Stone Senate – Lucky Buzz – CD-Review

Stone Senate arrivieren momentan zur Southern Rock-Band der Stunde. Nach ihrem starken Konzert in der Krefelder Kulturrampe im Rahmen ihrer noch bis zum 21. Februar laufenden Europatour, habe ich jetzt auch das Vergnügen, ihre brandaktuelle CD „Lucky Buzz“ zu besprechen.

Und die kommt mit satten neuen 15 Songs daher, die eigentlich alles beinhalten, was das Herz des gediegenen Southern Rock-Liebhabers höher schlagen lässt. Bei der Band aus Nashville passt zur Zeit eigentlich alles. Sie haben mit Clinton Woolsey einen charismatischen Fronter mit ausdrucksstarkem Gesang (erinnert mit an Eddie Montgomery), der auch E-Gitarre spielen kann.

Selbst Drummer David Zettler hat auf der Bühne schon bewiesen, dass er auch das Frontmikro bedienen könnte, und Bassist Tommy Michael hat sich blendend in das Gefüge eingepasst.

Die beiden Gitarristen James Edwards und Ted Hennington bilden ein kongeniales Duo, das das große Einmaleins des Southern Rock-E-Gitarrenspiels prfekt beherrscht. Ein weiterer Vorteils des Kollektivs, indem augenscheinlich die Chemie zu stimmen scheint, ist das kreative Talent aller Beteiligten beim Songwriting, das sich dann auch in den verschiedensten Konstellationen bei der Tracklist mit ausschließlich starken und abwechslungsreichen Eigenkreationen widerspiegelt.

Die drei eröffnenden Tracks bedienen Freunde der etwas härteren, aber immer melodischen Gangart, Richtung Molly Hatchet, Rebel Pride, Preacher Stone & Co. Beim atmosphärischen Intro zu „Devil’s Water“ und auch im weiteren Verlauf des Stückes kommt Lynyrd Skynyrd-Keyboarder Peter Keys als Gast zum Einsatz.

Dass die Jungs aus Nashville auch durchaus ‚ruhig‘ können, beweisen Lieder wie „I Will Follow (True North)“, „Today I’m Breathing“, „Sleep Ain’t All I’m Gonna Miss“ und der Ohrwurm „This Ol‘ Cowboy“ (Marke Rambler), der mir schon beim Konzert angenehme Schauer bereitete.

Weiter Highlights sind das schön ‚dreckig‘ performte SR-Stück „Thief Of Joy“ mit herrlich reinkrachenden E-Gitarreneinlagen, das Melodic Rock-behaftete „For You“ und die klassischen Genre-Stampfer „Tryin‘ To Roll“ und „When It All Went South“. Den krönenden Abschluss bildet zurecht das atmosphärische „Seasons“, ein Song mit Klassiker-Potential.

Stone Senate haben zu Zeit einen echten Lauf. Mit dem von Toby Wright rau, aber transparent produzierten „Lucky Buzz“ ist ihnen ein echtes Southern Rock-Glanzstück gelungen. Absolute Kaufempfehlung, nicht nur für Genrefans.

Rollin‘ The Dice Records (2026)
Stil: Southern Rock

Tracks:
01. Lucky Buzz
02. Outlaw
03. On My Way To Alright
04. Devil’s Water
05. I Will Follow (True North)
06. Thief Of Joy
07. Today I’m Breathing
08. Gimme That One To Me
09. Tryin‘ To Roll
10. Sleep Ain’t All I’m Gonna Miss
11. Words I’ll Never Say
12. For You
13. This Ol‘ Cowboy
14. When It All Went South
15. Seasons

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Teenage Head Music

Stone Senate – 06.02.2026, Kulturrampe, Krefeld – Konzertbericht

Mit Stone Senate beginnt sich ein weiterer Teenage Head-Act, mehr und mehr in der Southern Rock-Szene zu etablieren. Nachdem ich sie vor drei Jahren erstmalig im Blue Notez Club in Dortmund gesehen hatte, wo sie heute Abend auch wieder antreten werden, bot sich die viel näher gelegene und geliebte Krefelder Kulturrampe, für einen weiteren Besuch förmlich an.

Das konstante Gerüst im aus Nashville stammenden Quintett bilden weiterhin der hünenhafte Fronter Clint Woolsey, die beiden starken Lead-Gitarristen James ‚Beau‘ Edwards und Ted Hennington sowie Drummer David “DZ” Zettler, die somit für eine gewisse Kontinuität stehen. Lediglich mit Bassist Tommy Michael gab es einen Wechsel zu vermelden, der sich aber nahtlos in das Kollektiv einfügte.

Die seit 2012 agierende Band steht für eine eher härtere Variante des Genres, was unter anderem auch mit dem Motörhead-Aufkleber auf Clint Woolseys-Gitarre plakativ unterstrichen wird.

Mit dabei hatten sie ihr brandaktuelles „Lucky Buzz“ (CD-Review folgt demnächst), das mit Stücken wie u. a.  „Lucky Buzz“, „Outlaw“, „On Mx Way To Alright“, „Tryin‘ To Roll“ und dem dezent countryesken und melodischen „This Ol‘ Cowboy“ (kein MTB-Cover ) bemustert wurde, Letzteres Stück kristallisierte sich als mein persönlicher Favorit des Abends heraus.

Die charismatische Präsenz des Fronters, eine gut harmonierende treibende Rhytmusfraktion und ein eingespieltes Gitarrenduo, das alles an typischen Spielarten gekonnt servierte, boten alles, was der passionierte Southern Rock-Liebhaber bei Gigs im Anforderungsprofil mit sich bringt.

Ansonsten gab es mit dem klassischen Opener „Down“, ihrer allerersten Single „Whiskey Helps“, „Hard To Stay Warm“, „Broken Pieces“ sowie einer zünftigen Version des Waylon Jennings-Klassikers „Ain’t Living Long Like This“ bekanntere Stücke.

Apropos Cover: Bei der eingeforderten Zugabe belohnten die fünf Protagonisten die trinkfreudigen Rampenbesucher mit „Beer Drinkers And Hell Raisers“ standesgemäß.

Mit Stone Senate hat Teenage Head Music ein weiteres Ensemble mit Zugkraftpotential im Portfolio, das die Weichen für die die Zukunft eindeutig in Richtung ‚Vorankommen‘ gestellt hat.

Line-up:
Clint Woolsey (lead vocals, electric guitar)
James Beau Edwards (electric guitar)
Ted Hennington (electric guitar, bgv)
Tommy Michael (bass)
David “DZ” Zettler (drums, bgv)

Text und Bilder: Daniel Daus

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Teenage Head Music
Kulturrampe Krefeld

Stone Senate – 08.11.2024 – Kulturrampe, Krefeld – Konzertnachlese

Die aus Nashville kommenden Southern Rocker von Stone Senate sorgen für eine gute Stimmung in der Krefelder Kulturrampe. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der hünenhafte Sänger und Gitarrist Clint Woolsey, der die Bandkollegen um ein bis zwei Köpfe überragt.

Der Motörhead-Aufkleber auf seiner Gitarre passt dabei zum eher harten Southern Rock, den das Quintett zeigt. Mit drei Gitarristen, wobei James Beau Edwards und Ted Hennington, die die Bühne flankieren, wechselweise die Soloarbeit übernehmen, präsentieren sie gewissermaßen eine Guitar Army, die knapp 90 Minuten durch die Kulturrampe jagt.

Die Setlist setzt sich aus allen bisherigen Alben zusammen und die Band spart nicht mit Songs aus dem in diesem Jahr erschienenen Album „Licky Buzz“. Neben den starken eigenen Stücken, ist das im Southern Stil interpretierte „The Night They Drove Old Dixie Down“ ein absolutes Highlight.

Es ist erstaunlich, mit welcher Spielfreude Stone Senate in Krefeld auftreten, wenn man bedenkt, dass die Tour drei Tage später vorzeitig beendet wird, weil ein Familienangehöriger eines Bandmitglieds schwer erkrankt war.

Die Stimmung in der Rampe machte es der Band mit Sicherheit leichter, unter den Umständen ein energiegeladenes Konzert abzuliefern und die leider zu wenigen Musikfans an diesem Abend zu begeistern. Nach dem Konzert ließ es sich die Band nicht nehmen, noch länger im Kneipenbereich der Rampe zu verweilen und sich unter die Fans zu mischen, wo sie sich als sehr sympathische Gesprächspartner zeigten.

Line-up:
Clint Woolsey (lead vocals, electric guitar)
James Beau Edwards (electric guitar)
Ted Hennington (electric guitar, bgv)
Tommy Michael (bass)
David “DZ” Zettler (drums, bgv, lead vocals)

Text und Bilder: Gernot Mangold

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Kulturrampe
Teenage Head Music

Stone Senate – 16.12.2023, Blue Notez Club, Dortmund – Konzertbericht

Mit geübten Blick auf die türkis-farbene Epiphone-E-Gitarre mit dem Motörhead-Aufkleber von Stone Senate-Fronter Clint Woolsey, war dem erfahrenen Konzertbesucher sofort klar, als die Band pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne des Blue Notez betrat, dass wir es im Verlauf des Abends, mit der eher härteren Variante des Southern Rocks zu tun bekommen werden.

Stone Senate, ein Quintett, überwiegend Nashville-basiert, das dieses Jahr zum ersten Mal unter der Teenage Head Music-Fahne Europa musikalisch bereist und im Blue Notez Club in Dortmund das letzte Konzert der Tour bestritt, legte dann auch mit fünf Stücken aus der eigenen Feder sehr rockig los, sodass zum Teil Assoziationen mit den Black Stone Cherry (u. a. „Letter of Deperture“) aufkamen.

Mit ‚Hüne‘ Clint Woolsey haben sie einen echt imposanten Leader  und Rhythmusgitarristen am Mikrofon, der sich gegen die restliche Gitarren-Power (James Beau Edwards und Ted Hennington) nicht nur mit rauchiger Stimme, sondern auch mit sympathischer und kommunikativer Präsenz zu behaupten wusste.

Die eigentliche Rhythmusfraktion, bestehend aus dem stark am Bass aufspielenden Kieran Cronley (der wirkte schon fast wie ein dritter Leadgitarrist und machte den etatmäßigen Saitenzupfern ordentlich Dampf unterm Kessel) und dem heftig trommelnden Drummer David “DZ” Zettler (am Mississippi zu Hause), sorgte immer wieder für einen ordentlichen Drive. Letztgenannter “DZ” bewies dann beim Allman Brothers-Cover „Don’t Keep Me Wonderin'“ (zuvor gab es noch „The Shape I’m In “ von The Band), dass er ebenfalls einen fantastischen Lead-Sänger abgibt.

Bei diesen beiden Stücken wurde dann u. a. noch Mundharmonikaspieler Chris Sauerbrey für ein paar plusternde Einlagen mit involviert (später dann nochmal beim George Strait-Country-Schunkler „The Fireman“ in einer Skynyrd-ähnlichen Variante). Die beiden Leadgitarristen James Beau Edwards und Ted Hennington taten das, was man in einer Southern Rock-Combo zu tun hat: Sie glänzten mit vielen quirligen Soli und begaben sich dazu immer wieder in Double Leads-Passagen.

Mit dem progressiven „Lazy River“ (mit an „Jessica“ erinnerndem Instrumentalfinale) wurde es zum ersten Mal etwas ruhiger. Über das Skynyrd-mäßige „Whiskey Helps“, das in ‚Black Stone Cherry meets Nickelback‘-Manier gebrachte „Against the Light“, „Always Never Fades“ (mit herrlichem Twin-Part), dem brandneuen „Shine“ (wieder BSC-Note), dem erneut progressiv-angehauchten „Ghost“ (tolle Wechselsoli von Edwards und Hennington) ging es dann in die Endphase des kurzweiligen Gigs.

Hier wurde das mit hymnischen E-Soli bestückte „Hard To Stay Warm“ von den beiden, mit AC/DC-Reminiszenzen bedachten Tracks „All the Broken Piece“ und „Down“ (Abschluss des Hauptteils) eingerahmt. Das begeistere Blue Notez-Publikum konnte Stone Senate dann noch zu einer Zugabe motivieren, die mit einer zünftigen Interpretation von ZZ Tops „Beer Drinkers And Hell Raisers“, bei der Woolsley und Zettler sich dem Texas-Original gemäß, wie einst Gibbons und Hill, in den Leadvocals abwechselten, in sehr launiger Form erbracht wurde.

Insgesamt ein gelungener Auftritt von Stone Senate bei Ihrem Einstand in Dortmund, wobei sich die einzelnen Musiker auch im Nachgang beim Smalltalk als sehr nette Typen erwiesen und natürlich auch noch für das obligatorische VIP-Bild mit unserem Logo zur Verfügung standen. Danke auch an ‚Knipser‘ Peter Schepers für die tollen Bilder!

Setlist:
Cemetery Song
Right Side Up
Dead and the Dying
Martha
Letter of Deperture
The Shape I’m In (The Band cover)
Don’t Keep Me Wonderin‘ (The Allman Brothers Band cover)
Lazy River
Whiskey Helps
Against the Light
The Fireman (George Strait cover)
Always Never Fades
Shine
Ghost
All the Broken Piece
Hard to Stay Warm
Down
Zugabe:
Beer Drinkers And Hell Raisers (ZZ Top Cover)

Line-up:
Clint Woolsey (lead vocals, electric guitar)
James Beau Edwards (electric guitar)
Ted Hennington (electric guitar, bgv)
Kieran Cronley (bass)
David “DZ” Zettler (drums, bgv, lead vocals)
Chris Sauerbrey (harmonica)

Bilder: Peter Schepers
Text: Daniel Daus

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