Blake Shelton – Fully Loaded: God’s Country – CD-Review

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Obwohl ich Blake Shelton seit Beginn seiner Karriere 2001 immer auf dem Radar habe (sein früher Song „Heavy Liftin'“ zählt immer noch zu einem meiner Alltime-Favorites), habe ich ihn seit dem letzten Review 2014 zu „Bringing Back The Sunshine“ doch ein wenig aus den Augen, beziehungsweise den Gehörgängen verloren.

Mir sind dabei natürlich seine Awards-Erfolge, Grammy-Nominierungen, die Präsenz bei TV-Formaten wie ‚Nashville Star‘ oder ‚The Voice‘ und auch seine medienträchtigen (Ehe)-Partnerinnenwechsel von Jugendfreundin Kaynette Gern, über Miranda Lambert zu aktuell Gwen Stefani, nicht verborgen geblieben.

Allerdings dafür seine letzten beiden Alben „Texoma Shore“ und „If I’m Honest“. Von daher stellt sein neuer Silberling „Fully Loaded: God’s Country“ für mich persönlich, auf dem sich sieben Tracks besagter Werke, plus fünf neue befinden, kein Problem dar. Wie Leute die Geschichte sehen, die diese schon besitzen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Immerhin beinhaltet die aktuelle CD an neuen Sachen die frisch gekürte Single des Jahres bei den CMA-Awards „God’s Country“. Ein Pathos-getränkter, mit Kirchengeläut hinterlegter starker Southern-Stampfer mit den an guten alten Charlie Daniels reminiszierenden Zeilen „… the devil went down to Georgia, but he didn’t stick around, this is god’s country…“. Gott geht bei den Amis immer, von daher ist der Erfolg kein Wunder. Ehrlich gesagt, wirklich auch aus atheistischer Sicht ein starker Song!

Das folgende „Hellride“ mit typisch brummigem Sprechgesang von Trace Adkins und stadiontauglichem Mitsing-Refrain (schönes Skynyrd-Kurz-Gitarren-Bridge) macht ebenfalls Laune.

Mit dem Schmacht-Duett „Nobody But You“, stimmlich versüßt durch seine  Flamme Gwen Stefani, wird der Katalog der Hochzeitslieder um einen weiteren potentiellen Kandidaten erweitert.

Danach gibt es dann sieben Mal am Stück recht gut ausgewählte Lieder der besagten beiden Voralben, wovon mir das flockige „I’ll Name The Dogs“ (klasse Mandolinenfills), die melancholische Countryballade „I Lived It“ und das herrlich atmosphärisch groovende „Turnin‘ Me On“ (wunderbare Stratocaster-Begleitung) besonders gefallen.

Am Ende gibt es mit „Jesus Got A Tight Grip“ (nochmals ein launiges Bekenntnis für die christliche Fangemeinde) und der Neuversion des Bobby Bare-Tex-Mex-Mitsing-Schunklers „Tequila Sheila“ neuen Shelton-Stoff (natürlich wieder 1a eingesungen und eingespielt sowie sauber produziert von Langzeitweggefährte Scott Hendricks).

Blake Sheltons „Fully Loaded: God’s Country“ erweist sich für Leute wie mich, die seine letzten beiden Alben nicht haben, wie aus einem Guss. Für alle anderen hat die Scheibe, gerade im Hinblick auf solch einen Superstar mit Majorlabel im Rücken, ein dezentes ‚Geschmäckle‘. Da wäre ein komplett neues Album sicherlich die sauberere Variante gewesen…

Warner Bros. (2019)
Stil: New Country

01. God’s Country
02. Hell Right (feat. Trace Adkins)
03. Nobody But You (Duet with Gwen Stefani)
04. Came Here To Forget
05. She’s Got A Way With Words
06. A Guy With A Girl
07. Every Time I Hear That Song
08. I’ll Name The Dogs
09. I Lived It
10. Turnin‘ Me On
11. Jesus Got A Tight Grip
12. Tequila Sheila

Blake Shelton
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