The Lucky Ones – Prodigals And Vagabonds – EP-Review

Review: Michael Segets

Anfang letzten Jahres hatte Paradiddle Records ein beachtenswertes Großprojekt auf die Beine gestellt. Auf der Doppel-CD fand sich eine große Riege im Raum New York ansässiger Musikerinnen und Musikern zusammen, um die Musik von Warren Zevon zu würdigen – unter ihnen Willie Nile, Pete Mancini und Kerry Kearney. The Lucky Ones steuerten eine erdige Version von „Johnny Strikes Up The Band“ zu dem Tribute bei. Nach diesem ersten positiven Eindruck von der Band gab es kein Zögern, als Mike Meehan, der Kopf der Lucky Ones, eine Review-Anfrage zu der aktuellen EP „Prodigals And Vagabonds“ stellte.

Auf der EP finden sich fünf live erprobte Eigenkompositionen. Das erste Stück handelt dann auch von dem Leben auf Tour. „Roadshow“ ist ein runder, unaufgeregter Americana-Song, der von Meehans angenehmer, angerauter Stimme getragen wird. Nach dem erfreulichen Auftakt folgt das Highlight: „Absalom“. Es beginnt mit akustischer Gitarre, eine elektrische Gitarre und Akkorden treten sukzessive hinzu, bevor das Schlagzeug einsetzt. Die ersten Töne von Meehans Gesang erzeugen beim ersten Hören schließlich einen dieser Gänsehautmomente, die sich nicht so oft einstellen.

Das Akkordeon untermalt das anschließende „All Things Great And Small“ stimmungsvoll. Der Song bietet ein schönes instrumentelles Intermezzo, bei dem Gitarrenklänge die Führung übernehmen. Mit der akzentuierten Rhythmusarbeit hebt sich der Titel von den anderen ab. Auch „Mercy Of The Storm“ hat seine eigene Atmosphäre. Der Song ist vom Aufbau sowie Instrumentalisierung makellos und punktet erneut mit dem Intro. Der getragene Gesang, dem der Background noch einen melodramatischen Touch mitgibt, nimmt mich allerdings nicht so mit. Der Gesamteindruck wird durch dieses Detail jedoch kaum geschmälert.

Meehan selbst ist zu Recht besonders stolz auf den poetischen Text des Abschlusstracks „Counting Every Mile“. Als Songwriter hat er nach eigener Aussage von Levon Helm profitiert, mit dem er 2003 auf Tour war. Seit der Bandgründung 2015 schauen The Lucky Ones auf einige EPs und Beiträge auf Compilations zurück. „Prodigals And Vagabonds” macht auf alle Fälle Lust, den Backkatalog zu sichten und mehr von ihnen zu hören.

Vor allem die ersten drei Tracks berühren das für Americana schlagende Herz. Die aktuelle EP von Mike Meehan und The Lucky Ones ist aber durchweg lohnenswert. Melodiöses und dynamisches Songwriting mit poetischen Lyrics, markante Lead Vocals sowie handgemachte Performance fließen zu einem stimmungsvollen Sound zusammen, den man hierzulande weiter westlich als New York verorten würde.

Paradiddle Records (2026)
Stil: Americana

Tracks:
01. Roadshow
02. Absalom
03- All Things Great And Small
04. Mercy Of The Storm
05. Counting Every Mile

The Lucky Ones
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Paradiddle Records

Ferris & Sylvester – It’s A Joy To Be Alive – CD-Review

Als ich 2022 meinen bis dato einzigen Berührungspunkt mit Issy Ferris und Archie Sylvester (alias Ferris & Sylvester) in der Live Music Hall zu Köln hatte, wo die beiden als Support von Larkin Poe fungierten, merkte man schon, dass das Duo nach Mehr als nur zu britischer regionaler Präsenz strebte.

Die beiden sind mittlerweile ein Ehepaar und 2022 während dieser Tour wurde auch ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Und so kam es dann auch. Ihre beiden Alben „„Superhuman* und „Otherness“ erhielten Auszeichnungen und Medien-Lobeshymnen bis über den ‚weiten Teich‘ hinaus.

Nun steht mit „It‘ A Joy To Be Alive“ das dritte Werk am Start, diesmal mit Fokus auf Pop der Sechziger/Siebziger, etwas Soul und Rock. Deutlich erkennbar an den aufwendigen Streicher-Arrangements, die sich durch gleich sechs der insgesamt elf Tracks ziehen („A Joy To Be Alive“,  „The Game „, Tiny Little Love“, „Strange Things“, „Stupid And Young“ und „The Sun Will Shine Again“.  Die meisten enthalten allerdings auch ein schönes E-Gitarren-Solo (klasse vor allem das claptoneske Intermezzo beim abschließenden „The Sun Will Shine Again“).  Hier herauszuheben ist das fast hypnotisch psychedelisch konstruierte „Strange Things“.

Mir persönlich gefallen allerdings die Sachen am besten, die ohne das orchestral anmutende Wirken im Hintergrund auskommen: Das poppige radiotaugliche „Jealous„, das frech, im Stile der Bangles rockende „5.4.3.2.1“,  das soulige Stück mit dem zungenbrecherischen Titel (a là „Fischers Fritze…“) „Peach Tree Street“ (hier ist der singende Archie Sylvester bei Live-Auftritten sicher nicht zu beneiden…), der relaxte „Fishing Song“, als auch das groovig, rockig shuffelnde „Lucky Night“ (mit dezentem Led Zep-Flair).

Ferris & Sylvester vermeiden es auch mit ihrem dritten Longplayer „“It‘ A Joy To Be Alive“, sich in irgendeine Schublade verorten zu lassen. Ausgefeilte Arrangements, eingängige Refrains, schöne Melodien, klasse Gesang (überwiegende Präsenz von Issy Ferris), wie auch perfekt sitzende Harmoniegesänge, einige gelungene E-Gitarren-Soli und viel Abwechslungsreichtum, lassen die o. a. ‚Streicher-Arien‘, auf die ich persönlich verzichtet hätte, insgesamt dann doch verschmerzen.

Archtop Records (2026)
Stil: Pop & More

01. A Joy To Be Alive
02. Jealous
03. The Game
04. Tiny Little Love
05. Strange Things
06. 5.4.3.2.1
07. Peach Tree Street
08. Stupid And Young
09. Fishing Song
10. Lucky Night
11. The Sun Will Shine Again

Ferris & Sylvester
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networking Media

Elizabeth Cook – Great Television – CD-Review

Review: Michael Segets

Elizabeth Cook flog bislang unter meinem Radar. Die aus Florida stammende und in Nashville heimische Sängerin veröffentlichte bereits 2000 ihr erstes Album. Mehreren Folgealben gelang der Sprung in die US-Country-Charts, allerdings ohne dabei absolute Spitzenpositionen zu erreichen. Einige Nominierungen bei den American Music Awards und ein Preis als Outlaw-Sängerin bei den Ameripolitan Music Awards zählen zu ihren Erfolgen. In Musikerkreisen ist Cook etabliert, was ihre vielen Kollaborationen mit namhaften Kolleginnen und Kollegen zeigen. Sie arbeitete mit Rodney Crowell, Don Was, Carlene Carter, Buddy Miller oder Dwight Yoakam zusammen und stand mit Jason Isbell auf der Bühne. Shooter Jennings produzierte „Great Television“.

Einen Karrieresprung bescherten ihr Auftritte in der „Late Show“ von David Letterman. Diese reflektiert Cook heute kritisch im Hinblick auf die Bedeutung, die den Medien in der gegenwärtigen Welt zukommt. Sie schöpft die Inspiration zu ihren Texten aus Geschichten, die kaum mediale Präsenz erzeugen und daher nicht oder nicht mehr erzählt werden. Cook erinnert beispielsweise an ein Unglück, bei dem 1971 in einer Waffenfabrik zahlreiche farbige Frauen ums Leben kamen („Thiokol Tripwire“). Dabei betrachtet sie den sozialen Kontext des Unglücks differenziert und stellt die Bedeutung der Arbeit für die Unabhängigkeit und das Selbstwertgefühl der Frauen heraus.

Cooks Texte erzählen aber auch Geschichten, die einen Bezug zu persönlichen Erlebnissen oder Erfahrungen aufweisen. „The Easy Kind“ zählt dazu. Unter dem gleichen Titel ist kürzlich ein Spielfilm erschienen, der auf ihrer Biographie beruht. Die Lyrics des Longplayers überzeugen und der Aufbau der Songs mit ihrem konsequenten Wechsel zwischen Strophe und Refrain kommt mir ebenfalls sehr entgegen. Als Songwriterin mag Cook in eine Linie mit Mary Chapin Carpenter oder Patty Griffin gestellt werden. Sie hat aber eine größere Affinität zum Rock. Ihr neues Album bewegt sich daher zwischen Americana, modernem Country und Rock.

Unter den ruhigen Beiträgen („In Your Vains“, „Lightly“) sticht „Okeechobee Mud“ heraus. Mit der Single „Sunset Promenade“ gelingt ihr zudem ein wunderbar runder Song, der ins Ohr geht. Country-Fans kommen mit der Ballade „The Easy Kind“ oder dem flotteren „Girls Of Atomic City“ auf ihre Kosten. Die Stimme von Cook ist für dieses Genre wie gemacht. Bei „Razorwire Wall“ wird sie von Evan Felker am Mikro begleitet. Der als zweite Single ausgekoppelte Song bringt etwas Honky Tonk ins Spiel.

Ihre rockige Seite lebt Cook mit „Caldonia And The Love Convoy“ und „19th Nervous Breakdown” aus. Sie bietet hier Rock’n Roll vom Feinsten. Mein Favorit des Albums ist jedoch „Feverfew“. Der Song baut mit den melodiösen Strophen und dem vorwärtsgehenden Refrain einen Spannungsbogen auf, der mich begeistert. Bemerkenswert ist, dass statt dem quasi obligatorischen Gitarrensolo dort eine Orgel zum Zug kommt.

Das aktuelle Jahr hat bereits einige sehr gute Alben hervorgebracht. „Great Television“ gesellt sich zu diesen hinzu. Es hält einige hochkarätige Stücke bereit. Unter den Fittichen von Shooter Jennings legt Elizabeth Cook einen Longplayer vor, der Americana mit rockigem Einschlag und eine gelegentliche Prise Country verbindet.

Agent Love Records – Thirty Tigers/Open(2026)
Stil: Americana, Rock

Tracks:
01. Sunset Promenade
02. Girls Of Atomic City
03. Thiokol Tripwire
04. Okeechobee Mud
05. Razorwire Wall
06. The Easy Kind
07. Caldonia And The Lov Convoy
08. In Your Veins
09. 19th Nervous Breakdown
10. Feverfew
11. Lightly

Elizabeth Cook
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Thirty Tigers
Oktober Promotion

The Anthony Paule Soul Orchestra featuring Willy Jordan – What Can We Do? – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Zählen wir mal durch: Im Innencover sind tatsächlich zwölf Musiker abgebildet – das mit dem Orchester stimmt also schon mal. Der bekannteste davon dürfte auch hierzulande Willy Jordan sein, seit 2022 Sänger des APSO, das 2007 vom Gitarristen und Songschreiber Anthony Paule (69) gegründet worden ist. Jordan hat zuvor unter anderem mit John Lee Hooker und Elvin Bishops Big Fun Trio gearbeitet. Für die beiden Big-Fun-CDs gab’s jeweils eine Grammy- Nominierung.

Anthony Paule selbst hat auch schon mit Van Morrison, Boz Scaggs oder Charlie Musselwhite gearbeitet und ist gleich 20 Mal für einen Blues Music Award nominiert worden, ohne je einen zu gewinnen. So ein BMA ist ja eine Art Gütesiegel. Allerdings kann sich inzwischen ja fast jeder (Blues-)Musiker damit rühmen, so ein Ding gewonnen zu haben oder zumindest nominiert gewesen zu sein.

Dabei ist bei „What can we do?“, dem mittlerweile zehnten Album des Anthony Paule Soul Orchestra, von Blues wenig zu spüren. Der gute Anthony mag zwar neben dem Soul mit Blues aufgewachsen sein. Es dominiert aber, wie der Name schon sagt, Soul – und das auf kraftvolle, mitreißende Art. Das geht gleich los mit dem schwungvollen ersten Song „Still Smellin’ Smoke“.

Beim folgenden „Too Late“ werden Erinnerungen wach an Otis Reddings „I’ve Been Loving You Too Long“ aus dem Jahr 1965. Bei „You Lie Like A Rug“ trifft das zu, was für die Mehrzahl der Titel gilt: Es geht in die Beine. Dabei ist alles modern, schmissig und damit zeitgemäß umgesetzt. Retro-Soul heißt das Schlagwort, das einem neben Otis Redding auch Same Cooke oder Aretha Franklin und phasenweise Wilson Pickett ins Gedächtnis ruft. Selbst Graham Parker lugt das eine oder andere Mal ums Eck.

Und wenn wir gerade bei alten Zeiten sind: Das instrumentale „Bigger Guitar“ ist ein astreiner Boogie-Woogie, womit wir wieder beim Stichwort „tanzbar“ wären. Kraftpaket wird das Anthony Paule Soul Orchestra auch genannt. Es ist aber durchaus angenehm, dass die Instrumentierung mit Saxophon, Trompete oder Posaune zwar üppig ist, aber nicht auf vordergründige Solo-Effekte setzt, die einem das Ohr wegblasen.

Tja, es wird wohl BMA-Nominierung Nummer 21 geben. Auch wenn, noch einmal sei’s gesagt, das Ganze mit Blues (und Rock) wenig bis gar nichts zu tun hat. Aber wer gern auf eine Zeitreise in Sachen Soul mitgenommen wird und sich von treibenden, rhythmusbetonten und von Background-Sängerinnen unterlegten Klängen mitreißen lässt, die nicht jeden Tag irgendwo und irgendwie durch die Gegend dudeln, wird hier gut bedient. Sachen wie dieses merkwürdige „Dai Dai“ haben wir schließlich genug…

Nola Blue Records (2026)
Stil: Soul

Tracks:
01. Still Smellin‘ Smoke
02. Too Late
03. Stranger
04. You Lie Like a Rug
05. Bigger Guitar
06. What Can We Do?
07. Heart Never Says Goodbye
08. Secret
09. If It Ain’t One Thing It’s Two
10. Walkin‘
11. You’re Nobody Till Somebody Loves You
12. Blue Mood Indica

The Anthony Paule Soul Orchestra featuring Willy Jordan
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Shania Twain – Little Miss Twain – CD-Review

Shania Twain zählt zweifellos zum Who Is Who, wenn es um weibliche (New) Countrymusik geht. Ihr Album „Come On Over“  inklusive des Mega-Hits „That Don’t Impress Me Much“ gilt mit über 40 Millionen verkauften Einheiten immer noch als meistverkaufter Longplayer einer weiblichen Künstlerin aller Zeiten. Zu dieser Phase kam es zu einem regelrechten Hype um die Kanadierin.

Es gab aber auch bittere Momente in ihrem Leben wie u. a. der Missbrauch durch den Stiefvater in frühsten Kindestagen, das Ehedebakel mit Robert ‚Mutt‘ Lange oder der Verlust ihrer Stimme im Rahmen einer Borreliose-Erkrankung. Mit ihrem von der Mutter anerzogenen Kämpferherz hat sie all diese Tiefschläge überwunden. Nun lässt sie mit ihrem mittlerweile siebten Album „Little Miss Twain“ erneut aufhorchen und reflektiert hier größtenteils ihre Kindheit in Kanada.

Der Silberling beinhaltet 15 neue Stücke, von denen die Protagonistin 14 selbst- oder mitkreiert hat. Wie sich für eine Interpretin ihres Ranges gehört, wurde durch ihr Label an nichts gespart. Diverse Produzenten (Ammo, Eren Cannata, Justin Tranter, David Paich, Zach Daes, Jeff Gitelman), zig arrivierte Musiker (u. a. Jay Bellrose, Grgg Bissonette, Nathan East, Russ Pahl, T Bone Burnette, Greg Leisz), sowie prominente Gäste wie Tanya Tucker, Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und The War And Treaty  aus diversen Richtungen, machen ihre Scheibe zu dem, wofür sie seit Beginn ihrer Erfolgsgeschichte steht: New Countrymusik mit ergänztem Crossover-Appeal. Und selbst Sohnemann Eja Lange glänzt mit sporadischer Präsenz bei Tracks wie „Right Time“ und „Little Miss Twain“ (Produktion, BGVs).

Wie schon erwähnt, kokettiert Ms. Twain mit den diversesten Stilen, wie u. a. Country, Rock, Pop, Swing, R&B, Westcoast oder Tex-Mex und lässt alles geschickt zusammenfließen. wobei es ihr gelingt, erneut viele markante Refrains, die recht schnell ins Ohr gehen, in den Vordergrund zustellen.

„Right Time“ (mit markantem Banjo) bohrt sich schon direkt nach dem ersten Abspielen ins Langzeitgedächtnis. „Little Miss Twain“ bildet einen Höhepunkt in emotionaler Sicht (hier singt sie im Refrain; „According to my mother, I’m the next Tanya Tucker, I’m gonna be a star, Yeah, I’m gonna be a star“) mit dabei bei den Harmoniegesängen natürlich: Tanya Tucker!

Das dezent swampige „Dirty Rosie“ (mit unterschwelliger CCR-Note) und das atmosphärische „Faded Blue Jeans“ (mit Josh Homme im Background) entpuppen sich als meine persönlichen Favoriten, „Quit My Life“ mit ‚Abba goes Country‘-Charakter hat Hitpotential, die beschwingten  „Scary Little Thing“ und „New Love“ sind weitere ‚Gute Laune-Bringer‘, im Balladenbereich wissen „Problematic“ und „Take It To The River“, unter Mitwirkung des angesagten Erfolg-Duos The War & Treaty, zu gefallen.

Die fünffache Grammy-Gewinnerin Shania Twain bietet mit „Little Miss Twain“ einen bunten Strauß an Musikstilen mit autobiografischem Hintergrund, mit dem sie sicherlich zumindest kurzfristig mal die Dominanz von Ella Langley und Morgen Wallen stören könnte. Gut gemacht, Ms. Twain!

Republic Nashville (2026)
Stil: New Country / Crossover

01. Stranger Things
02. Right Time
03. Little Miss Twain
04. Dirty Rosie
05. Quit My Life
06. Problematic
07. Scary Little Thing
08. I’d Be Loving Me
09. Faded Blue Jeans
10. Northern Town
11. That’s The Money
12. Down The Middle
13. Take It To The River
14. New Love
15. Rock Stars

Shania Twain
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Universal Music

Albert Castiglia – Grits & Glory – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Für Albert Castiglia, mehrfacher Blues-Music-Award-Gewinner sowie „Inhaber“ des Nummer-eins-Spots der Billboard Blues Charts und neben Mike Zito ein Teil der Blood Brothers, hat sich mit seiner neuen CD ein Kreis geschlossen.

„Meine Anfänge als Musiker in Chicago und an der Ostküste haben meinen Spielstil und meine Sicht auf den Blues geprägt. Aber gleichzeitig liebe ich das Hin und Her innerhalb des Blues von Amerika nach Großbritannien und wieder zurück – beides hat seinen Einfluss gehabt“, erzählt Castiglia, der Jeff Beck, John Mayall, Eric Clapton oder Jimmy Page zu den (britischen) Musikern zählt, die ihn geprägt haben.

Seinen Einstieg in die Karriere startete er als Mitglied der Tour-Band von Blueslegende Junior Wells. Später entdeckte der in New York als Sohn einer kubanischen Mutter und eines italienischen Vaters geborene Sänger, Gitarrist und Songwriter Blueskünstler wie B.B. King oder Muddy Waters. Während einer Europatournee 2023 entstand die Idee, den traditionellen Blues amerikanischer Prägung mit dem Flair der britischen „Nachkommen“ zu verbinden, um – siehe oben – den Kreis zu schließen. Die legendären Abbey Road Studios in London sollten es sein und wurden es schließlich auch.

„In Amerika herrscht gerade viel Trubel“, sagt der fast 57-Jährige, „ich wollte all dem entfliehen, mir Raum zum Nachdenken zu geben. Die Aufnahmen zu dieser Platte in England haben mir das ermöglicht.“ Der Trubel, die unruhigen Zeiten, das Chaos spiegeln sich auch in seinen Texten wider. Das hört man gleich im ersten Titel „In My America“, wenn Castiglia singt: „Riech den Rauch der brennenden Bücher – die Flammen sind heiß und schlagen höher. Kritisches Denken ist unerwünscht. So war es schon immer in Amerika.“ Aber er wäre natürlich kein „wahrer“ Amerikaner, wenn er nicht auch singen würde: „Alles, was ich kenne, ist Amerika. Ich werde mich für Amerika einsetzen. Das ist mein Recht in Amerika. Denn ich glaube an Amerika.“ Verpackt ist das Ganze in harte, wuchtige, treibende Blues-Rock-Rhythmen.

In diesem Stil geht es weiter, sowohl textlich als auch instrumental. Bei „I’m Afraid To Fall Asleep“ hört sich das zum Beispiel so an: „Letzte Nacht schloss ich meine geschwollenen Augen. Ich hörte das Wiegenlied meiner Mutter. Als ich aufwachte, hatte ich keine Seele. Mein Herz war still, mein Fleisch war kalt. Ich habe Angst, einzuschlafen.“ Sicherlich ein ungewöhnlicher Text, aber allemal besser als ein fortwährendes „Darling, ich liebe dich lalala…“

„Slumlord Billionaire“ ist ein „schleichender“ Blues, dem Albert Castiglias Gitarre den nötigen Drive gibt. Die direkte Referenz an die Abbey Road Studios und die Beatles, die sie bekannt gemacht haben, darf nicht fehlen: „Yer Blues“ passt perfekt ins Bild. Schließlich heißt es, im Original gesungen von John Lennon: „Ich bin einsam, will sterben …

Der Adler pickt mir das Auge aus. Der Wurm leckt meine Knochen“. Albert Castiglia verpackt das Ganze – um im Bild zu bleiben – in einen knochentrockenen Blues Rocker. „Grits & Glory“ ist kompromissloser, authentischer, emotionaler Gitarren-Blues-Rock.

Gulf Coast Records (2026)
Stil: Blues Rock

Tracks:
01. In My America
02. I’m Afraid To Fall Asleep
03. Uncertainty
04. Michigan Avenue
05. Sack The Juggler
06. Slumlord Billionaire
07. The Milk Is Still Good
08. Don’t Burn Down The Bridge
09. When The Coin Came Callin‘
10. Afro Blue
11. Yer Blues

Albert Castiglia
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The Damn Dogs – Blues For The Lost Souls – CD-Review

Ich bin in letzter Zeit scheinbar ‚auf den Hund gekommen‘. Zum einen bin ich tatsächlich Hundebesitzer und verwende seit knapp fünf Jahren viel Energie dafür, unserem aus Bosnien stammenden Angsthund, von dem man nicht weiß, was ihm Schlimmes passiert ist, wieder Sicherheit, Geborgenheit und ein lebenswertes Dasein zu bieten.

Zum anderen gab es in kurzer Zeitfolge unangekündigt zwei Blues Rock-Scheiben von Bands mit Namen The Blind Dog Mayer Group aus hiesigen Gefilden als auch der italienischen Band The Damn Dogs im Briefkasten. Bei allen, nicht aus der Anglosphäre (meine Gehörgänge sind irgendwie auf amerikanischen und britischen Gesang geeicht) stammenden Werken, muss ich immer tief durchatmen, mit überwiegender Mehrheit, bis auf ganz wenige Ausnahmen, tu ich mich mit diesen  oft sehr schwer, da man oft sofort hört, wo der Wind her weht und der Gesang immer ein durchgängiges Momentum ist.

Auch bei den ‚verdammten Hunden‘ leider wieder das gleiche Problem. Schulenglische Texte, kein guter Gesang, sowohl was die Lead vocals von Fronter Angelo Albani, der zumindest rein äußerlich eine charismatische Aura versprüht, als auch die Harmoniegesänge. Ich habe vermehrt das Gefühl. dass bei vielen-Bands die Euphorie über das eigene kreative Schaffen oft in eine Art ‚Betriebsblindheit‘ (in diesem Fall -taubheit) zu münden scheint.

Zur Ehrenrettung von Albani muss ich ihn zumindest für die glasklare Produktion loben. Gewinner des Albums sind der überragende Gitarrist Damiano Marino (der hier wirklich klasse Parts in allen Belangen einstreut) und Gast-Keyboarder Luciano ‚Lucky‘ Pesce, die sich aus den gesangstechnischen Darbietungen heraushalten. Im Prinzip wird es in meiner Zukunftsprognose auch hier am Ende bei den Damn Dogs mehr um das gemeinsame Musikerlebnis gehen, als den großen kommerziellen Erfolg.

Die Musik ist so, wie Blues Rock halt so ist. Gut gespielt, wenig bis gar nichts, was man nicht schon mal woanders in irgendeiner Form gehört hat. Insgesamt ein solider Stoff, ein Lied, das mich vor Begeisterung aus der Fassung wirft, gibt es nicht. Gegen Ende wissen „Mojo Hoodoo“ (ein Slide-unterlegter Schunkler mit etwas JJ Cale-/Tony Joe White-Esprit) und „Far Away Doe Eyes“, ein Slow Blues mit Gary Moore-Handschrift, noch am besten zu gefallen.

Das ansprechende Artwork der zweiten Damn Dogs-CD „Blues For The Lost Souls“ gibt es im mittlerweile schon etwas seltener gewordenem, transparenten Jewel Case. Meine verlorene Seele wird ihre Aufmerksamkeit aber in Zukunft, wie gewohnt, wieder auf den eigenen Hund Don richten…

Piesse Groove Records (2026)
Stil: Blues Rock

Tracklist:
01. Hangover
02. Underdog
03. Peace Is More Than Just No War
04. Blues For The Lost Souls
05. Bad Mistake
06. No Goodbyes On The Road
07. Voodoo Words
08. To Love A Music Man
09. I Just Wanna Love You
10. Fucking Mosouito
11. Back In Town
12. Mojo Hoodoo
13. Far Away Doe Eyes

The Damn Dogs
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Jason Ricci and The Bad Kind – 13 Hours – CD-Review

Review: Hans-Joachim Kästle

Wir leben in unruhigen, chaotischen, ja beängstigenden Zeiten, keine Frage. Das spiegelt sich auch in Jason Riccis Texten wider. Ebenfalls keine Frage: „13 Hours“ ist keine leichte Kost. Die Beine hochlegen und sich mal so eben ein bisschen Musik reinziehen, die zum einen Ohr rein- und zum anderen wieder rausgeht – das funktioniert nicht.

Geben wir’s zu: Für deutsche Ohren geht es meist ja weniger um die Texte als die Musik an sich, der Rhythmus, die Instrumentierung, der Gesang, die Stilrichtung. Und da werfen Harmonika-Ass Jason Ricci und seine Mannen jede Menge musikalische Vielfalt in den Schmelztiegel: Blues, Rock, Funk, Soul, New-Orleans-Rhythmen, eine Prise Jazz. Obendrauf gibt’s mit „Nuit Waltz“ auch mal einen Walzer, der einen förmlich durch den Ballsaal schweben lässt. Instrumental ist das alles perfekt in Szene gesetzt, das eine oder andere Mal mit Bläsern unterlegt.

Los geht’s ziemlich funky mit dem achteinhalb Minuten langen „Síck Of This Shit“, bei dem Jason an John Rebennack alias Dr. John erinnert und seinem Frust Luft macht: „Ich kann wegen Spotify keine Platten mehr verkaufen … Meine Medicaid-Leistungen wurden gekürzt … Was wird der Typ als Nächstes twittern? … Ich hab‘ das Gefühl, auf diesem Narrenschiff unterzugehen“.

Den Kontrast dazu liefert gleich der nächste Song: Johnny Winters „Tired Of Tryin‘“, ein feiner Blues, bei dem Kaitlin Dibble, Jason Riccis Frau, wie bei einem Großteil der Stücke die Lead Vocals übernimmt. Im Original von 1977 bläst James Cotton die Harmonika. Aber auch Ricci – der 1995 seine erste CD veröffentlichte – zeigt, dass er zur Gilde der Großen in diesem Genre zählt. Apropos Johnny Winter: Auf „Step back“, mit dem er 2015 posthum einen Grammy für das beste Blues-Album erhielt, war Jason als Gastmusiker vertreten. Auch für Walter Trout oder Mike Zito – auf dessen Gulf Coast Records die neue CD erschienen ist – hat er schon in die Harmonika gepustet.

Und weiter geht’s zum nächste Kontrast: „The Big Diseasey“ hat New-Orleans- und Jazz-Anklänge mit einer Vibraphon- und Saxophon-Einlage. Der „Leo Watkins Rag“ ist zur Abwechslung ein Jump Blues, „Long Twisted Night“ dagegen ein astreiner Soul moderner Prägung. So geht es munter weiter bis zum letzten Song, dem Titelstück „13 Hours“, das an Canned Heats „On The Road Again“ erinnert. Und wenn ein Stück schon zwölf Minuten lang ist, kann man auch mal ein Gitarren- und ein Mundharmonika-Solo einlegen.

Zweifellos: „13 Hours“ ist ein starkes Statement, das aber nicht gleich beim ersten Anhören „runtergeht“. In den heutigen Streaming-Zeiten ist es jedoch kein Problem, sich selbst ein Urteil zu bilden, ob man die Stil-Vielfalt, die praktisch von Song zu Song wechselt, goutieren will oder eben nicht.

Gulf Coast Records (2026)
Stil: Blues, Funk, New Orleans

Tracklist:
01 Sick Of This Shit
02 Tired Of Tryin‘
03 The Big Diseasey
04 Leo Watkins Rag
05 Long Twisted Night
06 Bubble Gum Pop
07 River’s Invitation
08 Renegade
09 Nuit Waltz
10 13 Hours

Jason Ricci
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Peter Parcek – Most Of The Time – CD-Review

Der letzte Review zu Peter Parcek ist schon ein gutes Weilchen her. Soweit ich mich erinnere, hatten wir uns danach mal kurz über Facebook ausgetauscht, Seither versorgt der Algorithmus mich regelmäßig mit seinen Posts bezüglich Geburtstagen seitens von ihm geschätzten, sowohl lebenden als auch bereits verblichenen Musikern.

Nun landete mal wieder mit „Most Of The Time“ ein neues Werk des Mannes in meinem Briefkasten, den Buddy Guy gitarrentechnisch auf eine Stufe mit Eric Clapton gestellt hatte. Und dass er Gitarre spielen kann, daran lässt auch diese neue CD keinen Zweifel, auf der er sich im Prinzip seiner Linie treu bleibt: Diverse, gut gemachte Coverversionen von Künstlern, denen er offensichtlich seine Wertschätzung zum Ausdruck bringen möchte, als auch ein paar neue Eigenkreationen (die sind solide und ok, aber da fehlt weiterhin der große ‚Wurf‘). Ganz klar auch auf diesem Longplayer im Mittelpunkt: stehen seine unumstrittenen, versierten und variablen Gitarrenkünste.

Bester Song und somit auch zurecht der Titeltrack, „Most Of The Time“ eine Adaption von Bob Dylan aus dessen „Oh Mercy“-Werk von 1989. Parcek haucht dem Track viel Gefühl ein, Hier gibt es auch mal klare Akustikgitarrenklänge zu vernehmen, sowie dezente Allman Brothers-Vibes als auch markante Guest vocals von Michelle Miraglia als Modifikation zum Original. Stark gemacht!!

Michelle Miraglia highlighted auch den folgenden Peter Green-umwehten Track „I Don’t Worry Bout A Thing“ mit ihren starken Harmoniegesängen. Dass Parcek Sympathien für den britischen Kultgitarristen pflegt, merkt man auch bei weiteren Liedern wie „How Many Times“ oder dem „Stranger Blues“, wo man sich förmlich in die „In The Skies“/“Little Dreamer“-Phase zurückversetzt fühlt

Auch die John Hiatt– und Bill Withers- Coverstücke machen was her, ich finde eh gut, wenn man sich an Songs heranmacht, die nicht schon bis zum ‚Gehtnichtmehr‘ ausgelutscht wurden. Auch ein Faible für Tony Joe White kommt sporadisch durch, wie bei der Hiatt-Nummer oder bei „61 Highway“.

Am Ende gibt es mit  „Lord Help The Poor & Needy“ und „Swooshy“ noch zwei Instrumentalstücke in unterschiedlichen Tempi und Stimmungen als Bonustracks. Danach ist man dann endgültig schwindelig von soviel quirligem E-Gitarrengezupfe, für meine Wenigkeit ist das, zumindest am Stück mit den ganzen anderen Tracks, schon fast zu viel des Guten.

Insgesamt offeriert der ‚Gentleman‘ Peter Parcek  (diesen Eindruck hinterlässt der passionierte Hutträger immer bei mir) mit „Most Of The Time“ für die geneigte Blues Rock-Klientel und Liebhaber technisch perfekter E-Gitarrenkünste (a l`a Greg Koch) ein wahres Eldorado, wobei auch die routinierten Leistungen seiner vielen musikalischen Mitstreiter als auch die klare, transparente Produktion noch zu erwähnen wären.

Eigenproduktion (2026)
Stil: Blues (Rock)

Tracklist:
01. Twistified
02. How Many Times
03. Most Of The Time
04. I Don’t Worry Bout A Thing
05. Just Play Rhythm, Baby
06. Mississippi Phone Booth
07. Stranger Blues
08. Poor Boy
09. When I’m Dead & Gone
10. Cold In Hand
11. Three Feet In Back Of My Head
12. 61 Highway
13. Grandma’s Hands
Bonustracks:
14. Lord Help The Poor & Needy
15. Swooshy

Peter Parcek
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Brigitte Purdy – Mother Of The Crossroads – CD-Review

Es gibt manche weibliche Interpretinnen, denen sieht man schon rein äußerlich an, dass sie Feuer und Temperament im Körper haben. Spontan fallen mir da Damen wie u. a. Crystal Shawanda oder Elles Bailey als Paradebeispiele ein. So auch vermutet, beim Blick auf die mir bis dato völlig unbekannte Brigitte Purdy auf ihrem neuen Album “ Mother Of The Crossroads „.

Purdy teilte die Bühne in der Vergangenheit schon mit vielen prominenten Bluesgrößen wie Walter Trout, Sugaray Rayford, Tim Bogar, Dionne Warwick oder auch Countryikone  Dolly Parton und, man höre und staune, sang Background vocals für The Who und Paul Rodgers

Die Zusammenarbeit auf diesem Werk steht im Licht der Protagonistin mit dem Multinstrumentalisten Dave Osti, der hier in allen Belangen (diverse Instrumente, Songwriting und Produktion) seine Stempel aufsetzt.

Klasse finde ich, dass hier der Blues in vielen Facetten sehr modern interpretiert wird, mit dezent proggigen Noten wie beim überragenden Opener „Sugar Fried Candy“ (mit ZZ Top-„Eliminator“-mäßigem E-Gitarrensolo), dem sexy gesungenen „Blues Collar Woman“ (fast wie Donna Summer goes Blues Rock), balladesken Momenten („Mother Of The Crossroads“, „Make Love Higher“), aber auch rockigen („Come To Mama“ – mit Harp) bis southern-rockigen Stücken („Losin Time For Love“, „Too Full Of You“ – mit swampigen Slide-Einlagen). Lediglich die „Memphis Hotlline“ huldigt mehr den traditionell gefärbten Blues.

Bein starken Abschlussstück „Rise Like The Water“ glaube ich sogar etwas die verbliebenen Spuren der Rodgers- und Who-Kooperationen (u.a. das integrierte klirrende Orgelspiel – insgesamt auch starke Keys von Drake Shining) ‚herauszulesen‘. Herausragend, wie schon anfangs vermutet, ist auch  Purdys kräftige und temperamentvolle Stimme, die sich zu jeder Zeit auf Augenhöhe mit den glasklar abgemischten Instrumenten befindet (eine herrlich transparente Produktion von Osti – so sollte man es machen).

Brigitte Purdy wirft mit „Mother Of The Crossroads“ ein starkes modernes Blues Rock-Album ins Rennen, dem man unbedingt Gehör schenken sollte. Absolute Empfehlung! Brigitte – eine tolle Künstlerin – nicht nur für Frauen!

Dirtshack Records (2026)
Stil: Blues & More

Tracklist:
01. Sugar Fried Candy
02. Blues Collar Woman
03. Memphis Hotline
04. Mother Of The Crossroads
05. Losin Time For Love
06. Make Love Higher
07. Too Full Of You
08. Come To Mama
09. Rise Like The Water

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