Der Sounds Of South-Rückblick 2020

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Fünf Jahre SOUNDS OF SOUTH sind jetzt geschafft. Aber dass dieses kleine Jubiläumsjahr solch ein fatales werden würde, damit hatte wohl niemand rechnen können.

Dabei war zunächst alles in gewohnten Bahnen angelaufen. Die Terminkalender der Clubs waren mit hochkarätigen Bands schon bis in den Sommer gefüllt, es gab zahlreiche verheißungsvolle Album-Ankündigungen. ‚Business as usual‘ schien auch als Parole für 2020 ausgeben werden zu können.

Der erfreuliche Trend, dass immer mehr Nashville-Künstler, auch hochrangige wie z. B. wie Keith Urban, Brett Eldredge (einige dazu noch im Rahmen der SOUND OF NASHVILLE-Reihe) wieder ihre Visitenkarte abzugeben gedachten, schien sogar  immer größere Dimensionen anzunehmen. Aber auch Kultacts wie u. a.  Cinderella oder Lynyrd Skynyrd standen bereits auf unser Agenda.

Doch dann machte die Corona-Pandemie allen bis zum heutigen Tage und wahrscheinlich noch weit bis in 2021 hinein, einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Erste ganz dunkle Wolken zogen schon im März beim fulminanten Gig der Marcus King Band in der Kölner Kantine auf. Kurze Zeit später war dann endgültig Schluss mit lustig.

Schnell offenbarte sich, dass der Kulturbereich in Sachen Lobbyismus noch einiges an Nachholbedarf in Berlin abzuleisten hat. Mehr als ein paar marginale Hilfen, die kaum der Rede wert sind, sprangen am Ende heraus und hinterließen vor allem bei den Clubbesitzern, Agenturen und Künstlern, die ganz auf diese Karte gesetzt haben und bis dato keine immensen Rücklagen bilden konnten, größtenteils einen Scherbenhaufen ihrer bisherigen Existenz.

Frei nach dem Motto des Kuturrampenchefs Pille Peerlings ‚Kein Rock ’n Roll ist auch keine Lösung‘, gab es im Sommer zwar ein paar wenige kreative und  mutige Konzert-Aufbäumungsversuche mit effektiven und scheinbar funktionierenden Hygienekonzepten, die aber spätestens mit Einbruch der Kältezeit und der Unvernunft  der Menschen (deren Demokratieverständnis leider nur die Nehmenseite zu beinhalten scheint) , wieder im Keim erstickt wurden. Die genauen Folgen und das gesamte Ausmaß des Schadens sind heute vermutlich noch gar nicht abzusehen.

Man kann letzten Endes nur hoffen, dass die mittlerweile langsam beginnende Impferei, irgendwann ihre positive Wirkung zeigt und ein Gang in eine lebenswertere und nachhaltigere Zukunft (vor allem mit besser bezahlten und behandelten Menschen und gerne ohne Milliardäre und sonstige Raffzähne) möglich sein wird.

Der musikalische Bereich in unserem Magazin ist demnach auch recht schnell abgefrühstückt. Der Hauptanteil der Arbeit aller Redakteure verteilte sich somit auf CD-Reviews, lediglich Konzert-Junkie Gernot Mangold nahm in Sachen Gigs so ziemlich alles mit, was noch irgendwie möglich war.

Um der leidigen Diskussion bezüglich der Symbolik der Südstaatenflagge ein Ende zu bereiten – ich wiederhole mich da allerdings nach wie vor gerne, dass sie in diesem Magazin ausnahmslos als Metapher für gute Musik zu sehen war – werden wir ab Anfang 2021 mit einem neuen Logo in die neue Zeit gehen.

Mit Altneister Steve Earle und New-Country-Shooting Star Morgan Wallen sind die ersten Reviews bereits wieder in Arbeit.

Hier aber , wie gewohnt, nochmal eine kleine Auswahl meiner ganz persönlichen Highlights des Jahres 2020:

CD des Jahres:

Crystal Shawanda – Church House Blues
The Allman Betts Band – Bless Your Heart
Brent Cobb – Keep ‚Em On They Toes

Überraschungs-CD des Jahres:

Betty Fox Band – Peace In Piece

Newcomer-CD des Jahres:

Cory Marks – Who I Am

DVD des Jahres:

Eagles – Live From The Forum MMXVIII

Interpret des Jahres:

Marcus King

Der Youngster aus South Carolina mit einer tollen CD „El Dorado“ und einem famosen Auftritt in der Kölner Kantine – von ihm darf man sich auf noch viele weitere Großtaten freuen

Song des Jahres:

Bigger Than The Blues – Crystal Shawanda

Diese Songs machten beim Reviewen ebenfalls Spaß:

Never Will – Ashley McBryde
Endless Ride – Outlaws
This Side Of The River – Brent Cobb
Better Off – Cory Marks
If It Was Up To Me – Robert Connely Farr
Turnin‘ Me On – Blake Shelton
Atta Boy – Lee Brice
We Were – Keith Urban – feat. Eric Church
Too Much Whiskey – Marcus King
Pale Horse Rider – The Allman Betts Band
Sheryl Crow – Tim McGraw
My Last Ride – Mark May Band
Drink Another Heartache – Jeff Jacobs Band

April-Scherz:

Deep Purple – Deep South – Woodland Drive – Live At Jimmy Carter’s Farmhouse

Enttäuschung des Jahres:

Die Bundesregierung und ihr kulturelles Corona-Management

Konzerte:

Konzert des Jahres:

Marcus King Band – 05.03.2020, Kantine, Köln

Brett Eldredge – 24.01.2020, Carlswerk Victoria, Köln

Bywater Call – 17.01.2020, Kulturrampe, Krefeld

Bilder Gernot Mangold:

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Bilder Michael Segets:

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Irgendwann 2017 kam die Idee auf, unser Logo mal als Schild herstellen zu lassen und eine Galerie von Künstlern/Leuten ins Leben zu rufen, die von unserer Arbeit angetan sind und sich, im Sinne einer Identifikation mit unserem Magazin, ablichten ließen. Hier ein Auszug von 2020 –  die ganze Galerie findet man unter diesem Link.

Bilder Sounds Of South VIP-Galerie 2020:

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To be continued…

Wir wünschen unseren Lesern, allen Musikfreunden, Künstlern und Mediapartnern ein gesundes und besseres neues Jahr 2021!

Sounds Of South is gonna do it again!

Euer

Daniel Daus

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