Jamie O’Neal – Brave – CD-Review

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Erstes Album nach ihrer Babypause und erst das zweite überhaupt von Jamie O’Neal! Und was für eins! Es scheint, als wenn sie, wie es der Titel schon andeutet, den Irrungen und Wirrungen vergangener Label-Verhandlungen trotzend, beherzt die „Champions-League“ von „Music City“ stürmen wolle. Dabei hat ihre neue Company „Capitol Records“ wirklich keine Mühen und Kosten gescheut, Jamie die Creme de la Creme der Musikerelite Nashville’s zur Verfügung zu stellen, und an den diversen Instrumenten gleich mehrfach zu positionieren. Wahnsinn, was da aufgefahren wurde.

Aber zurecht, denn Mrs. O’Neal hat mit brillantem Songwriting (an 9 von 11 Liedern ist sie beteiligt), das sie während ihrer Larriere-Abstinenz weiter intensiv gepflegt hatte, eine wunderbare Basis dafür geschaffen. Nicht nur äußerlich raubkatzenartig wirkend, nein, auch stimmlich bewegt sie sich grazil und leichtfüßig durch die vorzüglich abwechslungsreich zusammengestellten Stücke mit angenehm poppig, moderner Note, ohne dass der Countrybereich allerdings dabei je in Vergessenheit gerät.

Die Balance stimmt einfach und ist sehr zeitgemäß! Der Opener „Trying To Find Atlantis“, ein knackiger Countrypopsong (stürmt bereits die Charts), tut es sofort ihrem Landsmann Keith Urban gleich: Dezente Banjounterlegung, schöne Melodie, Dobro- und Fiddleeinlagen, dazu ein aus weiblicher Sicht humorvoll gehaltener Text (… einen perfekten Mann zu bekommen, ist wie der Versuch, Atlantis zu finden…)! Den Background-Gesang belegen keine geringeren Damen als Carolyn Dawn Johnson und „Röhre“ Bekka Bramlett. Toller Auftakt, dem direkt das mit rockigen Rhythmusgitarren umgarnte und feinen Tempowechseln versehenen „Naive“ folgt, fast so etwas wie eine Hommage an Springsteen’s „Born In The U.S.A“, das in dem Text immer wieder zitiert wird. Die nächste Killer-Nummer!

Herrlich auch das mit dunklem, schwülem Delta-Blues-Feeling konziperte und voller Southern-Soul steckende „Devil On The Left“ (wieder ein klasse Text: Ein Mädel kommt an einem Unwettertag klatschnass in einen Tattoo-Laden, reisst sich zur Freude und zum Erstaunen der männlich Anwesenden das T-Shirt vom Leib und möchte rechts einen Engel und links den Teufel auf die Schulter tätowiert haben). Toll dabei, die wie pfeifender Wind wirkenden, eingestreuten Hammondklänge von Reese Wynans, die das Lied noch southern-atmosphärischer klingen lassen.

Einen Frontalangriff in Richtung Gretchen Wilson stellt der abgehende Roadhouse-Feger „Girlfriends“ dar , den sie zusammen mit ihrem Vater geschrieben hat (… „Girlfriends kick ass“…), eine dreckige Countryrocknummer und Stimmungsmacher zugleich, wobei das mit zum Mitbrüllen einladende „Yeah, Yeah, Yeah“ für richtig Party sorgen dürfte. Der Rest besteht aus schönen, entspannten Midtempoliedern, aber immer mit viel positiver Energie, der Kategorie Jo Dee Messina, Martina McBride oder, der vielen Harmonyvocals wegen, SHeDAISY ausgestattet, darunter auch zwei Balladen, die zum Teil Jamie’s neue Sicht als Mutter reflektieren sollen.

Super auch der Song, mit dem das Album schließlich genauso stark endet, wie es begonnen hat, nämlich der wunderbar lockeren, flotten, mit toller Melodie versehenen, frischen Banjo-/Gitarren-/Fiddle-/Dobro-driven Countrynummer „I love my life“! Ein großes Lob gebührt natürlich auch Produzent Keith Stegall (Alan Jackson), der es geschafft hat, die Bestform der kompletten Mannschaft auf den Punkt genau abzurufen. Die Cover-Gestaltung ist dank netter Bilder und allen Texten ebenso perfekt! Jamie O’Neal ist ohne Frage ein ganz großer Wurf gelungen. Moderner Nashville-Country in Perfektion!

Capitol Nashville (2005)
Stil: New Country

01. Trying To Find Atlantis
02. Naive
03. Somebody’s Hero
04. When Did You Know
05. Devil On The Left
06. On My Way To You
07. Follow Me Home
08. Girlfriends
09. Ready When It Comes
10. Brave
11. I Love My Wife

Jamie O’Neal
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Bärchen Records

Christian Kane – The House Rules – CD-Review

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Ein Allround-Talent! Was für ein superstarkes, kraftvolles, southern-fried New Country-Debüt des aus Dallas, Texas stammenden Schauspielers und Musikers. „‚The House Rules‘ explodes with energy“! Christian Kane hat mit seinen 37 Jahren bereits ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Nachdem seine viel umher gereisten Eltern in Norman, Oklahoma sesshaft wurden, studierte Christian an der dortigen Universität. Hier sammelte er auch mit seinem Cousin Brandon Hart erste musikalische Erfahrungen. Den Abschluss machte er jedoch nicht, denn es zog ihn vorher nach Los Angeles. Nach einem Job als Assistent einer Produktionsfirma folgten die ersten kleineren Film- und TV-Rollen.

Mittlerweile hat er sich zu einer überaus präsenten Größe in diesem Bereich gemausert. So wirkte er in diversen US-Serien wie „Angel“, „Into The West“ oder aktuell „Leverage“ mit. In letztgenannter wurde in einer Episode das auf diesem Album auch befindliche „Thinking Of You“ (schöne, entspannte, atmosphärische Ballade mit ein wenig Eagles-typischen Akustikgitarren) sogar gefeatured. Auch in Hollywood-Filmen wie „Just Married“ (mit Ashton Kutcher und Brittany Murphy) und „Secondhand Lions“ (mit Haley Joel Osment, Robert Duvall, Michael Caine und „The Closer“-Star Kyra Sedgwick) partizipierte der gebürtige Texaner mittlerweile.

Parallel dazu spielte aber immer auch die Musik eine bedeutende Rolle in seinem Leben. Mit Steve Carlson gründete er 1998 die Country-/Southern Rock- Band „Kane“, die zwei Alben veröffentlichte. Gleichzeitig etablierte er sich in der Countryszene bereits mit beachtlichem Erfolg unter den gefragten EMI-Songwritern (u.a. enthält Trace Adkins‘ letztes Album eine Nummer von Kane). Nun hat Christian Kane mit „The House Rules“ auch sein erstes Solo-Werk am Start. Es ist ein tolles, beeindruckendes Teil geworden. Rockender New Country mit viel Power, modern, aber durchaus mit traditionellen Wurzeln.

Der Bursche hat eine klasse Countrystimme mit einem feinen „Oklahoma-drawl“, ist aber genauso in der Lage auch wunderbare „southernrockin‘ Countrysongs“ zum Besten zu geben. Man merkt, dass hier jemand zu Gange ist, der auf einem fundierten musikalischen Background aufbauen kann. Christian hat immerhin acht der elf Tracks mitkomponiert, teilweise an der Seite prominenter Songschreiber wie Blair Daily oder Jerrod Niemann, aber auch mit seinem alten „Kane“-Kollegen Steve Carlson. Instrumentelle Unterstützung erhält er dabei von einer ganzen „Armada“ absoluter Nashville-Vorzeigemusiker (u.a. Chris McHugh, Shannon Forrest, Chad Cromwell, Kenny Greenberg, Mike Johnson, Tim Akers, Adam Shoenfeld, Mike Johnson, Troy Lancaster, Pat Buchanan, Ilya Toshinsky).

Produziert haben die sonst eher auch als Studiomusiker aktiven Jimmie Lee Sloas und der legendäre Bob Ezrin, die hier natürlich auch ihre Paradeinstrumente wie den Bass bzw. die Keyboards bedienen. Das Album beginnt mit dem saustarken, satt rockenden Titelstück „The House Rules“, bei dem sich sofort Kane’s Vorliebe zum feurigen Southern Rock offenbart wird. Eine furiose Blues-Harp zu Beginn, fette, typische E-Gitarren, ein stampfender Rhythmus, zündendes E-Gitarren-Solo, eingebaute „Crowd“-Gesänge – das geht ordentlich zur Sache.

Das folgende, wunderschöne, lockere „Something’s Gotta Give“ geht nach entspannten Beginn in einen klasse Powerrefrain über. Toll hier die variable, taditionell angehauchte Songstrukur mit den feinen Tempowechseln und den unterschiedlichen Instrumentalelementen wie Steel, Bariton-E-Gitarre, eine herrlich Southern-typisch quäkige Mundharmonika von Pat Buchanan, Akustikgitarren-Brücke, sowie klasse E-Gitarren-Soli. Stücke wie „Whiskey in Mind“, „Callin‘ All Country Women“ oder „Seven Days“ (aus dem „Kane“-Repertoire) bieten dann richtig fetten Countryrock. Da pfeifen die Steelgitarren, da heulen die Fiddles, da schnurren die Orgeln und brettern die E-Gitarren. Toller, energiegeladener Stoff zum Mitwippen und -stampfen. Stimmlich erinnert Kane hier teilweise an Ronnie Dunn.

Auch der eingängige, gut nach vorn gehende Gute-Laune-Knaller „American Made“ hätte durchaus seine Berechtigung im Brooks & Dunn-Programm. Ein Stück à la „Only In America“ des leider nicht mehr bestehenden, so mega-erfolgreichen Duos. Auch im Balladenbereich kann Kane mit relativ kitschfreien, wunderschön instrumentierten Songs, wie dem oben bereits angeführten „Thinking Of You“, „Let’s Take A Drive“ (mit klasse Twin-Gitarren) oder dem, aus der Feder von Whitney Duncan und Jonathan Singleton stammenden, sehr atmosphärischen „Making Circles“ (mit Mandoline, Fiddle und großartigen „Backs“ der in letzter Zeit ein wenig von der Bildfläche verschwundenen Röhre Bekka Bramlett) punkten. Und am Ende zaubert er mit dem Tracy Chapman-Hit „Fast Car“ noch eine richtig starke und auch überraschende Covernummer aus dem Köcher. Ein herrlicher Abschluss!

Christian Kane liefert mit seinem Debüt „The House Rules“ direkt eine Meister-Leistung ab und reiht sich lässig und cool, mit viel Niveau, Stil und auf absoluter Augenhöhe irgendwo in der Reihe zwischen solchen Leuten wie beispielsweise Trace Adkins, Brooks & Dunn, Jason Aldean, Chris Cagle, Big & Rich, Blake Shelton und Konsorten ein. Die New Country-Szene darf einen weiteren, hochklassigen „jungen“ Wilden in ihren Reihen begrüßen!

Bigger Picture (2010)
Stil: New Country

01. The House Rules
02. Something’s Gotta Give
03. Thinking of You
04. Whiskey In Mind
05. Let’s Take a Drive
06. Callin‘ All Country Women
07. American Made
08. Let Me Go
09. Seven Days
10. Making Circles
11. Fast Car

Christian Kane
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Keith Urban – Defying Gravity – CD-Review

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Das Warten hat ein Ende! Keith Urbans fünftes Studioalbum ist da – und wie man es eigentlich schon erwarten konnte: Es ist wieder eine absolute Meisterleistung von Keith geworden. Flotter und „rockiger“ als der Vorgänger (der Balladenanteil ist wesentlich geringer), voller sprudelnder Frische, beweist er nachdrücklich, dass an ihm in Sachen rockigem Modern New Country mit ein paar gepflegten „Pop-Sensibilities“ absolut kein Weg vorbei geht.

Produziert hat Keith sein neues Werk, wie gehabt, zu großen Teilen mit Dann Huff (ein Lied alleine). Beide haben natürlich wieder ein klangvolles Musikerteam um sich versammelt (u.a. Chris McHugh, Jimmie Lee Sloas, Tim Akers, Charlie Judge, Stuart Duncan, Eric Darken, Russell Terrell, Jerry Flowers sowie die, neben Keith selbst, prächtige Gitarrenarbeit zuliefernden Parade-Gitarristen, Tom Bukovac und Adam Shoenfeld). Huff spielt dazu noch diverse Saiteninstrumente (Akustik- E- Gitarre, Mandoline, Ganjo).

Auch Keith beweist einmal mehr sein ganzes Allround-Können: Neben der Produktion, bei Gesang und Background Vocals, einer instrumententechnischen Bandbreite mittels verschiedenster Gitarren – alle Soli (Keith posiert im Booklet vor seiner beeindruckenden Gitarrensammlung), Ganjo, Bazouki, Mandoline, sowie kompositorisch mit acht von elf Tracks (seine immer noch sprudelnden Ideen beim Komponieren, u.a. mit namhaften Co-Writern wie Monty Powell, John Shanks, Rick Nowels sind aller Ehren wert).

Nachdem Keith mit seinem Vorgänger „Love, Pain & The Whole Crazy Think“ verstärkt versucht hatte, mit einigen eingestreuten, modernen Beats, sich auch dem europäischen Markt etwas mehr zu öffnen, gelingt es ihm diesmal wieder auf sehr angenehmste Art und Weise sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich seine wunderbare. von so herrlichen Melodien geprägte, unverwechselbare New Country-Musik, die ihn in den Satten zum absoluten Siperstar werden liess. „Defying Gravity“ fühlt sich dabei an, wie ein zeitgemäßes Update seiner wohl stärksten Platte „Golden Road“ und ist von daher im Ranking seiner Werke dementsprechend hoch einzustufen.

Der flotte Opener „Kiss A Girl“ (mittlerweile unter den ersten Zwanzig in den Single-Charts) schickt sich an, die erste Single „Sweet Thing“ (bereits eine Nummer 1 – beide übrigens zusammen mit Monty Powell komponiert), in Kürze zu beerben. Großartig auch das dezent keltisch anmutende „If Ever I Could Love“, das mit surrenden Twin-Gitarren, stampfenden Trommeln, Mandolinen- und Fiddlespiel zudem ein herrrliches Heartland-Flair versprüht. Bei der atmosphärischen, blusigen Ballade „’Til The Summer Comes Around“ entlockt Keith seiner Stratocaster Töne, die man ähnlich sonst nur von Mark Knopfler geboten bekommt.

„My Heart Is Open“ bietet eingängigen, poppigen Gute-Laune-New Country, das von seinem langjährigen The Ranch-Gefährten und Tour-Bassisten Jerry Flowers mitkomponierte „Hit The Ground Runnin’“ rockt richtig dynamisch in Southern-Manier, wobei Keith ein herrliches E-Gitarren-Solo, Skynyrd’scher Prägung, abfeuert. Ein rollendes, markantes Akustik Gitarrenriff durchzieht das melodische „Only You Can Love Me This Way“, „Standing Right In Front Of Me“ besticht durch eine angenehm soulige Note, die vornehmlich durch ein grooviges Piano erzeugt wird. Ein sehr schöner Song zum Relaxen. Lust auf den nächsten Karibik-Urlaub versprüht das in Jimmy Buffet-/Kenny Chesney-Manier dargebotene „Why It Feel So Long“, wobei Bruce Bouton an der Steel Gitarre (inkl. Solo) die prägnanten Akzente zu setzen vermag.

Die Radney Foster-/Georgia Middleman- Kreation „I’m In“ gab es auch schon mal von den Kinleys. Keith Urban setzt hier auf Dynamik, abwechslungsreiche Tempobreaks, sowie zwei klasse E-Gitarren-Soli. Eine starke Nummer! Das Piano-trächige „Thank You“ (hier von Tim Akers und Charlie Judge gespielt) zum Ausklang ist (wie schon auf dem Vorgänger „Got Right This Time“) als erneute Liebeserklärung an Nicole Kidman zu deuten und wird sicher auf folgenden Konzerten wieder emotional im Urban’schen Alleingang vorgetragen.

„Defying Gravity“ bietet insgesamt wieder alles, was Keith Urban-Fans an ihm mögen: Seine unverbraucht juvenile Stimme, melodische, eingängige Songs, die man spätestens nach zwei Hördurchgängen abgespeichert hat (demnach hoher Widererkennungswert), die für ihn typischen peppigen Ganjo (Banjo)untermalungen und jede Menge filigrane Gitarrenarbeit. Es werden viele (fast immer radiotaugliche) Musik-Facetten gestreift, aber letztendlich wieder gekonnt und harmonisch unter dem New Country-Deckmantel zusammen geführt. Manchmal wirkt Urban gar wie ein Tom Petty des Country. Ganz große Klasse!

Capitol Nashville (2009)
Stil: New Country

01. Kiss a Girl
02. If I Could Ever Love
03. Sweet Thing
04. ‚Til Summer Comes Around
05. My Heart Is Open
06. Hit the Ground Runnin‘
07. Only You Can Love Me This Way
08. Standing Right in Front of You
09. Why’s It Feel So Long
10. I’m In
11. Thank You

Keith Urban
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Bärchen Records

Keith Urban – Livin‘ Right Now – Live – DVD-Review

Keith Urban live auf DVD! Nach den ganzen Studio-Erfolgsalben der letzten Jahre hat der australische New Country-Superstar dem digitalen Zahn der Zeit Tribut gezollt und ist nun endlich für jedermann auch im Wohnzimmer live auf der Bühne zu bewundern. Gefilmt wurde im denkwürdigen Wiltern Theatre von Los Angeles der letzten Station seiner abgelaufenen, aktuellen US-Tournee. Herausgekommen ist ein überwältigendes Dokument, das das längst vermutete Können des sympathischen Mädchenschwarms auch live noch einmal nachhaltig untermauert.

Urban ist ein großartiger Gitarrist, ein talentierter Songwriter, ein wunderbarer Sänger und ein hervorragender Entertainer, der trotz seiner offensichtlichen Klasse auf übertriebene Selbstdarstellung verzichtet, und vor allem die Leistungen seiner ebenfalls starken Mitmusiker zu keinem Zeitpunkt in den Hintergrund stellt. Und der es natürlich auch glänzend versteht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen – alles ohne große Effekthascherei! Eine relativ schlichte, aber recht geräumige Bühne in einem wunderschönen Theater mit steil nach oben heraufgehenden Sitzplätzen (auf denen es allerdings kaum einen der Anwesenden gehalten hat), im Hintergrund nur das Monkey-Logo auf einem Bühnenvorhang dem Zeichen von Keiths Online-Community. Keith im schlichten T-Shirt mit Jeans und darunter verborgenen Cowboystiefeln.

Auch der Rest des Line-Ups in legerer Kleidung. Es zählt halt nur die musikalische Qualität. Und dieser dynamische Set hat es einfach in sich! Nach kurzem Akustik-Intro fegt er direkt mit den beiden flotten, knackigen New Country(rock)-Nummern „Days Go By“ und „Better Life“ los, quasi der identische Auftakt wie bei seinem so erfolgreichen letzten Album „Be Here“. Mit „Raining On Sunday“ folgt die erste, dieser „Killer“-Balladen. Starkes Telecaster-Solo am Anfang, nach der offiziellen Begrüßung des Publikums, eine herrliche Melodie, plus einem weiteren, filigranen E-Gitarren-Solo! Bei „You Won“ zeigt erstmals Multi-Instrumentlist Chad Jeffers seine Qualitäten beim Dobro-Gegenspiel zu Urban’s flotten, würzigen Gitarreneinlagen.

„Blacktop“ erweist sich dann als erste „richtige“ Countrynummer, wieder mit wohl dosierten Dobro-Ergänzungen und orientalisch anmutendem Gitarrenflair. Keith genießt zum erstenmal das Bad in der Menge. Publikumsnah zeigt er sich auch, als er eine „kusswillige“ junge Dame auf die Bühne bittet, nachdem er aber vorher höflicherweise nachfragte, ob dieser „Kuß“ nicht doch eher für ihren Partner bestimmt sei. Zu dem Zeitpunkt war ein sich über fünf Lieder erstreckender Akustik-Set im Gange, wobei ein Duett mit der vokal glänzend aufgelegten Katrina Elam und die tollen Balladen „Grace Of God“ und „You’ll Think Of Me“ herausragen. Country der Extraklasse auch bei Dave Dundas’ aufgepeppter Oldie-Klamotte „Jeans On“, brillantes Dobro-Solo wieder von Chad Jeffers! Elektrisch und recht rockig wird es dann wieder ab „She’s Gotta Be“, wobei der bis dahin fulminante E-Gitarren-Rhythmusarbeit abliefernde Chris Rodriguez ein ausgedehntes Telecaster-Solo zum Besten geben darf.

Das Urban in allen Rocksparten spielend leicht zurecht kommen würde, untermauert er bei „You Look Good In My Shirt“. Eine Southern–lastige Rock-Performance der Güteklasse A, wobei Keith seine Riffs (Mischung aus Stones und Skynyrd) mit der Leichtigkeit des Seins vom Stapel lässt und sich vor lauter Freude mit dem zweiten Gitarristen auf dem Bühnenboden wälzt. Macht richtig Laune, zu sehen, wie Urban und die Band das Publikum immer weiter in Stimmung bringen, ja wirkt regelrecht ansteckend! Der Tom-Petty-Klassiker „Free Fallin’“ enthält u. a. ein tolles Organ-B3-Intro vom ansonsten eher dezent agierendenen Pianisten Steve King und einen ungemein unterhaltsamen Gesangs-Schlag-Abtausch mit dem in allen Belangen textsicheren Publikum, wobei ständige Einblendungen junger hübscher Damen einen Rückschluss auf eine hohe Frauenquote im Publikum zulassen.

„Somebody Like You“ fetzt dann wieder richtig los, tolle Banjo-Fills und Keith’s Rückkoppelungseffekte inbegriffen. Nach einem Urban-Solovortrag am Piano, der recht traditionell angehauchten Nummer „Who Wouldn’t Wanna Be Me“ mit viel Mandoline und Banjo, geht mit „These Are The Days“, diesmal dezent auf Bluegrass getrimmt, ein bärenstarker Gig zu Ende, der keinen Wunsch offen lässt. Großartige Leistung von Urban & Co.! Wer Karten für seine vier anstehenden bereits ausverkauften Konzerte in Deutschland besitzt, darf sich glücklich schätzen. Dieses Werk ist das beste Beispiel! Keith at his very best!

Und nicht genug damit: Es gibt noch weitere Bonbons auf dieser DVD: Zunächst drei Songs vom Soundcheck, die nicht im Konzert gebracht werden. Keith zweimal solo, nur mit Akustik-Gitarre „You’re not alone tonight“ und „Don’t shut me out) und einmal mit Band („“Homespin love“ aus alten Zeiten mit seiner ehemaligen Band „The Ranch„), dann noch eine Bildergalerie und zu guter letzt gar noch einen brandneuen, bislang unveröffentlichten Song, diesen allerdings lediglich im Audio-Format. „Most People I Know (Think I’m Crazy)“ ist ein recht rockiges, knackiges Stück mit Siebziger Flair, mit Beatlesquen Harmonies und nach The Who klingendem Pianospiel, sowie einem ausgiebigem, leicht psychedelisch anmutendem, fulminanten, kernigen E-Gitarren-Solo gegen Ende. Klasse! Wie die komplette DVD!

„Livin’ Right Now“ zeigt einmal mehr, warum Keith Urban aus dem Reigen der Großen in Nashville nicht mehr wegzudenken ist. Gratulation! Ein tolles, rund 100-minütiges Konzert! Enthält ein feines, 3-fach aufklappbares Booklet mit einigen schönen Fotos! Die DVD, im exzellenten Dolby 5.1 Surround-Sound, ist „code free“ und somit auf jedem Player abspielbar.

Capitol Nashville (2005)
Stil: New Country

01. These Are The Days
02. Days Go By
03. Better Life
04. Raining On Sunday
05. You Won
06. You’re My Better Half
07. Blacktop
08. Grace Of God
09. The Hard Way
10. Making Memories Of Us
11. Jeans On
12. You’ll Think Of Me
13. She’s Gotta Be
14. You Look Good In My Shirt
15. Free Fallin‘
16. Somebody Like You
17. Tonight I Wanna Cry
18. Who Wouldn’t Wanna Be Me
19. These Are The Days
20. You’re Not Alone Tonight (Sound Check)
21. Don’t Shut Me Out (Sound Check)
22. Homespun Love (Sound Check)

Keith Urban
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Bärchen Records

The PovertyNeck Hillbillies – Same – CD/DVD-Review

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CD/DVD-Set! Was für ein Name, was für eine Band, was für eine Musik! Großartige, knackige New Country-Mucke, zuweilen dezent angerockt, irgendwo angesiedelt zwischen Little Texas, Brooks & Dunn und Blackhawk! Einfach klasse, wie sich diese 7-köpfige Truppe aus dem Raum Pittsburgh, Pennsylvania auf ihrem überregionalen Debüt bei Rust Records/Nashville präsentiert! The PovertyNeck Hillbillies sind benannt nach einem Schriftzug, den Gründungsmitglied Chris Higbee (Vocals, fiddle, mandolin, banjo) auf einem Schild im Schuppen der Farm seines mittlerweile verstorbenen Vaters fand, und der einst als Spitzname für die von Arbeitslosigkeit gebeutelten Leute in der dortigen Umgebung verwendet wurde.

Eine weitere zentrale Figur der Truppe ist Lead-Sänger Chris „Abby“ Abbondoza, der schwerpunktmäßig auch für das Songwriting mitverantwortlich ist. Schon recht frühzeitig erkannte der erfahrene Nashville Studio-Stratege Bob Corbin das Potential der Jungs und nahm sie unter seine Fittiche. Er, seines Zeichens früher Musiker/Songwriter als Part des Duos Corbin/Hanner und natürlich Produzent bekannter Größen wie Kenny Rogers, Hank Williams jr. oder Alabama, steuert ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil der Kompositionen bei.

Das Line-up vervollständigen ausnahmslos starke und vielseitige Musiker, als da wären: Dave Cramer (Vocals, keyboards), Bob „Crafty“ Crafton (Electric guitar, acoustic guitar, pedal steel, lap steel), Jeff Volek (Bass, accordion), Ryan Lucotch (Drums, percusion) und Dave Guthrie (Electric guitar, acoustic guitar). Das Gesamtpaket dieses Albums besteht aus einer 10 Songs umfassenden, saustarken Studio-CD, inklusive eines mehrseitigen Booklets mit allen Texten, sowie einer prächtigen DVD, die ein 11 Tracks umfassendes, ca. 1-stündiges Live-Konzert sowie ein, ebenfalls etwa 1-stündiges Porträt der Band enthält. Wir meinen, eine tolle Idee, einer bis dato relativ unbekannten Truppe sich umfangreich und informativ zu präsentieren.

Und spätestens nach der letzten, technisch perfekt eingespielten, herrlichen Studio-Nummer, dem wunderbaren, flockigen und knackigen, swampigen Southern-Country-Rocker „Born To Be Free“, dessen Philosophie und quirlige E-Gitarrenlinien irgendwo zwischen Montgomery Gentry, der Marshall Tucker Band, der Charlie Daniels Band und den Outlaws anzusiedeln sind, weiß man, dass diese Hillbillies für „Live-On-Stage-Performances“ geradezu prädestiniert sind. Da die Songtitel bei der CD und DVD bis auf wenige Ausnahmen nahezu identisch sind, seien hier noch „Kinda Cool, Ain’t It“, ein melodiöser, Steel-untermalter Midtemposong aus der Feder von Chris Cagle (mit dessen typischem emotionalen Flair) und das recht texanisch anmutende, zuweilen auch etwas an Brooks & Dunn erinnernde „Any Road“, mit der starken E-Gitarrenpassage am Ende, erwähnt, die sich im Live-Repertoire der DVD nicht wiederfinden.

Kommen wir also zur Live-DVD, die den ganzen Charme der Band noch besser reflektiert. Es gilt, das kalte Six-Pack zu sichern und sich „anzuschnallen“. Nach dem Öffnen der Tore des WQED-Studios, in dem der Gig gedreht wurde, wo eine Meute kreischender, vornehmlich junger weiblicher Fans, die sich im Verlauf des Konzerts aber als ungemein textsicher erweist, einfällt, um sich die besten Plätze zu sichern, legt die Truppe mit dem fröhlichen, Cajun-behafteten Countrysong „One Night In New Orleans“, das es auch schon auf der letzten Blackhawk-Album „Spirit Dancer“ zu bewundern gab, so richtig los!

Abbondanza’s äußere Ähnlichkeit (im schwarzen Lederhemd und mit Leder-Cowboyhut) zu Tim McGraw ist frappierend, auch eine leichte stimmliche Nähe (oft durch die Nase gesungen) zu Henry Paul ist manchmal nicht von der Hand zu weisen. Klasse, wie der muskelbepackte, mit Strohhut versehene, recht „redneck-proll“-mäßig wirkende, mit Kuh-befleckter Fiddle „bewaffnete“ Chris Higbee (der sich aber im weiteren Verlauf des Konzertes und im Bandportrait als unwahrscheinlich nett erweist) im Refrain die Hüften im Stile einer Bauchtänzerin kreisen lässt und damit das Publikum zum Rasen bringt.

„The Hillbilly Way“ erinnert an den nach sich selbst benannten, rauen Fernfahrer-Song der „Road Hammers“, die vor geraumer Zeit ja auch ein imposantes Debüt abgeliefert haben. Klasse E-Riffs, fast bedrohlich wirkender Sprechgesang, klasse Fiddle-Fills, Piano-Solo und jaulende Lap-Steel-Gitarre machen diesen Song auch für Southern-Rocker interessant. Nach den eingängigen, aber knackigen „The Night That Changed My Life“ und „She Rides Wild Horses“ (ähnelt ein wenig Garth Brooks „The Thunder Rolls“), läutet die atmosphärisch dichte, ja fast dramatisch anmutende, von toller Slide durchzogene, southern-getränkte Outlaw/“Hangman“-Ballade „Jericho“ (typischer Travis Tritt-Stil) eine fulminante Schlussphase ein.

Die sich nicht auf dem Studio-Silberling befindenden Stücke „Evil Twin“ (wunderbarer traditioneller Countryheuler mit Honkyton-Piano und Higbee’s Bad in der Menge) und „Hillbilly State Of Mind“ (zwei kleine Mädels werden als Dirigentinnen des gestenbestückten Gute-Laune-Refrains auf die Bühne geholt), sowie „Heaven Help Me“ (ebenfalls mit „Mitgrölrefrain“) und das textlich amüsante und stimmungsvolle Paradestück des Septetts, „Mr. Right Now“ (ein Typ versucht einer Dame seine Vorzüge für einen One-Night-Stand zu offerieren) bringen den Kessel dann noch mal zum Sieden. Als Bonus-Track gibt es auf der DVD mit „Fly“ noch einen melodischen, Piano-unterlegten Midtemposong, der einen kurzen Stratocaster/Fiddle-Solopart enthält.

Die anschließende Dokumentation stellt dann die einzelnen Bandmitglieder etwas intensiver vor, zeigt Higbee’s im wunderschönen Grün gelegene Farm, die Jungs beim Angeln, Tontauben-Schießen, Quadfahren in herrlicher Natur, im Tourbus, mit ihren Fans und auf weiteren Gigs. Alles locker und recht kurzweilig gefilmt. Ein wirklich tolles, umfassendes „Einstiegspaket“ von einer wirklich mehr als talentierten, sehr sympathischen Combo, die sicherlich noch ordentlich von sich reden machen wird. Tolle Musik für die Freunde des knackigen, angerockten New Countrys! Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Taten der PovertyNeck Hillbillies! Echte Abräumer, die Jungs! Die DVD ist im übrigen „code free“ und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Rust Records (2006)
Stil: New Country

CD:
01. The Night That Changed My LIfe
02. Heaven Help Me
03. The Hillbilly Way
04. Kinda Cool, Ain’t It
05. One Night In New Orleans
06. She Rides Wild HOrses
07. Jericho
08. Any Road
09. Mr. Right Now
10. Born To Be Free

DVD:
01. One Night In New Orleans
02. Born To Be Free
03. The Hillbilly Way
04. THe Night THat Changed My Life
05. She Rides Wild HOrses
06. Jericho
07. Evil Twin
08. Heaven Help Me
09. Hillbilly State of Mind
10. Mr. Right Now

Bärchen Records

Granger Smith – 4×4 – EP-Review

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4-Track EP! Wow! Herrlich! Nach seinem bärenstarken Album von 2013, „Dirt Road Driveway“, veröffentlicht der Texaner, einer der angesagtesten Vertreter der jungen Country-Generation im Lone Star State, nun eine 4 fantastische Songs umfassende EP, mit der er nahtlos an sein voriges Werk anknüpft. Die EP „4×4“ wurde aufgrund des Erfolges seiner sensationell verlaufenen, ausverkauften „Yee Yee Nation Tour“ zur Überbrückung bis zum nächsten Full Length-Album eingeschoben.

Produziert hat Frank Rogers, der bereits zuvor mit so bekannten Leuten wie Brad Paisley, Darius Rucker oder Josh Turner erfolgreich zusammengearbeitet hat. Rogers sorgt hier für einen herrlich kräftigen, aber sehr klaren und transparenten Sound. Der Opener „Backroad Song“ besticht durch wunderbare Akustik- und teils schön kraftvolle, kernige E-Gitarrenarbeit in Verbindung mit feinsten Mandolinen-Fills. Ein geradezu traumhaft melodischer, voll im traditionellen Country verwurzelter Midtempo-New Country-Track mit den in Nashville zur Zeit sehr hippen „ooh-ooh-ooh“-Harmonies im Refrain. Eine super Nummer! „Tonight“ erinnert von der energiegeladenen E-Gitarrenführungslinie ein wenig an die früheren Stücke von Jason Aldean, der Refrain mit eingängiger Titelzeile orientiert sich am megaerfolgreichen Schema von solchen Bands wie beispielsweise Georgia Florida Line, klingt nur deutlich mehr nach Country.

Darauf legt Smith auch durchweg sehr viel Wert. Die Balance zwischen Tradition und Moderne muss stimmen – und sie stimmt geradezu perfekt. Einer der Höhepunkte der EP (nein, das ganze Teil ist ein Höhepunkt) ist die dezent folkig/keltisch angehauchte Country-Kleinstadt-Hommage „Tailgate Town“. Hier agiert und singt Granger voller Pathos im Stile von Brad Paisley (dem er irgendwie auch äußerlich auf dem Cover ein wenig vom Typ ähnlich sieht).

Klasse hier besonders die zirpende Mandolinenuntermalung in Kombination mit den Gitarren, gespielt von Danny Rader. Sein Alter-Ego Earl Dibbes jr. darf natürlich auch nicht fehlen. Der hat seinen Auftritt beim rotzig frechen -Southern Country Rocker „City Boy Struck“. Diese Nummer würde auch bestens in das Anforderungsprofil eines Eric Church passen. Hier poltern und stampfen Shannon Forrests rhythmische Drums, dazu heulen und kreischen die E-Gitarren (inkl. fettem Solo), was das Zeug hält. Effektvolle Crowd-Gesänge und Gewehr-Klicken machen diesen Track zu einem Muss für jede biergeschwängerte, swampige Redneck-Party mit heißen Girls. Ein krachender Abschluss.

Granger Smith zieht mit „4×4“ alle Register seines Könnens. In Texas bereits ein Star, steht er möglicherweise kurz davor, die Phalanx der Großen wie Jason Aldean, Luke Bryan, Eric Church & Co. zu durchbrechen. Große Klasse!

Thirty Tigers Records (2015)
Stil: New Country

01. Backroad Song
02. Tonight
03. Tailgate Town
04. City Boy Stuck (Featuring Earl Dibbles Jr.)

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Earl Dibbles Jr.
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Trace Adkins – Songs About Me – CD-Review

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Die spannende Frage bei Trace Adkins’ neuem Album ist eigentlich, ob die großartige Leistung, die er Ende 2003 mit „Comin’ On Strong“ nach überwundenen  Alkoholproblemen hingelegt hatte, halten oder gar noch toppen kann… – die schlichte Antwort lautet. Er kann! So gehört es sich eben auch für einen der mittlerweile großen, charismatischen Stars der Nashville-Szene! Sein sechstes Studiowerk (die „Greastest Hits“ außen vor gelassen) „Songs About Me“ orientiert sich sehr stark am erfolgreichen Konzept des Vorgängers.

Ja, die Scheibe wirkt gar wie ein etwas später das Licht der Country-/New Country-Welt erblickender Zwillingsbruder, nur mit ein paar geringfügig verbesserten charakterlichen Eigenschaften. Warum auch nicht? Das Endergebnis stimmt, und einzig und allein darauf kommt es an! Von „Klonerei“ zu sprechen, wäre daher völlig fehl am Platze! Trace Adkins war nie besser!

Los geht’s mit einem ähnlich Southern-trächtigen Stück wie „Hot Mama“ beim letzten Mal. Der Titelsong „Songs About Me“ wurde, wen verwundert es, mit drei E-Gitarren eingespielt, und prescht mit jeder Menge rockiger Power voran. Könnte von der Klasse her in die Fußstapfen von Trace’s wohl größtem Nr. 1 Hit „(This Ain’t) No Thinkin’ Thing“ treten. Herrlicher Auftakt!

Der von wunderbarem Mandolinen-, Dobro-, Fiddle- und Harmonikaspiel begeleiteten, zu Adkins’ angenehm rauer Stimme ideal passenden, relaxten Ballade „Arlington“ folgt direkt mit „Find Me A Preacher“ein erneuter, herzerfrischender Southern-angehauchter Countryrocker, wobei hier eine tolle Banjobegleitung und ein klasse E-Gitarren-Solo hervorstechen. Anschließend kommen wir dann zu einer der Abweichungen. Diesmal wurde neben Trace’s Haus-Produzenten Scott Hendricks auch Dann Huff für drei Songs am Mischpult (und an der Gitarre) eingebunden.

Seinen typischen Stil bemerkt man direkt bei „My Way Back“, ein bombastische, sehr knackige Ballade, ja schon fast schon erdrückend, aber im positiven Sinne, so kraftvoll kommt sie aus den Boxen. Integriert ist dabei, ein fast schon „Melodic-Rock“-kompatibles Huff’sches-E-Gitarren-Solo, wie zu seinen früheren Giant-Zeiten (für die Rockfreunde, die sich daran noch erinnern mögen…). Mr. Adkins zeigt gerade hier auch seine vokale Klasse.

Stark! „Bring It On“ (ein gern genommer Titel in Southern-Kreisen) hat wieder dieses trocken-typische Outlaw-Flair. Knackige, kratzige Akustik- und Slidegitarren, heulende Fiddels, wie einst zu Charlie Daniels Glanzeit. Gleiches gilt auch für „Baby I’m Home“, mit leichter unterschwelliger Aggressivität, die sich dann im Refrain entlädt. Erinnert vom Feeling fast ein wenig an Lynyrd Skynyrds „Voodoo Lake“.

Nach weiteren, wunderbar abwechslungsreich eingespielten Balladen und Liedern im Midtempobereich, die dank der Klasse-Musiker (hier gibt sich wirklich die komplette Elite des Genres die Klinke in die Hand. Mason, Franklin, Buchanan, Corenflos, Huff, Morrow, Mote, Nathan, Yudkin, Brignardello, Sanders, Sutton und und und…) mit all ihrem filigranen technischen Können zu einem Hochgenuss-Cocktail avencieren, hören wir dann noch mal einen richtigen Abschluss-Kracher. Hat man erst einmal den Zungenbrechertitel „Honky Tonk Badonkadonk“ verinnerlicht, schwebt vor dem geistigen Auge des Betrachters schon unweigerlich ein dazu exakt passender Videoclip. Trace singend in einem brodelnden Country-Hexenkessel, umgarnt von hüftschwingenden, nur mit dem Notwendigsten bekleideten, nett anzuschauenden „heißen“ Damen, während die schwitzende Menge, den Refrain mitgrölend, die abkühlenden Bierflaschen zum Gruße emporschwingt. Ein richtig cooler Party-Song!

Die Cover-Gestaltung (mit allen Texten und vielen Bildern von Trace) ist ebenfalls sehr gelungen. Der 43-jährige zementiert eindrucksvoll und mit bestechender Gesangsleistung sein Abonnement auf eine Mitgliedschaft in der ersten Garde der großen New Country-Performer dieser Zeit. Und wie heißt es so schön, den Kern treffend, im Titelsong. „I sing for a living Country music, mixed with a little rock and a little blues“. Ohne Wenn und Aber unterschrieben, Mr. Adkins!

Capitol Records (2005)
Stil: New Country

01. Songs About Me
02. Arlington
03. Find Me A Preacher
04. My Way Back
05. I Wish It Was You
06. Bring It On
07. My Heaven
08. Baby I’m Home
09. Metropolis
10. I Learned How To Love From You
11. Honky Tonk Badonkadonk

Trace Adkins
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Bärchen Records

Jason Aldean – Night Train – CD-Review

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Mittlerweile ist er der absolute Superstar unter den „jungen Wilden“ Nashvilles. Jason Aldean! Auch sein neues Album „Night Train“ belegt eindrucksvoll, warum das so ist. Jason Aldean trifft mit seinen Songs den Zahn der Zeit im New Country-Genre. Und das eigentlich schon von seinem ersten Album an. „Relentless“, seine zweite CD, wurde vor einigen Wochen noch als letztes Werk nachträglich mit Platin bedacht, was zuvor schon mit dem Debüt, „Wide Open“ und dem Vorgänger „My Kinda Party“ (sogar doppelt, zur Zeit auch noch immer unter den Top-10 der Billboard Country-Album-Charts) gelungen war.

Der Bursche und seine Musik sind einfach beliebt, was die ausverkaufte Stadiontour dieses Jahres zusätzlich untermauert. Mit „My Kinda Party“ war die Messlatte natürlich für „Night Train“ immens hoch gelegt. Aber auch hier gibt sich das Zugpferd des Broken Bow Records-Labels selbstbewusst und kämpferisch, man spürt über die gesamte Distanz des Silberlings das Bestreben, diesem hohen Niveau Stand zu halten. Und das ist auch wieder einmal prächtig gelungen. Im Prinzip hat man nahtlos an das Vorgängerwerk angeknüpft.

Erneut gibt es satte 15 Stücke zu genießen, produziert hat wieder mit schön transparentem Klang Langzeitweggefährte Michael Knox. Auch die Musiker mit u.a. Rich Redmond, Tully Kennedy, Kurt Allison, Adam Shoenveld, Danny Rader, Mike Johnson, Tony Harrell, Charlie Judge, Rob McNelly und einigen Backgroundsängern/-innen stellen die bewährte Mischung aus Tourband und Studiomusikern dar. Bei den Songwritern bilden wieder Neil Thrasher und Wendell Mobley das Hauptgerüst (8 Songs), weitere prominente Namen wie David Lee Murphy, Rhett Akins, Ben Hayslip, Hillary Lindsey, Tom Shapiro, etc. bilden die Qualitäts-Garantie für hochwertige Musikkost.

Einziger Unterschied. Jason war kompositorisch auf „Night Train“ überhaupt nicht beteiligt und hat sich diesmal (mit Bravour) ganz auf sein „Näschen“ bei der Songauswahl verlassen. So hat die erste, vorab gebrachte Single „Take A Little Ride“ (sehr southern-rockig, stark an den erfolgreichen Titeltrack des letzten Werkes „My Kinda Party“ angelehnt) schon wieder in rekordverdächtiger Geschwindigkeit Platz 1 der Country Singles-Charts belegt. Auch bei den restlichen Stücken hat man fast erneut die Qual der Wahl, alle sehr melodisch, sehr variabal gestaltet (mal flockiger New Country, mal Heartland-Zutaten, auch mal ein Hauch von Hip Hop, viel Southern Rock, dazu in allen Tempoarten). Besonders klasse das viel Atmosphäre versprühende „Wheels Rollin’“, das fast wie „Chris Cagle meets Lynyrd Skynyrd“ daherkommt und dazu noch im Refrain Bob Segers berühmtes „Turn The Page“ huldigt. Großartig!

Klasse natürlich auch, wenn er mit seinen ebenfalls sehr erfolgreichen Countrykumpels Luke Bryan und Eric Church „The Only Way I Know“ zum Besten gibt. Hier spürt man förmlich sofort den Spaß der Drei, den sie hatten, als sie sich im Wechselgesang die Mikros weiterreichten. „1994“ würdigt den Countrystar der 80er, Joe Diffie, ein Hip Hop-trächtiges, sehr launiges Countrystück in der Tradition von Big & Rich. Auf eine Zusammenarbeit mit einer weiblichen Künstlerin wie zuvor mit Kelly Clarkson wurde diesmal im übrigen verzichtet. Powerballaden gibt es jedoch mit „Talk“, „I Don’t Lonely Well“, „Walking Away“ oder „Water Tower“ zur Genüge. Richtig düster (auch vom Text) wird es bei „Black Tears“, ein Lied, das richtig unter die Haut geht. Es erinnert ein wenig an Garth Brooks „The Thunder Rolls“.

Weitestgehend ist das jedoch knackiger, kraftvoller New Country vom Allerfeinsten (auch flexible und etwas toleranter ausgerichtete Southern Rock-Fans könnten durchaus mal ein Ohr riskieren)! Und so wird „Take A Little Ride“ auch bei weitem nicht der letzte Hit aus diesem vorzüglichen Album gewesen sein. 15 tolle neue Songs von Jason Aldean! Der Mann ist top – in allen Belangen! Und sein „Night Train“ ganz sicher eine Reise wert…!

Broken Bow Records (2012)
Stil:  New Country

01. This Nothin‘ Town
02. When She Says Baby
03. Feel That Again
04. Wheels Rollin‘
05. Talk
06. The Only Way I Know
07. Take A Little Ride
08. I Don’t Do Lonely Well
09. Night Train
10. 1994
11. Staring At The Sun
12. Drink One For Me
13. Black Tears
14. Walking Away
15. Water Tower

Jason Aldean
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Jason Aldean – My Kinda Party – CD-Review

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Unter dem Motto „My Kinda Party“ lädt der aus Macon, Georgia stammende Jason Aldean auf seinem vierten Studioalbum zu seiner ganz persönlichen Party ein. Und auf der mit fünfzehn Songs gespickten Scheibe lässt es der erfolgreiche New Country-Musiker dann auch ordentlich krachen. Grund zu feiern hatte Jason schon bei seinen früheren Alben, die allesamt äußerst erfolgreich waren.

Aber gerade der Vorgänger „Wide Open“, der Platz 2 in den Billboard Album-Charts belegte und gleich drei Nr. 1- („She’s Country“, „Big Green Tractor“, „The Truth“) und einen Nr. 2-Hit („Crazy Town“) generierte, war der absolute Meilenstein in seiner bisherigen Karriere, an den es jetzt anzuknüpfen galt. Gleich vorweg. Das ist bravourös gelungen! Dazu hat das seit den Anfangstagen bewährte Team „Broken Bow Records“ mit Michael Knox als Produzenten und Jason, sowie sein etatmäßiger Musikerstamm (Rich Redmond, Tully Kennedy, Kurt Allison aus seiner Live-Band sowie u.a. Adam Shoenfeld, Michael Johnson und Tony Harrell als ergänzende Instrumentalisten) wieder große Arbeit geleistet.

Diesmal wurde gerade bei der sehr gelungenen Songauswahl richtig „geklotzt“. Für die stattliche Anzahl der Tracks wurde wirklich alles an Rang und Namen bemüht, was sich in der Nashville-Songwriter-Szene bewährt hat (u.a. Neil Thrasher, Wendell Mobley, David Lee Murphy, Kim Tribble, Michael Dulaney, Brett James, Leslie Thatcher, Tony Martin, Jason Sellers, Bill Luther und mit Brantley Gilbert und Josh Thompson zwei seiner ebenfalls „jungen wilden“ Musiker-Kollegen). Gerade  Brantley Gilbert, der vor einiger Zeit ebenfalls ein tolles Album abgeliefert hat, zeigt sich für zwei der ganz auffälligen Stücke verantwortlich, sofern man dies bei einem solch durchgehend guten Werk ohne jeden Hänger überhaupt anführen kann.

Zum einen bei „Dirt Road Anthem“, einem Song, bei dem sich Hip Hop-mäßige Sprechpassagen in den Strophen mit einem sehr melodisch gesungenem Refrain abwechseln. Während Gilbert auf seiner CD das Lied in Gemeinschaft mit Co-Autor Colt Ford präsentierte, werden hier beide Parts von Jason alleine mit Bravour erledigt. Zum anderen der muskelstrotzende Titelsong, der, ähnlich wie sein „Kick It In The Sticks“ (aber etwas fröhlicher), mit einer Portion Redneck-Flair und grandiosen Southern Rock-kompatiblen E-Gitarren wieder schweres Geschütz auffährt. Genau das richtige, um eine feucht-fröhliche Party mit heißen Mädels auf Touren zu bringen. Ein Klassesong!

Auch wenn Jason kein Stück mitkomponiert hat, wird in vielen Liedern („Tattoos On This Town“, „Fly Over States“, „Country Boy’s World“) das Kleinstadt- bzw. Landleben thematisiert, ein Milieu aus dem Aldean entstammt (nach der Trennung seiner Eltern lebte er viele Jahre bei seinem Onkel auf einer kleinen Farm außerhalb von Macon), was dem Ganzen viel Authentizität verleiht (natürlich mit den Country-typischen Instrumenten wie Steelgitarre untermauert). Sicher ist auch das mit ein Grund für seine große Beliebtheit.

Richtig stark ist auch „Texas Was You“, bei dem Jason der dort beheimaten Red Dirt-Fraktion einen netten Gruß aus Nashville herüberschickt. Und sollte Hollywood noch für einen seiner nächsten Blockbuster einen „Schmachtfetzen“ als Titelsong benötigen, kann man sich bei „Don’t You Wanna Stay“, einem Duett von Jason mit Popsternchen Kelly Clarkson (tolle Gesangsperformance von ihr), in die Bewerbung einhören. Am Ende gibt es mit „Days Like These“ noch eine dicke Überraschung. So nach Art „New Country meets The Who“ (Tony Harrell mit dieser typischen, von John Bundrick gespielten Orgel) wird hier ein flockiger Song mit Retroflair, kräftigem Refrain und satten E-Gitarren (da würde Pete Towsnend blass werden) zelebriert. Ein ganz starker Abschluss.

Ohne zu übertreiben. Mit diesen 15 Songs von „My Kinda Party“ könnte man problemlos ein Jason Aldean-Live-Konzert bestücken, ohne dass jemand die Hits seiner Voralben großartig vermissen würde. Hier reiht sich wie auf einer Perlenkette ein tolles Stück an das nächste. Gratutlation von uns für diese Leistung an ihn und sein Team! „A really great kinda party“!

Broken Bow Records (2010)
Stil: New Country

01. Tattoos On This Town
02. Dirt Road Anthem
03. Church Pew or Bar Stool
04. Just Passing Through
05. Fly Over States
06. My Kinda Party
07. I Ain’t Ready To Quit
08. It Ain’t Easy
09. Country Boy’s World
10. The Heartache That Don’t Stop Hurting
11. Texas Was You
12. Don’t You Wanna Stay
13. See You When I See You
14. If She Could See Me Now
15. Days Like These

Jason Aldean
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Bärchen Records

Eli Young Band – 10.000 Towns – CD-Review

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Sie sind immens erfolgreich in Nashville, verzaubern dort mit ihren wundervollen Liedern und herrlichen Melodien die New Country-Fans, haben aber ihre ursprünglichen Red Dirt-Roots nie aus den Augen verloren. Die Eli Young Band mit einem tollen, neuen Album! „10.000 Towns“ ist ihr zweites Werk auf dem noch relativ jungen Republic Nashville-Label (eine Kooperation von Universal Music und Big Machine Records). Produziert hat wieder Frank Lidell, diesmal aber zusammen mit Justin Niebank und der Band.

Im Gegensatz zum Vorgänger wurden eine recht beträchtliche Anzahl an Studiomusikern eingebunden, mit Leuten wie u.a. Kenny Greenberg, Tom Bukovac, Ilya Toshinsky, JT Corenflos, Adam Shoenveld, Tony Harrell, Charlie Judge, Danny Radar u.v.m., natürlich aus dem „Who-is-who“der Nashville-Szene. Der flockige Opener mit seinem lässigen gitarrengetriebenen Rhythmus, „Drunk Last Night“ avancierte sofort zum dritten Nr.-1-Hit des Quartetts. Bodenständigkeit, Konstanz und eine jeder Zeit sympathische Ausstrahlung, die sich auch in den Liedern widerspiegelt, sind die großen Trümpfe der Eli Young Band. Dazu Mike Elis unwiderstehliche Stimme, eine Erfolgsformel, die vermutlich noch viele Jahre in Nashville, national und über die Grenzen hinaus Bestand haben wird.

Der Titelsong, eine Hommage an das Durchschnittskleinstadtleben macht mit seinem euphorischen Refrain ebenfalls richtig Laune. „Dust“, ein Song, der die im Text verankerte Aufbruchsstimmung einer jungen Dame aus ihren alten Konventionen herrlich energiegeladen rüberbringt, wurde als zweite Single auserkoren und wird sicherlich in den nächsten Wochen die Top-20 der Country Singles-Charts angreifen. Keine Eli Young Band-CD ohne eine schöne Ballade. Hier gibt es mit „Angel Like You“ (Mandolinenbegleitung), dem kraftvoll gebrachten „What Does“ (atmosphärisches Piano-Intro, nachher mit typisch fettem Refrain) und dem wunderbaren „Prayer For The Road“ (Uhuhuh-Harmonies, Orgelhall, Steeltupfer) gleich drei dieser Sorte. In Kombination mit Mike Elis Wohlfühl-Stimme wie immer zum Dahinfließen!

Seit dem großen Erfolg von „Even If It Breaks Your Heart“ scheint die Zusammenarbeit der Band mit Singer/Songwriter Will Hoge unverzichtbar zu sein. Der hat hier mit Hilfe von Dylan Altman bei „A Lot Like Love“ (schönes, southern-inspiriertes E-Gitarren-Solo) und Jon Randall beim schmissigen Stampfer „Add Moonlight“ (absoluter Ohrwurm, Mitsing- und Mitwipp-Garantie) seine unverkennbaren Spuren hinterlassen. Was für tolle Songs! Ähnlich stimmungsreich und mit dezentem Heartland-Touch kommen die fluffigen „Let’s Do Something Tonight“ und „Your Last Broken Heart“ daher.

Und wer sich an die Zeiten zurücksehnt, als die Eli Young Band noch nicht so im Rampenlicht stand, der kriegt noch mit dem starken, leicht swampig-rootsigem „Revelations“ einen kratzigen Leckerbissen serviert, der auch gut auf ihre damalige „Level“-Scheibe gepasst hätte. Bärenstark! Die Eli Young Band präsentiert sich auf „10.00 Towns“ in absoluter Bestform. Eine deutliche Steigerung zum etwas blassen (aber natürlich auch nicht schlechten) „Life At Best“ ist eindeutig feststellbar.

Das ist eine kaum zu toppende Mischung aus (mainstreamigem) Red Dirt, New Country und Rock auf grandiosem Melodie-Niveau mit einem jede Menge Sympathie ausstrahlenden Ausnahmesänger. Ein schönes Art-Design, inklusive Booklet mit allen Texten, runden das Album ab. Im Prinzip wäre es jetzt mal an der Zeit, die kommende Tour zu diesem starken Werk mit einer Live-DVD festzuhalten…

Republic Nashville (2014)
Stil: Red Dirt

01. Drunk Last Night
02. 10,000 Towns
03. Dust
04. Angel Like You
05. Let’s Do Something Tonight
06. Your Last Broken Heart
07. What Does
08. A Lot Like Love
09. Just Add Moonlight
10. Revelations
11. Prayer For The Road

Eli Young Band
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