The WildRoots – WildRoots Sessions Volume 1 – CD-Review

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The WildRoots sind ein Projekt von Patricia Ann (saxophone, vocals, flute, Bass) und Stephen Dees (guitars, bass, percussion, vocals, production) mit Victor Wainwright (piano, organ, vocals). Zum erweiterten Kreis des Trios gehören Billy Dean – drums, Charlie DeChant – saxophone, Greg Gumpel – guitar, Stephen Kampa – harmonica, Nick Black – guitar, vocals, Ray Guiser – saxophone und Alberto Cruz – drums.

Dazu gönnte man sich eine illustre Gästeliste an Leadsängern und Instrumentalisten mit einigen hier mehr oder weniger bekannten Größen wie u. a. John Oates (starke Performance bei „Our Last Goodbye“), Bryan Basset (Foghat), Nick Black, Anthony “Packrat” Thompson, Robert “Top” Thomas (Smoke House), Beth Mckee, Billy Livesay (Clarence Clemmons, The Livesays), Mark Hodgson (Midnight Creepers), Chris Merrell (Dickey Betts), Todd Sharp, David Kent und Eddie Zyne, die allesamt dem hier überwiegend traditionell gehuldigten Blues, ihren Dienst erweisen.

Den Einstieg gibt es mit dem viel gecoverten „634-5789“ (Otis Redding, Ry Cooder, Tina Turner & Robert Cray), das man bei unserer Klientel auch in Versionen von der Johnny Van Zant Band (auf „Round Two“) oder auch Trace Adkins (auf seinem Debütalbum „Dreamin‘ Out Loud“) kennt.

Nach starkem erstem Viertel zieht mit dem hier, in diesem Rahmen und zu dieser Zeit, etwas deplatziert wirkenden Weihnachtslied „Santa Claus Is Back In Town“ (wenn auch in einer guten Variante), auch ein wenig Füllmaterial ein – man muss teilweise schon mit einem sehr bläserlastigen, recht urwüchsig klingendem Blues verwurzelt sein – sodass ich meine, dass auch Jazz-Fans hier durchaus mal ein Ohr riskieren könnten.

Nichtsdestotrotz erhalten dann immer wieder eingeflochtene starke Tracks wie „Cradled In The Bosom Of Jerusalem“ (feat. Victor Wainwright  und Beth McKee), „Misty Morning In New Orleans“ (feat. Mark Hodgson) oder dem einzig modernen Blues Rocker „In A Sad Room“ (feat. Chris Merrell) bis zum grandiosen Rausschmeißer „I’m Yours“, bei dem Wainwright in Sachen inbrünstigem Gesang und Charlie DeChant mit famosem Saxofon-Spiel wirklich alle emotionalen Register ziehen, den Spannungsbogen bis zur letzten Sekunde des Albums.

Insgesamt ist „WildRoots Sessions Volume 1“ von The WildRoots als ein gelungenes Großprojekt zu etikettieren, bei dem allerdings überwiegend die Traditionalisten des Blues-Genres (mit hoher Bläser-Affinität) angesprochen werden.

So richtig wild geht es hier bei den WildRoots also nicht zu, allerdings wird der Blues von versierten Musikern, die den Stil aus dem Effeff beherrschen, gekonnt an seinen Wurzeln gepackt. Für das gewisse Etwas sorgen dabei auch die vielen unterschiedlichen, allesamt guten Lead-Sänger.

Die CD kommt im in einem einfachen, in schwarz-weiß gehaltenen Klapp-Pappschuber und enthält die relevanten Infos zum Projekt.

WildRoots Records (2021)
Stil: Blues

Tracks:
01. 634-5789
02. Something In The Water
03. Move Along Part 1
04. Our Last Goodbye
05. Santa Claus Is Back In Town
06. Easy Chair
07. Memphis Queen
08. Square
09. Cradled In The Bosom Of Jerusalem
10. King Snake Crawl Revisited
11. Move Along Part 2
12. Misty Morning In New Orleans
13. Where I Am
14. In A Sad Room
15. Bend In The Road
16. I’m Yours

The WildRoots
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