The Magpie Salute – High Water II – CD-Review

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Review: Gernot Mangold

Etwa ein Jahr nach „High Water I“, bringen Magpie Salute nun mit „High Water II“ den damals schon angekündigten Nachfolger. Die nahtlose Fortsetzung liegt auch daran, dass ein Teil der Songs schon damals mitproduziert wurden, aber Rich Robinson sich bewusst entschied, diese erst auf „High Water II“ zu veröffentlichen.

Mit „Sooner Or Later“ ist ein rasanter Eröffnungstrack ausgewählt worden, der der insbesondere im Mittelpart psychedelische Elemente aufweist, vom Songwriting aber durchaus eine Nähe zu den Black Crows erkennen lässt. Geschrieben ist das Stück, wie auch ein Großteil des Materials, von Robinson und John Hogg, die auch für das erfrischende groovende „Gimme Something“ verantwortlich sind.

Stilistisch ähnlich ist das folgende „Leave It All Behind“, welches nach der Tour für „High Water II“ komponiert wurde und zweideutig gesehen werden kann. Bisher ist noch keine weitere Tour der Magpie Salute geplant.

„In Here“ beginnt mit einem Intro, dass an die frühen Neil Young and Crazy Hourse-Phase erinnert. Mag es an der Begeisterung Robinsons für Gretsch Gitarren sein, die auch Young benutzte und, von der er eine Signature-Gitarre ‚Magpie‘ entwickelte?

Mit „You And I“ wird es sehr melodisch, leicht melancholisch und countresk. Diese Gangart setzt sich auch in „Mother Storm“ fort wobei Hoggs Stimme natürlich eine Abgrenzung darstellt.

Bei „A Mirror“ wird wieder leicht auf’s Gaspedal getreten, um den für mich stärksten, sehr emotionalen Track „Lost Boy“, geschrieben von Marc Ford und Robinson, nachzuschieben. Ein Countrysong mit Unterstützung durch Alison Krauss, die neben der Geige auch gesanglich der Band beiwohnt. Das folgende Stück könnte vom Songwriting und der Präsentation her eventuell dem verlorenen Sohn, dem zu früh verstorbenen David Bowie, gewidmet sein.

„Turn It Around“ hätte auch gut in die Zeit von „Lets Dance“ Phase gepasst. In „Life Is A Landslide“ sind auch Elemente des Vorgängers zu erkennen aber Robinson und Kumpanen bewegen sich in Richtung Southern Rock, um mit „Doesn`t Really Matter“ letztendlich wieder bei den Wurzeln Robinsons zu landen, die im psychedelischen umwobenen Bereich des Genres liegen. Das bluesige „Where Is This Place“ bildet den starken Abschluss eines insgesamt würdigen Nachfolgers von „High Water I“.

Es bleibt abzuwarten, wohin die Reise der Band gehen wird. Anders als bei Part I, ist noch kein dritter Teil oder eine Tour zur Promotion angekündigt. In der Präsenz dieses Albums „High Water I“ wäre es auf jeden Fall schön, Magpie Salute auch wieder auf deutschen Bühnen zu sehen.

Mascot Records/Provogue (2019)
Stil: Jam Rock

01. Sooner Or Later
02. Gimme Something
03. Leave It All Behind
04. In Here
05. You And I
06. Mother Storm
07. A Mirror
08. Lost Boy
09. Turn It Around
10. Life Is A Landslide
11. Doesn’t Really Matter
12. Where Is This Place

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