Corky Laing’s Mountain – 03.10.2019 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

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Schon beim Betreten des Konzertsaals im Piano fiel das direkt am Bühnenrand stehende Schlagzeug auf. Dies war aber auch nicht verwunderlich, da Drummer Corky Laing als letztes Gründungsmitglied des kanadischen Powertrios, das Vermächtnis der Band weiterleben lässt.

Schon zu Beginn zeigte sich, dass Corky nichts von seiner Dynamik verloren hat und er legte mit seinen beiden Mitstreitern direkt los wie die Feuerwehr. Beim Gesang wechselte er sich mit Basser Mark Mikel ab, während Gitarrist Richi Scarlett mit einer Klasse Hardrock-Gitarre glänzte.

Neben dem Musikalischen könnte Corky Laing auch als Entertainer glänzen. Zwischen den Songs erzählte er immer wieder Anekdoten dazu. In einer der ersten Ansagen kündigte Laing an, dass er das Publikum auf eine Zeitreise in die Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts mitnehmen wolle.

Mit „Travelin‘ In The Dark“ und „Theme From An Imaginery Western“ wurden direkt zwei Klassiker präsentiert und nach „Don’t Look Around“, erzählte Corky etwas über Mississippi und die Entstehung eines Songs mit der einläutenden Kuhglocke, um eine hart rockende Version von „Mississippi Queen“ nachzulegen, in der Scarlet mit einem rauen Gitarrenspiel begeistern konnte. Mit „Never In My Life“ blieben Mountain weiter auf dem Gaspedal.

Nachdenklich war die Geschichte, die Laing zu „Nantucket Sleighride“ erzählte. In einer Metapher verglich er das Schicksal von Walfängern, die den dicksten Fisch fangen wollten, aber letztendlich der See Tribut zollen mussten, mit dem Musikbusiness, wo nach Künstler, die hoch hinaus wollten, nie wieder kamen.

Mit einem Schmunzeln erwähnte er, dass es ihm nicht so ergangen ist, er sei ja heute noch hier. Diesen musikalischen Höhepunkt leitete stilgemäß Mikel mit einem Keyboard-Intro ein.

Danach verließen seine Mitstreiter die Bühne, Laing philosophierte weiter über Musiker und legte dann eine Coverversion von Dylans „Like A Rolling Stone“ hin. Teils schreiend, begleitete er sich selbst dabei nur am Schlagzeug. Danach kamen seine Begleiter wieder zurück und beendeten mit „For Yasgur’s Farm“ und „Sittin‘ On A Rainbow“ zunächst das Konzert.

Die leider für den Auftritt zu wenigen Besucher forderten allerdings lautstark Zugaben und die drei Recken ließen es sich nicht nehmen, mit dem Ten Years After-Klassiker „Going Home“ den passenden Rausschmeißer nachzulegen. Seinen Bezug zu dem Song und auch zu Woodstock erklärte Corky zuvor dem andächtig lauschenden Publikum.

90 Minuten Hard Rock aus den Siebzigern waren wie im Fluge vergangen und es war zu erkennen, dass Mountain ein zufriedenes Publikum zurück ließ. Nach der Show nahmen sich alle drei Musiker noch Zeit für einen Plausch mit dem Fans am Merchandising-Stand.

Ein Dank an Jenny und Thomas, sowie Onstage Promotions, dass sie den Zuschauern mit dieser Band noch einmal einen Blick auf die Musik aus der Woodstock-Zeit gewährleistet haben.

Line Up:
Corky Laing – Drums & vocals
Mark Mikel – Bass, keyboards, & vocals
Richi Scarlet – Guitars

Bericht und Bilder: Gernot Mangold

Corky Laing’s Mountain
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