, beweist er auf seinem „Palo Duro Records“ (u. a. auch die Heimat von The Delrailers, Morrison Williams) in wirklich glänzender Manier. Alle 13 Stücke (inkl. eines Hidden-Tracks, der aber sofort nach Ende des letzten Stückes anfängt, „If I Could Only Fly“), stammen dabei aus seiner Feder, komponiert zum Teil mit prominenten Co-Autoren wie Radney Foster, Stan Lynch (Tom Petty & The Heartbreakers) und Rodney Crowell. Bei den Instrumenten (er selbst beherrscht Gitarre, Bass, Piano, Harmonika, Drums und diverse Percussionteile) gelang es Davis sowohl gute texanische, wie auch einige der allseits bekannten, großartigen Nashville-Studiomusiker zu verpflichten.

Herausgekommen ist eine erstklassige Mischung von schnörkellosen Alternate Country-, Roots-, Americana-, Westcoast-, Heartland- und Southern-Elementen in Kombination mit sehr sympathischen und teilweise humorvollen Texten. Davis Gesang ist typisch texanisch und geht sehr angenehm ins Ohr. Als Vergleichgrößen fallen einem unweigerlich Interpreten wie Pat Green oder Jack Ingram („You Gotta Love Someone“ – der countyrockende Opener, mit herrlich treibendem E-Gitarren-, und Akustik Gitarren-Rhythmus, sowie schönen Mundharmonika-Fills), Radney Foster („Cosmic Joke“ – sehr relaxtes, rootsiges Stück mit humorvollem Text, klasse Fiddle-/Banjo-Break), Steve Earle („Love Had Something Else In Mind“ – tolle Baritone E-Gitarre), The Eagles („Misfit Town“ – mit Steelguitar-Begleitung, feinen Harmoniegesängen), The Warren Brothers („Lone star Attitude“ – rotzig frecher Gesang, durchaus traditionell verwurzelter Country-/Partysong zum Mitgrölen, mit starkem Honkytonk-Piano und tollem E-Gitarren-/Steel-Wecheselspiel im Break), John Mellencamp („Round Here“ – voller Heartland Rock-Flair), oder auch Tom Petty („The Bottom Line“ – dezente Fiddle, Orgel, Steelguitar, staubtrockene Banjo-Untermalung vom stark aufspielenden Jack Sizemore) ein.

Die Spuren der angeführten Künstler finden sich allerdings auch in den anderen Stücken in diversen Kombinationen wieder. Weitere Highlights. Die wunderschöne, von einer herrlichen Melodie geprägte, entspannte Retro-Countryrock-Ballade „She Don’t Know She’s Lonely“ (tolle Steel- und E-Gitarren-Fills, brillantes E-Gitarren-Solo von Mark Metker), der eindeutig Rodney Crowell (hier auch Co-Writer) seinen Stempel aufdrückt; „One Place I’ve Never Been“ ist ein furioser, dampfender, funkiger Southern-Rocker (klasse E-Gitarren-Solo, kreischende Harps); „Two Story Town“ entwickelt sich aus balladeskem Gesang mit Pianobegleitung zu einem herrlich frisch instrumentierten Midtempo-Ohrwurm (wohlige Mandolinenbegleitung); „Baby Looks Good On You“ ist bluesiger Rots-/Alternate Country mit starker Dobro-/Mandolinen-Verschachtelung!

Die Songs fliegen förmlich an einem vorüber, erst durch den recht introvertiert wirkenden Hidden-Track kommt man von einer Woge der Begeisterung wieder etwas herunter. Das Debüt von Jon Christopher Davis bietet alles was das Americana-/ Alternate Country(rock)-/ Roots-/ Heartland-Herz begehrt. Dazu schafft er es mit Bravour, die komplette Geschichte sowohl im Texas-, als auch im Nashville-kompatiblen Rahmen zu gestalten.

Zum Abschluss noch ein paar Kommentare seiner bereits erwähnten Co-Writer, die ebenfalls in Begeisterung schwelgen und deren Wort durchaus Gewicht hat. „It is as if Don Henley, Elvis Presley and The Everly Brothers met late night at a Texas Roadhouse parking lot and beat the crap out of each other and what came out was Jon Christopher Davis. He brains, hips and harmonies“ – Stan Lynch; „If you crave a singer who can play, a player who can write and a writer who can sing, Jon Christopher Davis is your man“ – Rodney Crowell; „Jon Christopher Davis is a triple threat. He plays guitar great, sings like a bird and writes from the heart“ – Radney Foster. Dem können wir uns guten Gewissens anschließen. Klasse Mann, klasse Scheibe! Feine Aufmachung im schön fotografiertem Klapp-Digi-Pack!

Eigenproduktion (2006)
Stil: Country Rock

01. You Gotta Love Someone
02. Cosmic Joke
03. She Don’t Know She’s Lonely
04. Love Had Something Else In Mind
05. The Bottom Line
06. Misfit Town
07. Lone Star Attitude
08. Round Here
09. One Place I’ve Never Been
10. Two Story Town
11. Baby Looks Good On You
12. If I Could Only Fly

Jon Christopher Davis
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Clay DuBose – These Days – CD-Review

„These days I don’t worry about the future or the past, I’m alive and learning to enjoy the ride…these days“. Diese Zeilen aus dem Refrain des Titelsongs aus Clay DuBose’s neuen Album „These Days“ geben exakt die positive Stimmung wieder, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt hindurch zieht. Heißt in etwa soviel wie, „was schert mich Gestern und Morgen , ich lebe hier und jetzt, und will musikalisch machen, was mir heute Spaß bereitet“. Und DuBose weiß, wovon er redet, denn er hat schon einiges erlebt.

Geboren in Frankreich als Sohn eines im Militärdienst arbeitenden, weltweit gereisten Elternpaares, war für ihn schon in frühster Kindheit klar, dass er Musiker werden möchte, als man schließlich in Texas ansässig wurde. Mit seiner ersten Band schien es auch sofort steil nach oben zu gehen, aber ein in Aussicht gestellter Development Major Deal zerplatzte wie eine Luftblase. Clay ging nach Los Angeles und lernte den Ausnahmegitarristen Will Ray (The Hellecasters) kennen und nahm eine 7-Song-EP auf. Ein zunächst geplantes Komplett-Album scheiterte am Bankrott des Labels.

Erst diverse Trips nach Nashville und die Bekanntschaft mit Ron Reynolds, sowie die Zusammenarbeit mit Robert Weingartz, Chef des Independant Labels
Lazy River Records, brachten mit seinem Debüt „Rewriting History“ endlich einen Durchbruch mit jeder Menge Aufmerksamkeit in der Szene. Die Scheibe war in allen genretypischen Charts vertreten und das Doors-Cover von „Love Me Two Times“ lief die lokalen Radiostationen rauf und runter. Auch der Start von „These Days“ begann schon recht verheißungsvoll. Einstieg auf Platz 14 in den AMA/R&R Charts, was bisher keinem Künstler eines Independant Labels vorher gelungen ist. Kein Wunder, denn die Scheibe hat es in sich!

Countryfreunde aufgepasst – diesen Mann gilt es zu entdecken! Clay DuBose, im übrigen ausgestattet mit einer tollen, warmen, gleichzeitig ein wenig rebellisch eirkenden, frischen Stimme begeistert mit einer großartigen Musik, deren Bandbreite von purem, traditionnellem Honky Tonk, Tex-Mex-Klängen, herrlichem Sixties-Retro-Flair, auch mal leichten Southern-Feeling, Bakersfield-Sound, bis hin zu einem dezenten Rockabilly-Flair reicht. Grob umfasst, spielt sich das Geschehen in etwa an der Schnittstelle der Mavericks, der Derailers und Dwight Yoakam ab. Eine Platte mit einem herzerfrischenden, klaren Sound!

Musikalisch erste Sahne, dank einer grandiosen Besetzung von Instrumentalisten wie u. a. dem bereits erwähnten Gitarren-Zauberer Will Ray, der kompletten Combo der Derailers mit Brian Hofeldt, Ed Adkins, Scott Mathews, sowie Augie Meyers und Big John Mills, Garth Hudson (The Band) am Piano und Akkordeon beim Dylan Cover „I Threw It All Away“), Danny Timms (Bonnie Raitt, Los Lobos), Rami Jaffee (The Wallflowers) oder Dusty Wakeman (Dwight Yoakam, Lucinda Williams). Tolle Lieder, wie gesagt, manchmal mit swingendem 60er-Flair und Rockabilly-Touch in der Tradition von Roy Orbinson, Elvis oder eines Buck Owens ( „Captivated“ – eine wunderbar schnulzige Balölade, das knackige, gut abgehende „Big Scary Heart“ oder „Crack In The Armor“), nicht zuletzt auch dank der starken Einflussnahme der o.a. Derailers.

Herrlich auch „No Accident“ (tolles Duett mit Carmen Mejia), mit leichter
Memphis-Atmosphäre durch fulminantes Saxophonspiel von Sam Levine; der prachtvolle Uptempo-New Country-Knüller „Fork In The Road“ bekommt aufgrund genialer Stratocaster-Bearbeitung von Will Ray (in Hughie Thomasson-Manier) einen wunderbaren Outlaws-Southern-Touch der Marke „Ghost Riders“, die fetzigen Nummern wie „These Days“ oder das lockere, sehr melodische „Street Sage“, mit seinen fantastischen Gitarrensoli, besitzen zum Storytelling-Style noch einen satten Drive, oder auch der pure, traditionelle Roadhouse Honky Tonker „Long lonely life!

Um es auf den Punkt zu bringen. Clay DuBose und alle Beteiligten präsentieren sich in absoluter Bestform! Das Album dürfte schon jetzt zu den Geheimtipps des Jahres 2005 zählen! Schöner Digi-Pack, dessen feines, innen liegendes Booklet sämtliche Texte beinhaltet.

Lazy River Records (2005)
Stil:  Country Rock

01. Long Lonely Life
02. No Accident
03. Captivated
04. Life Of The Party
05. Fork In The Road
06. Less Is More
07. These Days
08. She Cries
09. Big Scary Heart
10. Crack In The Armor
11. Street Sage
12. I Threw It All Away

Clay DuBose
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Bärchen Records

The Elms – The Great American Midrange – CD-Review

The Elms aus Seymour/Indiana begeistern 3 Jahre nach dem großartigen „The Chess Hotel“ nun mit ihrem neuen Album „The Great American Midrange“, das nahtlos an den Vorgänger anknüpft, mit dem die Band aber in punkto Songmaterial, Arrangements und Reife sogar noch einmal einen großen Schritt nach vorn macht. Prächtiger, auf einem klassischen Gitarren Retro-Fundament basierender, absolut zeitgemäßer „Pure American Rock“ mit einem ordentlichen Schuss Midwestern- und Heartland-Feeling, aber durchaus auch kompatibel für die Southern- und die „Red Dirt“-Fraktion.

Nicht mehr ganz so robust und laut wie der Vorgänger, aber immer noch sehr knackig, rau, dreckig und voller Energie packt das Quartett (bestehend aus dem Brüderpaar Owen und Christopher Thomas, Thomas Daughtry und Nathan W. Bennett) seine Songs in ganz wunderbare Melodien und macht ein ums andere mal herrlich rockende, „catchy“ Ohrwürmer daraus, die sich genüsslich in unseren Gehörgängen festsetzen. Die CD startet mit dem furios rockenden, bluesigen „Strut“, das von einer klasse, Bo Diddley-typischen Rhythmik und Gitarrenbegleitung bestimmt wird. Polternde Drums und starke, raue Riffs (inkl. psychedelisch anmutendem Solo) sorgen für ordentlichen Boogie-Dampf.

Ebenfalls recht rockig, aber etwas zurückhaltender folgen das nachdenkliche „Unless God Appears First“ und das fröhliche, ungemein melodische „County Fair“. Das balladeske „The Wildest Heart“ ist das nächste Highlight, das sicher auch in der Sister Hazel-Fraktion viel Aufmarksamkeit hinterlassen dürfte, obwohl Owen Thomas‘ falsettartiger Gesang natürlich nicht mit dem von Ken Block vergleichbar ist. Ein Skynyrd-verdächtiges, markantes Gitarren-Intro (im weiteren Verlauf auch als Zwischenpassage) überrascht beim melodischen, etwas poppigen Midtempotrack „Long Gone“, inklusive eines kernigen Solos.

„The Shake“ schüttelt namenskonform dann in allerbester American Retro Rock-Manier voller Kraft und (bluesiger) Würze durch. Ein satter, fetter Rocker mit klasse Gitarren sowie starker Drum- und Percussionarbeit. Herrlich das rootsige und auch mit einem gewissen Southern-Feeling versehene „The Good Guys“ (tolle, Neil Young-mäßige Gitarrenarbeit), das, wie auch der Titel des Albums, als Hommage an die einfache, hart arbeitende Bevölkerung des mittleren Amerika auch textlich voll zu überzeugen weiss.

„Back To Indiana“ und „Thunderhead“ rocken wieder mit treibendem Groove, das mahnende „This Is How The World Will End“ (startet akustisch melancholisch, steigert sich mit dem Einsatz der übrigen Instrumente und geht am Ende in ein fettes, lautes Finale über) und das in feiner Eagles-Manier gebrachte „A Place In The Sun“ (Thomas’ Gesang ähnelt hier ein wenig dem Glenn Frey’s) bestechen wieder durch viel atmosphärischen Klang. Am Ende gibt es nach ca. 20 Sekunden Pause noch einen relaxt groovenden, sehr flockigen Hidden Track („Lily“), der wieder mit toller Gitarrenarbeit (gute E-Fills) bestückt wurde.

Die Einflüsse ihrer Musik reichen von John Mellencamp über Tom Petty, Dan Baird, die Rolling Stones, die Beatles, bis hin zu The Black Crowes, Neil Young, Bo Diddley, und texanischen Kollegen wie Joe Ely oder gar die Eli Young Band. So spielt man modernen, radiotauglichen, melodischen, schnörkellosen, handgemachten American Rock’n Roll. Das Album kommt in einem, in schlichter Schönheit mit Prägedruck versehenem Digipack mit eingestecktem Booklett, das alle Infos, zur Thematik passende Bilder (u.a. eine lokale stillgelegte Autofabrik in Indiana) und die auch lesenswerten Song-Texte beinhaltet. Klasse!

Trust Records (2009)
Stil:  Roots Rock

01. Strut
02. Unless God Appears First
03. County Fair
04. The Wildest Heart
05. Long Road
06. The Shake
07. The Good Guys
08. The Little Ways
09. Back To Indiana
10. This Is How The World Will End
11. Thunderhead
12. A Place In The Sun

The Elms
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Bärchen Records

Emory Quinn – See You At The Next Light – CD-Review

Das hochtalentierte Trio aus San Antonio/Texas legt seinen dritten Studio-Longplayer vor und erbringt erneut eine grandiose Leistung. Schon mit ihrem meisterhaften Vorgänger „The Road Company“ hatten die drei großartigen Multiinstrumentalisten Clint Bracher (Lead vocals, Guitars), Nathan Rigney (Vocals, Guitars, Mandolin, Banjo, Violin, Viola, Cello, Pedal Steel, Omnichord) und Case Bell (Vocals, Bass, Keyboards) ein absolutes Ausrufezeichen in Sachen Rootsrock, Americana, Alternate Country und klassischem Countryrock gesetzt, was sie nun mit ihrem neuen Werk überaus eindrucksvoll untermauern.

Traumhafte Melodien, wunderbares, variantenreiches E-Gitarrenspiel, lockere, dennoch knackige, flockig flüssige, jedoch immer mit der nötigen Portion erdigem „Red Dirt“-Staub versehene Arrangements – diese Truppe ist eine Klasse für sich, der man in der Szene eine sich wohltuend hervorhebende Ausnahmestellung bescheinigen darf. Der Bandname ergibt sich übrigens aus den Mittelnamen von Nathan (Emory) Rigby und Clint (Quinn) Bracher. Trotz des hochqualifizierten Könnens der einzelnen Musiker ist in diesem hervorragend funktionierendem Bandgefüge kein Platz für individuelle Eitelkeiten.

Der Star ist immer der Song und dies macht letztendlich eine der Stärken des Trios aus. Auf ihrem neuen Album „See You At The Next Light“ liefern die Texaner zehn ganz wunderbare, sehr angenehm ins Ohr fließende, melodische Songs ab, die genüßlich die Grenzen zwischen Roots, Americana, Alternate Country, „Red Dirt“-Countryrock und zeitlosem Retro-Countryrock überschreiten. Dazu kommen Einflüsse aus dem Singer/Songwriter-Stroytelling, aus dem Folk, aber auch vom Southern Rock. Und das beste. Mit jedem weiteren Hördurchgang scheinen die Songs, da ihre vielen kleinen, exzellenten Feinheiten oft erst dann offenbaren, immer stärker zu werden. Ein Indiz für die große Substanz dieser Musik.

Im weitesten Sinne spannen Emory Quinn auf ihrem neuen Werk einen Bogen von solchen Bands wie Micky & The Motorcars bis hin zu der jetzt schon kultigen The Band Of Heathens. Aber ihre Einflüsse beinhalten auch solche Namen wie Poco, die guten alten Byrds, Steve Earle, Robert Earl Keen, Josh Ritter, Blue Mountain und, nach eigenen Angaben, sogar Widespread Panic. Sämtliche Kompositionen stammen wieder aus der Feder von Frontmann Clint Quinn Bracher. Den hervorragenden Auftakt bildet das mit einem schön dominant pumpenden Bass versehene, wunderbare „Hand in Hand“. Ein sehr prägnanter, ins Ohr gehender Refrain mit schönem Harmoniegesang, eine prächtig gezupfte E-Gitarre, dazu im weiteren Verlauf ein kerniges, zündendes Solo, sehr klangvolle Akustikgitarren und natürlich Brachers überaus angenehmer Gesang lassen sofort eine vertraute „Wohlfühlatmosphäre“ der Marke Emory Quinn aufkommen.

Das folgende, bärenstarke „Moving On“ beweist dann, dass die Jungs auch ordentlich Dampf machen können. Ein erdiger, gitarrenbetonter, knackiger, schwungvoller „Red Dirt“-Country-Rootsrocker par excellance, der mit seinen prächtigen, transparenten Twin-E-Gitarren eine Menge Southern-Espirit beinhaltet. Einfach toll! Mit „Heart In Mind“ wird der Puls dann wieder etwas heruntergefahren. Ein sehr entspannter, leicht folkig angehauchter Track, bei dem die Mandoline regelrecht verzaubert. Rigneys dezente Streicherzugaben und die hintergründigen Harmony Vocals von Gastmusikerin Melissa Ludwig wirken einfach betörend. Neben Melissa fungiert im übrigen mit Bobby Jarzombek lediglich noch ein weiterer Gastmusiker, der bei allen Tracks in entsprechend hervorragender Manier das Schlagzeug bedient.

Das flockige „Finds Danger“ pendelt herrlich melodisch irgendwo zwischen Bob Dylan und Tom Petty. Eine markante Mandoline, synchron zur Akustikgitarre, und filigrane E-Gitarren-Parts von Rigney bilden hier die Highlights. Der einen textlich mitnehmenste Song ist „Holes Through The Windows“. Der Protagonist drückt auf den Abzug und streckt den Lover seiner Geliebten nieder. Thematik und auch die musikalische Umsetzung kommen in der Tradition von Bleu Edmondson und seinen Stücken „Finger On The Trigger“ oder „No Room For Mercy“. Packender, dramatischer Stoff!

Eine wunderbar integrierte Pedal Steel Guitar heult beim Country-angehauchten „Tear Down The Walls“, einem Stück irgendwo zwichen Robert Earl Keen, Chris Knight und den Drive-By Truckers. „Be Here Now“ bietet ein weiteres Mal ein gewisses Tom Petty-Flair. Klasse hier erneut die Harmonies von Melissa Ludwig. Einen tollen Text gibt es wieder bei „When I Dream“. Bracher singt „When I dream I never sleep“, welch poetische Zeile! Stark hier das E-Piano von Case Bell und sein „gluckerndes“ Solo.

An die goldenen Jahre der The Allman Brothers Band erinnert das von einer markanten Akustikgitarre und relaxtem E-Gitarren-Spiel (grandioses Solo) umgarnte „Calling Your Name“. So etwas wie das „Melissa“ des neuen Jahrtausends, diesmal allerdings von Emory Quinn kreiert! Große Musik! Das fröhliche, von einem quirligen Banjo geführte, countrylastige „Falling Down“ (dezent grassig, Brachers Gesang in kauziger Art eines Bob Dylan) bildet einen ähnlichen Abschluss wie schon „Phone went west“ bei „The Road Company“. Ein prächtiges Album ohne jede Schwächen, mit dem man sofort „warm“ wird.

Immer wieder schimmert, wie bereits erwäht, auch The Band Of Heathens ein wenig durch. Emory Quinn ziehen auf „See You At The Next Light“ ihr Ding konsequent weiter durch. Hohes spielerisches Niveau statt kommerzieller Erfolg (den sie zweifellos verdient hätten) bleibt dabei wohl ein Grundprinzip der Texaner. Das macht das Trio umso sympathischer. Roots-/Americana-/Countryrock-Stoff vom Allerfeinsten! Wann entdecken sowas endlich die Radiostationen?

Texas Ent. Group (2010)
Stil:  Roots Rock

01. Hand In Hand
02. Moving On
03. Heart In Mind
04. Finds Danger
05. Holes Through The Windows
06. Tear Down The Walls
07. Be Here Now
08. When I Dream
09. Calling Your Name
10. Falling Down Again

Emory Quinn
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Bärchen Records

Carter Falco – If It Ain’t One Thing – CD-Review

Seine Musik ist genauso markig, rotzig frech und selbstbewusst, wie die Sprüche betreffend seine Biographie. Die Rede ist von Carter Falco, „A proud son of Waco, Texas“, ein junger Bursche, der seine ersten musikalischen Früchte mit dem weiteren zur Zeit ungemein angesagten „Raubein“ Shooter Jennings in einer Truppe namens „Stargunn“ erntete. „Nobody likes reading long ass bio’s that start at the cradle and end at the grave. I like listening to bands like The Ramones, Willie Nelson, ZZ Top an Hank Williams jr.. Safe is to say that good friends, good stories, real life and cold beer are among the biggest. If you like songs that tell real stories that you won’t be hearing on MTV, you probably like my music.”

So kurz und knapp, aber doch präzise, schildert er seine Musik, eine wunderbare, ungeschliffene und unbeschwerte, trockene, herrlich rootsige Country-/Alternate Country-(Rock)-/Texas Outlaw Country-/Americana-Mucke, rau und „unwegsam“, wie so mancher, abseits der „glamourösen“ Zivilisation gelegene Landstrich Texas‘! Und der Verlauf seines großartigen Debütalbums untermauert nachhaltig, dass man es kaum besser in Worte hätte fassen können. Die CD startet direkt mit dem furiosen Country-Boogie-Rocker, „Country Music“. Ein toller, ZZ Top-typischer, stampfender Gitarren-Shuffle mit deftig polternden Drums und ein paar herzhaften, die Stimmung prächtig anheizenden Bläsersätzen.

Der Refrain, mit integrierten „Hey, Hey“-Shouting läd zum Mitgrölen ein und könnte zu einer potentiellen Hymne für die bierliebende Redneck-Gilde avancieren. Ein herrlicher, stimmungsträchtiger Auftakt! „The Ramones play Country“ könnte das Motto von „Comin’ Down“ lauten. Flott abgehendes, dezent punkiges Drumming, vermischt mit jeder Menge countrytypischer, durchaus traditioneller Zutaten. Sehr interessant gemacht, ein weiteres Powerstück direkt zu Beginn. Zur Beruhigung wird dann zunächst mal das Titelstück „If It Ain’t One Thing“ eingestreut. Ein wunderbar relaxt rüber kommender, extrem melodischer, astreiner Outlaw-Countrysong.

Hat ein entferntes Southern-Flair, das etwas an die Anfangszeiten der Outlaws aus Tampa, Florida erinnert, vor allem die lockeren E-Gitarrenparts in Kombination mit einer zurückhaltend heulenden Steel-Gitarre. Hier, so auch bei dem Song „Long gone“ (texanisch geprägter Countryrocker), ist übrigens, wie es sich nun mal unter guten, alten Freunden gehört, der bereits o. a. Shooter Jennings mit von der Partie, der einige gelungene Harmonie- und Duett-Gesangspassagen beisteuert. Weitere, prominente Nachwuchs-Unterstützung gibt es bei dem schönen, semi-akustischen Retro-Countrysong „Move Along“.

Das Töchterchen von Eagles-Gitarrist Joe Walsh, Lucy, zeigt mit individuell gestaltetem Background-Gesang, dass auch im Hause Walsh das musikalische Leben erfolgreich in die nächste Generation hineintransportiert wurde. Das Stück selbst wird von einer klasse Dobro/Steel-Performance des starken Jordan Shapiro dominiert.

So wechseln im weiteren Verlauf immer wieder richtig rockige Stücke mit Southern Flair ( „I Can’t Wait“ – toller Dobro/E-Gitarren-Schlagabtausch; „That Someone Is You“ – grandioser Southern-Country-Boogie mit schwungvollem Piano-Geklimper; „Union Song“ – satter, E-Gitarren-betonter Gute-Laune-Song mit viel Georgia Satellites-Flair, aus der Feder von Audioslave’s Tom Morello stammend), mit deutlich traditionell verwurzelten, staubigen Outlaw-Countrysongs voller Americana-Feeling, wie die den Geist großer Namen des Genres der Marke Cash, Jennings, Nelson oder Williams verkörpern, aber auch nach Leuten wie Steve Earle oder Jack Ingram klingen („Tattoos And Scars“ – akustisch beginnend, dann in einem elektrisch, introvertiert, atmosphärischen Stück endend; das „furztrockene“ „Galveston“, nur mit Akustikgitarre und Steel begleitet; „Don’t Hate Me“ – ein toller, traditioneller Country-Honky Tonker mit humorvollem Text und dezent kauzigem J. J. Cale-Flair)!

Carter Falco ist mit seinem Debütwerk gleich ein großer Wurf gelungen! Der Staat Texas braucht sich wirklich keine Sorgen um seinen Country-/Roots-/Americana-Nachwuchs zu machen. Das ist Musik, die einfach nur lebendig wirkt, abwechslungsreich, zeitlos, unbekümmert, progressiv und retro zugleich! Und das auf prächtigem, künstlerischem Niveau!

CMH Records (2006)
Stil:  Country Rock

01. Country Music
02. Comin‘ Down Jon
03. If It Ain’t One Thing
04. Move Along
05. Hello L.A.
06. Tattoos And Scars
07. I Can’t Wait
08. Long Gone
09. That Someone Is You
10. Galveston
11. Don’t Hate Me
12. Union Song

Bärchen Records