Danny Bryant & Bigband – 06.05.2022, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Knapp zweieihalb Jahre lag das letzte Konzert von Danny Bryant mit seiner Bigband mittlerweile zurück und war bei Bryant in positiver Erinnerung geblieben. Er betonte schon zu Beginn des Konzerts, wie er sich freue, wieder im Piano aufzutreten, da die Termine in Dortmund von der Atmosphäre her für ihn immer etwas Besonderes waren. Schnell entwickelte sich, auch durch die klasse Bandleistung, eine gute Stimmung in dem leider nur knapp zur Hälfte gefüllten Saal.

Bryant spielte in den knapp 120 Minuten Spielzeit eine bunte Mischung alter und neuer Songs vom aktuellen Werk „The Rage To Survive“. Hervorragend war vom neuen Album „Invisible Me“, dem Bryant mit seiner Stimme und gekonnten Soli seinen Stempel aufdrückte und durch die Bläsersektion ein gewaltiger Sound erzeugt wurde.

Die absoluten Höhepunkte der Show hob sich Bryant allerdings bis zum Ende auf. In einer Lang-Version von „Unchained“ hatten alle Musiker ihre Soloanteile, dass auch Paul Mallatratt am Bass und Dave Raeburn an den Drums mit feinen Soli ihr Können direkt beweisen konnten, was dem geneigten Zuhörer allerdings zuvor schon nicht verborgen geblieben war.

In „Painkiller“ konnte die Band dann die gesamte musikalische Bandbreite zeigen. Instrumental standen zunächst Marc Raner, bei der Ballade zunächst mit akustischer Gitarre und Stevie Watts am Piano im Vordergrund. Bryant beschränkte sich hier auf den Gesang und die anderen Musiker hielten sich eher zurück. In der Mitte des Songs kam es dann zu einem Pianosolo, während dessen Raner seine akustische Gitarre gegen die elektrische tauschte. Mit dem ersten Anschlag Raeburns an den Drums ging danach für mehrere Minuten die Post ab.

Raner und Bryant schossen sich die Soli regelrecht um die Ohren und die Bläsersektion setzte immer wieder stakkatoartige Segmente. Nach einer weiteren Zugabe beendete die Band unter dem Applaus der Besucher das Konzert und Bryant begab sich sofort zum Merchandising-Stand und stand geduldig den wartenden Fans zur Verfügung. Ein feiner Bluesabend mit einer spielfreudigen Band im Musiktheater Piano wurde so noch einmal positiv abgerundet.

Für Freunde der gepflegten Blues- und Rockmusik steht in den nächsten Wochen noch einiges im Piano auf dem Plan, dass es sich lohnt, mal auf die Webseite zu schauen und mit den Besuchen, den Veranstalter, wie auch die Bands zu unterstützen, da viele Konzerte in letzter Zeit mehr Besucher verdient gehabt hätten, als sich letztendlich eingefunden haben.

Line-up:
Danny Bryant (lead vocals, electric guitar)
Paul Mallatratt (bass)
Dave Raeburn (drums)
Lukas Bossardt (keys)
Marc Raner (guitars)
Finn Bradley (trumpet)
Alex Maddison (trombone)
Lauren Young (tenor saxophone)
Mark Wilkinson (baritone saxophone)

Text und Bilder: Gernot Mangold

Danny Bryant
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Musiktheater Piano

Ein Gedanke zu „Danny Bryant & Bigband – 06.05.2022, Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht“

  1. Hallo Gernot, danke für deinen Konzertbericht. Ich teile deine Meinung ganz und gar und auch in Dresden waren viel zu wenig Besucher.
    Ein Problem habe ich mit den Namen der Musiker:
    An den Tasten habe ich LUKAS BOSSARDT und an Trompete FINN BRADLEY.
    Viele Grüße Bernd

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