
10 Jahre Sounds Of South. Was Anfang 2016 aus einer Laune heraus und in Eigenregie begann, hatte schon nach wenigen Monaten schnell Fahrt aufgenommen. Die Initialzündung war. als Christina Sas, die heutige Ehefrau von Björn Ulvaeus (Abba), damals noch für Universal Music tätig, die in den Staaten populäre New Country-Musik auch für den deutschen Markt zugänglicher machen wollte. Da waren wir natürlich einer der potentiellen Multiplikatoren.
Ein weiteres Schlüsselerlebnis war sicherlich auch das Treffen mit dem Ex-Schulkollegen Gernot Mangold, der sich mit seiner Leidenschaft für die Konzertfotografie als kongenialer Partner in Sachen Konzertberichte einbrachte. Hinzu kamen sukzessive weitere Mitarbeiter wie Michael Segets (unserer Americana-Experte), Stephan Skolarski als junger Allrounder und mittlerweile Hans-Joachim Kästle, ein gestandener Blues-Experte, mit deren Expertisen auch die nächste Dekade eingeläutet werden soll. Rund 2.500 Artikel sind seit Beginn veröffentlicht worden.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich, angesichts dieses Meilensteins, und meiner momentanen beruflichen Belastung, die auch 2026 unvermindert anhalten wird, mit mir gehadert habe, ob dieses Magazin weiterhin mal so nebenbei fortgeführt werden kann. Man wird ja auch nicht jünger und bis zur vermeintlichen Rente sind es noch ein paar Jahre. Ich musste mich schon letztes Jahr bei den Konzertbesuchen recht stark einschränken, was dazu geführt hat, dass ich mich mehr auf Interpreten konzentriert habe, die ich noch nicht so häufig gesehen habe und eher auf Album-Reviews fokussiert war. Das wird vermutlich leider erst auch einmal so weitergehen.
Nichtsdestotrotz war es wieder ein interessantes Jahr, was in einem Gig von Morgan Wallen, dem absoluten und unangefochtenen New Country-Superstar der letzten Jahre, im Londoner Roundhouse gipfelte, zu dem ich spontan von seinem Label eingeladen wurde. Auch der wohl letzte Besuch meinerseits von Lynyrd Skynyrd auf dem Bonner Kunstrasen-Gelände war trotz aller Kritik an der Band mit einer gewissen Emotionalität behaftet. Es gab wieder jede Menge toller neuer Musik zu besprechen, wobei mit Blue Deal und LUKE zwei noch junge frische deutsche Acts viel Potential zeigten, die internationale Blues Rock-Szene aufzumischen.
Mein Dank gilt wie immer an alle treuen Leser, die fleißigen Mitarbeiter, Agenturen, Labels, Clubbetreiber und Musiker, ohne die es die Motivation für dieses Magazin nicht geben würde. Auf geht’s in ein neues SOS-Jahrzehnt, zum Start gibt es ein Gewinnspiel, bei dem man drei Jubiläums-T-Shirts ergattern kann!
Hier aber nun, wie gewohnt, nochmal eine kleine Auswahl meiner ganz persönlichen Highlights des Jahres 2025:
CD des Jahres:

Chambers DesLauriers – Our Time To Ride – CD-Review
Morgen Wallen – I’m The Problem – Do-CD-Review
Joanne Shaw Taylor – Black & Gold – CD-Review
Überraschungs-CD des Jahres:
Little Feat – Strike Up The Band – CD-Review
Newcomer-CD des Jahres:
LUKE – The Truth Remains The Same – CD-Review
Interpret des Jahres:

Der amerikanische Tausendsassa zum zweiten Mal nach 2022 mein Interpret des Jahres mit starker Omnipräsenz, wieder mit einem tollen Studioalbum, als auch einem starken Konzert in Oberhausen, sowie vielen Beteiligungen an Werken anderer Kollegen sowie auch als Förderer mit seinem eigenen Plattenlabel.
Song des Jahres:
Little Wing – Devon Allman
Diese Songs machten beim Reviewen ebenfalls Spaß:
Living On The Run – FM
Maggie Went Back To Mineola – The Texaas Headhunters
The Bottle – Dust & Denim
Drive By The Exit Sign – Joe Bonamassa
So Much So Right – 38 Special
What Are You Gonna Do Now? – Joan Shaw Taylor
Stand And Deliver – Giant
Pass It Over – Dyer Davis
Disappearing Ink – Little Feat
November – Janiva Magness
Make A Change – Blue Deal
No Name Roads – Chase Matthew
Love You Just The Same – Chambers DesLauriers
I’m The Problem – Morgan Wallen
Unbreakable – Ally Veanble
Til Dawn – Brent Cobb
The Truth Remains The Same – LUKE
Midnight Angel – Hughes Taylor
April-Scherz:
Phil Lynott – I Am Just A Cowboy
Enttäuschung des Jahres:
38 Special tauchen mit einem neuen Album zum 50-jährigen Band-Jubiläum wieder nach gut 20 Jahren aus der Versenkung auf. Einzig verbliebenes Original-Mitglied ist noch Don Barnes und es enthält nur neun Stücke mit relativ unspektakulärem Melodic Southern Mainstream Rock (inklusiv zweier seichter Schnulzen am Ende auf Schlagerniveau). Alles andere jedenfalls als ein Meilenstein ihrer Karriere.
Konzerte:
Konzert des Jahres:

JJ Grey & Mofro – 02.03.2025, Kantine, Köln
Colin James – 19.09.2025 – Ratinger Hof, Düsseldorf
Copperhead County, 17.10.2025 – Kulturrampe, Krefeld
Bilder Gernot Mangold:



Bilder Fer Vanreyten:

Irgendwann 2017 kam die Idee auf, unser Logo mal als Schild herstellen zu lassen und eine Galerie von Künstlern/Leuten ins Leben zu rufen, die von unserer Arbeit angetan sind und sich, im Sinne einer Identifikation mit unserem Magazin, ablichten ließen. Hier ein Auszug von 2025 – die ganze Galerie findet man unter diesem Link.
Bilder Sounds Of South VIP-Galerie 2025:

To be continued…
Wir wünschen unseren Lesern, allen Musikfreunden, Künstlern und Mediapartnern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass gute kreative Musik auch weiterhin leben wird.
Sounds Of South is gonna do it again – bleibt musikalisch!
Euer
Daniel Daus









