Juke Joint Jonny And The Kindred Spirits – Just Folkin Around – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Juke Joint Jonny und seine Gleichgesinnten (Kindred Spirits) das sind natürlich Juke Joint Jonny selbst (6- und 12-saitige Gitarre sowie Steel Guitar), Steve Rusin (Mundharmonika, Gitarre), Dave Peterson (E-Bass), Ben Bernstein (Kontrabass, Basstrommel) und Mike Stevens (Percussion und Maultrommel). Allein die Instrumentierung zeigt schon, dass es sich bei Juke Joint Jonny‘s neuer Scheibe „Just Folkin Around“ um ein traditionelles Œvre handelt.

Und tatsächlich ist es eine sehr klassische Bluesscheibe, beeinflusst vom Blues der 50‘er Jahre. Juke Joint Jonny‘s Stil ist daher auch eine Mischung aus Deltablues, Piedmondblues mit Ragtime Anleihen und teilweise dezent mit Chicagoblues gewürzt.

Auf „Just Folking Around“ sind zwölf Songs verewigt, von denen elf Tracks Coverversionen bekannter Bluestraditionals von u. a. Taj Mahal („Done Changed My Way Of Living“, „Fishin Blues“), Willie Dixon („Don‘t Go No Further“), Robert John & Elmore James („Dust My Broom“) und Leo Kottke („Sailor’s Grave On The Prairie“) sind. Aber auch eine Version von Dylans Ballade „Tomorrow Was A Long Time“ ist mit dabei. Lediglich „Terre Haute Blues“ ist eine Eigenkomposition von Juke Joint Jonny und Steve Rusin.

Was die eher ruhige Scheibe absolut hörenswert macht, sind Juke Joint Jonny‘s Gitarrenkünste an der Steel-Guitar und sein Fingerpicking auf der Akustikgitarre. Leider gibt es das sonst nur noch selten durchgängig auf einer Platte zu hören. Insgesamt fällt es schwer einen der Songs als besonders gut hervorzuheben, sie sind nach meiner Ansicht alle herausragend. Wenn überhaupt, dann sind es „Dirty Rat“ und „Terre Haut Blues“ mit leichten Ragtime-Einflüssen sowie das ursprünglich von Leo Kottke stammende Instrumentalstück „Sailor‘s Grave On The Prairie“.

„Just Folkin Around“ ist ein echter Bluesleckerbissen für Traditionalisten und insbesondere für Fans des Deltablues. Mich hat die Scheibe jedenfalls total begeistert. Hoffentlich findet sie reichlich Käufer, auch wenn „Juke Joint Jonny And The Kindred Spirits“ hierzulande noch recht unbekannt sein dürften. Es wäre den Jungs zu gönnen.

Label: Independant
Stil: Blues

Tracks:
01. I Can’t Be Satisfied (McKinley Morganfield)
02. Walkin Blues (Eddie „Son“ House“)
03. Done Changed My Way Of Living (Taj Mahal)
04. Driftin Blues (Charles Brown, Johnny Moore & Eddie Williams)
05. Tomorrow Was A Long Time (Bob Dylan)
06. Dirty Rat (John Mooney)
07. Terre Haut Blues (John Rizzo & Steve Rusin)
08. Blow Wind Blow (McKinley Morganfield)
09. (You Need Meat) Don’t Go No Further (Willie Dixon)
10. Dust My Broom (Robert Johnson & Elmore James)
11. Fishin Blues (Taj Mahal)
12. Sailors Grave On The Prairie (Leo Kottke)

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Kenny Neal – Straight From The Heart – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Auf seinem neuesten Album „Straight From The Heart“ frönt Kenny Neal seinen musikalischen Wurzeln, deren Ursprung in der am Mississippi gelegenen Hauptstadt des US-Bundesstaates Louisiana, Baton Rouge, liegen.

Hier vermischen sich viele Einflüsse aus Jazz, Blues und R’n’B zu einer ganz eigenen, teils swampigen, Südstaaten- Musikmischung, die Kenny Neal auf seiner Scheibe hingebungsvoll verarbeitet. Unterstützung erhält er dabei u. a. von „Rockin’ Dopsie Jr & The Zydeco Twisters“, die in den Südstaaten für ihren flotten Boogie Woogie an Mardi Gras bekannt sind, sowie von dem Blues Newcomer Christone „Kingfish“ Ingram (er ist allerdings nicht verwandt mit Bobby Ingram von den Southern Rockern Molly Hatchet). Weiteren Support für die CD liefert übrigens Tito Jackson, der der zweitälteste Bruder von Michael Jackson ist und mit diesem bereits in den 70’er Jahren mit den „Jackson Five“ Charterfolge verzeichnete.

Das Album wartet mit elf Songs auf, die alle irgendwie durch R’n’B-Stilelemente geprägt sind. Es gibt voll tönende Bläser zum hören, die in den schnelleren Stücken („Mount Up On The Wings Of The King“ mit Christone ‚Kingfish“ Ingram, „ I Got To Tell Somebody“) für beschwingte Rhythmen sorgen, stimmungsvolle Mundharmonika-Einlagen („It’s Been So Long“) und schöne Piano-Untermalungen, z. B. in dem Slowblues „Someone Somewhere“.

Hervorzuheben ist auch der R’n’B-Titel „Two Timing“ mit Tito Jackson und Neals Tochter Syreeta, die gegen Ende des Songs die Background Vokals beisteuert. Am besten haben mir persönlich allerdings die Tracks gefallen, in denen „Rockin’ Dopsie & The Zydeco Twisters“ mitwirken: das gemächlich dahin rollende „Louise Ana“ mit Akkordeon und Washboard sowie der fetzige und gute Laune verbreitende Rausschmeißer „New Orleans“ mit wiederkehrenden Versatzstücken aus dem bekannten Gospel „Down By The Riverside“.

Mit „Straight Farm The Heart“ ist Kenny Neal ein gefälliges und hörenswertes Südstaaten-beeinflusstes R’n’B- Album mit schönen Bläsersätzen, Pianoeinlagen und Mundharmonikastücken gelungen. Neals warm klingende Gitarre und seine sonore Gesangstimme haben daran sicherlich einen großen Anteil. Handwerklich und klanglich gibt es an dem Album nichts auszusetzen, es bietet aber auch keine großartigen Überraschungen. Trotzdem ist es sehr schön zu anzuhören und lädt zum Abhängen in der Nachmittagssonne ein, vorzugsweise mit einem Bourbon Whiskey in der Hand.

Label: Ruf Records
Stil: Blues

Tracks:
01. Blues Keep Chasing Me
02. Mount Up On The Wings Of The King, feat. Christone „Kingfish“ Ingram
03. I’ll Play The Blues For You
04. Two Timing, feat. Tito Jackson
05. Louise Ana, feat. Rockin’ Dopsie Jr And The Zydeco Twister
06. It Don’t Cost Nothing
07. Bon Temps Rouler, feat. Rockin’ Dopsie Jr And The Zydeco Twister
08. It’s been So Long
09. Someone Somewhere
10. I Got To Tell Somebody
11. New Orleans

Kenny Neal
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Ruf Records

Todd Sharpville – Medication Time – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Möglicherweise ist Todd Sharpville der einzige Blueser und Songwriter mit aristokratischen Wurzeln. Jedenfalls trägt er den Spitznamen „Worlds First Blue-Blooded Bluesman“ und ist als solcher seit 30 Jahren als Musiker in der britischen Bluesszene aktiv. Musikalisch sozialisiert wurde er bereits in seiner Kindheit u. a. durch Freddie King, T-Bone Walker, BB King, Eric Clapton, Buddy Guy und Lightnin‘ Hopkins. Außerdem verbindet ihn eine langjährige Freundschaft mit Larry McCray.

Auf seiner neuen Scheibe „Medication Time“ (sie erscheint am 20. Mai auf CD und am 24. Juni als LP) thematisiert er mit den darauf enthaltenen 12 Tracks einen 16 Jahre zurückliegenden Lebensabschnitt, der ihm aufgrund seiner Scheidung und der damit verbundenen Trennung von seinen Kindern und anschließenden Suizidgefährdung, einen mehrmonatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Heilanstalt einbrachte.

Larry McCray half ihm durch diese schwere Zeit und somit war für Todd Sharpville klar, dass Larry McCray an dem Album einfach mitwirken musste. Sie trafen sich also in West Greenwhich Rhode Island um „Medication Time“ einzuspielen und von dem zweifachen BMA-Gewinner Duke Robillard produzieren zu lassen.

Los geht‘s auf der Scheibe mit einem eigenwillig gesungenen Bob Dylan-Cover von „Walk Out In The Rain“, in welchem unser adeliger Sänger seine unverkennbar raue Stimme zur Geltung bringt, so wie sie auch in weiteren Songs auf der CD zu hören ist, bevor es mit „Get Outta My Way“, einer flotten R‘n‘B-Nummer mit temporeichen Bläsersätzen und einer einprägsamen Hookline weitergeht. Auch „House Rules“ (mit stakkatohaftem, hackenden Rhythmus), „Brothers From Another Mother“ (funkiger Big Band Sound und einem Duett mit Larry McCray), das fröhlich und zuversichtlich klingende „Stand Your Ground“ mit dezenten Americanaschnipseln, sind der R‘n‘B Ecke zuzurechnen.

Todd Sharpville kann allerdings auch ruhig und beschaulich. Da sind der einfühlsame Slowblues „Tangled Up In Thought“ und das etwas düstere „Medication Time“, wo Sharpville seine Verzweifelung förmlich zelebriert. Und wenn es die Bezeichnung „very Slowblues“ gäbe, dann träfe sie ganz bestimmt auf „Silhouttes“ zu, ein Stück das fast nur von Sharpvilles Stimme mit Pianobegleitung getragen wird.

Zwei wunderbare Rocksongs sind „God Loves A Looser“ und die Bruce Springsteen-Adaption „Red Headed Woman“ als äußerst schmissiger Rock’n’Roll bzw. Boogie-Woogie-Feger. Besonders hervor zu heben ist aber ein weiterer Coversong. Diesmal stammt das Original von Mark Knopfler. Wer kennt es nicht das Intro zu „Money For Nothing“, hier allerdings in einer sehr schrägen, aber tollen Harp-Version und einem schönen Duett mit Sugar Ray Norcia … einfach genial. Schließlich endet die Scheibe mit einem weiteren Slowblues „I Don‘t Need To Know Your Name“.

Mit „Medication Time“ hat Todd Sharpville ein durchaus beachtenswertes Album vorgelegt. Es macht neugierig auf seine anstehende Europatournee im Mai und Juni diesen Jahres, auf der ihn sein langjähriger Freund und Bruder im Geiste Larry McCray als Gast begleiten wird.

Label: Dixiefrog Records / Bertus Musikvertrieb
Stil: Blues

Tracks:
01. Walk Out In The Rain
02. Get Outta My Way
03. Tangled Up In Thought
04. House Rules
05. Brothers From Another Mother
06. Medication Time
07. God Loves A Loser
08. Money For Nothing
09. Silhouettes
10. Stand Your Ground
11. Red Headed Woman
12. I Don‘t Need To Know Your Name

Todd Sharpville
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Neal Black And The Healers – Wherever The Road Takes Me – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Neal Black ist seit 30 Jahren in Sachen Texas Blues, Rock und Roots Musik auf den Bühnen der Welt und in Studios unterwegs. In dieser Zeit spielte er auch mit so namhaften Szenegrößen wie Robben Ford, Popa Chubby, Fred Chapellier, Alabama Slim, Stevie Ray Vaughan, George Thorogood, Savoy Brown und, und, und. Die Liste ließe sich fast beliebig verlängern. Parallel dazu nahm er seit 1993, 13 Alben für Dixiefrog Records auf und erwarb sich nicht umsonst den Beinamen „Master Of High Voltage Texas Boogie“.

Nun liefert er mit seinem neuesten Doppelalbum „Wherever The Road Takes Me“ einen Rückblick über 30 Schaffensjahre mit vielen seiner Lieblingssongs ab. CD 1 besteht aus 18 Studioaufnahmen und CD 2 enthält acht Live-Mitschnitte. Mit von der Partie als Gastmusiker sind auch so namhafte Blueser wie z. B. die oben erwähnten Robben Ford, Popa Chubby und Fred Chapellier, unterstützt von einigen der besten Backing Musicians der Branche.

In seiner Musik vereint er Blues, Rock und Roots Music, immer gepaart mit seiner interessanten rauen Stimme, die gesanglich zuweilen an Chris Rea erinnert, sowie tollen Bläsersätzen, Mundharmonikaeinlagen und virtuosen Gitarrenkünsten.

Dies alles ist natürlich auch genauso auf „Wherever The Road Takes Me“ zu hören. Die Scheibe ist abwechslungsreich und wird dadurch nie langweilig. Da sind fetzige Rock‘n‘Roll- und Boogie-Nummern bei: „Did You Ever“, „Handful Of Rain“ (ein stampfender Boogie á la ZZ Top) oder der wilde Boogie „I‘m Gonna Cry“.

Ebenso aber auch tief-schwarze Blues-Titel mit Mississippi-Charakter und leicht swampigen Elementen („Worried About It“, „New York City Blues“ oder „Sunrise In Prison“). Und für alle, die es etwas beschaulicher und melodiöser mögen, hält die Scheibe einiges parat.

Da sind z. B. „The King Of San Antone“, eine wunderschöne Ballade im Fingerpicking-Style, oder das ausgefallene „Bad Rose Tattoo“ mit Mandolineneinlage sowie „Saints Of New Orleans“, ein balladesker Titel. Die übrigen Songs auf CD 1 bewegen sich alle im „normalen“ Bluesbereich mit viel Mundharmonika- und Pianoeinsatz, mal mit jaulenden Gitarren („Justified Suspicion“), mal mit Trompeten und dezenten Slideeinlagen („Hotel In México“) oder sind einfach nur slowbluesig-schön (z. B. „Misery“ und „It Hurts Me Too“).

CD2 steht, wie bereits gesagt, ganz im Zeichen der Live-Musik. „Did You Ever“, „Lost Without You“ und „Handful Of Rain“ waren schon auf CD 1 zu hören, hier als Liveaufnahme wirken die Songs aber noch einmal wesentlich spritziger, als sie es ohnehin schon sind. Auch „Goodbye Baby“, „Chicken Shack Cognac“ und „Streamline Woman“ sind wilde, furiose Rock‘n‘Roll- und Boogie-Tracks, die mächtig in die Beine gehen. Einzig das ruhige „I Can See Clearly Now“- Cover fällt da aus dem Rahmen.

„Wherever The Road Takes Me“ ist eine klasse und immer wieder überraschende Scheibe, die den Zuhörer mitzureißen vermag. Neal Black und seinen Heilern ist mit dem Album ein richtig guter Wurf gelungen, er ist tatsächlich und ohne Wenn und Aber der „Master Of High Voltage Texas Boogie“. Von daher gibt es von mir für dieses Doppelalbum des Texaners klare fünf Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung.

Label: Dixiefrog Records / Bertus Musikvertrieb
Stil: Blues

Tracks CD1:
01. All For Business
02. Hotelroom in México
03. Jesus And Johnny Walker
04. Worried About It
05. Did You Ever
06. The King Of San Antone
07. Handful Of Rain
08. Cry Today
09. Lost Without You
10. Bad Rose Tattoo
11. Mississippi Doctor
12. New York City Blues
13. Justified Suspicion
14. Sunrise In Prison
15. Saints Of New Orleans
16. Misery
17. I‘m Gonna Cry
18. It Hurts Me Too

Tracks CD 2:
19. If I Had Possession Over Judgement Day (Live)
20. Goodbye Baby (Live)
21. Did You Ever (Live)
22. Lost Without You (Live)
23. Handful Of Rain (Live)
24. Chicken Shack Cognac (Live)
25. I Can See Clearly Now (Live)
26. Streamline Woman (Live)

Neal Black & The Healers
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V2 Records

Blues Caravan – 20.04.2022, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Ähnlich wechselhaft wie in diesen Zeiten ging es scheinbar auch beim diesjährigen Blues Caravan 2022 zu. Zunächst war mit Eddie 9V, Ghalia Volt und Katie Henry geplant, dann sollte es Ryan Parry an der Gitarre richten, was dann allerdings von Will Jacobs erledigt wurde. 

An diesem Abend im schönen Dortmunder Piano wurde Ghalia Volt durch den Wirbelwind Whitney Shay ersetzt, die ja schon 2020 ihre Visitenkarte abgegeben hatte. Die nicht nur musikalisch kraftvolle Rhythmusfraktion bestand dann etatmäßig aus Ex-Rozedale-Drummer Denis Palatin und Tomek German. Denis hatte die Bühne mit seinen eigens für den Blues Caravan künstlerisch hergestellten Windfängern optisch aufgewertet. Er kann also nicht nur auf Felle und Becken trommeln.

Pünktlich um 20:00 Uhr sagte Mastermind und Labelinhaber Thomas Ruf seine ‚Schäfchen‘ an und es wurde mit dem obligatorisch kreierten Titelsong zur Reihe „Hop On A Ride“ dynamisch im Voll-Line-up mit wechselnden Leadgesangsparts der einzelnen Protagonisten losgelegt. 

Feststellen konnte man im für einen Mittwoch-Abend ordentlich gefüllten Piano, dass die Musiker (Palatin mal ausgenommen), deutlich jünger waren, als die, wie so oft in der Blues-Szene, in die Jahre gekommene Kundschaft (ich schließe mich da natürlich mit ein…).  Aber schön, dass zumindest auf der Künstlerseite der Nachwuchs nicht abzubrechen scheint.

Nach dem launigen Auftakt durfte dann zunächst Will Jacobs sein Können offenbaren. Er präsentierte sich bei Songs wie u. a. „One Day At A Time“, „Have You Ever Loved A Woman“ (klasse hier sein phasenweise ohne Mikro performter Gesang), „Funky Woman“ oder „Got Your Mojo Working“ als guter Sänger und mit seinem Spiel auf Stratocaster und Gibson Les Paul als quirlger und variabler E-Gitarrist. Er beherrscht die Bandbreite von Blues, Soul, Rock bis dezent hin zum Country souverän. Eine starke Vorstellung von ihm.

Er blieb dann auf der Bühne, um die zierliche Katie Henry zu supporten, die dann ihre Stärken am E-Piano, aber auch an der Telecaster-E-Gitarre in Roots-Manier einbrachte. In Ihrem Programm hatte die sympathische Amerikanerin natürlich überwiegend Tracks wie „Nothing To Lose“, „Empty Cup“, „On My Way“ oder „Bury Me“ aus dem vom Kollegen Schneider zurecht hochgelobten aktuellen Album „On My Way“ am Start. Von der jungen Dame ist noch einiges in Zukunft zu erwarten. Klasse Mädel!

Folgerichtig bestritt dann die temperamentvolle Whitney Shay den Abschlusspart der Solovorstellungen. Die umtriebige rothaarige Kalifornierin verwandelte dann die Bühne des Pianos mit Tracks wie „Love’s Creeping Up On You“ „Getting In My Way“, „Boy, Sit Down“, „A Woman Rules The World“, „Stand Up!“ und „Get Down With It“ in eine Rhythm and Blues- und Soul-Arena. Eine ansteckende Performance voller Energie!

Am Ende schloss sich mit der Rückkehr von Katie Henry dann wieder der Kreis und mit u. a. „Voodoo Woman“ und dem CCR-Klassiker „Fortunate Son“ sowie zweier Zugaben („You Got To Move“) gab es einen schönen Ausklang mit allen Beteiligten.

Während der Pause und nach dem Gig standen die Akteure dann mit Thomas Ruf den Besuchern zur Verfügung und wir konnten auch noch unsere Bilder für die VIP-Galerie schießen. Eine weitere überzeugende Ausgabe des Blues Caravan-Konzepts. Weiter so Thomas Ruf & Co.!

Line-up:
Will Jacobs (lead vocals, electric guitar, vocals)
Katie Henry (lead vocals, electric guitar, Keys, vocals)
Whitney Shay (lead vocals, percussion, vocals)
Tomek Germann (bass)
Denis Palatin (drums)

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Will Jacobs
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Katie Henry
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Ruf Records
Musiktheater Piano
3Dog Entertainment

Kaz Hawkins – My Life And I – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Die hierzulande wahrscheinlich noch recht unbekannte, aus Nordirland stammende und in Frankreich lebende Blueserin Kaz Hawkins, die auch eine Show bei BBC Radio Ulster moderiert, hat nun nach vier Vorgängeralben mit ihrem neuesten Werk „My Life And I“ ihr persönliches Best-Of-Album herausgebracht. Die Scheibe mit insgesamt 17 Titeln ist am 8. April in die Läden gekommen.

Der entsprechende Vinyl-Longplayer wird aber erst im Mai verfügbar sein. Kaz Hawkins wurde bereits in ihrer Kindheit in den Bars von Belfast, in die sie ihr Vater häufig mitnahm, von Musik geprägt. Auf diese Art musikalisch sozialisiert, entdeckte sie später ihre Leidenschaft für den Saint-Louis-Blues von Etta James. Kaz Hawkins erinnert sich: „Ich konnte die Traurigkeit hören und mich damit identifizieren. Ich wollte wie sie singen, aber ohne sie zu imitieren“.

Und so wundert es auch nicht, dass sie zwei Songs von Etta James auf ihrem Album gecovert hat („At Last“ und „Something Got A Hold On Me“), aber auch einem Stück ihres Landsmannes Van Morrison („Full Force Gale“) haucht sie neues Leben ein. Die restlichen Songs hat sie bis auf „Feelin’ Good“ (von Anthony Newly / Leslie Bricusse) selbst komponiert und getextet.

Insgesamt überwiegen auf der Scheibe die ruhigen und bedächtigen Töne in Form von eher balladesken Songs („Lipstick and Cocaine“, „The River That Sings“ und das etwas schnellere „Believe With Me“) bzw. die Slowbluesnummern, „Feelin’ Good“, „Surviving“, sowie die drei sich recht ähnlich anhörenden Tracks „Don’t You Know“, „Don’t Slip Away“ und „Better Days“.

Viele von Kaz Hawkins’ Liedern werden hauptsächlich von ihrer emotionalen und kräftigen Stimme mit Pianobegleitung getragen, so z. B. das zärtliche „Because You Love Me“ und das leicht gospelige und kraftvoll vorgetragene „Hallelujah Happy People“. Es gibt aber auch vergleichsweise flotte Nummern auf dem Album zu hören. Der leicht energetische Shuffle „Drink With The Devil“ gehört dazu, aber auch der starke Gospel-Opener „Pray“ und das Midtempo-Stück „Don’t Make Mama Cry“.


Ihre Interpretation von Etta James’ Song „At Last“ hingegen kommt etwas schmalzig daher und weckt Erinnerungen an Filmmusik, wie sie aus den 40’er Jahren stammen könnte. Herausragend finde ich allerdings das soulige und von Bläsern begleitete „Full Force Gale“ und die zunächst slow startende, bereits erwähnte Etta James-Nummer „Something‘s Got A Hold On Me“, in die Kaz Hawkins solo singend einsteigt, den Song dann aber in eine sehr flotte Soulnummer verwandelt. Beiden Stücken steht der Rausschmeißer „Shake“ in nichts nach, zu Beginn ebenfalls stimmgewaltig und langsam startend, um dann in einem wilden Boogie zu enden.

„My Life And I“ ist keine typische Bluesscheibe. Dazu wirken die meisten der Songs nach meiner Ansicht zu balladesk, sind aber gerade deshalb für die besinnlichen Stunden des Lebens bestens geeignet. Diesen kann Kaz Hawkins, die, Etta James zu Ehren, deren Nachnamen angenommen hat, mit ihrer kraftvollen Stimme starke, emotionale Akzente verleihen.

Label: Dixiefrog Records
Stil: Blues

Tracks:
01. Pray
02. Because You Love Me
03. Feelin‘ Good
04. Hallelujah Happy People
05. Lipstick And Cocaine
06. Believe With Me
07. Drink With The Devil
08. Full Force Gale
09. Don‘t Make Mama Cry
10. The River That Sings
11. Surviving
12. At Last
13. Something‘s Got A Hold On Me
14. Don‘t You Know
15. Don‘t Slip Away
16. Better Days
17. Shake

Kaz Hawkins
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V2 Records

The WildRoots – WildRoots Sessions Volume 2 – CD-Review

Review: Michael Segets

Der zweite Streich von The WildRoots ist wieder ein Großprojekt geworden. Fast dreißig Musiker waren den aktuellen Sessions beteiligt. Den Kern der WildRoots bilden Stephen und Patricia Ann Dees sowie Victor Wainwright. Die fünfzehn Songs stammen allesamt von Stephen Dees, die er zum Teil zusammen mit einem anderen WildRoots oder mit Bryan Bassett geschrieben hat. Er hat das Album auch produziert und arrangiert, wobei ihm seine Frau Paricia Ann zur Seite stand.

Das Ehepaar singt „Put Your Hand In The Fire“ zusammen. Ansonsten überlässt das Mastermind der WildRoots das Mikro gerne anderen Sängern und Sängerinnen. Die beiden anderen WildRoots haben mehr Gesangsanteile, Patricia Ann Dees beispielsweise bei „Sweet Louise“ und Victor Wainwright bei „I Feel Fine“. Sehr gelungen ist der Opener „I.O.U.“ auf dem sie im Duett auftreten.

Die wechselnden Lead Vocals sind ein Markenzeichen der Band. The WildRoots bieten Blues und Bluesrock der alten Schule, oftmals mit Mundharmonika und gelegentlich mit Saxophon präsentiert. Gerade bei den langsameren, bluesigen Nummern wie „The Threads Of Time“ oder „Pile Of Blues“ übernehmen Gastsänger – hier Mark Hodgson und Robert Thomas – das Mikro. Stimmlich am auffälligsten ist Anthony Thompsons Beitrag auf „Lazy Little Daisy“. Die WildRoots zählen auf bewährte Kollegen, die bereits bei den „Sessions Volume 1“ mit von der Partie waren.

Unter den Titeln stechen diejenigen hervor, die einen Gospel-Einfluss nicht verleugnen können. „Long Way To Go“, „Good Word“ oder „Ready When The Day Is Done“ gehören zu meinen Favoriten des Longplayers. Einen schönen Retro-Charme entwickelt „That Man Of Mine“, das Patricia Ann Dees gemeinsam mit Beth McKee und Reba Russell singt. Victor Wainwright steuert hier die dominierende Begleitung durch das Klavier bei. Dass er flinkt auf den Tasten unterwegs ist, beweist er auf dem instrumentellen „WildRoot Boogie“. Seine Orgel treibt auch das von Billy Livesay gesungene „Working On My Car Blues“ an. Ebenfalls ein hohes Tempo geht „The Bad Seed“ mit Dyer Davis.

Die fünfzehn Tracks auf „WildRoots Sessions Volume 2“ fügen sich auf einem Longplayer zusammen, auf dem Blues und Bluesrock in traditioneller, aber abwechslungsreicher Weise vertreten ist. Durch die wechselnden Lead Vocals und die Vielzahl der Gastsängerinnen und Sänger wirkt die Scheibe eher als Compilation, statt als geschlossen konzipiertes Bandalbum. Die CD kann allerdings so durchlaufen, da kaum ein Stück abfällt. Höhepunkte stellen für mich die Titel dar, die am Gospel angelehnt sind.

WildRoots Records (2022)
Stil: Blues, Bluesrock

Tracks:
01. I.O.U.
02. Lazy Little Daisy
03. Long Way To Go
04. The Bad Seed
05. I Feel Fine
06. That Man Of Mine
07. The Threads Of Time
08. Sweet Louise
09. Working For My Car Blues
10. WildRoot Boogie
11. Put Your Hand In The Fire
12. Pile Of Blues
13. Good Word
14. I Say Amen
15. Ready When The Day Is Done

The WildRoots
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Larry McCray – Blues Without You – CD-Review

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Review: Jörg Schneider

Der aus Magniola, Arkansas, stammende Blues-Sänger und Gitarrist Larry McCray, der seit den 90er Jahren zu einer festen Größe im Business gehört, veröffentlicht nach fast sieben Jahren Pause sein neuestes Werk „Blues Without You“. Das Material dazu hat er nach eigenem Bekunden in der durch die Coronapandemie verursachten Zwangspause zusammengestellt.

Produziert haben das Album keine geringeren als Joe Bonamassa und Josh Smith, weshalb es auch am 25. März auf Bonamassas Label „Keeping The Blues Alive Records“ erscheinen wird. Zusätzlich haben sich auf der Scheibe auch McCrays Lebensgefährtin Peggy Smith, sein Bruder Steve McCray, Warren Haynes, Joanna Connor und Reese Wynans und natürlich Joe Bonamassa himself sowie viele andere als Gastmusiker verewigt.

Insgesamt haben es zwölf Songs geschafft, auf der Platte eingespielt zu werden, darunter auch der Albert King- Klassiker „Roadhouse Blues“, wobei Larry McCray nicht nur als Blues-Musiker glänzt, sondern auch seine Leidenschaft für andere Musikrichtungen auslebt.

So sind einige der Tracks durchaus vom Rockjazz beeinflusst, wie ihn „Blood, Sweat & Tears“ gespielt haben. Deutlich wird dies z. B. in dem flotten Opener „Arkansas“, der McCrays Erinnerungen an seine ländliche Kindheit thematisiert oder auch in „Mr. Easy“ mit starken Bassintro und Joe Bonamassa als ‚Gastgitarrist‘, aber auch in „Good Die Young“ mit tollen Backgroundvocals.

Andere Songs sind eher dem klassischen Boogie-Woogie-Sound mit seinen typischen Pianorhythmen verhaftet („Without Love It Doesn‘t Matter“ und „Drinkin‘ Liquor And Chasin‘ Women“ mit der Blueserin Joanna Connor). Leichte Americana-Anleihen hingegen finden sich u. a. in dem melodiösen Akustik-Blues „Down To The Bottom“ mit Warren Haynes an der Gitarre und das soulig-funkige „Breaking News“ vermittelt ein dezentes 80‘er Jahre Feeling.

Ansonsten gibt es viel Blues, mal slow („Now More Crying“) oder mal fröhlich im Chicagostil mit Backgroundchor („Don‘t Put Your Dreams To Bed“). Das beste Stück des Album ist für mich allerdings der Rausschmeißer „I Play The Blues“, ein wunderschöner Song, nur McCrays emotionale Stimme und seine Akustikgitarre. Mehr braucht es nicht für einen Gänsehautblues.

Mit „Blues Without You“ ist Larry McCray, der auch schon zusammen mit BB King, Buddy Guy, Albert King, John Mayall, Johnny Winter, Keb‘ Mo‘ und den Allman Brothers, um nur einige zu nennen, auf der Bühne gestanden hat, eine sehr abwechslungsreiche Scheibe gelungen. Mit den von unterschiedlichen Musikstilen beeinflussten Songs des Albums stellt McCray eindrucksvoll unter Beweis mehr als „nur“ ein Bluesmusiker zu sein. Nicht umsonst bezeichnet ihn Joe Bonamassa als eine lebende Legende, die es nach der fast sieben jährigen Abstinenz vom Musikbusiness wieder zu entdecken gilt.

Label: Independent (2022)
Stil: Blues

Tracks:
01. Arkansas
02. Without Love It Doesn‘t Matter
03. Good Die Young
04. Down To The Bottom feat. Warren Haynes
05. Breaking News
06. Roadhouse Blues
07. Drinkin‘ Liquor And Chasin‘ Women feat. Joanna Connor
08. Blues Without You (for Paul)
09. Mr. Easy feat. Joe Bonamassa
10. No More Crying
11. Don‘t Put Your Dreams To Bed
12. I Play The Blues

Larry McCray
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Popa Chubby – Emotional Gangster – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Der New Yorker Theodore Joseph Horowitz, der Bluesgemeinde sicherlich besser bekannt als Popa Chubby, gönnt sich zu seinem 62‘sten Geburtstag am 31. März ein neues Album mit dem Titel „Emotional Gangster“, welches am 25. März  in die Läden kommt. Und es ist nach „It’s A Mighty Hard Road“ (2020) und „Tinfoil Hat“ (2021) sein drittes Album innerhalb von knapp drei Jahren.

Natürlich sind auch die elf Electric-Blues-Tracks auf dem neuen Album für Popa Chubby typisch durch Hard Rock-Elemente á la Led Zeppelin und Black Sabbath beeinflusst. Der Meister spielt auf seinem Album zahlreiche Instrumente selbst und hat sic hauch nicht davor gescheut, die Songs eigenhändig aufzunehmen und abzumischen.

Herausgekommen sind lauter handwerklich perfekte und emotionale Electric-Bluesnummern. Zusätzlich erweist Popa Chubby den Altvorderen Bluesern wie Willie Dixon und Robert Johnson mit seinen modernen Interpretationen von Dixons „Hoochie Coochie Man“ und Johnsons „Dust My Broom“ seine Ehre.

Zum Einstieg in die kommenden rund 45 Minuten bietet „Tonight I‘m Gonna Be The Man“ einen fetzigen Rhythmus mit viel Gitarrengejaule und einem so hohem Spaßfaktor, dass es mächtig in den Beinen juckt, während sich der Folgesong „New Way Of Walking“ zwar weniger wild anhört, dafür aber bombastischer, stampfender und härter auftritt.

„Equal Opportunity“ ist eine unbeschwerte Einladung zum Mitsingen mit pianobedingter Boogie- Attitude und der gemütlich rollende, swingende Shuffle „Save The Best For Last“ bietet Ohrwurm-Qualitäten mit reichlich Mundharmonikapusten. Echte Highlights sind auch die englischen bzw. französischen Versionen von „Why You Wonna Make War“ sowie das mit einem spacigen Gitarrenintro startende und in eine melancholisch-nachdenkliche Bluesnummer übergehende „Fly Away“.

Headbangern hingegen dürfte wohl das hart pulsierende „I‘m The Dog“ gefallen und bei „Doing OK“ fällt der stakkatohafte Sprechgesang von Popa Chubby auf. Schließlich endet die Scheibe mit dem siebenminütigen Instrumental „Master Ip“, ein Track, der sich nach Improvisationen über quäkend-jaulende Gitarren mit Wah-Wah Effekten anhört.

Gitarrenafficinados des Electric-Blues dürften bei Anhören von Popa Chubbys neuer Scheibe sicherlich vor lauter Glück in Ohnmacht fallen, für sie ist die Platte ganz bestimmt ein „Must Have“. Eine glasklare 5 Sterne-Kaufempfehlung also! Und wer noch unentschlossen ist, hat zwischen dem 5. und 15. Mai Gelegenheit Popa Chubby in mehreren Orten auf Deutschlandtournee live zu erleben. Also, nichts wie hin Leute!

Label: Dixiefrog Records
Stil: Blues

Tracks:
01. Tonight I‘m Gonna Be The Man
02. New Way Of Walking
03. Equal Opportunity
04. Hoochie Coochie Man
05. Save The Best For Last
06. Why You Wonna Make War (English Version)
07. Dust My Broom
08. I‘m The Dog
09. Doing OK
10. Fly Away
11. Why You Wonna Make War (French Version)
12. Master Ip (Instrumental, Bonus Track)

Popa Chubby
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Hurricane Ruth – Live At 3rd And Lindsley – CD-Review & Gewinnspiel

Eigentlich bin ich kein Freund von Live-CDs. Irgendwie fangen sie in den seltensten Fällen die wahre Stimmung eines Konzerts ein, das visuelle Erlebnis fehlt dann doch in der Regel, vor allem, wenn man wie meine Person halt schon unzähligen Konzerten beigewohnt hat. Im heimischen Wohnzimmer  präferiere ich dann doch eher Studiowerke oder in heuten Zeiten zumindest das DVD-, bzw. BluRay-Erlebnis.

Im Fall von Hurricane Ruth, die im bürgerlichen Leben Ruth LaMaster heißt, verhält sich dies bei der Aufnahme ihres Gigs im 3rd and Lindsay in Nashville, Tennesse, jedoch etwas anders. Sie hat mit Leuten wie den beiden Top-Gitarristen Scott Holt und Nick Nguyen, Bassist Galvin Johnson, Keyboarder Lewis Stephens und last but not least Nashville- Omnisassa Tom Hambridge, der am Schlagzeug saß, diverse Tracks mitgeschrieben hatte und sich auch noch für die Produktion verantwortlich zeigt, so exzellente Leute an ihrer Seite, die auch live mit der Präzision eines Studiosessionmusikers zu Werke gingen.

Warum die gute Ruth als Hurrikan bezichtigt wird, weiß man von Beginn an – sie macht Dampf, gibt sich stimmlich voll aus, interagiert und bringt demnach ordentlich Zug in die Bude. Kolleginnen wie Janis Joplin, Tina Turner, Dale Krantz oder Kim Carnes der älteren Generation, Sass Jordan oder Beth Hart in der Gilde der neueren Vertreterinnen, lassen als Vokalbeispiele grüßen.

Die Musik bewegt sich im eher klassischen Bereich des Blues (Rocks) mit all seinen Spielarten, Tempi und Stimmungen, wartet aber allein schon wegen der brillanten Gitarristen auch mit sehr viel südstaatlichem Flair auf. Die Highlight-Viertelstunde bricht an, als Jimmy Hall bei „All The Years Go Passing By“ und „Make Love To Me“ mit Gastgesang und seinen unverwüstlichen Harpeinlagen, seine gefeierte Gastpräsenz erweist.

Und wenn Ruth und ihre Klasseleute am Ende zu Ehren ihrer Mutter bei „Dance Dance Norma Jean“ einen schwungvollen Texas-Boogie der Marke „La Grange“ intonieren, weiß man, dass man bei diesem starken Konzert gerne vor Ort dabei gewesen wäre. Tolle Liveplatte!

Sounds Of South verlost ein Exemplar dieser tollen Live-CD an eine(n) unserer treuen Leser/innen.

Folgende Frage muss dazu richtig beantwortet werden: Wie lautet der bürgerliche Name von Hurricane Ruth?

a) Ruth McFaster
b) Ruth DiSaster
c) Ruth LaMaster

Schicke wie immer eine E-Mail mit der richtigen Lösung an dan@sounds-of-south.de. Einsendeschluss ist der 20. März 2022.

Das Gewinnspiel ist beendet.

Die richtige Antwort hieß ‚Ruth LaMaster‘!

Über eine tolle CD von Hurricane Ruth darf sich

Lina Sternberg aus Mühlenbeck

freuen, der der Gewinn in den nächsten Tagen zugeht!

Sounds Of South wünscht viel Spaß damit!

Eigenproduktion (2022)
Stil: Blues (Rock)

Tracklist:
01. Roll Little Sister
02. Hard Rockin‘ Woman
03. What You Never Had
04. Dirty Blues
05. Faith In Me
06. Slow Burn
07. Cry Like A Rainy Day
08. Barrelhouse Joe’s
09. All The Years Go Passing By
10. Make Love To Me
11. I’ve Got To Use My Imagination
12. Like Wildfire
13. Far From The Cradle
14. Dance Dance Norma Jean

Hurricane Ruth
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