Todd Snider – High, Lonesome And Then Some – CD-Review

Review: Michael Segets

Flossen auf der letzten Veröffentlichung „Crank It, We’re Doomed” (2023) viele Stilrichtungen ein, verfolgt Todd Snider mit „High, Lonesome And Then Some“ ein Konzept, das sich deutlich am Blues orientiert und sich mit totaler Verlangsamung recht gut beschreiben lässt.

Während sich nach Aussage von Snider der Vorgänger thematisch um einen Mann drehte, der den Verstand verliert, zeigen die Texte nun einen Mann, der auf Situationen seines Lebens zurückblickt und versucht, nicht gegangene Wege vielleicht doch noch einzuschlagen. Hört sich nach jemanden in der Midlifecrisis an? Snider umgeht pathetische Floskeln durch seine scharfe Selbstbeobachtung und eine distanzierte Reflexion. Die in den Texten thematisierten Lebenskrisen werden – zumindest teilweise – mit Humor getragen. Dieser schlägt auch bei seiner Bearbeitung eines Stücks von Don Covay durch. Mit einem selbstkritischen Augenzwinkern werden in „Older Women“ eher ernüchternde Erfahrungen mit jüngeren Frauen geschildert.

Allerdings singt Snider öfter über verstorbene Freunde als über Frauen, wie er in einem Interview sagt. Seine musikalischen Vorbilder wie Kris Kristofferson, Guy Clark, John Prine oder Jerry Jeff Walker sind mittlerweile von uns gegangen. Snider setzt die dort angelegten Traditionslinien fort und bereitet die Übergabe des Staffelstabs an die nächste Generation vor, indem er beispielsweise Sierra Ferrell oder Hayes Carll unterstützt.

Beim Opener „The Human Condition (Dancing Like I Don’t Know How)“ sinniert Snider über die Natur des Menschen und dessen eingeschränkte Erkenntnisfähigkeiten. Snider tut das mit minimalistischer Begleitung. Beim folgenden „Unforgivable (Worst Story Ever Told)“ verfährt er ähnlich. Hier sind die Backgroundsängerinnen auffällig, die Snider nahezu durchgängig einsetzt. Erica Blinn und Brooke Gronemeyer milden bei mehreren Songs deren Sperrigkeit etwas ab und geben den Stücken mehr Harmonien mit. So gewinnt auch der eingängigste Track „While We Still Have A Chance“ durch die Sängerinnen. Den folgerichtig als erste Single vorab ausgekoppelten Song schrieb Snider zusammen mit Chris Robinson (Chris Robinson Brotherhood, The Black Crowes).

Typisch für Sniders Alben sind eingestreute Songs, die er mit Sprechgesang vorträgt. Auch diesmal findet sich ein entsprechender Titel („One, Four Five Blues“). Ansonsten brummt der Singer/Songwriter mal mehr und mal weniger ins Mikro. Dies ist natürlich auch dem Albumkonzept geschuldet. Ab „It’s Hard To Be Happy (Why Is For Redneck?)“, gefolgt von „Stoner Yodel #2 (Raelyn Nelson)”, dem bereits erwähnten „Older Women” und dem Titelstück bis hin zum abschließenden „The Temptation To Exist“ gelingt es dem Longplayer, einen gewissen Groove zu entwickeln.

Nach Anlaufschwierigkeiten steigert sich die zweite Hälfte von „High, Lonesome And Then Some”. Dennoch erscheint der Longplayer zwischen Americana und Blues insgesamt etwas schwerfällig. Dies liegt nicht an den introspektiven Texten, die Todd Sniders gewohnte Qualitäten zeigen, sondern an der entschleunigten musikalischen Umsetzung. „High, Lonesome, Then Some” ist ein Konzeptalbum, das es den Hörenden nicht ganz leicht macht.

Lightning Rod Records – Thirty Tigers (2025)
Stil: Americana, Blues

Tracks:
01. The Human Condition (Dancing Like I Don’t Know How)
02. Unforgivable (Worst Story Ever Told
03. While We Still Have A Chance
04. One, Four Five Blues
05. It’s Hard To Be Happy (Why Is For Redneck?)
06. Stoner Yodel #2 (Raelyn Nelson)
07. Older Women
08. High, Lonesome And Then Some
09. The Temptation To Exist

Todd Snider
Todd Snider bei Facebook
Thirty Tigers
Oktober Promotion

Tedeschi Trucks Band and Leon Russell – Mad Dogs & Englishmen Revisited Live at Lockn‘ – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Das Locknʼ Festival in Arrington, Virginia, zählte fast 10 Jahre zu den namhaften Konzertveranstaltungen. Es war insbesondere bekannt für die vielen, großartigen Kollaborationen aus der Southern-, Country-, Americana-, Blues-, Soul-Szene, die in Jam Sessions und einmaligen Gastauftritten Seltenheitswert erlangten und immer wieder spannende Raritäten hervorbrachten. Zu diesen ausschließlich für Locknʼ konzipierten Performances zählte 2015 die Neu-Inszenierung von “Mad Dogs & Englishmen”, dem 1970er Joe Cocker US-Tournee-Album.

Die Tedeschi Trucks Band brachte für das sogenannte “Revisited”-Konzert eine Reihe prominenter Gäste, wie u. a. Warren Haynes (Gov’t Mule), Chris Robinson (The Black Crowes), Anders Osborne (North Mississippi Allstars) auf die Bühne. Von den ursprünglichen 70er Tournee-Akteuren waren z. B. Chris Stainton, Rita Coolidge und natürlich Altmeister Leon Russell – damals Bandleader, Arrangeur, Songwriter und Multiinstrumentalist – mit dabei. Die Konzertaufnahme “Mad Dogs & Englishmen Revisited Live at Locknʼ” ist nun über Fantasy Records offiziell erhältlich, wobei sich die Auswahl der neu interpretierten Titel nicht nur auf das 70er Album erstreckt, sondern auch Songs der 2005er Deluxe Edition einbezieht. Cockers Klassiker “The Letter” startet den umwerfenden Big Band Rausch mit Susan Tedeschi als Soul-Diva. Der geniale Lovin’ Spoonful Hit “Darling Be Home Soon” endlich in außergewöhnlicher 6-Minuten Version: Tedeschis Vocals und Doyle Bramhalls Solo-Saiten, ein weiteres Highlight gleich zum Auftakt der Setlist.

Bob Dylans “Girl From The North Country” war damals wie heute einer der Höhepunkte der Aufnahmen – jeweils unter phänomenaler Beteiligung von Soulsängerin Claudia Lennear, die bei “The Weight”, wie im Original, wieder zusammen mit Rita Coolidge und zusätzlich Susan Tedeschi im großen Bandgefüge zur grandiosen Werkschau beiträgt. Auch hier verkraftet der alte The Band Titel das umfangreiche, “orchestrale” Arrangement vom klassischen Americana-Rock zum Gospel-Soul-Schwergewicht. Joe Cockers Tournee-Marathon durch über 40 US-Städte – mit 20 köpfiger Band – brachte den Longplayer bis auf Platz 2 der US-Charts und dem englischen Sänger mit den leidenschaftlichen Bühnen-Gesten den Ruf ein, Teil der 2. britischen Rock- Invasion zu sein, die Ende der 60er die US-Hitparaden überrollte.

Auf seiner Tour-Setlist markierten immerhin drei Beatles-Songs, ein Stones-Titel und das unverwüstliche „Feelin‘ Alright“ (in Lockn‘ gesungen vom Songwriter Dave Mason himself) den UK-Schwerpunkt. Beim “Revisited”-Konzert gehören die Lennon/McCartney Klassiker “She Came Through The Bathroom Window” (ft. Warren Hayes) und “With A Little Help From My Friends” (ft. u.a. Chris Robinson) wieder zu den herausragenden Interpretationen, die ihren zeitlosen Charme im Mega-Sound von rund 20 Akteuren ausbreiten. Hierbei leistet der leider ein Jahr später verstorbene Leon Russell nochmal inspirationale Klanggestaltung und instrumentale Choreographie, um mit seiner Schlußballade von “Mad Dogs & Englishmen” die “Wiedergeburt” des Rock-geschichtlichen Vorbilds gebührend zu feiern.

Mit der einmaligen/legendären Produktion “Mad Dogs & Englishmen Revisited Live at Locknʼ” haben die Tedeschi Trucks Band und Leon Russell ein musikhistorisches Live-Album wieder in Erinnerung gerufen. Entstanden ist eine magisch-lebhafte Hommage an ein legendäres Konzert-Ereignis, dessen einzigartige Verbindung aus Blues, Rock, Jazz, R&B und Soul anhand von ikonischen Musikstücken – auch für eine neue Generation – kongenial konzipiert wurde.

Fantasy Records (2025)
Stil: Blues, Rock, Soul

Tracks:
01. The Letter ft. Susan Tedeschi
02. Darling Be Home Soon ft. Susan Tedeschi & Doyle Bramhall II
03. Dixie Lullaby ft. Doyle Bramhall II
04. Sticks And Stones ft. Chris Robinson
05. Girl From The North Country ft. Claudia Lennear
06. Let’s Go Get Stoned ft. Susan Tedeschi
07. Feelin‘ Alright ft. Dave Mason & Anders Osborne
08. She Came In Through the Bathroom Window ft. Warren Haynes
09. Bird On The Wire ft. Rita Coolidge & Doyle Bramhall II
10. The Weight
11. Delta Lady ft. John Bell
12. Space Captain ft. Susan Tedeschi & Chris Robinson
13. With A Little Help From My Friends ft. Chris Robinson, Susan Tedeschi
14. The Ballad Of Mad Dogs And Englishmen

Tedeschi Trucks Band
Leon Russell
Tedeschi Trucks Band bei Facebook
Leon Russell bei Facebook
Oktober Promotion

Connor Selby – The Truth Comes Out Eventually – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Mit vier UK Blues-Awards in den Jahren 2020 bis 2025, darunter für Traditional Blues Artist of the Year (2025), ist der englische Singer/Songwriter und Gitarrist Connor Selby eines der vielversprechenden Talente der jungen Musik-Generation. Der inzwischen 26-jährige hatte sein Debut-Album “Made Up My Mind“ ursprünglich schon 2018 veröffentlicht und die selbst betitelte Deluxe-Ausgabe (2023) um vier Bonus-Tracks erweitert. Das insofern eigentlich erst 2. Studio-Werk “The Truth Comes Out Eventually” erscheint nun auf Provogue Records und bringt eine durchaus facettenreiche Palette großartiger Eigenkompositionen.

Der furiose Einstieg in den zum überwiegenden Teil vorherrschenden Big Band Modus gelingt durch “Someone” unwiderstehlich – sicher eine herausragende Live-Nummer. Die mit “All Out Of Luck” folgenden, in gleicher Weise temperamentvoll angetriebenen, in Ansätzen jazzigen Blues-Sounds, klingen in souligen Grooves nach Ray Charles, Frank Sinatra mit B.B.King Solo-Akzenten und umklammern meisterliche Bläser-Arrangements. Bestandteile, die in weiteren Top-Songs (u.a. “(I am) Who I Am”, „I’ll Never Learn” oder auch “It Hurts To Be In Love”) den Bandleader-Status von Connor Selby begründen.

Seine vielseitige Stimme beherrscht die Band-Atmosphäre, die Guitar-Parts absolvieren spielerisch die klassischen Herausforderungen – beides wirkt authentisch und überzeugend. Die Lyrics und musikalischen Arrangements zeichnen das Bild eines jungen Künstlers, der den Titeltrack im typischen Sinatra-Stil interpretiert und dabei klassische wie moderne Elemente einbezieht. Diese großartigen Band-Instrumentierungen werden einfühlsam variiert, erweitert um die feinere Filigranarbeit von “Amelia”, einem Titel, der als emotionales Glanzstück des Albums zeitlose, melancholische Eleganz verkörpert – eine an Nick Drake erinnernde Folk-Ballade.

Grazile Songkunst ähnlicher Güte verbreiten “I Won’t Be Hard To Find” und das finale “Songbird” – zärtlich, folkige Stücke, zerbrechliche Harmonien als Gegensatz zum Blues-Orchester. Seine in jungen Jahren stark wechselnde Lebensumgebung – von Essex nach Connecticut und Dubai – hat Connor Selby dabei sicher ebenfalls beeinflusst, wie seine frühe Vorliebe für American Rootsy Music, die auch den neuen Longplayer vielfach “bewegt”.

Soul-bluesige Traditionselemente infizieren “The Truth Comes Out Eventually” mit einem groovenden Blues-Virus, der im poetischen Storytelling und eingängigen Melodien auflebt. Connor Selby hat ohne Frage ein auffallendes Masterpiece produziert, das die Auszeichnung als UK Traditional Blues Artist of the Year zweifellos rechtfertigt. Für ein exklusives Release Konzert kommt er am 08.11. ins Blue Notez nach Dortmund.

Provogue Records (2025)
Stil: Blues

Tracks:
01. Someone
02. All Out Of Luck
03. The Truth Come Out Eventually
04. (I Am) Who I Am
05. I Won’t Be Hard To Find
06. I’ll Never Learn
07. Amelia
08. It Hurts To Be In Love
09. What Else Is There To Say
10. Songbird

Connor Selby
Connor Selby bei Facebook
Mascot Label Group

Jessie Lee & The Alchemists – 17.08.2025, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

Jessie Lee & The Alchemists präsentieren in der Krefelder Kulturrampe das gerade erschienene Album „Legacy“, das die Band fast komplett durchspielt und erst zum Ende des Konzertes mit „One Only Thing“ und „Another“ zwei Songs Von „Let It Shine“ nachlegt.

Passend eröffnen die Franzosen mit „I´’m Gonna Play The Blues“ den Abend. Jessie Lee Houllier begeistert die Fans, das Konzert hätte weitaus mehr als die Anwesenden verdient, mit ihrer vielseitigen und kräftigen Stimme, die dem oft druckvollen Sound der Truppe standhält.

Alexis „Mr Al“ Didier setzt mit auf den Punkt gespielten Soli Glanzlichter, die ebenso wie die Keyboard-Einlagen von Laurian Daire die Tracks würzen. Dabei spannt das Quintett eine Bandbreite vom Blues bis hin zu Rock, dazu mit einigen progressiven Elementen.

Tricky ist, wie sie aus dem gecoverten „You´re The One That I Want“ praktisch einen neuen bluesgetränkten Song machen, wobei außer dem Text nur ganz wenige Elemente an das Original erinnern. So besteht von Beginn an eine elektrisierende Stimmung, woran neben der musikalisch beindruckenden Leistung der gesamten Band, Jessie Lee mit ihrer charmanten Art und der Interaktion mit den Fans, einen großen Anteil hat.

Mit dem aktuellen Werk „Legacy“ beweisen Jessie Lee & The Alchemists, dass sie nicht umsonst mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht worden sind und dass in der Zukunft noch Einiges von ihnen zu erwarten ist.

Line-up:
Jessie Lee Houllier (vocals & guitar)
Alexis „Mr Al“ Didier (guitar & backing vocals)
Laurent Cokelaeres (bass)
Stephane Minana-Ripoll (drums)
Laurian Daire (keyboards)

Text & Bilder: Gernot Mangold

Jessie Lee & The Alchemists
Jessie Lee & The Alchemists bei Facebook
Kulturrampe Krefeld

Chambers DesLauriers – Our Time To Ride – CD-Review

Hatte ich neulich noch angesichts eines CD-Reviews bei Monster Mike Welch vergebens das Monster in ihm gesucht, das seinen Spitznamen ziert, so bin ich beim Duo Annika Chambers und Paul DesLauriers, alias ChambersDesLauriers, fündig geworden, natürlich im positiven Sinne, abzielend hier allerdings besonders auf die brachiale Urgewalt in der Stimme von Annika Chambers (Tina Turner zu besten Zeiten lässt grüßen).

Die entspricht nämlich in ihrer Intensität einem monströs brodelnden Vulkanausbruch, samt damit verbundener neun folgender Songerdbeben. Ich habe in den letzten Jahren selten so ein kräftige, klare und begeisternde Gesangsperformance erlebt, die auch on top noch in ihrer Variabilität vollends überzeugt.

Dazu kommt noch der im Blues- und Southern Rock verwurzelte Gitarrist und Ehepartner Paul DesLauriers, der sich auch im gemeinsamen Songwriting-Prozess (hier ist der uns gut bekannte Eric Corne neben der Produktion u. a. auch noch mit involviert), und beim abschließenden „One In A Million“ (wunderbar glaubwürdig herüber gegenseitige musikalische Liebeserklärung) auch als Co-Vokalist als kongenialer Partner erweist.

Chambers stammt aus Houston und kann schon auf diverse Awards zurückblicken, DesLauriers hat schon  sechs Maple Blues Awards solo und mit Band ergattert. Ihre Verbindung begann 2018 durch einen Blickkontakt im Orpheum Theatre in Memphis, mittlerweile ist das Paar glücklich verheiratet und bringt dies auch, wie man es schon bei einigen Titeln sofort erkennen kann,  in ihrem neuen Werk „Our Time To Ride“ herzerfrischend zum Ausdruck.

Allein schon der Auftakt mit den drei grandiosen Stücken „Love You Just The Same“ (heiß dampfender Southern Soul Swamp Rock pur),  dem stonesken „People Gonna Talk“ (mit launigem Kuhglocken-Drum-Rhythmus) und das aus der Feder von Tom Petty hätte stammen könnende „Written In The Stars“  (tolles E-Piano, surrendes E-Slide) werden jeden Rockmusikliebhaber in Verzückung versetzen.

„Believe In Love“ als gemäßig beginnender Soul-Song mit CCR-Gitarrenflair, der in ein furioses Gospelfinale mündet, die interessant gestaltete „Ballade „Sing“ aus der Feder von Produzent Eric Corne mit Chorgesang und auch psychedelischen Elementen sowie  das shaky funkende „Temperature Of One-O-Nine“ bilden den wendungsreichen Mittelteil.

Das mit Skynyrd-„3 Steps“-Note, Honkytonk-mäßig abgehende „In The Heart Of The Night“ (erinnert auch ein wenig vom Grundton her an „It’s All Over Now“) und der stampfende, slide-trächtige Southern Rock-Titelsong „Our Time To Ride“ sowie die Ode an ihre gegenseitige Liebe und den Respekt füreinander, im von Wechselgesang gezeichneten „One In A Million“ (hier steigt DesLauriers auch am Mikro, mit wahrlich nicht schlechter Stimme ein) beenden mit wieder stark südstaatlichem Schwerpunkt diesen musikalischen Gesamtgenuss.

Chambers DesLauriers servieren uns mit ihrem „Our Time To Ride“ einen furiosen, modern gestalteten Ritt durch die Musikgeschichte mit Blues-, Funk, Soul und Southern Rock-Elementen voller Inbrunst mit einer Hammerstimme gesungen und samt grandiosen E-Gitarrenparts, aber auch tollen treibenden Bläser- und Keys-Momenten. Sicherlich schon jetzt der Geheimtipp des Jahres!

Forty Below Records (2025)
Stil: Southern Soul Rock

Tracks:
01. Love You Just The Same
02. People Gonna Talk
03. Written In The Stars
04. Believe In Love
05. Sing
06. Temperature Of One-O-Nine
07. In The Heart Of The Night
08. Our Time To Ride
09. One In A Million

Chambers DesLauriers
Chambers DesLauriers bei Facebook

The Boneshakers – Live To Be This – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Wenn Soul auf R&B trifft, Detroit Rock sich mit Funk verbindet und der Blues das Ganze abrundet, dann stehen The Boneshakers aus Saint Louis auf der Bühne. Ihr aktuelles Werk ”Live To Be This” ist immerhin bereits das 11.Studioalbum und umfasst eigene Songs sowie handverlesene Covertitel.

Los geht’s rasant mit “I’ll Kick A Brick (For My Man)”, einer 71er Hot Sauce Glanz-Nr., die Soul-Funk im Tina Turner Style als mitreißende Performance wiederbelebt. Nahtlos passend schließt sich “They Say I’m Different” an den Opener. Die Betty Davis Blues-Funk-Hymne (Original 1974) würdigt intensiv die Blues- und Rock-Größen der Anfangsjahre in ebenso glanzvoll funkiger Tradition und verdient es einfach, wieder aus der Vergessenheit geholt zu werden. Gleiches gilt für den Bobby Patterson Titel “How Do You Spell Love” aus 1972, der im stampfenden Blues Dance beim Mitmachen schnell die Schweißperlen treibt. The Boneshakers liefern hochklassige Versionen früher Klassiker voll auf den Punkt. So auch beim Iggy Pop Track “I Need Somebody” (1977), bravouröser Blues-Funk-Rock steht mit dem bekannten Original auf Augenhöhe.

Doch wer sind The Boneshakers überhaupt? Den bewegungsfreudigen Bandnamen erfand US-Ikone Bonnie Raitt kurzerhand 1996, als sie von der Studioband mehr als begeistert war. Die eigentliche Boneshakin‘ Story begann dann ein Jahr später und mit der Zusammenarbeit des ehemaligen Was (Not Was) Multigitarristen Randy Jacobs mit Sänger “Sweetpea” Atkinson (verst. 2020) und wechselnden Besetzungen. Produzent John Wooler holte mit der jungen Bluessängerin Jesse Langer schließlich die neue, hochkarätige Stimme für die Aufnahmen von “One Foot In The Groove” (2022) mit ins Boot. Das Album erreichte jeweils Nr.1 der UK-Blues und der US-Soul-Blues Charts.

Für die aktuelle Scheibe hat das Produzententeam (u.a. Wooler, Mike Zito, Oliver Overton) ein bemerkenswertes All-Star Line-up in das Studio geholt. Neben Blues-Legende Bobby Rush, sind u.a. Harp-Player Charlie Musselwhite, Gitarrist Coco Montoya (John Mayall Band), auch Don Was und Saxophonist Jimmy Carpenter mit dabei. Entsprechend sind auch die weiteren Titel eine exzellente Darbietung vielfach unterschätzter Originalkompositionen, wie u.a. “Here I Am” (von Eddie Hinton), „Don’t Deny Me” (von Jerry Lynn Williams) oder “Tears Of The World” (Willie Hale). Hinzu kommen gleichwertige, eigene Songs, wie z. B. “Evil No More” – mit unverkennbarem Harp-Solo, sowie „Ain’t Good Enough For Me”, selbst fast bereits ein Klassiker. Jesse Langers Vocals belohnen allemal, ob im Duett mit Bobby Rush auf dem überragenden “Salty”, oder auf den gleich zwei Akustik-Aufnahmen von “Dobro Jones” (Delta bzw. Country Mix) und genialer Slide-Begleitung von Randy Jacobs. Selbst die schöne Bonus Zugabe “Cake And The Candle” setzt dem “Sahnehäubchen” eine kleine, liebevolle Krone auf.

Mit “Live To Be This” präsentieren The Boneshakers erneut eine beachtliche Trackliste: 15 Songs, die den breiten Rahmen ihrer Stilrichtung kontinuierlich erweitern. Ein Sound, der mitreißt und bewegt – musikalisch wie emotional. Die Boneshakers setzen hier ihren hohen Wiedererkennungswert als gelebtes Motto um und liefern ein Album voller Intensität und Ausdruckskraft.

Gulf Coast Records (2025)
Stil: Blues, Soul, Funk, Rhythm & Blues

Tracks:
01. I’ll Kick A Brick (For My Man)
02. They Say I’m Different
03. How Do You Spell Love
04. I Need Somebody
05. Dobro Jones (Delta Mix)
06. Evil No More feat. Charlie Musselwhite
07. I Am The Cool feat. Don Was
08. Here I Am
09. Salty feat. Bobby Rush
10. Don’t Deny Me feat. Jimmy Carpenter and Coco Montoya
11. Took A Trip
12. Tears Of The World
13. Ain’t Good Enough For Me
14. Dobro Jones (Low Country Mix)
15. The Cake And The Candle

The Boneshakers
The Boneshakers bei Facebook
Mac Radio Promo

Monster Mike Welch – Keep Living Til I Die – CD-Review

Der mir bis dato unbekannte Gitarrist Monster Mike Welch weckte natürlich alleine schon durch sein Spitznamen, den er übrigens mit 13 Jahren von Ghostbusters-Darsteller Dan Aykroyd verpasst bekam, eine gewisse Erwartungshaltung.

Kommt einem hier auf seinem neuen Album „Keep Living Til I Die“ eine echte Rampensau und/oder ein furioser Gitarren-Wizzard unter die Fittiche? Der Titel des Werks würde auf jeden Fall schonmal meiner Art des Humors  entsprechen, wenn er selbstironischen Charakter hätte, in diesem Fall geht es aber im gleichnamigen Opener um die Sterblichkeit der Mutter.

Musik ist ja immer Geschmacksache, ich persönlich tue mich mit der Scheibe sehr schwer. Zum einen gefällt mir die wenig ausdrucksstarke Stimme des Protagonisten überhaupt nicht, zum anderen bin ich kein großer Anhänger vom Blues der Kings, Collins, Johnsons oder von Clapton im Stadium der Endsechziger oder Anfang der Siebziger Jahre, der hier offensichtlich mit Begeisterung gehuldigt wird.

So kommen mir am Ende auch die zwei Instrumentalstücke „Good To Me As I Am Good To You“ (ein eigentlich besungener Aretha Franklin-Song) und das Bob Dylan-Cover „Dear Landlord“, hier im Derek And The Dominos-Syle serviert, noch am Nächsten.

Der Rest ist relativ unspektakulärer Retro-Blues, mit versiert gespielten E-Gitarrenparts und auch recht gekonnten Keys-Variationen von Bruce Milgate. Mein Gefühl sagt mir, Mike sollte sich wieder einen Platz , wie schon geschehen u. a. bei Sugar Ray And The Bluetones, in einem Bandgefüge suchen und dort seine unzweifelhaften Künste im E-Gitarrenspiel einbringen.

Und wenn Welch dann beim finalen Track mit „Burial Season“ noch schwermütige Totengräberstimmung verbreitet, ist meine eh schon nicht gerade euphorische Laune beim Hören dieses Silberlings endgültig im Keller.

Somit bietet „Keep Living Til I Die“ von Monster Mike Welch viel Stoff für die hartgesottenen (bzw. übrig gebliebenen) Blues-Aficionados der alten Tage, meine Suche nach dem Monster in Mike blieb allerdings ziemlich erfolglos. Der Brite würde resümieren: „Not my cup of tea!“

Eigenproduktion (2025)
Stil: Blues

Tracks:
01. Keep Living Til I Die
02. Love Me Baby
03. Your Problem To Solve
04. Good To Me As I Am Good To You
05. Hell Hound On My Trail
06. I Finally Hit The Bottom
07. Do Want You Want With My Grave
08. She Makes Time
09. Dear Landlord
10. I Just Don’t Understand
11. Some Other Guy
12. The Whole Idea Of You
13. Burial Season

Monster Mike Welch
Monster Mike Welch hei Facebook

The Kerry Kearney Band– Same – CD-Review

Review: Michael Segets

Wer die Erinnerung an Warren Zevon und seine Musik wachhält, sammelt bei mir schon mal einen Pluspunkt. Dies tut The Kerry Kearney Band, indem sie „Rub Me Raw“ von dessen letzter CD „The Wind“ (2003) covert. Kerry Kearney und seine Band interpretieren noch zwei weitere Songs, die von Bob Dylan und Otis Rush stammen. Von Dylan spielt die Band „Meet Me In The Morning“, das sich im Original auf „Blood On The Tracks“ (1975) findet. Noch älter ist „All Your Love” (1958). Mit dem Klassiker des Chicago-Blues steigt The Kerry Kearney Band in den Longplayer ein. Die Tracks auf dem selbstbetitelten Album hören sich im positiven Sinne wie alte Bekannte an, auch wenn sie gerade erst der Feder von Kearney entsprungen sind.

Kearney hat den Blues. Er bewegt sich souverän mit und zwischen den Größen des Genres. Er ging mit Dickey Betts und The Allman Brothers Band auf Tour, spielte mit BB King, Robert Cray und der Urbesetzung der Blues Brothers. Bei seinen zahlreichen Veröffentlichungen setzt er oftmals auf eine Mischung von Covern und Eigenkompositionen. Dieses Vorgehen führt Kearney bei seinem aktuellen Werk fort. Sieben Eigenkompositionen – darunter zwei Instrumentals („Bobbique Romp“, „West Of The Ashley“) – komplettieren den Longplayer neben den bereits erwähnten Coversongs.

Die von Kearney selbst verfassten Titel sind auf den Punkt gebracht. Mit Ausnahme von „Harder To Breathe“ überschreitet kein Track die drei Minuten, was für Bluesstücke ja eher selten ist. Mir kommt das entgegen, da ich kein Fan von langen Instrumentalpassagen bin. Natürlich zeigt Kearney an der einen oder anderen Stelle, was er an der Gitarre kann. So fügt er in die eingängige Nummer „Voodoo Ways“ ein kratzig- quietschendes Solo ein, welches dem Song nochmal einen besonderen Reiz mitgibt.

Die Eigenkompositionen bewegen sich meist im mittleren Tempobereich. Der knackige Jive „Walk Right Out The Door“ weicht nach oben hin ab, „Harder To Breathe“ in die andere Richtung. Der Slow-Blues wird von Camryn Quinlan gesungen, die auch dem bluesrockigeren Abschluss des Albums „Santa’s Got A Brand New Bag“ ihre Stimme leiht. Der Wechsel der Lead Vocals ist ein Aspekt, der dafür sorgt, dass der Longplayer abwechslungsreich wirkt. Eine Verbindung erhalten die Stücke dadurch, dass sie Genrekonventionen nicht brechen, sondern variieren. Ein Reinhören in das neue Werk der Kerry Kearney Band lohnt sich nicht nur für Bluesfans, sondern für alle Freunde handgemachter Musik.

Das Album produzierten Kearney, der Keyboarder der Band Jack Licitra sowie Bill Herman. Herman gab dem Sound im Paradiddle Studio auf Long Island den letzten Schliff. Paradiddle Records veröffentlichte dieses Jahr bereits das ebenfalls empfehlenswerte „American Equator“ von Pete Mancini. Für den Herbst steht ein Projekt zu Warren Zevon auf dem Programm, bei dem u. a. Willie Nile mit von der Partie ist.

Paradiddle Records (2025)
Stil: Blues

Tracks:
01. All Your Love
02. Harder To Breathe
03. Walk Right Out The Door
04. Rub Me Raw
05. Voodoo Ways
06. Bobbique Romp
07. Meet Me In The Morning
08. West Of The Ashley
09. Off To The Jubilee
10. Santa’s Got A Brand New Bag

Kerry Kearney
Kerry Kearney bei Facebook
Paradiddle Records

North Mississippi Allstars – Still Shakin‘ – CD-Review

Review: Stephan Skolarski

Im Vorgriff auf das 30-jährige Bestehen der Band im kommenden Jahr haben North Mississippi Allstars das Album “Still Shakin’” mit Südstaaten-Klassikern konzipiert, das gleichzeitig auch dem Debut “Shake Hands With Shorty” aus dem Jahre 2000 zum Geburtstag gratuliert. Gegründet von den Brüdern Luther und Cody Dickinson, ist die Formation eine Art Kollektiv-Gemeinschaft, überwiegend von Musikern aus dem Norden ihrer Heimat.

Die bekannten Allstars Begleiter reichen über die Jahre von R.L. Burnside, Junior Kimbrough bis hin zu Berry Oakley, Oteil Burbridge (beide Allman Brothers Band) und aktuell Joey Williams (Blind Boys of Alabama) und “Ray Ray” Holloman (Gitarrist von Eminem und Ne-Yo). Die Erfolge sind neben dem Debut Werk (Living Blues Award 2001) und “Electric Blue Watermelon” (2005 die Nr. 1 der Billboard Blues Charts), sowie mehreren Grammy Nominierungen sprechen für sich (siehe ebenso SoS-Review zum Album “Up And Rolling” – 2019).

Die neue Eigenproduktion bringt großteils moderne, teilweise jedoch etwas außergewöhnliche, aber letztlich überzeugende Versionen bekannter Titel. Den schnellen Einstieg macht der „Preachin‘ Blues” von Robert Johnson aus den 30ern – als funkige Eröffnung eine durchaus überraschende Variante im Stil der 1960er Dynamik. Unweigerlich zurück zu den Wurzeln ihrer Tradition kommen die Allstars mit dem folgenden Junior Kimbrough Stücken “Stay All Night” und “My Mind Is Ramblin’”, wobei der erstere im souligen Duett und schönen E-Solos abgefeiert wird und der zweite Track mit fast ungewohnten, aber unwiderstehlichen Drum-Beats gospeliges Flair verbreitet.

Das Blind Boys of Alabama Cover “Pray For Peace” verstärkt diese Stilrichtung südstaatlich groovender Blues-Gospel Rhythmen und lässt auch hier dem Bewegungsdrang keine Alternative. Der historische Folk-Song “K.C. Jones” – ungefähr 1910 – erfährt in ähnlicher Weise eine fast futuristische Country-Rockfassung und leitet über in den etwas experimentell anmutenden, eigenen Titel-Track, der als psychedelischer Jam im Mississippi Hill Country seinen Platz findet.

Weitere, moderne Interpretationen ursprünglicher Südstaaten-Klassiker sind zweifelsohne das eher seltene “Don’t Let The Devil Ride” (im Original von Brother Joe May) und der unverwüstliche Folk-Titel “John Henry”, der in pulsierender Country-Rock Ausgabe kaum wieder zu erkennen ist. Wieso eines der elegantesten Stücke, die wunderbare Fred McDowell Komposition “Write Me A Few Lines” nur als CD-Bonus erhältlich ist, bleibt in Vinyl verwöhnten Zeiten ungewöhnlich.

Mit “Still Shakin’” ist für unsere musikalischen Breiten ein herausforderndes Hörerlebnis und ein in großen Teilen hypnotischer Country-Folk-Blues und Rock-Longplayer entstanden, den die North Mississippi Allstars mit spürbarer Begeisterung und Gästen einer jungen Musikergeneration in ihrem Homestudio aufgenommen haben. Insofern ist ein entwicklungsweisendes Album erschienen, das aufzeigt, wie die Band über die Jahrzehnte gewachsen ist.

New West Records (2025)
Stil: Blues, Country, Folk

Tracks:
01. Preachin‘ Blues
02. Stay All Night (feat. Robert Kimbrough, Joey Williams)
03. My Mind Is Ramblin‘
04. Pray for Peace (feat. Joey Williams)
05. K.C. Jones, Part 2 (feat. Jojo Herman and Grahame Lesh)
06. Still Shakin‘
07. Poor Boy (feat. Duwayne Burnside)
08. Don’t Let the Devil Ride (feat. Joey Williams)
09. Write Me a Few Lines
10. John Henry
11. Monomyth (Folk Hero’s Last Ride)

North Mississippi Allstars
North Mississippi Allstars bei Facebook
V2 Records

Mike Dangeroux – Empty Chair – EP-Review

Um es vorwegzunehmen, so richtig gefährlich geht es auf der neuen EP des Protagonisten, wie der Name des Protagonisten es vielleicht suggeriert, auch wenn er ja am Ende mit ‚x‘ statt einem ’s‘ geschrieben wird, nicht zu.

Mike Dangeroux ist ein in Chicago angesehener Blues-Gitarrist und hat die Bühne schon mit diversen Größen der Zunft wie u. a. Koko Taylor, Mississipi Heat oder Buddy Guy geteilt.

Seit Ende Februar ist seine neu EP „Empty Chair“ auf dem Markt. Mike hat alle Stücke selbst geschrieben und produziert, er singt und bedient natürlich die E-Gitarre, als auch den Bass. Begleitet wird er vom Keys-Player und Co-Producer Vincent Varco und Drummer Daron Casper Walker.

Keine für die Stadt typischen Bläser und Harpspieler sind bei den insgesamt sechs Stücken mit dabei, stört mich auch eher nicht. Die erste Hälfte mit den drei Tracks „End Like This“ (humorvoller Text mit schönen Reimen), „Money Back“ und „Play My Cards Right“ steht im Rahmen von schunkelnder Blues (-Rock) Musik, die für eine Gute-Laune-Atmosphäre in entsprechenden Blues Clubs recht gut geeignet ist.

Das E-Gitarrenspiel auf „Money Back“ hat ein wenig unterwelliges ZZ-Top-Appeal. Im zweiten Teil überwiegen die ruhigeren Momente. Mit dem tollen Slow Blues „No Good For Me“ gibt es das intensiv und gefühlvoll besungene und mit tollen E-Gitarrenparts ausgestattete Highlight des Albums.

Der Titelsong „Empty Chair“ kommt mit psychedelischer Note daher, beim Abschluss mit „What’s Talking So Long“ geht es wieder in die ruhigeren und traditionelleren Gefilde des Genres.

Am Ende offenbart die durchaus hörenswerte Scheibe, dass wir es  in Mike Dangeroux mit einem weiteren guten Gitarristen und Songschreiber zu tun haben, der sich aus meiner Sicht aber eher auf Insider-Status bewegen wird. Deshalb wird sein Fokus vermutlich weiter auf Spielen bei Hochzeiten (wie man es auf seiner Webseite angeboten bekommt) und in den Clubs der amerikanischen Großstadt (mit hoffentlich gut gefüllten Stühlen)  bewegen.

Keine gefährliche Musik für die arrivierte Konkurrenz auf dem Gebiet, aber solide und angenehm!

Eigenproduktion (2025)
Stil: Blues Rock

01. End Like This
02. Money Back
03. Play My Cards Right
04. No Good For Me
05. Empty Chair
06. What’s Talking So Long

Mike Dangeroux
Mike Dangeroux bei Facebook